Logo weiterlesen.de
Wer will den Kopf von Donald Glencer? (FBI Special Agent)

Pete Hackett

Wer will den Kopf von Donald Glencer? (FBI Special Agent)

Cassiopeiapress Krimi





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Wer will den Kopf von Donald Glencer?

FBI Special Agent Owen Burke

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

 

 

Als die Special Agents Owen Burke und Ron Harris morgens zum Dienst erschienen, lag eine handgeschriebene Nachricht auf Burkes Schreibtisch: Die Agents sollten sich unverzüglich beim Direktor des FBI New York melden.

Owen Burke ahnte bereits den Grund. In den Morgennachrichten hatte er vernehmen können, dass in der Nacht die Leiche eines Mannes namens John Hayes bei den Piers von Greenwich Village gefunden worden war. Hayes war erschossen worden, und zwar aus nächster Nähe. Dorothy Stewart, die dreiundzwanzigjährige Tochter des bekannten Senators Gordon Stewart, die mit John Hayes unterwegs gewesen war, war spurlos verschwunden. Die Entführer - und von einer Entführung ging die Polizei aus -, hatten sich noch nicht gemeldet.

Die Agents sprachen unverzüglich beim Assistant Director vor. In seinen aristokratischen Gesichtszügen war ein tiefer Ernst zu lesen, der Ausdruck in seinen grauen Augen unterstrich diesen Eindruck. Er forderte Burke und Harris auf, nachdem er sie begrüßt hatte, am Konferenztisch Platz zu nehmen.

„Wahrscheinlich haben Sie es schon aus den Nachrichten vernommen, Agents“, begann der SAC. „Senator Gordon Stewarts Tochter ist in der vergangenen Nacht entführt worden. Der Mann, mit dem sie unterwegs war, sein Name ist John Hayes, wurde kaltblütig ermordet.“

Owen Burke nickte. „Ja, Sir, das haben wir gehört. Nach meinem Kenntnisstand haben die Kidnapper weder einen Hinweis hinterlassen, noch haben Sie sich bisher mit einer Lösegeldforderung gemeldet.“

„Richtig.“ Der AD kniff die Lippen zusammen, so dass sie nur noch einen dünnen, blutleeren Strich bildeten. Nach einer kurzen Pause, in der er seine weiteren Worte gedanklich zu formulieren schien, hub er erneut zu sprechen an: „Die Mordkommission hat von Dorothys Mutter erfahren, dass John Hayes und die junge Frau in einem Lokal am Times Square zu Abend gegessen haben. Von da aus müssen sie zu den Piers von Greenwich Village gefahren sein. Dort geschah schließlich das Verbrechen.“

Der SAC beugte sich etwas weiter über den Schreibtisch. Mit besonderer Betonung fuhr er fort:

„Es ist davon auszugehen, dass die Tochter des Senators gezielt als Opfer von den Kidnappern ausgewählt wurde. Wahrscheinlich wurden Hayes und sie schon beobachtet, seit sie die Wohnung in der Bedford Street verließen.“

„Irgendwann werden sich die Kidnapper melden und eine Lösegeldforderung geltend machen“, mutmaßte Ron Harris. „Die Frage für mich ist jedoch, weshalb John Hayes erschossen wurde. Sieht aus, als hätte man ihn aus dem Weg geräumt. Die Verbrecher brauchten ihn nicht. - Geht es vielleicht gar nicht um Lösegeld? Soll eventuell Druck auf den Senator ausgeübt werden – Druck, irgendein politisches Programm betreffend? Vielleicht steckt irgendeine Interessengemeinschaft dahinter.“

„Wir können es nicht ausschließen“, murmelte der AD. „Dahingehend wurde der Senator zwar befragt, ob seine Antwort der Wahrheit entspricht, wissen wir nicht. Er behauptet, dass niemand versucht habe, ihn in irgendeiner Weise zu beeinflussen, und schon gar nicht habe man ihn bedroht, für den Fall, dass er im Senat nicht die Interessen irgendeiner Lobby vertritt.“

„Das würde der Senator sicher nicht behaupten, wenn es nicht so wäre“, knurrte Ron Harris. „Schließlich geht es um seine Tochter.“

„Wahrscheinlich ist es dem so“, pflichtete der AD bei.

