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Tod am Fenster

Tod am Fenster

Amalia Pohl saß in ihrem Strandkorb, auf dem Balkon in Giesing, in der Chiemgaustraße, im vierten Stock. Man hatte damals den Korb mit einem Flaschenzug auf den Balkon hieven müssen, da die Treppen und der notdürftig und nachträglich eingebaute Aufzug zu klein waren, um ihn durchs Haus in die Wohnung zu bringen. Auch hätte man alle Türen erweitern müssen, hätte man versucht, den Strandkorb über die Treppe und durch die Wohnung auf den Balkon zu bekommen.

Es war sowieso ein wenig verrückt, sich mitten in München einen Strandkorb auf den Balkon zu stellen, aber nachdem sie ihren letzten Sommer in Sylt verbracht hatte, musste sie unbedingt einen haben, koste es, was es wolle. Und haben wollen hieß für Amalia Pohl, dass es nur eine Frage der Zeit war und sicherlich nicht eine Frage des Ob und Wie, bis das Gewünschte eintreffen würde.

Der Sommer in Sylt im Jahr davor war verregnet, nein eigentlich nicht verregnet, mehr zugeschüttet mit Regen. Nicht zu sprechen von dem Wind, gegen den man mit bestem Willen nicht ankommen konnte. Aufrecht stehen war eine Herausforderung. Ein Schirm war absolut sinnlos, es regnete waagerechtes Wasser, das zwar dennoch scheinbar und offensichtlich vom Himmel kam, dessen Farbe die ganzen zweieinhalb Wochen nur von hell- und dunkelgrau nach kohlrabenschwarz wechselte. Wie das Wasser den Weg in die Horizontale fand, war physikalisch ein Phänomen, das bis zum heutigen Tage unerklärlich blieb. Zumindest für Amalia Pohl. Sie war ein einfaches Mädchen, mit einfachen Wünschen und Gedanken, hatte aber ein sonniges Gemüt und in vielen Dingen eine Engelsgeduld. Die nordischen Einheimischen versuchten, ihr in ihrer Sprache, von der Amalia nicht einmal die Hälfte verstand, zu erklären, wie sich das dort in Sylt so abspielte, aber da es an der Tatsache des Regens nichts änderte, war es ihr auch ziemlich egal, was es damit auf sich hatte.

Eine Freundin hatte sie damals überredet, mit ihr dorthin zu fahren. Wie sich später herausstellte, und was sie vor der Reise nicht wusste, hatte die Freundin vor, dort jemanden zu treffen, auf den sie schon lange ein Auge hatte, jedoch nicht wusste, wie und wann sie es anstellen sollte, Kontakt aufzunehmen. Sylt, dachte sie, wäre der richtige Rahmen, da sie hörte, dass der Betreffende sich dort aufhalten würde. Aber alleine wollte sie nicht dorthin fahren, also überredete sie Amalia, mit ihr zu reisen.

Um noch Salz in die Wunde des Unerfreulichen zu streuen, musste Amalia jeden Morgen beim Frühstück den Wetterbericht mit ansehen, der in München Sonne mit angenehmen Temperaturen versprach, mit einem gelegentlichen Schauer am Nachmittag. Nur so zum Abkühlen, bevor man in den Biergarten ging, den es übrigens auf Sylt auch nicht gab. Es gab ein paar Bänke am Strand, aber da es unaufhörlich regnete, war das Lokal geschlossen und die Bänke nur Ruheoasen für eine unendliche Anzahl von Möwen, die sich scheinbar über den endlosen Strom von Wasser freuten. Bis auf Weiteres, hieß es, war das Lokal geschlossen, was, wie und wo das Weitere auch sein sollte. So wie das Schild aussah, war dies nicht der erste verregnete Sommer.

Ihre Freundin, die Rosi Sprengler, mit der sie einmal zusammengearbeitet hatte, als sie an Weihnachten als Aushilfe im Kaufhof Spielzeuge verkaufen musste, war eigentlich keine richtige Freundin, mehr eine gute Bekannte, die man ab und zu einmal anrief, um Gesellschaft zu haben. Wenn man nicht alleine ins Kino gehen oder mal den Italiener an der Ecke ausprobieren wollte.

