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Vergessene Tage

S.B. Daniels

Vergessene Tage


Für meine Mutter Ana. In Liebe, deine Tochter.


BookRix GmbH & Co. KG
81669 München

Vorwort

Auch wenn am Anfang unserer Zeit das Leuchten der Sterne völlig ausreichte um den Engeln und Geistern der Ewigkeit Freude zu bereiten, änderte sich dies als der Mensch begann sich auf der Erde zu vermehren.

Es war einer der obersten Engelswächter, der als Erstes den Wunsch verspürte wie ein Mensch zu leben. Nicht ihrer Körper oder vielen Schwächen wegen, die sie zu verbergen gelernt hatten. Es war einzig und allein wegen dem Leben, dass die Menschen zeugen konnten. Die Macht, die sie trotz aller Sünde in sich trugen und weiter vererben konnten.

Immer mehr Engel starrten auf die Erde und beobachteten alles Leben das sich dort bildete. Auch wie die Frauen der Menschen in ihren Körpern Kinder zeugen konnten, diese unter Schmerzen zur Welt brachten und dennoch kräftig genug waren sich zu erholen und weitere Kinder zu bekommen. Sie sahen wie zart und liebevoll sie waren, wie sie sich ihren Männern hingaben und wie mühevoll sie jeden Tag arbeiteten. Keine Handarbeit war ihnen zu schwer und kein Tag zu anstrengend um sich nicht um ihre Lieben zu kümmern.

Schließlich sprach der Engelsoberster zu seinen Brüdern: „ Obwohl die Menschen schwach und vergänglich sind haben sie das Recht erhalten Leben zu zeugen! Gott hat es ihnen nicht verwehrt.... ihnen, die langsam verrotten und jeden Tag dem Tod näher kommen!
Aber wenn wir mit diesen Frauen Kinder zeugen würden, wären sie gewiss stark und könnten viel länger auf Erden weilen als diese verdammten Kreaturen!“
Daraufhin entgegnete ihm ein Engel, der bei ihm stand: „Wären wir nicht selbst verdammt, wenn wir uns die Töchter der Menschen nehmen? Solch eine Handlung wird unser Vater nicht befürworten. Als zwei völlig verschiedene Lebewesen, können wir zusammen weder Engel noch Menschen zeugen, nur Kreaturen ohne Zugehörigkeit, mit dem alleinigen Schicksal das Gleichgewicht unserer Räume zum Wanken zu bringen. Wenn die Menschen die Macht haben ihr Leben an ihre Kinder weiter zu geben, dann weil sie dem Fluch des Todes nicht entkommen können, das weißt du. Wir aber sind unvergänglich.“
„Willst du nicht die Macht haben Leben zu zeugen? Es ist ein Recht das uns verwehrt wurde, wissend das Geschöpfe wie wir makellos sind. Die Töchter der Erde werden sich uns sofort hingeben und uns mehr lieben als die Männer ihrer Art, weil auch sie wissen werden, das ihre Söhne dank uns stärker und überlebensfähiger sein können. Warum hat nur der Menschensohn die Hingabe und Zuneigung seiner Frau verdient? Auch wir können das haben. Der Mensch hat Macht. Eine Macht die wir uns nehmen können!“

Daraufhin schlossen sich ihm andere Engel an und stiegen zusammen zur Erde hinab, schafften sich menschliche Körper und gingen zu den Ältesten der Dörfer, um diesen ihr Vorhaben mitzuteilen. Die Himmelswächter baten die Führer der Menschen um die Erlaubnis sich ihren Töchtern zuwenden und sie heiraten zu dürfen. Obwohl die jungen Frauen die Engel trotz ihrer körperlichen Erscheinung an ihrem Auftreten erkannten, lächelten sie ihnen zu und führten sie in ihre Häuser. Sie hatten die Möglichkeit ihren Kindern mehr als ein einfaches, menschliches Dasein mitzugeben und in einer Welt in der der Tod noch selten mitanzusehen, aber dennoch erschreckend war, suchten sich viele Töchter der Sterblichen unsterbliche Männer, in der Hoffnung ihren Nachkommen diese eine Gabe zu schenken.
Es war hauptsächlich die Fleischeslust, die die Söhne Gottes von Ort zu Ort ziehen ließ und sie immer mehr verdarb. Das Gefühl Macht über die Frauen zu haben blendete sie und reichte ihnen trotz ihrer Weisheit völlig aus, um sich glücklich zu schätzen. Mit der Zeit schufen sich einige von den Geistwesen auch weibliche Körper und verführten die Männer, Andere verwandelten sich in Tiere um ihre Begierden zu stillen.
Manche Engel hingegen sahen das Leid der Erdbewohner und lehrten sie Geheimnisse, die diesen eigentlich nicht zustanden, wie Zaubermittel und Beschwörungen, sowie Heilpflanzen und stärkende Wurzeln. Daraufhin wandten sich fast alle Menschen von Gott ab. Sie brauchten ihn nicht mehr um ihre Schmerzen und Krankheiten zu bessern, noch um ewig zu Leben. Die herab gestiegenen Engel hatten sie alles gelehrt.

