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Zahnschmerzen, Zahnerkrankungen Gesunde Zähne mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde

Robert Kopf

Zahnschmerzen, Zahnerkrankungen Gesunde Zähne mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde

Ein homöopathischer, biochemischer und naturheilkundlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Zahnschmerzen, Zahnerkrankungen - Gesunde Zähne mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Naturheilkunde" ISBN 978-3-7309-2537-9

Vorwort

1. Allgemeines
Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung von Zahnleiden
Ernährungsempfehlungen für gesunde Zähne
Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung und Vorbeugung von Zahnkrankheiten
Wissenswertes über unseren Stoffwechsel
Gesunde Leber - gesunde Zähne
Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten

2. Naturheilkunde
Äußerliche Anwendungen bei Zahnschmerzen
Zahnungsbeschwerden der Kinder behandeln mit Homöopathie und Schüsslersalzen (Biochemie)
Zahnschmerzen - Kranke Zähne behandeln und vermeiden mit Homöopathie
Zahnschmerzen - Kranke Zähne behandeln und vermeiden mit Schüsslersalzen (Biochemie)

Nachwort
Meine weiteren eBooks für Ihre Gesundheit

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

Zahnschmerzen gehören nicht gerade zu den schönen Dingen des Lebens. Urplötzlich sind sie da, natürlich meistens am Wochenende. Andauernde Schmerzen an Zähnen und Kiefern weisen darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Wenn Sie nichts unternehmen, kann es sein, dass die betroffenen Zähne absterben oder im schlimmsten Fall sogar der Kieferknochen Schaden nimmt.

Die Zahnwurzeln befinden sich im Kieferknochen. Die Zahnnerven liegen gut geschützt im Inneren der Zähne. Um das Zahnmark herum befindet sich der Zahnschmelz. Dieser schützt den Zahnnerv. Dort, wo der Zahnschmelz aufhört, beginnt das Zahnfleisch. Zahnschmerzen entstehen dann, wenn eine dieser Schutzschichten entzündet, durchlöchert oder zerstört ist und die Zahnnerven gereizt werden.

Die häufigsten Ursachen für Zahnschmerzen:

1) Karies (Zahnfäule): Karies entsteht oft durch mangelnde Mundhygiene, zu viel Süßes und Bakterien. Regelmäßige und gründliche Zahnpflege bewahrt vor den schwarzen Löchern.

2) Eine defekte Zahnfüllung: Ist eine Zahnfüllung undicht geworden, können Bakterien in die Spalte zwischen dem Füllmaterial und dem Zahn gelangen und Karies verursachen. Auch Hitze und Kälte kann jetzt ungehindert bis zum Zahnnerv vordringen und Schmerzen auslösen.

3) Entzündungen der Oberkiefer- und Stirnhöhlen. Dadurch können zahnschmerzähnliche Symptome auftreten.

4) Eine Zahnfraktur, Risse im Zahnschmelz, freiliegende Zahnhälse, Entzündungen der Zahnwurzeln, Wärme und Kältereize.

5) Zahnfleischentzündungen (Gingivitis): Diese entwickeln sich meist durch Zahnbelag. Das Zahnfleisch schwillt an, blutet und löst sich vom Zahn.

6) Chronische Zahnbeschwerden deuten auf Ernährungsfehler, Stoffwechselstörungen (Diabetes) und hormonelle Veränderungen hin.

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt die Immunabwehr. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Eine Erkrankung der Zähne kann die Folge sein.

Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung. Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Gesundheit positiv.

Bei der naturheilkundlichen Behandlung und Vorbeugung von Zahnleiden dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Kräftigung der Zähne, des Stoffwechsels sowie des Immun-, Nerven- und Hormonsystems. Homöopathische und biochemische Heilmittel (Schüsslersalze) regen die Leber-Galle-Funktionen, die Bauchspeicheldrüse und Nieren an. Sie reinigen den Körper, kräftigen das Gewebe und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus. Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung von Zahnschmerzen.

Ein fehlgeleitetes Immun- und Hormonsystem, Zahnerkrankungen sowie ein mangelhafter Stoffwechsel sind oft die Folge einer Störung der Mineralstoffaufnahme und Mineralstoffverteilung. Obwohl wir über unsere Nahrung vielleicht genügend Mineralstoffe zu uns nehmen, kommen die wenigsten in den Zellen an. Mangelzustände an Mineralsalzen schwächen die Zähne, das Immunsystem, können das hormonelle Gleichgewicht stören und zu chronischen Beschwerden führen.

