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Die Spirale der Gewaltkriminalität

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Führen Tierquälerei und Tiertötung zu einer Verrohung, die auch Gewalttaten bis hin zu mehrfachem Mord gegen Menschen wahrscheinlich werden lässt?

Diese Hauptfrage wird hier bejaht und bildet die Kernaussage vorliegender Schrift. Die Darlegungen sind nicht allein begrenzt auf den wissenschaftlichen Diskurs. Sie wenden sich ebenfalls an das breite Spektrum der Tierschützer und an den Kreis interessierter Leser, die zunächst einen kurzen, informativen Überblick über diese Gewaltthematik gewinnen möchten. Anhand von Kurzbiografien bekannter deutscher Straftäter und knapp resümierter Beiträge aus der kriminologischen Forschung soll der aktuelle Erkenntnisstand verdeutlicht werden.

In diesem Sinne beinhaltet die Arbeit das Anliegen, die Problematik der Tierquälerei aus einem Blickwinkel darzustellen, der über das verursachte Leid am Tier hinaus die Gefahr zunehmender Gewaltbereitschaft und Gewaltanwendung auch für das mitmenschliche, soziale Umfeld der Täter verdeutlicht. Viel zu lang wurde Tierquälerei sowohl im psychosozialen als auch im rechtlichen Bereich als wenig relevantes und das gesellschaftliche Zusammenleben nur geringfügig störendes Verhalten bewertet. Mittlerweile belegen auch deutsche kriminologische Studien, dass ein deutlicher, wissenschaftlich erhärteter Zusammenhang zwischen Tierquälerei und der Gewalt gegen Menschen besteht. Der Kick, einem Mitgeschöpf das Leben zu nehmen, diese Macht der Vernichtung gegenüber Schwächeren auszuleben, zeigt sich oftmals zunächst auf dem „Experimentierfeld“ Tierquälerei bzw. Tiertötung und muss frühzeitig als kaum zu überschätzendes Warnsignal und Anlass für gewaltpräventive Eingriffe Beachtung finden.

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Volker Mariak wurde 1950 in Hamburg geboren. Nach grafischer Lehre und zweijährigem Militärdienst, Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Abschluss: Diplom-Sozialwirt. In den Jahren 1976 bis 1981 Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg mit dem Abschluss Diplom-Soziologe. Promotion zum Dr. rer. pol. im Jahre 1986. Danach Studium der Kriminologie mit dem Abschluss Diplom-Kriminologe.

Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg und später Lehr- und Forschungstätigkeit an einem Sonderforschungsbereich der Universität Bremen. Nachfolgend Leiter der Forschungsdokumentation und Senior-Projektleiter in einem privatwirtschaftlichen Regional- und Stadtforschungsinstitut. Der Verfasser engagiert sich seit langem für das Staatsziel Tierschutz.

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Konkurrierende Staatsziele - Religionsfreiheit vs. Tierschutz

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Am 01. 08. 2002 wurde in Art. 20a GG das Staatsziel Tierschutz aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt befassen sich Veterinärämter und untere Gerichte mit Anträgen zur rituellen betäubungslosen Schlachtung gemäß religiösen muslimischen Überlieferungen. Das ethische und rechtliche Dilemma dieser Anträge resultiert aus der gesetzlich vorgesehenen Ausnahmegenehmigung für betäubungsloses Schächten (§ 4a TierSchG Abs. 2 Nr. 2): Muslimische Antragsteller, die sich durch das generelle deutsche Schächtverbot in ihrer freien Religionsausübung und – bei muslimischen Metzgern – ebenfalls in der Freiheit der Berufsausübung gehindert sehen, dürfen gemäß dieser Ausnahmegenehmigung auch gegen das erklärte Staatsziel Tierschutz handeln, wenn sie bestimmte Prämissen erfüllen. So haben sie gerichtsfest nachzuweisen, dass sie durch verbindliche religiöse Vorschriften zum rituellen Schächten gezwungen sind und bei einem Verbot in „ernsthafte seelische Bedrängnis“ bzw. „Gewissensnot“ geraten.

Sowohl im rechtstheoretischen als auch im soziokulturellen Bereich erwächst aus dieser Problemlage ein erhebliches gesellschaftliches Streitpotenzial, das ebenfalls die Integration muslimischer Mitbürger ernsthaft belastet. Erinnert wird man hier an die unsägliche Gewissensprüfung vergangener Jahre, die in der Bundesrepublik Wehrdienstverweigerer erdulden mussten. Genau diese Gewissensprüfung obliegt Veterinärbehörden und unteren Gerichten, die damit schlicht überfordert sind. Dies ist eine zentrale These der vorliegenden Schrift.

Eine weitere These ist ausgerichtet auf den Sachverhalt der Tierquälerei, der - wissenschaftlich erwiesen – durch betäubungsloses Schächten stattfindet. Hier sieht nicht nur der Autor Parallelen zu einer Gewaltbereitschaft auch gegenüber Menschen: Amerikanische und deutsche psychologische Studien erhärten die Annahme, dass pathologische Tierquälerei in zahlreichen Fällen mit späteren Gewaltdelikten einhergeht.

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Der Verfasser wurde 1950 in Hamburg geboren. Nach der Lehre und zwei-jährigem Militärdienst studierte er an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Abschluss: Diplom-Sozialwirt. Von 1976 bis 1981 Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg mit dem Abschluss Diplom-Soziologe. Promotion zum Dr. rer. pol. im Jahre 1986. Danach Aufbaustudium der Kriminologie mit dem Abschluss Diplom-Kriminologe. Tätigkeit als wiss. Mitarbeiter an der Universität Hamburg und später Lehr- und For-schungstätigkeit an einem Sonderforschungsbereich der Universität Bremen. Späterhin Leiter der Forschungsdokumentation und Senior-Projektleiter an einem privatwirtschaftlichen Regional- und Stadtforschungsinstitut. Der Verfasser befindet sich nun im Altersruhestand, engagiert sich aber weiterhin für das Staatsziel Tierschutz.

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