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Secondhand-Zeit

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG


Der Kalte Krieg ist seit über zwanzig Jahren vorbei, doch das postsowjetische Russland sucht noch immer nach einer neuen Identität. Während man im Westen nach wie vor von der Gorbatschow-Zeit schwärmt, will man sie in Russland am liebsten vergessen. Inzwischen gilt Stalin dort vielen, auch unter den Jüngeren, wieder als großer Staatsmann, wie überhaupt die sozialistische Vergangenheit immer öfter nostalgisch verklärt wird. Für Swetlana Alexijewitsch leben die Russen gleichsam in einer Zeit des "secondhand", der gebrauchten Ideen und Worte. Wie ein vielstimmiger Chor erzählen die Menschen in ihrem neuen Buch von der radikalen gesellschaftlichen Umwälzung in den zurückliegenden Jahren.

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Swetlana Alexijewitsch, 1948 in der Ukraine geboren und in Weißrussland aufgewachsen, arbeitete als Reporterin. Über die Interviews, die sie dabei führte, fand sie zu einer eigenen literarischen Gattung, dem dokumentarischen »Roman in Stimmen«. Alexijewitschs Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, und sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. 1998 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück (2001), dem National Book Critics Circle Award (2006), dem polnischen Ryszard-Kapuscinski-Preis (2011), dem mitteleuropäischen Literaturpreis Angelus (2011) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2013). 2015 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.

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Die gestohlene Revolution

Verlag Nagel & Kimche AG


2012 erregte Samar Yazbeks Syrien-Bericht "Schrei nach Freiheit" Aufsehen. Yazbek musste fliehen; seither kehrte sie mehrfach heimlich in ihre Heimat zurück und beobachtete, wie sehr sich die Revolution verändert hat: Vom friedlichen Bürgerprotest gegen die Diktatur zum bewaffneten Widerstand, dann zum Bürgerkrieg, immer stärker dominiert von islamistischen Gruppen, bis zum bloßen Albtraum, aus dem der IS den größten Nutzen zieht. Yazbeks Interesse gilt den einzelnen Menschen in diesem Wandel, deren Schicksale sie mit großer Eindringlichkeit beschreibt. Sie sind die Hoffnung Syriens – und das Ergebnis einer Gewaltspirale, die das Land täglich weiter zerstört. Ein wichtiges, dringendes Buch.

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Samar Yazbek wurde 1970 in Dschabla (Syrien) geboren. Sie studierte Literatur, veröffentlichte Romane und Erzählungen und engagierte sich als Journalistin für Bürgerrechte und die Rechte der Frauen. Außerdem war sie Herausgeberin der Online-Zeitschrift Woman of Syria und Autorin der Gruppe Beirut 39. Als im März 2011 die syrische Revolution begann, schrieb Yazbek ein Protokoll der Protestbewegung. Sie befragte Demonstranten, aus der Haft entlassene Dissidenten, aber auch Polizisten und Militärs. Bald wurde sie selbst verfolgt und vom syrischen Geheimdienst massiv eingeschüchtert. Als sie erfuhr, dass ihr Name auf einer Todesliste auftauchte, floh sie mit ihrer Tochter ins Ausland. 2012 erhielt sie den britischen PEN/Pinter International Price of Courage und in Schweden den Tucholsky-Preis, 2016 wurde sie in Frankreich mit dem Preis für das beste ausländische Sachbuch ausgezeichnet. Seit ihrem Exil reiste Yazbek mehrfach heimlich nach Syrien ein, um die Menschen im Bürgerkrieg zu porträtieren.

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Hopfenduft und Butterbrezel

INFO Verlag | Lindemanns Bibliothek


31 Karlsruher Kinder, mittlerweile erwachsen und gestandene Persönlichkeiten, erzählen in diesem Buch von ihrer Kindheit und Jugend in der Fächerstadt. Lustige und traurige, heitere und wehmütige Erinnerungen sind dabei, wenn ein Bischof, eine Pianistin, ein Moderator oder eine Boxweltmeisterin an ihr Aufwachsen zwischen Daxlanden und Durlach, zwischen Neureut und Rüppurr zurückdenken.

Die Herausgeberin Doris Lott, selbst mit Leidenschaft Karlsruherin, hat über ein Jahr lang die Erinnerungen bekannter Töchter und Söhne der Stadt gesammelt.

