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Schwanzgesteuert? Band 1

Migräne

Seit fast zwei Wochen hält sich Yannic von mir fern. Er redet kaum, hat nachts Kopfweh und ist im Ganzen total merkwürdig. Ich halte das nicht länger aus…

„Ist es wieder so schlimm?“, frage ich mitfühlend, obgleich ich eher Ärger spüre.

„Ja-ha“, murmelt Yannic, mein Lebensgefährte, und dreht mir den Rücken zu.

Es ist gerade erst zehn Uhr abends und ich noch hellwach und vor allem sehr scharf. Dass ich nun schon die zweite Woche nicht ran darf, macht die Lage noch schlimmer: akuter Samenstau! Eine Woche wäre noch harmlos, aber nun bin ich von den Haarwurzeln bis zu den Zehen erigiert. Yannics Duft turnt mich an, seine Nähe noch mehr. Ich will mit ihm Liebe machen bis er schreit – und ich auch, natürlich.

Vielleicht entfache ich seine Libido, wenn ich ihn ein wenig streichle. Vorsichtig fahre ich mit den Fingerspitzen über seinen Rücken und merke, dass sich eine Gänsehaut bildet. Wow! Also reagiert er auf mich, was mich sofort mutiger werden lässt. Ich streichle weiter, bis ich in seinem Nacken angekommen bin, mich vorbeuge, ihn sanft auf den Hals küsse.

„Lass das“, knurrt Yannic und rückt von mir ab.

Mich beschleicht ein ungutes Gefühl. Er ist auch tagsüber schlecht drauf, redet kaum mit mir und macht den Eindruck, als plage ihn ein schlechtes Gewissen. Kann das sein? Ich will nicht länger in Ungewissheit leben, mach die kleine Leuchte auf dem Nachttisch an und setze mich auf.

„Was ist los mit dir?“, frage ich flüsternd.

„Nichts“, brummt Yannic.

„Du bist aber so anders zu mir. Liebst du mich nicht mehr?“, bohre ich nach.

„Oh doch, ich liebe dich wie am ersten Tag“, sagt mein Schatz und seufzt leise.

„Was ist es dann? Ich meine – du schleichst hier herum und weist mich ab – ich will wissen, was wirklich los ist.“ Vor Anspannung knete ich die Bettdecke und starre dabei auf Yannics Rücken.

„Oh Mann David“, stöhnt mein Partner, dreht sich um und guckt mich so unglücklich an, dass mein Herz ganz weh tut. „Ich bin fremdgegangen und habe solche Angst, dass du mich deswegen verlässt. Das ist los.“

„Fremd – gegangen?“, wiederhole ich tonlos und die Welt stürzt für mich ein.

Ich sehe Yannic, wie er sich mit einem fremden Mann in den Laken wälzt. Sein schmaler Körper ist von Schweiß bedeckt und er lässt sich ficken … Nein, das brennt zu sehr. Ich springe aus dem Bett und schnappe mir die Decke.

„Ich – brauche Abstand“, krächze ich und laufe ins Wohnzimmer.

Wie konnte er nur …? Mit wem hat er es getrieben und wo? Und vor allem: Warum? Habe ich ihn vernachlässigt? Okay, die letzten Wochen war ich in der Arbeit etwas eingespannt und der Sex dadurch etwas seltener geworden. Oft hatte ich dann etwas von ‚bin gerade nicht in Stimmung‘ gemurmelt. Verdammt, jetzt gebe ich auch noch mir die Schuld. Verärgert dreh und wende ich mich auf dem schmalen Sofa und komme nicht zur Ruhe. Was, wenn Yannic das schon öfter …? Nein, dass er sich von mir nicht mehr hat berühren lassen war noch nie vorgekommen. Warum eigentlich? Er hätte doch eher noch anschmiegsamer sein müssen, um meine Vergebung zu erbetteln. Doch stattdessen hat er sich ganz zurückgezogen. Ich verstehe nichts mehr und mach die Augen zu. Irgendwann holt mich der Schlaf …

Der folgende Tag ist so ganz anders, als alle zuvor. Yannic schleicht umher, mit verschwollenen Augen und stumm. Ich habe auch keine Lust mit ihm zu reden, möchte ihn nur schütteln und endlich Antworten bekommen, doch ich kann nicht. Alles in mir ist erstarrt, wie blitzgefroren. Auch  Liebe spüre ich keine mehr, ist sie weg? Ausgelöscht durch einen Fehltritt?

