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Sei lieber treu, Alimah!

Sei lieber treu, Alimah!

„Dass du dich nicht schämst, du kleine, notgeile Hure!“

Diese Worte waren mir herausgerutscht, ohne dass ich das hatte verhindern können. Jetzt schämte ich mich erst mal, weil mir das noch nie passiert war. Und „klein“ passte auch nicht wirklich, denn sie maß 179 Zentimeter, einen weniger als ich.

Doch ich schämte mich nicht lange, da gab mir Alimah die nächste schnippische Antwort.

„Dann besorg du es mir doch! Aber nicht so langweilig wie bisher. Wahrscheinlich reichst du mir einfach nicht mehr. Immer nur schnell, schnell, immer nur sonntags, immer dasselbe. Nie hast du Zeit, außer für deine Arbeit.“

So viel Frechheit machte mich nur noch sprachlos. Dabei liebte ich dieses Miststück. Alimah sah einfach umwerfend aus mit ihren langen, schwarzen Wimpern in diesem süßen Mädchengesicht, umspielt von einem vollen, seidigen, schwarzen Schopf. Außerdem war sie schlau und äußerst geschickt in vielen Dingen, die ein Mann nun mal nicht auf die Reihe kriegt. Seit wir zusammen lebten, also seit rund vier Jahren, hatte sie aus meiner äußerlich intakten, aber innen total vergammelten Bruchbude von Vorstadtvilla ein schmuckes Anwesen gemacht, in dem sich sogar unsere immer zahlreicher werdenden Freunde wohl fühlten.

Nicht einen Gedanken wollte ich daran zulassen, dass ich sie verlieren könnte. Alimah war zwar erst einundzwanzig, also zwölf Jahre jünger als ich, aber natürlich hatte sie von Anfang an beteuert, dass sie das nicht im Mindesten stören würde.

„Du benimmst dich wie ein pubertäres Kind, wenn überhaupt. Wie ein freches Mädchen, sollte ich wohl sagen.“

Sie warf herausfordernd den Kopf in den Nacken.

„Das hättest du gerne, was? Ich bin eine erwachsene Frau, und genau deshalb kann ich auch machen, was ich will. Kannst mich ja rausschmeißen, wenn es dir nicht passt.“

Damit war es heraus. Solch einen Schlagabtausch hätte ich lieber vermieden. Denn eigentlich müsste ich sie jetzt wirklich rausschmeißen. Es war das dritte Mal innerhalb eines Jahres, dass sie fremdging. Keine ernsthaften Liebschaften, das nicht, aber wer konnte schon wissen, ob es nicht eines Tages ernst werden würde.

Vielleicht beschwerte sie sich sogar zu Recht, dass ich ihr nicht genügte. Einerseits, weil sie sich schon mit siebzehn an mich gebunden hatte und andererseits, weil ich selbst mit unserem Sexualleben vollauf zufrieden war und niemals darauf gekommen wäre, irgendwelche Experimente anzustellen. Fantasie, so fand ich, gehört nicht ins Bett. Ich hatte ja schließlich eine fantastische Frau.

Und ehrlich, dass sie mit mir keinen Spaß haben würde, konnte sie mir nun auch nicht erzählen.

Die Haustür knallte und ich schnupperte ihr hinterher. Heute Abend würde sie wahrscheinlich kommen und sich entschuldigen. Sie würde sagen, dass sie auf der Party ein bisschen zu viel getrunken hatte und dass sie deshalb nicht mehr nein sagen konnte. Der Typ, bei dem sie aufgewacht war, sah leider auch viel knackiger aus als ich. Verdammt, dieser süße Teufel namens Alimah konnte jeden Kerl haben, den sie wollte. Das musste bestimmt auch schwer sein, immer nein zu sagen.

Ich würde also am Abend eine Weile schmollen, bis sie mich mit ihren zarten Fingern genügend getröstet hatte, und ihr dann verzeihen. Beim darauf folgenden Versöhnungssex gab sie sich immer besondere Mühe, darauf freute ich mich schon jetzt.