Die Autoren: Markus Brock, Wolfram Fleischhauer, Klaus Frank, Helmut Fricker, Sonny Fuchs, Hildegard Gerecke, Eckhardt Gillen, Regina Halmich, Gerlinde Hämmerle, Andreas Hirsch, Friedrich Georg Hoepfner, Volker Kaminski, Waltraud Kirchgessner, Kurt Kramer, Doris Lott, Dietrich Maier, Kurt Müller-Graf, Joachim Nagel, Günther Nonnenmacher, Brinna Otto, Monika Rihm, Judith Rimmelspacher, Thomas Rübenacker, Doris Schmidts, Romy Schurhammer, Gerhard Seiler, Sontraud Speidel, Bernd Uhl, Ingo Wellenreuther, Vera-Maria Wieland geb. Freiin von Reischach-Scheffel, Joachim Wohlfeil

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Die Lola-Montez-Story

Stiebner


Lola Montez stürzte Bayern 1848 in die größte Krise seiner Geschichte: Der 60-jährige König Ludwig I. war der erotischen Ausstrahlung der 25-jährigen Hochstaplerin aus Irland so verfallen, dass er die gesamte Bevölkerung gegen sich aufbrachte, seine Regierung zum Rücktritt zwang, Lola zur Gräfin erhob, ihr eine Luxusvilla kaufte und sie mit Geld überschüttete. »Im Mittelalter wäre sie als Hexe verbrannt worden, denn die Gewalt dieses Weibes über den klaren und verständigen Geist Seiner Majestät grenzt wirklich ans Zauberhafte«, schrieb General Karl von Heideck.

Am 19. März 1848 dankte Ludwig I. als König von Bayern ab, denn »Ich habe auf die Krone verzichten können, aber nicht auf meine geliebte Lolitta.«

Die bisher als romantisches Liebesspiel verniedlichte dreijährige Beziehung war die größte Staatsaffäre des Königreichs Bayern, deren Ausmaß erst jetzt durch den 150 Jahre später freigegebenen Briefwechsel von Lola und Ludwig und die erst heute zugänglichen Aufzeichnungen des Architekten Leo von Klenze sichtbar wird: Sex, Macht und Geld waren wie bei den Prominenten-Affären unserer Tage die Triebkräfte des Skandals, den die fesche Lola mit ihrem Musical »Lola Montez in Bavaria« 1850 auf dem Broadway krönte.

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Lemberg

Aufbau Digital


Die Biographie einer Stadt

Einst Teil des Habsburger Reichs, galt Lemberg als »Jerusalem Europas«, wo Polen, Juden, Ukrainer und Deutsche zusammenlebten. Namhafte Künstler und Wissenschaftler prägten eine Moderne, die der in Berlin und Wien in nichts nachstand. Dann verlor Lemberg wie so viele mitteleuropäische Städte durch Krieg, Holocaust und Vertreibung fast alle Einwohner – und damit sein Gedächtnis. Siebzig Jahre später, inmitten der Ukraine-Krise, sucht Lutz C. Kleveman die verschüttete Vergangenheit der Stadt freizulegen. Was er dabei entdeckt und brillant erzählt, ist nicht weniger als die Geschichte Europas bis heute.

»Lutz C. Kleveman erschließt lebendig und sehr persönlich die Geschichte dieser faszinierenden Stadt, die so viele Vergangenheiten hatte, Bühne so vieler Kulturen,

Träume und Tragödien war. Ein immenses Lesevergnügen.«

Philipp Blom (»Der taumelnde Kontinent«)

»Ein ebenso sorgfältiges wie umfassendes Geschichtsbuch über eine faszinierende Stadt, hinter deren bezaubernder Fassade sich Ungeheuerlichkeiten entluden.«

Sabine Adler (Deutschlandfunk)

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Lutz C. Kleveman, geboren 1974, hat Neuere Geschichte an der London School of Economics (LSE) studiert und als Journalist u.a. für Die Zeit, Spiegel Online, Newsweek und den Daily Telegraph geschrieben. Er ist der Autor von „Kriegsgefangen“ (2011) und „The New Great Game“ (2003).

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Corea en guerra

Music Brokers


A pesar de todos los esfuerzos, las tensiones entre Corea del Norte y Corea del Sur se mantienen. La zona más militarizada del mundo, con pruebas nucleares y misiles de por medio, representa un peligro latente para vecinos y aliados. Esta investigación revela las profundas consecuencias que tuvo la histórica división de la península coreana en dos estados soberanos separados por la entonces Guerra Fría, y que aún hoy se encuentran enfrentados entre otras causas por las enormes diferencias culturales.

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Kulturkampf

Hier und Jetzt


Wie viel Religion hat Platz im Schulalltag? Dürfen katholische Geistliche in den Nationalrat? Wer hat die Deutungsmacht über die Geschichte? Wie privat soll Glaube sein? Diese aktuellen Fragen haben in vielerlei Hinsicht vor 175 Jahren ihren Ursprung: Damals spitzte sich die Auseinandersetzung zwischen Kirche und Staat in der Schweiz ein erstes Mal zu. Die Aufhebung der Klöster im Aargau war ein wichtiger Anstoss für die Bildung des Schweizer Bundesstaats.

Zwei ausgewiesene Kenner des Kulturkampfs gehen dieser Geschichte auf den Grund: Josef Lang und Pirmin Meier. Beide aus katholisch-konservativem Milieu, reiben sie sich bis heute an ihren Wurzeln. In zwei langen Essays loten sie unterschiedliche Positionen aus und spiegeln die Geschichte an den aktuellen kulturellen Unterschieden in der Schweiz.

