Logo weiterlesen.de
Was weiß(t) Duden(n)?

Cornelia von Soisses, Franz von Soisses

Was weiß(t) Duden(n)?





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Deutungen

Deutsche Sprache ist eine schwierige Sprache, einem Wunder gleich, dass sie überhaupt verstanden wird. Was wollen uns die Dichter damit sagen? Eine freie Auswahl der Übersetzungen ins Deutsche:

"Gehe nie ins Wasser, weil es da tief ist", sagt die besorgte Mutter ihren lieben Kleinen.

Genitiv ins Wasser, weil es Dativ ist, heißt es in der Schule.

Schwierige Einstimmung in die Welt der Transaktionsanalyse - Kommunikation, dem gemeinsamen Sprachgebrauch des Alltages, oder warum wir einander nicht verstehen.

Was ist zu halten von dieser Aussage:

Ich habe liebe genossen in Berlin. Schreibfehler, eine beliebte Diskussion unter Autoren und Lesern?

Ich habe liebe Genossen in Berlin.

Oder:

Ich habe Liebe genossen in Berlin.

So schnell geht das mit Wahrheit und Irrtum. Wir wollen nicht vermuten, was der Absender der Worte uns damit mitteilen wollte. Zuweilen ist er nur Parteimitglied oder nur diskret, er wollte das nur nicht näher ausführen.

Politiker haben es darin zu einer wahren Kunstfertigkeit gebracht, mit 1000 Worten nichts zu sagen. Oft zitiert und sofort falsch verstanden, weshalb einer Aussage ebenso schnell ein Dementi folgt, man sei falsch zitiert worden oder aus dem Zusammenhang gerissen.

Napoleon Bonaparte: „Esel und Gelehrte in die Mitte“, so lautete sein Tagesbefehl vor der Schlacht bei den Pyramiden, schaffte ein Gleichnis, das in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Ein Geniestreich, keine Frage. Nicht, weil er etwa ein Gleichnis setzen wollte zwischen den Benannten, sondern seiner Besorgnis Ausdruck verlieh über den weiteren Verlauf des Tages. Bekanntlich haben sowohl die Esel als auch die Gelehrten die Ereignisse überlebt, die wahrlich betroffenen Soldaten eher weniger.

Zeitloser Wegweiser aller Politiker seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist Altkanzler Adenauer (CDU) mit seiner Äußerung: „Was interessiert mich mein Gerede von gestern.“ Was nicht verhinderte, dass er der „Alte“, der Lieblingskanzler in der Erinnerung der Deutschen wurde.

Fast nahtlos pflegten seine Enkel dieses Vorbild, wie Altkanzler Helmut Kohl (CDU), als er den Ostdeutschen „blühende Landschaften“ versprach.

Den Ostdeutschen blühte im Zuge der Wiedervereinigung sicher etwas, nur nicht die Landschaften. Vermutlich meinte Kohl die Rapsfelder in Mecklenburg-Vorpommern, nicht so sehr den Untergang der DM und die Stilblüten des Euro der heutigen Zeit.

Oder wie Franz Müntefering (SPD) nach der Bundestagswahl verlauten ließ: „… es sei eine Frechheit, Politiker an ihren Wahlversprechen zu messen …

In diesem Wettlauf der Kreationen konnte und wollte Kanzlerin Merkel (CDU) nicht abseitsstehen, sondern ihren Eintrag in den Zitatensammlungen der Geschichte wissen mit Aussagen wie dieser: „Wir müssen an die Zukunft der kommenden Generationen denken.“ Es verhält sich im Angesicht der Euro- und Schuldenkrise dann doch anders, was werden wohl die künftigen Generationen über uns Heutige denken? Oder wie bereits Seneca (4 vor Christus bis 65 nach Christus) postulierte: „Es sei viel wichtiger, wie man vor sich selbst als vor anderen erscheine, denn nur auf gemeine Weise könne man gemeine Menschen erreichen.“ (aus 17. Brief Senecas an Lucilius).

Seneca ist auch nach all den Jahrtausenden nicht ohne Bedeutung, wenn wir ableiten aus: „Ich halte den nicht für arm, dem das Wenige genügt, das er übrig hat. Dir aber rate ich, spare was du hast, und fange bei guter Zeit an. Denn wie unsere Alten meinten: Zu spät ist es, auf der Neige zu sparen." Denn nicht bloß wenig ist es, sondern auch das Schlechteste, was auf dem Boden bleibt.

Der Mann irrte in Unkenntnis heutigen Zeitgeschehens, denn richtig ist: „Spare nicht, wenn du hast, spare in der Not, dann hast du Zeit dazu.“ Denn erinnern wir uns an den Verlauf des letzten Jahrhunderts, 1923 die Hyperinflation, um die Kriegsreparationen des Ersten Weltkrieges zu bezahlen, den GröFaz - „Größter Feldherr aller Zeiten“ – Hitler, der die Reichsmark in den Orkus der Geschichte riss, der die DM folgte, die ebenso in den Orkus ging - wie vor ihr noch die Mark der Ostdeutschen, die dort 40 Jahre lang gültiges Zahlungsmittel war. Und nun ist es der Euro, dessen weiteres Schicksal noch offen ist, so mag uns nun Seneca eher als romantisch erscheinen, weniger als Realist seiner Zeit. Vielleicht eher so: „Wer spart, hungert nur für die Erben.

Auf diesen Gedanken ist Kanzlerin Merkel denn doch noch nicht gekommen, er wird ihr vielleicht noch übergeholfen von ihren europäischen Amtskollegen. Oder was meint Frau Merkel mit: „Wir werden alles für den Euro tun.“

Manchmal ist es doch die Geschichte, die Wahrheit lehrt, von der Altkanzler Kohl (CDU) sagte: „Wer die Geschichte nicht kennt, ist gezwungen, sie zu wiederholen.“ Ein anderer Politiker äußerte sich peinlich vor der Volkskammer der DDR: „Ich liebe doch alle, alle Menschen.“ Der Mann war Minister für Staatssicherheit der DDR, Erich Mielke. Seine Opfer werden sich dann doch deutlicher erinnern können, was darunter näher zu verstehen ist, wenn ein Politiker sich derartiger Kalauer befleißigt.

Es ist nicht leicht mit der Sprache und den Deutschen, deren Ausdruck und diese zu verstehen, wir alle sind gebeten, uns in Nachsicht und Toleranz zu üben, um ein Kanzlerwort von „der Gnade der späten Geburt“ (Helmut Kohl) zu bemühen, wir sind die nach Goethe und Schiller Spätgeborenen.

Wir sind nur schwer in der Lage, unsere Geschichte nachzuvollziehen. Wir sind bemüht und bemühen uns weiterhin zu verstehen: „Was will der Dichter uns damit sagen?“ Frei übersetzt: „Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Jesus Christus.

Zuweilen halten wir es ganz christlich, mit dem Heiligen Sankt Florian, der bei einem Gewitter gebetet haben soll: „Herr, bitte verschone mein Haus, zünde besser das des Nachbarn an.“ Ein Schelm, wer sich jetzt an Euro und Europa erinnert sieht und die aktuellen Tage der Krise darin.

Hoffnung macht uns das Volk der Bayern, deren Dialekt wahrlich herzerfrischend ist, wenn auch dem Hochdeutschen nicht wirklich verdächtig. Was aber ist an der Logik auszusetzen: „Schau mer ma‘, dann sehn mir scho‘.“ Schauen wir einmal, dann sehen wir schon.

Sprache ist Kultur und lebt von Vielfalt, nicht von der Einfalt. „Dem Herrn ist ein reuiger Sünder lieber, denn die 1000 Gerechten.“ Jesus Christus. Richtig aber auch ist, wie die Hessen zu sagen pflegen: „Dummes Gerede hat man schnell, aber davon noch lange kein warmes Brötchen auf dem Tisch.“ Da muss wohl die Erfahrung aus dem Volksmund sprechen, denn wie war das noch, als Norbert Blüm (CDU), Arbeitsminister verlauten ließ: „Die Rente ist sicher.“ Da wusste er noch nicht, was seine Nachfolger von der SPD und den Grünen daraus machen würden, die ihren Opfern der Gesetzgebung entgegneten: „Arbeitslose seien faul, rauchend, saufend und bildungsfern.“ Wolfgang Clement (SPD), ehemaliger Wirtschaftsminister.

Politiker sind keine Juristen, denn in der Rechtsprechung gilt: „Geld hat man in diesem Land zu haben.“ Wie denn auch nicht, in einer kapitalistischen Gesellschaft gibt es für gute Worte nichts, nicht einmal einen warmen Händedruck. „Hast du Geld und Gut, hast du Freunde genug, bist du arm, bis du auch allein“.

Bevor diese kleine Lektüre von Sprache und Ausdruck weitergeführt wird, noch eine biografische Erinnerung an jene Zeiten in Gefängnishaft der Stasi (DDR). Hans Fallada schrieb ein Buch mit dem Titel: „Wer einmal aus dem Blechnapf fraß …“ … das Wiederkommen nicht vergaß. Ein geflügeltes Wort unter Gefangenen. Es gehört zur erwarteten Höflichkeit der Gefangenenwärter, sich nicht mit „Auf Wiedersehen“ zu verabschieden, wenn ein Gefangener entlassen wird.

Gefangenenkommunikation ist nicht ohne Gefühlstiefe. So hörte man einst über den Gefängnishof rufen „Straferlass“ und die Antwort darauf, „… der scheißt euch was.“ Gemeint war Erich Honecker, der ihn aussprechen sollte, ihm aber nicht über die Lippen kam, sowenig wie „Amnestie“, worauf die Antwort lautete: „… die kommt nie.“ Es ist die Hoffnung, die aus allen Worten spricht und mit eben solchen Worten genommen wird. Worte verhalten sich wie Zahnpasta, die - einmal ausgedrückt - niemand mehr in die Tube zurückdrücken kann. Einmal ausgesprochen vermag keine Macht der Welt, die Worte zurückzuholen.

So beginnt das Buch der Bücher, ein Jahrtausendbestseller, mit: „Am Anfang stand das Wort.“ So soll es wohl Gott selbst gesagt haben. Er musste es ja wissen – oder?!

