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Vielleicht bin ich Bi



Vielleicht bin ich Bi

© by Pinball

Alle Rechte liegen ausschließlich beim Autor



Cover: Volker Ackermann


Inhaltsverzeichnis:


Teil 01 Seite 7 Uli

Teil 02 Seite 33 Uli

Teil 03 Seite 52 Rolf

Teil 04 Seite 80 Uli

Teil 05 Seite 87 Troy

Teil 06 Seite 111 Outing

Teil 07 Seite 123 Uli - Ende und Anfang -


Teil 01




Ja, jetzt sitze ich hier auf einer Parkbank, rauche eine Zigarette, bin ziemlich durcheinander und frage mich, was ich da eigentlich gerade gemacht habe und wie das alles angefangen hat.


Angefangen hatte es letzte Woche, am Montag, am dem Tag an dem dieser wahnsinnige Sturm war. Ich hatte den ersten von mehreren auswärtigen Terminen gehabt und wollte jetzt mit dem Zug nach Hause.


Für meinen Zug war eine Verspätung von 2 Stunden angesagt, wenn er überhaupt noch fahren würde. Das Bistro am Bahnhof war rappelvoll und ich hatte keine Lust auf dieses Gedränge. Was sollte ich also die ganze Zeit machen? Erst mal raus aus dem Bahnhof, mir eine angesteckt und mich umgesehen, ob eine Kneipe in der Nähe war. Da fiel mein Blick auf die große Leuchtreklame von dem Sex-Shop gegenüber dem Bahnhof „Video-Kabinen, Kinos“.


Was soll’s, dachte ich mir, hab lange keinen Porno mehr gesehen. Also rein in den Laden und für 10,00 Euro eine Karte gekauft.


„Können so lange bleiben, wie sie wollen, aber um 22.00 Uhr machen wir dicht“ kriegte ich noch gesagt, dann bekam ich noch einen Becher Kaffee in die Hand gedrückt.


Erst mal umsehen. Da waren viele Video-Kabinen und dann sah ich ein Schild, „Zu den Kinos“. Also den Gang entlang bis zur ersten Tür, Tür auf und rein.


Stockfinster war es und ich musste erst mal stehen bleiben, bis sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten und ich in der Lage war, zu erkennen, dass ich mich in einem kleinen Raum befand, in dem sich nur zwei Stuhlreihen befanden. Auf der Leinwand sah ich zwei Frauen, die abwechselnd einem Mann den Schwanz lutschten, lautes Gestöhne kam aus den Lautsprechern.


Ich setzte mich in die letzte Stuhlreihe, steckte mir wieder eine Zigarette an und lehnte mich entspannt zurück und sah mir den Film an.


Ich hatte seit längerer Zeit schon keinen Sex mehr mit meiner Frau gehabt und so dauerte es nicht lange bis ich merkte, wie sich mein Schwanz zu regen begann.


Also fing ich an, meinen kleinen Freund durch die Hose hindurch zu massieren und langsam aber sicher wurde er größer und härter. Ich sah mich um, niemand da außer mir.


Ich öffnete den Gürtel an meiner Hose, runter mit dem Reißverschluß, dann auch den Slip ein Stück heruntergezogen und schon lugte mein Knüppel mit der Spitze oben heraus.


Ich begann, meinen Schwanz langsam zu reiben und merkte, wie er immer mehr in meine Hand hineinwuchs und so langsam aber sicher wurde ich immer geiler.


Plötzlich hörte ich ein Geräusch hinter mir, die Tür öffnete sich und ein Lichtschein fiel herein, dann schloss sich die Tür wieder. Genau wie ich vorhin stand jemand in der Dunkelheit und versuchte sich zu orientieren.


Nach einem kleinen Moment hörte ich Schritte auf mich zukommen und eine Stimme fragen: „Darf ich?“ und bevor ich reagieren und etwas sagen konnte, saß auch schon jemand neben mir.


Himmel, hab ich mich erschrocken, habe sofort versucht, meinen kleinen Freund wieder in der Hose zu verstauen, aber der war zu sperrig.
Also habe ich nur meine Hände in den Schoß gelegt und wollte warten, bis aus meinem Schwanz wieder ein Schwänzchen geworden ist, um ihn dann zu verstauen und aus dem Kino zu verschwinden.


Ich zündete mir eine neue Zigarette an, da hörte ich die Frage: „Hast du auch eine für mich, ich hab meine im Auto vergessen“.


„Klar," sagte ich, "Raucher müssen doch zusammenhalten“ und bot eine Zigarette an.


„Feuer brauche ich auch“, sagte die Stimme neben mir.


Ich machte mein Feuerzeug an und hielt es ihm hin.


