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Von der Beliebigkeit zum Idealen - Die Korintherbriefe

tredition | Heilsgeschichtliche Auslegung des Neuen Testaments


Diese Auslegung der Korintherbriefe des Paulus folgt nicht der kirchlichen Tradition, sondern dem biblischen Text und der historischen Wahrscheinlichkeit. Die Korinther Gemeinde stellt unter den ersten christlichen Gemeinden des ersten Jahrhunderts ein Muster dar für alle kommenden Kirchengenerationen. In ihr gab es alles, was es nicht geben durfte, aber auch alles, was eine lebendige Gemeinde auszeichnete. Und so findet man neben tiefstem Heidentum und Unmoral, jüdischer Gesetzlichkeit und griechischem Freigeist, ebenso Christuszentrierung und Heiligungsbestreben. Paulus provozierte die Juden mit Sonderlehren und stieß zugleich den traditionsfreudigen Nichtjuden vor den Kopf.

Erst Paulus versteht die ganze Fülle und Bandbreite der Erlösung durch Christus, dem auch ein falscher Eifer für die Torah nicht im Wege stehen darf. Das neue Evangelium von Paulus ließ auch die Nichtjuden verstehen, dass es im Kern für sie darum ging, den alten, sündigen Adam loszulassen mit seinen Gewohnheiten und Lüsten und auch die Selbstgerechtigkeitsbemühungen aufzugeben, die sich sogar hinter besonders frommen Werken und einer formalen Torahgerechtigkeit verbergen können.

Das Evangelium ist bei Paulus zwar ein Friedens- und Freiheitsangebot, aber es ist zugleich eine Konfrontation. Im Evangelium wird der sündige Mensch mit der unausweichlichen Wahl konfrontiert, sich von Gott zurechtbringen zu lassen oder es zum eigenen Unheil bleiben zu lassen.

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Roman Nies befasst sich seit �ber vierzig Jahren damit, verschiedene Wissenschaften interdisziplin�r miteinander zu einer universalistischen Gesamtschau zu verbinden. Seine Schwerpunkte sind Theologie und Philosophie. Nebengebiete sind V�lkerkunde und Naturkunde, f�r die er zahlreiche Reisen unternommen hat.

 
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Gesetz und Gnade

tredition | Heilsgeschichtliche Auslegung des Neuen Testaments


Der Brief an die Galater ist das Zeugnis des Apostels Paulus für das große Ziel, das jeder Mensch haben soll: die Bestimmung, die ihm vom Schöpfer zugedacht worden ist, zu erreichen. Ziel und Bestimmung des Menschen ist Jesus Christus, denn allein bei Ihm und in Ihm ist der Mensch zu seiner endgültigen Ruhe in der Vollendung seines Menschseins gekommen.

Paulus zeigt, dass es auf dem Weg zu diesem Ziel vor allem zwei Haupthindernisse gibt. Das eine ist die Religion als menschliche Ordnungskraft, das andere ist die Gesetzlosigkeit mit ihrem Versuch zur autonomen Selbstbestimmung. Beide haben die gleiche Wurzel im Wunsch des Menschen, sein Schicksal selber bestimmen zu wollen und dabei so wenig wie möglich von sich aufgeben zu müssen.

Im Judentum hat sich die Religion zwar auch aus der Überlieferung entwickelt. An ihrem Anfang stand jedoch die verbindliche Weisung und Zielgebung Gottes durch das Wort Gottes, das Alte Testament und insbesondere durch die Torah. Diese ist eine Gesetzessammlung und Handlungsanweisung und zugleich ein Dokument des Bundes mit Gott, in der Gott kund tut, was Er will.

