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Trügerisches Bild

Ein Gemälde ist gekidnappt worden. Der Kunsthistoriker braucht Spensers Hilfe bei der geplanten Geldübergabe. Aber die läuft gewaltig schief. Ashton Prince wird mitsamt dem Bild in die Luft gesprengt.

Eine unwiderstehliche Herausforderung für den hartgesottenen, wenngleich kultivierten Privatdetektiv, dieser mysteriösen Geschichte auf den Grund zu gehen. Eine Spur führt zur Herzberg Stiftung, die sich dem Wiederaufspüren von Nazibeutekunst verschrieben hat. Aber geht hier alles mit rechten Dingen zu?

Parkers große Stärke sind die lakonischen Dialoge. Er braucht nur wenige Worte, um seine Protagonisten zu charakterisieren, denn seine Sprache ist stets so treffsicher wie Spensers Umgang mit der Waffe.

Mit der Figur des Spenser schuf der 2010 verstorbene amerikanische Bestseller-Autor eine moderne Variante des klassischen Hardboiled-Krimis.

 

Robert B. Parker wurde 1932 geboren. Nach seinem M.A. in amerikanischer Literatur promovierte er 1971 über die „Schwarze Serie“ in der amerikanischen Kriminalliteratur. Seit seinem Debüt „Spenser und das gestohlene Manuskript“ im Jahr 1973 sind fast 40 Spenser-Krimis erschienen. 1976 wurde Parkers Roman „Auf eigene Rechnung“ von der Vereinigung amerikanischer Krimi-Autoren mit dem „Edgar Allan Poe Award“ als bester Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet. Robert B. Parker verstarb 2010.

Infos zum Autor unter www.robertbparker.de

Robert B. Parker

Trügerisches Bild

Ein Auftrag für Spenser

Übersetzt von Frank Böhmert

PENDRAGON

1

Mein erster Klient des Tages – und der Woche, um ehrlich zu sein – kam am Dienstag nach Thanksgiving in mein Büro und setzte sich in einen der Stühle für meine Klienten. Er war mittelgroß und schlank und trug einen braunen Tweedanzug, eine blaue Fliege mit Paisley-Muster und eine zufriedene Miene.

„Sie sind Spenser“, sagte er.

„Ja, bin ich.“

„Ich bin Dr. Ashton Prince.“

„Wie nett.“

„Verzeihung?“

„Was kann ich für Sie tun, Dr. Prince.“

„Ich sehe mich mit einer höchst diffizilen Angelegenheit konfrontiert.“

Ich nickte.

„Darf ich auf Ihre Diskretion zählen?“

„Sicher.“

„Ich meine es ernst.“

„Das merke ich.“

Er runzelte leicht die Stirn. Weniger missbilligend als unsicher. „Nun, darf ich?“

„Auf meine Diskretion zählen?“

„Ja!“

„Im Moment habe ich noch nichts gehört, was ich diskret behandeln müsste. Aber wenn, dann.“

Er starrte mich einen Moment an, dann lächelte er. „Ich verstehe. Sie versuchen, witzig zu sein.“

„Versuchen?“

„Unwichtig. Aber ich muss wissen, ob Sie imstande sind, meine Angelegenheiten mit dem nötigen Ernst zu behandeln.“

„Ich könnte das besser einschätzen, wenn Sie mir erzählen würden, was für Angelegenheiten das sind.“

Er nickte langsam. „Man hat mich gewarnt, dass Sie Ihren Humor sehr hoch einschätzen. Damit werde ich wohl leben müssen. Ich bin Dozent für Kunstgeschichte an der Walford-Universität. Und ich bin Gerichtssachverständiger für Fälle von Kunstdiebstahl beziehungsweise Fälschungen.“

Und sichtlich zufrieden damit. „Liegt ein solcher Fall vor?“ Er holte Luft und ließ sie hörbar wieder entweichen. „Ja.“ „Und der erfordert Diskretion.“

„In großem Maße.“

„Sie kriegen jede, die ich Ihnen geben kann.“

„Jede, die Sie mir geben können?“

„Jede, die mir Ihr eigenes Interesse und meine Selbstachtung gestatten werden.“

„Ihre Selbstachtung?“

„Ich mache ungern Sachen, die dazu führen, dass ich schlecht über mich denke.“

„Meine Güte. Ich meine, das ist gewiss ein löbliches Ziel. Aber Sie sind Privatdetektiv.“

„Nur ein Grund mehr, aufzupassen.“

Er holte erneut tief Luft. Nickte langsam. „Es geht um das Gemälde eines holländischen Malers des siebzehnten Jahrhunderts namens Frans Harmenszoon.“

Dame mit einem Finken“, sagte ich.

