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Hin- und Hergeschichten

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Zwei Fremde, die Schriftsteller sind, erzählen sich gegenseitig Geschichten. Dem einen fällt etwas ein, eine Episode, ein Erlebnis. Der andere nimmt das Stichwort auf, antwortet mit einer eigenen Geschichte. Hin und her weben die Geschichten: mal skurril und heiter, mal nachdenklich und hintergründig. Franz Hohler und Jürg Schubiger beherrschen die Kunst, das Alltägliche als komisch oder erschreckend und das Merkwürdige, das Außergewöhnliche als ganz selbstverständlich erscheinen zu lassen. Da erscheint pünktlich an einem schönen Juniabend bei Meister Melchior der Papst, um als «Knecht der Menschen» in aller Bescheidenheit bei der Heuernte zu helfen, während so Alltägliches wie der Kauf eines Skiliftbillets oder die abendliche Grillparty auf beunruhigende Weise mißlingt. Und so unterhalten diese Geschichten nicht nur; sie lassen uns innehalten und einen Augenblick lang das Brüchige der eigenen Wirklichkeit erfassen.

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Franz Hohler, geboren 1943 in Biel, lebt als Kabarettist und Schriftsteller in Zürich. Er tritt mit seinen Einmannprogrammen regelmäßig in Deutschland und der Schweiz auf, gestaltet Sendungen für Radio und Fernsehen, er macht Schallplatten, verfasst Theaterstücke und auch Fernsehspiele, schreibt Geschichten für Kinder und für Erwachsene (zum Beispiel «Der Rand von Ostermundigen», «Ein eigenartiger Tag», «Die Rückeroberung»).

 
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Tschipo in der Steinzeit

Ravensburger Verlag GmbH


Tschipo träumt immer ganz intensiv. Und eines Morgens wacht er sogar in einer Steinzeithöhle auf. Urch, Zwurch und die anderen wundern sich zwar über den Jungen mit der seltsamen Kleidung, aber sie freuen sich, dass er ein paar Tage bei ihnen bleibt.

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Kurzauskunft über fast alle möglichen Fragen, mich selbst betreffend:

Geboren? Ja. Wann? Am 1. März 1943. Wo? In Biel (Schweiz). Aufgewachsen? Zuerst 4 Jahre in Seewen/SO, wo mein Vater Lehrer war und meine Mutter auch. Ich war dort folglich Schüler, zuerst Primar-, dann Kantons-, dann wechselte ich den Kanton, weil man in Olten noch keine Matur (Abitur) machen konnte und machte sie 1963 in der Nachbarstadt Aarau, nachdem ich dort 3 Jahre die Kantonsschule besucht hatte.

Sobald ich lesen konnte, begann ich auch zu schreiben, kleine Geschichten, kleine Gedichte, oder Verse, die ich selbst illustrierte, wie ich das bei Wilhelm Busch und Globi gesehen hatte. Wichtig war es für mich immer, diese Werke auch vorzutragen, ja, ich hatte das Gefühl, eine Geschichte sei nicht dann fertig, wenn sie geschrieben sei, sondern erst dann, wenn sie vorgetragen wurde.

Als Schüler interessierte ich mich immer für das Schreiben, das Musizieren und das Theaterspielen. Angeregt durch ein Elternhaus, in welchem Literatur und Musik zum Leben gehörten, las ich sehr viel und lernte auch früh ein Instrument, und zwar entschied ich mich für das Cello, was auch damit zu tun hatte, dass von meinem Großvater her ein Cello da war, es ist das Instrument, auf dem ich heute noch spiele.

Die Verbindung zwischen Musik, Literatur und Vortrag auf der Bühne war für mich das Kabarett, also gründete ich mit einer Kollegin und einigen Kollegen zusammen ein Schülerkabarett, das wir, optimistisch, wie wir waren, "trotzdem" nannten, und wir spielten während längerer Zeit ein Programm in einem Aarauer Keller.

Als ich dann an der Universität Zürich Germanistik und Romanistik studierte, legte ich mir in meinem Kopf zwei mögliche Biographien zurecht.

Die erste war die eines Mittelschullehrers, der nach abgeschlossenem Studium an einer unserer Bildungsstätten unterrichten würde.

Die zweite, und die gehörte zum Träumer, war die eines Dichters, Sängers und Bühnenkünstlers, der von und mit seinen Ideen leben könnte.

Ich versammelte meine Gedichte, Texte, Lieder, Parodien und Phantastereien um mich, ordnete sie zu einem literarisch-musikalisch-satirischen Ganzen, nannte es „pizzicato“ und bat den Rektor der Universität, mir den alten Heizungskeller zur Verfügung zu stellen, damit ich ihn in ein Theater verwandeln und dort mein Programm spielen konnte.

Das war 1965, das Programm wurde ein Erfolg, ich musste es verlängern und wurde im selben Jahr nach Berlin eingeladen, wo ich auch verlängern musste und so gute Kritiken bekam wie nachher während 30 Jahren nicht mehr, was mir meine Entscheidung erleichterte, mich vom Studium ohne Abschluss nach 5 Semestern zu verabschieden und freischaffender Künstler zu werden.

Das bin ich noch heute.

Seit 24 Jahren bin ich in Zürich-Oerlikon, in einem mittlerweile über 100jährigen, von immer höher wachsenden Bäumen umstellten Backsteinhaus, von dem aus ich Adler sehe und die Eruption neuer Berge in der Agglomeration beobachte und das mein verstorbener Freund Niklaus Meienberg halb ironisch, halb vorwurfsvoll als "Schlössli" bezeichnete.

 
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