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Um Kopf und Kragen geredet..

Gerhard Pfefferer

Um Kopf und Kragen geredet..

Erfolgreiche Kommunikation mit Behörden und Gerichten





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Einleitung

 Um Kopf und Kragen geredet....eine Phrase, stammend aus dem Volksmund und wie so viele Phrasen aus dem Volksmund ist sie sehr treffend. Heute redet man sich zwar in Europa nicht mehr um Kopf und Kragen aber mitunter um Geld und Güter, um seine Existenz und im schlimmsten Fall um seine Freiheit. Natürlich schützt auch eine optimale Kommunikation mit dem System Staat und seinen Erfüllungsgehilfen nicht vor Konsequenzen die im Gesetz für Fehlverhalten angeführt sind aber fehlerhafte und leichtsinnige Kommunikation kann zu Konsequenzen führen, denen das Fehlverhalten fehlt für das sie verhängt werden. Um dem Phänomen der erfolgreichen Kommunikation mit Gerichten und Behörden auf die Spur zu kommen ist es hilfreich, einige Fakten im Kopf zu behalten.

Demokratische Regierungen verwalten die Bürger eines Staates mittels Systemen und regeln das Zusammenleben der Individuen in jenen Sardinendosen die wir heute Staat (oder dessen Unterorganisationen) nennen und die ich der Einfachheit halber Gesellschaft nenne, mittels Gesetzen – genauer: mittels abstrakter Gesetze. Abstrakte Gesetzgebung ist jede Maßnahme eines Trägers öffentlicher Gewalt, die darauf gerichtet ist, in einer unbestimmten Vielzahl von Einzelfällen bestimmte Rechtsfolgen herbeizuführen, die sich nicht ausschließlich innerhalb dieses Trägers öffentlicher Gewalt auswirken und in diesem Sinne sogenannte Außenwirkung entfalten. Das haben Sie als Leser jetzt nicht verstanden und müssen den Satz noch dreimal lesen? Keine Sorge, Gesetzestexte färben sogar auf deren Definitionen ab, sie sind meist unverständlich. Einfach erklärt: Ein Raubüberfall hat, um als solcher strafbar zu sein, bestimmte Rahmenbedingungen zu erfüllen, die sogenannten Strafbestandsmerkmale oder Tatbestandsmerkmale. Sind diese Merkmale erfüllt, dann trifft ein bestimmter Strafrahmen, zum Beispiel 5 bis 15 Jahre Haft, zu, in dem sich der Richter bei seinem Urteil bewegen kann. Diese Rahmenbedingungen und die festgelegte Strafe nehmen aber keine Rücksicht auf besondere Umstände, die persönliche Situation des Täters, des Opfers oder sonstiger Beteiligter. Diese Systeme und abstrakten Gesetze werden in Demokratien in der Regel von der „Legislative“ erlassen. Abstrakte Gesetzgebung und das Verwalten von Lebewesen mittels Systemen weisen mehrere Merkmale auf:

Es ist dabei unmöglich, sich in den Einzelnen – das Individuum – hinein zu versetzen,

die Legislative übernimmt de Facto keinerlei Verantwortung und lehnt zum Teil soziale und moralische Normen ab oder missachtet sie schlicht und einfach ( man denke an das Beispiel einer Verhaftung und Vorführung einer alleinerziehenden Mutter wegen eines lapidaren wenn auch wiederholten Diebstahls unter Missachtung der Traumatisierung der Kinder, die in diesem Falle mangels weiterer Angehöriger in einer Kinderaufbewahrungsstätte untergebracht werden, was in keinerlei vernünftigen und zu rechtfertigendem Verhältnis zu einem Schaden von einigen Euro stehen kann oder an die Ersatzfreiheitsstrafe wegen Verkehrsdelikten, die auf einer Waagschale wenige Hundert oder vielleicht auch tausend Euro Einnahmen für die Kommune und auf der anderen Waagschale die Gefährdung der Existenz des Betroffenen, durch eventuellen Arbeitsplatzverlust, den Verlust seiner Reputation, eventuell auch jenem seines sozialen Umfeldes zur Folge hat, trägt ),

die Legislative neigt dabei zu geringer Frustrationstoleranz und reagiert leicht aggressiv und Gewalttätig (wie bereits die legitimierte Staats“gewalt“ aussagt),

ist völlig immun gegen Schuldbewusstsein,

zumeist unfähig aus Erfahrungen zu lernen und ist unfähig, Mitgefühl, Einfühlungsvermögen und Unrechtsbewusstsein zu entwickeln.