Und dennoch, meine Eifersucht und Angst, dass ich sie eines Tages verlieren würde, war auf ein höheres Level gestiegen. Dummerweise musste ich die nächsten Stunden auch noch allein verbringen, weil sich Alimah mit ihrer Freundin zum Shoppen verabredet hatte.

Gleichzeitig unruhig und gelähmt fiel ich auf unser Sofa und fing an zu grübeln. Es musste doch einen Weg geben, diese Frau mehr an mich zu binden. Warum hatte ich mir nicht eine dankbarere Partnerin gesucht – eine Asylantin zum Beispiel oder eine Frau mit einer Behinderung?

Genau in diesem Moment kam mir eine Idee...

Alle Lähmung war endgültig wie weggeblasen, als ich meine Einkäufe endlich in der Werkstatt versteckte. Das einzig Blöde an meinem Plan war, dass ich so viel Geduld für ihn brauchte. Lieber hätte ich sofort einen Schritt nach dem anderen gemacht, aber ich musste es langsam angehen, damit es glaubhaft werden würde. In allergrößter Vorfreude wartete ich auf den Abend.

Alimah kam später zurück, als wir verabredet hatten. Darauf konnte ich mich fast schon verlassen, besonders, wenn sie mit ihrer Freundin Jacqueline ausging. Doch heute passte mir das sehr gut in den Kram, denn so bekam ich einen Vorwand, die Suppe zu kochen und den Tee aufzubrühen.

Überall gab ich eine krasse Menge von diesem Brennessel-Melissen-Extrakt hinzu, das ich extra hergestellt hatte. Doch so oft ich auch kostete – es schmeckte zum Glück nicht vor. Ich musste also nicht damit sparen.

Die Suppe würzte ich zusätzlich mit Wacholderbeeren. Wenn Alimah von etwas keine Ahnung hatte, dann von Heilpflanzen. Es bestand also kein Grund zur Sorge, dass sie mir auf die Schliche kommen könnte.

Als mein Schatz endlich nach Hause kam, merkte ich ihr an, dass sie verunsichert war. Jacqueline hatte ihr vermutlich den Kopf gewaschen. Über den gedeckten Tisch freute sich Alimah zwar, aber sie sah auch ein wenig beschämt aus, dass ich so etwas für sie tat, obwohl sie mich so schlecht behandelt hatte. Auf meine gute Laune konnte sie sich einfach keinen Reim machen.

„Ich bin für einen gemütlichen Videoabend heute. Was hältst du davon?“

„Luca, ja, ich bin total müde und habe auch keine Lust auf irgendwas anderes. Wahrscheinlich schlafe ich vor dem Fernseher ein.“

Das Essen schmeckte ihr sichtlich und ich bemerkte nicht das geringste Anzeichen eines Verdachtes bei ihr. Mit einer Flasche Weißwein lümmelten wir uns auf die Couch und streichelten uns sanft, ohne von dem Film allzu viel mitzubekommen. Ich hatte ohnehin einen Pilcher-Klassiker gewählt, der mich langweilte und auch Alimah nicht gerade vor Spannung vergehen ließ.

Nach einer halben Stunde wurde sie unruhig.

„Ich bin gleich zurück.“

„Ja, klar.“

Das Mittel fing an zu wirken. Die Frage war jetzt nur noch, wie stark. Doch bereits nach einer weiteren halben Stunde war es wieder so weit.

„Ich habe mir wohl irgendwie die Blase verkühlt. Ich muss schon wieder...“

Alimah löste sich aus meiner Umarmung und blieb etwas länger fort. Als sie wiederkam, sah sie müde aus.

„Ich glaube, ich gehe ins Bett. Diese Pflastertreterei hat mich ausgepowert.“

„Na gut. Aber ich kucke noch zu Ende, ja? Vielleicht bist du dann noch wach.“

Doch Alimah winkte ab.

