Logo weiterlesen.de
Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »Die Garne der Fischer der Irrsee«

Die Garne der Fischer der Irrsee

ATHENA-Verlag | Beiträge zur Kulturwissenschaft


Immer schon war der "Wahnsinn" das Kennzeichen des wahren Dichters. Selten hat man allerdings die psychiatrische Realität dieses Wahnsinns in ihrer Beziehung zum dichterischen Text untersucht. Paul Celan verbrachte den Großteil seiner letzten Lebensjahre in der Psychiatrie und beging 1970 Selbstmord. Dieses Buch geht den Fragen nach, welche individuellen Ursachen zu seiner Krankheit führten, welche Traumata in Celans Lyrik ihren Niederschlag gefunden haben und in welcher Weise die manisch-depressive Krankheit den Stil und den Inhalt vor allem seiner späten Lyrik geprägt hat. Wie die "Psychose" als Sprachstruktur und Thema in den Texten Paul Celans als Widersinnigkeit, Sinnlosigkeit und das Unaussprechliche dennoch zu einem Fascinosum seiner Lyrik in der Zeit der Gegenmenschlichkeit wird, ist Kern dieser Untersuchung.

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen

Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »

"Denken heißt nicht vertauben"

ATHENA-Verlag | Beiträge zur Kulturwissenschaft


Diese Sammlung von Essays untersucht eine Reihe von anti-kanonischen Texten: Lenzens christlich geprägtes Verständnis der Sinnlichkeit und Büchners Auseinandersetzung mit seiner anti-idealistischen Ästhetik in der Erzählung Lenz werden ebenso aufeinander bezogen wie Nietzsches Argumente gegen den Populismus und seine Auffassungen von Krankheit und Gesundheit auf Musils Darstellung der Immoralität als Gedankenexperiment im Törleß. Dem fügen sich zwei Untersuchungen über Canettis Masse und Macht an. Vier weitere Essays zur zeitgenössischen Literatur (Anna Seghers, Jürgen Fuchs, Monika Maron und Verena Stefan) beschließen den Band.

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen

Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »

"Ich lerne sehen"

ATHENA-Verlag | Beiträge zur Kulturwissenschaft


'Theoria' bedeutet ursprünglich 'Schauen'. Malte Laurids Brigge entdeckt eines Tages: "Ich lerne sehen". Teilhard de Chardin sagt über das Neue in der Moderne, "daß Angst der Preis ist, den der moderne Mensch dafür bezahlt, daß er die Welt neu zu sehen lernt". Dass Rilke immer wieder das Wort "schauen" (und seine Komposita) benutzt, hängt aufs Engste mit seiner Auffassung von der Beziehung zwischen Dichter und Welt zusammen. Das Auge ist Teil des Bewusstseins. Mit dem Begriff der 'Epiphanie' bezeichnet James Joyce ein plötzliches Sehen und Erkennen einer zunächst so nicht verstandenen Situation. Rilkes Weg vom Sehenlernen (z. B. bei Rodin und Cezanne) zum "Herzwerk" der späten Gedichte wird anhand einiger Gedichte als Stationen auf diesem Weg nachgezeichnet.

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen

Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »Verbale Gewalt oder Kleist auf der Couch«

Verbale Gewalt oder Kleist auf der Couch

ATHENA-Verlag | Beiträge zur Kulturwissenschaft


Der Zusammenhang zwischen der Biographie Kleists und seinen Werken ist mehrfach aufgrund seiner "Psychopathologie" hergestellt worden. Die meisten derartigen Versuche werden dabei weder den Werken gerecht noch der Psychologie Kleists. Vor allem die psychologischen Ansätze bleiben in den Begriffen der Degeneration des 19. Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert verpflichtet, oder berufen sich bestenfalls auf Freud und die nach-freudianische Psychoanalyse, und vergessen dabei, dass Freud selbst nicht daran glaubte, Psychosen mit seinen Methoden analysieren oder heilen zu können. Bei genauer Interpretation der Lebenszeugnisse, der Briefe und der Werke Kleists lässt sich eine genauere Diagnose der Krankheit Kleists wagen, die ihrerseits bestimmte Themenbereiche in Kleists Werken verständlicher macht.

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen

Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »

"Eine neue Vorstellungswelt herzustellen..."