Aus dem Abenteuer, das von Rosi Sprengler eben, wurde nichts, auch nach zweieinhalb Wochen mühevoller Verfolgung und Präsentation an allen möglichen und unmöglichen Örtlichkeiten, die das Portemonnaie beider sichtlich strapazierten. Dass man den Herren nie antraf, hatte in erster Linie etwas mit dem Regen zu tun, aber auch mit der Tatsache, dass der Herr, auf den man es abgesehen hatte, gar nicht auf Sylt war, sondern kurzfristig wegen des schlechten Wetters abgesagt hatte, wie sich später nach der Heimreise herausgestellt hatte.

Da Amalia während dieser Zeit viel alleine war und zum Schutz gegen das Wetter fast jeden Tag im Strandkorb saß, hatte sie sich kurzerhand dort einen bestellt und nach München liefern lassen. Irgendwie fand sie Gefallen daran, er gab ihr Schutz und eine gewisse Geborgenheit, die man nicht in einem normalen Sessel erfahren konnte. Es war fast, wie in einem kleinen Häuschen zu sitzen, das sein, wenn auch kleines, Bett schon eingebaut hatte.

Nun saß sie also in dem Strandkorb, der gerade einmal so auf ihren Balkon passte, auf der Breitseite, sodass man gerade noch die Tür aufmachen konnte, die vom Balkon in die Küche führte. Wenn man die Fußstütze des Strandkorbes herausfuhr, war der Balkon mehr oder weniger voll ausgenutzt, was hieß, dass man mit ausgefahrener Fußstütze die Tür nicht mehr öffnen konnte.

Sie genoss es, dort zu sitzen und etwas zu trinken, sich die Menschen anzusehen, die eilig auf der Straße ihrer Wege gingen und sie nicht sehen konnten, da sie nahezu völlig vor ihnen verborgen war. Alles, was man sah, war der Strandkorb, wenn man sich die Mühe machte, nach oben zu sehen. Wer es tat, hatte meist ein leises Schmunzeln auf dem Gesicht und fragte sich wahrscheinlich, ob es nicht schön wäre, selbst auch einen zu haben.

Eine Straßenbahn fuhr genau alle zehn Minuten in die eine und die andere Richtung, und da diese von der Schwanseestraße einbog, um auf die Chiemgaustraße zu kommen und umgekehrt, hörte man das besonders intensiv an dem quietschenden Geräusch der Räder, die krampfhaft versuchten, um die Kurve zu kommen, und der unermüdlichen Klingel, die den Menschen sagen wollte, dass man jetzt um die Ecke bog. Dies war wohl Vorschrift, da das Geräusch der Räder auf der Kurve bei Weitem lauter war als das der Klingel, man also sehr wohl wusste, dass die Straßenbahn im Ankommen war. Außer man war taub, aber da half die Klingel auch nichts. Die beiden Bahnen trafen sich meist vor und in der Kurve und das machte die Dauer des reibenden Radschienenstahlgeräusches noch länger und intensiver.

Amalia hatte sich daran gewöhnt, sie wohnte schon seit dreieinhalb Jahren in dieser Zweizimmerwohnung, die sie von ihrem Exfreund übernommen hatte, der kurzerhand sein Glück in Amerika versuchen wollte. Ohne Amalia und ohne Erfolg, wie sich herausstellen sollte. Sie hatte nie wieder etwas von ihm gehört außer einer Anfrage nach Geld, die aus New York kam und die sie umgehend in den Müll geschmissen hatte.

Sie kannte auch die Fenster gegenüber sehr genau, besonders die im vierten Stock, auf die sie freie Sicht hatte und sehen konnte, was dort so vor sich ging. Die Tatsache, dass sie in einem Strandkorb saß, gab ihr so viel Deckung, dass die Leute, die in diesen Wohnungen lebten, liebten, aßen, schliefen und noch viele andere Dinge taten, die man eben so tut, nichts davon mitbekamen. Sie konnte sehen, ohne gesehen zu werden.

