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Schwangerschaft und Geburt begleiten mit Naturheilkunde, Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Pflanzenheilkunde

Robert Kopf

Schwangerschaft und Geburt begleiten mit Naturheilkunde, Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Pflanzenheilkunde

Ein naturheilkundlicher, homöopathischer, biochemischer und pflanzlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Schwangerschaft und Geburt begleiten mit Naturheilkunde, Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und Pflanzenheilkunde" ISBN 978-3-95500-831-4

Vorwort

Die richtige Ernährung während der Schwangerschaft
Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden
Gesunde Leber – gesunder Mensch

Die Geburt erleichtern mit Naturheilkunde, Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Schüsslersalzen

Was Sie während der Schwangerschaft tun können
Hungerattacken während der Schwangerschaft abwehren mit Schüsslersalzen (Biochemie)
Appetitlosigkeit während der Schwangerschaft behandeln mit Pflanzenheilkunde
Appetitlosigkeit in der Schwangerschaft behandeln mit Homöopathie und Schüsslersalzen (Biochemie)

Anämie, Blutarmut - Eisenmangel in der Schwangerschaft behandeln und vorbeugen mit der Heilkraft der Pflanzen
Rezepte für Blutbildungstees zur Vorbeugung und Behandlung einer Anämie (Eisenmangel, Blutarmut) in der Schwangerschaft
Anämie, Blutarmut - Eisenmangel während der Schwangerschaft behandeln und vorbeugen mit Homöopathie
Anämie, Blutarmut - Eisenmangel in der Schwangerschaft behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)

Niedriger Blutdruck, Hypotonie - Kreislaufschwäche in der Schwangerschaft behandeln und vorbeugen mit Homöopathie
Homöopathische Rezepte bei niedrigem Blutdruck und Kreislaufschwäche
Niedriger Blutdruck - Kreislaufschwäche in der Schwangerschaft behandeln und vorbeugen mit Schüsslersalzen (Biochemie)
Wasseranwendungen zur Behandlung und Vorbeugung von niedrigem Blutdruck und einer Kreislaufschwäche während der Schwangerschaft
Niedriger Blutdruck - Kreislaufschwäche in der Schwangerschaft behandeln und vorbeugen mit der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)
Teerezepte zur Behandlung von Kreislaufstörungen und niedrigem Blutdruck in der Schwangerschaft
Rezepte für pflanzliche Tinkturen bei Hypotonie und Kreislaufschwäche in der Schwangerschaft

Rückenschmerzen während der Schwangerschaft behandeln mit Homöopathie
Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung von Rückenschmerzen während der Schwangerschaft

Schwindel (Vertigo) während der Schwangerschaft behandeln mit Homöopathie
Schwindel in der Schwangerschaft behandeln mit Schüsslersalzen (Biochemie)
Schwindel während der Schwangerschaft behandeln mit der Heilkraft der Pflanzen
Teerezepte zur Behandlung des Schwindels während der Schwangerschaft

Sodbrennen in der Schwangerschaft behandeln mit Pflanzenheilkunde und Homöopathie
Bewährte Hausmittel bei Sodbrennen in der Schwangerschaft

Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft behandeln mit Homöopathie
Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft behandeln mit Schüsslersalzen (Biochemie)
Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft behandeln mit Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Nachwort

Meine weiteren eBooks für Ihre Gesundheit

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

Einleitend möchte ich Ihnen die in diesem Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden sowie zur Erleichterung der Geburt erläutern:

Die Homöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes. Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde. Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit.

Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden. Homöopathische Arzneimittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden. Ausgangsstoffe homöopathischer Heilmittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus unschädlich gemachten menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden.

Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen? Nichts. So wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Mittel keine Reaktion im Körper aus.

Die Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden sowie zur Erleichterung der Geburt

Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen (Biochemie) werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt sowie der Zellstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten (auch Beschwerden während der Schwangerschaft) behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

Sie basiert auf der Annahme, daß viele Beschwerden von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden können. Dadurch kommt es zu einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Zelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Salzes in homöopathischen Dosen soll der Körper angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben.

Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) eingenommen.

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) zur Behandlung und Vorbeugung von Beschwerden während der Schwangerschaft sowie zur Erleichterung der Geburt

"Keine chemische Fabrik dieser Welt arbeitet so exakt und vollkommen wie eine einzige jener kleinen Pflanzen, die Dein Fuß achtlos zertritt". Die Phytotherapie ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Das Wissen vieler Generationen ist in der Pflanzenheilkunde enthalten. Pflanzen sind die ältesten Heilmittel der Menschheit. Mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten - zum Beispiel als Tees, Tabletten, Tropfen, Salben, Wickel, Bäder und ätherische Öle - ist die Pflanzenheilkunde eine der wichtigsten Therapien.

Warum sind Pflanzen bei der Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden heilkräftig? Weil sie Salze, Säuren, Vitamine, Öle und Nährstoffe enthalten. Diese wirken im Körper auflösend, ausscheidend, anregend, kräftigend und aufbauend. Sie verwandeln den kranken Zustand in einen gesunden. Solche Pflanzenmineralstoffe sind vor allem Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Kohlenstoff, Chlor, Eisen, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kieselsäure (Silizium). Heilpflanzen normalisieren den Stoffwechsel und stärken das Hormon-, Nerven- und Immunsystem.

Was von den Kräutern brauchbar und heilkräftig ist, wird von unseren Körpersäften aufgenommen und den Zellen zugeführt. Was aber unbrauchbar ist, wird durch die Nieren, Haut, Lunge und den Darm nach dem Verbrennungsprozeß ausgeschieden. Heilkräuter in richtiger Form und Dosis genommen, beeinflussen in unserem Organismus die Körperfunktionen, die Aufnahme von Eisen (wichtig zur Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden) sowie das Nerven- und Hormonsystem sehr vorteilhaft. Die Pflanzensalze vermitteln dem Körper die zum Aufbau der verschiedenen Zellsubstanzen notwendige Energie. Sie stärken die Selbstheilungskräfte, bewirken eine Steigerung der Lebenskraft und die Behebung von Schwächezuständen.

Holen Sie Ihre Heilpflanzen in der Apotheke. Dort laufen diese unter dem Begriff "Medikament". Für Medikamente gelten strenge Vorschriften und Kontrollen bezüglich Zulassung, Inhaltsstoffen, Reinheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit. Wer seine Heilkräuter lieber selbst sammelt, kann diese sofort frisch verwenden.

Die Aufbewahrung der Heilpflanzen: Hierfür müssen die Kräuter vorher getrocknet werden. Bekommen sie zuviel Licht, Wärme oder Feuchtigkeit, verflüchtigen sich die Wirkstoffe. Am Besten geeignet zur Lagerung ist ein Keramikbehälter mit einem Deckel, der locker aufliegt. Die Haltbarkeit der Heilpflanzen beträgt maximal 1 Jahr. Danach haben sich die Wirkstoffe verflüchtigt.

Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor für eine gute Lebensqualität sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft, Gewebe und Organe zu. Zugleich unterstützen Sie Ihr Immunsystem, Ihren Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und Heilblockaden aufzulösen.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Ernährungsempfehlungen und Anregungen, was Sie zur Vorbeugung und Behandlung von Beschwerden während der Schwangerschaft sowie zur Erleichterung einer bevorstehenden Geburt mit Hilfe der Naturheilkunde, Homöopathie, den Schüsslersalzen und der Pflanzenheilkunde tun können. Vorgestellt werden alte Rezepte, die bewährtesten Schüsslersalze und homöopathischen Heilmittel mit der entsprechenden Potenz und Dosierung, Heilpflanzen und Teerezepte. Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit für Sie und Ihr Kind.

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Die richtige Ernährung während der Schwangerschaft

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten. Zur Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden sollten Sie sehr auf eine ausgewogene Ernährung achten, um Ihren Stoffwechsel zu entlasten, das Nerven-, Hormon- und Immunsystem bei seinen vielfältigen Aufgaben zu unterstützen, den Säure-Basenhaushalt auszugleichen und die Durchblutung des Körpers zu stärken. Ein ausgeglichener "Säure-Basenhaushalt" ist die Basis für einen intakten Stoffwechsel, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Die häufige Einnahme kleinerer ballaststoffreicher, zuckerarmer und fettarmer Mahlzeiten mit hohem Frischkostanteil können Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen und Verstopfung oft wesentlich reduzieren. Verzichten Sie vorbeugend auf Kaffee, schwarzen Tee, säurehaltige Speisen und Fruchtsäfte.

