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Woher kommt Gott

Georg Todoroff, Diplom-Mathematiker Philosoph

Woher kommt Gott

Ursache und Sinn allen Seins


Zur Ehre Deines Heiligen Namens Vater im Himmel


BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Kapitel 1


Georg Todoroff

 

U N D _ W O H E R _ K O M M T _ G O T T

Ursache und Sinn allen Seins

 

Zur Ehre Deines Heiligen Namens

Vater im Himmel

 

© VERITAS Verlag

Bad Dürrheim 2003

Die Deutsche Bibliothek – CIP-Einheitsaufnahme

Todoroff, Georg:

Und woher kommt Gott? Ursache und Sinn allen Seins / Georg Todoroff. -

Orig.-Ausg., 2. (überarbeitete und erweiterte) Aufl. – Bad Dürrheim: VERITAS-Verlag, 2003

ISBN 3-00-006351-X

 

© VERITAS-Verlag

Philosophisches Institut

Haugenrainstr. 9

D-78073 Bad Dürrheim

Tel.: 07706 / 5921

FAX: 07706 / 922839

georg-todoroff@hotmail.com

www.g-todoroff.de

 

ISBN 3-00-006351-X

2. Auflage 2003

Sämtliche Rechte vorbehalten

Einbandgestaltung und Druck

Druckerei J. Foellmer

 

Joh 1,1-5

Im Anfang war das Wort,

und das Wort war bei Gott,

und das Wort war Gott.

Im Anfang war es bei Gott.

Alles ist durch das Wort geworden,

und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

In ihm war das Leben,

und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht leuchtete in der Finsternis,

und die Finsternis hat es nicht erfaßt.

 

Inhaltsverzeichnis

Im Anfang war das Wort 7

1.1 Im Anfang war meine Geburt 12

1.2 Der Anfang des Ichs 15

1.3 Das Werden des Ichs 25

1.4 Das Finden des Ichs 33

1.5 Das Wachsen des Ichs 40

1.5.1 Der Anfang des Lebenskampfes 41

1.5.2 Die erste Kraftprobe 47

1.5.2.1 Vorbereitungen 66

1.5.2.2 Die Flucht 68

1.5.2.2.1 Die erste Hürde 69

1.5.2.2.2 Die zweite Hürde 73

1.5.2.2.3 Die dritte Hürde 77

 

Im Anfang war das Wort,

und das Wort war bei Gott 80

2.1 Das Werden der Welt 87

2.1.1 Der Weg 87

2.1.1.1 Der Anfang 88

2.1.1.2 Der Sündenfall 91

2.1.1.3 Das Leben 92

2.1.2 Der Weg des Menschen 95

2.2 Der Weg der Welt 98

2.3 Mein Weg in die Welt 99

 

Im Anfang war das Wort,

und das Wort war bei Gott,

und das Wort war Gott. 103

3.1 Die Suche nach Wahrheit 103

3.1.1 Der Kuß des Erwachens 104

3.1.2 Der Durchbruch 105

3.2 Der zweite Anfang 107

 

Im Anfang war das Wort,

und das Wort war bei Gott,

und das Wort war Gott.

Im Anfang war es bei Gott. 108

4.1 Erste Erkundungen 113

4.2 Der steinige Weg 118

4.3 Das Werkzeug 119

4.4 Wissenschaft und Leben 123

4.4.1 Im Anfang des Lebens 126

4.4.2 Die Entwicklung des Lebens 130

4.4.3 Der geistige Werdegang 134

4.4.4 Der Mensch 145

 

Im Anfang war das Wort,

und das Wort war bei Gott,

und das Wort war Gott.

Im Anfang war es bei Gott.

Alles ist durch das Wort geworden,

und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. 163

5.1 Das Wort 167

5.2 Die Zahl 176

 

Im Anfang war das Wort,

und das Wort war bei Gott,

und das Wort war Gott.

Im Anfang war es bei Gott.

Alles ist durch das Wort geworden,

und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

In ihm war das Leben,

und das Leben war das Licht der Menschen. 186

6.1 Die Zeit 194

6.2 Der Raum 200

 

Im Anfang war das Wort,

und das Wort war bei Gott,

und das Wort war Gott.

Im Anfang war es bei Gott.

Alles ist durch das Wort geworden,

und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

In ihm war das Leben,

und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht leuchtete in der Finsternis,

und die Finsternis hat es nicht erfaßt. 212

7.1 Der Anfang des Menschen 225

7.2 Das Sein des Menschen 237

7.3 Die Liebe des Menschen 241

7.4 Die Reifung des Menschen 254

 

Anhang

Einheit des Gegensatzes - das Schöpfungsgesetz 271

Die Urteilchentheorie 273

Mathematik 280

Die Urknalltheorie – eine Idiotentheorie 282

Experimente

Zusammenfassung und Erklärung von Experimenten

und physikalischen Gegebenheiten, welche die

Existenz des Lichtäthers beweisen 286

Die Luftschlösser der Naturwissenschaft 290

Die Falschheit der Relativitätstheorie bildhaft erklärt 295

Natur-Gesetze 296

Die vier Jahrhundertlügen (des 20. Jahrhunderts) 299

Die Torheiten der Wissenschaft (Glaube und Wissen) 302

Evolutionstheorie – eine faschistische Ideologie 310

Reale Existenz Gottes (Gottesbeweise) 312

Der Antichrist 314

Die drei Drei-Einigkeits-Theorien 319

Die Frage nach der kaiserlichen Steuer 322

 

Literaturverzeichnis 327

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Im Anfang war das Wort

Es heißt Im Anfang, nicht Am Anfang. Ein Unterschied, der oft gar nicht wahrgenommen wird. Ist er denn so bedeutungsvoll?

Im Anfang heißt doch mittendrin, mitten im Anfang. Wirklich angefangen haben muß es also vorher, wenn es denn einen Anfang gibt. Das erscheint auch als selbstverständlich, denn bevor Gott mittels des Wortes die Welt erschuf, muß Er selbst existiert haben, lange vor diesem Schöpfungsakt.

Und wenn Gott die Welt erschaffen hat, wer oder was hat dann Gott erschaffen? Kann denn Gott entstehen oder müssen wir die Frage, woher Gott kommt, genauso unbeantwortet lassen wie die Frage, woher denn die Materie kommt? Existiert denn Gott wirklich? Ist Gott nicht nur ein von uns Menschen erfundenes Wesen, damit wir unser Leben besser oder gar überhaupt ertragen können?

Und was lehrt die Naturwissenschaft? Unterliegen unsere Natur-Wissenschaftler keinem Irrtum, so hat Materie die Welt erschaffen. In diesem naturwissenschaftlichen Weltbild wird Gott durch Materie ersetzt. Materie ist, wie Gott, unerschaffbar und unvernichtbar und schon ewig existent. Während Gott mit der Erschaffung der Welt dieser und allen Lebewesen, also insbesondere uns Menschen, einen Sinn (des Lebens) gegeben hat, ist die Entwicklung der Materie zufällig verlaufen. Nach den Lehren der Natur-Wissenschaft ist Materie tot, trägt kein Leben in sich, ist aber fähig, Leben zu erschaffen. Diesen Lebenserschaffungsprozeß nachzuvollziehen ist trotz jahrzehntelanger Anstrengungen (noch?) nicht gelungen.

Wären das ganze Weltall, alle Sterne (Sonnen), unsere Sonne und unser Planet, alles Leben einschließlich wir Menschen rein zufällig entstanden, kann all dem kein Sinn zugrunde liegen. Leben wir Menschen also sinnlos? Hat das Leben wirklich keinen Sinn? Existieren wir wirklich nur zufällig, grund- und sinnlos?

Ist Gott der Schöpfer von Allem, so ist alles Leben. Vor dem Schöpfungsakt waren Gott und das Universum eins. Gott war das Universum. Das Universum war Gott. Außer Gott gab es nichts im Universum. Da Gott lebt, Gott und Leben ein und dasselbe sind, ist Gott Leben. Gott oder das Leben kann nicht etwas erschaffen, was nicht in ihm ist, also etwas Totes. Gott kennt den Tod nicht. Der Tod ist nicht Teil Gottes, folglich kann Gott nichts erschaffen, was dem Tod unterliegt, weil Er sonst etwas erschaffen hätte, was nicht in Ihm ist.

Wir Menschen können nur Menschen zeugen, nicht Tiere und nicht Pflanzen, denn das ist nicht in uns. Jeder, auch Gott, kann nur geben, was er hat, was er in sich trägt. Wäre der Tod ein Teil Gottes, Gott lebte schon lange nicht mehr. Warum nicht? Weil Gott schon ewig lebt. Nach wieviel Ewigkeiten tritt der Tod Gottes ein? Und stürbe Gott, dann ginge mit Ihm das gesamte Universum zugrunde. Wie sollte dann Leben, also ein neuer Gott, entstehen? Und was wäre das für ein Gott, für ein Schöpfer von Allem, wenn Er dem Tod unterläge? Dann wäre doch der Tod die Allmacht und nicht Gott, und der Tod hätte Gott erschaffen, und alles hätte sich dem Tode zu beugen. Wozu aber gäbe es dann Leben? Dann wäre doch der Tod schon ewig Alleinherrscher im Universum gewesen, Ewigkeiten vor der Existenz Gottes?

Wäre der Tod ein Teil Gottes, dann gab es den Tod schon vor der Existenz Gottes. Wozu? Der (absolute) Tod ist tot. Er ist kein Lebewesen, sondern ein Zustand. Tod vermag nichts zu erkennen. Um seine Allmacht gegenüber dem Leben zu demonstrieren, sich daran zu erfreuen, kann der Tod das Leben nicht erschaffen haben. Somit ist die Annahme, Gott und Leben seien nicht identisch und der Tod wäre ein Teil Gottes, nur ein Gedankenspiel. Die Bedeutung solcher Gedankenspiele sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Der Mensch vermag Theorien, ganze Welten zu denken, die das Universum zu realisieren nicht in der Lage ist, was zumindest die Möglichkeit impliziert, daß der Mensch grundsätzlich fähig ist, das gesamte Universum zu erkennen und zu erklären. Die Vorstellungswelt des Menschen übertrifft die reale Welt um ein Vielfaches. Somit beansprucht die Realität nur einen geringen Teil der gesamten geistigen Kapazität des Menschen.

Was hat die Erschaffung der Welt durch Gott für uns Menschen zur Konsequenz? Ist es letztlich nicht bedeutungslos, ob Gott oder Materie die Welt erschaffen hat?

Ist Gott der Schöpfer von Allem, dann ist alles Leben. Wir Menschen wären dann dazu verurteilt, ewig zu leben, uns ewig zu entwickeln.

Hat die Materie das Universum erschaffen und irgendwann auch einmal das Leben, dann ist der Tod Ursprung von Allem und Leben nur eine zeitweilige Entwicklungsform der Materie. Dann endet alles auch wieder im Tod, im Nichts.

Was soll man nun glauben? Was ist wahr? Was ist Wahrheit? Gibt es die Wahrheit, nur eine einzige? Kann man die Wahrheit erkennen, erfassen, um sie wissen? Oder müssen wir letztlich immer glauben? Kann man nicht einfach wissen, ohne irgend etwas glauben zu müssen? Wenn alles erklärbar und die Erklärung bekannt ist, dann braucht man doch nicht mehr zu glauben, dann ist man doch wissend oder?

Im Anfang ist das Wort. Um Wahrheit zu erkennen, brauchen wir Menschen Gott, denn Allwissenheit vermag der einzelne nicht zu erlangen. Erkenntnisse von Menschen sind so vielfältig wie die Menschen selbst und von ebenso viel Irrtümern beladen, wie die Geschichte lehrt. Ohne Gott wären wir dazu verurteilt, ewig nach Wahrheit zu suchen. Selbst wenn wir sie eines Tages gefunden hätten, so ist viel wahrscheinlicher, daß die Menschheit diese Wahrheit wieder verliert und von vorn anfangen muß mit ihrer Suche. Gott allein kann ein Garant sein, daß uns Menschen die Wahrheit bleibt.

Erkenntnis der Wahrheit bedingt Erkenntnis Gottes. Eine Erkenntnis Gottes setzt eine Anerkennung Gottes voraus, was wiederum das Wissen um Seine Existenz voraussetzt. Solche Menschen gab es immer und wird es auch immer geben. Die größere Zahl von Menschen aber will nichts von der Wahrheit wissen. Schon allein deshalb ist dieses Buch nur eines für Suchende.

Um unsere Gedanken auszutauschen, bedarf es des Wortes. Ein Gedankenaustausch ist ein Erkenntnisaustausch. Ein Austausch von Erkenntnissen bedingt in aller Regel neue Erkenntnisse.

Der andere Weg zur Wahrheit in Form einer unmittelbaren Gotteserfahrung ist weitaus schwerer und nur Auserwählten vorbehalten. Dennoch steht alle (lebenswichtige) Wahrheit bereits geschrieben. Im Anfang der Erkenntnis ist das Wort, z.B. ein Buch. Vorher muß der Wille zum Erkennen der Wahrheit geprägt worden sein, das ist die Liebe zur Wahrheit.