„Woher in aller Welt wissen Sie das?“

„Ist das einzige Gemälde von Harmenszoon, das ich kenne.“ „Es gibt auch nicht viele. Harmenszoon ist mit sechsundzwanzig gestorben.“

„Jung.“

„Ziemlich. Aber Dame mit einem Finken war ein Meisterwerk. Ist ein Meisterwerk. Es gehört dem Hammond Museum. Und letzte Woche wurde es gestohlen.“

„Die Diebe haben sich gemeldet?“

„Ja.“

„Mit einer Lösegeldforderung?“

„Ja.“

„Und wenn Sie die Polizei ins Spiel bringen, wird das Gemälde zerstört.“

„Ja.“

„Und was genau möchten Sie jetzt von mir?“

„Das Hammond möchte das Ganze sehr, äh, sotto voce behandelt wissen. Man hat mich gebeten, den Austausch zu übernehmen.“

„Das Geld gegen das Gemälde.“

„Ja. Und das macht mich ehrlich gesagt nervös. Ich möchte Personenschutz.“

„Den ich übernehmen soll.“

„Der Leiter der Universitätspolizei hat für mich einen Freund bei der Bostoner Polizeibehörde gefragt, und der hat Sie empfohlen.“

„Ich bin dort sehr beliebt.“

„Und, sind Sie dabei?“

„Klar.“

„Dann ist es abgemacht?“

„Aber ja.“

„Was berechnen Sie?“

Ich sagte es ihm.

Er zog die Augenbrauen hoch. „Nun, die Kosten werden bestimmt übernommen.“

„Durch das Museum.“

„Ja. Und wenn es sie nicht vollständig übernimmt, zahle ich die Differenz aus der eigenen Tasche.“

„Wie großmütig.“

„Sie machen sich über mich lustig.“ „Sie wollen doch Personenschutz.“

„Gewiss. Aber es geht ja auch um das Gemälde. Dabei handelt es sich nicht nur um ein herausragendes Kunstwerk, was schon genügen würde, sondern es ist auch Ausdruck eines bedeutenden Künstlerlebens, das bestürzend früh ein Ende fand.“

„Ich werde mein Bestes tun.“

„Was, wie ich mir habe sagen lassen, sehr hoch anzusetzen ist.“

Ich nickte. „Ist es, ja.“

2

Susan und Pearl verbrachten das Wochenende mit mir. Es war Samstag und wir drei machten einen Vormittagsspaziergang im Public Garden. Pearl war nicht angeleint, damit sie herumflitzen und die Tauben ärgern konnte, was sie auch tat, während Susan und ich voller Stolz zusahen.

„Und am Montag macht ihr diesen Austausch, ja?“, fragte Susan.

„Jepp.“

„Wie geht es dir damit?“

„Du weißt doch, dass ich keine Angst kenne.“ „Jedenfalls meistens nicht.“

„Meistens?“

Susan schmunzelte und schüttelte den Kopf. „Was beschäftigt dich daran?“

„Bei so einem Austausch wollen die Erpresser sichergehen, dass sie das Geld haben, bevor sie einem das Bild geben. Man selbst will sichergehen, dass man das Bild hat, bevor man ihnen das Geld gibt. Und sie müssen sichergehen können, dass sie nicht das Bild hergeben und auf einmal die Cops da sind und sie hochnehmen.“

„Kniffelig.“

„Und ihre Seite hat dabei auch noch das Sagen.“

„Was dir nicht schmeckt.“

„Aber überhaupt nicht.“

„Herzchen, dir schmeckt ja noch nicht mal, wenn dir irgendjemand sagt, welche Krawatte du anziehen sollst.“

„Mit dir als Ausnahme.“

Susan lächelte. „Na klar. Immer mit mir als Ausnahme.“ Einige Tauben pickten an dem Popcorn herum, das ihnen jemand hingeworfen hatte. Pearl verjagte sie und machte sich über das Popcorn her. Eine ältere Frau in einem Leopardenfellmantel stand von der Bank auf, bei der die Tauben sich versammelt hatten, und kam zu uns herüber.

„Madam“, sagte sie, „nehmen Sie Ihren Hund an die Leine. Dieses Popcorn ist für die Tauben bestimmt.“

Susan lächelte. „Natürliche Auslese.“

Die Frau runzelte die Stirn. „Nicht so schnippisch, junge Dame.“

„Au warte“, sagte ich leise.

Susan drehte sich langsam zu der Frau herum. „Wissen Sie was, Sie können mich mal …“

Die Frau wich einen halben Schritt zurück. Sie wurde rot. Sie machte den Mund auf, schloss ihn wieder, wandte sich ab und stampfte davon.

„Bringen sie einem das in Harvard bei?“, fragte ich. „Nein“, sagte Susan. „Das hab ich von dir gelernt … Pearl mag Popcorn.“

„Wenigstens hat sie ‚junge Frau‘ zu dir gesagt.“

Susan warf der Frau einen finsteren Blick nach. „Im Verhältnis zu ihr jedenfalls.“

Pearl hörte plötzlich auf, das Popcorn zu verputzen, und stand reglos da, die Ohren aufgestellt, fast wie ein Jagdhund beim Anzeigen. Sie zeigte aber nicht an. Sie starrte.