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Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG


Rund eine Million Frauen haben im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee gekämpft, aber ihr Schicksal ist nirgendwo festgehalten. In diesem Buch sind nun ihre Erinnerungen aufgezeichnet. Die Frauen schildern die unheroische Seite des Krieges, die üblicherweise in Erzählungen und Erinnerungen ausgeblendet wird. Im Gegensatz zu den Männern, die aus dem Krieg zurückkehrten, galten die Soldatinnen keineswegs als Heldinnen, vielmehr begegnete man ihnen mit Misstrauen, ja mit Verachtung. Swetlana Alexijewitsch gibt den Frauen in diesem erschütternden Buch erstmals eine Stimme. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes, unsentimentales und doch fast lyrisches Dokument, das nun in einer von der Autorin überarbeiteten Neuausgabe erscheint.

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Swetlana Alexijewitsch, 1948 in der Ukraine geboren und in Weißrussland aufgewachsen, arbeitete als Reporterin. Über die Interviews, die sie dabei führte, fand sie zu einer eigenen literarischen Gattung, dem dokumentarischen »Roman in Stimmen«. Alexijewitschs Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, und sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. 1998 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück (2001), dem National Book Critics Circle Award (2006), dem polnischen Ryszard-Kapuscinski-Preis (2011), dem mitteleuropäischen Literaturpreis Angelus (2011) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2013). 2015 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.

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Schrei nach Freiheit

Verlag Nagel & Kimche AG


"Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe" - mit diesem Vorsatz nimmt die Journalistin Samar Yazbek an der Revolution gegen das Regime al-Assads in Syrien teil. Sie geht auf die Straße, befragt Demonstranten, aus der Haft entlassene Dissidenten, aber auch Polizisten. Bald wird sie selbst in die Ereignisse hineingezogen und mehrmals verhaftet und misshandelt. In eindringlichen Bildern erzählt Yazbek von Protest, Folter und Verzweiflung in Arabien. Als sie erfährt, dass ihr Name auf einer Todesliste steht, flieht sie mit ihrer Tochter ins Ausland. Yazbeks Erlebnisbericht ist ein erschütterndes, sprachlich brillantes Dokument über Widerstand und Menschlichkeit. Mit einem Vorwort von Rafik Schami.

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Samar Yazbek wurde 1970 in Dschabla (Syrien) geboren. Sie studierte Literatur, veröffentlichte Romane und Erzählungen und engagierte sich als Journalistin für Bürgerrechte und die Rechte der Frauen. Außerdem war sie Herausgeberin der Online-Zeitschrift Woman of Syria und Autorin der Gruppe Beirut 39. Als im März 2011 die syrische Revolution begann, schrieb Yazbek ein Protokoll der Protestbewegung. Sie befragte Demonstranten, aus der Haft entlassene Dissidenten, aber auch Polizisten und Militärs. Bald wurde sie selbst verfolgt und vom syrischen Geheimdienst massiv eingeschüchtert. Als sie erfuhr, dass ihr Name auf einer Todesliste auftauchte, floh sie mit ihrer Tochter ins Ausland. 2012 erhielt sie den britischen PEN/Pinter International Price of Courage und in Schweden den Tucholsky-Preis. Seit ihrem Exil reiste Yazbek mehrfach heimlich nach Syrien ein, um die Menschen im Bürgerkrieg zu porträtieren.

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Bosporus reloaded

Aufbau Digital


Wohin steuert die Türkei?

Die Türkei ist als Brücke zwischen Europa und der islamischen Welt für uns von großer Bedeutung. Drei Millionen Menschen türkischer Herkunft leben in Deutschland. Dieses Buch hilft, die innertürkischen Veränderungen, aber auch das Leben und die Konflikte innerhalb der türkischen Community in Deutschland zu verstehen.

Zwei Jahre nachdem im Frühsommer 2013 die Proteste gegen die Regierung Erdogan und die Zerstörung des Istanbuler Gezi-Parks ausbrachen, werfen die Autorinnen einen Blick auf die junge Türkei, auf kulturelle, ökologische, wirtschaftliche Entwicklungen, die das Land grundlegend verändern.

Ost und West, Okzident und Orient prallen am Bosporus aufeinander. Vor allem seit die muslimisch-konservative Partei unter Reccip Erdogan die Regierung stellt, scheint es, als habe sich der Druck auf die junge Generation erhöht, sich künstlerisch und persönlich zu entfalten und einer Entwicklung gegenzusteuern, deren Triebkräfte die engen Moralvorstellungen und finanziellen Interessen des türkischen Ministerpräsidenten sind. Ein erhellender Generationenbericht, der mit gängigen Klischees aufräumt.

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Anna Esser und Karen Krüger sind beide in Istanbul aufgewachsen und haben dort ihr Abitur gemacht. Anna Esser lebt seit 2006 wieder in Istanbul, wo sie zunächst als Deutschlehrerin tätig war, bevor sie in die Kulturabteilung des Goethe-Instituts wechselte. Karen Krüger wurde Journalistin und hat die Türkei zu ihrem Spezialthema gemacht. Als Redakteurin im Feuilleton der FAZ und FAS berichtet sie über türkisches Leben in Deutschland und reist regelmäßig in die Türkei.

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