„Ich denke nicht. Ich werde schlafen wie ein Stein.“

„Na gut.“

Es fiel mir wirklich schwer, meine Vorfreude zurückzuhalten.

Der Film lief zwar noch ein paar Minuten, aber er interessierte mich tatsächlich nicht weiter.

Stattdessen begann ich mit meinem Vorhaben und schlich mich in meine Werkstatt.

Ich hatte am Vormittag, einer Eingebung folgend, eine kleine, runde Plastikflasche voll Zitronensaft gekauft. Vielleicht war es die gelbe Farbe des Fläschchens, die mich auf die Idee gebracht hatte.

Zunächst entsorgte ich den Zitronensaft im Vorgarten und spülte die Flasche aus. Dann vergrößerte ich mit einem Handbohrer die Spritzdüse des Deckels. Doch jetzt wurde es kompliziert.

Mit reichlich Gewissensbissen entschied ich mich für einen unbenutzten Blumenübertopf und pullerte hinein. Leider hatte ich gar nicht so viel in meiner Blase, um die Flasche bequem darin untertauchen zu können. Doch das hatte auch sein Gutes, ja, das gab mir die Gelegenheit, die Flüssigkeit mit warmem Wasser aus dem Wasserkocher zu verlängern. Denn warm sollte das Gebräu auf alle Fälle sein und das hieß, dass ich nun schnell machen musste.

Ich reinigte den Übertopf und ließ ihn wieder im Schrank verschwinden, um gleich darauf ins Schlafzimmer zu schleichen. Alimah schnarchte leise vor sich hin und bewies mir damit, dass sie wirklich schon fest schlief.

Ich hatte Glück, dass die Nacht recht hell war, denn sonst hätte ich alles nach Gefühl bewerkstelligen müssen. So zog ich mich schnell aus und schlüpfte in meinen Pyjama. Mit der vollen Zitronensaftflasche bewaffnet legte ich mich unter meine Decke und ließ noch einige Minuten verstreichen. Alimah schnuffelte ungestört weiter.

Jetzt kam das Schwierigste.

Im Liegen lüftete ich vorsichtig Alimahs Bettdecke und schob langsam das Fläschchen in Richtung ihres Unterleibs. Wie ich gehofft hatte, lag sie mit dem Po zu mir und ihr Nachthemd war hochgerutscht, gab also den Blick auf ihr Snoopy-Höschen frei. Jetzt musste ich nur noch die richtige Stelle treffen.

Mit einem kräftigen, schnellen Ruck drückte ich so viel Flüssigkeit wie möglich aus dem Fläschchen heraus. Erstaunlicherweise rührte sich Alimah nicht einmal. Das war auch ein Glück, denn wenn ich es nicht geschafft hätte, die Flasche auf Anhieb richtig tief einzudellen, hätte es passieren können, dass die Delle zurückschnappte und dabei verdächtige Geräusche entstanden.

Jetzt bewegte sich Alimah doch, aber nur leicht. Dabei murmelte sie sinnlos vor sich hin.

Unwillkürlich hielt ich den Atem an, zwang mich aber gleich darauf, ruhig zu atmen, als ob ich schlief. Dann stöhnte ich ein wenig und drehte mich auf die rechte Seite.

Es blieb ruhig. Zur Sicherheit wartete ich noch ein paar Minuten, dann stand ich auf und entleerte die Flasche, bevor ich sie im vollen Badmülleimer verstaute, um sie morgen unauffällig mit in die Werkstatt nehmen zu können.

Zurück im Schlafzimmer schlüpfte ich wieder ins Bett und genoss den gelungenen Streich. Alimah duftete unter ihrer Decke hervor und dieser Duft mischte sich mit einem milden Geruch nach Toilette, was mich ziemlich heiß machte. Ich freute mich auf morgen. Morgen war Sonntag, ein Tag, wie geschaffen, um das geschehene „Unglück“ lang und breit zu thematisieren.

