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Schüsslersalze - Wirkung und Anwendung der Biochemie einfach erklärt

Robert Kopf

Schüsslersalze - Wirkung und Anwendung der Biochemie einfach erklärt

Ein biochemischer und naturheilkundlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Schüsslersalze - Wirkung und Anwendung der Biochemie einfach erklärt" ISBN 978-3-95500-670-9

Vorwort

1. Allgemeines

Die Anwendung der Schüsslersalze und Schüsslersalben

So unterstützen Sie die Wirkung der Schüsslersalze

2. Die 12 Schüsslersalze

Nr. 1 Calcium fluoratum (Kalziumfluorid, Flußspat)

Nr. 2 Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat)

Nr. 3 Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)

Nr. 4 Kalium chloratum (Kaliumchlorid)

Nr. 5 Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)

Nr. 6 Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat)

Nr. 7 Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat)

Nr. 8 Natrium chloratum (Natriumchlorid)

Nr. 9 Natrium phosphoricum (Natriumphosphat)

Nr. 10 Natrium sulfuricum (Natriumsulfat)

Nr. 11 Silicea (Kieselsäure)

Nr. 12 Calcium sulfuricum (Kalziumsulfat)

Die biochemischen Ergänzungsmittel Nummer 13 bis 27

Biochemische Salben

Schüsslersalze zur Behandlung des Stoffwechsels

Nachwort

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Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen (Biochemie) werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst, der Körper entsäuert und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt sowie der Zellstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten und Beschwerden behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

Sie basiert auf der Annahme, daß viele Erkrankungen durch eine gestörte Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden. Dadurch kommt es zu einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Körperzelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Mineralsalzes in homöopathischen Dosen soll der Organismus angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben.

Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) eingenommen.

Was passiert, wenn Sie das falsche Schüsslersalz einnehmen: Nichts. So wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes Mittel keine Reaktion im Körper aus.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie und wofür die 12 Schüsslersalze, die biochemischen Salben und die 15 biochemischen Ergänzungsmittel eingesetzt werden und welche Schüsslersalze Ihren Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht bringen. Zusätzlich erhalten Sie Informationen über die Eigenschaften der einzelnen Mittel, die optimale Einnahmezeit, die Mondphase, den Konstitutionstyp, das Sternzeichen, die Gesichts- und Zungendiagnostik sowie über die passenden Heilsteine zu den entsprechenden Schüsslersalzen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Die Anwendung der Schüsslersalze und Schüsslersalben

Die Einnahme für Erwachsene: Im akuten Zustand alle 5 Minuten 1 bis 2 Tabletten im Mund zergehen lassen. Im subakuten und chronischen Zustand 3 bis 6mal täglich 1 bis 2 Tabletten eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen im Mund zergehen lassen.

Die Einnahme für Kinder bis 12 Jahre: Im akuten Zustand alle 1 bis 2 Stunden 1 Tablette, anschließend 3 bis 4mal täglich 1 Tablette im Mund zergehen lassen.

Die Tabletten nicht schlucken, sondern langsam im Mund zergehen lassen. Über die Mundschleimhaut gelangen die Wirkstoffe am Schnellsten ins Blut. Bei der Wahl des biochemischen Mittels orientieren Sie sich bitte nicht nur am Namen der Krankheit. Mehr zählt der momentane pathologische Zustand und Vorgang im Körper sowie das gesamte Erscheinungsbild des Patienten. Während der Einnahme sollte auf Alkohol, Nikotin und scharfe Gewürze verzichtet werden. Sämtliche Mittel können auch in heißem Wasser aufgelöst und langsam schluckweise getrunken werden.

Schüsslersalben

Tragen Sie die Salbe mehrmals am Tag dünn auf die betroffenen Stellen auf. Ich empfehle ein sanftes Einmassieren. Wenn mehrere unterschiedliche Salben angewendet werden, sollten diese abwechselnd, also nacheinander, angewendet werden. Besonders intensiv wirkt eine Salbe, wenn man sie als Umschlag anwendet. Dazu trägt man die Salbe ca. 1mm dick auf und deckt sie mit einem Leinentuch ab.