Die Nahrung führt dem Körper Basen und Säuren zu. Ist die Ernährung säurelastig - und das ist sie bei unserer gegenwärtigen Ernährungsweise fast immer - dann erhält der Körper zu viele Säuren. Auch die allgegenwärtige Acetylsalicylsäure (Aspirin) wirkt negativ auf unser Säurekonto.

Die Ursache einer Übersäuerung ist, dass zuviel säurebildende Lebensmittel verzehrt werden, nämlich solche, die viel Eiweiß und Fett enthalten. Eiweiß enthält Schwefel und Phosphor, die zu Schwefelsäure und Phosphorsäure abgebaut werden. Durch den Fettabbau entstehen sogenannte "Ketosäuren", welche ebenfalls zu einer Übersäuerung des Körpers und Schwangerschaftsbeschwerden führen können. Diese entstehen auch dann, wenn zuwenig frisches Obst, Gemüse und Salat gegessen werden. Das eigentliche Problem ist also die Balance zwischen den Säuren und Basen.

Oft wird angenommen, dass sauer schmeckende Lebensmittel auch säurebildend sind. Dem ist keineswegs so. Sauer schmeckende Früchte wie z. B. Zitrusfrüchte enthalten reichlich basische Mineralstoffe, welche die Säuren im Körper neutralisieren.

Wir sollten mehr "Lebensmittel" essen – das sind Stoffe, die leben! Viele unserer Nahrungsmittel sind aber tot und machen nur satt (Dosen, Fertiggerichte usw.). Lebensmittel haben eine hohe Vitalität, viele für den Körper wichtige Informationen und sind meist basenbildend, dass heißt mineral- und vitaminreich. Die Mineralien und Vitamine sind organisch gebunden und werden deshalb wesentlich besser aufgenommen als anorganische, die wir in konservierter, gekochter und zerstörter Nahrung finden. Unsere Ernährung sollte deshalb so naturbelassen wie möglich sein.

Der gesunde Organismus befindet sich in einem Gleichgewicht von Säuren und Basen, wobei unser Blut und Gewebe basisch ist. Bei der Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden sowie bei länger andauernden und immer wiederkehrenden Leiden sollte man stets an eine Übersäuerung des Organismus denken. Deshalb ist neben einer Behandlung der Ursache einer Erkrankung auch eine Ernährungsumstellung notwendig. 80% auf dem Teller sollte basisch, also bunt (Gemüse, Salate) und Fleisch nur die Beilage sein. Meiden Sie säurebildende Lebensmittel.

Wissenswertes über unseren Stoffwechsel

Die Stoffwechselaktivität entscheidet über unsere Gesundheit und unsere Figur. Sie bestimmt, ob wir schlank und gesund bleiben, obwohl wir nach Lust und Laune essen und trinken, oder ob wir zu Pummeln werden, selbst wenn wir nur ans Essen denken.

Als Stoffwechsel (Metabolismus) bezeichnet man alle lebenswichtigen Vorgänge innerhalb der Körperzellen. Durch den Stoffwechsel wird die Nahrung, welche aus Essen und Trinken besteht, in Stoffe umgewandelt, die der Körper zum Leben braucht. Wesentlich für den Stoffwechsel sind Enzyme, die chemische Reaktionen unterstützen (katalysieren). Gesteuert wird der Metabolismus durch das Hormon- und Nervensystem. Das wichtigste Stoffwechselorgan zur Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden ist neben unseren Nieren die Leber.

Im Magen und im Darm werden die zugeführten Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße), Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in ihre Bestandteile zerlegt. Kohlenhydrate werden zu Einfachzuckern, Eiweiße zu Aminosäuren, Fette zu Fettsäuren und Glyceriden abgebaut und über das Blut den Zellen zugeführt. Mit Hilfe dieser Energielieferanten findet hier dann die "Verstoffwechselung" statt.

Wenn irgendwo im Stoffwechsel eine Störung auftritt, kommt es zu einer Übersäuerung des Körpers, Immunschwäche und einer Stoffwechselkrankheit (Diabetes, Rheuma und Gicht, Adipositas). Man spricht von einer Stoffwechselstörung, wenn die Verwertung einzelner Nährstoffe nicht richtig funktioniert und die Substanzen nicht dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Die häufigste Stoffwechselkrankheit ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, eine Erkrankung des Kohlenhydratstoffwechsels), gefolgt von Gicht und Fettsucht (Adipositas). Auch der Mineralstoffwechsel kann gestört sein. Skorbut, eine Vitamin C-Mangelkrankheit, ist so gut wie ausgestorben. Bei der Rachitis (englische Krankheit) ist ein Mangel an Vitamin D die Ursache. Als Rachitis bezeichnet man eine Störung des Knochenstoffwechsels im Kindesalter. Sie führt zu einer Demineralisation der Knochen. Das entsprechende Krankheitsbild bei Erwachsenen ist die Osteomalazie (Knochenerweichung).

Allgemeine Symptome einer Stoffwechselerkrankung sind Abwehrschwäche und immer wiederkehrende Erkrankungen, eine langsame Wundheilung, rasche Ermüdbarkeit, depressive Verstimmungszustände, Gewichtsprobleme, ein unangenehmer Körpergeruch, dauerndes Frösteln und Frieren, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche, geringe Belastbarkeit und ein schlechtes Allgemeinbefinden.

Die Nahrung hat sechs wichtige Bestandteile: Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Wasser, Mineralsalze und Vitamine.

1) Kohlenhydrate
Dabei handelt es sich um Zucker und Stärke. Der Mund- und Bauchspeichel sowie der Darmsaft wandeln die Kohlenhydrate in Traubenzucker um. Dieser gelangt ins Blut und wird zu den Muskeln transportiert. Für diese wiederum ist der Traubenzucker sozusagen der Brennstoff. Der nicht benötigte Traubenzucker wird in der Leber gespeichert.

2) Der Eiweißstoffwechsel
Er findet im Magen und Darm statt. Durch die verschiedenen Säfte, Sekrete und Enzyme wird das Eiweiß in seine Bestandteile (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor) zerlegt. Diese sind notwendig, damit der Körper neues Gewebe bilden kann.

3) Der Fettstoffwechsel
Das Fett wird im Darm in seine Bestandteile aufgespalten. Die Hauptarbeit leistet dabei die aus der Leber stammende Gallenflüssigkeit. Fett ist von großer Bedeutung für den Wärmehaushalt unseres Körpers.

Wasser dient als Transportmittel. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind zuständig für den Aufbau der Zellen, stärken unseren Körper und helfen, daß wir uns wohlfühlen.
Ausführliche Informationen über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente finden Sie in meinem eBook:
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente - Die Grundlagen des Immunsystems und unserer Gesundheit ISBN 978-3-95500-845-1

Wieviel Kalorien jeder braucht, hängt davon ab, was man tut. Man unterscheidet deshalb zwischen Grundumsatz und Arbeitsumsatz. Der Grundumsatz ist das, was wir an Kalorien bräuchten, wenn wir 24 Stunden nur im Bett liegen würden. In der Regel sind das ca. 1400-1500 Kalorien pro Tag. Der Arbeitsumsatz ist das, was wir verbrennen, wenn wir nicht ruhen. Da sich viele eher wenig bewegen, ist der nicht wirklich hoch. Experten gehen von etwa 500 Kalorien aus. Macht also einen Gesamtbedarf von etwa 2000 Kalorien pro Tag. Das ist natürlich nur eine grobe Richtlinie. Schließlich hängt der exakte Bedarf auch von den Muskeln ab. Je mehr wir haben, desto höher ist der Grundumsatz. Und je mehr wir sie bewegen, desto höher wird der Arbeitsumsatz.