Aber Paulus verdeutlicht, man kann dem Willen Gottes gemäß nur dann wollen, wenn man es vom Ziel her will. Jesus Christus ist das Ziel. Die Torah redet nicht vom Messias als wollte sie auf Ihn hinführen. Aber sie offenbart, dass es unmöglich ist, ihren Forderungen gerecht zu werden. Sie diente dem Bund der Annäherung Israels an Gott. Doch da Israel den Bund nicht halten konnte, kam es zur Entfremdung. Der Mensch soll erkennen, dass er Gott immer etwas schuldig bleibt und Gott daher selber für den Menschen die Gerechtigkeit bewirken muss. Der Galaterbrief ist das Dokument über das Heil aus der Treue zu Christus.

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Roman Nies befasst sich seit �ber vierzig Jahren damit, verschiedene Wissenschaften interdisziplin�r miteinander zu einer universalistischen Gesamtschau zu verbinden. Seine Schwerpunkte sind Theologie und Philosophie. Nebengebiete sind V�lkerkunde und Naturkunde, f�r die er zahlreiche Reisen unternommen hat.

 
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Auflösung und Erlösung des Kosmos

tredition | Heilsgeschichtliche Auslegung des Neuen Testaments


Der Brief des Apostels Paulus an die Kolosser ist ein kolossales Werk nicht nur hinsichtlich seiner Bedeutung für die Theologen und Bibelausleger. Es gibt außerhalb des Neuen Testaments kein literarisches Werk, welches so Großartiges zu sagen hat zur Stellung und Bestimmung des Menschen im Kosmos. Der Kolosserbrief offenbart, warum es die Schöpfung gibt, was der Mensch darin soll und wie es Gott schafft, die Menschheit zum großen Ziel zu bringen, wofür sie geschaffen worden ist. Im Kolosserbrief geht es um die ersten und letzten Wahrheiten, mehr noch, um den Zweck, den Sinn, das Ziel des Ganzen.

Kosmologie bei Paulus ist das Wirkungsgebiet des Gottes, der Himmel und Erde erschaffen hat, um sie zur Vollendung zu bringen, nicht, um sie dahin zu geben. Daher spricht das Neue Testament von Jesus Christus als Menschensohn und Gottessohn, dem Alpha und Omega, der das, was Gott angefangen hat, zur Vollendung bringen wird. Der Kosmos wie er ist, wird aufgelöst, indem er seiner Erlösung zugeführt wird.

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Roman Nies befasst sich seit �ber vierzig Jahren damit, verschiedene Wissenschaften interdisziplin�r miteinander zu einer universalistischen Gesamtschau zu verbinden. Seine Schwerpunkte sind Theologie und Philosophie. Nebengebiete sind V�lkerkunde und Naturkunde, f�r die er zahlreiche Reisen unternommen hat.

 
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Im Vertrauen auf den Vollender

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Der Philipperbrief ist ein Dokument der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen, die durch die Heilswirksamkeit des Gottessohnes Jesus Christus zur Vervollkommnung des Menschen führen wird. Das geistliche Wachstum erfolgt in der Näherung an Christus, nicht in der Gleichschaltung mit der Welt. Paulus fordert folgerichtig die Zentrierung des Lebens auf Christus, dem Vorbild, der Mitte und dem Ziel des menschlichen Strebens, und nicht auf menschliche Überlieferungen.

Gott bleibt der Herr über alle Geschehnisse und Entwicklungen. Die Umstände, welche die Unterordnung und Eingliederung aller Dinge unter den Christus anbahnen, müssen gegen alle Widerstände und Störungen heranreifen. Und so entfaltet sich die Wahrheit des Ratschlusses Gottes gegen alle zeitlichen Gegenentwürfe. Das Heil setzt sich gegen das Unheil durch und die Gemeinde Christi wird zur Heilskörperschaft, die mit ihrer Vervollkommnung das anti-christliche Kirchenwesen ablöst. Das Widergöttliche muss ausreifen, damit das Göttliche umso strahlender zur Geltung kommt.

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Roman Nies befasst sich seit �ber vierzig Jahren damit, verschiedene Wissenschaften interdisziplin�r miteinander zu einer universalistischen Gesamtschau zu verbinden. Seine Schwerpunkte sind Theologie und Philosophie. Nebengebiete sind V�lkerkunde und Naturkunde, f�r die er zahlreiche Reisen unternommen hat.

