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Antwort auf die Gretchenfrage

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Kann man angesichts der Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften noch an einen Gott glauben? Die Überlegungen, die der Autor hierzu anstellt, nehmen auf bekannte philosophische Theorien Bezug, stützen sich aber hauptsächlich auf das wissenschaftlich fundierte Welt- und Menschenbild.

Ob ein Gottglaube gelingt, hängt davon ab, was man sich unter Gott vorstellt. Das Gottesbild muss mit dem Wissen über die Entstehung des Universums zumindest im Einklang stehen. Die unfassbaren Dimensionen in Raum und Zeit und die lange Entstehungsgeschichte müssen sich darin widerspiegeln. Auch die in den erforschten Prozessen erkennbare intelligente Ordnung muss in den Versuch einer Charakterisierung Gottes eingehen.

Vor diesem Erfahrungshintergrund werden die Aspekte, was Gott sein könnte, dargestellt und bewertet. Eine Kernaussage in diesem Beschreibungsversuch ist der Satz: „Gott ist die Liebe“, der auf seine tiefe Bedeutung hin ausgelotet wird.

Die verschiedenen Wege zum Gottglauben müssen unterschiedlich bewertet werden. Die hohe Einschätzung der Vernunft für das Erkennen Gottes ist einer Ernüchterung gewichen. Damit lässt sich die Existenz Gottes weder beweisen noch widerlegen. Dagegen kann ein aufmerksamer sensibler Selbstbeobachter in seinem Bewusstsein Erfahrungen sammeln, die auf eine übernatürliche Realität hindeuten. Gottesbegegnungen finden im Innersten des Menschen statt. Auf einen anderen Zugang, nämlich die „Selbstoffenbarung Gottes“, stützen sich die kirchlichen Glaubenslehren. Diese wurde in Heiligen Schriften niedergelegt. Die daraus abgeleiteten verbindlichen Glaubenssätze werden von den Kirchen zur Aneignung an die Menschen weitergegeben. Der Grund des Glaubens ist bei diesem Zugangsweg nicht die Einsicht sondern der blinde Gehorsam, den man den Menschen aber heute nicht mehr abverlangen kann. Eine Anpassung der Glaubensinhalte an die kulturelle Entwicklung der Menschheit wäre dringend notwendig.

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Prof. Dr. Hans Georg Sergl

Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

und Diplom-Psychologe

Vita

1936 in München geboren, römisch-katholisch getauft

Seit 1964 verheiratet, Vater zweier Töchter

Abiturient des Wilhelms-Gymnasiums München

Student der Zahnheilkunde an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Kieferorthopädische Fachausbildung und

Zweitstudium der Psychologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Oberarzt an der Georg-August-Universität Göttingen

27 Jahre Inhaber eines Lehrstuhls für Kieferorthopädie und Klinikleiter an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Präsident der European Orthodontic Society

Ehrenmitglied mehrerer wissenschaftlicher Fachgesellschaften

2001 Emeritierung

Im Ruhestand (ab 2001) kam der Autor, anknüpfend an sein früheres Studium der Psychologie und die wissenschaftliche Beschäftigung mit Fragen der Psychosomatik, über eine Weiterbildung in „Traumarbeit“ zum Thema „Religion“. Die Überlegungen, die er hierzu angestellt und in diesem Buch niedergelegt hat, könnten auch für andere Gottsucher, Gläubige und Zweifler hilfreich, Orientierung gebend und entlastend sein.

 
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