Bevorzugen Sie eine basische Kost

1) Meiden Sie Fleisch, Wurst, Weißmehlprodukte, Zucker (Süßes macht sauer), auch Süßstoff und Kaffee.

2) Leben Sie einige Zeit zumindest lakto-vegetarisch. Wir verstehen darunter eine fleischfreie Ernährung, die aber Milch- und Milcherzeugnisse akzeptiert.
Erlaubt sind:
Frisches Obst und Gemüse, das schonend gedämpft werden darf. Kartoffeln sollen als Pellkartoffeln zubereitet werden.
Vollkornprodukte (enthalten wichtige B-Vitamine), Weizenbrot, rohe und gekeimte Getreidekörner, Reis, Teigwaren, Hülsenfrüchte und Sojamehl.
Weiterhin getrocknete Früchte, Rohrzucker, Milchzucker, Joghurt, Kefir, Sahne, Butter, Quark, Frischkäse und kaltgeschlagene Pflanzenöle.

Kupferreiche Lebensmittel unterstützen den Stoffwechsel, steigern die Abwehrkraft und fördern die Bildung von Bindegewebe, starken Muskeln und Blutgefäßen sowie die Aufnahme von Eisen im Körper. Eisen wiederum ist wichtig für einen intakten Stoffwechsel, gesunde Nerven, eine gute Durchblutung des Körpers sowie für ein starkes Hormon- und Immunsystem. Kupfer ist Bestandteil vieler Enzyme und enthalten in Sonnenblumenkernen, Zuckerschoten, Champignons, Avocados, Linsen, Erbsen, roten Bohnen, Nüssen und frischen Datteln. Der Tagesbedarf liegt bei 2 bis 5 mg.

Zink ist als "Körperpolizei" ebenfalls wichtig für ein starkes Immunsystem, den Stoffwechsel, die Schleimhäute, das Bindegewebe, die Haut, Muskeln, Gelenke und Knochen. Es wirkt entzündungshemmend und aktiviert zusätzlich entzündungshemmende Enzyme. Reich an Zink sind getrocknete Feigen, Brokkoli, Frühlingszwiebeln, Pinien- und Kürbiskerne, Weizenkleie, Edamer Käse und Haferflocken.

Vermeiden Sie einen Kalium-Mangel. Dieses Mineral kräftigt unser Herz. Erkrankungen des Herzens sind eine häufige Ursache von Durchblutungsstörungen. Kalium regelt auch den Wasserhaushalt innerhalb der Körperzellen. Überschüssiges Wasser wird aus den Zellen zu den Nieren transportiert. Fehlt Kalium (wir benötigen täglich 3 bis 4 Gramm), verbleibt das Wasser in den Zellen und verschlackt. Es kommt zu Ödemen (Flüssigkeitseinlagerungen im Körpergewebe). Die Toplieferanten für Kalium sind Sojabohnen aus biologischem Anbau (150 Gramm decken den Tagesbedarf), Paprika (200 g täglich) und Sauerkraut (400 g täglich). Weitere Kaliumlieferanten sind Spinat, Feldsalat, Petersilie, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorngetreide-Produkte.

Ein Mangel an Chrom kann neben einem gestörten Glucose-Stoffwechsel zu Abwehrschwäche, erhöhten Cholesterinwerten und Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) führen. Chrom wird daher Diabetikern mit Erfolg verabreicht. Besonders chromhaltig sind Bierhefe, Vollkornbrot, weiße Bohnen, Käse und Weizenkeime. Eine starke Bearbeitung und Raffination der Lebensmittel hat einen erheblichen Chromverlust zur Folge. Weißmehl enthält nur noch 10 % des Chromgehalts vom vollen Korn. Ein erhöhter Verzehr von Zucker und Weißmehlprodukten kann daher zu einem Mangel an Chrom führen. Neben diabetesgefährdeten Menschen sollten auch Schwangere auf eine chromreiche Ernährung achten.

Meiden sollten Sie:

1) Gefäßgifte wie Alkohol und Nikotin. Jeder Alkohol führt zu vermehrter Harnsäurebildung. Harnsäure wiederum fördert eine Übersäuerung des Körpers, Falten und Bindegewebsschwäche. Alkohol behindert die Nieren bei der Harnsäureausscheidung. Verzichten Sie daher weitgehend auf alkoholische Getränke.
Nikotin verengt die Blutgefäße und führt zu Durchblutungsstörungen.

2) Salz und scharfe Gewürze. Verwenden Sie ausschließlich unsere einheimischen Gewürze.
Weißmehlprodukte und Zucker, auch Süßstoff.
Schweinefleisch (enthält Antibiotika, Hormone, Mastfutter) und Wurst. Wurst enthält Farbstoffe, Fette, Bindemittel usw. Sie brauchen sich nur die aufgedruckten Zutaten anschauen, dann wird Ihnen der Verzicht nicht schwer fallen.

3) Meiden Sie gebratene, gepökelte und geräucherte Speisen.

Empfehlenswert zur Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden sind:

Bevorzugen Sie kalorienarme, vitalstoffreiche, basische (basisch ist das Leben, sauer ist der Tod) und frische Lebensmittel. Lebensmittel geben uns Lebenskraft. Nahrungsmittel (Fertig- und Dosengerichte usw.) machen uns nur satt und belasten den Stoffwechsel mit unzähligen chemischen ("naturidentischen") Zusatzstoffen. Das Alles natürlich im Rahmen des gesetzlich Erlaubten.
Kaltgepresste Pflanzenöle
Vollkornprodukte wegen der B-Vitamine (wichtig für den Nervenstoffwechsel), Salate und  Gemüse.
Obsttage einlegen
Wöchentlich 1 Vollreistag (verwenden Sie ungeschälten Reis)
Nach 18 Uhr nichts mehr essen.

Gut sind Milchprodukte wie Sauermilch, Joghurt, Quark, Molke, Käse und frische Sahne. Hier auf einen niedrigen Fettgehalt achten. Fettarme Milchprodukte senken auch den Blutdruck.
Kefir reduziert die Menge der allergieauslösenden Antikörper im Blut und kann daher allergische Erscheinungen mildern.
Milchprodukte (vor allem fettarme Sauermilchprodukte) sind gute Kalziumlieferanten. Calcium stärkt die Nervenkraft, Zellmembranen und reduziert bei Allergikern die Histaminfreisetzung (Histamin verursacht die allergischen Beschwerden).

Trinken Sie zur Steigerung Ihrer Abwehrkraft 4 Wochen lang täglich 3 Tassen einer Teemischung aus 50 Prozent Schafgarbenkraut und 50 Prozent Kamille mit 1 Teelöffel gutem Honig.

Täglich 2 Teelöffel reines Kakaopulver auf 1 Tasse heißes Wasser trinken. Der Kakao wirkt wie der Aspirinwirkstoff Acetylsalicylsäure blutverdünnnend. Das ist wichtig für eine gute Durchblutung des Körpers.

Empfehlenswerte vitaminhaltige und mineralstoffreiche Lebensmittel: Vollkorn-Dinkelprodukte, Vollreis, Hirse, Mais, Buchweizen, Grünkern, Weizenkeime, Obst, Fruchtsäfte, Trockenobst, Gemüse, Sauerkraut, Pilze, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen), Sojabohnen, alle Nußarten und Eier.

Das Essen mit anregenden Kräutern würzen: Lorbeer, Thymian und Muskat erhöhen die Körpertemperatur und stärken somit die Abwehrkräfte.

Kalzium

Kalzium ist wichtig für den Säure-Basenhaushalt, die Knochen, gesunde Haut und Muskeln. Gespeichert wird es in den Knochen. Calcium wird aus dem Dünndarm ins Blut aufgenommen. Pro Tag benötigt unser Skelett rund 1 bis 1,2 Gramm des Knochenminerals Kalzium. Das entspricht einem Joghurt, zwei Scheiben Hartkäse oder vier Gläsern Milch. Auch Brokkoli, Grünkohl, Hülsenfruechte, Porree, Fenchel und Vollkornprodukte (am besten aus Dinkel) enthalten viel Kalzium.

