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Zukunft Sozialismus

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Was Jahrzehnte lang richtig war und unumstößliches Gesetz, gerät ins Wanken. Die Fundamente alter Glaubenssätze bekommen Risse, die alten Wahrheiten zeigen sich als das, was sie sind: alt. Sie sind überholt und stimmen nicht mehr überein mit den neuen Wirklichkeiten der Globalisierung. Es sind die negativen Begleiterscheinungen dieser neuen Entwicklungen, die für die Menschen in den bisherigen kapitalistischen Hochburgen unbegreiflich sind. Denn zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg beginnen die Menschen auch im Westen, unter dem Kapitalismus zu leiden und ihn nicht mehr zu verstehen. Es geht nicht mehr nur aufwärts und schon gar nicht mehr für alle. Kapitalismus ist ganz anders geworden. Er steckt auf einmal voller Widersprüche, für die es keine Erklärung zu geben scheint. Was steckt dahinter, dass es überall nicht mehr so richtig rund läuft und die Welt sich in einem erbärmlichen Zustand befindet? Kriege und Konflikte nehmen zu. Mit der stockenden Weltwirtschaft taumeln mittlerweile nicht mehr nur unbedeutende Staaten am Rande der Zahlungsunfähigkeit. Auch die industriellen Großmächte sind hoffnungslos überschuldet.Der Kapitalismus, die bisher ertragreichste Wirtschaftsform, die die Menschheit hervorgebracht hat, wird zunehmend unrentabel. Das ist eine kühne Behauptung angesichts des unermesslichen Reichtums, den er geschaffen hat. Aber er droht an seinem Reichtum zu ersticken. Und der Anteil der Gesellschaftsmitglieder, denen er keine Lebensgrundlage zu bieten hat, wächst ständig. Wie passt das zusammen?

Diesen Fragen geht das Buch nach. Es setzt sich auseinander mit der Entwicklung der Gesellschaften vor dem Kapitalismus, aber auch der Entwicklung des Kapitalismus selbst. Wie konnte er zu dem werden, was er heute ist? Und vor allem, ist er der End- und Höhepunkt der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit, wie viele Theoretiker nach dem Ende des Sozialismus glauben machen wollten? Kommt danach nichts mehr?

Daran schließt sich natürlich dann auch zwangsläufig die Frage nach dem Scheitern des Sozialismus an. Warum ist es ihm nicht gelungen, eine Alternative zum Kapitalismus zu werden? War er nur falsch gemacht oder verraten von seinen Führern? War er dem Wesen des Menschen zu fremd? Oder war einfach die Zeit noch nicht reif dafür, die gesellschaftlichen Grundlagen noch nicht weit genug entwickelt?

Sachlich, kompetent und unaufgeregt beschreibt der Autor gesellschaftliche Entwicklung anhand des materialistischen Weltbildes des Marxismus. Dabei wird Kapitalismus nicht verteufelt und Sozialismus nicht verherrlicht. Denn es geht um Erkenntnis, nicht um Rechthaberei.Ob das Buch ein Beitrag zur Lösung der gesellschaftlichen Probleme ist, diese Antwort maßt der Autor sich nicht an. Aber es trägt sicherlich seinen Teil zum Verstehen von gesellschaftlicher Entwicklung im Allgemeinen und der des Kapitalismus im Besonderen bei.Wie die Überwindung des Kapitalismus vonstatten gehen soll und wohin sie führen soll, die Antworten darauf kann ein einzelner Autor nicht geben. Das ist die Aufgabe, die die Menschheit vor sich hat, und nur sie alleine kann sie lösen. Wer aber glaubt, eine umfassende Antwort auf diese Frage anbieten zu können, überschätzt sich selbst und macht sich und anderen etwas vor. Der Weg dahin aber führt über Bücher wie dieses und die sachliche Diskussion. Das Ziel ist Erkenntnis.

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Kolonie Konzern Krieg

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Es geht um die Geschichte des Kapitalismus von seinen einfachsten Anfängen in der mittelalterlich-feudalistischen Gesellschaft bis hin zu seinem heutigen Entwicklungsstand. Einer der Schwerpunkte liegt in der Darstellung der inneren Triebkräfte dieser Wirtschaftsform. Wie konnte es ihm gelingen, sich auf dem gesamten Erdball als die vorherrschende Wirtschaftsform durchzusetzen? Was macht seine Stärke aus gegenüber den vorangegangen Gesellschaften in der Menschheitsgeschichte? Der Schlüssel zur Beantwortung dieser Frage liegt in seiner Fähigkeit, die menschliche Arbeitskraft in einer bisher nicht gekannten Ergiebigkeit zu nutzen. Dabei treibt das wissenschaftliche und schöpferische Potential des Menschen die technische Entwicklung zu immer neuen organisatorischen und wirtschaftlichen Strukturen, die die Produktivität des Kapitalismus ständig steigern. Es beginnt mit dem Nebenerwerb des feudal-abhängigen Bauern, dem familiär organisierten Handwerksbetrieb des Mittelalters hin zu den ersten Schritten der Arbeitsteilung in der Manufaktur der Neuzeit. Mit der Dampfmaschine beginnt die industrielle Produktion und damit auch deren Organisierung in immer größeren Firmen, Konzernen und Kartellen. Die Darstellung dieser Schritte nimmt umfangreichen Raum ein in der Auseinandersetzung mit dem Thema. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung zwischen dem Bürgertum als Träger des Kapitalismus und dem Adel als herrschende Klasse der Feudalgesellschaft um die politische Macht. Das Bürgertum übernahm nach und nach aufgrund seiner handwerklichen, wissenschaftlichen und organisatorischen Fähigkeiten eine wirtschaftliche Vormachtstellung in der Feudalgesellschaft. Ausdruck dieser Überlegenheit waren der Reichtum der Städte und die Übernahme der wirtschaftlichen Kontrolle über die Kolonien. Dieser Wandel in der Funktion der Kolonien wird umfangreich und beispielhaft dargestellt an der Kolonisierung Nordafrikas. Nach der Übernahme der politischen Macht des Bürgertums, zuerst nur teilweise in England, dann vollständig nach der Revolution in Frankreich und der Unabhängigkeitserklärung der USA hielt das Bürgertum alle Mittel in der Hand, um dem Kapitalismus die besten Bedingungen für seine weitere Entwicklung zu schaffen. Mit der Zunahme der kapitalistischen Staaten und dem Ausbau der Industrie steigt die Menge der produzierten Waren. Die Aufnahmefähigkeit der Märkte hielt damals wie auch heute nicht Schritt mit dem Anwachsen der Produktionskapazitäten. Die Konkurrenz unter den Unternehmen wächst und damit die der Staaten hinter diesen Unternehmen. Im Imperialismus vor dem Ersten Weltkrieg versucht sich der Kapitalismus neue Produktionsbedingungen zu schaffen. Ein Wettlauf um Kolonien beginnt, Märkte werden gewaltsam geöffnet. War der Krieg zu Zeiten der Adelsherrschaft ein Mittel zur Ausdehnung der eigenen Anbaufläche als wirtschaftlicher Grundlage des landwirtschaftlich ausgerichteten Feudalismus, so wird im Kapitalismus der Krieg zu einem Mittel, die Marktanteile neu zu gestalten.

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