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Zitate für Beruf und Karriere

Vorwort

Wer heute in seinem Beruf weiterkommen will, braucht vor allem eines: ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten. Denn die beste Fachkompetenz nützt nichts, wenn man sein Wissen nicht gut präsentieren kann. Dann machen Sie zwar einen guten Job, aber noch lange nicht Karriere. Ein griffiges Statement zum Thema Globalisierung, ein passendes Zitat eines anerkannten Marketingfachmanns oder ein witzig ins Gespräch eingestreuter Spruch eines Dichters – all dies kann Ihnen helfen, sich kompetent zu zeigen und Sympathien zu gewinnen.

In diesem TaschenGuide finden Sie Zitate rund um Berufsleben, Erfolg und Karriere – nach Berufssituationen sortiert. So haben Sie es schnell griffbereit, wenn Sie etwas Bestimmtes suchen. Aber nicht nur das: Oft werden Sie ein Zitat einer Situation zugeordnet finden, in der es Sie überrascht oder gar zum Lachen bringt – dieselbe Reaktion ist auch zu erwarten, wenn Sie es entsprechend einsetzen.

Doch Vorsicht beim Zitieren – nicht immer kommt ein scheinbar passender Ausspruch bei den anderen so gut an. Man kennt die rasch ausgetauschten, amüsierten Blicke, wenn ein Kollege an falscher Stelle meint, mit seiner Bildung prahlen zu müssen. Sie erfahren daher auch, was Sie beim Zitieren beachten müssen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, und schließlich – damit es Ihnen auch locker von der Zunge geht – wie Sie sich Zitate ganz einfach merken können.

Gisela Fichtl

Kleine Anleitung zum Zitieren

Zitate sind das Gewürz eines Gesprächsbeitrages, mit dem Sie sparsam umgehen sollten, wenn Sie Ihren Gesprächspartnern nicht den Appetit verderben wollen.

In diesem Kapitel erfahren Sie, was es sonst noch beim Zitieren zu beachten gilt.

Warum Zitieren?

Zitieren ist eine wunderbare Sache. Wir blicken auf eine lange Schriftkultur zurück – seit Jahrtausenden schon kämpfen die Menschen mit ähnlichen Problemen – und finden Lösungen. Wäre es nicht geradezu dumm, diesen Schatz nicht lebendig zu erhalten? Auch das Rad wird schließlich nicht täglich neu erfunden. In Zitaten ruht ein Wissensschatz, dessen Ressourcen wir nutzen sollten. Denn:

„Ein guter Spruch ist die Wahrheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.“

Theodor Fontane, dt. Schriftsteller, 1819–1898

Lassen Sie sich die Überzeugungsarbeit abnehmen

Wer einmal den Reiz von Zitaten entdeckt hat, kann sich ihm kaum mehr entziehen – besonders wenn man beruflich an exponierter Stelle steht, häufig repräsentieren muss. Zitate sind schöpferische Quellen, die die Ideenfindung erleichtern. Das Schmökern in einer guten Zitatensammlung ist eine hervorragende Hilfe dabei, den eigenen Standpunkt zu finden und zu formulieren. Wer einen Vortrag vorbereiten muss, ist in der Regel dankbar, wenn er ein Mittel an die Hand bekommt, das ihm hilft, dem Text Struktur zu geben.

Wozu soll man sich lange und umständlich mit Formulierungen quälen, wenn Sokrates, Schiller oder Woody Allen es schon viel treffender gesagt haben? Ein prägnantes Zitat bringt auf den Punkt, was Sie zu einem bestimmten Problem zu sagen haben. Wer seine Argumente mit Zitaten stützen kann, holt sich Schützenhilfe von prominenter Seite und stärkt die Überzeugungskraft des eigenen Arguments.

Dabei ist das nur ein positiver Effekt, denn nicht nur Ihre Argumentation wird gestützt. Zitate oder Anekdoten wirken wie Landmarken, die es den Zuhörern erleichtern, das Gesagte zu behalten: Das Zitat, mit dem Sie Ihren Beitrag abgeschlossen haben, oder der Witz, den Sie zum Thema erzählt haben, bleiben in Erinnerung – und damit auch die Quintessenz Ihrer Rede. Es ist fast schon zum Gemeinplatz geworden, dass eine gute Rede – ob vom Podium herab gesprochen oder inmitten von Kollegen in einer normalen Sitzung – nicht nur den Verstand anspricht, sondern auch eine emotionale Dimension hat. Mit einem originellen Zitat kann es Ihnen gelingen positive Gefühle bei Ihren Zuhörern auszulösen.