Ein gelber Labrador kam mit massigem Schädel und breiter Brust auf uns zu. Er wedelte majestätisch mit dem Schwanz und trottete zu ihr herüber, als wäre er der tollste Hund überhaupt und stolz darauf. Vielleicht dreißig Zentimeter vor Pearl blieb er stehen, und sie sahen sich an. Sie beschnupperten und umkreisten einander. Pearl war Dummheit ein Gräuel, also blieb ich vorsichtshalber in der Nähe. Nur für den Fall. Dann streckte sie die Vorderpfoten aus und ging runter auf die Brust, reckte das Hinterteil in die Höhe. Der Labrador tat es ihr nach. Dann kam sie wieder hoch und rannte im Kreis herum. Der Labrador hinterher. Der Kreis wurde größer, und es dauerte nicht lange, da tobten die beiden Hunde durch den gesamten Public Garden. Ab und zu blieben sie stehen, mit gesenktem Kopf und hoch erhobenem Schwanz. Dann jagten sie wieder los. Eine attraktive blonde Frau, die in unserer Nähe stand, sah zu.

„Ihr Hund?“, fragte Susan.

„Ja“, sagte die Frau. „Otto.“

„Meine heißt Pearl“, sagte Susan. „Die beiden verstehen sich anscheinend.“

Die Frau schmunzelte. „Oder würden sich verstehen, wenn sie mal stehen blieben.“

Wir sahen zu, wie der Flirt weiterging. Die beiden Hunde fingen an, sich zu wälzen, und taten so, als würden sie einander beißen. Dabei versuchte jeder erfolglos, den anderen mit einer Pfote am Boden zu halten.

„Führen Sie Pearl regelmäßig hier aus?“, fragte Ottos Frauchen.

„Ab und zu jedenfalls“, sagte Susan.

„Wir sind aus New York zu Besuch und wohnen gleich am anderen Ende des Parks.“ Ottos Frauchen nickte zum Four Seasons hinüber. „Die beiden sind ja richtig vernarrt ineinander. Haben Sie vielleicht eine Karte oder so? Ich könnte Sie anrufen. Vielleicht könnten die beiden sich ja noch mal wiedersehen während unseres Aufenthalts?“

„Gern“, sagte Susan. „Pearl freut sich bestimmt.“ Sie gab ihr ihre Karte.

„Und Otto stört sich nicht daran, dass Pearl sterilisiert ist?“, fragte ich.

„Otto ist kastriert“, sagte sein Frauchen.

„Männer!“, sagte Susan zu mir. „Hier geht es um Liebe, nicht um Sex.“

„Ist beides nett“, sagte ich.

Die beiden Hunde standen da, hechelnd, schwanzwedelnd, und sahen einander an.

„Du musst es ja wissen“, sagte Susan.

3

Diesmal trug Prince einen grauen Tweedanzug und eine gepunktete Fliege.

„Wir sollen auf der Route 2 nach Westen fahren“, sagte er, als ich in sein Auto einstieg. „Dann rufen sie mich auf dem Handy an und sagen, wohin ich als nächstes soll.“

Das Auto war die Einsteiger-Limousine von Volvo und ein bisschen eng für mich.

„Wissen sie, dass ich mit dabei bin?“, fragte ich.

„Ich hab ihnen gesagt, dass ich noch einen Bekannten mit bringe, weil ich Angst hätte, allein zu kommen.“

„Und?“

„Sie haben gesagt, Sie müssten im Wagen bleiben und sich aus allem raushalten.“

Ich nickte.

„Haben Sie eine Pistole?“, fragte er. „Natürlich.“

„Haben Sie sie je benutzt?“

„Ja.“

„Und auf jemanden geschossen?“

„Also meistens puhle ich mir nur mit dem Korn in den Zähnen rum.“

Er lächelte leicht.

Wir fuhren auf dem Storrow Drive nach Westen, am Fluss entlang. Es war klar heute und ganz schön kalt. Aber die Ruderteams waren fleißig dabei und würden erst aufhören, wenn der Fluss zufror. Zu unserer Linken zog das ehemalige Braves Field vorbei, das heutzutage ein Leichtathletikstadion der Universität von Boston war. An der Gaffney Street stand immer noch der alte Stuckeingang, und vielleicht waren beim rechten Feld noch letzte Reste der Schiedsrichterbank zu erahnen. Ein erhöhter Teil der Mass Pike verlief über den Eisenbahnschienen draußen vor dem linken Feld.