„Die Killer müssen Dorothy und ihren Freund minutiös beobachtet haben“, murmelte Owen Burke und wiederholte damit nur, was der AD schon angedeutet hatte. Er dachte sozusagen laut, befeuchtete sich mit der Zungenspitze die Lippen und verlieh seinen eigenen Gedanken Ausdruck: „Du hast vielleicht gar nicht so Unrecht, Ron. Wenn es die Entführer ausschließlich auf die Tochter des Senators abgesehen hatten – worauf die Tatumstände schließen lassen -, dann wird mit der Entführung möglicherweise ein anderes Ziel verfolgt als die Erpressung von Lösegeld.“

„Die Brutalität, mit der die Kidnapper vorgegangen sind, untermauert die Vermutung, dass es sich nicht um irgendwelche Gangster handelt, die es auf Lösegeld abgesehen haben“, gab der AD zu verstehen. „Hinter der Entführung steckt System. Die Verbrecher wollten ausschließlich Dorothy Stewart. John Hayes war lediglich ein lästiger Zeuge. Darum wurde er kaltblütig ermordet.“

„Dann wird es sicher nicht mehr lange dauern, bis erste Forderungen eintrudeln“, knurrte Ron Harris. „Und sie werden sich möglicherweise nicht auf Geld beschränken.“

„Ich übertrage Ihnen beiden den Fall, Agents“, erklärte der AD. „Die Mordkommission ist zwar auch dran an der Sache, aber Entführung fällt in das Ressort des FBI. Und bei Ihnen weiß ich die Angelegenheit in den besten Händen.“

„Wir werden unser Bestes geben, Sir“, versprach Owen Burke und erhob sich.

„Dahingehend haben Sie unser Wort, Sir“, knurrte Ron Harris und stemmte sich ebenfalls in die Höhe.

„Davon bin ich überzeugt.“ Der SAC lehnte sich auf seinem Stuhl zurück. „Sie halten mich auf dem Laufenden.“

„Sicher, Sir“, kam es beinahe in Stereo von den beiden Agents.

Sie ließen ihren Vorgesetzten allein.

Als erstes rief Owen Burke, nachdem sie in ihrem gemeinsamen Büro angelangt waren, Detective Lieutenant James Howard vom Police Department an. Mit Details konnte dieser nicht aufwarten. Aber er sagte zu, die Agents zu informieren, wenn die Ermittlungen seiner Leute etwas Neues ergeben sollten. „Im Übrigen werden wir wohl abwarten müssen“, meinte Howard, „bis die Forderungen der Kidnapper bekannt werden. Wir haben im Haus des Senators eine Fangschaltung eingerichtet. Ob wir Erfolg haben, kann ich natürlich nicht sagen.“

„Was hatten dieser John Hayes und Dorothy wohl bei den Piers zu suchen?“, sinnierte Owen Burke laut.

Howard schmunzelte. „Dreimal darfst du raten, Kollege. Im Vertrauen, Owen, in Hayes’ Ford lag auf dem Boden der Rock der Kleinen. Was sagt das dem erfahrenen Ermittler?“

Owen Burke musste grinsen. „Dass die junge und gewiss noch ausgesprochen knusprige Lady den Rock ausgezogen hatte.“

„Sehr scharfsinnig“, kommentierte Howard. „Jetzt ist mir auch klar, weshalb man dir und Ron den Fall übertragen hat. - Noch was, Owen: Die Sache mit dem Rock darf nicht an die große Glocke gehängt werden. Du verstehst?“

„Sicher. Der Ruf des Senators und seiner Familie …“

H

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Wer will den Kopf von Donald Glencer? (FBI Special Agent)" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen