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Weihnachten mit Max und Maus

Weihnachten mit Max und Maus

 

Weihnachten

mit

Max und Maus

 

 

Ramona Stolle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ramona Stolle

 

Weihnachten

mit

Max und Maus

 

 

Ein Adventskalenderbuch

für kleine und große Leser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Originalausgabe 1. Auflage November 2013

Umschlaggestaltung: Ramona Stolle

Bilder: Pixabay

ramonas.geschichten@gmail.com

Copyright©Ramona Stolle

 

 

 

Weihnachten

mit

Max und Maus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kerzen brennen längst am Baum

Die Menschen haben einen Traum

Von einem Fest im Lichterglanz

Und einem frohen Weihnachtstanz

 

 

Mit Frohsinn und mit Heiterkeit

Verkünden Glocken weit und breit

Von einer Zeit, die uns gebracht

Die stimmungsvolle, heil‘ge Nacht

 

 

 

1. Dezember

1. Dezember 

Olga im Schuh

 

Gleich hinter dem Schuppen im Garten von Tischlermeister Schramm wohnte Olga, die Maus. Zwei Holzbretter schützten den Eingang in das kleine Mauseloch gleich neben dem Haselnussstrauch. Da Herr Schramm in seinem Garten alle Pflanzen gerade so wachsen ließ, wie sie es wollten, fühlte Olga sich hier sehr wohl. Es gab immer genug zu fressen, ihre Wohnung war sehr gemütlich und wenn ihr langweilig wurde, schlich sie zu dem großen Haus und beobachtete den Tischlermeister. Im Winter musste Olga sehr vorsichtig sein, denn wenn im Garten überall der weiße Schnee lag, dann war so eine graue Maus sehr schnell entdeckt. Die meisten Menschen mochten keine Mäuse, das hatte Olga früh gelernt, deshalb war sie auch überglücklich, als sie eines Tages dieses ruhige Plätzchen fand. Sie wollte keinen Ärger mit Herrn Schramm, deshalb ging sie ihm aus dem Weg.

Als Olga eines Morgens wach wurde, hatte es geschneit. Zum Glück waren genug Vorräte im Haus, sodass sie Zuhause blieb und den ganzen Tag leckere Samen und Beeren futterte. Doch es schneite immer weiter. Tag für Tag und Nacht für Nacht. So viel Schnee hatte Olga noch nie gesehen. Bitterkalt blies der Wind in ihr Wohnzimmer, und sie begann ganz furchtbar zu frieren. Die Bretter vor ihrer Tür konnten die schwere Schneelast kaum noch tragen.

„Das ist nicht gut“, sprach Olga zu sich selbst, „das ist gar nicht gut. Soviel Schnee ist nicht gut für eine kleine Maus.“

Ruhelos lief sie auf und ab und grübelte. Es gab nur eine Lösung für dieses winterliche Problem.

„Ich muss das große Haus vom Tischlermeister erreichen, dann wird alles wieder gut“, schniefte Olga und hüstelte.

Sie hatte sich erkältet.

Als Olga ihre Nase aus dem Mauseloch streckte, landeten sofort ein paar dicke Schneeflocken darauf. Es war bitterkalt, trotzdem krabbelte die Maus dicht am Schuppen vorbei in Richtung Haus. An manchen Stellen lag der Schnee so hoch, dass sie darin versank, an anderen Stellen ließ sie sich von den Windböen vorantreiben. Es war ein langer Weg für so ein kleines Tierchen bei diesem fürchterlichen Unwetter, aber Olga schaffte es. Mit letzter Kraft lief sie auf die Haustür zu, vor der zwei große Schuhe standen. Die musste der Tischlermeister wohl vergessen haben. Sie standen zum Glück so nah am Türrahmen, dass der Schnee sie noch nicht erreicht hatte. Olga überlegte nicht lange, sondern kletterte in den linken Schuh, der eine weiche Fellsohle hatte, rollte sich zusammen und schlief ein. Draußen tobten der Wind und der Schnee, doch die kleine Maus träumte von einem warmen Kaminfeuer, von herrlichen Nüssen und süßen Keksen. Der Traum war so echt, dass Olga das Wasser im Mäulchen zusammenlief. Erst ein Rumpeln und Poltern holte sie in die Wirklichkeit zurück. Sie purzelte hin und her, rollte von vorne nach hinten und stieß sich ab und zu den Kopf.

Dann wurde mit einem Rumms alles still.

„Die hätte ich fast vergessen“, brummte eine tiefe Stimme. „Zu ärgerlich, wenn meine guten Schuhe eingeschneit wären.“

Olga gruselte sich, doch die Neugierde siegte. Sie schob ihre kleine, schwarze Nase hervor. Die wunderlichsten Gerüche schnupperte sie und hörte jetzt auch keinen Wind mehr heulen. Es schneite überhaupt nicht mehr.

„Juchhu!“, jubelte sie, sprang aus dem Schuh und landete im Wohnzimmer von Tischlermeister Schramm.

„Sieh an, sieh an! Ein Weihnachtsgast. Ich hoffe, du bleibst noch eine Weile bei mir“, lachte der große Mann, während er in seinem Schaukelstuhl saß und darin hin und her schwang.