„Als die Braves noch hier gespielt haben“, sagte ich, „hat ein Außenfeldspieler namens Danny Lithwiler angeblich einen Ball geschlagen, der über die Mauer beim linken Feld hinausgeflogen und in einem Güterwaggon nach Buffalo gelandet ist, und damit den längsten messbaren Homerun in der Geschichte des Baseballs erzielt.“

„Tut mir leid, aber ich glaube, ich weiß nicht, worauf Sie hinauswollen.“

„Nicht so wichtig.“

Niemand hängte sich an uns ran, während wir westwärts die Route 2 runterfuhren. Oder falls doch, dann hatten sie mehr drauf als ich. Was ich unwahrscheinlich fand. Eher hatten sie an einer bestimmten Stelle jemanden stehen, und wenn der uns kommen sah, riefen sie uns an. Ich hielt nach jemandem Ausschau, der Ausschau hielt. Aber ich sah niemanden.

Wir näherten uns der Route 128, die in diesem Abschnitt auch als Interstate Route 95 bekannt war. Das Handy klingelte. Prince ging ran und hörte zu.

Nach einem Moment sagte er: „Gut.“

Er sah mich an. „Nehmen Sie die Überführung über die 128 und wenden Sie auf der anderen Seite. Dann langsam zurückfahren.“

Ich warf einen Blick in den Rückspiegel. Ihr Mann stand wahrscheinlich auf einer der Überführungen der Querstraßen. Wir überquerten die 128 und fuhren nach Lincoln hinein, bis wir eine Stelle zum Wenden fanden, und dann fuhren wir wieder zurück. Prince hat das Handy am Ohr. Er nickte.

„Halten Sie unter der ersten Überführung, die wir erreichen.“ Er lauschte. „Okay … ich steige mit dem Geld aus … Okay … Und klettere damit nach oben und stelle mich in die Mitte der Brücke.“

Prince sah mich an. „Sie bleiben im Auto oder die Sache ist geplatzt.“

Ich nickte.

Ich hielt unter der ersten Überführung auf dem Seitenstreifen. Prince schluckte hörbar und stieg aus. Ich griff nach hinten, nahm den Geldkoffer und gab ihn Prince.

„Hals- und Beinbruch“, sagte ich.

Er nickte, wandte sich ab und schleppte den Koffer langsam hinter uns die Schräge hinauf. Ein Koffer voller Geld ist schwer.

Von meinem Platz direkt unter der Überführung konnte ich den Austausch nicht einmal sehen. Ich ließ die Fenster runter fahren, machte den Motor aus und lauschte konzentriert. Auf der Route 2 fuhren Autos vorbei. Über mir hörte ich eines. Vielleicht blieb es in der Mitte stehen. Vielleicht öffnete sich eine Tür. Die sich ungefähr dreißig Sekunden später vielleicht wieder schloss. Ich wartete. Stille. Ich sah zu dem Hang, der zur Abfahrt hochführte. Einen Moment später kam Prince hektisch den Weg herunter gestolpert. Er trug ein überraschend kleines, in Packpapier eingeschlagenes Quadrat. Vielleicht ging das hier ja doch glatt.

Oder auch nicht. Gerade kam er in Sicht, da explodierte das Päckchen, und von Prince und dem Bild blieben nur Fetzen übrig.

4

Ich saß auf dem Rücksitz eines Zivilwagens der State Police von Massachusetts. Vorn hinter dem Steuer saß Captain Healy und neben ihm eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft Middlesex County namens Kate Quaggliosi. Kate hatte einen tollen Körper, und ihre Haut schimmerte olivefarben. Ihre Haare waren blond.

„Richtig nützlich gemacht haben Sie sich ja nicht gerade, oder?“, sagte Kate.

„Also in die Hände gespielt habe ich denen eigentlich nicht“, sagte ich.

„Sich ihnen großartig in den Weg gestellt aber auch nicht.“ „Jetzt übertreiben Sie aber.“

„Na schön. Sie haben sich ihnen gar nicht in den Weg gestellt.“

„Das trifft’s schon eher.“

„Gut. Schön, dass wir das geklärt haben.“ Sie sah Healy an. „Sie kennen diesen Kerl?“

„Ja“, sagte er. „Kann einen ganz schön nerven.“

„Ist mir aufgefallen“, sagte Kate.

„Aber wenn er diese Situation nicht retten konnte, dann konnte das niemand.“

„Hui, Captain“, sagte ich.

Healy sah zu mir. „Mund halten.“ Er sah wieder Kate an.

„Und glauben Sie mir, es schmeckt ihm überhaupt nicht, dass das dermaßen in die Hose gegangen ist, wo er doch dafür verantwortlich war. Er wird keine Ruhe geben, bis er das in Ordnung gebracht hat.“

„Und nach wessen Maßstäben“, sagte sie.

„Nach seinen“, sagte Healy. „Sind die einzigen für ihn, die zählen.“

„Susans Maßstäbe zählen auch“, sagte ich.