Wenige Stunden später – es war noch dunkel draußen – wurde ich von hektischer Betriebsamkeit an meiner Seite geweckt. Alimah hatte Licht gemacht und zog gerade weinend ihr Bett ab.

„Was ist denn mit dir?“

„Ich muss dauernd aufs Klo, und jetzt hab ich auch noch ins Bett gemacht. Ich hab bestimmt eine Blasenentzündung oder so was.“

„Ist doch nicht so schlimm.“

Ich versuchte sie zu trösten. Ein wenig Leid tat sie mir nun doch, aber zum Glück fiel mir passgerecht ihr Seitensprung ein.

„Musst du denn jetzt in der Nacht so einen Aufstand deswegen machen?“

„Das ist doch supereklig.“

Alimah hatte ihr Laken abgezogen und starrte entsetzt auf den nassen Fleck vor ihrer Nase.

„Sogar die Matratze ist ruiniert.“

„Also komm! Tu ein paar Handtücher drauf und leg dich wieder hin. Wenn das trocken ist, sieht es nur noch halb so schlimm aus. Ich will schlafen.“

„Was bin ich bloß für ein Ferkel! Und dir raube ich auch noch den Schlaf. Ich gehe ins Wohnzimmer.“

Sie kramte frische Nachtwäsche und ein neues Laken aus dem Kleiderschrank und schlurfte aus dem Zimmer. Dann kam sie kurz zurück und legte mehrere Handtücher auf den nassen Fleck. Kurz danach hörte ich, wie die Waschmaschine in Gang gesetzt wurde und Alimah in die Dusche stieg.

Ganz so hatte ich die Aktion ja nicht geplant, vor allem nicht den Punkt, dass sie jetzt woanders schlief. Aber ich hätte es mir wohl denken können.

Eigentlich war Alimah eine ganz und gar reinliche Frau, was, wie ich vermutete, mit ihrem hochempfindlichen Geruchssinn zusammenhing. Das gefiel mir auch sehr an ihr. Selten ging mal ein unangenehmer Körpergeruch von ihr aus. Wenn sie geschwitzt hatte, pflegte sie danach baldmöglichst zu duschen und sich umzuziehen.

Auch unser Häuschen hielt sie, wie schon erwähnt, vorbildlich sauber, ohne es dabei zu übertreiben.

Völlig klar, dass so etwas wie Einpullern schon des Geruchs wegen eine Katastrophe für sie sein musste.

Als die Geräusche im Bad aufhörten, versuchte ich, wieder in den Schlaf zu finden, was mir aber nicht gelingen wollte. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, dass ich meiner lieben Alimah so etwas antat. Doch dieses schlechte Gewissen wurde noch übertönt von einer mir völlig unbekannten Erregung, wenn ich mir ausmalte, wie mein Plan sich weiter entfaltete. Ich konnte mich nur beruhigen, indem ich, nach langer Zeit mal wieder, meinen Daumen in den Mund steckte und heftig daran nuckelte.

„Frühstück ist fertig. Ich fahr schon mal los und du musst auch aufstehen.“

Mit diesen Worten riss mich Alimah aus dem Schlaf. Sie war bereits in der Jacke und ihre Pumps klapperten aufreizend auf dem Laminat des Schlafzimmers. Ich roch ihr dezent verwendetes Parfum und fühlte mich um ihre Nähe betrogen.

„Wo willst du denn hin?“

„Na, zum Arzt. Eine Blasen- oder Nierenentzündung sollte man dringend behandeln lassen, bevor sie chronisch wird.“

Ich richtete mich halb auf.

„Schätzchen, ist dir klar, dass heute Sonntag ist? Willst du etwa in die Notaufnahme vom Krankenhaus?“

Alimah schrak zusammen.