Diese Merkmale, auf einen einzelnen Menschen konzentriert kennt die Psychiatrie unter „dissoziale Persönlichkeitsstörung (auch: amoralische, antisoziale, asoziale, psychopathische Persönlichkeitsstörung) oder auch unter dem Begriff „Soziopathie“. Mit diesem Soziopathen haben wir als Bürger auf direktem Wege sehr wenig zu tun. Wir wählen ihn und bekommen die Auswirkungen seiner geistigen Ergüsse zu spüren. Womit wir, wenn wir mit „dem Staat“ kommunizieren direkt zu tun bekommen sind dessen Komplizen und Helfershelfer, eigentlich gedacht als „Wandler“, als Puffer zwischen dem Willen des Soziopathen und den Bedürfnissen des Individuums, des einzelnen Bürgers. Diese Wandler haben die schwierige Situation auf der einen Seite die Gesetzgebung stehen zu haben an die sie sich zu halten haben, andererseits sollen sie auf die individuellen Bedürfnisse des Bürgers eingehen und diese im Rahmen der Gesetze so gut wie möglich berücksichtigen. Diese „Wandler“ haben viele Bezeichnungen. Wir kennen sie als Polizeibeamte, Richter, Staatsanwälte, Justizvollzugsorgane, Magistratsmitarbeiter, Mitarbeiter der Finanzbehörden aber auch als Mitarbeiter von Arbeitsämtern und Mitarbeiter von vielen anderen Institutionen, die Dienst an der Öffentlichkeit leisten sollen. Viele dieser Personen bemühen sich redlich, die Position dieses Wandlers gewissenhaft und nach bestem Wissen und Gewissen auszufüllen, jene paar Millionen „Einzelfälle“ die passieren möge man verzeihen – wo Menschen arbeiten passieren eben Fehler. Mit diesen Menschen also kommunizieren wir wenn wir mit Behörden oder Gerichten kommunizieren. Allerdings nicht nur mit den Menschen sondern auch mit der Position die sie bekleiden und mit der Institution, die sie vertreten und damit kann es für uns schwierig werden. Behörden und Gerichte „kommunizieren“ im Normalfall nicht – oder versuchen, nicht zu kommunizieren, denn das würde Gefahren bergen auf die ich an diesem Punkt nicht näher eingehen möchte, sondern versuchen, mit einem kleinen Teil des Kommunikationsspektrums auszukommen, nämlich dem Sprechen, auch wenn dies meist schriftlich stattfindet. Die Absurdität dieses Unterfangens zeigt sich bereits in der Wortwahl: Es heißt Recht“sprechung“ - versuchen Sie mal, das Wort „ Sprechung“ im Duden oder einem sonstigen Nachschlagewerk zu finden... vielleicht wäre uns allen geholfen, hieße es es Rechtskommunikation“.

Führen wir uns also nochmals vor Augen womit wir kommunizieren: Zunächst sollten wir Psychologie studieren um uns in einen Soziopathen hineinversetzen zu können um zu wissen wie dieser denkt, kommuniziert und handelt, denn die einzige Möglichkeit, die uns verbleibt, ihn in unserem Sinne unter Kontrolle zu bringen und unseren Bedürfnissen Achtung zu verschaffen ist die Kommunikation – wir können ihn nicht wegsperren wie er selbst es mit seinesgleichen handhabt. Dann kommunizieren wir mit einer Machtposition. Einem Raum, dem per Gesetz eine gewisse Macht über den Bürger verliehen worden ist. Letztendlich kommunizieren wir mit der Person, die diesen Raum, die Machtposition inne hat. Wir kommunizieren also mit einem System, bestehend aus 3 wesentlichen Teilnehmern. Dem aber nicht genug kommunizieren wir auch noch auf mehreren Ebenen: auf der Sachebene, der Beziehungsebene und der Persönlichkeitsebene. Auf der reinen Sachebene und mit dem Soziopathen kommunizieren wir zum Beispiel wenn wir ein Formschreiben einer Behörde oder eines Gerichtes erhalten. Es ist vorgefertigt und nur mehr personalisiert – und – einfach zu behandeln, wenn wir den Soziopathen mit den eigenen Waffen schlagen indem wir rein auf der Sachebene bleiben, was er uns aber schwer macht, zumal er uns provoziert, dazu aber später. Auch mit der Machtposition kommunizieren wir am besten auf der Sachebene aber unter Einbeziehung der Persönlichkeitsebene, nämlich auf Ebene unserer eigenen Persönlichkeit, indem wir auf Provokationen nicht eingehen und eventuell aufkeimende Rebellion zu Gunsten der Sachlichkeit unterdrücken. Mit der Person, die diese Machtpostion bekleidet kommunizieren wir auf der Beziehungsebene und auf dieser können wir auf viele Hindernisse oder günstige Umstände treffen. Füllt diese Person vom Stand der Persönlichkeitsentwicklung her die Machtposition aus, die sie bekleidet, haben wir es meist mit einem gelassenen, um Objektivität und Hilfsbereitschaft bemühten Menschen zu tun. Bleibt die Persönlichkeit der Person hinter der Machtposition zurück, dann entsteht in der Machtposition ein kleineres oder größeres Vakuum. Dieses Vakuum bewirkt, dass die Achtung und der Respekt Anderer an der Person, die die Position bekleidet, vorbei geht und der Position aber nicht der Person gezollt wird. Diesen Umstand spürt die Person intuitiv und unbewusst und wird damit aus Ohnmacht und Hilflosigkeit auf ihrer Persönlichkeitsebene heraus zum Tyrannen ( siehe Archetypenlehre von Carl Gustav Jung, Charakterisierung des Königsarchetyps und dessen Kehrseite, des Tyrannen). Diese Diskrepanz zwischen Position und Persönlichkeit dessen der die Position bekleidet ist übrigens einer der Hauptauslöser für Depressionen und das Burnout-Syndrom, 2 psychische Besonderheiten, die derzeit enorm zunehmen. Außer diesem Faktum müssen wir natürlich mit Allem rechnen, das uns in der zwischenmenschlichen Kommunikation auch sonst begegnet: vielleicht hat unser Gegenüber gerade einen schlechten Tag oder Migräne, hat sich vielleicht gerade vom Lebenspartner getrennt oder aber ist gerade frisch verliebt, hat bei einer Pferdewette gewonnen oder freut sich gerade auf einen schönen Urlaub. Je nachdem wird die Reaktion auf unsere Aktion erfolgen, mit der Besonderheit, dass wir mitunter vom guten Willen dieser Person abhängig sind, was wir bei sonstiger zwischenmenschlicher Kommunikation in diesem Ausmaß meist nicht sind. Gerade wegen unserer Abhängigkeit vom guten Willen des Gegenübers mag es sehr hilfreich sein zu wissen, dass wir mit unserem Verhalten und unserer Kommunikation unser Gegenüber massiv beeinflussen können.