„Und das ist wer?“, fragte Kate.

„Die Frau meiner Träume“, sagte ich.

„Also lernen Sie besser jetzt gleich, mit ihm klarzukommen“, sagte Healy. „Weil wir von jetzt an, egal was wir machen, auf ihn stoßen werden.“

„Na schick“, sagte sie. „Nervt einen und lässt nicht locker.“ „Manchmal komme ich auch ganz gelegen“, sagte ich. Sie sah Healy an.

Er nickte. „Ich finde es besser, mit ihm zusammenzuarbeiten als gegen ihn.“

„Und Sie haben uns alles erzählt, was Sie wissen“, sagte sie zu mir.

„Jepp.“

„Ist nicht gerade viel“, sagte sie.

„Ich weiß ja auch nicht gerade viel.“

Sie schmunzelte leicht. „In diesem Fall? Oder generell gesprochen.“

„Beides wahrscheinlich.“

„Bescheiden auch noch.“

„Ich habe einigen Grund, bescheiden zu sein.“

„Das mal bestimmt, soweit ich Sie bis jetzt kenne. Haben Sie noch irgendwelche Fragen für uns?“

„Ist Ihr Blond echt?“

„Mit einem Namen wie Quaggliosi?“

„Hätte ja der Name Ihres Mannes sein können.“

„Mein Mann heißt Henderson. Henderson, Lake, Taylor, Caldwell, Rechtsanwälte. Er macht das Geld; ich tue Gutes.“

„Dann ist Ihr Blond nicht echt.“

„Das werden Sie nie erfahren“, sagte sie. „Aber schön, dass Sie fragen.“

5

Healy fuhr mich zu meinem Büro zurück. „Die haben das mit der Bombe nicht improvisiert.“

„Nein“, sagte ich.

„Die hatten die ganze Zeit vor, ihn zu ermorden.“

„Oder jedenfalls seit kurz vor dem Austausch.“ „Warum?“

„Dann wissen Sie das auch nicht?“

„Nein.“

„Aber Sie sind doch Captain.“

„Schon klar“, sagte Healy. „Schmerzt mich selber.“

„Und Leiter der Mordkommission.“

„Schon klar. Warum das Bild hochgehen lassen?“

„Es ist ein Gemälde“, sagte ich.

„Meinetwegen. Warum das Bild hochgehen lassen?“ „Vielleicht war es ja gar nicht das Gemälde. Ist genug übrig, dass sich das rauskriegen lässt?“

„Die Spurensicherung ist dran. Aber ich bezweifle es.“

„Er hat denen das Geld übergeben und kam dann damit runter.“

„Vielleicht haben sie ihn oben ja mit einer Schusswaffe bedroht und ihn gezwungen, es zu nehmen.“

„Könnte sein. Vielleicht hat er auch mit dringesteckt.“ „Und sobald sie das Geld hatten, haben sie ihn kaltgemacht, damit er nichts verraten konnte?“

„Einer weniger, mit dem man das Lösegeld teilen muss.“ Healy grinste. „Netter Nebeneffekt. Wie hoch war das Lösegeld?“

„Hat er mir nicht gesagt.“

Healy nickte. „Von wem kam die Kohle?“

„Vom Hammond Museum wahrscheinlich.“

„Deren Geld oder das der Versicherung?“

„Keine Ahnung.“

„Wenn es von der Versicherung kam, werden deren Leute da auch noch überall rumschnüffeln.“

„Wieso auch noch?“

„Na, Sie doch auch.“

„Bloß dass ich versuchen werde, an die Täter ranzukommen. Und die Versicherungsheinis sich nur ums Zahlen drücken wollen.“

„Da ist mal klar.“

Wir passierten den U-Bahnhof der Red Line, das Einkaufszentrum, nahmen den Kreisverkehr am Fresh Pond und fuhren am Reservoir vorbei weiter Richtung Fluss. Das Reservoir glitzerte in der strahlenden Novembersonne aufmunternd blau und frisch.

„Er hat mich für genau eine Sache angeheuert“, sagte ich. „Ihm Personenschutz zu geben, während er das Bild holte.“

Healy nickte. „Alles andere haben Sie gut hingekriegt.“ „Danke.“

Er zuckte die Schultern. „Ich habe keine Ahnung, was Sie hätten machen können.“

„Ich auch nicht. Aber was es auch war, ich hab’s nicht gemacht.“

„Die sind Ihnen eins voraus gewesen.“

„Unter anderem deshalb bin ich ja sauer.“

„Die hatten die Situation unter Kontrolle. Es war ein ungleiches Spiel.“

„Schätze ja.“

„Ihr Stolz ist verletzt.“

„Das ist es eben, was ich mache“, sagte ich. „Wenn ich das nicht hinkriege, wo bleibe ich dann?“

„Wo alle manchmal bleiben. Sind Sie auf Rache aus?“ „Nein. Ich kannte den Burschen kaum, und wenn ich ihn besser gekannt hätte, hätte ich ihn wahrscheinlich nicht gemocht.“

„Also wollen Sie es wiedergutmachen.“

„So was in der Art.“

„Das kenne ich“, sagte Healy.