Nahrungsmittel mit einem hohen Phosphatgehalt vermindern die Aufnahme von Calcium aus dem Darm. Während Milchprodukte ein günstiges Verhältnis von Calcium und Phosphat aufweisen, enthalten beispielsweise Fleisch- und Wurstwaren viel Phosphat, aber kaum Calcium. Da Phosphat neben Kalzium ein wichtiger Baustein für die Muskeln und Nerven ist, kommt es bei der Ernährung nicht darauf an, Phosphat generell zu meiden, sondern einen Phosphatüberschuss zu verhindern. Der Verzehr von phosphatreichen Lebensmitteln wie Fleisch- und Wurstwaren, Schmelzkäse und Colagetränken sollte daher eingeschränkt werden.

Organische Säuren wie die Oxalsäure (z. B. in Rhabarber, Spinat und Mangold) binden Calcium im Darm und können so die Aufnahme von Calcium verringern. Durch Erhitzen der Nahrungsmittel werden solche Säuren jedoch inaktiviert.

Auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind wichtig zur Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren stärken die Augen, Blutgefäße, das Immunsystem, mindern die Blutfettwerte, unterstützen den Stoffwechsel, reduzieren das Herzinfarktrisiko und senken den Blutdruck. Ungesättigte Fettsäuren spalten Verdauungsenzyme besser auf, beschleunigen den Transport von Cholesterin und senken das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Hauptsächlich stecken sie in pflanzlichen Ölen, z. B. in Olivenöl, Macadamianüssen und Avocados.

Bevorzugen Sie Nahrungsmittel mit rechtsdrehender Milchsäure zum Aufbau einer gesunden Darmflora (enthalten in Bio-Milchprodukten). Eine intakte Darmflora (Darmbakterien) ist wichtig für den Stoffwechsel, ein starkes Hormon- und Immunsystem sowie zur Vorbeugung und Behandlung von Schwangerschaftsbeschwerden.

Ausschwemmend wirkt ein Frischpress-Saft aus Sellerie (Apium graveolens): Geben Sie 5 Esslöffel auf einen halben Liter natriumarmes Mineralwasser oder Buttermilch. Morgens und mittags einen halben Liter trinken. Sellerie enthält viel Vitamin C zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Vermeiden Sie Heißhungerattacken: Trinken Sie jede halbe Stunde 1 Glas Wasser abwechselnd mit einem dicken Saft (Bananen-, Birnen- oder Gemüsesaft) ohne Zucker und Süßstoff. Süßstoff ist Betrug am Körper. 

Basen-Smoothie für zwischendurch:
Pürieren Sie Avocados, Kiwis und Beeren oder Gemüse.
Trinken Sie täglich einen halben Liter Rote Beete-Saft oder einen halben Liter Kartoffelpreßsaft.

Geniessen Sie täglich vormittags oder nachmittags als Zwischenmahlzeit einen Natur-Joghurt gemischt mit 1 Esslöffel Sanddornsaft vormittags oder mit 1 Esslöffel Heidelbeersaft am Nachmittag.

Nach der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wirken stoffwechselanregend, energiespendend, erwärmend, abwehrsteigernd und organfunktionsverbessernd: Geflügel, Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Rettichsalat und Meerrettich. Rettich enthält das antibakterielle Senföl und Raphanol, regt den Darm an und verhindert das Wachstum von Fäulnisbakterien (diese schwächen die Darmflora).

Die chinesische Ernährungslehre empfiehlt bei niedrigem Blutdruck drei warme Mahlzeiten am Tag, zu denen wärmender Ingwertee (1/3 Teelöffel Ingwerpulver pro Tasse) getrunken wird. Niedriger Blutdruck ist oft die Folge einer Schilddrüsenunterfunktion, die wiederum eine Übersäuerung des Körpers, Gewichtszunahme, Stoffwechsel- und Herzschwäche begünstigt.

Nach chinesischem Verständnis ist bei Bluthochdruck das Gleichgewicht von Hitze und Kälte gestört. Deshalb kühlende Lebensmittel wie Gurken, Salate, Zucchini, Sellerie, Tomaten, Tofu usw. verzehren. Als Getränk eignet sich Grüner Tee und Pfefferminztee.

Die klassische Naturheilkunde ist der Meinung, daß dem Menschen jene Lebensmittel am besten bekommen, welche aus seinem Lebensraum stammen und entsprechend der Jahreszeit gerade verfügbar sind. Auch ich bin der Meinung, daß man z. B. als  Nordeuropäer im Januar nicht unbedingt Erdbeeren aus Südafrika und Weintrauben aus Chile essen muß.

Man soll nie zuviel essen. Der Mensch lebt nicht von dem, was er ißt, sondern was der Magen verdaut. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und kauen Sie jeden Bissen 20mal, denn der Magen hat keine Zähne. Warten Sie mit der Mahlzeit, bis sich der Alltagsstreß gelegt hat. Lassen Sie lieber eine Mahlzeit ausfallen, bevor Sie etwas hastig in sich hineinschlingen müssen. Außerdem leben wir nicht mehr in der Steinzeit, wo jeder Stammesgenosse in kürzester Zeit möglichst viel vertilgen mußte, weil sonst nichts mehr für ihn übrig war. Unser Magen läßt sich bis zu 20 Minuten Zeit (stammt auch noch aus der Steinzeit), bis er dem Gehirn eine „Ich-bin-prall-und-satt-Meldung“ zukommen läßt.

Die Verdauungsarbeit kostet unseren Körper viel Kraft und Energie. Diese fehlen dann zur Stärkung des Nerven-, Hormon- und Immunsystems. Sicher verstehen Sie jetzt, warum korpulente Menschen krankheitsanfälliger sind als Normalgewichtige. Zur Stärkung der Nervenkraft und des Immunsystems spielt die richtige Ernährung eine große Rolle. Nur so kann unser Stoffwechsel seine Arbeit optimal erfüllen und alle Zellen mit den nötigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien versorgen.

Ausführliche Informationen bezüglich der richtigen Ernährung zur Wiederherstellung und Erhaltung Ihrer Gesundheit finden Sie in meinem eBook:
Gesundheit und ein starkes Immunsystem durch richtige Ernährung, Akupressur und Wasserheilkunde ISBN 978-3-7309-3425-8

Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden

Empfehlungen zur Behandlung und Vorbeugung einer Anämie (Eisenmangel, Blutarmut). Eisenmangel ist eine häufige Ursache von Beschwerden während der Schwangerschaft. Eisen ist ein wichtiges Spurenelement. Mangelerscheinungen sind Akne und Hautkrankheiten, depressive Verstimmungen, Rheuma und Gicht, Müdigkeit, Schwindel, Haarausfall, Infektanfälligkeit, Blässe, Frösteln und verminderte körperliche Leistungsfähigkeit.
Schlecht in Ernährungsfragen informierte Vegetarier leiden häufig unter einer Anämie. Gerade in tierischen Lebensmitteln und rotem Fleisch steckt das meiste Eisen (Hämeisen). Aber auch Vegetarier können dem Eisenmangel mit Hilfe von pflanzlichen Lebensmitteln vorbeugen.

Die Funktion des Eisens im Körper

Eisen (Ferrum, Fe) ist ein Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Dieses bindet den Sauerstoff aus der Lunge im Blut und transportiert ihn zu den Organen. Diese benötigen den Sauerstoff, um optimal arbeiten zu können. Herz und Gehirn sind die wichtigsten Großverbraucher. Im Gehirn spüren wir einen Eisenmangel besonders schnell. Wir können uns nicht konzentrieren und sind schnell erschöpft. Außerdem ist Eisen Bestandteil des Muskelfarbstoffs (Myoglobin), der dem Muskel als Sauerstoffspeicher dient und Baustein vieler Enzyme, die an der Energiegewinnung beteiligt sind.

Die Mär vom Spinat

Zuerst möchte ich mit einem großen Irrtum aufräumen. Spinat ist nicht die Wunderwaffe gegen Eisenmangel. Er gilt zu Unrecht als besonders eisenhaltig. Ein verrutschtes Komma verhalf ihm zu diesem unverdienten Ruhm. Zwar ist das Kraut deshalb noch lange nicht ungesund, doch in der Top Ten der stärksten Eisenlieferanten hat er nichts zu suchen.

Reichlich Eisen enthalten:

Kupferreiche Lebensmittel unterstützen den Stoffwechsel, steigern die Abwehrkraft und fördern die Bildung von Bindegewebe, starken Muskeln und Blutgefäßen sowie die Aufnahme von Eisen im Körper. Eisen wiederum ist wichtig für einen intakten Stoffwechsel, gesunde Nerven, eine gute Durchblutung des Körpers sowie für ein starkes Hormon- und Immunsystem. Kupfer ist Bestandteil vieler Enzyme und enthalten in Sonnenblumenkernen, Zuckerschoten, Champignons, Avocados, Linsen, Erbsen, roten Bohnen, Nüssen und frischen Datteln. Der Tagesbedarf liegt bei 2 bis 5 mg.

Vitamin C fördert die Eisenaufnahme. Schwarzer Tee, Kaffee und Cola wirken dagegen hemmend. Bei einer ausgewogenen Ernährung gleichen sich die hemmenden und fördernden Faktoren aus. Wer also viel Kaffee oder Cola trinkt, sollte bedenken, daß der Eisenspiegel langfristig darunter leiden kann.

Reich an Eisen sind Rindfleisch, Fisch, Kaviar, Eier, Getreide, Vollkornprodukte, Samen und Gemüse.
Hervorragende pflanzliche Eisenlieferanten sind außerdem Löwenzahn, Feldsalat, Sauerampfer, Lauch, Brennesseln, rohes Sauerkraut, Karotten (Möhren), Thymian, Majoran, Oregano, Kürbiskerne, Mais, Sonnenblumenkerne, Petersilie, grüne Minze, Schnittlauch, Sauerampfer, Blutwurz, Schafgarbe, Melisse, Spitzwegerich, Eisenkraut, Lungenkraut, Erdbeere, Hauhechel, Habichtskraut, Brombeere, Frauenmantel, Silbermantel, Wegwarte, Waldmeister, Nußblätter und Weinrebenblätter. Eisenhaltige Früchte sind Aprikosen (auch als Trockenfrüchte), Äpfel, Feigen und Mandeln.

Hülsenfrüchte und Nüsse

Hülsenfrüchte wie weiße Bohnen, Kichererbsen, Linsen oder Sojabohnen enthalten viel Eisen. Dasselbe gilt für Nüsse. Sie enthalten neben Eisen noch B-Vitamine und Vitamin E sowie reichlich Zink und Magnesium. Ganz an der Spitze befinden sich Mandeln, Haselnüsse und Pistazien.

Rote-Beete und Rote-Beete-Saft

Nicht umsonst schwören viele Leistungssportler auf Rote-Beete-Saft. Abgesehen davon, dass er das Immunsystem durch den enthaltenen Pflanzenstoff Betanin stärkt und die Zellatmung aktiviert, enthält er auch Vitamine der B-Gruppe und eine relativ hohe Eisenmenge. Der rote Farbstoff Betanin umschließt Bakterien, Pilze und Viren und macht diese inaktiv. Das Gemüse ist gut fürs Herz, denn es senkt den Blutdruck. Schon 250 ml (Milliliter, ein Viertelliter) täglich reichen aus, um den Blutdruck zu senken. Rote Beete, auch als Saft, ist gut für die Verdauung.

Haferflocken

Unbehandelte Vollkorn-Haferflocken enthalten nicht nur jede Menge Ballaststoffe, sondern auch Eisen. Die schonenden Herstellungsmethoden tragen dazu bei, dass nur wenige Vitamine während der Produktion verloren gehen. Haferflocken enthalten außerdem viel Arginin für ein starkes Immunsystem, gesunde Muskeln und Gelenke. Ob im Obstsalat oder Müsli, sie eignen sich bestens zur Vorbeugung von Eisenmangelerscheinungen.

Sesam und Mohn

Auch Ölsaaten wie Sesam und Mohn enthalten jede Menge Eisen. Sie passen gut in diverse warme Speisen oder in Müsli und Salat.

Zuckerrübensirup

Der eingedickte Rübensaft ist ein gutes Mittel zur Vorbeugung eines Eisenmangels. Ersetzen sie doch einfach mal die Marmelade auf dem Frühstücksbrot durch den herbsüßen Sirup. Aber auch in Joghurt, Obstsalat oder Gemüsepfannen macht sich die Zuckerrübe geschmacklich hervorragend.

Nahrungs(hilfs)mittel zur Eisenaufnahme

Damit das Eisen aus pflanzlichen Produkten auch in größtmöglicher Menge im Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird, empfielt sich der gleichzeitige Verzehr Vitamin C-haltiger Früchte oder Säfte. Besonders roter Paprika ist empfehlenswert. Beachten Sie bitte, dass Vitamin C beim Kochen zerfällt, weshalb die Produkte möglichst roh verzehrt werden sollten.

Schwarzer Tee, Kaffee und Cola wirken dagegen hemmend auf die Eisenresorption. Wer viel Kaffee oder Cola trinkt, sollte bedenken, das der Eisenspiegel langfristig darunter leidet. Darüber hinaus gibt es aber auch Eisenaufnahmestörungen. Die Ursache können Medikamente (Magensäurepuffer, Abführmittel) und bestimmte Krankheiten sein. Schwangerschaft und Stillzeit führen ebenfalls zu Eisenmangel.

Dieser Heiltee unterstützt die Eisenaufnahme:
25 g Brennesselkraut, 25 g Beinwellkraut, 30 g Schafgarbenkraut, 20 g Wermutkraut
2 Teelöffel mit 250 ml Wasser überbrühen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 6 Wochen lang 3 Tassen täglich trinken.

Bewährte Hausmittel bei einem Eisenmangel (Anämie, Blutarmut)

1) Geben Sie 1 Esslöffel guten Honig in 125 ml besten Rotwein. Morgens und abends 1 Glas trinken. Dazu jeweils 3 Tabletten von Schüsslersalz (Biochemie) Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 im Mund zergehen lassen.

2) Einige Nägel in einen Apfel stechen, 24 Stunden stecken lassen, dann entfernen. Täglich 1 Apfel essen.

Informationen zur naturheilkundlichen Behandlung und Vorbeugung einer Anämie (Eisenmangel, Blutarmut) finden Sie in meinem eBook:
Anämie, Eisenmangel - Therapie mit Homöopathie, Schüsslersalzen, Pflanzenheilkunde, Akupressur und Naturheilkunde ISBN 978-3-7396-4838-5

Gesunde Leber – gesunder Mensch

Das wichtigste Stoffwechselorgan zur Behandlung und Vorbeugung von Schwangerschaftsbeschwerden ist neben den beiden Nieren die Leber. Unser moderner und meist ungesunder Lebensstil gefährdet die Gesundheit der Leber, was wiederum zu Unverträglichkeiten und Darmerkrankungen führen kann. Sie erfüllt zentrale Aufgaben bei der Aufnahme und Verwertung von Nahrungsbestandteilen, sorgt für die Bereitstellung lebenswichtiger Eiweißstoffe und greift regulierend in das Hormon- und Immunsystem ein. Die Leber filtert Giftstoffe aus dem Blut und sorgt für deren Abbau. Erkrankungen der Leber (Hepatopathien) nehmen immer mehr zu.

Pro Minute durchströmen unsere "Entgiftungsstation" ca. 1,5 Liter Blut. Dieses wird fortwährend von Giftstoffen, abgestorbenen Zellen und Fett gereinigt, bevor es seinen Weg weiter in Richtung Herz fortsetzt. Außerdem bildet die Leber Gallenflüssigkeit, die als Verdauungssaft im Darm zur Verwendung kommt. Sie produziert auch eine Vielzahl von wichtigen Eiweißen, die wir u. a. für gesunde Gelenke und Muskeln, die Blutgerinnung und die Abwehrkraft benötigen. Unsere Leber ist geduldig und gefährdet. Ein moderner Lebensstil mit fettreichem Fast Food, Alkohol und Stress bekommt ihr nicht.

Eine Fettleber entsteht, wenn der Leber mehr Schadstoffe (z.B. Alkohol, Umweltgifte) zugeführt werden, als sie verarbeiten kann. Das Fett wird dann in der Leber gespeichert, sie vergrößert sich. Die Symptome einer beginnenden Lebererkrankung sind Verdauungsstörungen, eine unreine Haut, Unverträglichkeiten und Allergien, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwäche, depressive Verstimmungszustände, ein Druckgefühl im rechten Oberbauch und Übelkeit.

Bei einer Leberentzündung (Hepatitis) kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen), Verdauungsstörungen und Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen. Später kommen Gelbsucht, dunkler Urin, lehmfarbener und blasser Stuhl hinzu. Eine Hepatitis kann sehr leicht chronisch werden.

Zu einer Leberzirrhose (Leberverhärtung) kommt es, wenn Lebergewebe in Bindegewebe umgebaut wird. Dabei treten zusätzliche Beschwerden auf wie Blutarmut (Anämie), Hormonstörungen, Blutungen der Speiseröhre, Bauchwassersucht (Ascites) und Hämorrhoiden. Oft kommen schmerzende Gelenke und Juckreiz dazu. Im späten Stadium kann die Leber ihre Funktion vollständig verlieren.

Die Ursachen von Lebererkrankungen sind Gallensteine, Störungen der Darmflora, Übergewicht, Umweltgifte, chronische Verstopfung, Alkohol- Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Fehlernährung, Infektionen (Viren, Bakterien, Parasiten), Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Gicht, Adipositas) und eine Übersäuerung des Körpers.

Der Gesichtsausdruck des lebergeschädigten Menschen neigt zur Freudlosigkeit. Der Blick ist traurig, müde und leer. Der Patient ist arbeitsunlustig, unzufrieden, oft launisch und schnell verärgert. Die Haut hat einen fahl-gelblichen oder grauen Grundton. Sie juckt, ist runzelig und hat tiefe Falten. Die Augenbindehaut ist häufig schleimig verklebt. Auf der Zunge finden wir einen gelblichen, grünlichen oder schmutzig-braunen Belag. Auf dem Harn ist oft ein grünlicher Schaum zu sehen. Menschen, bei denen die Leber nicht mehr in Ordnung ist, erwachen oft morgens zwischen 1 Uhr und 3 Uhr.

Deftiges Essen leichter verdaut

Klar, die Leber verzeiht mal eine Currywurst. Sie brauchen auch nicht den Rest Ihres Lebens nur Salat zu knabbern. Aber insgesamt sollte die Ernährung ausgewogen sein, viel Gemüse enthalten und vor allem wenig Fett. Eine ständige Überlastung der Leber, die zusammen mit der Gallenblase für die Fettverdauung zuständig ist, schadet ihr genauso wie Übergewicht und kann zu Darmstörungen und Unverträglichkeiten führen.

Nach einer fettreichen Mahlzeit plagen uns manchmal Völlegefühl oder Blähungen. Dann schaffen pflanzliche Helfer Erleichterung. Die Artischocke regt den Gallefluss an und unterstützt auf diese Weise die Fettverdauung. Dadurch liegt auch üppiges Essen nicht wie ein Stein im Magen. Eine Kur mit einem Artischockenextrakt hat auch einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte (Cholesterin).
Ein Tee mit Löwenzahnblättern tut der Galle gut, fördert den Gallefluss und macht fettes Essen bekömmlicher.

Wer lange und gründlich kaut, kann der Leber ebenfalls Gutes tun. Denn das, was im Mund bereits fein zerkleinert ist, wird durch Enzyme im Speichel leichter vorverdaut. Dadurch hat die Leber weniger Arbeit zu leisten. Gewürze erhöhen die Speichel- und Magensäureproduktion. Dadurch wird die Verdauung noch besser unterstützt.

Viel trinken ist ein prima Mittel, um die Leber zu entgiften. Aber wichtig ist, was und wann wir die Flüssigkeit zu uns nehmen. Wenn wir nämlich reichlich zu den Mahlzeiten trinken, wird der Verdauungssaft im Magen verdünnt und damit die Aufspaltung der Nahrung erschwert und vermindert. Deshalb ist es besser, Wasser oder verdünnte Säfte eine halbe Stunde vor oder eine Stunde nach einer Mahlzeit zu trinken.

Wer sich nach dem Essen zu einem Spaziergang aufmacht, kurbelt nicht nur den Stoffwechsel an, sondern fördert auch den Energieumsatz der Muskeln und Gelenke. Das ist wichtig, denn ein Überschuss an Energie wird in den Fettdepots der Leber eingelagert und belastet sie. Ein halbstündiger strammer Spaziergang dreimal die Woche beugt Leberproblemen vor.

Nudeln belasten die Leber nicht, ebenso wenig wie Kartoffeln und Reis. Wird bei der Zubereitung etwas weniger Fett verwendet, muss die Leber weniger Gallensaft zur Aufspaltung produzieren.

Olivenöl ist die gesunde Alternative zu tierischem Fett und schützt die Leber vor krankhaften Veränderungen. Durch seinen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sorgt es für eine gesunde Haut, beugt einer Arterienverkalkung vor und hilft dabei, erhöhte Cholesterinwerte zu senken.

Bitterstoffe

Sie stecken in vielen aromatischen Lebensmitteln wie Chicoree, Rucola, Artischocken, Rosenkohl oder auch Grapefruit. Bitterstoffe regen die Produktion von Gallenflüssigkeit in der Leber an und unterstützen so die Fettverdauung.

Wenig Alkohol

Jeder weiß es: Zu viel schadet der Leber. Täglich bis zu 20 Gramm bei Männern und bis zu 10 Gramm bei Frauen sind genug. 20 Gramm Alkohol sind etwa 0,25 Liter Wein oder 0,5 Liter Bier. Während der Schwangerschaft sollten Sie ganz auf Alkohol verzichten.

Die Leber vor Viren schützen

Selbst wer bewusst lebt, kann eine Lebererkrankung bekommen, denn auch weit verbreitete Hepatitis-Viren können die Leber schädigen. Das Problem: Bis wir deutliche Beschwerden oder gar Schmerzen verspüren, vergeht wertvolle Zeit. Deshalb ist es so wichtig vorzubeugen.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind 500 Millionen Menschen weltweit mit Hepatitis B oder C infiziert. Meist ohne es zu wissen, denn die Symptome wie Müdigkeit sind eher unspezifisch. Beide Virenarten können zu einer chronischen Entzündung der Leber führen, die letztlich Leberkrebs auslösen kann. Die Viren werden durch Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen. Schutz beim Sex ist daher ebenso wichtig wie Achtsamkeit in Hygienefragen.
Ob Sie sich Ohrlöcher stechen lassen oder Erste Hilfe leisten: Achten Sie darauf, dass Schutzhandschuhe getragen werden. Scharfkantige Hygienegegenstände wie etwa Rasierer immer nur allein benutzen, auch innerhalb der Familie. Gegen Hepatitis B kann man sich impfen lassen. Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung.
Die Leber ist ungeheuer regenerationsfähig. Allerdings nur, wenn die Schäden noch nicht zu lange vorliegen. Daher ist Früherkennung lebenswichtig. Bitten Sie Ihren Arzt, die Leberwerte zu überprüfen.

Informationen zur naturheilkundlichen Behandlung der Leber finden Sie in meinem eBook:
Lebererkrankung, Hepatopathie - Behandlung mit Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Schüsslersalzen und Naturheilkunde ISBN 978-3-7396-5065-4

Die Geburt erleichtern mit Naturheilkunde, Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Schüsslersalzen

  • Die Spannung steigt. Sie rechnen nun täglich mit dem Einsetzen der Wehen und der Entbindung Ihres Babys. Nachstehend finden Sie hilfreiche Tipps zur Erleichterung der Geburt.

    Es fehlen die austreibenden Wehen:
    3 Eier in 1 Liter Wasser 15 Minuten kochen, die Eier nicht essen, sondern nur das Wasser bei Zimmertemperatur schluckweise trinken.
    Zusätzlich 5 Tropfen Gelsemium D4 in etwas Wasser einnehmen. Öffnet den Muttermund in etwa einer halben Stunde.

