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Beckmessers Leberbaum

Pendragon


Endgültigkeiten im Theater – es gibt sie nicht, man mag sie noch so oft ausrufen. Selbst Aristoteles, der dies eigenartige Wesen Theater kühlen Blicks in seiner ‚Poetik’ untersucht hat, ist es nicht gelungen, es per definitionem fest zu stellen – worüber eben ein Beitrag im jetzt vorliegenden neuen Band versucht, Auskunft zu geben. Das Theater der Antike ist allerdings geschliffen und stark genug, unserer eigenen Zeit den Spiegel vorzuhalten, sodass ihr Gesicht erkennbar wird: sei es die „Medea“ des Euripides, seien es die thebanischen Tragödien des Aischylos und Sophokles. Ihre Kraft der Prägung und Entfaltung haben sie durch wechselnde Epochen der Geistesgeschichte immer wieder bewiesen, auch wenn in Georg Heyms Dramen und Entwürfen Tendenzen einer neuen Zeit fassbar werden.

Kein Wunder also, dass Alexander Gruber seiner theatralischen Denklust weiterhin frönt und sich sogar auf das Glatteis einer Wagner-Oper begibt – woher der Titel dieses neuen Bandes rührt.

Doch zuvor wird Lessing, der zugleich Bescheidene und Geistesmächtige, in den Blick gefasst, Halévys „Jüdin“ kommentiert und die schwarze Komödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ vergnüglich gemustert.

 
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Mozarts Ehre

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'Mozarts Ehre', der titelgebende Beitrag des vorliegenden Bandes, stellt eindringlich vor Augen, wie der junge Klaviervirtuose und Komponist Mozart rebellisch den entscheidenden Schritt in die Freiheit und Selbstständigkeit tut, rebellisch nicht nur gegen den tyrannischen Fürsten und Erzbischof Colloredo, rebellisch auch gegen den wohlmeinenden, aber autoritären Vater. Den will er allerdings auf seine Seite ziehen und schreibt ihm empört, er habe nicht gewusst, dass er auch Kammerdiener wäre. Daraus wächst wenig später im Gedankengespräch mit dem Kaiser eine neue musikalische Menschenwelt: 'Figaros Hochzeit'. Mit neunzehn neuen 'Beiträgen zur theatralischen Denklust' setzt Alexander Gruber 'Schillers magische Rute' fort. Wieder entdeckt der praxiserprobte Blick des erfahrenen Dramaturgen Ungewohntes und Aktuelles im scheinbar Altbekannten, Wesentliches im achtlos Vergessenen – zur Förderung des Vergnügens an theatralischen Gegenständen. Und natürlich zur Unterhaltung des neugierigen Publikums!

 
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Eisig

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Die Geschichten, die Alexander Gruber in diesem Band versammelt, messen einen erstaunlich breiten Raum aus: Schiffsuntergänge, Liebesproben, Pubertätsprobleme, Legenden. Ein Vampyr schleicht nachts durch die Stadt. Ein Mann wird überfallen. Eine Mutter kämpft mit dem Messer um ihr Kind. Entsprechend weit dehnen sich die Assoziationsfelder der Sprache aus: Kräftig, deftig, volksnah einerseits; fein verzweigt, einfühlsam, auch surrealen Impulsen folgend andererseits. Aber stets ohne Furcht vor Tabu-Zonen des Ausdrucks, sei es in Dingen enormster Todesnähe oder des erwachenden Sexus. „Überflüssige Geschichten“ nennt der Autor an anderer Stelle seine Texte, vielleicht nicht ohne leisen Hinterhalt, denn wie nebenbei, unvermutet, in knappsten Momenten geben sie Blicke in die chaotische Wirklichkeit des Lebens frei. Und so beteiligen sie die Leser an dem, was Literatur bieten kann: am Überfluss der Welt.

 
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Auf Gras und auf Asphalt

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Alexander Grubers neuer Gedichtband "Auf Gras und Asphalt" spannt einen weiten Bogen: Erinnerungen, Märchen, Tagebuch- Notizen, Reflexionen, Erzählungen Erzählungen. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und glättet keinen Widerspruch. So entsteht ein "Vorstadtfragment" in fünf Kapiteln.

 
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Tiermärchen aus Japan

Pendragon | Tiermärchen vieler Völker


»Der Fasan flog durch alle Räume des Palasts, der Affe kletterte aufs Dach, der Hund kroch unter die Dielen, um herauszufinden, wo die Schätze versteckt waren, was ihm auch alsbald gelang.«

Schatzsucher sind nicht alle Tiere in den japanischen Märchen, die hier von Alexander Gruber neu erzählt werden. Aber immer können sie verblüffen und überraschen, hilfreich und mitleidig sein, ja, als zauberkundige Füchsin sich in die entfernte Ehefrau verwandeln. Was Wunder in einem Land, das aus sage und schreibe 6 852 Inseln besteht, und wo es seit dem Jahr 712 schriftliche Märchensammlungen gibt.

Mit diesem 7. Band unserer Reihe »Tiermärchen vieler Völker« sind wir im Fernen Osten angekommen. Und mit dem »Storchenreiter« stehen wir am Rand des ­Ozeans und blicken auf die unendliche Fülle des Lebens von ­Tieren und Menschen.