Mit Zitaten können Sie

  • eine Rede einleiten, ihr einen Wendepunkt geben oder einen pointierten Schluss verleihen,

  • komplexe Argumente auf den Punkt bringen,

  • schwierige Gesprächssituationen auflockern,

  • mit dem Blick über den Tellerrand Sympathien gewinnen,

  • Ihre Argumente von prominenter Seite stützen lassen,

  • signalisieren, dass eine als einmalig empfundene Situation durchaus Parallelen kennt,

  • zeigen, dass Sie für andere Sichtweisen offen sind und sich umfassend mit dem Thema beschäftigt haben.

Damit Ihre Zitate auch so ankommen, wie Sie es sich wünschen, sollten Sie einige Grundsätze beachten. Der wichtigste sei schon vorweggenommen: Lassen Sie sich nicht verführen, sich mit Zitaten zu schmücken, die zwar gut klingen, die Ihnen persönlich aber nichts sagen. Bleiben Sie authentisch, auch wenn Sie „fremde Weisheiten“ aussprechen.

Wie Sie Zitate geschickt einsetzen

„So ein paar grundgelehrte Zitate zieren den ganzen Menschen.“

Heinrich Heine, dt. Dichter und Publizist, 1797–1856

Angeben gilt nicht

Verwenden Sie Zitate nicht, um mit Ihrer Bildung zu prahlen, und tun Sie es nicht allzu häufig. Zitate sind ein edles, vornehmes Gewürz – aber sie sind kein Nahrungsmittel. Setzen Sie Zitate sparsam ein, sonst verfehlen sie ihre Wirkung. Und nicht nur das: Über kurz oder lang wird Ihnen der Ruf des „Sprüchemachers“ vorauseilen, den man nicht ernst nimmt – ein Ruf, der für Ihre Karriere fatale Folgen haben kann.

Bleiben Sie bescheiden

Vermeiden Sie Totschlag-Einleitungen à la „Und wie schon Parmenides sagte: …“. Bereits vor dem Doppelpunkt haben Sie Ihre Zuhörer verloren und sich um einen guten Teil ihrer Sympathie gebracht. Denn in dieser Formel steckt eine arrogant wirkende Verbrüderung mit der zitierten Geistesgröße: „Parmenides und ICH denken, dass …“ Leider kann man sich mit solchen Formeln nicht zu den Geistesgrößen hinaufschwingen, die man zitiert, man zieht sie vielmehr zu sich herab. Die gewünschte Wirkung ist damit verspielt. Besser ist die schlichtere Variante: „Parmenides sagt: …“. Sie können auch erst nach dem Zitat den Autor nennen: „…, soweit Wilhelm Busch.“ Wenn Sie Ihr Zitat kommentieren wollen, ist es ohnehin besser, den Autor erst danach zu nennen: „Dieses Zitat von Parmenides eröffnet eine ganz neue Sichtweise …“. In einer Rede bauen Sie mit diesem Trick Spannung auf.

Ein souveräner Umgang mit Zitaten wirkt sympathisch. Der Fähigkeit, sich kluge Erkenntnisse anderer zu Nutze zu machen und sie gleichzeitig zu respektieren, wird selbst Respekt gezollt. In solchem Licht erscheinen Sie als gebildet und belesen.

Vorsicht Quelle!

Andererseits verzichten Sie lieber auf ein noch so überzeugendes Zitat, wenn Sie nicht genau wissen, was es mit dem Zitatgeber auf sich hat, denn das kann leicht schief gehen. Wer vor einer Gruppe junger Unternehmerinnen Schopenhauer zitiert, der als notorischer Frauenhasser bekannt ist, könnte mit der Wirkung Pech haben.

Das Renommee des Zitierten ist also wichtig. Konnte man vor dem VW-Skandal Peter Hartz noch als erfolgreichen Personalentwickler heranziehen, wird man sich heute mit seinen Statements das beste Argument kaputt machen. Gegner greifen gerne zu Sprüchen wie: „Ja, wenn Sie mir mit dem kommen. Hat der nicht die Veruntreuung von Geldern gebilligt?“ Als Trick können Sie dem erwarteten Widerspruch freilich vorauseilen: „Wir wissen, dass sich Schopenhauer nicht gerade als Optimist und vor allem nicht als Verehrer der Frauen einen Namen gemacht hat, doch stammt von ihm ein Gedanke, der mir höchst interessant scheint …“

