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Steife Brise - Liebeskrise

Liebeskrise

 

Raymond

Die Sonne scheint eifrig vom Himmel, wie immer auf Mallorca. Stephano schläft noch und schnarcht leise. Wie jeden Morgen, seit nun sechs Monaten, beobachte ich ihn eine Weile, bevor ich mich leise aus dem Bett schiebe und in die Küche laufe, um Kaffee zu kochen. Das elegante Edelstahldesign erfüllt mich, wie immer, mit tiefer Befriedigung. Zwar musste ich meine Wohnung in Hamburg verkaufen und wir – oh ja, ich rede von Stephano und mir in dieser Form – haben nur noch ein kleines Appartement dort, aber das reicht uns. Uns würde auch eine Ecke mit einer Matratze genügen, aber vier Wände wissen wir inzwischen sehr zu schätzen.

Summend nähere ich mich der chromblitzenden Kaffeemaschine, stelle zwei Tassen unter den Auslass und drücke auf die Taste für Cappuccino. Stephano liebt es, wenn ich ihm Kaffee am Bett serviere – nackt – und willig. Für meinen Schatz bin ich immer bereit, ich liebe ihn. Gut, es gab Momente in der jüngeren Vergangenheit, da hätte ich ihn schon erwürgen können, aber letztendlich hat sich unsere Odyssee nach Mallorca gelohnt. Wir leben hier in einem Traum.

 

„Liebster, der Kaffee ist fertig“, flöte ich und setze mich auf die Bettkante, wobei ich die zwei Tassen sorgsam balanciere.

„Ray, Möhrchen“, stöhnt Stephano und umarmt mich wild und schlaftrunken von hinten.

„Waaaaaaaaaaah“, mache ich, als die brennend heiße Brühe über meinen Schwanz und die Hoden spritzt.

Die Tassen fliegen auf den Boden und Stephano steht jetzt im Bett, glotzt, springt auf und kehrt nach einem rekordverdächtigen Sprint mit Handtuch und Eiswürfeln zurück. Es macht leise brizzzel, als er mein gutes Stück und die Eier sehr zärtlich kühlt, mit dem Frottee umschmeichelt und anschließend pustet.

Gottverdammich, was für ein geiler Anblick: Mein Freund auf Knien, sanft kühle Luft über meine Köpermitte blasend. Dennoch, mit Ficken ist erst mal Schluss. Mein Schwanz wirft Blasen und die Eier tun weh.

„Raylein, das wollte ich nicht“, flötet er.

„Ich weiß“, murmele ich, mühsam die Schmerzen ertragend, „Aber es ist – verdammt schmerzhaft.“ „Heißt das …?“, fragt Stephano und mir wird klar, dass ich gerade hochtrabende Hoffnungen zerstöre.

Klar, mein Schatz ist es gewohnt, sich dreimal täglich bedienen zu dürfen oder bedient zu werden. Dass es ausgerechnet heute nicht sein soll – der arme Kerl. Das Mitleid überwiegt den Schmerz, ich ziehe ihn näher. Küsse seine wunderschönen, zitternden Lippen. Streiche durch sein Haar. Stephano seufzt, stöhnt und – packt meine Eier …

„Auuutsch“, wimmere ich und schütze mich instinktiv vor dem Angriff.

„Oh“, flüstert mein Schatz, „Soooo schlimm?“

„Ja-ha“, stöhne ich schmerzerfüllt.

„Scheiße, Raylein“, sagt Stephano und begreift endgültig, dass sein üblicher Guten-Morgen-Fick flachfällt.

„Dann – lass uns aufstehen und ich presse Orangen“, murmelt er hoffnungsvoll.

 

Stephano presst nackig Zitrusfrüchte, bis sein Schwanz so hart ist, dass er damit eine der Schalenfrüchte durchbohren könnte, doch bei mir herrscht Ebbe. Mit Eiswürfeln in der Unterhose gucke ich zu und fühle das erste Mal nur Schmerz bei diesem Anblick.

„Möhrchen“, raunt mein Freund und steht vor mir, erigiert, irritiert und total unglücklich.

„Schatz, ich kann nicht“, versichere ich zum hundertsten Mal, während ich die Eiswürfel zurechtrücke, die leise klickern und dabei schmelzen.

Mein Schwanz ist bestimmt schon blau vor Kälte, aber der Schmerz bleibt. Stephano lächelt, doch es erreicht seine Augen nicht. Unterfickt ist bei ihm gleichzusetzen mit abgestoßen. Er reagiert darauf wie ein Kleinkind, das zu Weihnachten leer ausgeht.

„Na dann“, murrt er und läuft ins Schlafzimmer.

Kurz darauf erscheint er in Jeans und T-Shirt, greift nach den Wagenschlüsseln und brummt: „Ich hole jetzt Luigi und Garfield ab. Du willst sicher nicht mit?“

„Wenn ich alte Jogginghosen tragen darf und wie ein Kerl laufen, der ein Kilo Eiswürfel um seinen Sack hat …“, sage ich verzerrt lächelnd, „… dann schon.“

„Nö, ich fahre allein“, verkündet mein Schatz.

 

Eine Stunde später ist er zurück, im Schlepptau Luigi und Garfield, Freunde von ihm. Luigi ist – wie schon der Name vermuten lässt – Halbitaliener und sein Aussehen bestätigt jedes Klischee: dunkle Locken, mokkabraune Augen und ein Körper wie eine dieser antiken Statuen in Rom, muskulös, und das Ganze überzogen mit sanft gebräunter Haut.