Und was sie an diesem Nachmittag sah, sollte sie noch lange beschäftigen, ihr Sorgen machen und die Nächte stehlen, die sie so sehr brauchte, um den Tag zu meistern.

 

 

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Kommissar Wengler war es heiß, viel zu heiß. Er kam sich vor wie im brasilianischen Dschungel. Nicht dass er dort jemals gewesen wäre, um Gottes Willen nein, aber so stellte er sich das dort vor. Das Thermometer kletterte wieder einmal auf 32 Grad, wie schon seit Tagen, und das waren mindestens zehn Grad zu viel für ihn. Alles konnte er aushalten, nur keine Hitze, die machte ihm zu schaffen.

Man hatte Marscherleichterung im Kommissariat angeordnet, wie man so sagte und dabei ein wenig schmunzelte, was hieß, dass man es sich leichter machen konnte, indem man Sommerhemden und leichte Hosen tragen konnte, die ein wenig Kühlung versprachen. Manche trieben es ein bisschen zu weit, da sie in kurzen Hosen zum Dienst erschienen, was nun weiter nicht schlimm gewesen wäre, hätte man die Beine, die aus diesen Röhren herausschauten, nicht ansehen müssen.

Schwitzen und die damit unvermeidlich verbundenen Gerüche waren dennoch nicht zu vermeiden. Es half auch nicht, die Fenster offen zu halten und auf den Wind zu warten, der nie kam. Warten bedeutet, dass man Hoffnung hat, also beschränkte man sich darauf, Hoffnung zu haben, nur dass Hoffnung keine Lösung, sondern nur geträumtes Wunschdenken ist.

Herr Wengler hatte eigentlich schon vor Jahren aufgehört, Anzüge und gebügelte Hemden zu tragen, es war ihm zuwider, immer wieder die Schuhe putzen zu müssen, darauf zu achten, dass die Bügelfalte richtig saß und das gestärkte Hemd auch keine Knitter hatte. Als er eines Tages von der Isar gerufen wurde, wo er es sich an einem Nachmittag gemütlich machen wollte und dies jedoch durch einen Notruf jäh beendet wurde, fuhr er, wie er war, ins Büro. In seiner Freizeitkleidung. Trainingsanzug und T-Shirt mit roten Turnschuhen. Niemand achtete auf ihn, niemand sprach ihn darauf an, niemand hatte auch nur einen kleinen, winzigen Kommentar dazu.

Also, sagte er sich, warum soll ich mich herumquälen mit geschlossenen Krägen und gefalteten Hosen, passenden Strümpfen, geputzten Schuhen und karierten Sakkos? Er kaufte sich ein paar bequeme Hosen und lässige Hemden und änderte von einem auf den anderen Tag seine Anziehgewohnheiten.

Alle dachten, dass er schon immer so herumgelaufen wäre, Manche machten ihm sogar Komplimente, die er davor nie zu hören bekommen hatte, was ihn umso mehr ärgerte, da die Kosten für seine alten Bestände damals weitaus höher waren als für die jetzigen.

An diesem zu heißen Montag hatte man nur Bürosachen zu erledigen und Akten aufzuarbeiten. Sein Assistent Armin Staller saß am Computer und tippte vor sich hin. Computer waren nichts für den Herrn Kommissar, das hatte er sehr schnell herausgefunden, nachdem er des Öfteren den Computernotdienst hatte anrufen müssen, da er wieder einmal nicht wusste, warum der sich selbst ausgeschaltet hatte. Deswegen auch die Notizbücher, die er, fein säuberlich geordnet, in seinem Schrank aufbewahrte. Computer waren etwas für die neue Generation, die dachten, damit alles unter Kontrolle zu haben, ohne einzusehen, dass der Computer sie unter Kontrolle hatte.