Waschungen, Abreibungen und Umschläge

Sie können 10 bis 20 Tabletten (je nach Größe der erkrankten Körperstelle) in etwas kaltem, warmem oder heißem Wasser (je nach Befund) auflösen, ein Leinentuch eintauchen und als feuchten Umschlag auflegen. Sehr effektiv ist eine feuchte Kammer. Dazu den nassen, aber nicht mehr tropfenden Wickel zusätzlich mit einer Plastikfolie einhüllen.
Für eine Abwaschung oder Abreibung tauchen Sie ein Leinentuch in das mit den Schüsslersalzen angereicherte Wasser.

Tabletten-Brei

Bei einer Unverträglichkeit oder Abneigung gegen Salben zerkleinern Sie mit einem Mörser oder Holzlöffel (kein Metall verwenden) 5 Tabletten. Anschließend vermischen Sie das Pulver mit etwas Wasser oder Olivenöl. Diese Paste eignet sich hervorragend für Einreibungen. Mit einem Leinentuch abdecken.

So unterstützen Sie die Wirkung der Schüsslersalze

Da viele Erkrankungen durch einen Mineralstoffmangel (verursacht eine Immunschwäche) ausgelöst und verstärkt werden können, ist der Einsatz von Schüßlersalzen eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise wieder auszugleichen. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen (Biochemie) werden Stoffwechselblockaden aufgelöst, der Körper entsäuert, der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen, das Immunsystem gestärkt, die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und der Zellstoffwechsel angeregt.

 

Stress, Übersäuerung des Körpers, Genuss- und Umweltgifte blockieren den Mineral-Transport durch die Zellmembran und belasten die Leber. Genau hier setzt die Wirkung der Biochemie an. Schüsslersalze aktivieren die Ausleitung von Schadstoffen und Säuren und reinigen den Organismus von innen. Die Folge: Der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

 

Ein mangelhafter Stoffwechsel ist oft die Folge einer Störung der Mineralstoffverteilung und Mineralstoffaufnahme. Obwohl wir über unsere Nahrung vielleicht genügend Mineralstoffe zu uns nehmen, kommen die wenigsten in den Zellen an. Mangelzustände an Mineralsalzen fördern chronische Erkrankungen, schwächen die Durchblutung, das Immunsystem, stören das hormonelle Gleichgewicht und verändern den Stoffwechsel. Ausserdem kann Mineralsalzmangel Heisshungerattacken auslösen, weil der Körper den Mangel in den Zellen ausgleichen will.

 

Im Rahmen einer naturheilkundlichen Behandlung mit den Schüsslersalzen dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Aktivierung des Immunsystems, der Durchblutung und damit der Stärkung der körpereigenen Abwehrkraft und des Stoffwechsels. Pflanzliche Zubereitungen regen zusätzlich die Leber-Galle-Funktionen und Nieren-Funktion an. Sie reinigen den Körper und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, die Lunge und die Haut aus.

 

Trinken Sie deshalb während Ihrer biochemischen Behandlung tagsüber einen Nierentee und abends einen Lebertee zur Stärkung des Immunsystems und des Stoffwechsels, damit das Blut und Bindegewebe gereinigt und die Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte schnell ausgeschieden werden.

 

1) Leber- und Entsäuerungstee:
Semen Cardui marianae 50.0 (Mariendistel), Rhizoma Tormentillae 15.0 (Blutwurz), Radix cum Herba Taraxaci 30.0 (Löwenzahnwurzel und Kraut), Fructi Anisi (Anis) 20.0, Fructi Foeniculi (Fenchel) 20.0, Folia Menthae crispae (Krausenminze) 15.0
1 Esslöffel auf 250 ml Wasser, 8 Stunden tagsüber kalt ansetzen, 3 Minuten kochen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Abends trinken

 

2) Nierentee zur Kräftigung der Harnorgane und zur Anregung der Ausscheidung von Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxinen über die Harnwege:
Folia Betulae (Birkenblätter) 30.0, Herba Urticae (Brennesselkraut) 30.0, Herba Equiseti (Zinnkraut) 20.0, Herba Virgaureae (Goldrutenkraut) 20.0
2 Teelöffel auf 1 Tasse (250 ml), mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 3 Tassen tagsüber trinken.