Die mentale Vorbereitung

 Je nachdem welches Anliegen wir an Behörden oder Gerichte haben, welches Schreiben wir von diesen Institutionen bekommen oder in welcher Sache wir mit Vertretern dieser Organisationen verbal verhandeln ist es sinnvoll uns darauf mental und informell vor zu bereiten. Zur informellen Vorbereitung möchte ich im nächsten Kapitel kommen, an dieser Stelle möchte ich mich auf die mentale Vorbereitung konzentrieren. Zunächst führen wir uns vor Augen aus welcher Position wir kommunizieren. Egal ob wir über ein Bauvorhaben zum Beispiel in Form eines Antrages auf Baugenehmigung kommunizieren oder ob wir in den Augen der Gesellschaft Mist gebaut haben, wir kommunizieren mit unseren Angestellten. Große Teile der Legislative sind von unserem guten Willen bei den Wahlen abhängig und von uns auf Positionen gesetzt, die ein genaues Tätigkeitsprofil mit Rechten und Pflichten aufweisen. Hinsichtlich dieser Rechte und Pflichten und hinsichtlich der ordnungsgemäßen Erfüllung des Tätigkeitsprofils sind uns diese Personen Rechenschaft schuldig. Wir vertrauen diesen – absolut gleichwertigen – Mitgliedern unserer Gesellschaft die Wahrung unserer Interessen im Inland und gegenüber dem Ausland an, übertragen ihnen damit verbundene Aufgaben und bezahlen sie dafür in Form von Steuern. Dieses Bewusstsein soll uns aber nicht zur Überheblichkeit verleiten (und auch nicht zu Lachkrämpfen ob der Naivität meiner Darstellung) sondern nur dazu führen, dass wir von unserer inneren Einstellung her Behördenvertretern, Gerichtspersonen und Vertretern der Politik auf Augenhöhe begegnen und nicht durch unangebrachte Unterwürfigkeit oder der allseits beliebten Autoritätshörigkeit deren Machtvollkommenheit Vorschub leisten. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich immer wieder wiederhole, der Schlüssel ist eine gelassene, bestimmte aber freundliche Energie. Eine Behörde mag viele Fehler haben, eines aber will sie, solange sie schriftlich mit uns verkehrt, nicht: uns aus persönlichen Gründen angreifen. Das ist aufgrund der soziopathischen Haltung gar nicht möglich. Egal zu welchem Thema die Behörde also mit uns kommuniziert, es handelt sich um die Auswüchse eines Systems mit all seinen Schwächen aber nie um einen willkürlich persönlichen Angriff. Genau so sollten wir darauf auch reagieren, wenn wir Erfolg haben wollen. Wir nehmen nichts persönlich und greifen auch niemanden persönlich an. Kommunizieren Behörden, vor allem aber Gerichte oder auch die Finanzbehörden verbal mit uns kommt es mit ziemlicher Sicherheit zu persönlichen Attacken, die allerdings in vielen Fällen Taktik sind ( dazu später im Kapitel „schwarze Rhetorik – die Fallen der Sprache“ ) allerdings nicht in allen Fällen. Wie bereits erwähnt müssen wir in der verbalen Kommunikation mit allem rechnen was auch in der sonstigen zwischenmenschlichen Kommunikation auf uns zukommt wie eben ...

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