E-mail, Textnachrichten, SMS, und wie das alles hieß, waren nur dazu angetan, einem den Tag zu vermiesen, einen zum Sklaven von Nachrichten und Mitteilungen zu machen, die nichts änderten und ohne die man auch hätte leben können. Aber nein, man musste nachschauen, man bekam immer diesen leisen Gong aus dem Lautsprecher, den man nicht mehr aus seinem Kopf bekam und auf den man ununterbrochen wartete, da man dachte, etwas verpasst zu haben. Das war nichts für den Kommissar, das war was für Armin Staller.

Die Polizei war in diesen Wochen rund um die Uhr voll im Einsatz, da Viele, die unter der Hitze litten, umfielen, ins Krankenhaus mussten und manches Mal auch durchdrehten. Männer begannen, ihre Frauen zu verprügeln, als könnten sie etwas dafür, dass es so heiß war. Es war ihre Schuld, nicht dafür gesorgt zu haben, dass man das Leben unter diesen Umständen ertragen konnte, und irgendjemand musste doch daran schuld sein. Und das Bier, das man trank, um sich abzukühlen, tat das seine dazu.

Dies dachte Kommissar Wengler auch, als das Telefon klingelte und er den Hörer abnahm, er dachte, das wäre wieder so ein Anruf, den er weiterleiten würde an die Wache, die damit umzugehen hatte.

„Herr Kommissar?“

„Kommissar Wengler, Mordkommission, mit wem spreche ich?“

„Amalia Pohl ist mein Name.“

Eine Pause, in der der Kommissar nur das schwere Atmen hören konnte, das schwere und schnelle Atmen, das bedeutete, dass irgendetwas passiert sein musste. Er kannte dieses Atmen, diese Ruhe, die eigentlich keine Ruhe war, sondern Aufgeregtheit, Nervosität, Anspannung und Verzweiflung.

„Frau Pohl, was können wir für Sie tun?“, sagte er so ruhig, wie er es unter diesen Umständen herausbrachte.

„Ich glaube, ich habe gerade einen Mord gesehen.“

„Sie haben einen Mord gesehen?“

Dieser Satz ließ Armin Staller aufhorchen und von seinem Computer aufblicken. Kommissar Wengler gab seinem Assistenten ein Zeichen, den Hörer seines Telefons abzuheben, um das Gespräch mit anzuhören.

„Frau Pohl, erzählen Sie uns ganz ruhig, was Sie gesehen haben.“

„Also ich sitze hier in meinem Strandkorb auf dem Balkon...“

„Strandkorb, Sie sitzen in einem Strandkorb, auf dem Balkon, in München.“

Kommissar Wengler sah seinen Assistenten etwas verwundert an, als wollte er sagen, wer die wohl sei.

„Ja, ich sitze in meinem Strandkorb und schaue so auf die Straße und im Nachbarhaus, über der Straße, ist ein Mann ganz in Weiß, ich meine, in einem weißen Hemd und weißer Hose am Fenster, mit einem Glas in der Hand, der anscheinend auf jemanden wartet. Er steht da nur, läuft dort herum, trinkt ab und zu und schaut immerzu auf die Straße. Sein Hemd ist fast bis zum Bauch offen, wahrscheinlich wegen der Hitze.“

„Ist es das, warum Sie ihn sich anschauen?“

Der Kommissar und sein Assistent sahen sich verständnisvoll in die Augen.

„Nein, natürlich nicht, Herr Kommissar, was denken Sie denn von mir. Nun ja, jedenfalls dreht er sich plötzlich um, dieser Mann am Fenster, meine ich, wahrscheinlich hat es geklingelt oder so. Er geht jedenfalls weg vom Fenster, kommt aber wenige Minuten später wieder zurück. Ein anderer Mann ist ihm gefolgt. Der mit dem weißen Hemd stellt sich mit dem Rücken zum Fenster und scheint mit dem anderen Mann zu sprechen. Anscheinend haben sie einen Streit oder eine Meinungsverschiedenheit, da der Mann am Fenster heftig mit den Armen um sich schwingt und dem anderen etwas klarzumachen versucht. Dann, ganz plötzlich, fällt der Mann mit dem weißen Hemd vornüber und ich sehe noch, wie sein weißes Hemd plötzlich rot wird. Dann verschwindet er aus meinem Blick. Ich meine, er fällt um und verschwindet unter dem Fenster, wenn Sie verstehen, was ich meine. Der Andere geht dann zum Fenster und lässt die Rollläden herunter. Das ist alles, was ich gesehen habe.“