Unser naturwissenschaftliches Weltbild vermag nichts wirklich zu erklären. Es beruht in allen wesentlichen Fragen auf Annahmen, auch wenn diese sinnvoll erscheinen mögen. Somit können wesentliche Fragen des Lebens keiner Antwort zugeführt werden. Es bleibt nur ein Achselzucken mit dem Hinweis, daß man sich eben mit einigen Dingen des Lebens abzufinden habe.

Grundlage des naturwissenschaftlichen Weltbildes ist der Energie-Erhaltungssatz. Das ist die Unerzeugbarkeit und Unvernichtbarkeit von Materie. Der Energie-Erhaltungssatz besagt letztlich, daß Materie schon immer existiert und immer existieren wird. Es gibt also keinen Grund für die Existenz von Materie, folglich auch keinen Sinn. Schon allein deshalb kann ein natur-wissenschaftliches Weltbild niemals eine Antwort auf die Frage nach dem Grunde der Existenz des Menschen geben. Denn in diesem Weltbild ist der Mensch ein zufälliges Produkt sich selbst organisierender Materie. Eine grundlose Existenz des Menschen bedingt Sinnlosigkeit. Ist aber bereits die gesamte Existenz von uns Menschen grund- und sinnlos, dann erst recht die Frage nach dem Grunde und dem Sinn. Und doch stellt die Sinnfrage jeder. Warum tun wir das? Weil wir unbelehrbar sind?

Ist Gott Schöpfer und Erhalter von Allem, dann ist Gott Leben. Es ist das Leben, das die Frage nach dem Grunde und Sinn seiner Existenz stellt. Weil Gott Allwissenheit und Allmacht als Schöpfer und Erhalter von Leben, von Allem, verkörpert, ist Gott auch Wahrheit. Alle Wahrheit kennt Gott, alle Wahrheit liegt in Gott, alle Wahrheit kommt aus Gott. Weil Gott Wahrheit ist, und Gott Leben ist, ist Leben Wahrheit und Wahrheit Leben. Die Fragen des Lebens sind Ausdruck der Suche des Menschen nach Wahrheit. Der Glaube ist nur eine Krücke für den Gehunfähigen, welcher ihm erlaubt, ein kleines Stück seines Lebensweges voranzukommen. Wahrheit ist die Kraft, die jeden Kranken heilt und dem Menschen erlaubt, wissend das Leben zu überblicken und der Vollendung seines irdischen Seins bewußt entgegenzustreben.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist letztlich die Frage nach Gott. Weil alles Leben Gott gegeben hat, liegt auch aller Sinn allen Lebens in Gott. Der Mensch als Ebenbild Gottes vermag Gott zu erkennen wie das Kind den Vater und zwar in einem ewig währenden Prozeß. Je erwachsener das Kind wird, desto mehr schwinden die Unterschiede zwischen Kind und Vater, ohne sie jedoch jemals auszulöschen. Bis in alle Ewigkeit bleibt der Vater der Vater und das Kind ein vom Vater gezeugtes.

Gott hat die Welt nicht grundlos erschaffen. Ist der Grund der Existenz der Welt bekannt, ist damit auch die Frage nach dem Grunde der Existenz von uns Menschen beantwortet. Existieren wir Menschen aus einem bestimmten Grunde, so ist der Sinn des Lebens genau in diesem Grunde enthalten.

Wissen wir Menschen, warum wir leben, dann wissen wir auch, wozu.

Gott als Heiliger Vater, als Vater, hat keinen Grund, Seinen Kindern die Erkenntnis der Wahrheit, aller Wahrheit, zu verwehren. Doch leider sind die wenigsten Menschen Kinder Gottes, sondern Seine Geschöpfe.

Wir Menschen geben gern unser Wissen an unsere Kinder weiter. Tun wird das auch mit Nachbarskindern, die uns beschimpfen und mit Schmutz bewerfen? Wer nichts von uns wissen will, der wird auch nichts von unserem Wissen erfahren. Wie will ein Mensch um alle Wahrheit wissen, wendet er sich nicht Gott zu? Wie will Gott uns Sein Wissen schenken, wollen wir von Ihm nichts wissen?

Auch wenn Gott uns Selbst lehrt, so bleibt der Lernprozeß immer derselbe. Niemand versteht alles auf Anhieb, alles baut aufeinander auf. Je komplexer und komplizierter die Probleme, desto mehr Wissen als Grundlage ist zum Verstehen notwendig. Das bedarf Zeit. So setzt auch die Einsicht in die oder die Erkenntnis der Wahrheit, also die Erkenntnis der realen Existenz Gottes oder Lebensweisheit, einen bestimmten seelischen und geistigen Reifegrad voraus. Und auch dieser Prozeß, das seelische und geistige Reifen, ist endlos wie das Leben selbst es ist.

Mit dem Leben schenkt uns Gott alles, nämlich Sich Selbst. In Seiner unendlichen Liebe hat Gott eine geradezu endlose Geduld mit unserer Dummheit (Gegenteil von Weisheit) und unserer Erbärmlichkeit. Immer wieder verzeiht Er uns all die Menschenverachtung, all die Lügen, all den Frevel, den wir seit Tausenden von Jahren in stetig wachsendem Maße begehen. Inzwischen führen wir Menschen in unserer Blindheit einen Krieg gegen Gott (mit der zehnfachen Vernichtungsquote des zweiten Weltkrieges Ende des zwanzigsten, Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts). Wir nennen diesen Krieg Umweltzerstörung. Eine Zerstörung der Umwelt ist eine Zerstörung der Welt, eine Zerstörung der Lebensgrundlagen allen Lebens. Ein Krieg gegen das Leben ist ein Krieg gegen Gott, weil Gott und das Leben eins sind. Es ist der Kampf des Bösen (Satan) gegen das Gute (Gott) um uns Menschen. Satan kämpft um die Macht über uns Menschen, um die Macht über die Schöpfung. Jesus Christus hat die Macht über die Schöpfung aufgrund Seines freiwilligen Todes am Kreuz von Gott erhalten und ist seitdem eingesetzt von Gott als Herrscher und Richter über diese Schöpfung. Doch Satan kämpft um jeden einzelnen. Satan ist wie ein gottloser Mensch - rechthaberisch, verlogen, besserwisserisch. Auch er ist ein Geschöpf Gottes. Aber er ist so hochmütig und verlogen wie wir Menschen - wir Menschen sind so hochmütig und verlogen wie Satan, was dasselbe ist.

Jeder Augenblick unseres Lebens ist eine Entscheidung für Gott, also für Leben und Wahrheit, gekrönt in der Liebe, oder für Satan, also für Habsucht und Hochmut und in Folge davon Lüge und Mord. Der Teufel ist ein Lügner und Mörder von Anfang an. Der Lügner und Mörder gibt es beliebig viele unter uns. Gibt es einen unter uns, den man in die Nähe von Jesus Christus rücken könnte?

Im Anfang war das Wort. Außer Himmel und Erde erschuf Gott alles mittels des Wortes. Als Ebenbilder Gottes ist uns Menschen die Macht des Wortes gegeben. Sie wird stetig unterschätzt. Wer um die Macht des Wortes weiß, der vermag auch zu verstehen, welche Bedeutung die Lüge hat. Die Lüge ist gleichbedeutend der Negierung des Lebens, der Negierung Gottes. Die Negierung Gottes bedingt die Lüge. So ist die Lüge die Voraussetzung für jedwede Form von Menschenverachtung, Mord, Krieg, Umweltzerstörung. Allein die Wahrheit, um die jeder Mensch grundsätzlich wissen kann, vermag uns Menschen auf den richtigen Weg zu führen. Zweitausend Jahre nach dem Wirken Jesu ist nichts so unwichtig geworden wie Wahrheit. Die Menschheit ist der Lüge verfallen und hat aufgehört nach Wahrheit zu suchen. Die Kirchen leben und lehren nicht, was Jesus Christus lehrt. Wissenschaftler suchen vergeblich nach Beweisen für ihre Theorien. In Unkenntnis und entgegen der von ihnen selbst aufgestellten Grundlagen der Erkenntnis zum Zwecke der Vermeidung von Irrtümern, was eben als „wissenschaftlich“ oder als wissen-schaftliche Vorgehensweise bezeichnet wird, behaupten sie die Richtigkeit ihrer Theorien. Folglich lügen sie. Staatsmänner und Politiker benutzen die Lüge schon immer zum Zwecke der Erhaltung ihrer Privilegien. Noch nie hatten Staatsmänner eine sinnvolle, menschenwürdige Gestaltung des Zusammen-lebens aller Menschen zum Ziele. Und in der Wirtschaft ist die Lüge inzwischen eine Notwendigkeit, will man auf dem Weltmarkt bestehen.

Die Lüge bedingt Chaos, Unordnung. Zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts befindet sich die Welt in einem chaotischen Zustand. Ein einziges Beispiel verdeutlicht dies bereits vollständig. Während Millionen Menschen jährlich verhungern, wird gleichzeitig die Nahrungsmittelproduktion weltweit gedrosselt, und stets aufs neue werden Nahrungsmittel vernichtet. Wir alle stehen diesem Chaos ohnmächtig gegenüber. Dafür gibt es nur einen Grund: Uns ist die Wahrheit verlorengegangen. Der Verlust der Wahrheit bedeutet den Verlust des Lebens. In der Lüge liegt kein Sinn, nur der Tod. In der Wahrheit jedoch liegt aller Sinn und alles Leben begründet. Ein Leben ohne Sinn ist kein menschenwürdiges Leben, allenfalls ein Dahinvegetieren. Für jeden von uns ist ein sinnloses Leben unerträglich, auch wenn uns dies häufig gar nicht bewußt ist. Wir üben uns im Verdrängen und stürzen uns in letztlich unbefriedigende Vergnügungen. Es ist eine Todesspirale. Nur die Liebe zur Wahrheit bietet hier einen Ausweg. Denn der Wille des gottlosen Menschen ist nicht frei! Gott wäre nicht Allmacht, bestimmte der Mensch kraft seines freien Willens sein Handeln, z.B. die dann durchführbare Vernichtung unseres Planeten mittels des atomaren und/oder biologischen und/oder chemischen Overkills. Gott ist kein Diktator, aber auch kein Idiot, der Sich von Seinen unwissenden Geschöpfen Seine Schöpfung zerstören läßt.


1.1 Im Anfang war meine Geburt

 

Meine irdische Existenz begann am 11. April des Jahres 1949. Es war ein Montag. Ein Sonntagskind wollte ich wohl nicht werden. Genau siebzehn-einhalb Stunden hatte ich mir dafür zu viel Zeit genommen.

Den Beteuerungen meiner Eltern zufolge war dieser Montag ein selten schöner Frühlingstag. Die Bäume im prächtigsten Grün und in der schönsten Blüte. Strahlend blauer Himmel, angenehm warm, ein Tag voller Hoffnung und Zuversicht in einer völlig zerbombten Stadt. Mit diesem erwachenden Leben „betrat“ ich den Planeten.

Die richtige Lust, hinaus in das kalte Leben zu treten, raus aus der wärmenden, Sicherheit und Schutz bietenden Hülle des Mutterleibes, schien ich wohl nicht gehabt zu haben, was ich heute verstehen kann. Man mußte mich kräftig schlagen, bevor ich den ersten Schrei meines Lebens von mir gab, bevor ich atmete und dadurch ein neuer Erdenbürger wurde.

Das Licht der Welt, das ich zuerst erblicken mußte, war „natürlich“ ein künstliches, das Licht eines Krankenhauses. Ich war häßlich. Meine Mutter wollte nicht glauben, daß ich ihr Kind sei. Sie wollte mich nicht haben. Ich sah wohl aus wie ein Affe. Dünne, schwarze, lange Haare zierten meinen deformierten Kopf. Mein zwei Jahre älterer Bruder war ein hübsches Kind, so daß sich meine Mutter lange nicht mit meiner Häßlichkeit abfinden konnte.

Der Geburtsvorgang verlief alles in allem problemlos und zügig, wie dies beim zweiten Kind häufiger der Fall ist. Wenigstens in dieser Beziehung hatte ich es meiner Mutter nicht so schwer gemacht.

Zweifelsfrei war dieser wunderschöne Montag der erste Tag meines irdischen Lebens. Begann mit diesem Tag aber auch gleichzeitig mein Leben? Lebte ich nicht vielleicht schon vorher? Sicher! Ich lebte schon im Mutterleib. Ab welchem Zeitpunkt aber gab es mich, existierte ich? Existierte ich im Moment der Vereinigung von Eizelle und Sperma oder schon viel früher, vielleicht schon „immer“, noch bevor die Welt existierte? Welche Bedeutung hat die Beantwortung dieser Frage?

