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Vampir in Love

Wo bin ich?




Kapitel 1

Wo bin ich?

 



Fernab von jeglicher Zivilisation, weit entfernt vom menschlichen Leben, tief in den Bergen Kanadas. Verwirrt in einem gigantischen Wald, mit Bäumen, so hoch wie Hochhäuser, stapft ein junger Mann, der nicht älter als siebzehn Jahre scheint, durch das Dickicht. Sein schmaler Körperbau, der eines Mädchen gleicht, seine langen, schmalen Beine, die einen Schritt nach den anderen laufen, sein mädchenhaftes Gesicht, sein Mund mit den vollen roten Lippen, die leicht geöffnet sind. Eine kleine Stupsnase, violette Augen, die verwirrt durch die Gegend sehen und seine schwarzen, etwas länglichen Haare mit blutroten Spitzen, die mit vereinzelten weißen Strähnen mit dem Wind tanzen. Das alles macht einen zierlichen Jungen aus, nicht größer als 1,65 m.

„Wo bin ich hier?“, fragt dieser Junge, tiefe Verzweiflung liegt in seiner Stimme.

„Wo bin ich hier verdammt noch mal gelandet“, jammert er.

„Man, ich könnte noch in meinem gemütlichen Bett liegen, von dem Unbekannten träumen. Aber nein, da kam heute Morgen dieser bescheuerte Anruf meines Freundes und reißt mich aus den Federn. Nur weil er eine Überraschung für mich hat“, meckert er laut.

„Schöne Überraschung, verlassen in einen riesengroßen Wald inmitten von Kanada“, seine Stimme wird leiser, trauriger.

„Ich dachte, er liebt mich?“, fragt er sich und senkt traurig seinen Kopf.

„Liebe ich ihn noch?“, stellt er seine Frage und lehnt sich an einen breiten Baum.

„Nein“, bemerkt er.

„Ich spüre in seiner Gegenwart dieses Gefühl nicht mehr. Mein Herz gehört schon längst einen anderen“, gesteht er sich ein.

„Wer ist es? Ist es dieser unbekannte Mann in meinen Träumen?“, fragt er weiter. Keiner ist da, der ihm helfen könnte, ihm eine Antwort geben kann. Nein, nur Stille. Kein Mensch in dieser Stille, die herrscht, fühlt er sich nur noch einsamer. Diese Einsamkeit macht ihn zu schaffen. Er hasst die Einsamkeit, will nicht mehr einsam sein. Jemand soll da sein, der ihn Geborgenheit gibt. Doch hat er niemanden.

„Ich will nicht mehr verletzt werden“, flüstert er.

„Ich will jemanden haben, der für mich da ist. Mir Geborgenheit schenkt. Mich aus meiner Einsamkeit reißt“, sagt er immer noch leise.

„Ich bin alleine. Immer nur alleine. Ich will nicht mehr alleine sein“, immer leiser wird seine Stimme.

„Ich hasse mein Leben“, schluchzt er.

„Ich will nicht mehr, kann nicht mehr“, immer mehr Tränen fließen, finden ihren Weg über die geröteten Wangen, tropfen auf den Boden und versinken in der trockenen Erde.

„Mein Leben ist die Hölle. Erst verliere ich meine Eltern, dann geben meine Verwandten mir noch die Schuld am Tod meiner Eltern. Werde enterbt und in ein fremdes Land abgeschoben. In eine fremde Stadt, wo sie das Sagen haben und mich beobachten können. Mich einsperren und mein Leben zur Hölle machen. Dann verliebe ich mich noch in den größten Mistkerl, den es auf dieser Welt gibt und dieser nutzt mich nur aus. Ich kann doch nichts dafür, wenn ich mich in seiner Gegenwart nicht wehren kann“, wieder schluchzt er laut auf, „dann schickt er mich hier her und lässt mich alleine. Er weiß doch, dass ich nicht gerne allein bin. Die Einsamkeit hasse, doch er nutzt sie nur aus. Wenn ich ihn brauche, ist er nicht hier. Ich hasse ihn“, den letzten Satz schreit er in den Wald hinaus.

„Ich hasse ihn“, wiederholt er den Satz und steht auf.

„Ich hasse ihn“, noch mal eine Wiederholung, läuft ein paar Meter, versucht, sich zu beruhigen.

„Ich hasse Floyd Dark“, schreit er und sinkt auf den Boden.

„Ich will hier weg“, schluchzt er auf.

„Ich will zu ihm“, bittet er. Hofft, dass sein Wunsch in Erfüllung geht.

„Ich will zu ihm, zu den Unbekannten“, in seinen Träumen ist der Unbekannte aufgetaucht und hat dort das Herz von Alexander Winter gestohlen. Und so nebenbei hat dieser Unbekannte den Jungen in seinen Bann gezogen.

Noch immer irrt Alexander durch den Wald. Seine Augen wirken leer, kein Leben findet man darin und seine Beine tragen ihn automatisch irgendwo hin.

Doch plötzlich bleibt er stehen. Vor ihm steht ein Mensch, etwa einen halben Kopf größer als Alexander, hellbraune Haare, schwarze Augen, kantiges Gesicht. Starke Figur, kurze Beine und etwas dicklich. Seine Schwarzen Augen treffen sich mit Alexanders violetten. Sie sehen die Leere in den sonst so glänzenden Augen. Langsam bewegt sich der Fremde auf Alexander zu. Dieser bleibt bewegungslos stehen, starrt sein Gegenüber nur an.

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