„Danke“ wurde gesagt und ich fühlte, wie meine Hand mit dem Feuerzeug ganz leicht von seiner Hand berührt wurde.


So rauchten wir eine Weile still vor uns hin und sahen uns den Film an, bis ich plötzlich eine Hand auf meinem Knie fühlte.


„Was soll das denn?“


„Na, was wohl, oder hast du keine Lust?“


„Lust schon, aber ich bin nicht schwul, ich steh nicht auf Männer.“


„Ach komm, deshalb sind doch alle hier und deine Hose ist auch schon offen, oder?“


„Ne, deshalb bin ich nicht hier, ich will nur die Zeit rumkriegen, bis mein Zug kommt und als ich meine Hose aufgemacht habe, da war ich noch allein, hat also nichts mit dir zu tun.“


Ein leises Lachen ertönte neben mir: „Schwul bin ich auch nicht, hab eben nur manchmal Lust auf einen Schwanz und ich bin deshalb hier.“


„Dann hast du eben bei mir Pech gehabt, musst dir jemand anderen suchen.“


„Hast du noch nie was mit einem Mann gehabt?“


„Ne, hab ich nicht, na ja, mal abgesehen von Spielereien in meiner Jugendzeit ... du weißt schon, so was wie zeig mir deinen, zeig ich dir meinen, vergleichen, wer den größeren hat und auch, wer weiter spritzen kann, ein bisschen gegenseitig wichsen und so, aber nicht mehr und auch nicht mit einem Mann."


„Ja, das haben wohl die meisten gemacht, ich jedenfalls auch. Dann bist du jedenfalls was das betrifft, auch nicht so völlig frei von jeder Erfahrung. Und hat es dir gefallen, damals meine ich?“


„Klar, war schon irre und auch geil, aber das ist lange her.“


„Keine Lust, deine Erfahrungen etwas aufzufrischen? Ist doch allemal besser, als sich selbst einen runterzuholen.“


„Nee", lass mal, besser nicht, nachher kommt noch jemand rein, das wäre dann doch das letzte, was ich noch brauchen könnte.“


„Schade, aber wenn es nur deshalb ist, weil du keine Zuschauer willst, wenn ich mehr Zeit hätte, dann würde ich sagen, wir gehen zu mir, ich wohne allein und ganz in der Nähe, aber so viel Zeit hab ich auch nicht. Aber vielleicht sieht man sich ja hier mal wieder.“

„Glaub ich kaum, ich bin nicht von hier, hatte hier nur einen Termin und muss auch gleich weg, vielleicht kommt mein Zug ja doch eher.“


„Okay, dann mach’s mal gut, war trotzdem nett, dich getroffen zu haben und hier … falls du doch mal wieder in der Gegend sein solltest …“


Er stand auf, schob mir etwas in die Hand und strich mit seiner Hand über meinen Arm, dann fühlte ich noch kurz seinen Mund auf meiner Wange, bevor er das Kino verließ.


Ich wartete noch eine Weile, weil ich nicht direkt hinter ihm her aus dem Kino wollte. Ich sah mir gar nicht an, was er mir in die Hand gedrückt hatte und schob es mehr in Gedanken in meine Jackentasche.


Ich zündete mir noch eine Zigarette an und als ich sie zu Ende geraucht und ausgedrückt hatte, ging auch ich los zum Bahnhof, stürzte mich doch in das Gedränge im Bahnhofs-Bistro, bis dann irgendwann endlich mein Zug kam und ich nach Hause fahren konnte.


Erst im Zug fasste ich in meine Jackentasche und sah mir an, was mir in die Hand gedrückt worden war. Es war eine Visitenkarte. Nur der Name „Uli“ stand darauf und eine Handy-Nummer.


Etwa zwei Wochen später hatte ich den nächsten meiner auswärtigen Termine und war auf einen langen Tag eingerichtet. Die Besprechung dauerte aber nur bis zur Mittagszeit und ich konnte mich schon zeitig auf den Weg nach Hause machen.


Als ich am Bahnhof angekommen bin, fiel mein Blick unwillkürlich auf den Sex-Shop und ich musste an das Erlebnis von vor zwei Wochen denken.
Ich fasste in meine Jackentasche und tatsächlich, da war die Karte; ich hatte zufällig dieselbe Jacke angezogen.


Sollte ich, sollte ich nicht?


Irgendwie reizte es mich ja doch und was heißt es schon, wenn ich ihn anrufe? Gar nichts heißt das. Wir können ja etwas quatschen.


Außerdem ist er wahrscheinlich überhaupt nicht da und selbst wenn, er erinnert sich bestimmt nicht mal an mich. Ich nahm mein Handy aus der Tasche und wählte die Nummer auf der Karte.