„Weiß ich, dass Sie das kennen.“

Wir nahmen die große Biegung des Charles River und fuhren auf Höhe Harvard Stadium zur Bostoner Seite des Flusses hinüber, auf die Soldiers Field Road.

„Manche gehen zur Polizei, weil sie eine Waffe tragen und Leute herumkommandieren können“, sagte Healy. „Und manche, weil ihnen die Arbeit gefällt und sie sie wichtig finden.“

„Wie Sie.“

„Und wie Sie. Bloß dass Sie nicht in einer Kommandostruktur arbeiten können.“

„Ich bin mit Susan zusammen.“

„Davon abgesehen.“

„Dann haben Sie also kein Problem damit, wenn ich mir das mal ansehe.“

„Nee. Sie sind fast so gut, wie Sie denken, und Sie machen Sachen, die mir nicht erlaubt sind.“

„Verdammte Kommandostruktur aber auch.“

„Sie hat ihre Vorteile. Nicht jeder Cop hat so ein reines Herz wie Sie.“

„Oder lässt sich so tolle Sachen einfallen.“

„Tolle Sachen“, sagte Healy. „Solange Sie dabei auf der richtigen Seite bleiben, habe ich kein Problem mit Ihnen.“

„Und ich auch nicht mit Ihnen.“

„Ich bin auf der richtigen Seite.“

„Ach so“, sagte ich. „Ich habe mich immer gefragt, wo die ist.“

6

Das Hammond Museum ist ein großes Gebäude aus grauem Stein und befindet sich in Chestnut Hill, auf halber Strecke zwischen dem Boston College und dem Longwood Cricket Club. Es hat ein Mansarddach und Palladiofenster und sieht aus wie eine dieser feudalen Hütten direkt am Meer in Newport.

Ich parkte gleich beim Museum auf einem Parkplatz, der als Nur für Museumspersonal ausgewiesen war. Im Sommer waren die Grünanlagen prächtig bepflanzt. Aber jetzt, wo der Dezember nahte, war alles blattlos und karg. Die Eingangshalle ging ganz bis zu einem Buntglasfenster an der Rückseite des Gebäudes durch. Sie hatte eine Gewölbedecke und war spärlich mit einigen Gemälden aus der italienischen Renaissance behängt. Die Frauen haben in der italienischen Renaissance anscheinend alle ein bisschen was auf den Hüften gehabt.

Das Büro des Direktors lag im zweiten Stock mit einem Blick auf ein paar dunkle, kahle Bäume, der im Sommer jedoch zweifelsohne eine tolle Aussicht ins Grüne bieten würde. Das Büro an sich war karg und irgendwie stromlinienförmig eingerichtet, mit Möbeln aus hellem Ahorn und einigen Skizzen von Picasso an der Wand.

Es waren zwei Männer im Raum; der eine saß hinter dem Schreibtisch, der wie ein Konferenztisch aussah, der andere ihm gegenüber auf einer Couch. Der Mann hinter dem Schreibtisch stand auf, als ich eintrat, kam um den Tisch herum und streckte seine Hand vor.

„Mark Richards“, sagte er. „Ich bin der Museumsdirektor.“

Wir gaben einander die Hand.

„Das ist Morton Lloyd“, sagte Richards. „Unser Anwalt.“ Ich gab ihm die Hand.

„Was für ein verfluchtes Schlamassel das Ganze doch geworden ist“, sagte Richards.

„Besonders für Ashton Prince“, sagte ich.

„Richtig“, sagte er. „Der arme Ash. Was für ein Jammer.“ „Er hat Sie bezahlt“, sagte der Anwalt. „Damit Sie ihn beschützen.“

„Das hat er“, sagte ich.

„Ich kann nicht behaupten, dass Sie das Geld verdient haben.“

„Habe ich auch nicht.“ Ich zog einen Umschlag aus meiner Innentasche und warf ihn auf Richards’ Schreibtisch.

„Was ist das“, sagte er.

„Der Scheck, den er mir gegeben hat. Kontoinhaber ist das Museum.“

„Sie haben ihn nicht eingelöst?“

„Nein.“

„Und Sie geben ihn wieder zurück?“

„Ja.“

„Weil Sie nicht in der Lage waren, ihn zu beschützen.“ „Ich habe mir das Geld nicht verdient.“

Richards nickte. Er sah zu dem Anwalt hinüber.