Kurznotiz - der Sprache wegen



Es ist noch nicht redigiert, aber frisch ans Werk ist gut begonnen. „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen ..."

So beginnt hier Kapitel 1, ... wie weiter, weiß ich heute noch nicht, denn: „Gut Ding will Weile haben.“

Sicher ist das keine Literatur, dieser Anspruch besteht nicht. Vielleicht ein wenig untergründig, aber wie Konfuzius schon sagte: „Willst Du eine Meile gehen, so beginne mit dem ersten Schritt.“

Obwohl, auch Konfuzius war nicht frei von Widersprüchen, denn er meinte auch: „Einen Abgrund überwindet niemand mit zwei kleinen Schritten."

Hängen wir die Autoren nicht höher, als es dem Werk gerecht wäre. Sprache ist schwierig, damit schreiben erst recht.

Wer da von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" Jesus Christus.

Der fromme Mann rettete freilich keine Autoren vor ihren Kritikern, sondern die Hure Rahel vor ihren Steinigern.

Jetzt erst einmal nicht weiter, wer weiß schon, wohin das noch führt ...

Der Stoff aller Träume



In der Rubrik Fantasy finden sich eine Unzahl von Geschichten über Meerjungrauen, Vampire, Elfen, Drachen von meist weiblichen Autoren. Der Inhalt ist immer gleich, Mädchen sucht einen Prinzen, der sie befreit und glücklich macht. Die Mädchen sind alle in der Art Aschenputtel, die mit den kleinen Füßen und dem gläsernen Schuh, Dornröschen, die 100-jährige, oder wenigstens Schneewittchen. In heutigen Märchen in der Gestalt Meerjungfrau, die Geschichte ist ja weitergegangen.

Jedoch weder früher noch heute liefen Heerscharen von Prinzen herum, um sich ritterlich dem Weibe zu widmen, sie von ihrem schweren Los zu befreien. Daher verwundert es denn doch, dass sich derartige Erwartungen so hartnäckig halten. Mehrheitlich würden die künftigen Prinzessinnen eher gelangweilt wie frustriert herumsitzen, weil die wenigen Märchenprinzen derartig vollbeschäftigt wären, einer Jungfrau nach der anderen aus der Misere zu verhelfen. Vermutlich musste schon deshalb Dornröschen 100 Jahre schlafen, bis sich endlich der Prinz einstellte. Heutigen Tages ist der Berufsstand der Prinzessin auch nicht mehr so verträumt wie einst bei Grimms und Andersens Märchen. In Erinnerung gerufen sei Prinzessin Diana, unglücklich verliebt und früh verstorben. Der da im Weg stand, war kein tapsiger Prinz, sondern ein Pfeiler, gegen den der beschwipste Chauffeur knallte.


Von derartigen Unpässlichkeiten abgesehen, die zur Verfügung stehenden Königs- und Adelshäuser Europas sind eher überschaubar in ihrer Zahl. Es gibt weniger Prinzen, als eventuelle Prinzessinnen sich anbieten, und sei es via eigenem Roman.

Und siehe die zur Verfügung stehenden Schwiegermütter erst, wie Queen Elisabeth, die 80-jährige, die regelmäßig „not amused“ ist ob der Allüren ihrer Prinzenschar.

So wurden diese Prinzessinnenträume - welche Frau träumt nicht gar lebenslänglich von ihrem Prinzen - ersetzt durch die abstrusere Vorstellung von den Meerjungfrauen. Warum nur heißen die Jungfrauen? Weil sie es sind und dank ihrer Erscheinung auch bleiben werden, mit oder ohne Prinzen, selbst wenn es davon mehr gäbe, als zur Verfügung stünden. Das läge nicht am mangelnden Willen, eher an der Unmöglichkeit der Meerjungfrau, dem Habitus der Jungfräulichkeit abzuhelfen. Aber so sind die modernen Träume der Mädels von heute. Wenn es schon nicht klappt mit Prinz und Prinzessin werden, dann wenigstens Meerjungfrau mit zugehörigem königlichen Elternhaus, wenn, dann standesgemäß.

Die betreffenden Mädels leiden in noch jeder Geschichte gar fürchterlich unter nicht geringem Liebeskummer, weil die in Betracht kommenden Liebhaber gar reihenweise versterben, sie ertrinken gar jämmerlich. Andernfalls wäre die Maid vermutlich Jungfrau, nur keine Meerjungfrau, wo der Leser diese gemeinhin vermuten würde - im Meer.


Der Galan würde auch ertrinken, wenn er Marathonolympiaschwimmer wäre, weil dort, wo die Jungfrau sich gewöhnlich aufhält, ist es kalt und nass zudem. Dieser wahrliche Homunculus von einer Frau, unten herum Fisch und oben Mensch mit den üblichen Kurven einer Frau, gar barbusig, wäre zur Fortpflanzung nicht fähig, auch wenn diese Nymphe es noch so sehr wollte. Was in der weiteren Entwicklung dieses Genres nicht selten dazu führt, dass die Nymphe sich zum wahren Biest wandelt, männermordend in ihrer unerfüllten Sehnsucht.


Zur Ehrenrettung dieser Form von Fantasien sei erwähnt, dergleichen Zwitter geistern schon länger durch die Welt der Mythen, da sind diese Nixen durchaus nicht allein. Die Zentauren - halb Mensch, halb Pferd - bevölkerten schon seit der Antike die Mythologie der Griechen. Ebenso einem Singledasein unterworfen wie die viel beschriebenen Meerjungfrauen heutiger Tage, letztere ohne Chance, Eingang in eine Mythologie zu finden, gleich, welchen Volkes auch immer. Denn sind sie verflucht, dann bleiben sie Jungfrauen, egal was der weiblichen Sehnsucht vorschwebt, welcher Mann wünschte sich schon ein verfluchtes Weib.

Oder wegen der Unmöglichkeit trotz aller Bereitschaft, die Jungfrau von ihrem Habitus zu befreien, sie schlicht zu entjungfern. Das würde denn doch eher in platonischer Liebe - ewiges Zielen und niemals abdrücken - enden, was selbst der Prinzen Geduld doch arg überfordern würde. Der Geschichte fehlt schlicht die Aussicht auf das in gewöhnlichen Liebesgeschichten übliche Happy End. Nicht mal die Fantasie der Frauen würde sich erfüllen können.


Dass sich Zentauren, die das gleiche unerfüllte Schicksal teilen, mit einer Nixe fanden und in einträchtiger Schmacht und Leidenschaft, das haben nicht einmal die alten Griechen denken können. Ein wahres Dilemma des Genres.

Hartnäckig halten sich auch diese Vampirgeschichten, der unabdingbare Adel kommt eine Nummer kleiner daher, ursprünglich als Graf Dracula, dem Urvater dieser Gattung. Der hatte immerhin ein historisches Vorbild, wenn auch eher als Massenmörder. Er hieß gar Graf Dracula und meuchelte in seiner Grafschaft höchst real. So hat die Legende einen wahren Hintergrund. Was Autorinnen nicht daran hindert, wahre Schmachtgeschichten drum herum zu schreiben - Amerikaner brachten es zur Fernsehserie Twilight, in deren Folge inflationär Vampirliebesgeschichten geschrieben werden. In der Art, vom Vampir verführt und gebissen, dafür gibt’s gratis lebenslang jung und schön.

Falls die Geschichte ein wenig ausgewalzt wird, finden sich die Liebendenden nicht, weil er nur nachts lustwandeln kann, während sie vor Sehnsucht am Tage vergeht.

Unerfüllte Liebe und Leidenschaft, gepaart mit endlicher Sehnsucht beschäftigt die Autorinnen und deren weibliche Leserschaft, freilich bei Fehlen einer jeden Art von Hoffnung auf das gewöhnliche Happy End. Das ist noch das Natürlichste in all diesen Geschichten, es gibt diese Meerjungfrauen nicht und nicht mal Frauen sollten sich wünschen, in dieser Gestalt je geboren zu werden. Vampire gibt es auch nicht, nicht in der romantischen Art und sonstig auch nicht, in Ermangelung von Unsterblichkeit.

Männerfantasien sind eher von der Sorte Highlander. „Es kann nur einen geben“, immerhin heldenhaft wie unsterblich, mit nicht geringer Erwartung der Frauen, Sehnsucht nach unerfüllter Liebe erfüllen zu können, incl. dem Herzschmerz, wenn die Schrappnelle endlich verstirbt, denn dann kann sich der untersterbliche Galan der Nächsten, wiewohl jüngeren, zuwenden. Zumindest solange er seinen Kopf auf den Schultern behält.

Uns gewöhnlich Sterbliche ereilt dieser Tage die Nachricht von pinkfarbenen Überraschungseiern mit abgebildetem Frauenbild, ein Mädchen in Hotpants und Chi Chi im Inhalt. Als Zielgruppe sind natürlich Frauen und Mädchen anvisiert, denn laut Marketingabteilung sei man zu der Erkenntnis gelangt, dass Mädchen ein Puppengen hätten und auf die Farbe Pink ansprechen wie einst die Gläubigen auf Jesus Christus. Das brachte ihrerseits Deutschlands erste Frontfrau der Emanzipation in Stellung, sie lässt verlauten: „Diese Ü-Eier seien sexistisch, diskriminierend!“ Und sie fordere einen Warnaufkleber, der lautet: „Pink macht Mädchen dumm.“

Das Ganze dient selbstverständlich dem Schutz der lieben Kleinen, weiblichen Geschlechts versteht sich. Frau Schwarzer hat vermutlich noch keine Meerjungfrauen- und Vampirgeschichten gelesen, sonst könnte sie nachvollziehen, „was Frauen wollen“, Prinzen und pinkfarbene Ü-Eier, wegen der Romantik.

Was allgemein zu erleben ist beim täglichen Einkauf im Supermarkt, sind nicht die Kinder, die diese Ü-Eier kaufen, sondern deren Mütter, nicht die Mädchen.