„Und warum glauben Sie, dass das ein Mord war?“

„Ich weiß nicht, ob es Mord war, Herr Kommissar, aber finden Sie es nicht seltsam, dass jemand so plötzlich umfällt und so mir nichts dir nichts verschwindet und sein Hemd auf einmal ganz rot wird?“

Eine Pause entstand, in der beide Seiten überlegten und die ganze Sache noch einmal durchspielten. Kommissar Wengler hörte eine Straßenbahn um die Ecke fahren, das quietschende Geräusch konnte man auch über das Telefon nicht überhören.

„Was meinen Sie, Armin, was halten Sie von der Sache?“

Kommissar Wengler und sein Assistent hatten vereinbart, sich beim Vornamen anzusprechen, allerdings nur der Kommissar seinen Assistenten. Andersherum ginge es nicht, meinte Herr Wengler, der Altersunterschied sei zu groß und das moderne Duzen, davon halte er sowieso nichts. Wie er von vielen Dingen nichts hielt, die modern und neu waren. Nur in diesem Fall könnte er, Armin, ja sein Sohn sein, also das wäre dann schon in Ordnung. Das war auch in Ordnung mit Armin, also ließ man es dabei. Herr Kommissar und Armin.

„Ich weiß nicht, aber wir sollten uns das vielleicht einmal ansehen“, sagte der Kommissar zu seinem Assistenten.

„Frau Pohl, geben Sie uns Ihre Adresse und wir schauen bei Ihnen vorbei. Wir möchten uns das gerne selbst ansehen, was und wo da etwas passiert sein soll.“

 

 

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Amalia Pohl war Ende dreißig, ledig, und obwohl sie gerne geheiratet hätte und auch sofort noch würde, falls der Richtige käme, hatte sie nie die große Liebe gefunden. Allerdings war sie auch nicht der Typ wie ihre Freundin Rosi, die ihren Träumen regelrecht hinterherlief, wenn auch mit mäßigem Erfolg. Sie hatte mit ihrer eher aggressiven Methode nicht viel mehr erreicht als Amalia, aber das führte sie auf die Dummheit der Männer zurück, denen sie nachlief, nicht auf ihre eigene Beschränktheit, die fast aus jedem Blusenknopf herausquoll. Eine von den Blusen, die immer aussahen, als wären sie zwei Nummern zu klein oder die Füllung zwei Nummern zu groß.

Ansonsten war Amalia ein natürlich aussehendes Mädchen mit kurzen, mittelbraunen Haaren, einem fast ovalen Gesicht und einer etwas zu groß geratenen Nase. Ihre Mutter meinte, da wäre irgendwann mal ein Grieche in der Erbfolge gewesen, wenn sie das auch nie beweisen konnte. Ihre Figur konnte man als etwas rundlich bezeichnen, aber das lag wohl daran, dass sie aus Frustration, keinen Mann zu finden, in letzter Zeit immer mehr nach der Schokolade oder in diesem Falle alles, was süß war, gegriffen hatte. Das hatte ihre Figur zu einer kleinen Birne werden lassen, mit zu kurzen Beinen und zu kleinem Kopf. Die Chancen, nun doch noch das große Glück zu finden, waren dadurch nicht gerade gestiegen, das wusste sie, aber diese Erkenntnis bedurfte wiederum weiterer Schokoladenkuren.

Es wurde schon dunkel und war immer noch heiß, viel zu heiß für diese Uhrzeit und Kommissar Wengler fluchte, als er die Treppe hinauflaufen musste. Der Aufzug war wegen der Hitze außer Betrieb, als wollte der liebe Gott noch eines draufgeben, um die Plage erst richtig zur Plage werden zu lassen.

Sie hatte ihren Jogginganzug an, der alles ein wenig egalisierte, als sie die Tür öffnete.

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