Ich gebe Yannic keinen Abschiedskuss und mache mich auf den Weg zur Arbeit, auch wenn ich wohl heute nichts erledigen werde. Mein Kopf ist voll, gleichzeitig leer und der Magen rebelliert.

Müde sitze ich an meinem Schreibtisch, starre auf den Monitor und nehme nichts wahr außer dem bohrenden Schmerz, der meine Eingeweide aufwühlt und mich auf Pfefferminztee umsteigen lässt. Yannic und ich, ich und Yannic. Fünf Jahre sind wir jetzt ein Paar, haben schon manche Klippe umschifft und waren uns einig, dass unbedingte Treue für uns ein ‚must have‘ für eine funktionierende Beziehung ist.

Wir haben gestritten, ein paarmal auch sehr heftig, doch es hatte immer im Bett geendet. Sex zwischen ihm und mir – wow! – es war nie besser. Okay, meine Erfahrungen sind begrenzt, doch so schön wie mit Yannic war es nie und wird es nie wieder sein. Wir vertrauen uns und das macht den Sex so geil. Ich darf ab und zu dominieren und kleine Spielchen mit ihm machen. Doch das Vertrauen – es ist nun weg, ausgeblasen wie eine Kerze, von jetzt auf gleich.

Ausgebrannt und erschöpft verlasse ich das Büro, ohne auch nur einen Handgriff getan zu haben. Zuhause – in der Wohnung ist alles still. Yannic scheint nicht da zu sein. Spontan greife ich nach einer Tasche, packe ein paar Habseligkeiten hinein, stehe dann in der Küche, in der wir so oft zusammen gekocht und gevögelt haben, auf dem Tisch, an der Wand … Es tut so weh! Ich kritzle ein paar Worte auf einen Zettel. ‚Bin weg. Brauche ein bisschen Zeit. D.‘

Dann bin ich auch schon draußen. Ich will Yannic nicht begegnen, denn meine Faust will in sein Gesicht und das möchte ich nicht. Erst mal Abstand und Ruhe – danach – wir werden sehen.

Ich komme auf dem Gästesofa von Hannes und Lars unter, Freunde von mir. In deren Küche bekomme ich zu essen, danach ein paar Gläser Rotwein, die mich bettschwer machen. In dieser Nacht schlafe ich zwar schnell ein, träume aber so schrecklich, dass ich bereits in den frühen Morgenstunden wieder wach bin.

Ich habe geträumt, dass Yannic mich verlässt. Das Gefühl war noch schrecklicher als der Moment, in dem er mir seinen Verrat gebeichtet hat. Der Alptraum hat mir das Herz herausgerissen und ist kichernd darauf herumgetrampelt. Ich fühle es noch als dumpfen Schmerz in der Brust. Yannic. Ich muss zu ihm, sofort.

Aufspringen, ins Bad rennen, Katzenwäsche und Zähneputzen. Dann anziehen, Klamotten packen, einen Zettel für Hannes und Lars schreiben. Es kann gar nicht schnell genug gehen. Die ganze Zeit klopft mir das Herz bis zum Hals. Was, wenn sich Yannic umgebracht hat oder – ausgezogen ist. Was, wenn ich ihn nicht erreichen kann? Mein Gott, ich muss ihn sehen, mit ihm reden, das irgendwie aus der Welt schaffen. Es muss einfach weitergehen mit uns, ihm und mir.

Ich rase durch die leeren Straßen Hamburgs, auf denen der Berufsverkehr noch nicht eingesetzt hat. Am liebsten würde ich bei Yannic anrufen, doch ich traue mich nicht. Zum einen, weil ich Angst habe, dass er nicht rangeht, wenn er meine Nummer erkennt. Zum anderen habe ich keine Freisprechanlage und muss mich – aufgrund meiner fahrlässigen Geschwindigkeit – unheimlich konzentrieren.