Olga nickte schüchtern. Wie versteinert saß sie in der Mitte des Zimmers. Ihre Schwanzspitze zuckte nervös.

„Ich kenne dich“, sagte der Tischlermeister Schramm. „Ich kenne jedes Tier und jede Pflanze auf meinem Grundstück. Ob groß oder klein, hier bei mir ist jeder willkommen. Du bist allerdings die erste Besucherin in meinem Haus.“

Jetzt sah Olga den prachtvollen Kamin. Die Flammen tanzten darin und erwärmten den Raum. Der Schaukelstuhl stand auf einem flauschigen Teppich direkt davor.

„Setz dich zu mir“, flüsterte der Mann und stellte eine Schale mit Äpfeln und Nüssen vor den Kamin. „Wenn du magst, erzähle ich dir Geschichten von Weihnachten, die noch niemand zuvor gehört hat. Du wirst sehen, so vergeht die lange Zeit bis zum Heiligen Abend wie im Flug. Warten kann auch Spaß machen, ganz ohne Zauberei. Nur durch die Magie der Weihnacht und ihrer Geschichten verkürzt sich die Zeit.“

Olga tapste vorsichtig Schritt für Schritt auf den großen Mann zu. Als sie am Teppich ankam, setzte sie zuerst nur eine Pfote darauf und testete, ob er auch weich war. Oh ja, er war weich und auf ihm wartete eine Schüssel mit den schönsten Leckereien. Mit einem Hopp landete die Maus mitten im Flausch, setzte sich und sah dann zum Tischlermeister herauf.

„Hallo“, grüßte sie, „ich heiße Olga und ich habe Hunger.“

Herr Schramm lachte so sehr, dass sein Bauch wackelte.

„Greif nur zu, meine Liebe, und mach es dir bequem.“

Olga biss in den roten Apfel und schmatzte.

„Wie lange darf ich bleiben?“, fragte sie ganz leise.

„Solange du willst. Ich bin Tischlermeister und habe für jede Größe die passende Couch und ein Bett. Alles selbst gemacht.“

Olga blickte nach links und sah dort ein hübsches Mäusezimmer. Ein Tisch, ein Stuhl, eine Couch und ein Bett genau passend für ein kleines Geschöpf wie sie eines war.

„Du wusstest, dass ich hier herkomme?“, staunte sie.

„Ich weiß auch, dass du es magst, wenn man dir Geschichten erzählt. So, wie es deine Mutter früher getan hat“, sprach der Mann und Olga nickte zustimmend mit dem Kopf.

Und während draußen die Schneeflocken tanzten, begann der Tischlermeister Schramm zu erzählen und Olga hörte zu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Dezember

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Dezember

Weihnachtskranz

 

Oh, du wunderschöner Kranz

lädst mich ein zum Weihnachtstanz.

 

Die erste Kerze zünd ich dann

ganz feierlich und glücklich an.

 

Die zweite lässt mich fröhlich singen

und Weihnachtsglocken leise klingen.

 

Die dritte leuchtet lichterloh

und stimmt die Herzen endlich froh.

 

Die vierte sagt: Bald ist’s vorbei

mit Heimlichkeit und Warterei.

 

Der Lichterkreis neigt sich dem Ende,

nun reichen Freunde sich die Hände.

 

Und unser Kranz strahlt hell und wacht

über die stille Weihnachtsnacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Dezember

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Dezember

Die kleine Lärche

 

Patricia und Pauline Lehmann wohnten mit ihren Eltern in einem roten Backsteinhaus am Ende der Straße. Ringsherum war ein großer Garten angelegt, den Frau Lehmann mit viel Liebe pflegte. Im Frühling blühten Krokusse und Narzissen, im Sommer dufteten die Rosen und im Herbst setzten Phlox und Dahlien bunte Farbtupfer in das Grün der Wiese. Wenn der Winter kam, dann war davon nichts mehr zu sehen. Spätestens im November wurde es draußen grau und regnerisch. Die Blätter fielen von den Bäumen, der Wind heulte durch die Straßen, und die Tage wurden immer kürzer. Die Farben schienen einfach zu verblassen. Aber eines änderte sich nicht. Die große Tanne, die im Garten hinter dem Haus stand, zeigte auch im Winter ihr prachtvolles, grünes Nadelkleid. Patricia und Pauline liebten diesen Tannenbaum, denn seit vielen Jahren wurde er am 24. Dezember zum Weihnachtsbaum und die beiden Schwestern durften ihn mit roten Kugeln und goldenen Schleifen schmücken. Ein ganz besonderer Augenblick war es dann, wenn Herr Lehmann auf eine Leiter kletterte und den prächtigen Glitzerstern auf der hohen Tannenbaumspitze befestigte.

„Ah!“, jubelte Patricia.

„Oh!“, staunte Pauline.

Nahe bei der prächtigen Tanne wuchs eine kleine Lärche. Sie war auch ein Tannenbaum. Das ganze Jahr über trug sie ein dichtes, grünes Nadelkleid.

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