    Die Nachgeburt kommt nicht:
    Vorbeugend im Glas eine große geschälte Zwiebel mit ins Krankenhaus nehmen und essen wie einen Apfel. Nach etwa 15 Minuten tritt meist die Wirkung ein.

    Brustpflege:
    Einen Wattebausch mit Zitronenwasser tränken und die Brust abreiben.
    Die Brust warm halten.

    Zur Anregung der Milchbildung:
    Essen Sie grünen Blattsalat (Kopfsalat) gewürzt mit Dill.

    Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) zur Erleichterung der Geburt

    Zur Erleichterung der Geburt:
    Himbeerblättertee
    Reguliert das Hormonsystem und die Verdauung der Schwangeren.
    Macht die Muskeln im Becken weich.
    Verkürzt Wehen und Geburtsdauer.
    Verhindert Dammrisse und Zangengeburten.
    1 Teelöffel auf 1 Tasse, mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    Täglich 4 Tassen trinken.

    Teerezepte zur Anregung der Milchbildung

    1) Milchbildungstee:
    Je 25 Gramm Brennesselkraut (regt die Milchdrüsen an, kieselsäurehaltig), Fenchel, Anis und Kümmel
    1 Teelöffel auf 1 Tasse, mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    Täglich 4 Tassen trinken.

    2) Milchbildungstee:
    Je 20 Gramm Fructi Foeniculi (Fenchel), Fructi Anisi (Anis), Herba Galegae (Geißrautenkraut), Herba Verbenae (Eisenkraut) und Herba Urticae (Brennesselkraut)
    1 Teelöffel auf 1 Tasse, mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    Täglich 4 Tassen trinken.

    Pflanzliche Tropfen zur Anregung der Milchbildung:
    Tinctura Anisi (Anistinktur), Extractum Foeniculi (Fenchelextrakt), Extr. Pimpinellae (Pimpinellwurzel), Radix Rubiae tinctorum (Krappwurzeltinktur) aa 20.0
    4 Wochen vor der Geburt mit der Einnahme beginnen:
    Morgens und abends je 20 Tropfen in etwas warmes Wasser geben, jeden Schluck 1 Minute im Mund behalten, erst dann schlucken.

    Teerezept zur Hemmung der Milchbildung:
    Walnußblätter (Folia Juglandis) 20.0, Hopfenblüten 40.0, Salbeiblätter 40.0
    2 Esslöffel auf einen halben Liter Wasser, 5 Minuten kochen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    Tagsüber warm trinken.

    Rezept für einen Abstilltee:
    Je 30 Gramm Folia Salviae (Salbeiblätter), Herba Mercurialis (Bingelkraut), Herba Stellaviae
    1 Teelöffel auf 1 Tasse, mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    Täglich 3 Tassen trinken.

    Homöopathische Heilmittel

    Milchbildungsanregend sind:

    1) Kalium jodatum D4
    Täglich 4mal 10 Tropfen oder 4mal 10 Globuli im Mund zergehen lassen.

    2) Ricinus D2
    Täglich 3mal 10 Tropfen oder 3mal 10 Globuli im Mund zergehen lassen.

    3) Pulsatilla nigra D4
    Täglich 4mal 10 Tropfen oder 4mal 10 Globuli im Mund zergehen lassen.

    4) Kalium carbonicum D4
    Täglich 4mal 10 Tropfen oder 4mal 10 Globuli im Mund zergehen lassen.

    5) Agnus castus D2
    Täglich 4mal 10 Tropfen oder 4mal 10 Globuli im Mund zergehen lassen.

    Zur Beschleunigung der Geburt:
    2 Wochen vor dem Termin beginnen mit
    Cimicifuga Urtinktur
    Der Muttermund wird nachgiebiger.
    Täglich 2mal 10 Tropfen in etwas Wasser einnehmen.

    Zum Abstillen:
    Chionanthus D3
    Täglich 4mal 5 Tropfen oder 4mal 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

    Die Brust ist gespannt und gerötet, stechende und reißende Schmerzen:
    Belladonna D6
    Halbstündlich 5 Tropfen oder 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

    Zur Rückbildung der erschlafften Bauchdecke:
    Sepia D6
    2 Wochen lang täglich 4mal 10 Globuli im Mund zergehen lassen.
    Anschließend jeden dritten Tag 1mal 10 Globuli von Sepia D12 im Mund zergehen lassen.

    Homöopathische Rezepte für eine komplikationslose Geburt

    1) Zwei Monate vor der Geburt beginnen:
    Ricinus D4, Foeniculum D2, Polygala D2, Caulophyllum D3, Arnika D3 aa ad 50.0
    Täglich 3mal 15 Tropfen in etwas warmem Wasser einnehmen.
    Anschließend

    2) Fünf Wochen vor der Geburt beginnen:
    Caulophyllum D3 10.0, Arnika D3 10.0
    M.D.S. Täglich 3mal 10 Tropfen in etwas Wasser einnehmen.
    Diese Basisrezeptur ist auch in den beiden anderen Rezepten enthalten.
    Anschließend

    3) Vier Wochen vor der Geburt beginnen:
    Arnika D3 dil. (zur Gefäßpflege), Caulophyllum D3 dil., Carbo vegetabilis D8 dil., Ricinus D3 dil., Urtica D3 dil. (milchdrüsenanregend, kieselsäurehaltig), Anethum D2 dil., Anisum D2 dil., Calcium hypophosphoricum D2 dil. (Calciumtherapie), Tinctura Asa foetida gtt Nr. 1
    Täglich 3mal 15 Tropfen in etwas Wasser einnehmen.

    Schüsslersalze (Biochemie) zur Erleichterung der Geburt und zur Nachsorge

    Zur Vermeidung eines Kalziummangels während der Schwangerschaft:
    Nr. 1 Calcium fluoratum D12
    4mal 2 Tabletten im täglichen Wechsel mit
    Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 im Mund zergehen lassen.

    Zur Erleichterung der Niederkunft:
    Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6
    Im letzten Schwangerschaftsmonat täglich 3mal 1 Tablette im Mund zergehen lassen.
    Beim Eintritt der Wehen halbstündlich 1 Tablette im Mund zergehen lassen.

    Nach der Geburt zur geregelten Rückbildung der Gebärmutter:
    Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 (zur Beseitigung der Blutüberfüllung) und
    Nr. 1 Calcium fluoratum D12 (zur Kräftigung der elastischen Fasern)
    Im täglichen Wechsel je 4mal 2 Tabletten im Mund zergehen lassen.

    Bei zu geringer Milchbildung:
    Nr. 2 Calcium phosphoricum D6
    Täglich 4mal 2 Tabletten im Mund zergehen lassen.

    Bei zu starker Milchbildung:
    Nr. 10 Natrium sulfuricum D6
    Täglich 4mal 2 Tabletten im Mund zergehen lassen.

    Bei wässerig-bläulicher Milch:
    Nr. 8 Natrium muriaticum D6 (wird auch als Natrium chloratum bezeichnet)
    Täglich 4mal 2 Tabletten im Mund zergehen lassen.

Was Sie während der Schwangerschaft tun können

  • Während der Schwangerschaft sollte kein Bitter Lemon oder Tonic Water getrunken werden. Das in beiden Getränken enthaltene Chinin wird auch gegen Wadenkrämpfe eingesetzt und kann beim Neugeborenen Muskelzittern als Zeichen einer Entzugserscheinung auslösen. Besser gegen Wadenkrämpfe während der Schwangerschaft ist Magnesium.

    Vor der Schwangerschaft sollte der Impfschutz überprüft werden. Ist zum Beispiel die letzte Impfung gegen Keuchhusten über 10 Jahre her, muß sie aufgefrischt werden. Keuchhusten kann für Babys lebensgefährlich sein.

    Viel Bewegung und leichter Sport
    Genügend Entspannungsphasen einlegen
    Streß vermeiden
    Achten Sie auf einen geregelten Tagesablauf und ausreichend Schlaf
    Langes Stehen vermeiden
    Die Beine oft hochlagern
    Kompressionsstrümpfe bei Neigung zu Krampfadern tragen.
    Meiden Sie Hitze, schlechte Luft und Überanstrengung.