 
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Das Dokument der Befreiung

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Im hier vorliegenden Kommentar zum Brief von Paulus an die Römer wird versucht, die Lehre von Paulus einer Gesamtschau zu unterziehen. Der Römerbrief ist ein Dokument der heilsgeschichtlichen Absichten und Ziele Gottes.

Bei Paulus steht die Erringung der absoluten Freiheit von den Gebundenheiten an unheilvolle und gottfeindliche Mächte im Vordergrund und dementsprechend die völlige Befreiung durch Jesus Christus. Es ist eine Befreiung von der Sünde und von der fatalen Gottesferne, aber auch von Irrtum und Unwahrheit. Und das ist für Paulus gleichbedeutend mit dem Hin zu Christus und der Vervollkommnung durch Ihn.

Die traditionelle Kirchentheologie ist demgegenüber eine Relativitätstheologie. Sie ist sinaitisch, weil sie noch nicht im gelobten Land des Theos-Logos, einer Gottes-Kunde, die vom Ziel, dem Christus herkommt, angekommen ist. Sie läuft sich, wie damals Israel in der Wüste, an ihrer Uneinsichtigkeit wund.

Das macht sie unfähig, Gottes authentisches Rufen zu hören. Man muss sie in der Wüste begraben, damit sie niemand mehr am Fortkommen von den menschlichen Gebundenheiten und dem Hinkommen zum Heiland Jesus, dem Theos-Logos, hindert.

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Roman Nies befasst sich seit über vierzig Jahren damit, verschiedene Wissenschaften interdisziplinär miteinander zu einer universalistischen Gesamtschau zu verbinden. Seine Schwerpunkte sind Theologie und Philosophie. Nebengebiete sind Völkerkunde und Naturkunde, für die er zahlreiche Reisen unternommen hat.

 
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Das Kommen des Herrn und die Manifestation des Bösen

tredition | Heilsgeschichtliche Auslegung des Neuen Testaments


Manche Kulturphilosophen und Historiker sehen in der Hinwendung zum Monotheismus die Geburtsstunde des geistigen Europas. Mittlerweile sehen sie die Rückkehr der alten Götter und für den Eingottglauben scheint die Grabesstunde Europas bereits angebrochen zu sein.

Im 21. Jahrhundert breiten sich Aberglauben, Esoterik, Zauberei, Okkultismus und die Verkultung von Mensch und Natur aus und der Materialismus dient längst den meisten als Religionsersatz. Heutzutage ist es der Mensch der Massenmedien, der Kultstatus erreicht und in den Stand der Gottgleichheit versetzt wird. Dazu kommen Vereine, Clubs, Orden, Hobbies und Haustiere, die ausgleichen sollen, was Mitmenschen nicht erbringen können und was man den Kirchen nicht zutraut.

Die Briefe des Paulus an die Thessalonicher sind hochaktuell, weil Paulus bereits damals die Zustände einer Gesellschaft angeprangert hat, der die heutige immer ähnlicher wird. Die Evangeliumsverkündigung von Paulus trat in einen Wettbewerb mit den herrschenden Meinungen und der religiösen wie politischen Korrektheit.

Dieser Kommentar geht auf die heilsgeschichtlichen Dimensionen dieses Wettbewerbs ein, der sich nach Paulus bis zum heutigen Tag fortgesetzt hat. Parallel dazu lief eine Geschichte des Unheils, zu der vor allem die Kirchen wesentlich beitrugen. Das Wesen des Antichristentums wird offenbar.