„Er hat recht“, sagte der Anwalt. „Es steht ihm nicht zu.“ Richards nickte wieder. „Danke“, sagte er zu mir. Er richtete den Scheck auf der Schreibfläche aus und stellte die kleine Steinskulptur einer Schwangeren darauf, als Briefbeschwerer.

„Sind Sie nur hergekommen, um Ihr Honorar zurückzugeben?“, fragte der Anwalt.

„Nein, ich suche nach Informationen.“

„Worüber?“, fragte der Anwalt.

„Über das entführte Gemälde und die Lösegeldzahlung und Ashton Prince und alles, was Sie mir sonst noch erzählen können.“

„Dann wollen Sie in dieser Sache ermitteln?“

„Ja.“

„Und wer bezahlt Sie dafür?“

„Das mache ich ohne Honorar.“

„Wir haben schon mit der Polizei gesprochen. Und mit den Leuten von der Versicherung.“

Ich nickte.

„Ich wüsste keinen Grund, warum wir jetzt auch noch mit Ihnen sprechen sollten.“

Ich sah von dem Anwalt zu Richards.

Er zuckte die Schultern. „Ich verstehe, dass Sie das irgendwie wiedergutmachen wollen. Und ich fühle mit Ihnen. Aber ich finde, das Museum sollte unserem Anwalt folgen.“

Ich nickte. „Hat ja so weit auch prima geklappt.“

„Was wollen Sie damit sagen?“, fragte der Anwalt. „Teufel, wenn ich das wüsste.“ Und damit drehte ich mich um und verließ das Büro, ohne die Tür zu schließen … Jetzt hatte ich es ihnen aber gezeigt.

7

Healy kam mit zwei großen Kaffee und einem Dutzend Donuts in mein Büro. Er stellt einen Kaffee auf meinen Schreibtisch und bot mir einen Donut an.

„Bestechung?“, sagte ich.

„Traditionelle Cop-Küche“, sagte Healy.

„Oh Mann. Zwei von diesen Dingern, und ich laufe raus und gebe irgendjemandem einen Strafzettel.“

„Ich dachte, ich schau mal vorbei und wir vergleichen unsere Notizen.“

„Was bedeutet, dass Sie nicht viel haben und sich fragen, ob ich vielleicht mehr habe.“

„Wollen Sie nun die Donuts oder nicht?“

„Gut.“ Ich nahm einen betont großen Bissen. „Ich weiß gar nichts.“

„Kommt öfters vor.“

„Haben Sie mit den Leuten vom Museum gesprochen?“ „Jepp, mit Richards, dem Direktor, und Lloyd, ihrem Rechtsanwalt. Und Sie?“

„Auch mit diesen beiden.“

„Und?“

„Sie wollten mir nichts sagen. Wie war’s bei Ihnen.“ „Auch nicht besser. Und ich bin doch Captain.“

„Haben Sie denen das gesagt?“

„Hat sie anscheinend nicht beeindruckt.“

„Wissen Sie den Namen der Versicherung?“

„So viel immerhin habe ich. Shawmut.“

„Gute Arbeit, Captain.“

„Die Zentrale ist gleich hier. Berkeley Street Ecke Columbus. Direkt in Ihrer Nähe.“

„Ich kenne das Gebäude. Haben Sie den Namen eines Versicherungsdetektivs oder so?“

„Die nennen sich Spezialisten für Schadensabwicklung.“ „Klar, was denn sonst.“

„Habe dort schon angerufen. Angeblich ist noch niemand mit der Schadensabwicklung beauftragt worden.“

„Mit wem haben Sie gesprochen?“

„Mit der Abteilungsleiterin. Sie heißt Winifred Minor.“ „Was ist mit Prince?“

„War Professor an der Walford-Universität. Verheiratet, keine Kinder, wohnhaft in Cambridge.“

„Cambridge. Das ist ja mal ’ne Überraschung. Schon mit der Frau gesprochen?“

„Die ist mit den Nerven runter und in ärztlicher Behandlung. Also nein, wir haben noch nicht mit ihr gesprochen.“

„Hat sie seinen Namen angenommen?“

„Sie ist Dichterin.“

„Also nicht.“

„Nein. Sie heißt Rosalind Wellington.“

„Wow.“

„Sie lesen doch viel. Je von ihr gehört?“

„Nein. Aber sie weiß vielleicht auch nicht, wer ich bin.“ „Darauf möchte ich wetten.“

„Was ist mit Prince? Gibt’s da irgendwas?“

„Wir haben mit ein paar Kollegen von der Walford gesprochen. Anscheinend weiß niemand viel über ihn. Ruhiger Typ, der einfach seinen Job gemacht hat.“

„Auch schon mit Studenten gesprochen?“

„Mit ein paar. Durchschnittlicher Lehrer, bei dem man leicht durchkam, nichts Außergewöhnliches.“