„Sonntag? Das habe ich ganz vergessen.“

„Scheint mir auch so. Nun werde doch nicht gleich panisch. Das kann jedem Menschen mal passieren, dass ein paar Tropfen auslaufen. Davon ist man nicht gleich inkontinent.“

Sie sah mich an wie eine fauchende Wildkatze.

„Du hast gut reden. Aber inkontinent werden, das kann man. Und frau ganz besonders.“

„Du warst doch noch nicht mal schwanger. Bei dir ist doch alles noch wie neu. Alimah, ich liebe dich. Das ist es ja wohl, worauf es ankommt.“

Schluchzend warf sich Alimah in meine Arme. Die ganze Angelegenheit musste sie sehr verstört haben, wenn sie sogar den Wochentag vergaß. Natürlich, meine kleine Hausfrau hatte ja auch nicht diesen festen Rhythmus wie ich. Ihre gelegentlichen Übersetzungsaufträge erledigte sie an ihrem Laptop zu Hause, aber ansonsten sorgte sie vor allem für unser Anwesen und unsere Gäste. Mein Einkommen als Rechtsanwalt reichte für uns beide und wir wollten ohnehin bald Kinder haben, die sie dann ganz ohne Druck betreuen konnte. Allerdings kam mir von Zeit zu Zeit der Verdacht, dass sie die Pille heimlich weiter nahm, um noch nicht schwanger zu werden. Und angesichts meiner gerade frisch ausgebrüteten Ideen fand ich das seit gestern auch gar nicht so verkehrt.

Ich hielt sie ganz fest und biss ihr zärtlich in den Hals.

„Pass auf, du packst dich jetzt einfach warm ein und legst dich ins Bett, mit dicker Strumpfhose und allem Drum und Dran. Du kannst lesen oder fernsehen oder was du willst. Ich kucke im Internet, aus welchen Kräutern man einen guten Tee für Nieren und Blase kocht, und dann trinkst du den und morgen sehen wir weiter, okay?“

„Wenn du meinst...“

Folgsam stand Alimah auf und zog sich die Jacke aus. Sie legte Strumpfhose und Nierenwärmer bereit und suchte eine Weile nach ihrem Flanellpyjama, den ich absolut nicht leiden konnte, weshalb sie ihn auch schon seit einiger Zeit nicht mehr getragen hatte. Heute war ich sogar bereit, ihn zu erdulden.

Doch plötzlich erstarrte sie.

„Wenn es jetzt noch mal passiert... Kannst du mir nicht eine Mülltüte holen und sie unter das Laken legen? Sonst müssen wir die Matratze wirklich bald wegschmeißen.“

„Warum sollte es noch mal passieren? Du machst dich bestimmt unnötig verrückt. Aber das mit der Mülltüte ist eine gute Idee, nur so zur Sicherheit. Ich bin gleich wieder da.“

Als ich zurückkam, suchte Alimah immer noch den Pyjama. Dabei machte sie den Eindruck, als müsste sie schon wieder pullern. Sie hielt die Beine überkreuz und nahm sogar die Hand zur Hilfe.

Das sah unglaublich süß aus.

„Geht's, oder soll ich helfen?“

„Du Idiot!“

Sie warf das erstbeste Nachthemd nach mir, das sie gerade in die Finger bekam, ebenfalls aus Flanell. Im gleichen Moment fiel es mir ein.

„Ich weiß, wo dein Flanellpyjama liegt. Ich habe ihn nämlich eigenhändig versteckt, hässlich, wie der ist.“

Ich öffnete meinen Kleiderschrank und griff in das oberste Fach.

„Hier. Ausnahmsweise gönne ich ihn dir. Aber bevor du dich so einpackst, könnten wir eigentlich...

Ich meine, immerhin ist heute Sonntag und wir müssten noch längst nicht aufstehen.“

„Dass du mich überhaupt noch ankuckst. Ich fühle mich so schmutzig.“

Was für eine Vorlage für mich.