Ein Schwangerschaftsabbruch ist Mord, ein durch nichts zu rechtfertigender Eingriff in das Leben eines werdenden Menschen, ein vor Gott nicht zu rechtfertigender Akt des Eingriffs in Seinen Schöpfungsplan. Tieren gestehen wir Schmerzempfinden zu, einem werdenden Menschen, den wir lebendigen Leibes zerfetzen und zerfleischen, offenbar nicht. Niemand weiß, ab welchem Zeitpunkt der Mensch ein Mensch ist. Aber eines wissen wir definitiv: Der Mensch ist werdend vom Augenblick des Eindringens der Samenzelle in die Eizelle, und diesen Augenblick kennt auch wieder keiner.

Sind wir damit einen Schritt weiter bzgl. der Frage nach dem Ich? Woher kommt die Seele? Existiert das Ich, also der seelisch-geistige Mensch, das ist der Mensch ohne Körper, bereits zum Zeitpunkt der Befruchtung der Eizelle? Nur Gott weiß das.

Psalm 139,13-18 (von David):

Du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke Dir, daß Du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind Deine Werke. Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder Dir nicht verborgen. Deine Augen sahen, wie ich entstand, in Deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war. Wie schwierig sind für mich, o Gott, Deine Gedanken, wie gewaltig ist ihre Zahl. Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand. Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei Dir.

 

Jesaja 43,7

Jeden, der nach Meinem Namen benannt ist, habe Ich zu Meiner Ehre erschaffen, geformt und gemacht.

 

Sacharja 12,1

Der Herr hat den Himmel ausgespannt, die Erde gegründet und den Geist im Innern des Menschen geformt.

 

Viele glauben, daß wir wiedergeboren werden, also schon einmal gelebt haben und wieder auf der Erde leben werden. Gott lehrt das nicht. Andere glauben, daß das Leben des Menschen mit dem Tode (des Körpers) ende, folglich frühestens mit der befruchteten Eizelle begonnen haben kann, spätestens mit der Geburt.

Ist es wichtig, zu wissen, seit wann wir leben? Das ist nur wichtig für Mörder, „Ärzte“, die heute mit der fünffachen Vernichtungsquote des zweiten Weltkrieges Menschen im Mutterleib töten, klinisch rein. Allein in Deutschland erreicht die Ärzteschaft die Vernichtungsquote der Konzentrationslager des Massenmörders Hitler, fünfhunderttausend pro Jahr (wird geschätzt).

Können wir die Frage beantworten, ob das Leben mit dem Tode des Körpers endet, ob also der Tod uns „geboren“ hat, wie das die Naturwissenschaft lehrt mittels der Evolutionstheorie, der Entstehung von Leben, so werden wir auch um den Frevel wissen, den wir in Gottes Angesicht begehen.

Wir alle entwickeln uns unterschiedlich schnell. Betrachtet man jedoch die immensen Unterschiede zwischen Menschen in allen Bereichen, insbesondere die weit auseinanderklaffenden Grade seelischer und geistiger Reife, so erscheint es doch geradezu als sicher, daß solche Entwicklungsunterschiede auf mehrere irdische Leben zurückzuführen sind. Hierbei ist natürlich voraus-gesetzt, daß wir alle an der gleichen Startlinie mit unserer Entwicklung beginnen. Wir könnten also in unsere eigene Vergangenheit schauen, sehen wir Menschen, die sich in ihrem Leben begnügen mit einer Form ihrer Existenz, die sich von der Existenzform eines Tieres nur unwesentlich unterscheidet, weil sie vielleicht das erste Mal auf unserem Planeten weilen, also am Anfang der Menschwerdung stehen. Und wir können in unsere Zukunft schauen, wenden wir den Blick Jesus Christus zu und richten unser Leben an Ihm aus, wie dies immer wieder Menschen tun, Menschen, die jeder von uns bewundert, wissend um die eigene Schwäche, solches zu vollbringen. Diese Kraft, all den vermeintlichen Freuden, welche diese Welt zu bieten hat, zu entsagen, weil sie im Vergleich zu dem Glück, welches uns nach dem Tode erwartet, nur wie Schmutz wirken, können wir vielleicht gar nicht in nur einem (irdischen) Leben erlangen. Es ist ein schwerer und sicher auch langwieriger Entwicklungsprozeß. Bietet ein einziges irdisches Dasein dafür genügend Zeit? Wer glaubt, der weiß es. Wer glaubt, daß die Bibel Gottes Wort enthält, der weiß es.

 

Hebräer 9,27

Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt, ...

 

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, sagen wir. Es gibt aber nur zwei Reiche, Gottes Reich und die Hölle, das ist das Reich, in welchem Satan für alle Ewigkeiten leben wird. Reinkarnation, ein nochmaliges Leben auf Erden, ist ausgeschlossen. Wer unbedingt ein weiteres irdisches Dasein durchleben möchte, lebt in der Lüge. Die unterschiedlichen seelischen und geistigen Reifegrade von Menschen sind nicht nur mittels Reinkarnation zu erklären, denn die Eltern tragen weit mehr Verantwortung für ihre Kinder als wir gemeinhin glauben oder wahrhaben wollen. Keineswegs beginnen wir alle an der gleichen Startlinie. Der seelische und geistige Reifegrad der Eltern und ihr Verantwortungsbewußtsein, die Gottesnähe oder Gottesferne der Eltern und der Zeugungsakt selbst haben vermutlich wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung des Kindes.

 

Exodus 34,6-7

Und der Herr rief aus: „Der Herr ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Gnade und Treue, der Tausenden die Treue wahrt, der Schuld, Frevel und Sünde vergibt, aber niemand frei ausgehen läßt, sondern die Schuld der Väter an Kindern und Kindeskindern heimsucht, am dritten und vierten Geschlecht.“

 

Intelligenz, Wissen, Klugheit und ähnliches sind nicht notwendig, um in das Reich Gottes zu gelangen.

 

Lukas 18,16

Jesus aber rief die Kinder zu Sich und sagte: Laßt die Kinder zu Mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.


1.2 Der Anfang des Ichs

 

Setzt man die ersten vier Jahre als Kleinkindstadium an, dann ist dieser Zeitraum wohl der schönste im Leben eines Menschen - behütet, umsorgt, geliebt. Andererseits lehren psychologische Erkenntnisse, daß die ersten vier Jahre den Charakter eines Menschen prägen, sozusagen die Weichen stellen fürs Leben. Aber das ist Menschenweisheit.

Als Kleinkind war ich blond und gelockt. Jeder hielt mich für ein Mädchen. Meinem Vater gefiel das, denn ich sollte eine Tochter werden. Sein Leben lang hat mein Vater jedem dieselbe Geschichte erzählt: In der Straßenbahn hätte jemand ernsthaft daran gezweifelt, daß ich ein Junge sei. Auch durch noch so viel Redekünste und Beteuerungen sei er nicht zu überzeugen gewesen. So hätte mein Vater den Beweis antreten und mir die Hosen runterlassen müssen.

Fünf Tage vor meinem 44. Geburtstag ist mein Vater gestorben. Lange vorher hatte er aufgehört zu leben. Soweit ich mich erinnere, wollte er mir nur noch einmal in meinem Leben die Hosen runterlassen. Zum Glück ist es ihm nicht gelungen. Wir hätten uns nie wieder gefunden.

Meine Häßlichkeit hatte sich inzwischen gewandelt, wie beim häßlichen Entlein. Ich war zu einem Sonnenscheinbaby geworden, wenn auch eines mit sturem Kopf. Dunkel erinnere ich mich an die Weichheit der Brust meiner Mutter, an den Geschmack der Muttermilch, der wohl ähnlich dem des Fruchtwassers ist, und an das Wohlbefinden, welches mich jedesmal ergriff, stillte mich meine Mutter. Ganz, ganz selten gibt es Situationen, in denen ich glaube, wieder diesen Geschmack der ersten Lebensmonate in Mund und Gaumen zu spüren. Gerade weil diese Erlebnisse so selten sind, ich nicht weiß, woher ich diesen Geschmack kenne, glaube ich, daß hier eine Erinnerung wachgerufen wird, zu der wir normalerweise keinen Zugang haben.

Im Gegensatz zu den meisten Tieren sind wir Menschen bei Geburt mit fast gar keinen Fähigkeiten ausgestattet. Außer zu schreien und zu saugen vermögen wir nichts. Steppentiere müssen unmittelbar nach der Geburt bereits laufen, Meeresschildkröten gar laufen und schwimmen können.

So haben wir Menschen im Vergleich zu Tieren die geringsten Fähigkeiten am Anfang unseres Lebens, erreichen dafür aber Entwicklungsstufen, die keinem Tier zugänglich sind - Einheit des Gegensatzes.

Die Entwicklung meines Körpers verlief normal, auch wenn mein Körpergewicht sich immer an der unteren Grenze bewegte. Bis Anfang Zwanzig blieb das so, ein dürrer Hecht, einigermaßen sportlich und meist der Kleinste und damit auch der Schwächste in der Schulklasse.

Es sind die Schwachen, die überleben, möchte man meinen.

 

2 Korinther 12,9

Er (Gott) aber antwortete mir (Paulus): Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit.

 

Homo robustus, eine besonders (körperlich) robuste Form Menschenartiger, aufrecht gehend, hat nicht überlebt. Ebensowenig haben die Dinosauriere überlebt, obwohl sie etwa 2 Millionen Jahre die Beherrscher unseres Planeten gewesen sein sollen, glauben wir den Behauptungen unserer Naturwissen-schaftler. Wir Menschen existieren erst seit sechstausend Jahren, glauben wir unserem Schöpfer, oder vielleicht seit dreißig- bis vierzigtausend Jahren, glauben wir unseren Naturwissenschaftlern, was auch nicht gerade lange ist. Und heute sieht es keineswegs so aus, als könnten wir Menschen eine größere Zeitspanne auf unserem Planeten überleben als es die Dinosauriere in einer wesentlich lebensfeindlicheren Umgebung vermochten. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Vielleicht müssen wir uns tatsächlich erst an den Rand eines Abgrundes manövrieren, um es zu begreifen, ein- für allemal. Vielleicht lernen wie diesmal aus der Geschichte. Die Zeiten der Wunder sind keineswegs vorüber.

Ein Ende der Entwicklung wird von keinem der beiden Weltbilder postuliert. Das naturwissenschaftliche Weltbild lehrt eine ewige Entwicklung der Materie, also des Todes, wie immer das möglich sein soll. Gott lehrt Seinen Geschöpfen Seine ewige Existenz, also die ewige Entwicklung des Lebens und die Unzerstörbarkeit des Seins eines jeden Menschen, also auch die ewige Entwicklung von uns Menschen - Einheit des Gegensatzes (beider Weltbilder).

Ein halbes Jahr nach meiner Geburt, am 7. Oktober 1949, wurde die Deutsche Demokratische Republik gegründet, der erste Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden, wie sich dieser Staat zu nennen pflegte. Ziemlich genau vierzig Jahre später wurde diese Republik, der ich 1972 den Rücken gekehrt hatte, von der Geschichte (oder von Gott?) getilgt. Ist es Zufall, daß Jesus Christus vierzig Tage fastend in der Wüste umherirrte, geführt vom Heiligen Geist, die Israeliten vierzig Jahre in der Wüste umherirrten nach dem Auszug aus Ägypten, bevor sie den Jordan überschreiten durften? Die berühmten Montagsdemonstrationen in Leipzig begannen stets nach einer Versammlung der Demonstranten in der Kirche, nach Gebeten.

 

Lukas 4,1

Erfüllt vom Heiligen Geist, verließ Jesus die Jordangegend. Darauf führte Ihn der Geist vierzig Tage lang in der Wüste umher, ...

 

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein halbes Jahr früher, im Mai 1949, gegründet worden, also nur einen Monat nach meiner Geburt. Vierzig Jahre brauchte es, bis ich in einem geeinten Deutschland leben durfte, geboren in einem zerstörten, aber noch nicht geteilten Deutschland.

Kurz nach meinem vierzigsten Geburtstag zerfiel meine Ehe und kurz nach dem vierzigstens Jahrestag der DDR dieser Staat.

Das sogenannte Wirtschaftswunder konnte aufgrund der Währungsreform und des Marshall-Planes, des Planes des damaligen Außenministers der USA zum Wiederaufbau Europas, mit Gründung der BRD beginnen. In der damaligen sowjetischen Besatzungszone endete die Nachkriegszeit noch lange nicht. Selbst fünfundzwanzig Jahre nach Kriegsende war die Zahl der Ruinen in Dresden noch so groß, daß der Krieg allgegenwärtig war.

