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Jihad - Eine Ideologie des Todes

tredition


Der Autor untersucht die religiösen und politischen Ideologien des islamischen Fundamentalismus und des sogenannten „Islamischen Staates“. Hierbei werden Grundtexte dieser hoch aggressiven Ideologie umfassend dargestellt, soweit sie aus dem Koran und den Hadithen abgeleitet werden. Es wird aufgezeigt, dass viele moderne Denkfiguren aus dem tradierten Islam stammen und lediglich in der Moderne reaktiviert werden. Dabei zeigt sich, dass der fundamentalistische Islam die Herausbildung einer kriegerischen Ideologie zum Ziel hat, die heute in vielen sozialen Netzwerken und in islamistischen Moscheen weltweit verbreitet wird. Der zweite Teil der wissenschaftlichen Analyse beleuchtet die Frage, wie die wehrhaften Demokratien in Europa dieser „Theologie des Todes“ wirksam entgegentreten können. Westliche Gesellschaften sind genötigt, diese totalitären Lehren mit allen Mitteln abzuwehren, um eine Ausbreitung des jihadistischen Terrorismus in Europa zu verhindern. Abschließend wird gezeigt, wie liberale und lernbereite islamische Theologen in Europa um eine aufgeklärte, humane und sozial verträgliche Form des Islams ringen. Ein Islam europäischer Prägung scheint real möglich zu sein, wenn alle rationalen und politischen Kräfte dafür aufgewendet werden. Die kritische Philosophie hat hier ein großes Aufgabenfeld vor sich, dem sie sich mit Engagement stellen will. Mit einer kritischen Analyse, einer scharfen Ideologiekritik und einer rationalen Aufklärungsarbeit kann es gelingen, die „religiöse Zeitbombe“ zu entschärfen und den sozial verträglichen Islam in Europa zu stärken.

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Dr. Markus Hahn, MA, geb. 1981, studierte Philosophie und Angewandte Ethik an der Karl-Franzens-Universität Graz. Er promovierte über den extremistischen Islam und die Ideologie der Terrorgruppe „IS“. In seiner Dissertation zeigte er auf, dass sich die ideologischen Vorstellungen der Extremisten aus dem tradierten Islam entlehnen und dass ein unreformierter Islam zu einem sozialen Sprengstoff werden kann. In seiner kritischen Auseinandersetzung mit extremistischen Strömungen, ideologischen Lehren und mythischen Denkstrukturen des tradierten Islams warnt er vor einer zu naiven Politik, die eine erneute Radikalisierungswelle ermöglichen kann.

Als Philosoph und Ethiker fordert er einen Prozess der Europäisierung des Islams auf Basis der Aufklärung, der Menschenrechte und der kritischen Rationalität. Ziel seiner Tätigkeiten und Forschung ist die Förderung des friedlichen kulturellen Dialoges. Als Vertreter der kritischen Vernunft setzt er sich intensiv für eine Aufklärungsarbeit ein und unterstützt Prozesse der Herausbildung eines „sozial verträglichen Islams“ in Europa.

 
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