Falls es dieses Puppengen tatsächlich gibt, wird dieses nicht nur vererbt, sondern auch als Vorbild gelebt von den Müttern zur Erziehung ihrer Töchter. Rätseln ließe sich darüber, ob der geforderte Warnhinweis etwas bewirken täte, denn die Meerjungfrauen und Vampire sind nicht nur nicht klüger als diese Puppe in Hotpants, sondern bevölkern eine Unzahl an Romanen, die ganz ohne Warnhinweis gelesen werden. Darüber ließ Frau Schwarzer noch nichts verlauten.



Hier noch schnell das fehlende Happy End, weil die Elfen hier noch nicht behandelt wurden. Da gab es mal jemanden namens Spok, der Vulkanier mit den spitzen Ohren, in der Sci Fi Serie Star Trek. Würde man nun diesen befragen, was er von Meerjungfrauen, Vampiren, pinkfarbenen Ü-Eiern und weiblicher Vorstellungskraft halten würde, würde er antworten: „Faszinierend!“

Nur können wir ihn nicht befragen, er ist bereits 5.000 Lichtjahre weit weg, zusammen mit Käpt’n Kirk und dem Raumschiff Enterpreis. Näheres kann man nachlesen im Kapitel Science Fiction, aber das ist eine andere Geschichte.

Lassen Sie uns versöhnlich enden, geschrieben wird immer, gelesen auch.

Metaphern


„Mein Dank wird dir ewig nacheilen, dich aber nie erreichen“, schon per Definition ist Dank ein Gefühl der Anerkennung und deshalb weder nachhaltig noch rational.

Das mag wohl den Ausdruck „Undank ist der Welt Lohn“ näher erklären, wie es die Volksweisheit vermittelt. Dem zugehörig gibt es noch „zum Dank verpflichtet“, gemäß der Definition also zu nichts.

Es sind diese Metaphern, die unser Leben bestimmen und uns auf den sprichwörtlichen Holzweg führen, wenn wir in Sprache und Kommunikation etwa Wahrheit und Klarheit suchen oder auch nur annehmen würden. Gleich, ob wir in der Rede von Politikern nach Inhalt suchen, in der Werbung oder in Verträgen, es ist wie der Versuch, „gegen den Wind zu pinkeln“ - ebenso erfolglos. Es wundert also nicht, dass wir uns nicht verstehen. Nicht nur Frauen und Männer verstehen sich nicht, auch Politik und Volk reden aneinander vorbei. Die PISA-Studie unterstellt gar unseren Kindern mangelhaftes Textverständnis trotz allen Deutschunterrichts.

Die Existenz von Büchern begründet sich auf Sprache, die - obwohl gelesen - nicht verstanden wird. Am schwierigsten zu lesen sind Fachbücher; die mit Abstand glaubwürdigsten, der beschriebene Inhalt lässt sich in der Praxis nachvollziehen, das Beschriebene erweist sich dann als richtig oder falsch. Sogar von zeitloser Gültigkeit.

Mit Sachbüchern stimmt das so ohne Weiteres nicht, deren Inhalt ist abhängig vom Erkenntnisstand der Zeit, in dem diese Bücher einen gegebenen Sachverhalt beschreiben. Völlig bedeutungslos, denn auch die mit Abstand am meisten gelesenen Bücher sind Bücher der Belletristik. Keinesfalls dient uns Sprache als Erkenntnisgewinn, obwohl wir das voraussetzen. Auch hier ist die Volksweisheit weiter als jedes Regelwerk: „Es irrt der Mensch, solang er lebt.“ Wie denn auch nicht, wenn wir Sprache mit Logik verwechseln.

Rein logisch reichten uns Zahlen, um die Realität zu beschreiben. Richtig oder falsch lassen sich mit 0 und 1 ausdrücken, das Ergebnis ist immer logisch. Nur wer liest schon ein Buch gefüllt mit 0 und 1, nicht zu reden davon, wer dieser Art Inhalt wahrnehmen und interpretieren könnte. Wenn es schon nicht 0 und 1 sind, die uns das Verständnis näherbringen, richtig oder falsch erfüllen diesen Anspruch leider auch nicht. Im Gegenteil, wir glauben der Lüge mehr als der Wahrheit, mitunter vertragen wir die Wahrheit auch nicht. So heißt es oft: „Wir danken Ihnen für Ihre erbrachten Leistungen.“ Das liest sich gut und vermittelt uns das beschriebene Gefühl des Dankes. In Wahrheit gemeint ist: „Das war es dann, länger gebraucht werden Sie nicht.“ Das wäre der Ausdruck von Undank, wäre gar unhöflich und unserem Wohlbefinden nicht zuträglich. Je dicker die Lüge, je eher wird diese geglaubt, eine Grundregel jeder Politik.

„Lügen wie gedruckt“ ist auch eine Metapher, denn gewöhnlich glauben wir: „Was du schwarz auf weiß besitzt, kannst du getrost nach Hause tragen.“

Vermutlich nicht, auch wenn wir es noch sehr gewohnt sind, denn das dickste je gedruckte Buch ist die Bibel. Noch die meisten Texte darin sind wahrlich der reinste Schmarren, Glaube genannt.

Laufend spricht darin Gott zu den Menschen, obwohl wir aus der Geschichte wissen, dass noch nie ein Mensch Gott hat reden hören. Nicht auf den Kreuzzügen ins Gelobte Land, auch in keinem Krieg der Menschen jemals und dieser Tage schweigt Gott gar dauerhaft. Kaum wurde der Bayer Ratzinger Papst, wurde die Metapher in die Welt gesetzt: „Wir sind Papst.“ Sind wir nicht, weder wir im Einzelnen noch das Volk als Ganzes.

Sprache an sich ist ohne Ausnahme kein Ideal der Aufklärung und der Vernunft, nicht nur die deutsche Sprache. Auch Literatur, gleich, ob Buch oder Zeitung hat weder diese Bedeutung noch die Funktion.

Auch wenn die Deutschen das Volk der Dichter und Denker sein wollten, so gilt denn eher, das war einmal. Wir haben keinen Erben eines Goethe, Schiller oder Lessing hervorgebracht. Gleich, ob Autoren oder Schriftsteller, von dieser Art Anspruch der Sprachvermittlung kann seit je niemand leben, auch wenn sich Ehrgeiz und Hoffnung daran noch sehr wie hartnäckig halten. Die zugehörige Metapher heißt „brotlose Kunst“. Die heutige Masse gedruckter Werke entstammt der Masse der Schreiber und Möglichkeiten der Veröffentlichung, nicht der Kunst des geschriebenen Wortes oder des ausformulierten Gedankens. Auch dann nicht, wenn die Feuilletons in den Zeitungen diesen Eindruck zu vermitteln versuchen.

Sprache dient bestenfalls der Unterhaltung, der Formulierung von Lügen und auch mal Wahrheit, weil wir Wahrheit zur Erkenntnis brauchen. Weil uns die Philosophen aufgeklärt haben, dass nur der Mensch zur Erkenntnis fähig sei, was den Menschen deshalb, auch wieder eine Metapher, zur „Krönung der Schöpfung“ erhebt, jedenfalls vom Tier unterscheidet. Es ist ganz allgemein nicht die Erkenntnis, sondern Erfahrung, die unser Denken bestimmt. Wäre es Erkenntnis, würden wir viele Handlungen unterlassen, selbst unsere Gesellschaften wären anders organisiert, als diese es sind. So steht schon bei Karl Marx beschrieben: „Das Sein bestimmt das Bewusstsein.“ Auch dieses ist eine Metapher, die uns begründet, warum wir Arbeiter oder Akademiker sind und das jeweils andere nicht werden können, wenn wir es biografisch einmal geworden sind. Das ruft Zweifel wach, anders ergeht es Marx seinen Schriften bis heute nicht. Es sei daran erinnert, würden wir alle Schüler eines Jahrganges zu Abiturienten und Akademikern ausbilden können, warum gelingt es uns als Gesellschaft dann nicht? Neben vielen anderen Gründen ist es Geld, das die Ausbildung kostet und in den benötigten Summen bisweilen nicht vorhanden ist. Nicht beim Staat, dessen hoheitliche Aufgabe die Bildung ist und nicht bei den Einzelnen, gleich, ob diese sich bilden wollen oder nicht. In einem anderen Zusammenhang sei daran erinnert, dass Geld eine Metapher für Nahrung ist, woraus das Volk die Weisheit bildet: „Ohne Moos nichts los.“


Metaphern sind weit mehr der Inhalt unserer Sprache, als wir wahrhaben wollen. Sie helfen uns bei der Sinnsuche im Leben, beim Ertragen des vernünftigerweise Unerträglichen. Geschäftsbriefe enden, gleich welchen Inhaltes mit der Floskel „mit freundlichen Grüßen“, selbst wenn noch die größte Zumutung darin enthalten ist. Auch so eine Eigenschaft, jeder Mensch erwartet Post, auch wenn mehrheitlich schlechte Nachrichten übermittelt werden als ausgerechnet ernst gemeinte freundliche Grüße.

Der Leser gefällt sich darin, im geschriebenen Wort nicht die Wahrheit zu suchen, sondern die Fehler in Rechtschreibung, Aussage oder Unterhaltungswert. Eine geschilderte Handlung kann noch so abstrus sein wie eine Science-Fiction, sie findet Schreiber und Leser. Das begründet jede Art von Literatur und Lyrik, geschrieben wird immer, gelesen auch. Zur Vollkommenheit des Ausdrucks brachte es der Bestsellerautor Stephen King, er soll gesagt haben: „Zahlen könnt ihr, soviel ihr wollt, zahlt ihr nicht genug, schreibe ich nicht weiter.“ Er soll es gesagt haben, hat er nicht, so wäre es denn gut erfunden. Wir nähern uns damit einem Bereich der Sprache - „die Negation der Negation“, Näheres nachzulesen in den Schriften von Hegel, Engels, Marx und wer sonstig noch die „Welt verschieden interpretierte“ oder bei Goethes Faust, „er habe nun studiert Philosophie, Medizin und Juristerei … und sei so klug wie je zuvor.“

Nichts anderes ist das Ergebnis dieses kleinen Kapitels zur Aufklärung über das Wesen von Metaphern. Es gibt sie halt, nebst Bedeutungsschwangerschaft, welchen Sinngehaltes auch immer. Sie dienen uns der Unterhaltung, nicht der vermuteten Aufklärung oder der Erkenntnis. Aber gut, dass wir einmal darüber gesprochen haben - oder?!