„Du übertreibst total, Liebes. Du bist schön und frisch

geduscht und überhaupt. Ich zieh jetzt hier ein neues Laken auf und dann legst du dich hin. Bitte!“

„Ja doch. Vorher muss ich aber noch...“

Das war mir klar. Aber so konnte ich in Ruhe die Mülltüte ausbreiten und das Laken auf die Matratze spannen. Als sie zurückkam, war ich gerade eben fertig. Sie legte sich nackt auf das frische Betttuch und schloss genießerisch die Augen. Zärtlich betrachtete ich sie.

„Jetzt muss ich nochmal. Ich war nämlich heute früh noch nicht.“

„Mach schnell!“

Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Ich verschwand ohne Zögern im Bad und klapperte mit dem Klodeckel. Nach einer Weile ließ ich die Spülung rauschen und drehte den Wasserhahn am Waschbecken auf. Aber anstatt mir die Hände zu waschen, nahm ich den Mund voll mit warmem Wasser und ging zurück ins Schlafzimmer. Alimah lag noch genau so da, wie ich sie verlassen hatte.

Schnell legte ich mich zu ihr aufs Bett und kroch zwischen ihre Beine, um ihre süße Knospe mit meiner Nase zu bearbeiten. Hin und wieder entließ ich einige Wassertropfen in ihre Spalte. Ich hatte keine Ahnung, was sie in diesem Moment fühlte, aber vermutlich glaubte sie, vor Erregung ganz besonders feucht zu sein. Nun öffnete ich meinen Mund und übergab den Rest des gespeicherten Wassers auf das Laken. Befriedigt musterte ich den beachtlichen Fleck, der sich unter ihr ausbreitete. Nur Alimahs Erregung sorgte wohl dafür, dass ihr die Nässe nicht sofort auffiel.

Nun begann der zweite Teil meines heutigen Plans.

Ich kroch langsam an ihr hoch und knabberte an ihren Brustwarzen. Meinen Schwanz ließ ich dabei ganz zufällig an ihrer Spalte spielen, wobei ich die linke Hand zur Hilfe nahm und ab und zu auch ihren Kitzler direkt streichelte. Doch dann drückte ich meinen Schwanz ein wenig nach hinten und pullerte auf das Laken. Eigentlich war das ein Ding der Unmöglichkeit, so fest, wie mein Luststab gerade stand. Aber ich hatte ja noch den Druck der Nacht in meiner Blase und letztlich überwand dieser allen Widerstand.

Bevor Alimah erschrecken konnte, drang ich in sie ein, nachdem es mir gerade so gelungen war, mit dem Pullern wieder aufzuhören. Wie erhofft war sie völlig von ihrer Lust gefangen genommen. Sie stöhnte und wimmerte und empfing zitternd ihren Höhepunkt. Nur bei mir war es noch nicht so weit, weshalb ich anfing, schneller und heftiger zu stoßen. Als ich endlich kam, jauchzte Alimah schon zum zweiten Mal auf. So schön war es schon lange nicht gewesen, ging mir durch den Kopf, bevor ich mich von ihr abrollte und meinen Kopf zwischen ihren Brüsten vergrub. Wir atmeten noch heftig und genossen gemeinsam die Entspannung danach.

Doch dann fuhr sie plötzlich auf.

„Was ist das?“

Ich tat desinteressiert.

„Hm?“

„Ich habe nichts gemerkt. Ich habe schon wieder nichts gemerkt!! Das kann doch nicht wahr sein!“

„Was meinst du, Liebes?“

„Das ganze Laken ist nass. Warum hast du nichts gesagt? Das ist doch widerlich.“

Ich sah sie an. Ich hätte sie auffressen können, so, wie sie da saß und zwischen ihre Beine starrte.

Was war ich doch nur für ein Schwein.