Stress, eine Übersäuerung des Körpers sowie Genuss- und Umweltgifte blockieren den Mineral-Transport durch die Zellmembran. Genau hier setzt die Wirkung der Homöopathie und Schüßler-Salze an. Sie aktivieren die Ausleitung von Schadstoffen und Säuren, stärken die Zähne und reinigen den Organismus von innen. Die Folge: Der Stoffwechsel (Metabolismus) sowie das Hormon- und Immunsystem werden gekräftigt, der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung von kranken Zähnen erläutern:

Die Homöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes. Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde.

Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit. Nach Hahnemann sind die Symptome des Patienten das nach außen gekehrte Bild seiner Krankheit. Alle Symptome werden erfaßt, um der Ursache von Zahnschmerzen auf die "Spur" zu kommen und das passende Arzneimittel nach der Simile-Regel für die Behandlung zu finden.

Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden. Homöopathische Arzneimittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden. Ausgangsstoffe homöopathischer Heilmittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus unschädlich gemachten menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden.

Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen? Nichts. So wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Mittel keine Reaktion im Körper aus.

Homöopathische Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren:
1) Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr erhalten, soweit nicht anders verordnet, ein Drittel der Erwachsenendosis. Es hat sich bewährt, die Tropfen auf einen Wattebausch zu geben und diesen dann auf den Nabel aufzukleben. Die Globuli (Streukügelchen) geben Sie unter die Zunge oder zwischen Wange und Zahnfleisch. Die Tabletten vor der Gabe zerdrücken.
2) Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.
3) Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.

Die Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung von Zahnerkrankungen

Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst, der Körper entsäuert und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt sowie der Zahnstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten (auch Zahnleiden) behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

Sie basiert auf der Annahme, daß viele Beschwerden von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden. Dadurch kommt es zu Zahnerkrankungen, einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Zelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Salzes in homöopathischen Dosen soll der Körper angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben.

Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) angewendet.

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Leiden. Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor bei der Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen der Zähne, für eine gute Lebensqualität sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft, Zähne und Organe zu. Zugleich unterstützen Sie Ihr Immunsystem, Ihren Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und Heilblockaden aufzulösen.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Ernährungshinweise und Empfehlungen, wie Sie Zahnerkrankungen mit Hilfe der Homöopathie, Urtinkturen, den Schüsslersalzen sowie mit Anwendungen der Naturheilkunde behandeln und vermeiden können. Außerdem lesen Sie, wie Zahnungsbeschwerden der Kinder gemildert werden können. Vorgestellt werden die bewährtesten Schüsslersalze und homöopathischen Heilmittel mit der entsprechenden Potenz und Dosierung. Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung und Vorbeugung von Zahnleiden

Zur Behandlung und Vorbeugung von kranken Zähnen ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

1) Der Säure-Basen-Haushalt
Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht. Eine Übersäuerung des Körpers ist die Grundlage von vielen Beschwerden und Krankheiten. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir haben schlechte Zähne, erkranken häufig und nehmen zu, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

2) Das Bindegewebe
Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken". Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Säuren und Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Zahnschmerzen und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

3) Die Verdauung
Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken. Wir neigen zu schlechten Zähnen, chronischen Erkrankungen, Verstopfung (Obstipation), Blähungen und Magenproblemen.

4) Unser Wasserhaushalt
Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze wegen einer Übersäuerung des Körpers fehlen. Zahnschmerzen und Ödeme (Flüssigkeitseinlagerungen im Körpergewebe) sind die Folge.

5) Die Eiweißverdauung
Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für die Leber und unsere beiden Nieren.

6) Die Fettverdauung
Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind Zahnschmerzen und immer wiederkehrende Beschwerden, Stoffwechselstörungen und Kopfschmerzen.

7) Die Kohlenhydratverdauung
Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht und unsere Beschwerden verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung. Es schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.

Wie Sie die genannten Stoffwechselblockaden überwinden können, lesen Sie im Kapitel "Zahnschmerzen - Kranke Zähne behandeln und vermeiden mit Schüsslersalzen (Biochemie)".