„Wie kam es dazu, dass er bei dem Kunstdiebstahl hinzugezogen worden ist?“

„Das habe ich auch gefragt. Sie waren ein bisschen ausweichend, aber anscheinend hat ihn dieser Rechtsverdreher empfohlen, Lloyd.“

Ich wühlte in meiner Schreibtischschublade und holte die Visitenkarte heraus, die Prince mir bei unserem ersten Gespräch gegeben hatte. Darauf stand Dr. phil. Ashton Prince und eine Telefonnummer. Ich gab Healy die Karte. „Er erzählte mir, er wäre Gerichtssachverständiger.“

„Das ist seine Privatnummer.“

„Donnerwetter. Kein Wunder, dass Sie es zum Captain gebracht haben. Wissen Sie, ob er ein Büro hatte oder so?“

„Keines, das wir ausfindig machen konnten.“

„Was ist mit Lloyd, dem Rechtsverdreher?“

„Morton Lloyd. Experte für Haftungsrecht. Arbeitet ohne Honorar für das Museum.“

„Ist er sauber?“

„Soweit wir sagen können.“

„Hat er eine Kanzlei?“

„Ja, in der Batterymarch Street. Lloyd und Leiter.“ „Haben Sie das von ihm?“

„Nein.“

„Die halten sich alle ihr Blatt dicht vor die Brust.“ „Jepp.“

„Was denken Sie über die Sache?“

„Ich denke, das Bild ist noch irgendwo“, sagte Healy. „Das denke ich auch“, sagte ich.

8

Die Shawmut-Versicherung lag gleich nebenan, also ging ich dort vorbei, sobald Healy weg war. Es handelte sich um ein mittelgroßes Gebäude mit einer Backstein-Granit-Fassade aus einer Zeit, als die Leute sich anscheinend noch Gedanken über das Aussehen von Häusern gemacht haben. In der Columbus Avenue gab es ein gewölbtes Eingangsportal und in der Berkeley Street noch einen kleinen Nebeneingang. Gleich daneben war früher einmal die Zentrale der Bostoner Polizei gewesen; jetzt befand sich dort ein Hotel.

Ich wollte die Erfahrung voll auskosten, also bog ich um die Ecke in die Columbus und nahm das überwölbte Portal aus Granit. Drinnen befand sich eine große alte Eingangshalle, die mehrere Stockwerke hoch war. Dem Eingang gegenüber war ein schwarzer Gitteraufzug.

Ich fragte den Mann von der Security nach dem Zimmer von Winifred Minor und wurde zum Aufzug und in den zweiten Stock geschickt. Der zweite Stock war ein Großraumbüro voller Schreibtische; nur zur Columbus hin saßen die Leute in symmetrisch angeordneten – nur durch eine halbhohe Wand abgetrennten – Arbeitsplätzen, die wie mit einem Maßband gezogen exakt dieselbe Größe hatten. Der von Winifred Minor hatte höhere Trennwände als die beiden neben ihr. Status! Am anderen Ende war einer, der nicht nur über Trennwände vom Boden bis zur Decke verfügte, sondern dem auch noch eine Sekretärin vorgeschaltet war. Zum Gott erhoben! Ich steckte meinen Kopf in die Öffnung von Winifred Minors Kabuff und klopfte leise außen an den Rand.

„Ja?“

Ich trat ein. „Mein Name ist Spenser. Ich glaube, Sie haben bereits mit Captain Healy telefoniert. Ich komme nur kurz vorbei, um auf dem Laufenden zu bleiben.“

Sie sah mich an, als ob sie darüber nachdachte, mich zu kaufen.

„Spenser.“ Sie schrieb es in ein kleines Notizbuch vor ihr auf dem Tisch.

Ich nickte und legte ordentlich Watt in mein umwerfendes Lächeln.

Sie hielt ihm stand. „Vorname?“

Ich sagte ihn ihr.

Sie schrieb ihn in ihr kleines Notizbuch. Dann sah sie mich direkt an. „Ich habe nichts zu sagen.“ Ihre Stimme war sehr klar und ihre Aussprache präzise.

„Wissen Sie was, ich auch nicht. Wenn man sich zum ersten Mal trifft, ist das immer ein höllischer Krampf, nicht.“

Sie lehnte sich leicht zurück und verschränkte die Arme. Sie verzog die Stirn, aber nicht genervt. Sie sah gut aus. Sie hatte kräftige schwarze Haare, die sie lang trug. Tina-Fey-Brille, weiße Bluse, taillierte schwarze Jacke mit Messingknöpfen. Ich konnte nicht sehen, was sie untenrum trug, weil der Schreibtisch im Weg war. Aber was ich sah, war sehr gut zurechtgemacht, sehr beherrscht – und verflucht sexy.

„Wenn wir uns erst mal ein bisschen kennengelernt haben“, sagte ich, „dann werden wir plaudern wie zwei Schulmädchen, aber die ersten Momente sind immer schwierig.“

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