Kein erhobener Zeigefinger

An dieser Stelle sei noch eine kleine Warnung angefügt: Viele der gängigen Zitate aus den Zitatenschätzen der Weltliteratur haben einen lehrhaften Duktus, den wir heute als bevormundend empfinden. Sie sollten äußerst vorsichtig mit solchen Zitaten umgehen – mag ihre Aussage noch so treffend sein. Am besten, Sie beziehen sie auf sich selbst, damit es nicht nach erhobenem Zeigefinger aussieht. Auch die Flucht nach vorne ist ein probates Mittel – sagen Sie einfach ganz offen, dass sich das Zitat recht altbacken anhört, dass dies der Wahrheit, die dahintersteckt, aber keinen Abbruch tut. Ihnen selbst können diese Zitate unbenommen als Motto für Ihre Arbeit oder gar für Ihr Leben dienen – und das dürfen Sie ruhig öffentlich zugeben.

Zitieren im richtigen Moment

„Eine Sammlung von Anekdoten und Maximen ist für den Weltmann der größte Schatz, wenn er die ersten an schicklichen Orten ins Gespräch einzustreuen, der letzten im treffenden Falle sich zu erinnern weiß.“

Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749–1832

Ein geschickt eingesetztes Zitat zum richtigen Zeitpunkt kann nicht nur umständliche Erläuterungen überflüssig machen. Es lässt auch aufhorchen, weil es den gleichmäßigen Redefluss unterbricht – andere Worte, ein anderer Tonfall. Und Zitate entführen in eine andere Welt als die, von der gerade die Rede ist. Das schafft oft genau den Abstand zu einer Sache, den man braucht, um sie besser, sachlicher einzuschätzen.

„Ein Aphorismus ist für eine lange Gedankenkette der kürzeste und schönste Faden.“

Carl August Emge, dt. Schriftsteller, 1886–1970

In schwierigen Situationen Zitate vermeiden

Zitieren ist also vor allem dann sinnvoll, wenn Sie auflockern und neue Denkansätze anregen wollen – in Sitzungen, Reden, bei Geschäftsessen und ähnlichen Situationen. Wenn es hingegen unangenehm wird, wenn Sie selbst oder Ihr Gesprächspartner vom Inhalt des Gesprächs persönlich stark betroffen sind, sollten Sie sehr vorsichtig mit Zitaten umgehen. Die Versuchung ist groß, sich in solchen Momenten auf die Worte anderer zurückzuziehen. Eine Kündigung oder ein Todesfall, eine schwere Krankheit in der Familie eines Mitarbeiters oder finanzielle Probleme Ihres Betriebes, die Entlassungen erforderlich machen – wählen Sie nicht die Worte anderer, um Ihre persönliche Betroffenheit auszudrücken. Ihre Zuhörer oder Gesprächspartner können Zitate leicht als zynisch empfinden. Eine Ausnahme sind öffentliche Trauerreden, wo ein gut gewähltes Zitat durchaus Trost spenden kann.

Das richtige Zitat wählen

Ein gutes Zitat zu finden, ist erst der Anfang der Kunst. Es ist Ihre kreative Leistung, welche Zitate Sie für welche Situationen auswählen.

Wählen Sie nicht nur bestätigende Zitate

Oft kann ein eher langweiliges Zitat in einer bestimmten Situation gerade deshalb einschlagen, weil man es mit dem Gesprächsthema zunächst nicht in Verbindung gebracht hätte. Sortieren Sie ein Zitat auch dann nicht gleich aus, wenn es quer zu Ihrer Argumentation läuft. Lassen Sie Ihre Fantasie ein wenig spielen, drehen Sie Situationen um. Wenn Sie ein Zitat gewählt haben, das gerade das Gegenteil von dem behauptet, was Sie sagen wollen, wird das die Zuhörer zunächst schockieren oder zum Lachen bringen, auf jeden Fall aber bindet es ihre Aufmerksamkeit. Wenn Sie sich dann gegen den Inhalt des Zitates absetzen, haben Sie auf elegante Weise schon einige mögliche Gegenargumente geschlagen. Spielen Sie mit der Überraschung Ihrer Gesprächspartner oder Zuhörer!