ATHENA-Verlag | Beiträge zur Kulturwissenschaft


Jean Pauls Ästhetik zeigt viele Verbindungen zu der englischen Philosophie des 18. Jahrhunderts, besonders zur Assoziationspsychologie, und nimmt die Ästhetik eines phantastischen Realismus teilweise vorweg. Aus dem assoziativen Schreiben entsteht ein Widerspruch zwischen Empirie und Phantasie, der eine produktive Spannung zwischen Bezeichnendem und Bezeichneten herstellen kann. Jean Paul hält allerdings die großen philosophischen Systeme für Erfindungen eines Augenblicks und betont, dass sie aus dem Interesse ihrer Begründer hervorgegangen sind. Dagegen entwickelt er ein Nomadendenken als ein anti-systematisches Wissensmodell und versucht also in Metaphern zu denken und unerwartete Verknüpfungen zwischen den entlegensten Wissensgebieten herzustellen. In diesen Kontexten stehen die in diesem Buch versammelten Aufsätze Anette Horns zu Jean Paul.

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen

Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »Das Wissen der Weltbürger«

Das Wissen der Weltbürger

Horn, AnetteHorn, Peter (Hrsg.) | ATHENA-Verlag | Diskurs Philosophie


"Weltbürger" oder "Kosmopolit" war im 18. Jahrhundert ein Modewort. In ihrer Begeisterung konnten sich die "Kosmopoliten" auf die griechische Philosophie der Kyniker (Diogenes) und Stoiker (Chrysippos) berufen, die den Menschen nicht mehr als Bürger (Polites) eines einzelnen (Stadt-)Staates, sondern der ganzen Welt (Kosmos) ansahen. Der vorliegende Band versucht einige Aspekte des "Weltbürgertums" im 18. Jahrhundert aufzuzeigen: Ulrike Kistner analysiert in ihrem Beitrag "Globalisierte ImagiNation: Die Zwillingsgeburt von Kosmopolis und Nation aus der Imagination" Kants Begriff des sensus communis, der sich sowohl für Nationalismus als auch für Kosmopolitanismus als anschlussfähig erwies. Die Behauptung Kants, Sittlichkeit sei für alle vernünftigen Wesen überhaupt schlechterdings notwendig, nimmt Peter Horn zum Anlass, Kant und das Projekt seiner universalen Ethik zu untersuchen. Bernd Fischer zeigt das Verhältnis prominenter amerikanischer Neokonservativer zu Kants juristischer und politischer Vision eines zukünftigen Weltbürgertums auf. Anette Horn untersucht die Problematik von Herders Humanitätsbegriff zwischen Partikularismus und Universalismus. Jeroen Dewulf stellt sich in seinem Beitrag über die Schriften Alexander von Humboldts zu Lateinamerika die Frage, ob sie Anlauf einer wissenschaftlichen Inbesitznahme oder ein Meilenstein im Unabhängigkeitskampf sind. Cem Sengül schreibt über Annäherungen an nationale und transnationale Vorstellungen und über den Aufklärer Friedrich Nicolai als Preuße und Kosmopolit. Und zu guter Letzt widmet sich Metin Toprak Wieland, der von Grönland bis zu den Südseeinseln noch solche Völker sah, die "in der Wildheit ihres kindischen Alters herum laufen".

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen

Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »Die Reise um den Kopf«

Die Reise um den Kopf

ATHENA-Verlag | Beiträge zur Kulturwissenschaft


In dieser Studie wird vor allem das Jugendwerk Jean Pauls auf seine Beziehung zur sensualistischen und empiristischen Philosophie der Ideenassoziation untersucht, die aus England kam und mit der Jean Paul durch den Philosophen Ernst Platner während seiner Leipziger Studienjahre vertraut wurde. Sein Verhältnis zu ihr ist jedoch ein gespaltenes: Während er sich der Ähnlichkeit seiner Vorgehensweise und der Ideenassoziation bewusst war, stand er ihr wegen ihrer atheistischen Implikationen wiederum skeptisch gegenüber. Er betont somit die humoristischen Aspekte seiner Verwendung der Ideenassoziation, die - gemäß der damaligen Definition des Witzes - das weit auseinander Liegende verbinden soll. So gelesen mutiert eine Lektüre der frühen Satiren Jean Pauls zu einer Reise um den Kopf eines Universalgelehrten, allerdings unter höchst eigenwilligen Aspekten. Vor allem die Exzerptenbände dienen als Voraussetzung für ein Nomadendenken im Sinne von Deleuze und Guattari.