Ernährungsempfehlungen für gesunde Zähne

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten. Chronische Zahnleiden deuten oft auf eine Übersäuerung des Körpers oder auf eine Stoffwechselstörung hin. Achten Sie deshalb auf eine optimale Ernährung. Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor bei der Behandlung und Vorbeugung von Zahnbeschwerden, für eine gute Lebensqualität sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft.

 

Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft sowie der Zähne und Organe zu. Zugleich unterstützen Sie Ihr Immunsystem, Ihren Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und Heilblockaden aufzulösen.

 

Die Aufnahme von „Radikalenfängern“ mit der Nahrung, besonders Vitamin C, ungesättigte Fettsäuren und die Spurenelemente Selen und Zink, kann für ein wirksames Gegengewicht zu den "Freien Radikalen" sorgen. Eine ausgewogene Kost mit viel frischem Obst und Gemüse der Saison und wenig Fertigprodukten kommt Ihrer Gesundheit zugute. Essen Sie vormittags Obst. Die Fruchtsäuren und Vitamine stärken den Stoffwechsel und das Bindegewebe.

 

Die Nahrung führt dem Körper Basen und Säuren zu. Ist die Ernährung säurelastig - und das ist sie bei unserer gegenwärtigen Ernährungsweise fast immer - dann erhält der Körper zu viele Säuren. Auch die allgegenwärtige Acetylsalicylsäure (Aspirin) wirkt negativ auf unser Säurekonto.

 

Die Ursache einer Übersäuerung ist, dass zuviel säurebildende Lebensmittel verzehrt werden, nämlich solche, die viel Eiweiß und Fett enthalten. Eiweiß enthält Schwefel und Phosphor, die zu Schwefelsäure und Phosphorsäure abgebaut werden. Durch den Fettabbau entstehen sogenannte "Ketosäuren", welche ebenfalls zu einer Übersäuerung des Körpers sowie zu Erkrankungen der Zähne führen können. Diese entstehen auch dann, wenn zuwenig frisches Obst, Gemüse und Salat gegessen werden. Das eigentliche Problem ist also die Balance zwischen den Säuren und Basen. Oft wird angenommen, dass sauer schmeckende Lebensmittel auch säurebildend sind. Dem ist keineswegs so. Sauer schmeckende Früchte wie z. B. Zitrusfrüchte enthalten reichlich basische Mineralstoffe, welche die Säuren im Körper neutralisieren.

 

Wir sollten mehr "Lebensmittel" essen – das sind Stoffe, die leben! Viele unserer Nahrungsmittel sind aber tot und machen nur satt (Dosen, Fertiggerichte usw.). Lebensmittel haben eine hohe Vitalität, viele für den Körper wichtige Informationen und sind meist basenbildend, dass heißt mineral- und vitaminreich. Die Mineralien und Vitamine sind organisch gebunden und werden deshalb wesentlich besser aufgenommen als anorganische, die wir in konservierter, gekochter und zerstörter Nahrung finden. Unsere Ernährung sollte deshalb so naturbelassen wie möglich sein.

 

Der gesunde Organismus befindet sich in einem Gleichgewicht von Säuren und Basen, wobei unser Blut und Gewebe basisch ist. Bei der Behandlung und Vorbeugung von Zahnerkrankungen sowie bei länger andauernden und immer wiederkehrenden Beschwerden sollte man stets an eine Übersäuerung des Organismus denken. Deshalb ist neben einer Behandlung der Ursache einer Erkrankung auch eine Ernährungsumstellung notwendig. 80% auf dem Teller sollte basisch, also bunt (Gemüse, Salate) und Fleisch nur die Beilage sein. Meiden Sie säurebildende Lebensmittel.

 

Mehrtägiges Fasten mit Kräutertees, Mineralwasser ohne Kohlensäure und verdünnten Gemüsesäften kürzt die Behandlungsdauer von Zahnschmerzen erheblich ab. Siehe hierzu im Kapitel "Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten". Anschließend basische Kost:

 

1) Meiden Sie Fleisch, Wurst, Weißmehlprodukte, Zucker (Süßes macht sauer), auch Süßstoff und Kaffee.