Häresie

Die Gedanken sind frei und die Fantasie grenzenlos bis an das Unvorstellbare. Seit Jahrtausenden wartet die Menschheit auf eine Verlautbarung Gottes oder wenigstens eine Offenbarung. Versuchen wir das, 'ne Häresie könnte gehen, eine Autobiografie: "Ich bin's - Gott."

"Ich will mich mal erkundigen, wie's so gelaufen ist die letzten Jahrtausende - so ohne mich.
Ich ließ euch zuletzt durch Old Jesus ausrichten: „Mir sind reuige Sünder lieber als die Gerechten."

Die Antwort könnte lauten: „Bub, wir haben gerade keine Zeit, wende dich an Ratzinger Joseph, den Bayern. Der ist unser Bibelausleger, und da er ein Bayer ist, sind wir Papst. Wenn du mit dem fertig palavert hast, dann meldest du dich wieder, so in 2.000 Jahren.“

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft, es gilt nicht nur eine Meinung. So wäre denn auch eine andere Perspektive des Dialoges denkbar, wenn wir schon Gott nicht leugnen wollen. Es ginge natürlich auch aus Sicht der naturwissenschaftlichen Brille (Urknall, Gottesteilchen). Laut
Prof. Harald Lesch (München) ist die Physik bis auf 1 Sekunde an den Urknall herangekommen.

In CERN (Teilchenbeschleuniger) hat man gar das Higgs gefunden (Gottesteilchen)...

Dem könnte nun Gott antworten: „Nun denn, ich sehe, ihr seid bemüht, euch mir zu nähern. Habt ein bisschen Respekt vor dem Alter, ich habe noch einen Tinnitus vom Urknall.
Woran ich da auch immer bei der Schöpfung rumgefummelt habe, Tatsache ist, ihr seid mit einem Knall in die Welt gekommen.
Den hat die Menschheit freilich noch immer. Denn wenn ihr lesen könntet, wäret ihr im Vorteil. Ich sagte dem Old Moses einst: „Du sollst nicht töten.“ Stattdessen führt ihr Kriege.

Harald Lesch (ein Bayer) wäre eventuell geneigt zu antworten: „Besonders allwissend kannst du nicht sein, wenn dich der Urknall überrascht hat und wir als Menschheit eher zufällig entstanden sind. Nicht, wie in der Bibel behauptet, durch den Willen Gottes. Sollte die Bibel zudem göttlich inspiriert sein, hättest auch einen Hinweis hinterlassen können, wo wir denn genauer suchen sollten - auf der Suche nach Gott vor dem Urknall. Mit einem Wort, deine Reputation ist zweifelhaft. Dass du gar Gott seiest, erscheint denn alleinig deine Behauptung.“

Vor diesem Hintergrund schaut es nicht wirklich gut aus, dass Gott sich bei den Menschen melden würde in der Absicht eines neuen Versuches. Oder wir ihn gar finden könnten, falls wir denn wollten. Zunächst einmal unabhängig davon, wer von uns ihn finden würde, eine Massenveranstaltung wäre das Ereignis sicher nicht.

Auch hierüber sind bereits zahlreiche Bücher geschrieben und Filme gedreht worden. Von „Dogma“ - Gott ist weiblich und stumm dazu, „Der 13.Apostel ist schwarz“ (während die Bibel eine derartige Unterscheidung mit keinem Wort erwähnt) oder „God‘s Army“, der immer gleiche Kampf zwischen höchst eifersüchtigen Engeln, den Gefallenen und den Tugendhaften, bis zu den apokalyptischen Reitern des Nostradamus. Alles unter der Rubrik: „Auf der Suche nach Gott.“ Unbenommen dieser Vorstellungen und Fantasien stellte sich vor einer Begegnung mit Gott die Frage seiner (wie auch immer) Materialisierung. Selbst wenn er reden wollte, seine Stimme brauchte einen Träger, seine Worte brauchten eine Sprache. Die Sprache der universellen Mathematik würde nicht zur Verfügung stehen, sonst hätte Gott nicht unbedarft und unvorbereitet mit dem Urknall herumgefummelt.

Seine Eigenschaften wären trotz der Annahme, der Mensch sei Gottes Ebenbild, dem Menschen wohl befremdlich. Schwer zu sagen, der Typ war recht labil, wenn man Altes Testament und Neues Testament liest.
Im Alten Testament war er recht rachedurstig und blutrünstig, im Neuen Testament kam er als der
liebende und verzeihende Gott daher. Bis dann Old Jesus von den Menschen ans Kreuz genagelt wurde. Seither schweigt Gott recht beharrlich. Nicht wie nach Jesus, der verzeihende und vergebende Gott, sondern ob seines Schweigens eher nachhaltig nachtragend ob seiner Enttäuschung über seine eigene Schöpfung.

Sollten wir, wie die Wissenschaft mehr und mehr beweist, eher zufällig entstanden sein in den Weiten des Alls und in den Äonen der Zeiten, so wären wir wahrlich gottlos. Wir suchten nicht nach Gott, nicht vor und nicht nach dem Urknall, sondern nach dem Beweis unserer Einzigartigkeit. Nahe an diesem Beweis würde eine zentrale Aussage der Religion fallen, wie es an mehr als einer Stelle der Bibel heißt: „Ich bin Gott, Dein Herr.“ Das Buch der Bücher - die Bibel - würde mithin nur ein gewöhnliches Buch sein, wie jedes andere auch.

Nicht unwahrscheinlich, denn vor diesem einzigen und wahren Gott haben bereits andere Götter die Weltbühne verlassen.

Zeus und Konsorten verließen den Olymp - wohin eigentlich? Die Götter des alten Rom - Jupiter und seine Kanaillen - sind ebenso im Orkus der Geschichte verschwunden, denen gesellten sich die germanischen Götter hinzu. Das Entschwinden von Gott und Göttern erscheint also eher als die Regel denn die Ausnahme.

Ob wir nun eine diffuse Sehnsucht nach Gott oder wenigstens göttlicher Abstammung haben, hat am Entschwinden dieser Gestalten noch nie etwas geändert. Meist aus dem naheliegenden Grund des Vertrauensverlustes, wenn diese ihre vormaligen Versprechen nicht einhielten. Sie säten die Zweifel an ihre Göttlichkeit gar selbst. Was die Menschen noch nie daran gehindert hat, einer Sehnsucht nach Gott zu frönen, wenn auch mehrheitlich in Zeiten höchster Not.

Die Geschichte lehrt uns, dass selbst diese Not mehrheitlich menschlich verursacht wurde aus meist niederen Beweggründen gegen seine Mitmenschen. Warum sollte man also nicht eine weitere göttliche Geschichte schreiben, denn die Bibel hat den Anspruch das „letzte Wort“ Gottes zu sein, schon länger verloren, deren Konkurrenzwerk, der Koran, gar Gleiches für sich herleitet. Was ist mit den Werken Popol Vuh (Maya Bibel) oder das Mahabharata (Hindu Bibel), ebenso göttlich inspiriert, nebst einigen anderen asiatischen Werken mehr? Entweder wäre es heillos zu früh für eine Wiederkehr Gottes oder der Zweifel an ihm von beständiger Ewigkeit wird evident. Der Zweifel nährt sich, denn es steht geschrieben: „Gottes Wege sind unergründlich.“ Es steht zu erwarten, dass diese Zuweisung rein menschlich ist. Wir brauchten eine Ausrede dafür, uns Gott nicht erklären zu können oder sein beharrliches Schweigen zu begründen und schrieben diesen Satz in die Bibel.

„Unverhofft kommt oft“, besagt eine Volksweisheit, warum sich also nicht vorstellen, so ein Zausel tauchte auf und würde äußern: „Ich bin’s – Gott.“

So würde er dann (wie zuvor Jesus) ebenso am Kreuz enden und die Geschichte begänne von vorn. Oder es fände vielleicht ein solcher Dialog statt:

„Wer seid ihr?“

„Wir sind die Menschheit und haben auf der Suche nach dir keine Kosten und Mühen gescheut, uns dir zu nähern.“

„Was habt ihr getan?“

„Wir haben Milliarden von anderen Arten und Spezies vernichtet, unseren Planeten endlich ruiniert und uns in zahllosen Kriegen selbst massakriert - in deinem Namen.“

Und Gott würde antworten: „Verpisst euch.“

Wäre das der Beweis, dass wir ein Irrtum der Evolution sind, keinesfalls beabsichtigt, oder gar der Schöpfung Krönung? Oder die Begründung für Hoffnung, dass wir einen Glauben brauchen, und sei es der an Gott, da noch ausreichend Zeit zur Verfügung steht, bis sich uns der Funke der Erkenntnis erhellt. Und wir werden erfahren, wozu das alles gut gewesen sein soll.

Wir werden den künftigen Generationen etwas mit auf den Weg geben müssen, im Zweifel eben den Glauben an Gott und Göttlichkeit. Vielleicht finden unsere Nachfahren die Antworten, die uns bislang unmöglich erscheinen.

Darwineum


Das gibt es wirklich, es ist der Zoo in Rostock.

Nach Darwin stammt der Mensch vom Affen ab, diese seien gar unsere Vorfahren, unsere Verwandten. Da muss in der Evolution etwas schief gelaufen sein, wenn gar Affen uns zugehörig sein sollten. Mit Bildung brauchten wir Schimpansen und Gorillas eher nicht zu kommen. Laut Bibel sind wir Gottes Ebenbild, seine Schöpfung, vorher war nichts und nach uns folgt nichts.

Nach uns, also nach dem Menschen, folgt nichts, dem könnte vielleicht so sein. Vor uns, so die Erkenntnis, soll es den Urknall gegeben haben, jedenfalls keine Affen. Wir nähern uns dem Verdacht, dass wir eher der Zufall sind, nicht die Regel. Sollte sich diese Erkenntnis durchsetzen, werden wir auch zufällig eines Tages verschwunden sein, einfach so, raus aus der Geschichte des Universums.