„Ein Aphorismus, der lebhaften Widerspruch auslöst, hat seinen Sinn fast ebenso wenig verfehlt wie einer, der rasche Zustimmung findet.“

Joachim Günther, dt. Publizist, 1905–1990

Stellen Sie den aktuellen Bezug her

Eine weitere Möglichkeit, sich aktive Zuhörer zu schaffen, sind aktuelle Anspielungen. Erzählen Sie, was Ihnen heute Morgen mit Ihrer Tochter passiert ist, wenn es sich als Aufhänger zu Ihrem Sitzungsthema anbietet, oder wenn das Erlebnis eine Idee unterstützt, die Sie vorstellen wollen. Wenn Sie an einem 22. März eine Rede halten müssen, erinnern Sie daran, dass gerade heute Goethes Todestag ist, und zitieren Sie ihn zum Thema der Rede. Oder bringen Sie einen passenden Ausspruch eines Wirtschaftsvertreters, den Sie morgens in der Zeitung gelesen haben. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einen guten Redner – ob im kleinen Kreis oder vor vielen Zuhörern – zeichnet es gerade aus, dass er sein Thema in einen größeren Kontext einbetten kann. Und das ist keine Frage des Talents, sondern reine Übungssache. Suchen Sie ganz gezielt nach solchen Aufhängern und Parallelen in Ihrem Alltagsleben.

Die wichtigsten Grundregeln zum erfolgreichen Zitieren

„Den Witz eines Witzigen erzählen heißt bloß: einen Pfeil aufheben. Wie er abgeschossen wurde, sagt das Zitat nicht.“

Karl Kraus, österr. Schriftsteller und Kritiker, 1874–1936

  • Setzen Sie Zitate sparsam ein.

  • Vermeiden Sie Eingangsformeln in der Art „Und wie schon Kant sagte, …“, sagen Sie schlicht: „Kant sagte, …“ oder am Ende des Zitats „…, soweit Kant“.

  • Verwenden Sie nur Zitate, die Sie persönlich ansprechen, die Ihre Zustimmung oder Ablehnung geradezu herausfordern. Wenn ein Zitat zur hohlen Phrase wird, schaden Sie Ihrer Glaubwürdigkeit.

  • Beim mündlichen Zitieren gilt: je kürzer, desto einprägsamer. Verwenden Sie nur Zitate, die man ohne langes Nachdenken verstehen kann.

  • Ausnahme: Wenn Sie eine Rede mit einem Zitat beginnen oder enden, kann das Zitat schon mal länger und komplexer ausfallen, Sie müssen es dann allerdings langsam und gut prononciert vortragen.

  • Achten Sie darauf, wen Sie zitieren. Ein schlechter Ruf des Zitierten kann das beste Zitat zunichte machen.

  • Verwenden Sie dasselbe Zitat, dieselbe Anekdote in demselben Kreis nicht häufiger. Zitate sollten immer wohl durchdacht eingesetzt werden. Wenn sie allzu häufig gebraucht werden, kann man diesen Eindruck nicht mehr erwecken, mag das Zitat auch noch so passend sein.

  • Scheuen Sie sich nicht, gereimte Zitate zu verwenden oder solche, deren Sprachduktus unserem heutigen fremd ist. Solche Zitate schaffen eine wohltuende Zäsur und erhöhen die Aufmerksamkeit. Vorsicht allerdings bei Zitaten, die wie ein erhobener Zeigefinger wirken: Sie sollten sie kommentieren oder scherzhaft einfügen.

  • Verwenden Sie Zitate auch mal „gegen den Strich“, zum Beispiel Zitate, die Ihrer Position widersprechen. Überraschen Sie damit Ihre Gesprächspartner und setzen Sie dann Ihre Argumentation dagegen.

  • Mit Anekdoten auch aus Ihrem Privatleben können Sie nicht nur Schwung in Reden bringen, sie eignen sich auch, um festgefahrene Diskussionen wieder zu beleben.

Wie Sie stets das passende Zitat parat haben

Vielleicht haben auch Sie jemanden im Bekanntenkreis, der die wunderbare Gabe hat, in allen möglichen Situationen passende Anekdoten und Zitate parat zu haben, und damit niemals aufdringlich wirkt, wohl aber geistreich und witzig. Wie macht er das nur? Er muss die Zitate einerseits irgendwo gefunden haben – nur wo? Zum anderen konnte er sie sich offensichtlich auch merken – aber wie?

Woher das richtige Zitat nehmen?

Zitate gibt es wie Sand am Meer, doch wehe, man braucht eine gute Einleitung für ein Wochenendseminar oder einen guten Schluss für eine Rede vor Kunden. Die meisten Zitatenschätze sind nach Stichworten geordnet – wie oft gibt man da nach zehn bis fünfzehn Zitaten frustriert die Suche auf. Dieser TaschenGuide ist deshalb nach Situationen aufgebaut, damit Sie gezielter suchen können. Meist sind es ja gerade die Zitate aus anderen Themenbereichen, die zu einer bestimmten Situation besonders gut passen.