Es klingelte sehr lange und ich wollte gerade wieder auflegen, als sich eine Stimme mit „Uli“ meldete.


„Ja, hallo, hmmm, irgendwie blöd jetzt, hatte gar nicht damit gerechnet, dass sich noch jemand meldet“ stammelte ich schon fast.


„Wer ist denn da überhaupt?“


„Gerd ... ach so, meinen Namen hatte ich ja gar nicht gesagt. Wir haben uns so vor zwei Wochen im Pornokino getroffen, jetzt bin ich wieder hier und zufällig hab ich deine Karte in der Tasche gehabt und da dachte ich … ach, ich weiß auch nicht … vergiss es einfach, war ne verrückte Idee … entschuldige die Störung.“


„Schon gut,“ hörte ich, „sei man nicht so nervös, schön dass du wirklich anrufst und was meine Karte betrifft, ich glaube nicht an Zufälle, das hat schon seinen Grund, dass du die Karte noch hast, hättest sie ja auch wegwerfen können. Wo bist du, hast du Zeit?“


„Ich bin am Bahnhof und wenn du dich nicht gemeldet hättest, würde ich jetzt nach Hause fahren.“


„Siehst du, eben kein Zufall. Pass mal auf, ich wohne ganz in der Nähe. Wenn du an dem Sex-Shop vorbei gehst, die erste Straße links, über die Ampel, dann die nächste rechts, Wilhelmstrasse 14, das Haus gleich neben dem Bistro. Ich wohne im dritten Stock und schellen musst du bei Weller, also bis gleich, ich freu mich.“


Bevor ich noch etwas sagen konnte, hatte er schon aufgelegt.


Tja, was tun, hingehen und was dann?


Was erwartete ich, was würde er erwarten, wenn ich wirklich hingehe?


Oder sollte ich einfach seine Karte wegwerfen, zum Bahnhof und nie wieder daran denken.


Was soll’s? Ich gehe hin, abhauen kann ich immer noch.


Also machte ich mich auf den Weg und nach knapp 5 Minuten stand ich vor dem Haus. Noch ein kleines Zögern, dann drückte ich die Klingel. Ich hatte kaum den Finger von der Klingel genommen, als es auch schon summte und ich die Tür aufdrücken konnte.


Einen Aufzug gab es nicht, also marschierte ich die Treppen hoch bis in den dritten Stock und als ich um die Ecke bog, stand er da in der Tür, in Jeans und T-Shirt und barfuss und grinste mich an: „Bist ja ganz aus der Puste, Bergsteigen ist wohl nicht dein Ding. Komm rein“.


Er ließ mich an sich vorbeigehen in seine Wohnung, schloß hinter mir die Tür.


„Geradeaus geht es ins Wohnzimmer, geh schon mal vor, ich hole uns ein Bier oder möchtest du lieber einen Kaffee?“


„Bier ist schon okay“ sagte ich und ging in sein Wohnzimmer. Das Zimmer war nett eingerichtet, ein großes Sofa, zwei Sessel, ein kleiner Tisch, ein riesengroßer Fernseher und an den Wänden Regale mit einer Unmenge von Büchern, Blumen auf der Fensterbank und Bilder an den Wänden mit vergrößerte Fotos von Landschaften.
Ich stand noch mitten im Zimmer, als Uli mit zwei geöffneten Flaschen Bier in der Hand ins Zimmer kam: „Glas oder Flasche und gefällt es dir bei mir?“


„Flasche reicht und ja, nett hast du es hier, wohnst du allein?“


„Ja, keine Angst, ich wohne allein, hatte ich dir das nicht erzählt? Ich hab zwar eine Freundin, aber jeder hat seine eigene Wohnung, zusammenziehen ist noch nicht, komm, setzen wir uns“.


Er setzte sich auf das Sofa und klopfte mit der Hand auf den Platz neben sich und hielt mir eine Flasche Bier hin. Ich ging zu ihm, nahm die Flasche Bier und setzte mich neben ihn. Wir prosteten uns zu und tranken einen Schluck.


„Rauchen ist hier auch erlaubt“ sagte er, nahm eine Schachtel Zigaretten, bot mir eine an und nahm sich selbst auch eine und gab mir Feuer.


„Bist du immer so rausgeputzt oder ist das nur beruflich?“ sagte er mit einem Blick auf meine Kleidung; ich hatte eine Hose, Sacko, Hemd und Krawatte an.


„Beruflich muss das so, wird erwartet, in meiner Freizeit mag ich es auch lieber lockerer“.


„Jetzt ist Freizeit, also zieh das Sacko aus und nimm den Kulturstrick ab“.


Ich stand auf, zog mein Sacko aus, machte die Krawatte ab und legte beides auf die Sofalehne.


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