 

2) Leben Sie einige Zeit zumindest lakto-vegetarisch. Wir verstehen darunter eine fleischfreie Ernährung, die aber Milch- und Milcherzeugnisse akzeptiert.
Erlaubt sind:
Frisches Obst und Gemüse, das schonend gedämpft werden darf. Kartoffeln sollen als Pellkartoffeln zubereitet werden.
Vollkornprodukte (enthalten wichtige B-Vitamine), Weizenbrot, rohe und gekeimte Getreidekörner, Reis, Teigwaren, Hülsenfrüchte und Sojamehl.
Weiterhin getrocknete Früchte, Rohrzucker, Milchzucker, Joghurt, Kefir, Sahne, Butter, Quark, Frischkäse und kaltgeschlagene Pflanzenöle.

 

Kupfer
Kupferreiche Lebensmittel unterstützen den Stoffwechsel, steigern die Abwehrkraft und fördern die Bildung von Bindegewebe, starken Muskeln und Blutgefäßen sowie die Aufnahme von Eisen im Körper. Eisen wiederum ist wichtig für einen intakten Stoffwechsel, gesunde Nerven, eine gute Durchblutung des Körpers, ein starkes Hormon- und Immunsystem sowie zur Behandlung und Vorbeugung von Zahnleiden. Kupfer ist Bestandteil vieler Enzyme und enthalten in Sonnenblumenkernen, Zuckerschoten, Champignons, Avocados, Linsen, Erbsen, roten Bohnen, Nüssen und frischen Datteln. Der Tagesbedarf liegt bei 2 bis 5 mg.

 

Eisen
Eisen ist ein bewährtes Mittel zur Behandlung von Abwehrschwäche und Blutarmut (Anämie, Eisenmangel). Im Blut eines erwachsenen Menschen schätzt man den Gehalt an Eisen auf etwa 3,5 Gramm. Es ist der Träger des Sauerstoffes, den es in der Lunge aufnimmt und an alle Stellen des Körpers liefert, damit der Lebensprozeß ordnungsgemäß vonstatten gehen kann. Deshalb muß Eisen dem Körper täglich durch die Nahrung zugeführt werden.
Eisenreich sind alle Kräuter- und Gemüsearten:
Lauch, Brennessel, Löwenzahn, Sauerampfer, Blutwurz
Minze, Rote Schafgarbe, Melisse, Spitzwegerich, Eisenkraut
Thymian, Lungenkraut, Erdbeere, Hauhechel, Habichtskraut
Brombeere, Frauenmantel, Silbermantel, Wegwarte
Waldmeister, Nußblätter und Weinrebenblätter.

 

Zink
Zink ist als "Körperpolizei" ebenfalls wichtig für ein starkes Immunsystem, den Stoffwechsel, die Schleimhäute, das Bindegewebe, die Zähne, Muskeln, Gelenke und Knochen. Es wirkt entzündungshemmend und aktiviert zusätzlich entzündungshemmende Enzyme. Das ist wichtig zur Behandlung und Vorbeugung von Zahnschmerzen. Reich an Zink sind getrocknete Feigen, Brokkoli, Frühlingszwiebeln, Pinien- und Kürbiskerne, Weizenkleie, Edamer Käse und Haferflocken.

 

Kalium
Vermeiden Sie einen Kalium-Mangel. Kaliumsalze stärken das Herz, die Nerven und Muskeln. Diese Mineralsalze beseitigen Gedächtnisschwäche, Kopfschmerzen, Herzklopfen und viele Krankheiten, die durch Schwächezustände und Erschöpfung verursacht wurden. Sie sind besonders angezeigt bei großer Niedergeschlagenheit. Kalium regelt auch den Wasserhaushalt innerhalb der Körperzellen. Überschüssiges Wasser wird aus den Zellen zu den Nieren transportiert. Fehlt Kalium (wir benötigen täglich 3 bis 4 Gramm), verbleibt das Wasser in den Zellen und verschlackt. Es kommt zu Zahnerkrankungen.
Die Toplieferanten für Kalium sind Sojabohnen aus biologischem Anbau (150 Gramm decken den Tagesbedarf), Paprika (200 g täglich) und Sauerkraut (400 g täglich). Weitere Kaliumlieferanten sind Spinat, Feldsalat, Petersilie, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorngetreide-Produkte. Kaliumhaltige Pflanzen sind Brennessel, Kamille, Bitterklee, Königskerze, Schafgarbe, Vogelknöterich, Melisse, Katzenschwanz, Storchschnabel, Huflattich, Hauhechel, Wegwarte und Holunder.