Der Alptraum hängt mir immer noch im Nacken, als ich die Treppen hinaufrenne und schließlich die Tür mit meinem Schlüssel öffne. Danke, du Gott aller Hirnverbrannten, dass du mich gestern davon abgehalten hast, diesen hier liegenzulassen. Das hatte ich nämlich wirklich für einen kurzen Moment überlegt, es dann aber zum Glück bleiben lassen.

Die Wohnung ist dunkel und still. Ich gehe zum Schlafzimmer und sehe Yannics Decke, doch er selbst ist nicht hier. Langsam schleiche ich weiter und gelange ins Wohnzimmer, wo ich ihn auf der Couch vorfinde. Er hält das Kopfkissen umarmt, auf dem ich gestern geschlafen habe.

Im diffusen Licht, das von der Straße hereindringt, kann ich die Tränenspuren auf Yannics Wangen erkennen und mein Herz schmilzt. Nein, noch bin ich sauer und zugleich enttäuscht, aber mein Panzer hat eine Riss, aus dem die ersten, zarten Pflänzchen wachsen und gefüttert werden wollen, mit Sonnenstrahlen und Küssen. Gut, von letzterem war ich nie weiter entfernt, wenn ich von unserem Kennenlernen mal absehen will. Ich setze mich auf das Sofa neben Yannic, der sich eingerollt hat und tief atmet.

Vor fünf Jahren war ich im ‚Sugar Shack‘, einem Club auf der Reeperbahn, der fast ausschließlich von Männern besucht wird. Die erste Sturm- und Drangphase hatte ich hinter mich gebracht und suchte noch nicht einmal fickwilliges Fleisch, als ich am Tresen stand und langsam an einer Bierflasche nuckelte.

Hier war sehen und gesehen werden oberste Priorität. Mir fiel ein kleiner Kerl ins Auge, der mit den dunklen Haaren und Augen leicht südländisch anmutete. Ich starrte ihn an und irgendwann hatte ich seine Aufmerksamkeit. Er lächelte und kam – nachdem der DJ ein neues Stück aufgelegt hatte – zu mir.

Lässig lehnte er sich neben mir an den Tresen, winkte dem Barkeeper zu, rief ‚ein Bier‘ und dann hatte ich seine ganze Aufmerksamkeit. Der Kerl leckte sich über die Lippen, musterte mich intensiv und blieb an meinen Augen hängen. Da blieb er, bis wir – irgendwie – in meine Wohnung gelangt und die Matratze gefunden hatten.

Wir wurden ein Liebespaar und schon bald zog Yannic bei mir ein. Er ist zwei Jahre jünger als ich und hat damals gerade sein Studium aufgenommen. Wir hatten eine wunderschöne Zeit und …

… könnten sie auch heute noch haben, wenn er mich nicht belogen hätte. Genau, was am meisten schmerzt ist nicht der Betrug, sondern das mangelnde Vertrauen. Ich seufze und streiche über Yannics Schopf. Seine Lider flattern, dann klappen sie hoch. Er starrt mich an und sofort verzieht sich sein Mund zu einem schmerzerfüllten Strich.

„David“, krächzt er heiser, „Was willst du hier?“

„Wir - wir müssen reden. Ich will wissen – verdammt – ich will so vieles wissen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll“, flüstere ich und versuche, im Sitzen die Hände in die Hosentaschen zu stopfen. Das geht leider nicht, es ist zu eng.

„Fang einfach an zu fragen.“ Yannic wischt sich übers Gesicht, dann konzentriert er sich auf mich.

„Also gut … mit wem hast du mich betrogen?“

„Das war so ein Kerl im ‚Goldenen Hirsch‘, Boris, der reißt dort alle Ärsche auf. Meinen auch …“ Seine Stimme erstirbt und er schluckt schwer.

„Wieso gerade er? Ich meine, wolltest du ihn so sehr oder …?“, frage ich heiser, da mein Gefühl mich schon wieder überwältigt.