    Zur Vermeidung von Schwangerschaftsstreifen empfehle ich Schwangerschaftsgymnastik und Yoga, zarte Zupfmassagen der sich dehnenden Partien an Bauch, Oberschenkeln und Brüsten sowie das Einmassieren von geeigneten Cremes und Ölen (kombinierte Massageöle oder einzeln aus Arnika, Johanniskraut, Mandeln, Lavendel und Rosmarin).

    Bei Übelkeit am Morgen:
    Gleich nach dem Aufwachen etwas Leichtes essen, z. B. Zwieback oder Knäckebrot.

    Statt drei großer Mahlzeiten lieber mehrere kleine über den Tag verteilen, um den Magen nicht zu überlasten.

    Haselnüsse knabbern beruhigt den Magen

    Ein altes Rezept bei Übelkeit in der Schwangerschaft:
    1 Messerspitze Muskatpulver auf 1 Eßlöffel Weißwein hilft sofort.

    Außerdem hilft bei Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen:

    1) Pfefferminzöl, Oleum Menthae piperitae
    1 bis 3 Tropfen im Mund zergehen lassen.

    2) Pfefferminztinktur, Tinctura Menthae piperitae
    20 Tropfen mehrmals täglich einnehmen.

    3) Bei Reisekrankheit und Übelkeit:
    1 Teelöffel Ingwerwurzelpulver in 1 Tasse Kamillentee oder Pfefferminztee einnehmen.

    4) Ein Stückchen Ingwerwurzel kauen.

    5) 1 Esslöffel Heilerde (Apotheke) in einem Glas Wasser auflösen und einnehmen.

    Klassische Kneipptherapie zur Förderung der Durchblutung und als Gefäßtraining:
    Morgens Trockenbürsten und Taulaufen
    Vormittags ein Wechselfußbad mit Rosmarin
    Nachmittags Wechselkniegüsse
    Abends Wassertreten in der Badewanne

    Detailierte Informationen zu den Wasseranwendungen nach "Kneipp" finden Sie in meinem eBook:
    Wasserheilkunde und Wickeltherapie - Naturheilkunde für Ihre Gesundheit ISBN 978-3-95500-753-9

    Schüssler-Salze (Biochemie) während einer Schwangerschaft

    1) Schwangerschaftsstreifen vorbeugen:
    Im täglichen Wechsel je 4mal 2 Tabletten von
    Nr. 11 Silicea D12 und
    Nr. 1 Calcium fluoratum D12 im Mund zergehen lassen.

    Zusätzlich die gefährdeten Stellen im täglichen Wechsel mit den beiden biochemischen Salben Nr. 11 Silicea und Nr. 1 Calcium fluoratum massieren.

    2) Für eine gute Zahn- und Knochenbildung beim Kind:
    Im täglichen Wechsel je 3mal 2 Tabletten von
    Nr. 1 Calcium fluoratum D12 und
    Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 im Mund zergehen lassen.

    Teerezept bei Schwangerschaftsübelkeit (entspannt und entkrampft die Magen-Darmmuskulatur):
    20 g Kamillenblüten, 20 g Melissenblätter, 20 g Pfefferminzblätter
    1 Teelöffel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen.
    Täglich mehrere Tassen trinken.

Hungerattacken während der Schwangerschaft abwehren mit Schüsslersalzen (Biochemie)

  • Hunger auf Süßes:
    Nr. 7 Magnesium phophoricum D6 und
    Nr. 9 Natrium phophoricum D6
    Je 5 Tabletten in einem Glas mit heißem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken.
    Zum Umrühren bitte keinen Metall-Löffel verwenden.

    Hunger auf Schokolade:
    Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6
    5 Tabletten in einem Glas mit heißem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken.
    Zum Umrühren bitte keinen Metall-Löffel verwenden.

    Hunger auf Salziges:
    Nr. 8 Natrium chloratum D6
    5 Tabletten in einem Glas heißem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken.
    Zum Umrühren bitte keinen Metall-Löffel verwenden.

    Lust auf Bitteres und Deftiges:
    Nr. 10 Natrium sulfuricum D6
    5 Tabletten in einem Glas mit heißem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken.
    Zum Umrühren bitte keinen Metall-Löffel verwenden.

    Lust auf Nüsse:
    Nr. 5 Kalium phosphoricum D6
    5 Tabletten in einem Glas mit heißem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken.
    Zum Umrühren bitte keinen Metall-Löffel verwenden.

    Hunger auf fette Speisen:
    Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 und
    Nr. 9 Natrium phosphoricum D6
    Je 5 Tabletten in einem Glas mit heißem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken.
    Zum Umrühren bitte keinen Metall-Löffel verwenden.

    Lust auf Saures:
    Nr. 9 Natrium phosphoricum D6
    5 Tabletten in einem Glas mit heißem Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken.
    Zum Umrühren bitte keinen Metall-Löffel verwenden.

    Bei Dauerhunger:
    Im täglichen Wechsel je 4mal 2 Tabletten von
    Nr. 6 Kalium sulfuricum D6 und
    Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 im Mund zergehen lassen.

    Bei Heisshunger-Attacken:
    Nr. 4 Kalium chloratum D6 und
    Nr. 9 Natrium phosphoricum
    Im halbstündlichen Wechsel je 2 Tabletten im Mund zergehen lassen.

Appetitlosigkeit während der Schwangerschaft behandeln mit Pflanzenheilkunde

  • Meistens möchte man während der Schwangerschaft alles querbeet durcheinanderessen. Es gibt aber auch Frauen, die über Appetitlosigkeit klagen.

    Ein guter Appetit ist Ausdruck von Lebensfreude. Man denkt sofort an eine Erkrankung, wenn jemand über seine Appetitlosigkeit spricht. Es muß aber nicht immer ein ernsthaftes Problem dahinter stecken. Oft signalisiert der Körper dem Gehirn lediglich, daß er im Moment seine Kräfte für andere Aufgaben als für die Verdauung braucht (z. B. zur Abwehrsteigerung bei Erkrankungen).

    Bedenklich ist die chronische Appetitlosigkeit und Magersucht (Anorexia nervosa). Hier können ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken, die zuerst von einem Fachmann abgeklärt werden sollten.

    Mögliche Ursachen der Appetitlosigkeit

    Verdauungsstörungen (zu wenig Magensäure, schlechte Magendurchblutung)
    Psyche, Streß, Probleme
    Hormonelle Veränderungen (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre)
    Überlastung
    Nieren- oder Lebererkrankungen
    Infekte usw.

    Hausmittel gegen die Appetitlosigkeit

    Kalte Unterarmbäder, Leibwickel, Trockenbürstungen, Wechselfußbäder, Wechselduschen
    Viel Bewegung in frischer Luft, Licht und Sonne. Also z. B. Radfahren im Freien und nicht nur im Fitness-Studio.
    Lebensfreude
    Autogenes Training
    Aktivität

    Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) zur Behandlung der Appetitlosigkeit

    Bittermittel regen den Appetit und die Verdauung an:

    Angelikasamen und Angelikawurzel (Semen Angelicae, Radix Angelicae, Engelwurz)
    Der "Engel in Pflanzengestalt" galt im Mittelalter als Allheilmittel. Heute bestätigen Untersuchungen: Das ätherische Öl der Engelwurz lindert Entzündungen und stärkt unser Immunsystem.
    Magenschleimhautentzündung und Magenschmerzen wegen Umweltgiften und einer Schwäche der Verdauungsorgane.
    Regt die Magendurchblutung an
    Beruhigt die Magennerven
    Bei Magenschwäche (kräftigt den Magen)
    Zur Stärkung des Immunsystems und der Abwehrkräfte (verhindert so die Ansiedelung des Bakteriums Helicobacter pylori im Magen).
    Wirkt tonisierend und entkrampfend auf die Verdauungsorgane.
    Beruhigt den gesamten Bauchraum
    Zur Anregung des Stoffwechsels, Entsäuerung und Entgiftung des Körpers.
    Angelika aktiviert die Entschlackung des Körpers sowie die Ausscheidung von Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen im Körpergewebe).
    Fördern die Ausscheidung von Umweltgiften, Säuren und Toxinen.
    K

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