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Alexander Gruber wurde 1937 in Württemberg geboren. Seit 1967 arbeitete er zunächst als Lektor und Dramaturg beim S. Fischer Verlag. Später ging er als Chefdramaturg an die Bühnen der Stadt Bielefeld. Er ist erfolgreicher Theaterautor, unter anderem vieler Kinderstücke, und hat zahlreiche englische und französische Dramen übersetzt und bearbeitet.

 
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Münder Seele Tauschend

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Der Titel "Münder Seele Tauschend" kündigt Zwiesprache an, Zwiesprache vielfacher Art: leidenschaftlich, bitter,sarkastisch, einsam - mit Menschen, Zeiten, Räumen, Orten, Geistern, aber immer die Gegenwart meinend, unsere Gegenwart. Es sind, wie das Nachwort von Dieter Reible vermerkt, notwendige Gedichte.

 
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Schillers magische Rute

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Der neue Band versammelt zwanzig Beiträge zu Theaterautoren, darunter Euripides, Maxim Gorki, Molière, Georg Heym, Arthur Miller, Shakespeare u.a. Ungesprochene Prologe, Gespräche mit den Zuschauern, Erzähltes und Ausgedachtes sollen neue Aspekte aufzeigen, alte neu beleuchten und so die theatralische Denklust anregen. Auf diesem Wege kommen manche verblüffenden Neuigkeiten zu Tage, die tatsächlich Vergnügen bereiten. Anderes macht unerwartet nachdenklich.

Alle Beiträge sind praxiserprobt, denn Alexander Gruber blickt auf dreißig Jahre Arbeit als Dramaturg in Theater und Verlag zurück. Dabei hat er sich stets als Anwalt der Autoren verstanden. Und das ist er geblieben. Besonders Schiller betreffend, weist er auf dessen heute so häufig vergessene Nähe zum Publikum hin.

 
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Die Kapelle des Satans

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Gäbe es den Herrn der Hölle, oder glaubten wir an ihn wie die Puritaner zu der Zeit Elizabeths I., wir müssten dem Titel, Theater sei die 'Kapelle des Satans', recht geben. Denn Theater will vor keinen Schranken Halt machen, auch nicht den heiligen, will in alle Extreme gehen, will Seelen aufkratzen und besänftigen, entzünden und löschen zugleich. Und zwar zu jeder Zeit, an jedem Ort. Theater ereignet sich immer jetzt, ist immer am Puls der Zeit, ist Nerv der Zeit, ihr Fürsprecher und Ankläger, verkörpert sie, kritisiert sie, ist Geist von ihrem Geist und Ungeist in Einspruch, Zuspruch, Widerspruch. Ist Jammer und Jubel heutigen Lebens. 21 neue 'Beiträge zur theatralischen Denklust' von Alexander Gruber machen diese Zusammenhänge bewusst, spüren ihnen nach, decken sie auf. Sie machen Lust darauf, dabei zu sein und einen Blick zu riskieren ins Verruchte und Verklärte. Sie machen Mut, Ansprüche zu stellen – nicht bloß auf Neues, sondern auch auf Menschliches, auf Kenntnisse und Erkenntnisse, auf: 'Arbeit. Wissen. Liebe.' Auch diese neuen Beiträge sind zumeist aus Praxis und Erfahrung hervorgegangen. Sie sind erprobt und aufrichtig. Sie wollen Interesse am Theater wecken und mit dem Leser ins Gespräch kommen.

 
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Tiermärchen der Brüder Grimm

Gruber, Alexander (Hrsg.) | Pendragon | Tiermärchen vieler Völker


'Schweig still', sagte die Katze, 'oder ich fress dich, wenn du noch ein Wort sprichst.'

Tiermärchen sind keine Fabeln, sie predigen keine Moral. Sie erzählen Geschichten, in denen Tiere handeln wie Menschen und doch Teile ihrer Tierheit beibehalten. Auf engstem Raum schildern sie das Leben: farbig, kraftvoll, beinahe romanhaft. Alexander Gruber fasst die Tiermärchen als Herausgeber im Pendragon Verlag zum ersten Mal in einer Reihe zusammen und präsentiert in Band 1 die Tiermärchen aus der Erstfassung der Brüder Grimm. Zudem ermöglicht er einen Vergleich der Märchen 'Rotkäppchen' und 'Der gestiefelte Kater' mit der Fassung von Charles Perrault.

Zum besseren Verständnis hat Alexander Gruber die in Plattdeutsch geschriebenen Märchen 'Der Hase und der Igel' und 'Vom Fischer und seiner Frau' ins Hochdeutsche übertragen.

 
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Vor dem nächsten Krieg

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Vor dem nächsten Krieg

Der Anlass, 2014, ist ein schmerzhaftes Gedenkjahr: 100 Jahre seit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, 75 Jahre seit der Entfesselung des Zweiten – schuld- und schmerzhaft in besonderem Maß für uns Deutsche.

Wir hören, wir lesen, wir erinnern uns, stellen uns wenn wir können, all das Verderben vor. Aber vielleicht denken wir auch: Lasst es genug sein! Freuen wir uns, dass wir leben! Ringsum herrscht doch Gewalt, brechen Katastrophen aus, verfinstern Krisen die Welt.

Kann da nicht genaues, geschärftes Hinsehen wie eine Beschwörung wirken? Als ein Bann gegen das Böse?

Das ist die Hoffnung, die sich mit diesen Gedichten verbindet, die Hoffnung, „dass doch der Geist besteht“.

 
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