Ihr persönliches Zitaterepertoire

Schaffen Sie sich darüber hinaus auch Ihr persönliches Zitaterepertoire. Schreiben Sie sich Zitate auf, die Ihnen gefallen, und notieren Sie dazu, für welche Situationen sie sich eignen könnten. Erst mit Ihrem persönlichen Repertoire, das Sie laufend erweitern, werden Sie dahin gelangen, das passende Zitat parat zu haben, wenn Sie es brauchen. Und noch ein Tipp: Markieren Sie die Zitate, die Sie schon verwendet haben, am besten mit Datum und Angabe der Situation! Es ist zwar nicht tragisch, wenn man ein gutes Zitat im kleineren Kreis ein zweites Mal einstreut, beim dritten und vierten Mal aber wird es peinlich. Bei Vorträgen müssen Sie ganz besonders darauf achten – wenn Ihre Zuhörer dieselbe Anekdote aus Ihrem Mund schon zum zweiten Mal hören, macht das Ihre ganze Rede kaputt.

Wir haben es bereits erwähnt: Wenn Sie nach einem Zitat suchen, denken Sie auch einmal darüber nach, ob es nicht ein persönliches Erlebnis gibt, das Sie für Ihr Thema verwenden können. Ein negatives Erlebnis bei Ihrem letzten Möbelkauf kann ein wunderbares Beispiel sein, wenn Sie Qualitätsmanagement in Ihrem Unternehmen einführen wollen. Ein Konflikt mit einem Kollegen, eine witzige Bemerkung Ihres Sohnes, ein kleines Malheur beim Frühstück – scheuen Sie sich nicht, solche persönlichen Elemente heranzuziehen.

Wie Sie sich Zitate merken können

Ein Zitat oder einen guten Witz sofort parat zu haben – davon können die meisten nur träumen. Zwar hat man vor ein paar Tagen in der Zeitung den Ausspruch eines Aufsichtsrats-vorsitzenden gelesen, den man unbedingt behalten wollte, will man ihn dann aber loswerden, bringt man ihn nicht mehr richtig zusammen. Die genialsten Witze und originellsten Sprüche – man hat sie zwar einmal gehört mit den besten Vorsätzen, sie sich zu merken, doch man erinnert sich nur noch daran, dass es diesen Witz gab oder bei welcher Gelegenheit man einen Spruch anbringen wollte. Es gibt einige Tricks, mit denen Sie gegensteuern können.

  • Versuchen Sie sich zunächst auf einige wenige Zitate, Witze oder Anekdoten zu beschränken, die Sie sich umso besser einprägen.

  • Merken Sie sich Schlüsselwörter aus dem Zitat, dem Witz oder der Anekdote. Stellen Sie sich mithilfe dieser Schlüsselwörter den Inhalt des Zitats, die Handlung des Witzes so bildlich und realistisch wie möglich vor.

  • Bilden Sie Assoziationen, die Sie mit den Schlüsselwörtern verknüpfen. Die Assoziationen können vollkommen verrückt oder banal sein – wenn Ihnen bei „Briefträger“ ein Kleiderschrank einfällt, warum nicht?

  • Schreiben Sie sich das Zitat auf, das Sie sich merken wollen, und hängen Sie den Zettel irgendwo an Ihrem Arbeitsplatz auf – so fällt immer wieder einmal der Blick darauf und Sie profitieren von diesem Wiederholungseffekt.

  • Wenn Sie sich ein persönliches Zitaterepertoire angelegt haben, werfen Sie ab und zu mal einen Blick hinein. Denken Sie sich für jedes Zitat immer wieder Situationen aus, in denen es passend oder ganz besonders unpassend wäre.

Wie Sie diesen TaschenGuide effizient nutzen

Die Zitate in diesem Buch sind nach Situationen aus dem Berufsleben geordnet. Sie finden unter der Überschrift „Besprechungen“ vor allem solche Zitate, die Sie während einer Besprechung einsetzen können, das Stichwort „Besprechung“ muss dabei nicht im Zitat enthalten sein. In alle Kapitel sind aber auch immer wieder Zitate eingestreut, die sich zur Sache selbst äußern. Auf diese Weise können Sie sich also auch Denkanstöße zum Thema holen, die Ihnen für eine Präsentation oder für ein Treffen mit Geschäftspartnern nützen. Das Buch lädt Sie zudem auch ein wenig zum Schmökern ein – die Zitate sind weder chronologisch noch nach Autoren sortiert, sondern so, dass die untereinander stehenden Zitate in Dialog miteinander treten.