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Die Pastoralbriefe - Ein heilsgeschichtlicher Kommentar

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In den Pastoralbriefen schreibt Paulus seinen Mitarbeitern, wie sie ihren Dienst für Gott verstehen und ausführen sollen. Glauben, d. h. die vertrauensvolle Hinwendung zu Jesus Christus als Herr über Leben und Tod, als Heiland und Erlöser, steht bei Paulus immer in einem engen Zusammenhang mit der Dienstbereitschaft, denn aus dem Begreifen, wie das Verhältnis zwischen Christus und dem Menschen sein soll, erwächst unmittelbar das Handelnwollen für diesen Christus. Es geht ja um das Heil nicht nur der eigenen Person, das allumfassend die eigene Persönlichkeit voll und ganz erfassen und durchdringen soll. Es geht um das Heil Israels und aller Nationen, ja, der ganzen unerlösten Schöpfung.

Die Treue in Dienst und Glauben hat demzufolge ein weites Spektrum an Lebenserfahrungen und ist Gefahren ausgesetzt, denen man sich bewusst werden muss. Dazu gehören auch die Forderungen der Traditionalisten, wie Paulus herausstellt. Seine Lehre über Gott und das Heil für die Menschen war eine andere als die der Juden. Mit der Konfrontation der neuen mit der alten Glaubensrichtung entstanden Konflikte, die bis zum heutigen Tag andauern und die zweitausendjährige Geschichte des Judentums mit dem Kirchenchristentum begleiteten.

Paulus und seine Anhänger waren zunächst krasse Außenseiter und Störfaktoren im religiösen Getriebe ihrer Zeit, sie setzten jedoch Meilensteine zur Entstehung einer Weltbewegung.

Paulus zu verstehen, ist indes der Schlüssel zum Verständnis der Heilsgeschichte Gottes.

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Der Jakobusbrief

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Der Jakobusbrief ist eines der umstrittensten Schriftwerke des Neuen Testaments. Jakobus verkündete ein „anderes" Evangelium als Paulus, denn er hatte einen anderen Auftrag als Paulus. Während Paulus alles, was heilsrelevant ist, auf Christus bezieht, betont Jakobus die Werke der Gerechtigkeit, die für ihn mit der Erfüllung der Torah gleichzusetzen sind. Der Jakobusbrief ist daher nicht geeignet, die paulinischen Lehren über Christus und die Betonung der Gnade und des Vertrauens in Christus zu ergänzen. Hier muss die kirchliche Tradition kritisch hinterfragt werden, die nicht verstanden hat, dass der Jakobusbrief von einem messianischen Juden an messianische Juden geschrieben worden ist.

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Ansichten der Natur - In Indiens Dschungel

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Der Autor reiste mehrfach in die Dschungelgebiete Indiens und machte hautnah Bekanntschaft mit vielen Besonderheiten der Fauna und Flora, die er einer naturphilosophischen Betrachtung unterzog. Anschaulich erzählt er von seinen Erlebnissen mit der Natur, die voller Überraschungen und wunderlicher Begegnungen steckt. Dabei verbindet er nüchterne Bestandsaufnahme mit der tieferen Schau auf mögliche metaphysischen Zusammenhänge. Es gilt, sich auf die Spur zu begeben, nach dem Woher und Wohin des Lebens und Sterbens und dabei Ironie und Witz nicht zu vergessen.

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Tiger und Menschen

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Indiens Dschungel sind noch immer geheimnisvolle Orte, wo Naturgeschichte geschrieben wird. Der Mensch hat dort ungewöhnliche Begegnungen, die ihn Ehrfurcht vor der Schöpfung lehren. Doch oft sind die Folgen solcher Lektionen hart und unerbittlich. Der Autor erzählt von seinen haarsträubenden, doch dann auch wieder belustigenden Streifgängen in eine wilde Welt und ist dabei auf den Spuren von Tigern und Elefanten.

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Roman Nies befasst sich seit über vierzig Jahren damit, verschiedene Wissensgebiete interdisziplinär miteinander zu einer universalistischen Gesamtschau zu verbinden. Seine Schwerpunkte sind Philosophie und Theologie. Nebengebiete sind Völkerkunde und Naturkunde. Der Autor hat zahlreiche Reisen unternommen.

 
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