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen

Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »Im Liede wehet ihr Geist«

Im Liede wehet ihr Geist

ATHENA-Verlag | Beiträge zur Kulturwissenschaft


Schon früh hat man bei Hölderlin den Zug zu einer mehr und mehr esoterischen und hermetischen Sprache bemerkt. Hölderlins Bestreben, in der Poesie Dinge auszusagen, die nie vorher in der Poesie ausgesprochen worden waren, trug dazu bei, ihn immer näher an jenen Abgrund des Schweigens heranzuführen, in dem das Ungesagte und Unsagbare ruht. Wenn Hölderlin philosophische Begriffe zu poetisieren suchte, dann weil ihm die Ansätze Spinozas, Rousseaus, Kants und bis zu einem gewissen Grade auch die Fichtes und vor allem die philosophischen Gedankengänge seiner Freunde Schelling und Hegel wesentliche Kategorien in die Hand gaben, mit deren Hilfe er sich die Welt deutete. Aber auch Hölderlins Krankheit (eine Psychose) - zunächst latent aber in einigen Symptomen wahrnehmbar, dann mit deutlichem psychotischen Schub und schließlich mit einer destruktiven Endphase - hat seinen Sprachgebrauch und seine Denkgewohnheiten ohne Zweifel sowohl positiv (im Sinne einer Steigerung seiner Kreativität) als auch negativ (im Sinne einer gelegentlichen Inkohärenz und Dunkelheit der Aussage) geprägt.

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen

Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »Die Künste als Metaphern«

Die Künste als Metaphern

Bilstein, Johannes (Hrsg.) | ATHENA-Verlag | Pädagogik: Perspektiven und Theorien


Im Weltgespräch der Menschen über sich selbst fungieren die Künste als wichtige und höchst leistungsfähige Metaphern. Wenn von ihnen die Rede ist, dann geht es seit der europäischen Antike immer auch um die Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Handelns, Wahrnehmens und Gestaltens. Die Künste liefern in diesem Diskurs mehr als nur einzelne Beispiele gelungenen Handelns; sie bieten vielmehr umfassende Metaphern, die den Kosmos, das Leben und alles menschliche Tun deutlicher und verständlicher machen. Als Großmetaphern erschließen sie die Welt, zeigen sie uns diskursive Möglichkeiten, das eigene Dasein zu thematisieren. Die in diesem Band versammelten Beiträge handeln also aus der Perspektive unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen davon, wie das Theater zum Abbild der Welt, wie der Tanz zur Metapher des Sozialen und zum Sinnbild des Denkens wird, wie die Farben der Gemälde als Symbole gesellschaftlicher Ordnungen erscheinen. So präsentieren sich die Künste als Rettungsinstanzen, die Imaginationen von Großzügigkeit und Verschwendung liefern und Topoi der Allmacht, der Schönheit, der Ordnung und der Exzellenz bereithalten. Mit Beiträgen von Franz Baur, Johannes Bilstein, Arno Böhler, Lutz Ellrich, Gabriele Klein, Stephan Krass, Holger Schulze, Hans Peter Thurn und Susanne Valerie.

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen

Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »Einführung in die Lyrik und Poetik Paul Celans«

Einführung in die Lyrik und Poetik Paul Celans

ATHENA-Verlag | Beiträge zur Kulturwissenschaft


Die vorliegende Einführung in die Lyrik und Poetik Paul Celans bietet dem Leser neben vier exemplarischen Interpretationen der Gedichte Todesfuge, Todtnauberg, Lindenblättrige und Walliser Elegie erstmals Interpretationstechniken, die eine selbstständige Auseinandersetzung mit Celans Gedichten ermöglichen. Neben Studierenden der Germanistik - insbesondere solchen, die zum ersten Mal mit Celans Werk in Berührung kommen und noch keinen Einblick in die Fachliteratur haben - können somit auch Celan-Kenner zu dieser kleinen Einführung mit Gewinn greifen, die sich neben einer chronologischen Darstellung der Gedichtbände auch der Poetik Celans und seiner Konzeption des dunklen Sprechens widmet.

Leseprobe lesen
Web-Ansicht
Kaufen

Empfehlen