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Wir kommen

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»Ronja von Rönne wischt euch das Blau vom Himmel.« Georg Diez, Spiegel

»Endlich eine neue Stimme in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Flüssig, schnoddrig, unernst, ernst, uneinordbar.« Joachim Lottmann

Heute ist Maja gestorben“, so beginnt der erste Eintrag eines Tagebuchs, das von einer Reise ans Meer berichtet. Von vier wohlstandverwahrlosten Endzwanzigern, die stur gegen die Langweile der Zehnerjahre ankämpfen. Von einer Frau, deren ehemals beste Freundin gestorben ist,

die dies aber nicht wahrhaben will. »Wir kommen« ist ein radikales Buch, ein durch und durch nihilistisches Buch, das laut und voller Humor gegen jede Art von Sentimentalität anschreit. Doch je länger die Reise währt, desto öfter bricht der Sound, wird verzeihlich, komisch, poetisch.

Eine polyamouröse Clique, eine Schildkröte und ein schweigendes Kind fliehen aus der Stadt in ein Haus an der Küste. Sie flüchten vor der Langweile, vor sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Denn jemand ist gestorben. »Meine Gedanken sind nicht gut, und meistens folgen ihnen Taten«, schreibt Anna in ihrem Tagebuch, mit dem sie auf Anraten ihres Therapeuten die Reise akribisch dokumentiert. Aus den schlechten Gedanken folgen immer groteskere Taten, denn die Stille wird auch am Meer nicht lauter, die Zeit vergeht bei gleichbleibend mildem Wetter nur noch langsamer, und die Resignation dröhnt. Sex und Gewalt reichen bald nicht mehr aus, um sich lebendig zu fühlen. Anna, Leonie, Karl und Luke beschließen, mit polemischem Ingrimm, die Grausamkeiten zuzuspitzen. Sie veranstalten ein Fest.

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„Maja ist nicht tot. Wenn Maja gestorben wäre, hätte sie mir davor Bescheid gesagt. Solche Dinge haben wir immer abgesprochen.“

Wenn jemand stirbt, zieht man sich schwarze Kleider an und geht zur Beerdigung. Oder man flieht gemeinsam mit seinen drei Beziehungspartnern und einer Schildkröte ans Meer. Nora entscheidet sich für Letzteres. Als ob Polyamorie helfen würde. Als ob Flucht helfen würde. Als ob man den Dämonen der Vergangenheit so einfach entkommt.

„Schnoddrig, überlegen, witzig, respektlos – endlich eine neue Stimme in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur!“ Joachim Lottmann.

In Noras Heimatdorf gehört es sich, den Nachbarn zu grüßen, den Rasen zu mähen und am Ende des Lebens zu sterben. Dass sich plötzlich ausgerechnet Maja, Noras beste Freundin aus Kindheitstagen, an diese althergebrachten Regeln hält und einfach stirbt, kann Nora nicht glauben. Für eine Beerdigung hat Nora ohnehin keine Zeit: Nachts wecken sie Panikattacken, sie muss sich um eine Schildkröte kümmern und ihre einst so progressive Beziehung zu viert droht auseinanderzubrechen. Und dann fährt auch noch ihr Therapeut in Urlaub. Bis zu seiner Rückkehr soll Nora ihre Tage in einem Tagebuch dokumentieren. Also berichtet sie, wie sie sich mit Karl, Leonie, Jonas und einem schweigenden Kind ans Meer flüchtet, um das Verschworene zwischen ihnen zu retten. Doch statt hoffnungsvoller Zukunft drängt sich immer mehr Noras Vergangenheit in den Vordergrund. Es muss doch etwas geben, denken die vier, das sie wieder zusammenzuschweißen vermag, ein großes Fest etwa. Oder ein Mord.

„Wir kommen“ ist ein radikales Buch, rasend komisch in seiner Verzweiflung und poetisch in seiner Grausamkeit.

„Ronja von Rönne wischt das Blau vom Himmel.“ Georg Diez, Der Spiegel.

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Ronja von Rönne, 1992 in Berlin geboren, lebt in Berlin und Grassau. Seit 2015 Redakteurin im Feuilleton der Welt. Mehr von der Autorin unter www.sudelheft.de

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