„Ich war betrunken und übermütig“, sagt Yannic leise. „Ich dachte, ich muss mir und meinen Kumpels irgendwas beweisen. Ich dachte, ich würde es wollen, doch als es dann – als wir im Darkroom ankamen, da – da wollte ich nicht mehr und …“

Er springt auf, rennt los und ich sehe seinen nackten Hintern gerade noch in der Küche verschwinden. Ich laufe ihm hinterher und gucke zu, wie er eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank nimmt und zur Hälfte leert. Dann spricht er weiter.

„Ich wollte nicht mehr, aber wie heißt es so schön? Mitgehangen – mitgefangen. Boris hat mich rabiat rangenommen und ich habe gebetet, dass es schnell vorbei ist. Danach kamen die …“, er atmete tief ein, „… die Schuldgefühle.“

Ich schweige, da ich spüre, dass er noch nicht fertig ist.

„Ich fühlte mich dreckig und besudelt. Ich hätte es niemals ertragen, wenn du meinen Körper anfasst hättest und daher – habe ich dich auf Abstand gehalten“, schließt Yannic die Beichte.

„Mein Gott – Yannic“, würge ich hervor. Mir ist ganz schlecht.

Mein Freund hat sich – ja, wie will ich es nennen? – vergewaltigen lassen, als eine Art von Bestätigung, die ich ihm nicht geben konnte? Ich bin hier also der Verursacher und ich fühle mich denkbar mies. Yannic hat sich umgedreht und stützt sich auf die Arbeitsplatte, wobei seine schmalen Schultern beben. Das halte ich einfach nicht aus, gehe zu ihm und umarme ihn vorsichtig.

„Yannic? Ich hatte solche Angst, dass du dir etwas angetan hast“, flüstere ich in seinen Nacken.

„Und ich – ich hatte solche Angst, dass du nie wieder zurückkehrst“, wispert er und schüttelt sich aus der Umarmung. „Du bist einfach gegangen. Hast nur einen lapidaren Zettel hinterlassen. Ich bin fast gestorben vor Verzweiflung.“

„Ich – ich konnte nicht anders“, sage ich und weiß gleichzeitig, dass das lahm klingt.

Ich hätte bleiben, mit ihm reden müssen. Ich bin ein Feigling und habe keine Ahnung, was ich jetzt tun soll. Yannic bewegt sich und geht – einen weiten Bogen um mich machend – aus der Küche. Ich höre das Tapsen seiner nackten Füße, die sich dem Schlafzimmer nähern. Das ist ein klarer Rausschmiss, doch ich kann einfach nicht gehen, weshalb ich ins Wohnzimmer laufe und mich dort aufs Sofa werfe. Ein wenig riecht das Kopfkissen noch nach Yannic und seine Wärme ist unter der Decke spürbar. Ich ziehe mich aus, kuschle mich in diese tröstende Hülle und lausche.

Draußen dämmert es und vereinzelt dringt Straßenlärm an mein Ohr, doch aus dem anderen Zimmer höre ich nichts. Schlaf will sich nicht einstellen, dafür bin ich viel zu aufgedreht. Ist das hier das Ende? Irgendwann – es muss wohl eine Stunde vergangen sein – stehe ich auf und schleiche hinüber zu Yannic. Der liegt bäuchlings auf dem Bett und atmet ruhig. Vorsichtig krabble ich zu ihm auf die Matratze und ziehe die mitgebrachte Decke über mich, obwohl ich mich viel lieber an meinen Liebsten gekuschelt hätte.

Genau, mein Liebster, aller Groll ist verschwunden. Ich will Yannic so sehr, dass es schmerzt und meine Hände vor Ungeduld zittern. Er sieht so jung aus im Zwielicht und dabei wunderschön. Die dunklen Haare sind verwuschelt und sein zarter Körper kaum von der Decke verhüllt. Ich strecke die Hand aus und streichle sanft über seinen Rücken. Eine Gänsehaut beweist, dass er wach ist.

„Yannic?“

„David?“

„Ich liebe dich. Bitte, dreh dich um und sieh mich an“, fordere ich heiser.