Bestenfalls haben wir es dann versucht, als Akademiker, Eliten oder Leistungsträger. Die Geschichte aber ginge ganz ohne unsere Erkenntnis zu Ende. Karl Marx und Gott wären dann im selben Augenblick erledigt, widerlegt. Alle anderen Denker gleich mit ihnen, Wissenschaften und Kultur auch.

Zu befürchten ist, wir haben ein Problem. Wer immer auch unsere Vorfahren waren, viel klüger sind wir nicht geworden, nicht mit Bildung.

Auch alles Geld hilft uns nicht, wir können diesen Planeten nicht verlassen. Nicht allein, dass wir nicht wüssten, wohin, wir kämen dort auch nicht an. Der Brennwert von Geld ist dann doch eher zu gering.

Beschlossen ist nun, dass die EZB Staatsanleihen unbegrenzt kaufen wird, also sie kauft Plunder mit Plunder, weil sie Geld aus dem Nichts schöpfen kann. Gleich nach Evas Sündenfall, laut Bibel, kommt nun dieses über uns, mit Geld aus dem Nichts kauft man etwas, das nichts wert ist.

Mit den Verwandten, den Affen, wollen wir nichts gemein haben, die sind bildungsfern. Mit Geld für nichts wollen wir auch nichts zu tun haben. Was wollen wir dann?

Man weiß es nicht, man weiß es nicht. Also niemand weiß es, die Kanzlerin nicht, die Experten nicht, die Eliten und Leistungsträger auch nicht. Das wird heftig. Wer weiß es dann?

Da wären noch der „Herr Keiner“ und „Frau Niemand“. Sicher ist nur so viel, Geld gab es gestern bereits, heute auch und morgen wird es auch Geld sein, denn wir haben nichts anderes. Wie es heißt - das Geld - ist egal, es darf auch Euro heißen. Nun ist gar egal, was man dafür im Gegenwert erhält, denn die Zentralbank kauft Schulden mit Geld.

Es ist schließlich ihr Geld und dafür kann sie kaufen, was auch immer sie will, wer wollte das je verhindern? Der Herr Weidmann von der Bundesbank? Warum nicht unser Sparkassenberater?

Wer war eigentlich vor den Affen - also unsere Vorfahren? Was war vor dem Geld, was folgt dem nach?

Ist das schlimm? Nicht schlimmer als Nichtwissen, denn wir wissen es nicht. Da hilft uns alle Bildung nicht weiter. Aber ja, die alten Römer kannten keine Null in ihren Zahlen. Jene Null erfanden die Araber, jedenfalls nicht die alten Römer. Null ist ein Platzhalter, für was bitte genau? Seither unterscheidet die Null das Haben vom Sein! Ein Antagonismus, denn wir können nicht nicht sein.

Das ist die Entscheidung der Zentralbank, eine Null zu schaffen (schöpfen), weg kann das Geld nicht sein, nicht mit der Null. Wegen der Schulden war es ja vorher bereits weg, also ausgegeben. Unabhängig von den Verhältnissen, über die wir angeblich gelebt hätten, laut Kanzlerin Merkel (CDU). Im Gegenteil, diese Spardiktate hätte es nicht gebraucht, die hätten wir uns auch sparen können.

Endlich, um 3.000 Jahre nach der Erfindung der Null, die alten Ägypter mussten etwas gewusst haben, das uns entgangen ist, finden wir zurück zur Null. Da sag‘ noch einer, die Erde sei nicht rund, wie einst die katholische Kirche verlautbaren ließ. Wir sind zurück an dem Punkt, als wir begannen - das mit dem Geld und der Null. Allen Unkenrufen zum Trotz, Zukunft findet immer statt.

Zurück zu den Affen, die haben nie eine Schule von innen gesehen, leben aber (weil Primaten) schon länger als der Mensch auf diesem Planeten. Vielleicht machen die etwas anders als der Mensch, was auch immer.

Der Mensch sucht nach Gott und nach einem Weg, diesen Planeten zu verlassen. Es steht zu vermuten, dass das eine wie das andere ein Irrtum ist. Die Gegenwart findet hier statt, heute und jetzt, und die ist eine schlichte Null. Die Experten haben es nicht gewusst, woher denn auch.

Eine Null hat keinen Wert, das System aber strebt nach Werten. Und jetzt ist alles nichts. Das ist nun amtlich, durch Beschluss der EZB, nicht eines Zentralkomitees einer verdächtigen Partei.

Die gute Nachricht ist, uns ging der Glaube verloren, nun gar die Schulden, dafür bleibt uns der Euro erhalten, immerhin. Das System hat erneut gesiegt.

Es gibt nur Gewinner, keine Verlierer, Verluste waren gestern.

War das was, mit Kapitaldeckung, nach SPD/Grüne/CDU/FDP? Die haben wir jetzt mit der EZB, nur anders, als die Politiker es uns weismachen wollten. Die hätten wir dafür nur nicht gebraucht, weil schon Altkanzler Adenauer (CDU) verlauten ließ: „Was interessiert mich mein Gerede von gestern!“

Wahrheit



Bekannt ist, Eva reichte dem Adam den Apfel und sie stellten fest: „Wir sind ja nackt!“ Eine Sekunde später flog die Menschheit aus dem Paradies. So steht es geschrieben in der Bibel. Der Rückschluss aber wäre, wenn doch nackt der paradiesische Zustand wäre, warum hat der Mensch dann die Mode erfunden?

Das aber ist es nicht, sondern die Aussage der Bundesregierung nach der Feststellung, dass ein verheiratetes Rentnerpaar um 1800 Euro monatlich an Nettorente hätte, also gut versorgt sei. Aha, nur am gleichen Tag erschien die Zahl für die Untergrenze zur Armut, wonach ein Single arm sei, wenn er weniger als 952 Euro monatlich zur Verfügung hätte.

Übertragen auf das erwähnte Rentnerehepaar stellt sich die Frage: Seit wann sind dann 1800 Euro für 2 Personen nicht Armut, wenn der Single mit 952 Euro gar arm ist?

Wem Gott ein Amt gibt, den schlägt er auch mit Blindheit, da muss etwas dran sein.

Ein anderes Beispiel sind die Strompreise. Empfehlung des Bundesumweltministeriums lautet, man solle Strom sparen auf die eine oder andere Art. Nur steigen die Strompreise trotzdem, es kann demnach an den Bemühungen, Strom einzusparen, nicht liegen.

Die Strompreise steigen, weil einst SPD/Grüne die Ökosteuer erfunden haben und das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) - mit anderen Worten, weil Strom produziert wird, wird Strom teurer. Jedenfalls nicht billiger, nur weil Strom gespart wird. Gerade mit mehr Nachfrage müsste Strom billiger werden, so die heilige Kuh des Marktes. Seit SPD/Grüne und nun mit CDU/FDP aber gilt, produziert wird auch ohne jede Nachfrage, Hauptsache die Preise steigen.

Das Bundeswehrprinzip: „Klappen muss nichts, Hauptsache das Prinzip ist richtig.“

Die Bundesregierung ist grundsätzlich der Meinung, dass Steuersenkungen nichts bringen würden, dann würden nur die Gewinne der Unternehmen steigen, der Verbraucher hätte davon nichts. Dem mag so sein, zuerst aber gilt, dass die Steuern die Preise verteuern, der Verbraucher zahlt alles, auch den Gewinn der Unternehmen. Steuern damit zu begründen, dass ohne diese die Gewinne der Unternehmen steigen würden, erscheint daher wie ein Sisyphosargument, also Steuern mit ihrem Gegenteil zu begründen. Man hätte nur diese Steuern nicht zu erfinden brauchen, dann gäbe es diese Teuerungen nicht. So wurde ebenfalls die Tabaksteuer erhöht, um die Renten zu sichern, mit dem Ergebnis, dass es heute weniger Rente als je zuvor gibt trotz der höheren Tabaksteuer.

Nicht erst seit Kanzlerin Merkel (CDU) gilt das Mantra der „Staat muss sparen“, das wollte schon Altkanzler Schröder (SPD) mit seiner Agenda 2010 (Hartz IV, Rente mit 67 usw.).

Das wundersame Ergebnis aber ist, dass es mehr Staatsschulden gibt - nicht weniger. Und mit Eurorettung, Banken- und Griechenlandrettung gar eine Verdoppelung der Staatsschulden erreicht wurde.

Wenn der Staat so weiterspart, verdoppelte sich nicht nur der Strompreis bei halbierten Renten, es bräuchte auch den doppelten Glauben, dass Sparen überhaupt eine sinnvolle Idee denn sein könnte.

Wonach genau suchte der Mensch, als er entdeckte, dass eine Kuh Milch gibt?

Es ist nicht so einfach mit Moral und Wahrheit, trotz der Jahrtausende, die der Mensch bereits auf dieser Welt lustwandelt. Welche Tugend ist schon einfach und vielversprechend?

Eine gegenteilige Behauptung ist noch keine Lüge, sondern Nichtwissen. Eine Lüge wäre denn Sünde, Nichtwissen schlimmstenfalls Dummheit, sonstig ein verzeihlicher Irrtum. Darauf berufen sich die Politiker mit ihrer Chuzpe, denn „Herr vergib ihnen, sie wissen nicht was sie tun“ (Jesus, anlässlich seiner Kreuzigung).

Was denn doch eine Blasphemie der Christen an sich ist. Denn entweder ist Maria durch jungfräuliche Geburt die Mutter von Jesus und mithin Gott selbst der Vater. Wäre dem so, hätte Jesus am Kreuz gesprochen, „Vater vergib ihnen …“, nicht „Herr“. Vater begründet die Blutlinie, Herr ist eine hierarchische Zuordnung, wozu es der Verwandtschaft nicht bedurfte.