Garfield ist in gewisser Weise das genaue Gegenteil: klein, blass, mit braunen Haaren und blauen Augen, wobei sich auch sein Charakter stark von Luigis unterscheidet. Während dieser mit einem lauten ‚Amico, komm an meine Brust‘ auf mich zugelaufen kommt, mich umarmt und herzt wie einen vermissten Bruder, reicht mir Garfield die Hand und murmelt ein ‚Hey Ray‘, begleitet von einem knappen Lächeln.

Ich kenne die beiden schon aus Hamburger Zeiten. Sie gehören zu Stephanos riesigem Freundeskreis, der aus der halben Stadt bestehen muss, so zahlreich erscheinen die Gäste auf den vielen Partys, die er so gern veranstaltet. Seit wir auf Malle leben, sind die Feiern weniger geworden, die Gästezahl jedoch nicht. Aber ich schweife ab.

„Kommt“, sagt Stephano jovial und legt jeweils einen Arm um die Schultern seiner Freunde. „Ich zeige euch die Gästezimmer.“

Die drei ziehen ab und ich laufe ins Bad, um dort den Eiswürfelverband zu erneuern. Mein Penis pellt sich jetzt und sieht aus wie ein lila Wurm, kurz vor dem Tode in sich zusammengerollt. Uaaah! Kein schöner Anblick.

„… und jetzt zeige ich euch die Insel“, ertönt Stephanos Stimme vom Flur her.

Schnell verpacke ich meinen violetten Schwanz und geselle mich zu ihm und den Gästen.

 

Nach einer kurzen Rundtour von sechs Stunden kommen wir gut gelaunt wieder auf der Finca an. Auf einem Markt haben wir frisches Gemüse erstanden, welches Stephano nun in die Küche trägt und verkündet: „Luigi will heute kochen. Ray, Darling, hilfst du ihm? Ich möchte mit Garfield ein wenig schwimmen gehen.“

Typisch. Er hat den Spaß, ich die Arbeit, aber ich liebe ihn trotzdem. Nach einem kurzen Kuss lässt er mich allein. Schon bald stößt Luigi zu mir und bindet sich Stephanos Schürze um, was bei dem großen Südländer sehr sexy wirkt. Wie er wohl nackt – nur mit diesem Ding – aussehen würde?

„Raylein, schneide das Gemüse“, instruiert er mich.

Er ist heute der Chef und ich lass mich von ihm scheuchen. Als alles fast fertig ist und lustig in der Pfanne vor sich hin brutzelt, wendet sich Luigi zu mir und guckt mir tief in die Augen.

„Raylein“, raunt er und kommt langsam auf mich zugeschlichen, „Ich und Garfield, wir würden gerne Partnertausch machen. Wie stehst du dazu?“

Mir bleibt erst mal die Spucke weg. Mein lila Wurm regt sich nicht und Luigi steht jetzt vor mir, senkt den Kopf und betrachtet mich forschend.

„Ray, Amico, was sagst du dazu?“, murmelt er mit seiner tiefen Stimme.

„Hmpf“, mache ich versuchsweise, weil ich ihn nicht wegstoßen mag, aber auch irgendwie überhaupt nicht mit dem Vorschlag einverstanden bin.

„Ich werde dich jetzt küssen“, erklärt Luigi lächelnd, „Danach wirst du in Flammen stehen, du wirst schon sehen.“

Flammen! Mein Schwanz brennt auch so schon und plötzlich finde ich mich in Luigis Armen wieder. Seine wulstigen Lippen liegen auf meinen und ersticken jeden Protest, während er mich fest an seine Brust presst.

„Hnglnn“, rufe ich in Luigis Mund.

„Ray!“, kommt es von der Tür her.

Wie zwei Ölgötzen erstarren wir, sind sekundenlang das Kunstwerk ‚Der Kuss‘, bis sich der große Südländer betont langsam von mir löst. Er fixiert mich kurz mit einem warnenden Blick, bevor er sich an Stephano wendet, der nass und tropfend im Türrahmen steht.

„Ray hat mich überrumpelt“, sagt er seelenruhig.

Stephano schnaubt, misst mich verächtlich von oben bis unten und macht auf der Hacke kehrt. Das Platschen nackter Füße entfernt sich und Luigi grinst. Er dreht sich zu mir, legt eine Hand auf meine Schulter und beugt sich drohend vor.

„Kein Wort zu Stephano, sonst verarbeite ich dich zu Brei“, knurrt er leise.

Seine Finger graben sich in mein Fleisch, als Untermauerung der Ankündigung. Ich schlucke schwer und nicke langsam. Oh Mann, das werden harte zwei Tage.

 

Stephano

Ich hab zwar eben erst eine Runde im Wasser gedreht, dennoch marschiere ich an Garfield vorbei, der mich anglotzt, als wäre ich goldlackiert und springe erneut in den Pool. Vielleicht kann das Chlor wegwaschen, was ich eben mitansehen musste. Reicht es nicht etwa, dass Ray mich heute abgewiesen hat? Nein, er wirft sich auch noch Luigi an den Hals! Schnell ziehe ich einige Bahnen, rudere wild mit den Armen, aber es nutzt nichts. In meinem Kopf läuft das Kino an! Da sehe ich nicht nur den Kuss mit Luigi, da sehe ich sie miteinander ficken. Nicht nur das, ich sehe Ray mit jedem heißen Typen ficken, den wir hier in Mallorca jemals gesehen haben. Wir haben uns oft geneckt – wegen des heißen Kellners in unserer Lieblingsbar, wegen des Klempners, der letzten Monat da war oder dem Gärtner der Nachbarn. Geile Kerle – und wir haben einander damit aufgezogen, sie zu vernaschen. Nun bietet mir die schäumende Eifersucht eine Orgie nach der anderen – aus den Scherzen wird in meinen Gedanken bitterer Ernst.

T

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