Zögernd kommt er der Aufforderung nach, wobei ich die Hand auf seiner Haut lasse und schließlich den schmalen Brustkorb unter meinen Fingern fühle. Er hat abgenommen, fällt mir auf und ich erinnere mich, dass er in den letzten Tagen nichts gegessen hat, jedenfalls nicht in meiner Gegenwart. Wie konnte das alles nur passieren?

Yannic schaut mich mit seinen unglaublich blauen Augen an. Frische Tränenspuren ziehen ihre Linien über seine Wangen. Ein herzerweichender Anblick und ich schmelze ganz.

„Bitte, Yannic, Schatz, können wir es wieder miteinander versuchen? Ich will mir mehr Mühe geben und … und ich gebe zu, dass ich dich vernachlässigt habe“, flüstere ich und merke, dass meine Augen ganz feucht werden.

Er nickt und robbt langsam näher, bis wir uns überall berühren, nur die Lippen fehlen noch. Das ändere ich, indem ich vorsichtig meinen Mund auf Yannics lege. Jetzt ist alles gut, jetzt sind wir endlich wieder ein Paar. Langsam vertiefe ich den Kuss und mein Schatz lässt es zu, stöhnt leise und reibt sich an mir, umarmt mich und streichelt zärtlich über meinen Rücken, den Nacken und das Haar. Das fühlt sich unheimlich gut an und zugleich berauscht mich sein Duft. Ich will mehr, viel mehr.

Seit zwei Wochen hatten wir schon keinen Sex mehr, für mich eine Ewigkeit, vor allem dann, wenn man neben sich einen so sexy Kerl liegen hat. Genau dieser Mann ist nun nackt und gibt sich mir leidenschaftlich hin. Ich bin auch ganz entblößt und stark erigiert. Oh Mann, ich platze gleich, wenn ich nicht …

„Fick mich, David“, stöhnt mein Schatz und schon rolle ich mich auf ihn.

Oh ja, so ist es noch besser. Ich liege zwischen Yannics Schenkeln und reibe mich an ihm, während ich den Arm ausstrecke und nach dem Gleitgel schnappe. Endlich halte ich die Tube in meiner Hand, komme kurz hoch um Yannics Rosette glitschig zu machen, dann dringe ich ein, kann nicht länger warten.

Wow, ist das geil! Wir gucken uns in die Augen, versichern uns so gegenseitig unsere Liebe, während ich unten in einen harten Rhythmus verfalle. Das schmatzende Geräusch törnt mich noch mehr an und schon bald rase ich auf die Raketenabschussrampe zu.

„Halt dich an mir fest“, bitte ich Yannic keuchend. „Ich will dich richtig tief ficken.“

Mein Schatz gehorcht und schlingt beide Arme um meinen Hals. Ich packe derweil seine Arschbacken, ziehe sie höher und rammle meinen Liebsten so richtig hart durch. Sein ständig wiederholtes ‚oh ja‘ ist Treibstoff für meine Geilheit, sein zuckender, dicker Schwanz der Funke, der alles in Brand setzt.

Mit einem ‚Oh Gott nein‘ beginne ich zu bocken und spritze heißen Saft in Yannics Darm. Er zuckt, wird ganz steif und schießt seine Ladung quer über den Bauch bis hin zum Brustbein. Dieser Anblick lässt mich länger kommen, noch eine Umlaufbahn um die Erde machen, bis ich langsam zurück in die Hemisphäre gleite. Wow! Was für ein Flug.

Ich falle nach vorn und begrabe Yannic unter mir, lass mich gekonnt auf die Seite fallen und ziehe ihn mit. Das dabei mein Schwanz aus ihm rausgleitet ist schade, aber zerquetschen möchte ich meinen Liebling auch nicht.

„Jetzt ist zwischen uns hoffentlich wieder alles klar“, bemerke ich atemlos und streiche Yannic die Haare aus dem Gesicht.

Seine blauen Augen strahlen und er nickt leicht. Wahrscheinlich habe ich ihm das Sprachzentrum rausgevögelt, wie schade. Ich mag seine Stimme, aber Gebärdensprache geht auch.