Als die hoch gepriesenen Kinder der Wächter geboren wurden, kam es zur Wende, den der Tod, das unausweichliche Erbe aller Nachkommen der Menschen, war nach wie vor in ihrem Blut. Die Mischlinge waren trotz ihrer geistlichen Hälfte nicht in der Lage ewig zu Leben oder sich fortzupflanzen, dass erkannten die Engel sofort, aber ihre Körper waren um etliches stärker als die der gewöhnlichen Menschen. Viele dieser Mischlinge hatten auch ein ganz eigenes Aussehen, dass mit keinem bekannten Wesen vergleichbar und zum Teil erschreckend und aufwühlend war. Aus Angst setzten viele Mütter ihre missgebildeten Kinder im Wald aus.
Mit den Jahren wuchsen diese Sprösslinge heran und keiner hatte sie unter Kontrolle oder konnte sie aufhalten. Sie aßen alles was der Mensch pflanzte, leerten ganze Lager und waren aggressiv und fordernd. Die Dorfbewohner beschlossen ihnen nichts mehr von ihren Vorräten abzugeben, um selbst nicht zu verhungern. Daraufhin lehnten sich die mittlerweile groß gewachsenen Riesen gegen sie auf. Die Häuser der Aufsässigen wurden niedergebrannt und dem Erdboden gleich gemacht. Selbst die Bewohner wurden von ihren eigenen Kindern gegessen. Nun waren sie an der Macht und ihre Väter, die Engel, befürworteten das. Wenn ihre Nachkommen schon sterben mussten, sollten sie die sündigen Menschen beherrschen und führen.