„Nun werde doch nicht hysterisch. Du warst halt ziemlich heiß, da kommt es manchmal zu einer vermehrten Absonderung von Flüssigkeiten.“

„Hör bitte auf abzuwiegeln. Das ist keine verdammte Absonderung, das ist Urin. Puller. Pisse. Ich habe schon wieder ins Bett gemacht, ohne es zu merken. Erst im Schlaf und nun auch noch beim Sex. Ich bin krank. Ich bin inkontinent. Ich bin eklig. Kein Mann kann es mit mir aushalten. Du wirst mich rausschmeißen und keiner wird mich aufnehmen. Ich muss Medikamente nehmen und Windeln tragen wie eine alte Frau. Mein Leben ist zu Ende, bevor es richtig anfängt. Lass mich bloß in Ruhe! Du wolltest mir Blasentee kochen, und stattdessen schläfst du mit mir. Was ist dabei heraus gekommen? Verdammt, verdammt... Ich will das nicht!“

Mit einem hatte sie Recht. Ich wollte ihr Blasentee kochen und stattdessen hatte ich mit ihr geschlafen. Heute war immerhin Sonntag. Und danach wollte ich ihr den Blasentee kochen.

Mein schlechtes Gewissen meldete sich wieder einmal. Nachdenklich ging ich in die Küche und machte Tee, tat aber vor allem Pfefferminze hinein, um Alimah nicht noch mehr in Bedrängnis zu bringen. Wenn ihr Blasendruck im Laufe des Tages abklingen sollte, würde sie sich bestimmt wieder beruhigen und musste morgen gar nicht zum Arzt.

Als ich ihr den Tee bringen wollte, hatte sie die Tür zum Schlafzimmer von innen abgeschlossen.

Das versiffte Laken lag eingeweicht in einer Plastikschüssel im Bad. Ich stellte das Tablett vor der Tür ab und zog es vor zu verschwinden. Dann warf ich die Waschmaschine an, um ihr wenigstens diese Schmach zu ersparen. Im Grunde genommen war ich vor allem erschrocken, wie gut mein Plan funktioniert hatte. Es sah ganz so aus, als glaubte Alimah jetzt wirklich, dass sie zwei Mal ins Bett gepullert hatte. Das reichte doch wohl. Damit dürfte ihre Lust auf Seitensprünge hoffentlich einen starken Dämpfer bekommen haben.

Zum Mittag kam Alimah dann auch ziemlich ausgeruht und beruhigt wieder aus dem Schlafzimmer heraus. Wortlos saßen wir am Tisch und verspeisten das Hähnchen, das ich uns gegrillt hatte. Ihr zuliebe gab es sogar Reis dazu, obwohl ich den gar nicht mochte, und Erbsen.

Um sie abzulenken, erzählte ich von dem neuen James-Bond-Film, der am Donnerstag anlaufen sollte. Und es gelang. Sie hatte tatsächlich Lust, ihn mit mir anzusehen.

„Also gehen wir hin, super. Soll ich uns schon mal Karten besorgen? Am ersten Tag wird es bestimmt überall rammelvoll.“

Sie stimmte zu und ich nahm mir vor, morgen gleich beim Kino vorbeizufahren. Langsam entspannte sich die Atmosphäre und wir unternahmen noch einen langen Spaziergang durch die laue Frühlingsluft.

Am nächsten Morgen sagte Alimah kein Wort mehr vom Arzt. Sie stand wie gewohnt auf, bereitete das Frühstück im Wintergarten vor und half mir, meine Krawatte zu binden. Das Einzige, was mir an ihr auffiel, war, dass sie Pullover und Strumpfhose unter dem Hausanzug trug, wohl um sich möglichst warm zu halten.

Die Tür unseres Wintergartens stand weit offen. In Wellen strömte frische Frühlingsluft herein. Ich hatte den Eindruck, dass die ersten Blüten des Waldgeißblatts aufgebrochen sein mussten, und der Duft dieser Rankpflanze erregte mich wie jedes Jahr mit seiner unglaublichen Sinnlichkeit. Um mich abzulenken, fragte ich Alimah zur Sicherheit noch einmal.