So wäre Jesus bestenfalls nicht wissend gewesen, die christliche Religion ein schlichter Irrtum - nach den Handlungen und Erklärungen der Politiker. Dann gnade uns Gott, welchem auch immer. Oder unsere Politiker wählten das Alte Testament als Vorbild einschließlich der 10 Gebote. Dann wären wir alle Gott befohlen, wiewohl Jesus gar umsonst am Kreuz verstorben wäre. Weil Lügen und Nichtwissen nicht das Gleiche ist.

Was immer auch Politiker von sich geben oder in Gesetze umsetzen, wäre mit Nichtwissen begründbar, man habe es nicht besser gewusst. Gleichzeitig wären wir fern der Wahrheit.

Das aber wohlbegründet, nach der Frage des Pilatus, Stadthalter Roms in Jerusalem, er fragte Jesus: „Wessen bist du angeklagt?“

Jesus: „Weil ich die Wahrheit verkünde.“

Pilatus: „Was ist Wahrheit?“

Erkennbar nicht, was Politiker so reden und - weit schlimmer noch - zum Vorbild erheben. Mit der Wahrheit kann man keine Wahlen gewinnen. Wenn dem so ist, und dem ist so, wer aber lügt dann und warum wird der Lüge so viel mehr vertraut? Weil es so unglaublich einfacher ist, als der Wahrheit zu begegnen.

Ohne diese Apfelgeschichte der Eva wäre die Unfehlbarkeit Gottes bereits widerlegt. Eva und Adam hätten gar fürchterlich gefroren, so nackig. Irgendein Klima wird es selbst im Paradies gegeben haben, nur Gott hatte vergessen, die Kleidung zu erschaffen.

Dass es nach dem Sündenfall nicht mehr paradiesisch zuging, wäre noch erklärbar, einen Unterschied wird es ja geben müssen. Nur begründet die Wahrheit nicht das Paradies, es sei denn, man dürfte Gott vorhalten: „He Bub, hier ist es bisschen kühl, hast du mal eine Decke für mich?“ Das wäre Erkenntnis, wegen dieser ja gerade Adam und Eva aus dem Paradies verbannt wurden.

Anzunehmen Politik wäre irgendwie göttlich, wäre denn ein Trugschluss, denn die wissen tatsächlich nicht, was sie tun oder daherreden.

Die Renten sind nicht sicher und 1800 Euro für ein Rentnerehepaar keine „gute Versorgung“, sondern Rentnerarmut. Stromsparen führt nicht zu mehr Geld, sondern zu höheren Preisen für den Strom. Möglicherweise beruht die Christenheit auf einem Irrtum, und Gott selbst ist eine Lüge.

Jesus selbst soll die Menschheit freigesprochen haben in seiner Antwort auf die Frage des Pilatus: „Was ist Wahrheit?“ Jesus soll geantwortet haben: „Manchmal ist es das Recht des Angeklagten zu lügen, manchmal sogar seine Pflicht.“ Das ist christlich.

„Der Ehrliche ist der Dumme“, so der Volksmund, ergo ist mit Wahrheit kein Staat zu machen.

10 kleine Negerlein



Z. Zt. beschäftigen sich Verlage ernsthaft mit der sprachlichen Bereinigung von Kinderbüchern, da Begriffe wie Neger angeblich heute nicht mehr verstanden würden, diskriminierend seien. Betroffen ist u.a. ein Autor von Kinderbüchern, der heute 90 Jahre alt ist. Dieser Art politischer Sprachpflege verführt zur näheren Betrachtung:


Sprachverliebtheit


Es ist eine typisch deutsche Macke, sich in Sprachverliebtheit zu üben, dergleichen Unfug blüht schon länger.
In der DDR war der Begriff Neger durch Afrikaner ersetzt worden.

Indianer sind ohnehin ein historischer Irrtum, da Columbus sich in Indien wähnte und nicht etwa in Amerika.
Daher benannte er die Eingeborenen fälschlich als Indianer statt Amerikaner.
Zudem handelt es sich bei den Indianern um Völker, Navajos sind nun einmal keine Hopi usw. - heute werden sie als indigene Völker bezeichnet.

Zigeuner sind gemeinhin Sinti und Roma, wenn man es denn schon politisch korrekt haben wollte.



Wer also wollte oder sollte nun die alten Klassiker, etwa Karl May, dahin gehend korrigieren, die teils irrtümlichen, teils diskriminierenden Begrifflichkeiten umzuschreiben und wie viel Werktreue bliebe da noch erhalten?
Da gäbe es noch den ebenso früher geläufigen Begriff des Bastards für nicht ehelich geborene Nachkommen, die zumeist auch kein Erbrecht hatten.
So war nun einmal das Sittengemälde jener Zeiten, die nicht ohne Grund überwunden wurden.

In keiner Diskussion wurden bislang die Amerikaner des Völkermordes verdächtigt, trotz ihrer Feldzüge und Umgangsformen mit den oben benannten Indianern.

Und noch mal DDR, seinerzeit war es gebräuchlich, seine Freundin als Ische zu bezeichnen, die betreffenden Frauen haben gegen diese Begrifflichkeit nicht einmal aufbegehrt.

Derartige Sprachspleenigkeit pflegen nur die Deutschen, vermutlich, weil sie keine Sprache ihr eigen nennen, sondern sich einer Obrigkeitssprache bedienen, Hochdeutsch genannt. Deutsch hieß ursprünglich Theutsch, nicht etwa germanisch. Die Germanen eben, aus denen die Römer Teutonen machten, wiewohl als Barbaren angesehen. Die Österreicher bezeichnen uns nördlich der Alpen Wohnenden als Piefkes.

Es wäre bestimmt von verhaltener Unterhaltsamkeit, die alten Klassiker in politisch korrektem Ausdruck zu lesen. Die alte Frage: „Was wollte der Dichter uns damit sagen?“, gewänne einen völlig neuen Aspekt. Oder die betroffenen Werke in ihrer Originalfassung einen besonderen historischen Wert.

Weitere Beispiele zu der besagten Diskussion, Zitate aus dem bookrix-Forum: „Gibt es bald keine Negerlein mehr?“

Vor Jahren ist in den USA Mark Twains „Tom Sawyer" das Gleiche widerfahren wegen „Neger Jim" und „Nigger". Dort hat man allerdings die Bücher verbannt und nicht nur die Neuauflagen „entschärft".


„Auch Eskimo ist ja heute ein Schimpfwort ...“ Gemeint ist das Volk der Inuit.


So lesen wir: „Negerkuss und im südwestdeutschen Raum Mohrenkopf sind veraltete Bezeichnungen für den Schoko- oder Schaumkuss ..."


Was machen wir denn demnächst mit dem Buch:
„Neger, Neger, Schornsteinfeger"
von Hans-Jürgen Massaquoi???

Es wird wohl umbenannt in:
„Stark Pigmentierter, stark Pigmentierter, Kaminreiniger"


„Noch ein Beispiel ist bei der Neuauflage von Enid Blytons „Fünf Freunde" zu finden. Ein Buch dieser Reihe hieß früher noch „Fünf Freunde und ein Zigeunermädchen". Mittlerweile läuft es unter dem Titel „Fünf Freunde und die wilde Jo".
Innerhalb der Bücher wird der Terminus „Zigeuner" vermieden und durch „Landfahrer" ersetzt.


Die geneigten Leser/innen dieser Zeilen werden sicher eigene Werke ihrer Kenntnis benennen können, deren Inhalt in politischer korrekter Lesart hernach recht eigenwillig anmuten würde.

Sexismus



Rainer Brüderle (FDP), Fraktionsvorsitzender im Bundestag äußerte in München gegenüber einer Journalistin, sie könne ein Dirndl gut ausfüllen. Den Ausdruck fasste die Journalistin als anzügliche Bemerkung und sexistisch auf. Daraufhin begann eine laute Debatte über sexuelle Belästigung der Frauen im Allgemeinen und in der Öffentlichkeit, geführt von Frauen.

Die sich belästigt fühlende Journalistin stammt aus Hamburg, das empfohlene Dirndl ist ein bayrisches Trachtenkleid, das verbreitet und ohne besondere Befindlichkeiten von Frauen bevorzugt getragen wird. Die Veranstaltung, auf der die anzügliche Äußerung gefallen war, befand sich in zeitlicher und räumlicher Nähe des Münchener Oktoberfestes, das größte Volksfest in Deutschland, bei dem Frauen mit Vorliebe ein Dirndl tragen. Ob man das in Hamburg nun glauben kann oder nicht, so sind die Gebräuche in Bayern.

Die Trägerin eines solchen Kleides braucht neben einer gewissen Stilsicherheit auch gewisse Eigenschaften, damit die Tracht hernach auch nach etwas ausschaut nebst dem Mut, ein ausladendes Dekolleté zu tragen und mithin zeigen zu können. Wie einst Kanzlerin Merkel (CDU) zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele ein doch tief ausgeschnittenes Dekolleté der Öffentlichkeit vorzeigte und für ebensolchen öffentlichen Gesprächsstoff sorgte. Von irgendeinem Sexismusverdacht war nicht die Rede.

Kurz und gut, die Trägerin eines Dirndl wird erwartete Attribute vorweisen können müssen, wollte sie damit in der Öffentlichkeit bestehen können.

Ein weiterer Aspekt ist, dass nach der Rechtsprechung bundesdeutscher Arbeitsgerichte die Arbeitgeber die gewünschte Kleidung vorschreiben dürfen. In der bayrischen Gastronomie sind Dirndl weitverbreitet als Arbeitsbekleidung, naturgemäß für Frauen. In anderen Branchen sind Knie umspielende Röcke üblich - der von den Arbeitgebern gewünschte Dresscode. Wir werden, gleich, ob Frauen oder Männer den Arbeitsgerichten sicher keinen Sexismus vorhalten.