Unter jedem Zitat finden Sie nicht nur den Namen seines Urhebers, sondern auch dessen Lebensdaten und Funktion. Tatsächlich hat so manches Zitat seine Pointe auch darin, wann oder von wem es geäußert wurde. Das Zitat „Essen und Beischlaf sind die beiden großen Begierden des Mannes“ wäre weniger witzig, wenn es nicht von Konfuzius stammte. Auch darauf sollten Sie bei der Suche nach dem passenden Zitat also achten.

Zitate für Beruf und Karriere

„Nicht Sprüche sind es, woran es fehlt; die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt, sind Menschen, die sie anwenden.“

Epiktet, griech. Philosoph, ca. 50-138

Machen Sie doch einfach Karriere

Karriere machen – wer wollte es nicht? Entsprechend vielfältig sind die Ratschläge, wie man sich auf den Stufen der Erfolgsleiter zu benehmen hat, will man tatsächlich oben ankommen. Vorab also ein paar Statements und Warnungen von Dichtern, Philosophen und Menschen, die es geschafft haben.

„Jeder Aufstieg in große Höhen geschieht auf einer Wendeltreppe.“

Francis Bacon, engl. Philosoph und Politiker, 1561–1626

„Am sichersten macht Karriere, wer den anderen den Eindruck vermittelt, es sei nützlich, ihm zu helfen.“

Jean de La Bruyère, frz. Schriftsteller, 1645–1696

„Es lohnt sich, beim gesellschaftlichen Aufstieg freundlich zu den Mitmenschen zu sein, denn man begegnet ihnen später beim Abstieg wieder.“

Richard Nixon, 37. Präsident der USA, 1913–1994

„Wer seine Schweißtropfen zählt, wird nie sein Geld zählen.“

Christian Friedrich Hebbel, dt. Dichter, 1813–1863

„Nicht der Wind, sondern die Segel bestimmen den Kurs – auch in der Wirtschaft.“

Michael Fuchs, ehem. Präsident des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels e.V., geb. 1949

„Karriere ist ein Pferd, das ohne Reiter vor dem Tor der Ewigkeit anlangt.“

Karl Kraus, österr. Schriftsteller und Kritiker, 1874–1936

„Ämter und Weiber muss man spät nehmen, um mutig und unbürgerlich zu bleiben.“

Jean Paul, dt. Schriftsteller, 1763–1825

„Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen.“

Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844–1900

„Es gibt zwei Möglichkeiten Karriere zu machen: Entweder man leistet wirklich etwas oder man behauptet, etwas zu leisten. Ich rate zu der ersten Methode, denn hier ist die Konkurrenz bei weitem nicht so groß!“

Danny Kaye, amerik. Schauspieler, 1913–1987

„Es gibt zwei Wege für den politischen Aufstieg: Entweder man passt sich an oder man legt sich quer.“

Konrad Adenauer, dt. Politiker (CDU), 1876–1967

„Formel für Karriere: Die rechte Phrase am rechten Platz.“

Gerhart Hauptmann, dt. Schriftsteller, 1862–1946

„Wenn man sich die Messlatte von vornherein so hoch legt, dass man sie schon beim ersten Versuch „reißt“, kann daraus nur Frust entstehen.“

Uwe Renald Müller, dt. Verleger und Autor, 1954–2006

„Wer erfolgreich bleiben will, muss Schritt halten. Deshalb bringt Zufriedenheit selten Spitzenleistungen hervor. Wer Fortschritt haben will, sollte deshalb das Bestehende immer von Neuem in Frage stellen.“

Jutta Kleinschmidt, dt. Rallye-Fahrerin und Management-Referentin, geb. 1962

„Wer nicht beharrlich während der Blütezeit angeklagt hat, muss angesichts des Zusammenbruchs schweigen, und es ist nur recht und billig, dass der der den Erfolg angeprangert hat, auch über den Sturz zu Gericht sitzt.“

Victor Hugo, frz. Dichter, 1802–1885

„Was man von den Menschen behauptet, ob es wahr sein mag oder falsch, ist oft für ihr Leben und zumal ihr Geschick ebenso wichtig wie das, was sie tun.“

Victor Hugo, frz. Dichter, 1802–1885

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