Anfang April geboren heißt Widder - das erste Sternzeichen im astrologischen Kalender. Und nach chinesischer Astrologie, in welcher ein Tierzeichen jeweils für ein ganzes Jahr gilt, bin ich ein Büffel. Welch Kombination - zweimal gehörnt. So stur war ich auch als Kleinkind. Noch heute habe ich die verzweifelten Klagerufe meiner Mutter im Ohr. Wenn ich nicht wollte, dann gab es nichts, was meinen Willen zu brechen oder zu ändern vermochte. Weder Schokolade, die es allenfalls einmal im Jahr gab, noch die schönsten Versprechungen, keine Drohung und keine Bestrafung konnten meinen Entschluß ändern. An solch einem Kind kann man nur verzweifeln. Zum Glück war ich nicht allzu häufig so bockig, wie das meine Mutter zu nennen pflegte. Heute nenne ich das: Entscheidungen fällen. Habe ich eine Entscheidung gefällt, dann ist diese auch eine solche, d.h., sie wird von mir nicht mehr revidiert. Auch wenn ich mich an keine Ausnahme erinnere, so glaube ich doch, daß dies nur eine Regel ist. Auf jeden Fall bedenke ich jede Entscheidung reiflich, bevor ich eine fälle, und treffe auch sehr selten eine.

Mein Vater, damals noch Student, versuchte in dieser Zeit des Hungers bis in die fünfziger Jahre hinein seine Familie durch illegale Einkünfte zu ernähren. Ich erinnere mich noch, wie wir Kaffee rösteten. Stundenlang wurden Kaffee-bohnen aus einem ganzen Sack in einen Tiegel geschöpft und geschwenkt, bis sie braun waren. Natürlich entstand dabei ein ganz fürchterlicher Qualm, so daß diese Arbeit nur bei offenem Fenster zu bewerkstelligen war. Die gesamte Nachbarschaft wußte also davon. Aber in dieser Zeit kämpften alle noch ums Überleben. Denunziantentum erlebe ich erst heute. Den Kaffee hat mein Vater gegen Butter und Brot eingetauscht. Dann gab es ein Festessen, denn Butter war etwas ganz besonderes.

Im Alter von etwa zwei Jahren mußte ich von Sonntag abend bis Samstag mittag, also jeweils für eine ganze Woche, in ein Heim für Kleinkinder. Meine Mutter mußte etwas dazuverdienen. Ich war also die ganze Woche getrennt von meinen Eltern, nur am Wochenende zu Hause. Dieser Umstand hat tiefe seelische Wunden in mir geschlagen. Um in dieses Heim zu gelangen, waren wir fast eine Stunde mit der Straßenbahn unterwegs. Bereits beim dritten Mal fing ich nach der Hälfte der Strecke fürchterlich an zu schreien. Das hat meine Mutter nicht lange durchgehalten. Wohl bereits das nächste Mal ist sie nach einem Drittel der Strecke umgekehrt und hat das Problem an meinen Vater delegiert. Ich war nicht zu beruhigen, und daran erinnere ich mich noch heute, wenn auch nur undeutlich und mehr gefühlsmäßig. Es war eine mich völlig überfordernde Belastung. Mein Vater hat es auch nur einmal durchgestanden.

Die meiste Zeit in diesem Wochenheim saß ich still in einer Ecke und wartete darauf, endlich wieder nach Hause zu dürfen, völlig verzweifelt und viel weinend. Das ging wohl einige Wochen so. Auch die sicherlich sehr freundlichen und hilfsbereiten Damen dieses Heimes sind an mir verzweifelt. Ich war zu nichts zu bewegen. Der Schmerz saß so tief, daß auch ein zeitweiliges Vergessen nicht möglich war. Ich wollte nur nach Hause. Bis zu meiner Lebens-übergabe an Jesus Christus in meinem fünfundvierzigsten Lebensjahr war ich nicht fähig, vergleichbare Situationen zu meistern. Wenn ich damals diese Wochen erlebt habe als ein Verstoßenwerden durch meine Mutter, so mußte es wohl so sein, daß ich viel später, mit vierzig Jahren, von meiner Partnerin verstoßen worden bin und, damit ich es auch wirklich begreife, vier Jahre später, also im Alter von vierundvierzig, noch ein zweites Mal von einer Frau, mit welcher ich einen neuen Anfang wagen wollte.

Aus psychotherapeutischen Behandlungen mittels Rückführung ist bekannt, daß ein nochmaliges Durchleben der gleichen Situation, welche eine Krankheit verursacht hat, diese Krankheit zur Heilung bringen kann. Die Hoffnung, von diesem Trauma der Kindheit befreit und damit geheilt zu werden aufgrund des nochmaligen Durchlebens einer vergleichbaren Situation, hat sich nicht erfüllt. Erst Gott hat mich geheilt in Jesus Christus.

Thorwald Dethlefsen hat wohl als einer der ersten in Deutschland diese Rückführungs-Heilmethode angewandt. Während seine Patienten sich in Hypnose befanden, hat er sie in ihre Vergangenheit zurückgeführt, sie ihr eigenes Leben noch einmal durchleben lassen. Oft haben diese Patienten noch einmal ihre Geburt erlebt und sind auch in ihr vorangegangenes (irdisches) Leben vorgedrungen, laut Deutung dieser „Erlebnisse“. Bisher ist die Tatsache nicht erklärbar, daß Menschen von ihrer Krankheit geheilt sind, erleben sie die krankheitsauslösende Situation noch einmal. So hatte beispielsweise eine Frau ihr Leben lang schwere Kopfschmerzen, bis Dethlefsen sie ihre eigene Geburt noch einmal durchleben ließ. Die Mutter dieser Patientin war bei der Geburt ihres Kindes allein und ließ das Kind, stehend in einer gebückten Haltung, kopfüber in einen Eimer plumpsen, was die Kopfschmerzen verursachte. Nach dem nochmaligen Erleben des Geburtsvorganges war die Patientin beschwerde-frei. Dieser Umstand ist so weitreichend, will man ihn erklären, daß dazu dieses gesamte Buch notwendig ist. Thorwald Dethlefsen vermag heute übrigens seine Patienten bei vollem Bewußtsein, also ohne Hypnose, in ihr vergangenes Leben bis einschließlich in frühere Leben zurückzuführen, schenkt man seinen Aussagen Glauben. Auf jeden Fall ist tatsächlich jeder Augenblick unseres Lebens in uns gespeichert. Das setzt unerschöpfliche Kapazitäten voraus.

Zwei schöne, wiederkehrende Lebenssituationen, an die ich mich gern erinnere, müssen mich auch seelisch (charakterlich) geprägt haben, sonst hätte ich sie sicherlich nicht so deutlich in Erinnerung. Da war einmal Weihnachten. Mein Vater hatte irgendwoher eine elektrische Eisenbahn aufgetrieben, Spur H0, zwei Weichen, also immerhin schon zwei Kreise, einen großen, beleuchteten Bahnhof, einen kleinen unbeleuchteten, ein paar Bäume und Häuschen, Männchen und sonstiger Kleinkram und natürlich einen Zug, eine Lokomotive mit Tender und vier Waggons. Ich war noch keine zwei Jahre alt. Das weisen Fotografien aus. Doch diese Eisenbahn war immer meine größte Weihnachtsfreude. Ich hatte mir einen Zirkuswagen erkoren, zwei Pferde, die einen Tierkäfigwagen zogen, größer als meine Hand. Den schob ich immer auf der Eisenbahnplatte herum, bis ich alt genug war, die Eisenbahn selbst zu bedienen.

Noch heute ist eine Dampflokomotive für mich das Symbol einer Maschine. Sie keucht und schnauft als würde sie leben, und man sieht, wie sie arbeitet. Alles ist offen, alles ist erkennbar - die Kraft dieser Maschine, die in dem riesigen Kessel gebraut wird und laut zischend wie ein Drache in eine Fortbewegung umgewandelt wird, die vielen Stangen und Räder, die sich drehen und hin und her pendeln, geradezu ein Wirrwarr von Bewegungen und doch ein perfektes Zusammenspiel mit nur einem Ziel: Vorwärtskommen.

Als Kleinkind hatte ich noch die Fähigkeit, mich so richtig in meine Eisenbahn hineinzuversetzen, ein Teil der Lokomotive zu sein. Es waren tatsächlich Gefühlserlebnisse, fuhr die Lokomotive über schwierige Schienenstränge, auf welchen sie zu entgleisen pflegte, fuhr man auch nur ein klein wenig zu schnell.

Die andere, positiv prägende Erfahrung waren die Besuche bei der Großmutter, der Mutter meiner Mutter. Meinen Großvater mütterlicherseits habe ich nie kennengelernt. Er war schon vor meiner Geburt verstorben.

Die Großmutter lebte in einem Dorf unweit von Dresden auf einem Bauernhof in Miete. Kühe, Schweine, Gänse und Hühner, Hund und Katze, alles war hier zu finden. Mit der Mutter spielten wir Verstecken auf dem Feld in Strohpuppen, brachten Heu und Getreide ein und konnten so das Landleben kennenlernen. Schon das Eßgeschirr der Großmutter begeisterte mich, diese Kaffeetöpfe in Rot mit großen weißen Punkten oder in Weiß mit roten Punkten, wunderschöne alte Möbel, wenn auch vom Holzwurm zerfressen, bis hin zur Wärmflasche, die diesen Namen noch verdiente, weil es wirklich eine riesige Flasche war aus Steingut. Das Zimmer war klein, Herd und Spüle in der Küche viel kleiner als wir das heute kennen, also gerade für Kinder überschaubarer. Und doch ist in meiner Erinnerung alles viel größer als es mir dann bei einem erneuten Besuch als erwachsener Mensch erschien.

Mitten in all diesem Leben auf einem Bauernhof konnte auch ich aufleben. Diese Nähe zur Natur, die Einfachheit des Lebens, dieses ursprüngliche, untechnisierte Leben hat mich geprägt. Stetig zieht es mich aufs Land. In einer Großstadt vermag ich nicht glücklich zu werden. Mein Bruder hingegen lebt nach seinem Auszug aus dem Elternhaus mit Anfang Zwanzig in Berlin, einer von vielen Gegensätzen zwischen uns, die uns nur schwer zueinander finden lassen.

Ein Problem, das ich wohl nie lösen werde, ist die Frage, ob ich dieses Dorf Fördergersdorf und vergleichbare nur deshalb als so schön empfinde, weil ich als Kind zumindest zeitweilig dort gelebt habe oder ob dieses Dorf in seiner Lieblichkeit mit einer leicht abschüssigen Straße, mittig längs durchs Dorf laufend, leicht gewunden, rechts und links an kleinen Hängen die Häuser und Gestüte, wirklich schön ist. Vermutlich wird beides eine Rolle spielen.

Vierzig Jahre staatsmonopolistischer Kapitalismus, real existierender Sozialismus genannt, haben selbst dieses entlegene Dorf nicht verschont und in einem grauen Einerlei versinken lassen. Doch das Leben ist unzerstörbar. Kurze Zeit nach dem Zusammenbruch des Ostblocks hat auch dieses Dorf begonnen, in seiner ursprünglichen Schönheit zu erblühen.

Die durch und durch von Humanismus und Menschenwürde geprägten Gedanken von Karl Marx und Friedrich Engels, den Begründern der kommunistischen Ideologie und damit der theoretischen Grundlagen eines jeden sozialistischen Staates, wiesen nur einen, aber eben alles entscheidenden Fehler auf, wie die Geschichte lehrt. Dieser Fehler läßt sich zusammenfassen in dem Wort Hybris.

Man erinnere sich an die Titanic. Dieses Schiff überlebte seine Jungfernfahrt nicht. Es sank, obwohl es als unsinkbar galt. Das ist Hybris. Der Mensch soll sich nicht über Gott, über das Leben erheben. Wir Menschen sind nur ohnmächtige Würmer, hilflos der Allmacht Gottes ausgeliefert. Wäre dieses Schiff von seinen Erbauern nicht als unsinkbar apostrophiert worden, sondern hätte man sich nur ein klein wenig bescheidener gegeben, die Titanic wäre noch heute auf allen Weltmeeren zu Hause.

Genau diese Hybris ist ein Pfeiler der marxistisch-leninistischen Philosophie, wie sie offiziell bezeichnet wird. Das niedergeschriebene Ziel von Marx und Engels war die Errichtung des Reiches Gottes auf Erden ohne Gott, die Gestaltung eines menschenwürdigen Zusammenlebens aller Menschen, wie das die Geschichte zu keinem Zeitpunkt und an keinem Ort kennt.

Die marxistisch-leninistische Ideologie, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts entwickelt, geboren aus der Not und dem Elend von Millionen, ist die erste materialistische Philosophie in der Geschichte der Menschheit, also die erste Philosophie, welche die Materie zum Ursprung von allem erhebt. Das bedingt eine Negierung Gottes. Damit aber haben sich weder Marx noch Engels zufriedengegeben. Und an dieser Stelle sollte man einen Moment lang innehalten, um sich klar zu werden darüber, was dieses materialistische Weltbild, identisch mit dem heutigen naturwissenschaftlichen Weltbild, eigentlich lehrt. Marx und Engels behaupteten, wissenschaftlich beweisen zu können, daß es Gott nicht gibt. Man merke auf! In dieser Ideologie ist es möglich, das Nichts zu beweisen. Diesen Satz braucht man nur anders zu formulieren, um seinen Wahrheitsgehalt zu erkennen: Diese Ideologie beweist nichts, denn sie behauptet, etwas, das ist Gott, was es nicht gibt, in seiner Nichtexistenz beweisen zu können, also die Existenz von nichts.