Es mag ein Ausdruck von fehlenden Manieren darstellen, fremde Frauen in der Öffentlichkeit anzusprechen und ihnen modische Empfehlungen zu geben. Daraus eine Sexismusdebatte herzuleiten, erscheint nahezu an den Haaren herbeigeführt. Frauen wollen sich attraktiv kleiden, gar gesehen und möglichst bewundert werden, wenn auch eher in platonischer Erwartung. Aber selbst Blicke werden in der Sexismushysterie als „anzügliche Blicke“ gedeutet. Dem sei entgegnet, „Frauen sind das beste andere Geschlecht, das Männer kennen.“, incl. den zugehörigen Verhaltensweisen. „Wo Frauen sind, schauen Männer hin.“ Umgekehrt ist es für Frauen empfindlich, etwa bestimmte Mode nicht tragen zu können, so eben auch ein Dirndl nicht, weil zuweilen die Voraussetzungen dafür fehlen. Im Übrigen sind Frauen gegenüber anderen Frauen gerade in Modefragen die größten Kritikerinnen.

Mit einem Wort - gerade Frauen schauen andere Frauen an, bewerten und vergleichen diese.

Der Vorwurf des Sexismus, im Bezug auf die benannte Empfehlung eines Dirndl, ist nichts weniger als Hysterie. Nur weil eine Hamburgerin dieser bayrischen Tracht nichts abgewinnen kann, sei es aus Unkenntnis deutscher Regionen, sei es aus mangelndem Selbstbewusstsein, ein solches Kleid für sich selbst nicht als infrage kommend zu betrachten. Eine Bayerin versteht eine solche ausgebrachte Empfehlung eher als Kompliment, eine Frau für geeignet zu sehen, ein Dirndl zu tragen, zumal bei der Gelegenheit des Oktoberfestes. Der sich bietende Anblick mag neudeutsch ein „Eyecatcher“ sein, kein absolutes Muss für Frauen, die diesen Anblick nicht bieten wollen, soweit sie nicht in der tradierten bayrischen Gastronomie beschäftigt sind. Dort aber werden nicht wenige Arbeitsplätze gestellt, von der die Bundeskanzlerin sagt: „Sozial ist, was Arbeit schafft.“ Oder um den Volksmund zu Wort kommen zu lassen: „Wem es in der Küche zu heiß wird, sollte kein Koch werden.“ Für Frauen, denen ein Dirndl wie eine Zumutung erscheinen mag, wäre es nicht empfehlenswert, sich als Kellnerin auf dem bayrischen Oktoberfest zu bewerben.

Unbenommen sollen sich in der Öffentlichkeit Frauen, gleich, welcher modischen Neigung folgend, ohne Belästigung durch Dritte bewegen können. Aus bayrischem Brauchtum und Trachten eine Sexismusdebatte zu machen, ist jedoch unsinnig. Hierbei leistet die Journalistin und in ihrem Gefolge die aufgeregte weibliche Öffentlichkeit der behaupteten Frauensache einen Bärendienst.

Weibliche Mode ist in weiten Teilen figurbetont, gleich ob Jeans, Kleider oder Röcke und bevorzugt von Frauen nachgefragt, sonst gäbe es diese Mode nicht. Sich also zu echauffieren, Zeter und Mordio zu schreien, trägt dann eher alle Züge von nicht wirklich durchdacht. Die bayrischen Dirndl-Schneider sind das von Beruf und nicht per se sexistisch.

Es wäre erwartungsgemäß seltsam, würden Frauen in Hamburg auf dem Fischmarkt oder in anderen Städten außerhalb Bayerns ein Dirndl tragen, nur verlangt das auch niemand. Besucherinnen des Oktoberfestes wären, gleich, welcher regionalen Abstammung, keine auffallende besondere Erscheinung. Zu dieser Gelegenheit sind diese Kleider eine gewöhnliche Erscheinung.

Bemühen wir Wikipedia und entnehmen die Definition: „Unter Sexismus versteht man die soziale Konstruktion von sexuellen Unterschieden zwischen Menschen und die daraus abgeleiteten Normen und Handlungsweisen. Der Sexismus unterteilt alle Menschen anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Frauen und Männer, unterstellt ihnen damit eine grundlegende Unterschiedlichkeit ...“ So wird aus dem Begriff kein geeigneter Kampfbegriff der Frauenbewegung, sondern eine gegebene gesellschaftliche Konvention. Auch wenn Wikipedia in der gleichen Definition damit endet: „… und weist ihnen auf dieser Basis unterschiedliche Rechte und Pflichten zu.“ An das Tragen eines Dirndls sind außerhalb des Arbeitsrechtes keine besonderen Pflichten und Rechte oder deren Einschränkung gebunden.

Es ist der weiblichen Mode zugehörig, die zudem besonders auf die weibliche Anatomie zugeschnitten ist. Es ist einer jeden Frau frei überlassen, welche Partien sie ausdrücklich betonen will, seien es nun Beine, Brust oder Po. Dass Frauen und Männer unterschiedlich sind, weiß man nicht erst seit gestern, sondern es ist eine durch Mutter Natur eingerichtete Eigenschaft, ihrem Wesen nach der Fortpflanzung dienend.

Anhand der Definition des Sexismus eine Machtfrage über Patriarchat oder Matriarchat herzuleiten, ist ebenso unsinnig.

Die so benannte Machtfrage hat nichts mit der Kleidung der Frauen zu tun. Eventuelle Qualifikationen für gesellschaftliche Positionen haben nichts mit Hose oder Rock zu tun oder männlicher und weiblicher Anatomie. Es ist naheliegend und tradiert beim Besuch des Oktoberfestes, Frauen im Dirndl zu erwarten. Eine Erwartung, die beide Geschlechter gleichermaßen pflegen, nicht um der Frage nachzugehen, „wer ist Koch und wer ist Kellner“ oder „Köchin und Kellnerin“. Ein Dirndl als sexistisch zu verunglimpfen und gar nach Political Correctness zu rufen, schlägt dem berühmten Fass denn doch den Boden aus.

Frauen tragen eines - ihres geschlechtsprägenden Merkmals natürlicherseits sichtbar - Brüste. Nicht wenige Frauen würden sich ebenso echauffieren, würde nunmehr politisch korrekt dergestalt in die Mode eingegriffen, wenn sie dieses Geschlechtsmerkmal „verstecken“ würde. Das Volk der Bayern beiderseitigen Geschlechts wird sich sicher das Dirndl als solches nicht verbieten lassen, nur weil eine Hamburgerin daran Anstoß nimmt.

Trachten im Allgemeinen und Dirndl im Besonderen gehören zum regionalen Kulturgut, sie unterliegen nicht dem Definitionsbegehren der Frauenbewegung. Diese hat in ihrer Geschichte schon mehr Merkwürdigkeiten gezeitigt. Man erinnere sich an die 1960er Jahre, als Frauen auf Demonstrationen gegen den BH als Instrument der Unterdrückung der Frau diese BHs verbrannten. Es ist nicht erkennbar, dass Frauen auf den BH verzichten würden oder dieser aus den Regalen der Händler verschwunden wäre.

Wenn die Anmerkung, „ein Dirndl tragen zu können“ nicht als Kompliment, sondern als anstößig wahrgenommen wird, dann haben Frauen ein vermutetes Problem tiefer liegender Ursache. Unbenommen des Umstandes, dass man fremden Frauen sicher keine modischen Empfehlungen ausspricht, hätte sich die Journalistin diese Empfehlung schlicht verbeten oder sich ihrerseits über die Krawatte von Herrn Brüderle äußern können. Der Krawatte unterstellte die Frauenbewegung bereits den Hinweis als Phallussymbol. Besonders logisch war dieses so wenig wie aktuell die Aufregung um die Dirndlerwähnung.

Inhalt



„Was will der Autor uns damit sagen?“, damit befassen sich Sprache und Ausdruck.

Wir kennen 1000 Worte, benutzen aber durchschnittlich nur um 360 Worte in unserem täglichen Sprachgebrauch. Daher kommt es, dass wir so schwer verstehen. Uns fehlen zuweilen die Worte, jene, die wir nicht gebrauchen im Alltag.

Man nennt das auch den „gemeinsamen Kommunikationsbereich“. Wir alle verstehen uns nur innerhalb der Worte, die wir gemeinsam gebrauchen.

Nehmen wir Machiavelli, der behauptet: „Ein Mensch tut alles, um sein Ziel zu erreichen“ (aus: „Macht und Staat“), ein Standardwerk der Literatur und Philosophie. Und setzen wir diesen Satz in die jüngeren Aussagen vergleichend gegenüber: „Sozialhilfeempfänger sind faul, rauchend, saufend und bildungsfern“, Zitat Franz Müntefering (SPD) zur Begründung der Agenda 2010 (Hartz IV).

Die SPD erfand dafür den Begriff „Prekariat“, weil Proletariat historisch mit Arbeiter determiniert ist.

Was ist nun der Zusammenhang zwischen Machiavelli und Prekariat? Was ist mit jenen, deren Ziel das Überleben ist, weil sie nicht arbeiten können? Wie z.B. die Alleinerziehenden, die Frührentner und chronisch Kranken? Oder die Aussteiger, die eine jede Gesellschaft hat, weil deren Hoffnung eine andere ist?

Nicht jetzt und hier ist diese Frage zu beantworten. Hier geht es um Kommunikation, die Wahl der Worte und was wir verstehen, wenn diese Worte geäußert werden. Das ist die Intention der weiteren Kapitel. Sind wir in der Lage, uns zu verstehen?

Worte und Sätze sind verbunden mit Emotionen und sinnlicher Wahrnehmung (lesen oder hören), aber auch abhängig von unserer Sozialisation. Der Inhalt dieses Titels befasst sich mit dieser Vermittlung. Was wird gesagt und was wird verstanden und wie wird es wahrgenommen? Der Worte tieferer Bedeutung, auch Inhalt genannt. Keine universelle Anleitung, ein jeder Leser wird individuell rekapitulieren für sich selbst.

Wir alle kennen die Schulweisheit, wenn es heißt. „Was will der Dichter uns damit sagen?“ Und wir kennen unsere erste Reaktion: „Woher soll ich das denn wissen?“ Nicht? Das nennt sich heute „Textverständnis“, frei nach der PISA-Studie.

Nachdem das gesagt ist, mag der geneigte Leser den Kapiteln das jeweilig Seine entnehmen.

Kinder statt Inder



So titelte im Wahlkampf einst Jürgen Rüttgers (CDU). Heute, unter Kanzlerin Merkel (CDU), wird eine marktkonforme Demokratie als Ziel benannt.

