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Aus dieser schweren Zeit

Fuego


Änne Gröschler (1888 - 1982) aus der norddeutschen Kleinstadt Jever entkam dem Holocaust durch den "Transport 222". Dieser führte im Jahr 1944 sogenannte Austauschjuden aus dem Konzentrations­lager Bergen-Belsen in das britische Mandatsgebiet Palästina.

Die beeindruckende Frau zeichnete unmittelbar nach ihrer Rettung trotz aller Demütigungen und Verluste ein differenziertes Bild der nationalsozialistischen Ära. Sie hat uns ein einzigartiges Dokument hinterlassen.

Themen: die Verfolgung der Juden und die Flucht in die Niederlande, der Überfall Deutschlands 1940, das verratene Versteck, die Haft im Lager Westerbork, die drohende Deportation nach Auschwitz, die Leiden in Bergen-Belsen und die rettende Zugfahrt in die Freiheit.

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Das offene Versteck

Fuego


Im Jahre 2018 kamen in Kentucky, USA, drei Audio-Kassetten ans Licht. Auf ihnen schildert der jüdische Landwirt Robert de Taube (1896 – 1982) aus Ostfriesland seine Überlebensgeschichte. Während die Deportationszüge von Berlin nach Auschwitz rollten, fand er Versteck in den Straßen der Reichshauptstadt und den Waggons der Stadtbahn. Er fuhr kreuz und quer durchs Liniennetz bis hin in die Vororte Beelitz und Bernau, handelte mit Gemüse, Obst und Kleidung, arbeitete als Gärtner und wechselte ständig seinen nächtlichen Unterschlupf. Im Villenviertel von Grunewald fand er seine beste Bastion. Eine NS-Funktionärin verliebte sich in ihn. Ohne mutige Helfer hätte er nicht überlebt.

Nach der Befreiung 1945 wollte Robert de Taube sofort zurück auf seinen Gutshof bei Wilhelmshaven, der Kampf um die Wiedererlangung des vom NS-Staat geraubten Eigentums lag vor ihm. Sein Bericht zeugt von Klugheit und Glück in den Zeiten des Holocausts – und vom Preis, die permanente Wachsamkeit vor der SS und das Bleiben im Land der Täter forderten. Robert de Taube hat uns einen einzigartigen Beitrag zum Verstehen von „Heimat“ vermacht.

Hartmut Peters hat das Interview ediert und mit einer Einleitung versehen.

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Hartmut Peters (Jg. 1949) studierte Germanistik, Soziologie und Geschichte. Er unterrichtete am Mariengymnasium Jever und wirkt seit 1978 in verschiedenen Projekten bei der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zeit mit. Er ist Herausgeber und Beiträger der Internetzeitschrift des GröschlerHauses Jever, des Zentrums für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region Friesland/Wilhelmshaven.

 
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