Das Nichts, etwas nicht Existierendes, ist nicht zu beweisen. Beweisen läßt sich nur etwas, was existiert. Es ist von vornherein unmöglich, zu beweisen, daß es Gott nicht gibt.
In der Mathematik kennt man sogenannte Widerspruchsbeweise. Man setzt etwas bestimmtes voraus, führt dies über eine logische Gedankenkette zu einem klar erkennbaren Widerspruch und hat damit bewiesen, daß das Vorausgesetzte falsch ist. Die einzige Möglichkeit also, die Nichtexistenz Gottes zu beweisen, wäre, die Annahme der realen Existenz Gottes zu treffen, um diese Annahme zu einem Widerspruch zu führen, nach der einfachen Devise: Gäbe es Gott, dann wäre die Welt so und so gestaltet und/oder funktionierend und keineswegs so, wie wir sie vorfinden. Ein solcher Beweis setzt die absolute Kenntnis Gottes voraus. Denn woher wollte man wissen, wie Gott die Welt gestaltet hätte, kennt man ihn gar nicht? Erkennen Sie den unauflösbaren Widerspruch, etwas nicht Existierendes in seiner Nichtexistenz beweisen zu wollen? Gottes Wirken und Pläne zu kennen setzt die Existenz Gottes voraus. Und dieser Frevel von Marx und Engels, sich über Gott zu erheben und zu behaupten, den Weltenplan entschlüsselt zu haben, Gott in die Karten schauen zu können, ist so gigantisch, daß er nicht zu überbieten ist. Genau darin aber ist das Teuflische, also das Wirken Satans zu erkennen.

Satan ist prinzipiell identisch mit uns Menschen, unsterblich wie wir. Satan repräsentiert die Gottlosen. Gott erschuf Satan als Satan, nicht als den Lichtengel Luzifer. Luzifer ist kein Begriff der Bibel; er kommt nicht ein einziges Mal vor.

 

2 Korinther 11,14

Auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichts.

 

Das Märchen, der Teufel sei der gefallene Lichtengel Luzifer, ist eine Erfindung Satans. Die allermeisten Christen glauben diese Lüge, weil sie den Schöpfungsplan nicht verstehen und sich deshalb nicht vorstellen können, daß Gott das (vermeintlich) Böse, also den Teufel, erschaffen hat. Doch Satan ist ein Sohn Gottes.

 

Hiob 1,6

Eines Tages kamen die Gottessöhne, um vor den Herrn hinzutreten; unter ihnen auch der Satan.

 

Und wenn Gott uns erklärt:

 

Johannes 8,44

Ihr habt den Teufel zum Vater und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt. Er war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.

 

dann können wir es wieder einmal besser wissen und Gott zum Lügner machen oder einfach nur Gott glauben. War der Teufel ein Mörder und Lügner von Anfang an, dann kann er niemals ein Lichtengel gewesen sein. Ist Satan ein Sohn Gottes, dann war er niemals ein Engel.

Jesus Christus ist ein Sohn Gottes, der monogene Sohn Gottes. Jesus Christus ist einzigartig (mono). Seine Einzigartigkeit besteht darin, daß Er vollkommen eins (monogen) ist mit Gott. Satan als Sohn Gottes ist vollkommen uneins mit Gott.
Weil das noch immer nicht allzuviel erklärt:

Weisheit 2,24

Durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt, und ihn erfahren alle, die ihm angehören.

Was zeichnet das Eins-Sein mit Gott aus und was das Uneins-Sein? Eins-Sein mit Gott heißt, nicht mehr seinen eigenen Willen, sondern nur noch den Willen Gottes zu vollbringen. Jesus Christus hat dies vollbracht bis hin zum freiwilligen Tod am Kreuz, indem Er Sich aufgab. Deshalb ist die Aufgabe des Menschen die Aufgabe seines eigenen Wollens und Strebens. Durch Seinen freiwilligen Tod am Kreuz und Seine Auferstehung hat Jesus Christus uns bewiesen, daß es Gott tatsächlich gibt, daß jeder Mensch Gott total vertrauen kann und soll, denn Gott vermag auch Tote wieder zum Leben zu erwecken, und daß das höchste aller Ziele eines jeden Menschen das Eins-Werden mit Gott in und durch Jesus Christus ist.

Was zeichnet nun Satan aus, uneins mit Gott und Gegenspieler Jesu?

J.W. Goethe läßt den Teufel in seinem berühmten Werk Faust sagen:

Ich bin ein Teil von jener Kraft,
die stets das Gute will und stets das Böse schafft.

 

Was kann der Teufel Gutes wollen? Satan will das Gute für sich. Das Gute für sich zu wollen (Eigenliebe) schafft das Böse. Indem wir das Gute für uns wollen, Reichtum, Gesundheit, Macht, Glück, schaffen wir das Böse, folgen wir Satan, haben wir den Teufel zum Vater. Göttlich ist, das Gute für andere zu wollen (Nächstenliebe) - allein dadurch wird Jesus Christus zum monogenen Sohn Gottes, und genau deshalb hat Gott Jesus Christus eingesetzt als Herrscher und Richter über Seine Schöpfung.

Selbstverständlich weiß Satan um die Existenz Gottes, denn Gott redet mit Seinen Söhnen. Aber Satans Hochmut läßt nicht zu, sich unter Gottes Willen zu beugen, demütig zu sein. Wer sich aber nicht unter die Allmacht beugt, der will letztlich selber Gott sein. Deshalb erklärt Satan zunächst den meisten Menschen, daß es ihn, Satan, gar nicht gäbe und schon gleich gar nicht Gott. Wir Menschen nehmen solche Lügen mit Freuden auf, weil wir dann glauben dürfen, niemandem Rechenschaft schuldig zu sein für all unsere Menschen- und Lebensverachtung, für unsere Gottesverachtung.

Die gesamte Geschichte ist von solchen Menschen geprägt, von Knechten Satans. Exakt dieser Hochmut, die Wahnvorstellung, die Welt beherrschen zu können, also das Bedürfnis, Gott spielen zu wollen, was Gottesleugnung voraussetzt, ist die Ursache all des Leides und des Elends auf dieser Welt, und zwar definitiv die einzige Ursache.

Noch nie hatte eine solche Lebenseinstellung Bestand. Nicht umsonst wurde der Umbruch der Gesellschaft zumindest in der DDR in Kirchen vorbereitet. Ohne Gott hat einfach gar nichts Bestand. So gesehen ist die DDR ein Symbol für den Werdegang einer gottlos geführten Gesellschaft. Gott ist Leben. Ein Leben ohne Gott ist ein substanzloses Leben, es ist lebensfeindlich, was der unglaubliche Zerfall an Gebäuden, der Raubbau an der Natur, die menschen-verachtende Umweltzerstörung, die Degradierung der Menschen zu Arbeitstieren, die geistige und seelische Verarmung der Menschen in einer solchen Diktatur unter Beweis stellen.

Ich wäre nie zu meinen heutigen Erkenntnissen gelangt, hätte ich die DDR nicht verlassen. Davon wußte ich natürlich nichts in meiner Kindheit. Wie verhält es sich also mit den Erkenntnissen der Psychologie, daß die ersten vier Jahre unseres Lebens den Charakter eines Menschen im wesentlichen prägen? Irgendwie versuchen wir ja doch, das Glück der Kindheit wieder zu erlangen, eine Zeit, in der die Probleme so klein waren, daß wir froh wären, gäbe es heute keine anderen. Vielleicht ist es aber auch nur die Sicherheit, die Geborgenheit, die wir ersehnen, die Möglichkeit, jedes uns überfordernde Problem zu delegieren, an die Eltern abzugeben, um dadurch problemfrei leben zu können. Aber genau hierin liegt die uns allen auferlegte, schwere Aufgabe - erwachsen zu werden. Den wenigsten gelingt dies. Wir schlagen uns mehr schlecht als recht durchs Leben und sterben meist, ohne einen höheren seelischen und geistigen Reifegrad erlangt zu haben. Wir arbeiten unser Leben ab. Es ist schwer.

Damit der Lebensweg ein Ziel hat, muß zunächst das Ziel bekannt sein. Deshalb ist Wahrheit, ein unverfälschtes, richtiges, der Wahrheit entsprechen-des Weltbild, das richtige Bild von der Welt, von elementarer Bedeutung, auch wenn uns das meist gar nicht bewußt ist. Kennt man die Wahrheit, ist genau das, was eben noch so schwer erschien - erwachsen werden; seelisches und gei-stiges Reifen -, plötzlich kinderleicht, so leicht, wie es das Leben war als Kind.

Wer will bestreiten, daß ich mir meine Eltern ausgesucht habe? Wer kann wissen, daß mein Leben nicht ein solches ist, welches ich mir selbst gewählt habe, genau zu dem Zwecke, den Weg beschreiten zu können, der es mir erlaubt, meine persönliche Entwicklung fortzusetzen? Man kann es so sehen. Vielleicht ist unser Leben aber auch ein von Anfang an von Gott geführtes. Viele vermögen dies aus ihrem Leben herauszulesen. Ich bin mir dessen gewiß.

Wie oft erkennen wir nicht, welchen Weg wir beschreiten sollen. Krankheiten, die uns zur Besinnung rufen sollen und könnten, werden als Schicksalsschläge abgetan. Damit vergeben wir Chancen. Deshalb sterben immer mehr Menschen in Krankheit, und ihren größten Entwicklungsschub vollziehen sie im Sterbeprozeß. Dann plötzlich wollen viele noch schnell alles bereinigen, reinen Gewissens sterben dürfen, und wenden sich in Liebe all denen zu, denen sie glauben, Unrecht zugefügt zu haben. Diese Saat der Liebe können sie nicht mehr ernten. Aber es sind die Schätze des Himmels, die wir uns aneignen sollen.

 

Matthäus 6,19-21

Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

 

Der Weg ist so mühsam, wie er einfach ist - Einheit des Gegensatzes.
Sicherlich können wir festhalten, daß ein Mensch mit vier Jahren ein Individuum ist und zwar erkennbar. Betrachtet man die Entwicklung von der befruchteten Eizelle bis zum vierten Lebensjahr, so kann man in diesem Werdegang die Entwicklung des Lebens schlechthin erkennen, falls es denn je eine Entwicklung des Lebens gegeben hat.

Die unbefruchtete Eizelle ist dem Mineralreich gleichzusetzen. Bevor es Leben gab im Universum, gab es nur Materie, Minerale, Atome und Moleküle.

 

1 Mose 1,1

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

 

Wird die Eizelle nicht befruchtet, und die meisten werden es nicht, kehrt sie ins Reich der (leblosen) Atome und Moleküle zurück. Und doch trägt die Eizelle die Veranlagung von Leben in sich. Dazu muß sie nur befruchtet werden. Es muß eine Zeugung stattfinden.

 

1 Mose 2,7

Da bildete Gott der Herr den Menschen aus dem Staub der Erde und hauchte ihm den Odem des Lebens ins Angesicht. So wurde der Mensch zu einem lebenden Wesen.

 

Pflanzen verkörpern auf unserem Planeten das erste Leben.

 

1 Mose 1,11

Dann sprach Gott: „Es lasse sprießen die Erde grünende, samenhaltende Kräuter und fruchttragende Bäume, die Früchte bringen nach ihrer Art, Früchte, die in sich selbst ihren Samen tragen auf Erden.“

 

Die befruchtete Eizelle bis hin zur Geburt des Menschen entspricht einem pflanzlichen Entwicklungsstadium. Die Pflanze, stellen wir uns einen Baum vor, braucht den Boden, den Erdboden, zum Leben. Der Fötus bedarf der Mutter. Seine Wurzel ist die Nabelschnur, die ihm alle notwendigen Nährstoffe zuführt. Gleichzeitig ist er eingebettet in den Mutterleib wie das Samenkorn in der Erde.

 

Mit der Durchtrennung der Nabelschnur bei der Geburt tritt die nächste Entwicklungsstufe ein, die tierische Entwicklungsstufe. Die Atmung setzt ein, was die Pflanze in dieser Form nicht kennt. Grundsätzliche Bewegungsfreiheit, die Möglichkeit, durch eigene Aktivität sich fortzubewegen, auch wenn dies erst erlernt werden muß, sind weitere Kriterien, ebenso Lautäußerungen, wie wir sie von Tieren, nicht aber von Pflanzen kennen.

Mit etwa einem Jahr erlernen wir Sprache, wir erreichen das Stadium sprechfähiger Tiere, denn noch immer sind wir eine vollständige Funktion unserer Instinkte. Die Stillung von Hunger und Durst ist die uns und unser Wohlbefinden beherrschende Existenzform. Das sogenannte Reptilienhirn steuert unseren Werdegang, während das Großhirn sich langsam mit In-Form-Ationen anreichert, bis es zu ersten Sprachäußerungen befähigt ist. Doch damit verstehen wir noch nichts. Höher entwickelte Tiere vermögen einen solchen Erkenntnisprozeß ebenfalls zu vollführen, auch wenn sie zu Sprache grund-sätzlich nicht befähigt sind. Sie sind lebensfähiger als wir Menschen mit vier Jahren. Folglich sind sie im Umgang mit ihrer Umwelt fortgeschrittener als wir in so jungen Jahren. Und weil auch (höher entwickelte) Tiere das meiste erlernen müssen, setzt dies ebenso einen Erkenntnisprozeß voraus wie bei uns Menschen. Der einzige, aber wesentliche Unterschied liegt in der unbegrenzten Erkenntnisfähigkeit des Menschen. Dem Tier sind sehr schnell Schranken gesetzt. Kein Tier kennt beispielsweise den Unterschied zwischen Leben und Tod.

Weil Grenzen des Lebens immer fließend sind, lassen sich zu solchen Gedankengängen natürlich auch immer Gegenargumente finden. Das Leben, die Natur, ist ungeheuer vielfältig. In dieser Vielfalt ist die Natur oft verwirrend, und genau hinter dieser Vielfalt verbirgt sich die Wahrheit. Wer nach Wahrheit sucht, muß lernen, das Wesentliche, das Prinzipielle zu erkennen. Die Wahrheit ist einfach, genau wie das Geniale immer im Einfachen liegt, der Grundidee. Das Endprodukt, nehmen wir als Beispiel eine Dampfmaschine, ist komplex. Keiner von uns könnte allein eine Dampfmaschine bauen. Und doch ist jeder fähig zu begreifen, daß kochendes Wasser den Topfdeckel anhebt. Mehr steckt nicht hinter einer Dampfmaschine als Grundidee, als Prinzip. Das ist das wesentliche. Die Erkenntnis dieser einfachen Wahrheit, daß Wasser, verdampft es, sich ausdehnt, hat unsere Welt revolutioniert. Völlig zurecht kann man fragen, wieso eine solch einfache Wahrheit Tausende von Jahren benötigte, bis sie erkannt worden ist. Schließlich beherrscht der Mensch seit seiner Existenz das Feuer und kocht Wasser. So hat alles seine Zeit und braucht seine Zeit; mittels Zufall nicht erklärbar, wie der Zufall prinzipiell ja gar nichts erklärt. Eigenartigerweise geben wir uns damit aber immer häufiger zufrieden, mit dieser Zufalls-„Erklärung“, die nur eine Flucht aus der Unwissenheit in ein vermeintliches Wissen bedeutet und nicht mehr als ein Selbstbelügungsprozeß ist.


1.3 Das Werden des Ichs

 

Außer dem Leben schenkt uns Gott nichts. Das zumindest könnte man glauben. In Wahrheit aber bekommen wir alles geschenkt, denn Gott ist das Leben. Mit dem Leben schenkt Gott Sich uns Selbst. Wir nehmen dieses Geschenk nur nicht an, von Ausnahmen abgesehen.

Im September 1955 kam ich in die Schule. Die Zuckertüte war größer als ich, und ich war stolz und glücklich. Doch schon nach wenigen Metern des Heimweges mußte ich meine Eltern die Zuckertüte tragen lassen, was ich wirklich nur notgedrungen tat.

Die ersten drei Schuljahre fand kein Wechsel der Klassenlehrerin statt, ein für mich sehr positiver Umstand. Mir war diese wirklich sehr nette Frau bereits bekannt, weil sie auch die Klassenlehrerin meines Bruders war. Sie verstand es, mit uns Kindern umzugehen wie eine Mutter. Besonders ich empfand das als sehr wohltuend.

Meine schlechteste Note in diesen drei ersten Jahren war stets die Note für Betragen, auch wenn sie immer noch befriedigend ausfiel. Ich mußte mich in den Pausen körperlich austoben, was ich durch Herumrennen im Klassenzimmer, meistens Fangen spielend, bewerkstelligte. Natürlich wurde ich regelmäßig erwischt.

Zeichnen und Musik waren bis zum Abitur meine schlechtesten Fächer. Die gesamte Schulzeit gelang es mir, mich in diesen beiden Fächern auf die Note Drei zu retten, nur ausgerechnet im letzten Schuljahr, auf dem Abiturzeugnis, erhielt ich in Zeichnen die mir gebührende Note, eine Vier. Das Leben ist hart.

Mit Eintritt in die Schule mußten wir auch der Kinder- und Jugend-organisation Junge Pioniere beitreten, eine Vorstufe der Freien Deutschen Jugend, FDJ. Von dem ganzen Geschwafel bei der feierlichen Zeremonie der Aufnahme in diese Organisation verstand ich gar nichts. Ich nahm es als Schicksal hin und wollte es nur noch hinter mich bringen. Das blaue Pionier-halstuch, das um den Hals zu binden wir immer bei irgendwelchen Schul-appellen, Demonstrationen und ähnlichem genötigt waren, verschwand bei dem ersten Schritt aus der Schule in der Hosentasche und wurde auch frühestens mit Betreten der Schule aus selbiger geholt. Das war damals guter Ton, wie ich überhaupt in einer Umgebung aufwuchs, in welcher die Kommunisten grund-sätzlich unbeliebt waren. Deshalb wurde auch jeder gehänselt, welcher das Halstuch länger als unbedingt notwendig trug. Bei meiner elf Jahre jüngeren Schwester war dies schon völlig anders. Sie kam voller Stolz mit diesem Halstuch heim und hätte es wohl zu Hause am liebsten auch noch getragen.

Als Kinder waren uns Jeans das wertvollste Kleidungsstück. Keiner weiß, warum. Vielleicht gerade deshalb, weil es verboten war, wie alles, was aus dem Westen kam. Das machte uns Kinder natürlich ganz besonders neugierig auf den Westen. Wir trugen trotzdem Jeans, stolz darauf, zu den wenigen zu gehören, die welche hatten - nichts geschah.

In dieser Beziehung, wie auch in vielen anderen Dingen, war für mich mein großer Bruder Orientierungsinstanz. Mein Vater ging sein Leben lang morgens fünf Uhr aus dem Haus und kam abends erst gegen neunzehn Uhr wieder nach Hause. Er arbeitete achtzig Kilometer außerhalb von Dresden als Betriebs-ingenieur und lebte für seine Arbeit, so daß er für uns Kinder nur äußerst selten Vater war, mehr nur der Ernährer. Darunter litt wohl mein Bruder besonders, der sich nur schlecht am Vater orientieren konnte und sich deshalb an Freunde halten mußte. Keine gute Basis, an Vorbildern zu wachsen. Regelmäßig sahen wir unseren Vater nur zum Abendbrot, etwa eine Stunde lang, dann mußten wir ins Bett. Später ging unser Vater immer früher schlafen als wir, ein Leben, das zu führen ich nicht die Kraft hätte.

Bereits im ersten Schuljahr verliebte ich mich schwer in eine Klassenkameradin. Sie hieß Gisela. Wir nannten sie Gigi, meine erste Liebe und auch gleich meine erste große Liebe. Das mag sich lächerlich anhören. Doch ich habe dieses Mädchen damals mit der ganzen Kraft als Mensch, die mir mit meinen etwa sieben Jahren zur Verfügung stand, wirklich geliebt. Relativ zu meinem Entwicklungsgrad war diese Liebe dieselbe, gleich tief und gleich rein und gleich groß, wie die große Liebe meines Lebens zehn Jahre später. Natürlich war diese Liebe kindlich, aber nicht kindisch. Ganz im Gegenteil sehe ich heute diese Liebe als vorbildhaft an, gerade in ihrer Kindlichkeit und damit Unschuld. Sexualität spielte selbstverständlich gar keine Rolle. Wir waren glücklich, wenn wir uns die Hände streicheln konnten, worauf sich jegliche Liebesäußerungen körperlicher Natur beschränkten. Man kann darüber lächeln - ich halte das für falsch. Die reine Liebe ist das wahre Leben. Eine solche Liebe, die frei ist von allen Bedürfnissen des Körpers, die nicht begehrt, sondern nur die Nähe des anderen wünscht, ist nicht hoch genug einzuschätzen, weil sie ein Spiegelbild der Liebe zu Gott darstellt, eine rein seelisch-geistige Liebe ist. Eine solche Liebe überhaupt zu erfahren, erachte ich als ein Geschenk. Gott hat mir zweimal dieses Geschenk gemacht.
Über zwei Jahre habe ich dieses Mädchen geliebt. Wir haben uns ausschließlich in der Schule gesehen. Wiedergeliebt wurde ich nur sehr kurze Zeit. Lange warb ich um sie, und lange brauchte ich, um von ihr loszukommen. Das scheint mein Schicksal mit Frauen zu sein. Dreißig Jahre liebte ich eine Frau, deren Liebe zu erringen mir nicht gelang. Erst als ich Jesus Christus bat, mir diese Liebe zu nehmen, war ich von ihr befreit. Offensichtlich sind wir nicht füreinander bestimmt gewesen. Liebe ist nicht zu erzwingen, auch nicht von Gott. Genau deshalb ist Liebe das einzige, worum Gott uns bittet, worin der Sinn des Lebens liegt.

 

Matthäus 22,36-38

Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot.

 

Gott, allmächtig, vermag mit Seiner Allmacht absolut alles, bis eben auf eines. Auch Allmacht versagt, geht es um den Kern des Lebens, um Liebe. Gott vermag uns jegliches Schicksal aufzubürden, die ganze Welt zu zerstören und eine neue zu erschaffen. Uns jedoch zu zwingen, Ihn zu lieben, vermag Er nicht, will Er Sich Selbst nicht zum Lügner und damit zu Satan degradieren.

Die Wahrheit ist so einfach. Jeder von uns weiß, daß wir der Liebe ohnmächtig gegenüberstehen. Sie überkommt uns, und wir können uns ihrer nicht erwehren. Genauso können wir uns nicht zwingen, einen Menschen zu lieben, sosehr wir es auch wünschen. Liebe scheint etwas völlig außerhalb unserer Einflußnahme Liegendes zu sein.

Haß als Gegensatz von Liebe unterliegt vergleichsweise unserem Einfluß. Keiner ist gezwungen zu hassen. Und will ich gehaßt werden, so bedarf es nicht allzu langer Zeit, jemanden dazu zu bringen. Nur die Liebe eines anderen Menschen zu erringen, erscheint, zumindest in einigen Fällen, unmöglich.

Und weil die Liebe der Kern des Lebens ist, sind wir mit diesen Gedanken bereits im Zentrum Gottes. Kein noch so großer Reichtum, nicht noch so viel Besitz und auch nicht die Macht über die ganze Welt vermag uns nur annähernd solche Glücksgefühle zu verschaffen, wie wir sicher alle sie erfahren haben in einer (erfüllten) Liebe zu einem anderen Menschen. Um das zu wissen, müssen wir nur ehrlich genug gegenüber uns selbst sein.

Der Verlust von Reichtum und Macht trifft uns hart. Doch der Verlust eines geliebten Menschen wirft uns um. Man sehe dieses einfache Wunder des Lebens, um welches jeder weiß:

Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Geteiltes Leid ist halbes Leid.

 

Eine wunderschöne Form für das Gesetz der Einheit des Gegensatzes, dem Gesetz, dem die Welt unterliegt. Teilt man das Positive im Leben, die Freude am Leben, so verdoppelt sie sich. Ein Leben zu zweit ist doppelt so schön und gleichzeitig halb so schwer. Das uns Belastende wird in einer Partnerschaft halbiert, das uns Erfreuende verdoppelt. So ist es, so einfach, und doch ist es für mich ein Wunder, wie das ganze Leben letztlich ein Wunder ist. Es ist.

Die Welt ist dreigeteilt. Drei ist die Zahl der Welt, der materiellen Welt, der Materie. Zwei Gegensätze, wie zum Beispiel Plus und Minus oder Naß und Trocken, realisieren die Zwei. Die Einheit von Plus und Minus, das ist das Neutrale, oder die Einheit von Naß und Trocken, das ist das Feuchte, realisieren die Drei. So ist alle Materie, die gesamte Welt, aufgebaut - zwei Gegensätze und als drittes ihre Einheit, real existent.

Die Einheit, zum Beispiel etwas Feuchtes, hebt die beiden Gegensätze in ihrer Erscheinungsform auf und zwar in doppeltem Sinne. Zum einen werden die Gegensätze aufgehoben im Sinne von vernichtet und zum anderen gleichzeitig bewahrt. Etwas Feuchtes ist weder naß noch trocken. Beide Gegensätze sind vernichtet. Gleichzeitig ist ein feuchtes Tuch schon fast trocken und nicht mehr ganz naß. Oder es ist nicht mehr ganz trocken und fast schon naß. Die Gegensätze sind bewahrt. Hier sind die fließenden Übergänge besonders gut zu erkennen. Das muß auch so sein. Das Leben kennt keine Sprünge. Alles ist im Fluß, das Leben und die Entwicklung des Lebens (des Individuums). Es sind keine Grenzen zu ziehen. Es ist unmöglich, ein nasses Tuch herzunehmen, es trocknen zu lassen, um während des Trocknungs-prozesses zu behaupten, genau jetzt sei es nicht mehr naß, sondern feucht, und ab jetzt habe das Tuch als trocken zu gelten. Und doch wird es niemanden geben, der ein feuchtes Tuch als naß oder als trocken bezeichnen wird. Die drei Zustände, drei Erscheinungsformen der Materie, sind also klar zu erkennen, real existent.

Weil die ganze Welt so aufgebaut ist, lassen sich dafür natürlich zahllose Beispiele finden.

Die Dreiteilung der Welt

 der Raum ist dreidimensional: Länge - Breite - Höhe

 die Zeit ist dreidimensional: Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft

 alle Materie besteht aus Atomen, und jedes Atom besteht aus Elektronen, Neutronen und Protonen

 jedes Neutron besteht aus drei Quarks

 jedes Proton besteht aus drei Quarks

 neutrale, negative und positive Ladung sind die drei Ladungsformen aller Materie

 zu jedem Elementarteilchen gibt es exakt zwei weitere:
Elektron(-) - Neutrino - Positron(+) Proton(+) - Neutron - Antiproton(-)

 fest, flüssig und gasförmig sind die drei Aggregatzustände aller Materie auf der Erde

 Schallgeschwindigkeit: 330m/s

 Lichtgeschwindigkeit: 300 000km/s

 Hintergrund-Strahlung: 3° Kelvin

 Salzgehalt der Meere: 3%

 Zahl der Gene eines Menschen: 3 Milliarden

 Zahl der Zellen eines Menschen: 30 Trillionen

 Zahl der Gras-Sorten: 3 000

 Geschwindigkeit der Erde (um die Sonne): 30 km/s

 Sonne in Erdmassen: 300 000

 Raum, Zeit und Materie bilden eine untrennbare Einheit, das Universum

 unser Planet Erde ist nach Merkur und Venus der dritte Planet in unserem Sonnensystem

 es existieren drei Ozeane auf unserem Planeten

 das Kaspische Meer, das Tote Meer und Salt Lake sind die drei (einzigen) Meere (Salzwasser), welche keine Verbindung zu den Ozeanen haben (im Gegensatz zum Schwarzen Meer, dem Mittelmeer und der Ostsee)

 die Erdoberfläche ist dreigeteilt: 2 Teile Wasser, ein Teil Land

 wir kennen drei Lebensformen: Pflanze, Tier, Mensch

 der Mensch besteht aus Körper, Seele und Geist

 der Leib des Menschen besteht aus Kopf, Rumpf und Extremitäten

 das Ohr des Menschen ist gegliedert in Außen-, Mittel- und Innenohr

 das Auge des Menschen ist gegliedert in Augapfel, Iris und Pupille

 der Arm des Menschen ist gegliedert in Oberarm, Unterarm und Hand

 jeder Finger besteht aus drei Gliedern

 das Schamhaar bildet ein Dreieck

 Schamhaare befinden sich an drei Stellen

 drei Staatsgewalten (Legislative, Judikative, Exekutive)

 drei Olympia-Medaillen

 drei Medien (Presse, Rundfunk, Fernsehen)

 ein Haus besteht aus Fundament, Wänden und Dach

 ein Baum besteht aus Wurzeln, Stamm und Krone

 ein Stuhl besteht aus der Sitzfläche, Beinen und der Lehne

 ein Radio besteht aus einem Empfänger, Verstärker und Lautsprecher

 Hitler wurde dreimal vergeblich versucht zu ermorden

 ca. 3.000 Menschen starben am 11.09.2001 im WTC.

 und so weiter und so weiter

Warum ist das so? Ganz einfach: Die Welt ist ein Spiegelbild Gottes. Für den Schöpfungsplan (erklärt in Wahrheit und Religion, VERITAS-Verlag 2003) sind Jesus Christus und Satan unabdingbar. Die Einheit (Gott) erschafft die Gegensätze Jesus Christus und Satan, damit der Mensch als Einheit von Jesus Christus und Satan wählen kann, wozu ihm Gott die Erkenntnis von Gut (Gott) und Böse (Satan) im sogenannten Sündenfall geschenkt hat.

Da Jesus Christus auf Erden in der Welt, also innerhalb der Dreiteilung wirkte, ist die Zahl Drei die häufigste in der Bibel.

 Jesus Christus wirkte drei Jahre lang

 Jesus Christus wirkte von Seinem 30. bis zu Seinem 33. Lebensjahr

 Jesus wurde dreimal vom Teufel verführt

 in Seiner schwersten Stunde betete Jesus dreimal im Garten Getsemani

 Petrus verleugnete Jesus dreimal

 mit drei Nägeln wurde Jesus gekreuzigt

 mit Ihm wurden noch zwei gekreuzigt, also drei gleichzeitig

 Jesus wurde in der dritten Stunde gekreuzigt

 drei Frauen werden explizit erwähnt, die am Fuße des Kreuzes weilten

 am dritten Tag ist Jesus auferstanden

 dreimal erscheint Jesus nach Seinem Tod bis zur Himmelfahrt

 Jesus ist nach Henoch und Elija der dritte, der in den Himmel aufstieg

 Jesus sagt: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.

 dreimal erscheint Joseph, der Mann von Maria, ein Engel im Traum

 drei Tage war Saulus blind, nachdem Jesus ihm erschienen war, und er sich zu Paulus wandelte

 Gold, Weihrauch und Myrrhe sind die drei Gaben der Sterndeuter

 Noach, der mit seiner Familie als einziger die Sündflut überlebte, zeugte drei Söhne, Sem, Cham und Japhet. Von ihnen stammt die ganze Menschheit ab.

 Der Staat Israel liegt zwischen dem 30. und 33. Breitengrad.

Wir kennen insgesamt drei Begriffe: Universum, Weltall, Kosmos, die wir für beliebig austauschbar halten.

Universum ist ein anderes Wort für Das Allumfassende. Ist es das All Umfassende, das Weltall Umfassende? Was ist dann das Weltall?

Weltall ist all das, was oder wo Welt ist. Welt, Welten - unsere Erde ist doch die Welt? Unsere Erde ist unsere Welt, unsere Lebenswelt, eine von vielen. Überall, wo sich Sonnen befinden, existieren Welten. Jede Sonne (Stern) ist eine Welt, auch ohne Planeten. Planeten ohne Sonnen gibt es definitionsgemäß nicht, weil ein Planet als ein um eine Sonne kreisender Himmelskörper definiert ist.

Das Weltall ist also derjenige Raum, innerhalb dem sich alle Welten befinden, das sind alle Sonnen.

Die Zahl aller Sonnen wird derzeit auf rund zehn Quadrillionen geschätzt. Zehn Quadrillionen sind zehn Millionen multipliziert mit einer Million multipliziert mit einer Million multipliziert mit einer Million.

Tausend mal Tausend sind eine Million. Tausend Millionen sind eine Milliarde. Tausend Milliarden sind eine Billion. Tausend Billionen sind eine Billiarde. Tausend Billiarden sind eine Trillion. Tausend Trillionen sind eine Trilliarde. Tausend Trilliarden sind eine Quadrillion.

Zehn Quadrillionen = 10.000.000.000.000.000.000.000.000 = 10^25

Unsere schnellsten Computer, die in einer Sekunde von eins auf eine Milliarde zählen, bräuchten zehn Millionen Jahre Zeit, um bis zu dieser gigantischen Zahl zu zählen. Das heißt mit anderen Worten, daß wir nie wissen werden, wieviel Sterne das Weltall enthält, auch dann nicht, wenn wir alle mit unseren Fernrohren sehen könnten. Schon vor rund 2.500 Jahren konnte das die Menschheit wissen:

 

Jesaja 40,26

Hebt eure Augen in die Höhe, und seht: Wer hat die (Sterne) dort oben erschaffen? Er ist es, der ihr Heer täglich zählt und heraufführt, der sie alle beim Namen ruft. Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner zu fehlen.

 

Hiob 9,10

Gott schuf so Großes, es ist nicht zu erforschen, Wunderdinge, sie sind nicht zu zählen.

 

Jeremia 31,37

Die Himmel droben können nicht abgemessen und der Erde Grundfesten nicht erforscht werden.

 

Jeremia 33,22

So unzählbar das Heer des Himmels und so unmeßbar der Sand des Meeres ist, so zahlreich mache Ich die Nachkommen Meines Knechtes David und die Leviten, die Mir dienen.

 

Alle diese Sonnen haben einen endlichen, d.h. begrenzten, nicht einen unend-lichen Abstand voneinander. Unendlich weit entfernte Sonnen könn(t)en wir nicht sehen. Der Abstand der Sonnen voneinander ist sehr groß, aber nicht endlos.

Um nicht in einen zu großen Zahlensalat zu verfallen, hat man eine möglichst große Einheit gewählt für die Entfernungsangaben, also nicht Meter oder Kilometer, sondern Lichtjahre.

Licht legt innerhalb einer Sekunde einen Weg von rund dreihunderttausend Kilometern zurück. Das ist eine Geschwindigkeit von über einer Milliarde Kilometer pro Stunde (km/h). Unsere Autos, sind sie sehr schnell, legen dreihundert Kilometer in einer Stunde zurück. Und wieviel Sekunden hat ein Jahr? Sechzig Sekunden die Minute, sechzig Minuten die Stunde, vierundzwanzig Stunden der Tag, dreihundertfünfundsechzig Tage das Jahr, das ergibt einunddreißig Millionen und fünfhundertsechsunddreißig Tausend Sekunden, also rund dreißig Millionen Sekunden. Legt das Licht in einer Sekunde drei-hunderttausend Kilometer zurück, so hat es nach einem Jahr eine Strecke von rund neun Billionen Kilometern bewältigt.

Unser Nachbarstern, das ist die unserer Sonne am nächsten liegende Sonne mit dem Namen Alpha Centauri, ist vier Lichtjahre von uns entfernt.

Unsere Galaxie, unsere Milchstraße, die wir gelegentlich am Himmel sehen, hat einen Durchmesser von rund einhunderttausend Lichtjahren. Das Licht braucht also von einem Ende zum anderen, obwohl es so wahnsinnig schnell ist, einhunderttausend Jahre, oder: Die Erde kreist einhunderttausendmal um die Sonne, bis das Licht einmal unsere Galaxie durchquert hat.

Von außen betrachtet sieht unsere Galaxie aus wie eine Diskusscheibe, aber nur aus Sonnen bestehend, etwa einhundert Milliarden. Ähnlich viel Galaxien soll es geben, darunter auch einige, die aussehen wie Kugeln.
Sonnen, Planeten und Monde sind riesige Kugeln.

Begeben wir uns gedanklich aus diesem Raum, den alle Galaxien bilden bzw. einnehmen, hinaus, so sollten wir der Urknalltheorie zufolge eine Kugel sehen. Denn nach dem Zufallsprinzip müßten alle Sonnen des Weltalls in ihrer Gesamtheit gleichmäßig verteilt sein, weil die behauptete Expansion des Welt-alls in alle Richtungen gleichmäßig erfolgt. Wir wissen aber inzwischen auf-grund umfangreicher Arbeiten von Astronomen, daß das Weltall in seiner Gesamtheit die Gestalt eines Menschen (aus Sonne/Sternen) aufweist, Strichmänn-chen genannt. Diese Tatsache ist eine die Urknalltheorie erschlagende, und sie ist ein absolut hinreichender, naturwissenschaftlich erbrachter Beweis für die re-ale Existenz Gottes. Denn selbst wenn das Weltall nur irgendwelche erkennba-ren Strukturen aufwiese, z.B. symmetrische Gestalt in Form eines Schneekri-stalls, wäre dies unvereinbar mit der Urknalltheorie und ein klarer Beweis der Existenz Gottes. Denn es kann unmöglich ein Naturgesetze geben, welche die Sonnen des Weltalls nach einer vorgegebenen Form verteilt. Die Gestalt eines Menschen aber, die das Weltall zeigt, ist sozusagen noch der I-Punkt für den Beweis der realen Existenz Gottes. Deshalb nenne ich das Weltall die erste Spiegelung Jesu in die Materie.

Alle Sonnen zusammen bilden das Weltall. Innerhalb dieses Raumes, den alle Sonnen bilden, befinden sich auch alle Sonnen. Außerhalb des Weltall-Raumes finden wir keine Sonne, keine Welt mehr. Doch es gibt kein Ende. Wie sollte es aussehen? Es geht endlos weiter. Das Universum ist endlos. Das Weltall ist nur ein kleiner Teilbereich des Universums. Und nennen wir den Raum zwischen den Sonnen und den Raum außerhalb aller Sonnen Kosmos, so ist das Universum die Einheit der Gegensätze Weltall und Kosmos.
Der Raum zwischen den Sonnen soll leer sein. Er ist aber in Wahrheit angefüllt mit einer feinstofflichen, nicht sichtbaren Materie(form). Das ist das Medium, in welchem sich die Lichtwellen ausbreiten, Licht- oder Weltäther genannt, welchen der größte Idiot aller Zeiten, Einstein, mittels Lügen und hochgradigem Schwachsinn, Relativitätstheorie genannt, aus dem Universum verbannt hat, obwohl alle diesbezüglichen Experimente die Existenz dieses Lichtäthers logisch zwingend beweisen (siehe Anhang: Experimente – Zusammenfassung und Erklärung von Experimenten, welche den Lichtäther beweisen). Eine umfassende Auseinandersetzung mit der Relativitätstheorie ist nachzulesen in dem Buch Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie aus philosophischer Sicht - Eine Widerlegung der Relativitätstheorie unter Einführung eines neuen Weltbildes; VERITAS-Verlag im Jahre 2000 (erste Auflage 1984).

Damit wir uns beim Reden hören können, bedarf es der Luft. Sie überträgt die Schallwellen. Das Medium für Schallwellen ist Luft. Auf dem Mond könnten wir uns anschreien, direkt einander ins Ohr brüllen, wir würden nichts hören. Es gibt keine Luft, die den Schall an unser Ohr trägt.

Damit die Lichtwellen von der Sonne zur Erde gelangen, muß ein Medium existieren, welches diese Wellen überträgt. Dieses Medium wird Lichtäther genannt. Es füllt den Raum zwischen allen Sonnen und auch den Raum außerhalb des Weltalls, also das gesamte Universum.

Wir können uns das Universum vorstellen als eine endlose Wasserkugel, um deren Mittelpunkt, dicht gedrängt, ein paar Eiskugeln herumschwimmen. Das sind alle Sonnen, gefrorenes, festes Wasser. Das Wasser ist hier der Kosmos oder Lichtäther.


1.4 Das Finden des Ichs

 

In der DDR war es die Regel, die Schule mit Beendigung des 10. Schuljahres zu verlassen, also mit der Mittleren Reife (Realschulabschluß). Wer das Gymnasium besuchen wollte, was in der DDR als Erweiterte Oberschule bezeichnet wurde, mußte sich mit dem Halbjahreszeugnis des siebenten Schul-jahres darum bewerben. Die FDJ-Mitgliedschaft war zum Erreichen dieses Zieles ungeschriebenes Gesetz. Also wurde ich Mitglied der Freien Deutschen Jugend. Es gab wichtigeres. Die staatstreuen Formeln herzubeten war eine reine Intelligenzleistung. Mit Überzeugung hatte das zumindest bei mir nichts zu tun. Aber das mußte ja niemand wissen.

Bereits hier beginnt mein Lebensweg, rückwirkend betrachtet, gefügt zu verlaufen. Mein absolut bestes, nie wieder erreichtes Zeugnis mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,78 erhielt ich im Halbjahr des siebenten Schuljahres. Ich war Klassenbester. Genau zum richtigen Zeitpunkt hatte ich mich zu solch einer Leistung aufgeschwungen, unbewußt.

Um das Gymnasium bewarben sich viele aus meiner Klasse. Wohl fast alle wurden angenommen. Ich wurde abgelehnt. In einem Arbeiter- und Bauernstaat wurden die Kinder von Arbeitern (und Bauern) bevorzugt. Quoten mußten eingehalten werden. Ich war ein sogenanntes Intelligenzlerkind und paßte nicht in die Quote.

Mein Bruder hatte sich ebenfalls, zwei Jahre früher, für das Gymnasium beworben, wenn auch mit einem schlechteren Zensurendurchschnitt. Auch er ist abgelehnt worden. Die Mittlere Reife war sein Schulabschluß. Das Abitur holte er später auf einer Abendschule nach.

Meine Eltern nahmen die Ablehnung meines Bruders hin. Bei mir jedoch machten sie einen Aufstand. Sie setzten sich vehement für meinen Gymna-siumbesuch ein, schrieben Briefe und drohten, sich an Walter Ulbricht, den damaligen Staatsratsvorsitzenden, persönlich zu wenden. Mit der Tatsache, daß schlechtere Schüler als ich zugelassen worden sind, hatten sie eine gute Argu-mentationsbasis. Es wirkte. Ich wurde zugelassen mit der Auflage, eine Lehre zum Facharbeiter eines Betonbauers zu absolvieren parallel zu den vier Jahren Gymnasium, vom neunten bis zum zwölften Schuljahr, was natürlich auch für alle anderen, männlichen Klassenkameraden am Gymnasium galt. Obwohl ich Angst vor dem Gymnasium hatte, Angst, es nicht zu schaffen und anfangs glücklich war, abgelehnt worden zu sein, willigte ich ein, diesen Bauberuf zu erlernen, auch wenn mich die Metallbranche mehr interessierte.

Ab dem neunten Schuljahr erhielt jeder Schüler monatlich dreißig Mark, wohl eine Art Lehrgeld, und jedes darauffolgende Jahr zehn Mark mehr. Besser als nichts.

In meiner Erinnerung setzte die Ich-Findungsphase im siebenten Schuljahr ein, also mit Ende des dreizehnten Lebensjahres. Die Pubertät begann, Sexualität erwachte. Den Mädchen in der Klasse wurde regelmäßig in den Pausen an den Busen gefaßt, das erste und damals einzige Bedürfnis sich äußernder Sexualität. Einige Mädchen fühlten sich dadurch so arg belästigt, daß es zu einer Elterninitiative kam, die zu einer Klassenbesprechung mit Vortrag eines pflichtbewußten Elternteiles führte. Wir Jungs kicherten nur in uns hinein. Gehört und vergessen, nichts änderte sich. Das Leben ist nicht in den Griff zu bekommen.

Die ersten Gymnasium-Wochen ging ich mit großer Ehrfurcht und auch Angst in die neue Schule. Alles in diesem Gebäude war größer und erhabener als in der Grundschule. Ich war natürlich wieder der Kleinste. Bis auf einen Schulkameraden kannte ich niemanden. Wir waren diesmal nur zweiund-zwanzig Schüler im Gegensatz zu bisher immer über dreißig, achtzehn Jungs und vier Mädchen, die kleinste Klasse der Schule. Unser Klassenlehrer war achtundzwanzig Jahre alt. Wir waren seine erste Klasse als Klassenlehrer. Er gab die Fächer Sport und Erdkunde. In Sport tendierte ich immer zur Note Eins. Erdkunde gehörte jedoch zu meinen schlechtesten Fächern - Einheit des Gegensatzes. Ich mochte Geographie nicht, was vielleicht an einer Lehrerin in der Grundschule lag, die keine Autorität besessen hatte. Also legte ich, wohl mehr aus Angst, besondere Aufmerksamkeit auf dieses Fach, nachdem ich bemerken mußte, daß alle anderen Schüler meiner Klasse wesentlich mehr als ich wußten. Prompt erhielt ich in der ersten Klassenarbeit die Note Eins, in der zweiten schon nur noch die Note Zwei und in der dritten eine Drei. Meine Ehrfurcht hatte der Gewohnheit und dem Alltag Platz gemacht. Das macht das Leben erträglicher.

Mit siebzehn Jahren lernte ich meine große Liebe kennen, Hildburg - ein fürchterlicher Name. Gerufen wurde sie Hilli. Sie ist ein halbes Jahr jünger als ich und ging ins zehnte Schuljahr an dieser Schule, während ich im elften war. Ihre Klasse bestand aus achtundzwanzig Mädchen und einem Jungen, weshalb es sich geradezu aufdrängte, daß sich unsere Klassen zum Zwecke der Freizeitgestaltung verbanden, zu Weihnachts- und Faschingsfeiern und ähnli-chem. Von dieser Entwicklung wurde ich überrollt. Diesbezüglich ging also keine Initiative von mir aus. Mir war bis dato die Klasse gar nicht bekannt.

Die erste gemeinsame Feier war eine Faschingsfeier im Jahre 1966. Und wie das Leben eben so spielt, übersah ich Hilli völlig. Die spätere Mutter meiner Kinder war es, die mir über den Weg lief, Katrin, Skorpion. Wohl schon damals eilte mir der Ruf eines Casanovas voraus, wovon ich allerdings nichts wußte. Und Fasching allemal war der Umgang mit den Mädchen freizügiger zu gestalten, was auch so ein ungeschriebenes Gesetz unter uns Jungs war. Ich raffte mich also auf zum Tanzen, eine Beschäftigung, der ich auch heute noch regelmäßig aus dem Wege gehe, und holte mir Katrin, eine unglaublich schlanke, schon fast dürre, aber attraktive junge Frau. Mir können Frauen immer nur zu dick, niemals aber zu dünn sein. Hilli war wesentlich stämmiger gebaut, weshalb sie gleich erst mal aus dem Sexualschema herausfiel.

Katrin war sehr anschmiegsam, ließ sich gut führen und war freundlich. Es wurde kräftig gebalzt. Viel Zeit verging nicht, und ich fing Katrin im Gang ab, drückte sie in eine dunkle Ecke und wollte sie küssen. Peng, hatte ich eine kleben. Gestorben, von jetzt auf gleich; mit solch einer Frau sich abzugeben hat keinen Wert. Damit war aber auch der ganze Abend gelaufen, Frust. Ich konnte mich ja schlecht jetzt einfach der nächsten zuwenden, das wäre von vornherein hoffnungslos gewesen, glaubte ich jedenfalls.

Etwa drei Monate vergingen. Zumindest in der großen Pause, welche meist im Schulhof verbracht wurde, sah man sich ja öfters.

Es war Ende April. Ich war gerade siebzehn geworden. Schönes Wetter, Sonntag, was unternehmen?

In Dresden gibt es unweit des Zentrums einen riesigen Park, Großer Garten genannt, ein Quadrat von etwa einem Kilometer Kantenlänge. Unter vielen Angeboten zur Freizeitgestaltung gab es auch einige Freilichtbühnen. Auf einer spielte damals mit hoher Regelmäßigkeit irgendeine Band Musik für Jugendliche. Es war die große Beatles- und Stones-Ära. Dresden galt in der DDR als das Tal der Ahnungslosen, weil es in einem sanften Kessel liegt, welcher durch die Elbe gebildet worden sein soll, mit der Folge, daß in Dresden weder Westfernsehen noch UKW-Sender des Westens zu empfangen waren. Nur über Kurz- und Mittelwelle waren einige Westsender zu hören. Das ständige Untergrundrauschen erlaubte mir jedoch nicht, stundenlang das Radio laufen zu lassen, abgesehen davon, daß zumindest in dieser Zeit jene Sender keine Jugendprogramme ausstrahlten, sieht man vielleicht von den Hitparaden ab. Wir waren also genau auf solche Combos, wie wir sie damals nannten, angewiesen, die in ihren eigenen Anfängen kaum selbstkomponierte Titel spielten und um so beliebter waren, je mehr Westtitel sie spielten, die selbstverständlich alle kannten.

Also ab in den Großen Garten, natürlich mit einem Freund. Geld für Eintritt hatten wir keines, sehen konnten wir nichts, dafür aber sehr gut hören. Der Tag neigte sich bereits seinem Ende zu. Es war fast siebzehn Uhr. Abendliche Kühle kroch den Boden entlang. Etwa die letzte ganze oder halbe Stunde von zwei bis drei, welche die Combos spielten, war immer freier Eintritt. Wir harrten aus. Und dann mit der großen Menschenflut hinein in das umzäunte Gebiet, und immer wieder die gleiche Enttäuschung, wie zu Silvester. Irgendeine komische Erwartung, nicht zu benennen, nur die Neugier auf etwas Unbekanntes, Uner-wartetes, sie wurde wieder nicht befriedigt. Die Realität verwirklicht keine Träume. Die Zeit verging, und sie ging zu Ende. Vielleicht noch eine viertel Stunde, dann war schon wieder alles vorbei. Die Tanzfläche, selten wirklich voll, begann sich schon zu leeren. Langsam konnte man in dem Gedränge einen Überblick gewinnen. Kannte man jemanden, waren ein paar hübsche Mädchen da, vielleicht auch welche ohne Freund? Keine Beute in Sicht. Frust machte sich breit. Schicksal, wie so häufig. Nur selten ist dem Jäger das Glück hold, besonders wenn man wählerisch ist. Schon halb im Gehen - die kenne ich doch?! Da sitzt Hilli mit ihrer Freundin auf einer Bank. Die ist hier, denke ich noch, irgendwie paßt die doch gar nicht hierher. Das konnte nur eine innere Stimme sein. Ich kannte Hilli ja gar nicht weiter. Voller Freude und gleichzeitig Erleichterung - jemanden, den man kennt, kann man ja immer anquatschen, da muß man seine Schüchternheit nicht erst mit einem kräftigen Tritt zum Schweigen bringen, wozu meist die Kraft fehlt - setzte ich mich zu den beiden und plapperte drauf los. Von Anfang an, völlig unerklärlich, klebte ich an Hilli.

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