Dabei sind Kinder nicht marktkonform, sondern Armutsrisiko Nummer eins. Kinder kosten Geld und das nicht zu knapp - das der Eltern, die Wirtschaft verdient daran, auch nicht zu knapp. Zumal an Kleinkindern. Gleich, was Eltern ihren lieben Kleinen einflößen, kommt unten wieder heraus, es geht sprichwörtlich in die Hosen, Windeln. Die Windelindustrie macht wahrlich aus Scheiße Geld.

Tatsächlich für Kinder gilt: „Sie säen nichts, sie ernten nichts und der Herr ernährt sie doch.“ Sie sind nicht marktkonform, sondern Kostgänger. Der Markt nimmt nur, die Firmen tun nichts für Kinder. Private Kindergärten verlangen Gebühren, zuweilen in Höhe eines Niedriglohnes. Die Wirtschaft unterhält keine Betriebskindergärten wie teilweise noch in den 1960er und 1970er Jahren. Arbeit und Kind vertragen sich nicht, schon gar nicht für alleinerziehende Mütter, Väter auch. So werden Alleinerziehende ebenso Kostgänger des Staates. Prekariat, eine Wortkreation ausgerechnet der Sozialdemokraten.

So haben wir die Wahl alle Jahre wieder zwischen Sozial- und Marktdemokraten, wobei der Unterschied weniger als marginal ist, es besteht kein Unterschied. Gleich einer Wahl zwischen Pest und Cholera.

Eine Randnotiz aus der Geschichte: Meine Oma brachte es zu Hitlers Zeiten auf 15 Kinder. Wie hat sie das eigentlich geschafft? Wie Opa befanden sich die Männer an der Front, während Oma so fleißig bemüht war, den GröFaZ (Größter Feldherr aller Zeiten) mit kleinen „Siegfrieds“ zu versorgen.

Seither geht die Geburtenrate zurück, statistisch werden heute 1,396 Kinder pro Frau geboren. Nicht pro Jahr, sondern im Leben einer Frau. Schließlich sollen und wollen Frauen Beruf und Karriere machen - ganz marktkonform und kanzleringerecht.

Für Kanzlerin Merkel (CDU) ist das nur konsequent, denn „wir müssen an die künftigen Generationen denken“. Nur welche Generationen, wenn keine Kinder geboren werden? Wenn „Kinder Zukunft sind“, bleibt nur der Schluss übrig, dass es ohne Kinder keine Zukunft gibt. Oder besser so: „Kinder sind reine Science-Fiction“.

„Wo die Not am größten ist, wächst immer auch das Rettende“, sagt ein asiatisches Sprichwort. Hier in Deutschland dräut die FDP, „der Markt regelt alles“. Bereits heute werden nicht geringe Umsätze mit künstlicher Befruchtung und Samenspenden gemacht. In Zukunft wird das Klonen möglich sein. Der Begriff vom Wunschkind gewinnt eine völlig neue Bedeutung.

Natürlich „privat vor Staat“, wer es sich leisten kann. Eine Garantieformel dafür, dass Armut sich sicher das eine wie das andere wird nicht leisten können, dank Merkels „Leistung muss sich lohnen“. Das ist die gedachte marktkonforme Demokratie.



Juliane Werdings Lied „Kinder der Liebe sind wir alle auf der Welt“ hat gute Chancen, ein neues Kapitel in Grimms Märchen zu eröffnen, „es war einmal …“. Bewahren wir uns die Erinnerung daran, wie es heute noch verbreitet ist, Kinder auf herkömmliche Art in die Welt zu setzen. Kinder zeugen darf man ja bereits nicht mehr sagen, weil es Sexismusverdacht wecken könnte. Denn Männer können nur zeugen. Gebären können (auf althergebrachte Weise) nur Frauen. Wer weiß wie lange noch. In Zeiten des Klonens werden bereits Embryonen in der Petrischale gezüchtet, der Begriff des Zeugens verbietet sich. In diesem Prozess geht uns dann doch ein Stück Menschlichkeit verloren, denn geklont wird nur das jeweils Wünschenswerte. Was nicht wünschenswert erscheint, ist „lebensunwert“. Wann genau hatten wir das zuletzt? Nein, nicht schon wieder das Thema. Hier soll nur an Dantes Inferno erinnert werden: „Wer hier eintritt, lasse alle Hoffnung fahren.“

Kinder kosten Geld, nicht zu knapp. Was also ist naheliegender, als dass man diesen Geburtsprozess marktkonform den Effizienzkriterien unterwirft? Das wäre jedoch nicht zu Ende gedacht, denn Kinder arbeiten nicht. Zumindest sollen sie das nicht, auch wenn Franz Müntefering (SPD) einst postulierte: „Wer nicht arbeitet, der soll auch nichts essen.“

Diese Zeit des arbeitslosen Verharrens währt nicht weniger als 18 Jahre, unter bildungsidealistischen Bedingungen auch schon mal 25 Jahre. Es war einst Altbundeskanzler Schröder (SPD), der im Zuge seiner Agenda 2010 die Bildungsinvestitionen des Bundes auf das Niveau von 1960 reduzierte, gar Studiengebühren einführte, eine Art „die Milch sauer machen“, die lieben Kleinen von der Bildung zu entwöhnen. Kanzlerin Merkel (CDU) eiferte ihm nach, „sozial ist, was Arbeit schafft“, nicht Bildung.

Deutschland, deine Politiker, oder um mit Heinrich Heine zu reden, „denk ich an Deutschland in der Nacht …“.

Man möchte fast meinen, dass das Ergebnis der PISA-Studie „mangelndes Textverständnis“ geradezu Ausdruck des Protestes der Kinder ist gegen dieses Kauderwelsch der Politiker. Als Kind möchte man am liebsten seine Eltern befragen: „Was genau habt ihr euch eigentlich dabei gedacht?“ Nichts, ihr Lieben. Zumindest nicht beim herkömmlichen Akt, auch Liebe genannt. Wir gehören noch zu den unschuldig Geborenen. Beim Prozedere der künstlichen Befruchtung oder des Klonens müssen sich die Beteiligten durchaus etwas Gedanken machen, welcher Art auch immer. Allein es steht zu befürchten, dass dann doch ein Stück Bildungsinhalt verloren gegangen ist, denn laufend wird uns erklärt, wie man Kinder verhindert. Wie man welche macht, wird (zumindest öffentlich) nicht erklärt.

Es gewinnt die Neugier etwas Raum, wenn wir uns vorstellen, dass Ei und Spermium der Sprache mächtig wären und einen Dialog führen würden. Als das Spermium auf die Eizelle trifft und diese fragt:

„Was willst du von mir?“

„Ich will dich befruchten, damit ein Kind geboren wird.“

„Wofür?“

„Damit es lebt und schließlich arbeitet, bis ihm der Rücken bricht“.

Das Ei würde wohl antworten: „Verpiss dich!“

Vielleicht ist das der Grund der geringen Geburtenrate? Nein, diese Gefahr besteht nicht, denn seit Jahrtausenden schon werden Kinder strunzdumm geboren. Sie können nichts, sich nicht selbst ernähren, nicht einmal sprechen, nicht einmal laufen. Alles muss ihnen mit viel Geduld beigebracht werden, allein - sie lernen schnell. Darauf beruht die Hoffnung, dass Zukunft immer stattfindet. Und die gehört den Kindern, es ihr ureigenes Vorrecht.

Das ist marktkonform, denn die Wirtschaft lebt davon, „die ständig steigenden Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen“, frei nach Karl Marx („Das Kapital“). Dafür brauchen wir keine marktkonforme Demokratie, sondern eine soziale Demokratie. Dann, so will man der Wirtschaft ins Gedächtnis rufen, lässt sich auch mit Scheiße Geld verdienen. Angefangen von Windeln bis Klopapier, es ist alles für den Arsch.

Zum versöhnlichen Schluss dieses noch: In gut geführten Hotels befinden sich zwei Waschlappen im Badezimmer. Gekennzeichnet mit G und A. Warum? G = Gesicht, A = alles klar, oder?! Nein, A = Antlitz und G = Gesäß.

Krass



Da schreibt Günter Grass ein Gedicht und löst den Protest der Literaten aus und ruft eine heftige Reaktion Israels hervor - Einreiseverbot und die Forderung der Aberkennung des Nobelpreises - weil er in Lyrik verklärte, dass Israel den Weltfrieden bedrohen würde.

Krass, was er da literarisch gleich um die ganze Welt verlauten ließ. Während Kanzlerin Merkel (CDU) verkündete: „Die Sicherheit Israels zu schützen ist Teil der Staatsräson Deutschlands.“

Und im Volk eine Grundstimmung vorherrscht -„Mission erfüllt“ durch dieses Gedicht.

Weiter können Welten nicht auseinanderliegen als in Deutschland zwischen Volk und Dichter und zwischen Volk und Regierung.

Historisch gesehen liegt der Dichter falsch, die Kanzlerin richtig und das Volk daneben, weil latent rechtsdrehend. Zum einen ist die Geschichte Israels und des gesamten Nahen Ostens nicht unter 3500 Jahre alt und ausweislich der Bibel kriegslastig. Seit 2000 Jahren mischen die Christen in diesem Landstrich mit, seither sind es drei abrahamitische Religionen, die sich auf den Stammvater Abraham berufen. Die Europäer beteiligten sich mit den Kreuzzügen im „Heiligen Land“ an den Ereignissen.

Vor diesem Hintergrund ist wahrlich von einem Weltfrieden (und sei es ein baldiger) zu reden dann doch etwas hochgegriffen.

Das aber ist nicht die Grundlinie der ausgelösten Debatte, sondern Deutschlands jüngere Geschichte und die Ereignisse im III.Reich. Das ist die Kulisse, vor der sich alles abspielt, gleich, wie es auch kommen mag. Es sind die Scharfmacher aus dem Iran, die den Holocaust leugnen und Israel von der Landkarte tilgen wollen, so wörtlich dort erklärt.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Was weiß(t) Duden(n)?" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen