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Lassiter - Folge 2075

Bastei Entertainment | Lassiter


Es war kalt, aber sie spürte nichts davon. Die ganze Nacht hatte sie neben dem hohen Gerüst gehockt, auf dem die leere Körperhülle ihres geliebten Bruders Lightning Arrow lag, verschnürt in der bemalten Büffelhaut, die noch vor zwei Wochen Teil seines Tipis gewesen war. Lightning Arrows Seele war in Wanagi Yata, dem Sammelplatz der Seelen, das wusste sie.

Der Verlust quälte sie so sehr, dass sie nicht wusste, ob sie ohne ihn weiterleben wollte. Sie hatte ihr besticktes Lederhemd abgelegt, damit der große Geist keinen Widerstand fand, wenn er in ihr Herz eindringen wollte, um ihr den Weg zu zeigen, den sie ohne ihren Bruder gehen musste, doch noch hatte sie kein Zeichen erhalten, dass er bereit war zu helfen ...

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Lassiter - Folge 2249

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Lassiter blieb auf der Türschwelle stehen und zog den Remington. Zwei Ladys hingen an Kozaks Schultern und sahen auf den ersten Blick aus, als gehörten sie zu der bombastischen Einrichtung des Zimmers. Vier altrömische Säulen machten den Diwan zum antiken Himmelbett. Erotische Wandmalereien regten die Fantasie an. Fließende Seide ergoss sich über das Liebeslager - und mittendrin grinste Chester Kozak wie ein Triumphator auf dem Forum Romanum. Mit beiden Händen rückte er den Lorbeerkranz auf seinem aschblonden Haar zurecht. Dann winkelte er die Arme um den Hals der beiden nackten Schönen und fragte: "Hast du schon mal einen Mann gesehen, der zwei Frauen gleichzeitig das Genick brechen kann?"

"Nein", gestand Lassiter. "Aber ich nehme an, du bist dieser tolle Kerl."

"Erraten." Kozak grinste geschmeichelt. "Und dir gebührt die ganz besondere Ehre, den doppelten Genickbruch vorgeführt zu bekommen."

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Lassiter - Folge 2256

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Der Schleifstein glitt über die genässte Klinge und hinterließ eine trübe Schicht aus Wasser und abgeschmirgeltem Rost. Luck Stucey führte den Stein aufs Neue zur Dolchspitze und zog ihn wieder zu sich heran.

Eine Viertelstunde später stellte er den Schleifstein zur Seite. Die Dolche lagen wie eine glänzende Palisade vor ihm. Sie konnten ein Herz in Sekundenschnelle zum Stillstand bringen, mit einem Stich bis in die Leber vordringen oder eine Kehle durchtrennen, ehe deren Besitzer wusste, wie ihm geschah.

Stucey wickelte die Messer in einen Lederfetzen und band sie zusammen. Er spähte durch das halbblinde Fenster nach dem Fuhrwerk der vier Wright-Brüder.

In Kürze würden die Wrights mausetot sein. Sie würden keinen einzigen erbärmlichen Scherz über Luck Stucey mehr reißen. Sie würden bekommen, was sie verdienten ...

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Lassiter - Folge 2247

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Tom Shepard war hingerissen von den Hell's Daughters. Die Mädchenkapelle bestand aus vier Mitgliedern: der beiden rotblonden Stanford-Schwestern Elsa und Sandy, der strohblonden Maureen Bradshaw und der glutäugigen Schönheit Camille Roberts, Shepards heimlicher Favoritin. Zu dem Hausmusikabend auf der Festwiese von Wells Breck traten die vier Musikantinnen in Unterwäsche auf.

Beim Anblick der vier leichtbekleideten Girls erwärmte sich Shepards Herz. Es war ein milder Abend Ende Mai. Das Konzert hatte noch nicht angefangen. Vor dem Wagen, der als Bühne diente, hatten sich gut hundert Menschen eingefunden. Der Platz war mit bunten Laternen und Girlanden geschmückt. Geschäftstüchtige Händler verkauften Bier aus dem Fass und Whiskey in Emaillebechern.

Alle freuten sich auf einen schönen Abend. Doch es kam anders.

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Lassiter - Folge 2243

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Ein nebliger Dunst lag über der Farm. Bis in die frühen Morgenstunden hatte sich ein Unwetter mit solcher Gewalt über dem kargen Land entladen, als würde Gott für das Armageddon proben. Die Erde war jedoch durch die monatelange Dürre hart wie Schieferstein und konnte die Sturzfluten nicht aufnehmen, sodass das Regenwasser knietiefe Teiche bildete. Aber der Regen war nicht die einzige Flüssigkeit, die in der Sonne verdunstete.

Der Wallach blähte die Nüstern und hob nervös den Kopf. Er witterte das Blut.

"Ruhig, Brauner", murmelte sein Reiter und tätschelte dem Tier beruhigend den Hals. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen, als er seinen Blick über das Massaker schweifen ließ.