Viele Familien die keine Mischwesen zu sich zählten, verließen die Städte und Dörfer und verteilten sich in der Wildnis und in den Wäldern, mieden aber die Gegenden in denen sich ausgesetzte Kreaturen regelmäßig aufhielten. Alle Anderen wurden nach und nach von den Mischwesen unterworfen.
Einer der abtrünnigen Himmelssöhne beobachtete das Vorangehende und beschloss den Menschen die Möglichkeit zu geben sich selbst zu retten oder noch mehr zu versündigen. Allein ihr eigenes Handeln entschied darüber. Er kam in die Dörfer und lehrte den Männern die Verarbeitung der Metalle und wie sie damit Schlachtmesser und Brustpanzer anfertigen konnten. Die Menschen benutzen die Waffen Anfangs um sich gegen die Riesen der Erde zu verteidigen, doch als sich auch diese Messer aneigneten, begannen die Männer und Kinder die Grausamkeiten ihrer Feinde nachzuahmen. Die Wut und Verzweiflung trieb sie dazu Tiere auf furchtbare Weisen zu töten und deren Blut zu trinken um ihren Hunger und Durst zu stillen, da ihre Felder geplündert und in den meisten Flüssen gefährliche Mischwesen schwammen, die es auf menschliches Fleisch abgesehen hatten. Je länger die Not anhielt umso schlimmer wurde es, weil die Frauen nicht mehr so weise wie ihre Mütter waren und die Engel nicht erkannten. Für sie sahen diese wie gewöhnliche Männer aus, die sie heirateten, schwängerten und dann verschwanden. Entsetzt versuchten die Mütter und Angehörige die Kinder zu töten sobald sie bemerkten, dass es sich um ein Mischwesen handelte, aber da waren diese bereits zu stark und hatten, wie alle anderen Kinder, gelernt mit Waffen umzugehen.
Wegen ihrer Dummheit wurden solche Frauen und Familien von den anderen Bewohnern mit Flüchen belegt. Ein gefallener Engel beschloss in Folge dessen, den Menschen auch das Lösen der Beschwörungen beizubringen und andere Geistgeschöpfe begannen sie weitere Geheimnisse zu lehren wie das Sternschauen und die Zeichen der Sonne, des Mondes und der Erde zu lesen um ihre Ernten darauf ausrichten zu können und auf ein schnelleres Wachstum zu hoffen, sodass genug Nahrung für alle da wäre, auch für die Engelskinder.
Mit all dem Wissen, dass die Menschen dank der Geistgeschöpfe besassen, bekämpften sie sich weiterhin gegenseitig und gaben den weniger Gelehrten falsche Auskünfte über die Erde und den Mondphasen. Die Menschen die sich allerdings in den Städten und Dörfern befanden, mussten ihr Wissen für die Mischwesen einsetzen um nicht getötet zu werden und für diese die Felder bewirtschaften.
Alles was auf der Erde übrig geblieben war, war Zorn, Misstrauen, Eifersucht und Wut. Eines Nachts setzten sich die Ältesten der Dörfer in der Stadt zusammen und berieten sich über mögliche Lösungen. Die Mischwesen hatten schon drei Generationen von Menschen beherrscht, die Engel wandelten weiterhin auf der Erde umher und aus ihren Verbindungen mit den Tieren der Wälder und der Meere waren gefährliche Kreaturen entstanden, die nur von anderen Mischwesen oder den Engeln selbst getötet werden konnten.
„Unsere Vorfahren wandten sich von Gott ab und übergaben den Geistgeschöpfen ihre Töchter. Jetzt sehen wir wirklich welches Verderben über uns kam, als sie sich damals von den Sünden der Engel mitreißen ließen und Geheimnisse annahmen, die nicht für die Erde, sondern nur für den Himmel bestimmt waren. Was wollen wir nun tun, meine Brüder? Keiner von uns ist ohne Sünde, kein Haus ohne Wut und Wunsch nach Vergeltung. Wer soll also vor Gott treten? Wer kann unsere Streitsache vor den Höchsten bringen und sicher sein angehört zu werden?“
Die Männer wussten das Gott der Erde den Rücken zugewandt hatte, weil die Menschen sich vor Langem von ihm abgewandt hatten. Deswegen beschlossen sie in dieser Nacht wieder Gott zu rufen und die Lehren der Engel zu verbieten. Weiters bauten sie einen Tempel für Gott in einer Lichtung auf der sich ein Hügel erhob, mitten im tiefsten Wald.
„Die Liebe, der Glaube und die Hoffnung können unmöglich von der Erde verschwunden sein. Sie müssen noch hier sein! Es sind Gaben, die wir von unserem Vater, dem alleinigen Schöpfer, erhalten haben. Er würde sie uns nicht nehmen!“
Die Männer sandten Boten aus, die sich in allen Dörfern umsehen und die Kinder mitbringen sollten, die weder eine Waffe in den Händen gehalten, noch in einer anderen Form gewalttätig gewesen waren. Dann wählten sie unter den Kleinkindern drei Mädchen aus, die Gottes Willen instinktiv ausführten und seine Gesetze in ihren Herzen trugen. Diese Mädchen wurden mit einem der Ältesten zum Tempel gebracht, wo er ihnen täglich die heiligen Schriften vorlas und sie gemäß der darin enthaltenen Anweisungen erzog. Auch die Geheimnisse der Engel wurden ihnen enthüllt, damit sie den Menschen helfen konnten mit dem Leid und der Verzweiflung, dass die Verdammten verbreiteten, um zu gehen. Die Mischwesen und Engel erfuhren von dem Plan der Menschen, kümmerten sich aber nicht darum. Drei Mädchen konnten unmöglich Gottes Aufmerksamkeit auf die ganze sündige Erdbevölkerung richten.

Immer mehr Menschen sahen die guten Taten der drei Priesterinnen und begannen Gott wieder zu fürchten und nach seiner Gerechtigkeit zu verlangen, wenn sie und ihre Angehörigen oder Freunde von allerlei Mischwesen ermordet oder bedroht wurden. Dennoch hörten sie nicht auf Vereinbarungen mit den Engelskindern zu schließen, in der Hoffnung Macht über ihre Nächsten zu erlangen.
Weitere Generationen litten unter den grausamen Taten ihrer Peiniger, bis das vergossene Blut der Opfer von der Erde bis zum Himmel hinauf brüllte, um ihren Streitfall vor Gott zu bringen. Es war der Augenblick des Todes, der die eigensinnigen Herzen der Menschen dazu brachte sich diesem Gott zu widmen, von dem sie bis dahin nur gehört hatten.