 

Chrom
Ein Mangel an Chrom kann neben einem gestörten Glucose-Stoffwechsel zu Abwehrschwäche, erhöhten Cholesterinwerten und Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) führen. Chrom wird daher Diabetikern mit Erfolg verabreicht. Besonders chromhaltig sind Bierhefe, Vollkornbrot, weiße Bohnen, Käse und Weizenkeime. Eine starke Bearbeitung und Raffination der Lebensmittel hat einen erheblichen Chromverlust zur Folge. Weißmehl enthält nur noch 10 % des Chromgehalts vom vollen Korn. Ein erhöhter Verzehr von Zucker und Weißmehlprodukten kann daher zu einem Mangel an Chrom führen. Neben diabetesgefährdeten Menschen sollten auch Schwangere auf eine chromreiche Ernährung achten.

 

Kieselsäure
Kieselsäure (Silicea) ist eine wichtige Mineralsubstanz für das Blut. Sie kommt in allen Körperteilen vor. Der Körper braucht Kieselsäure für die Haut-, Haar- und Nagelbildung. Kieselsäure ist das Hauptmittel bei allgemeiner Müdigkeit, Unterernährung, Schwäche des ganzen Körpers, chronischen Leiden, Nervenschwäche, Niedergeschlagenheit und schlechten Zähnen. Kieselsäurehaltige Pflanzen sind, Huflattich, Anserine, Spitzwegerich, Löwenzahn, Kamille, Hohlzahn, Erika, Eichenrinde, Vogelknöterich, Schließgras und vor allem Katzenschwanz (er enthält über 40 Prozent Kieselsäure).

 

Natriumsalze
Natriumsalze halten das Blut dünnflüssig und verhindern Gallenerkrankungen. Sie werden empfohlen bei Magenleiden, Erbrechen, Sodbrennen, Fettverdauungsstörungen (z. B. durch Gallenerkrankungen), Harnsäure (Gicht) sowie bei Krankheiten, die durch ein Zuviel an Milchsäure entstanden sind. Natriumhaltige Kräuter sind Brennessel, Erdbeere, Bärlapp, Löwenzahn, Storchschnabel, Huflattich, Waldmeister, Zinnkraut, Hirtentäschel, Birkenblätter und Brombeeren.

 

Magnesium
Magnesium ist ein Krampf- und Nervenmittel ersten Ranges. Seine gute Wirkung zeigt es vor allem dort, wo das Leiden blitzartig, schießend oder bohrend auftritt. Magnesium wird daher gegen Schmerzen bei verschiedenen Krankheiten, z. B. Gallenleiden, Gallenkolik, bei nervösem Hautjucken, Harnverhaltung und besonders bei Periodenkrämpfen der Frauen als Hauptmittel gegeben. Reiche Zufuhr magnesiumhaltiger Pflanzen bedingt im Körper eine große Festigkeit der Zähne. Tiger-, Panther- und Löwenzähne enthalten eine derartige Menge Magnesium, daß diese fleischfressenden wilden Tiere mit Leichtigkeit Tierknochen zermalmen können. Schlechte Zähne weisen dagegen meist einen Mangel an Magnesium und Kalzium auf. Magnesium trägt auch zur Festigkeit und Straffheit der Muskeln sehr viel bei. Magnesiumhaltige Kräuter sind Kamille, Katzenschwanz, Huflattich, Eichenblätter, Anserine, Löwenzahn, Schlüsselblume, Mistel, Wollblume, Wiesengeißbart, Weidenrinde und Hauhechel.

 

Schwefel
Schwefel spielt in der Heilkunde eine bedeutende Rolle. Dieser Stoff wird besonders bei langwierigen Leber- und Gallenleiden, gegen galligen Durchfall, Krätze und Geschwüre aller Art als Hauptmittel eingesetzt. Schwefelhaltige Pflanzen sind Rettich, Brennessel, Erdbeere, Kamille, Hauhechel, Hirtentäschel, Kalmus und Huflattich.

 

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