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Lassiter - Folge 2246

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Lassiter wusste, dass er zu spät kam, als er das geborstene Holz rund um den Knauf sah.

Irgendjemand hatte die Tür eingetreten. Ein leichter Stoß mit der flachen Hand genügte - schon schwang sie auf.

Das vor ihm liegende Zimmer versank fast vollständig in Dunkelheit, nur unterhalb des Fensters zeichnete sich ein scharf umrissener Lichthof ab. Genau dort, wo Trevor Sullivan gegen das Unvermeidliche ankämpfte. Ein feuchtes, halb ersticktes Röcheln drang über die Lippen des Sterbenden, dessen Hände sich in eine Bauchwunde krallten, um deren Blutung zu stoppen. Einfallendes Mondlicht ließ das schweißüberströmte Gesicht wächsern schimmern.

"Vorsicht, Lassiter!" Trotz des hohen Blutverlustes formten Sullivans Lippen einige mühsame Worte.

"Er ist noch hier!"

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Lassiter - Folge 2254

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Eine kalte Revolvermündung presste sich in Lassiters Nacken. "Wenn du dich auch nur einen Inch weit rührst, fährt dir eine Kugel ins Genick, Hombre", drohte eine triumphierende Stimme. Lassiter verharrte auf der Stelle und riskierte einen Seitenblick. Ein zweiter Kerl stand grinsend an der Stalltür. Der Dritte kam aus einer der Pferdeboxen. Bärtig, linkisch, verwegen.

"Bei mir gibt's nichts zu holen", sagte der große Mann. "Ich wollte nur mein Pferd satteln." Er ärgerte sich maßlos, dass er sich von diesen Lumpenhunden hatte überraschen lassen.

"Da sind wir anderer Meinung", entgegnete der Kerl aus der Box. Er war lang aufgeschossen, hatte ein spitzes Kinn und den unsteten Blick einer Hyäne. "Aber keine Angst. Wir wollen dich nicht umlegen, sonst wärst du schon tot. Wir wollen dir lediglich einen Vorschlag machen."

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Lassiter - Folge 2095

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Die zerklüfteten Felsen im Cochise County boten der alten Hütte ausgezeichneten Schutz vor dem Wetter. Doch Katastrophen, die sich auf Beinen näherten, konnte sie nicht abwehren: Wo am Nachmittag noch friedliche Stille geherrscht hatte, dominierte nun das Schweigen des Todes. Die Hüttentür stand offen. Auf der Schwelle lag eine in Hirschleder gekleidete Frau. Ihr Name war Moira Sly Fox. Man sah ihr die indianische Herkunft nicht unbedingt an. In Baumwolle gekleidet wäre sie als Mexikanerin durchgegangen. Vor der Hütte lag ein junger Mann. Er sah schon eher wie ein Apache aus. Sein Haar war lang und blauschwarz. Ein rotes Stirnband hielt es zusammen. Fliegen summten um seinen Kopf. Sein Blut hatte sie angelockt.

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Lassiter - Folge 2251

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In der Carson Street hing ein Steckbrief: ein gelbes Stück Pappe, angeschlagen neben dem Eingang des Marshal's Office. Ein barfüßiger Junge in Latzhose stand davor und las laut vor: "Tausend Dollar Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung von Bill Mavis führen."

Ray Johnson hörte im Vorbeigehen die stockende Stimme und blieb stehen. Er studierte die Bekanntmachung und wollte eben weitergehen, da sagte der Junge: "Bill Mavis! Den habe ich heute gesehen." Mavis war ein Straßenräuber; seit Wochen machte er die Gegend zwischen Westfield und Dylan Grove unsicher.

Johnson gab dem Jungen eine Kopfnuss. "Mavis in Westfield?" Er lachte heiser. "Du bist ein Träumer, Amigo! Der Kerl wird es nicht wagen, eine Stadt zu betreten, wo seine Steckbriefe hängen."

Der Junge machte die Augen schmal. "Wer weiß?"

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Lassiter - Folge 2253

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Der Häuptling thronte kopfüber auf dem Prunkstuhl. Das kunstvoll gearbeitete Möbelstück aus amerikanischer Eiche klebte mit den Beinen an der Zimmerdecke. Der Wald und das Dickicht begannen ihren Wuchs ebenfalls dort oben und ließen die Baumkronen wie große schwere Köpfe herabhängen.

So sah es allerdings nur auf der Mattscheibe aus.

"Eine Bitte noch, Chief White Raven", rief Jasper Cronin, der Fotograf, unter dem schwarzen Tuch.

"Falten Sie die Hände nicht, sondern legen Sie sie einfach nur übereinander. Ansonsten sehen Sie wunderbar majestätisch aus."

White Raven antwortete nicht. Er lächelte nur. Die Anweisung des Fotografen befolgte er mit stoischer Ruhe, indem er die Hände voneinander trennte und flach auf die Knie legte.

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