Die vier Erzengel sahen zur Erde hinab, auf das viele Blut der Menschen, dass vergossen wurde und machten sich sogleich auf den Weg zum Schöpfer, um nach ihren Aufgaben in diesem Fall zu fragen. Nach all den Jahren der gescheiterten Versuche sich selbst zu retten, hatten die Menschen mit ganzem Herzen nach Gott verlangt und er würde ihnen helfen.
Die Erzengel wurden zum letzten loyalen Menschen gesandt, dem Einzigen mit gerechten und ehrlichem Herzen, um ihn Gottes Aufgabe für seine Familie mitzuteilen.
Eine Flut würde über die Erde kommen und alle Grausamkeiten unter sich begraben. Um sein Leben zu retten, belehrten ihn die Engel und halfen ihm mit Anweisungen ein Schiff zu bauen. Nur so könnte die Tierwelt und die Menschheit überleben und der Welt erhalten bleiben.
Währenddessen erfüllte ein Engel den Auftrag den Anführer der aufständischen Geistwesen an Händen und Füßen zu fesseln und ihn unter dem Meeresboden zu begraben, da durch seine Lehren die meisten Menschen ins Verderben gezogen worden waren.
Alle weiteren rebellischen Geister würden nach dem Tod ihrer Kinder ebenfalls gefesselt in die Dunkelheit geworfen werden, wo sie auf ihr Gericht warten müssten. Sie würden ihre Nachkommen bestimmt beklagen und nach Barmherzigkeit verlangen, aber keine bekommen, noch würden sie in ihrem Verließ Vergebung oder Frieden finden.
Als die Engel auf der Erde davon erfuhren, begannen sie ihre Taten zu bereuen, doch Gott hatte in ihren Herzen bereits die Arroganz und den Stolz über ihr Handeln gesehen. Sie wussten, dass es ihnen, als ewige Himmelswesen, nicht bestimmt war sich mit Frauen zu vereinen. Menschen die vergänglich sind, haben hingegen die Notwendigkeit sich fortzupflanzen. Ebenso schwerwiegend waren die Geheimnisse, die die Geister an die Menschen weitergegeben und sie mit diesen ins Verderben gestürzt hatten. Für die ehemaligen Wächter des Himmels konnte es keine Vergebung geben.

Die Jahre waren vorangeschritten und die gefallenen Engel ahnten, dass ihre Zeit knapp geworden war. Der auserwählte Mensch baute an dem Holzschiff und er würde es bald fertig stellen, doch die Geistgeschöpfe hatten die Menschen davon überzeugt, dass er Lügen erzählte und sich die Dinge der Welt nicht ändern würden. Auch hatten sie des öfteren Dorf- und Stadtbewohner geschickt, um den Bau aufzuhalten, indem sie das Werkzeug und das bereits Errichtete zerstörten, doch die Erzengel halfen dem Auserwählten weiterhin Tag für Tag bei seiner Aufgabe und verhinderten gekonnt die Vorhaben ihrer abtrünnigen Brüder.

Vergessene Tage

 

In diesen Tagen war die Erde nicht mehr die, die sie zu Beginn gewesen war. Jede irdische Weisheit war im Laufe der Zeit verloren gegangen und vollständig von den Geheimnissen der verdammten Engel verdrängt worden, die den Menschen Glück und Frieden versprachen, sollten sich diese ihren Söhnen, die alles Blut der Erde vergossen, unterordnen.

Die Menschen wandten wieder die Schmiedekunst an, das Lesen der Sterne und des Mondes, obwohl sie mit diesen Künsten nicht wirklich umgehen konnten.

Das Wissen über Gott und seinen Tugenden, hatten die Menschen willkürlich vergessen.

Sie hatten auch den Tempel vergessen, in dem immer noch regelmäßig drei Mädchen groß gezogen und mit Gottes Lehren vertraut gemacht wurden. Die Priesterschaft hatte sich nicht geändert und wie eh und je drei Kleinkinder zu drei jungen, aufrichtigen Frauen heran gezogen. Auch wenn die verantwortliche Hohepriesterin nie an Gottes Macht, sondern nur an die der gefallenen Engel geglaubt hatte und einem solchen sogar heimlich ein Kind geschenkt hatte, führte sie die ihr vor Jahren übertragene Aufgabe gewissenhaft aus, hielt den Ort des Tempels geheim und sah nur ab und zu nach den Priesterinnen, in der Hoffnung diese würden ihre Eigenschaften begreifen, um die Menschlichkeit und die Tugenden Gottes in einer Welt der Zerstörung am Leben zu erhalten, damit Gott, der Überlieferung nach, das Gute der Menschen nicht vergesse und gnädig mit ihnen bleibe.

 

Alle Mädchen die vorher in dem Tempel belehrt worden waren, hatten Gott vergessen oder waren von den Kreaturen der Wälder getötet worden. Einige waren als Verräterinnen von den Hohepriestern ermordet worden, weil sie sich in Geistgeschöpfe verliebt hatten. In ehemalige Engel, die skrupellos Menschen betrogen und Kinder mit den Frauen hatten. Ungeheuer oder Riesen hatten die Menschen diese Kinder gennant, die überall zu sehen waren. Viele von ihnen lebten mittlerweile in den Dörfern mit den Menschen und waren wie diese, Andere überfielen Reisende in den angrenzenden ...

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