„Bleibt es dabei? Wir gehen am Donnerstag ins Kino?“

Irritiert hörte sie zu kauen auf.

„Ja sicher. Hatten wir das nicht geklärt?“

„Doch, schon. Ich wollte nur noch einmal Gewissheit haben. Könnte ja sein, dass du es dir anders überlegst, nach den aktuellen Ereignissen…“

„Niemals. Und im Kino wird wohl nichts passieren. So lange dauert der Film ja nicht.“

Nach der Arbeit fuhr ich also wie verabredet zum Kino. Leider waren bei unserem kleinen Filmtheater in der Nähe keine Karten mehr zu bekommen. Die Verkäuferin bedauerte das sehr und rief sofort in einem anderen, größeren Kino ihrer Kette an, das etwa fünfzehn Minuten Autofahrt entfernt lag. Dort waren zum Glück noch viele Plätze frei.

Ansonsten nahm mich in dieser Woche die Arbeit sehr gefangen. Vor allem hatte ich es mit sehr zeitraubenden Gesprächen mit scheidungswilligen Klienten zu tun, die ihrem Noch-Ehepartner unbedingt eins auswischen wollten. Solch eine Lage sollte mir bitte, bitte, auf immer erspart bleiben.

Es war wirklich purer Zufall – als ich am Mittwochabend erschöpft nach Hause kam, stand Alimah gerade unter der Dusche. Bestimmt hatte sie wieder im Garten geschuftet und geschwitzt. Jetzt im Frühjahr gab es so viel zu tun und ich bewunderte ihren Fleiß.

Und dann vibrierte ihr Handy, das sie unüblicherweise auf dem Couchtisch liegen lassen hatte. Ich tat so was ja sonst nie, doch in dieser einen schwachen Stunde konnte ich einfach nicht wiederstehen und sah nach. Es handelte sich um eine SMS von einem gewissen Jack. Wer war denn Jack?

Der Inhalt der Nachricht trieb mir die Hitze ins Gesicht.

Hallo Süße, hätte heute früh doch mal in meinen Kalender kucken sollen. Freitag geht nicht. Wie wär’s mit Montag? Freue mich schon auf deine zarte … ;)

Mit einem Schlag war all mein Mitleid wie weggeblasen. Sofort beschloss ich, mir nichts anmerken zu lassen, aber meine Pläne nun doch konsequent durchzuziehen.

An diesem Abend ging ich sehr spät schlafen. Lange saß ich vor dem Fernseher, ohne von den Spätnachrichten etwas mitzubekommen. Ständig grübelte ich über die perfekte Methode nach, wie ich Alimah bestrafen und sie gleichzeitig noch mehr an mich binden konnte. Morgen würde ich ihr einen Tee kochen, der es in sich hatte, selbst wenn sie dann im Kino den Sitz nass machen sollte.

Wenn es mir gelang, meinen Schatz unter dauerhaften Blasendruck mit gelegentlichen Unfällen zu setzen, konnte ich ihr bald einige Vorschläge unterbreiten, wie man das Problem lösen konnte.

Am Donnerstag benutzte ich die meiste Zeit dazu, die Termine für nachmittags und den frühen Abend abzusagen. Kurz nach 16.30 Uhr verließ ich mein Büro und stürmte in die nächste Apotheke, um ein heftiges, harntreibendes Mittel zu kaufen, und zwar diesmal kein Heilkräuterextrakt, sondern ein hochwirksames, chemisch hergestelltes Diuretikum, ein Entwässerungsmittel, das mir die Apothekerin wohl auch nur deshalb verkaufte, weil sie mal meine Klientin gewesen war.

Von zu Hause aus sah ich mich in einem Internet-Sanitätshaus um. Die Fülle der Möglichkeiten erschlug mich beinahe.

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