„Ich bin so froh“, krächzt er und ich atme erleichtert auf, denn ein Sprachkurs ist sehr zeitaufwendig.

Diese möchte ich lieber mit Yannic verbringen und am besten fangen wir mal mit einem gemeinsamen Frühstück an. Mein Plan wird vereitelt, da mein Schatz erneut mit küssen beginnt und dafür sorgt, dass mein bestes Stück bald wieder stramm steht. Na, ei-der-daus, wie macht er das nur?

Das Frühstück gibt es erst später und meine Firma muss heute auf mich verzichten. Wir wälzen uns in den Laken und erforschen uns Stück für Stück neu, als wären wir gerade frisch verliebt. Sind wir ja auch – irgendwie. Diese Krise hat uns noch fester zusammengeschweißt und ich wünsche mir, dass wir die nächste besser angehen. Am liebsten wäre mir, es gäbe nie wieder eine, doch  wir sind nur Menschen. Yannic liebt mich und kuschelt mir das Hirn weich, dafür ficke ich ihm seines raus. Zahn um Zahn, wie meine Oma immer zu sagen pflegte …

ENDE

Jobsuche = sich bücken können

Ich brauche einen Job, weil mein alter Arbeitgeber aus Altersgründen aufgegeben hat. Da ich ein Auto besitze und eine teure Miete bestreiten muss, ist es eilig. Meine Bewerbung bei der Homo-Genesis-GmbH, einem vielversprechenden Unternehmen der Computerbranche, findet ein promptes Echo. Doch ich werde nicht in die Firma gebeten, sondern ins ‚Al dente‘, einem feinen italienischen Restaurant, an das ein Gay-Club angeschlossen ist. Nanu …?

+++++ 

Das Restaurant erscheint mir viel zu fein für ein einfaches Vorstellungsgespräch. Überhaupt ist diese Vorgehensweise recht unüblich und verwirrt mich total. Normalerweise trifft man sich in der Firma, im Büro oder einem Besprechungsraum, nicht in derart intimer Atmosphäre. Der große Zeiger der Armbanduhr rückt auf die Zwölf vor und ein attraktiver Blondschopf tritt an meinen Tisch.

„Lukas Vanderbild?“, fragt er und mustert mich gründlich.

„Ja, dann sind Sie …?“, sage ich und erhebe mich halb vom Stuhl.

„Ich bin Felix Mastercard, aber nenn' mich bitte nur Felix. Ich hasse alles Steife, bis auf …“, sein Blick wandert zu meinem Schoss und ich bekomme Schnappatmung.

Ja, verflixt, ist das hier ein Date oder ein Personalgespräch? Felix lässt sich mir gegenüber auf den Stuhl plumpsen, dabei lächelt er mich mit einem fünftausend Watt-Lächeln an, das sich gewaschen hat. Mir wird warm und unten regt sich was.

„Wie schön, dass du dich bei mir beworben hast, lieber Lukas“, beginnt Felix das Gespräch, wobei er in der Speisekarte blättert.

Hallo? Was soll das. Ich räuspere mich und sehe mir nun auch das Essensangebot an. Schnell fälle ich eine Entscheidung für eine günstige Pizza, schließe die Karte und gucke abwartend zu Felix, der inzwischen bei den Getränken angekommen ist.

„Ein 82er Chablis? Ist das okay für dich?“, fragt er und schaut stirnrunzelnd auf.

Er muss es an meiner Miene abgelesen haben, denn seine Mundwinkel heben sich leicht und er murmelt: „Du bist eingeladen.“

Ja, Herrgotts Sakrament! Spinnt der Kerl? Wie eine dahergelaufene Nutte werde ich taxiert, zum Essen eingeladen und danach – rums bums – ab in die Kiste. Ich kann’s einfach nicht glauben … bin aber auch nicht abgeneigt. Felix ist eine Sahneschnitte und ich hätte nichts dagegen, mich mit ihm in den Laken zu wälzen. Schweißglänzende Leiber, er unter mir, ich in ihm drin … Mir wird heiß und die Hose beult aus.

„Hast du gewählt?“, fragt Felix.

„Mhm“, mache ich debil grinsend.

W

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