 

3) Wenn Sie an einer Allergie leiden (eine häufige Ursache von vielen Erkrankungen), wechseln Sie bitte täglich die beiden oben erwähnten Tees mit einem Allergietee, um den Körper für die Behandlung mit den Schüsslersalzen zu sensibilisieren:
Radix Imperatoriae (Meisterwurz) 20 g, Radix Pimpinellae (Bibernellwurzel) 20 g, Herba Euphrasiae (Augentrost) 10 g, Herba Rutae hortensis (Gartenraute) 30 g, Rhizoma Graminis (Queckenwurzelstock) 10 g, Herba Absinthii (Wermut) 10 g
2 Esslöffel auf 500 ml Wasser, 8 Stunden über nacht kalt ansetzen, anschließend 2 Minuten aufkochen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Tagsüber trinken

 

Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser, Tee, ungesüßte Säfte). So bleibt das Blut dünnflüssig und der Stoffwechsel kann optimal funktionieren. Bei einer Herz- oder Nierenerkrankung sollte die Trinkmenge mit dem Arzt abgesprochen werden.

 

So errechnen Sie Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf: Multiplizieren Sie Ihr Körpergewicht in Kilo mit 4 und dividieren Sie die Summe durch 100. Das Ergebnis zeigt Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf in Litern ohne körperliche Anstrengung, wobei alkoholische Getränke nicht zählen.
Hierfür ein Beispiel: Sie wiegen 80 kg. Also 80 mal 4 geteilt durch 100. Sie benötigen somit täglich etwa 3,2 Liter Flüssigkeit.

 

Die Nieren können harnpflichtige Stoffwechselendprodukte nur ausscheiden, wenn sie genügend Flüssigkeit zur Verfügung haben. Wenn Sie Sport treiben, brauchen Sie noch deutlich mehr Flüssigkeit. Das Wasser regt die Ausscheidung von Giftstoffen und Abbauprodukten des Stoffwechsels an. Diese fördern chronische Erkrankungen, Krebs, Entzündungen und Schmerzen. So werden auch Schmerzen gemildert. Ausserdem verhindert es Hunger. Nur wenn der Körper genügend Flüssigkeit zur Verfügung hat, lassen die Zellen überschüssiges Wasser wieder frei. Das Meiste bis zum Nachmittag trinken und abends möglichst wenig, um nachts die Blase zu entlasten.

 

Basisches Heilwasser mit mehr als 1300 Milligramm Hydrogencarbonat (siehe Etikett) pro Liter hemmt die Aufnahme von Cholesterin und Fetten ins Blut (fördern Arteriosklerose, Erkrankungen des Stoffwechsels und des Hormonsystems). Davon trinkt man täglich 1 Liter. Das senkt auch gleichzeitig den Blutdruck.

 

Ein ausgeglichener "Säure-Basenhaushalt" ist die Grundlage jeder Behandlung und Vorbeugung von vielen Erkrankungen sowie für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Machen Sie deshalb begleitend zu Ihrer Behandlung 6 Wochen lang zur Regulierung Ihres Säure-Basen-Haushaltes eine Entsäuerungskur mit folgendem Rezept (Apotheke) für ein Entsäuerungspulver:
320 g Natriumhydrogenkarbonat
50 g Kalium hydrogencarbonat
70 g Calciumcitrat
40 g Calciumphosphat
20 g Magnesiumcitrat
M. f. pulv. S. Täglich um 10 Uhr vormittags und um 16 Uhr nachmittags 1 Teelöffel in 250 ml lauwarmem Wasser auflösen und langsam trinken.

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