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Rossi die Legende

VORWORT

Es gibt Sportler, die sich als echte Ausnahmeerscheinung erweisen. Zu dieser Kategorie gehört Valentino Rossi. Genau in dem Moment, in dem der Grand-Prix-Zirkus in den Adelsstand erhoben wurde, hat dieser Motorradrennfahrer die Latte höher gelegt. Er hat es verstanden, diesen Entwicklungsschub für seinen eigenen Aufstieg zu nutzen. Pünktlich zum Anbruch des goldenen Zeitalters der von dem spanischen Unternehmen Dorna Sports organisierten MotoGP-Meisterschaft trat Rossi auf den Plan und sorgte mit dafür, dass aus den Grand-Prix-Rennen die Großereignisse wurden, die sie heute sind. Das war perfektes Timing.

Als Rennfahrer ist Rossi in Dauer-Höchstform, seit er als Jugendlicher seine Karriere begann. In einem Alter, in dem die meisten Motorradpiloten ihre Laufbahn schon längst beendet haben, verlangt er sich bei der Arbeit alles ab und lernt nach wie vor ständig dazu. So schafft Rossi es, in allen Wettkämpfen, an denen er teilnimmt, Saison für Saison sein überragendes Niveau zu halten. Er analysiert seine Schwachpunkte und sucht sie zu beseitigen, um top zu bleiben. Er stellt sich jeder Bewährungsprobe ohne Wenn und Aber und investiert mehr als jeder andere.

Es gibt niemanden, der auch außerhalb der Rennstrecke so viel dazu beigetragen hat, dass der Motorrad-Grand-Prix in neue Dimensionen vorstößt, wie Rossi. Er ist ein Superstar, wie er im Buche steht, und hat eine weltweit angesehene Marke geschaffen, an der im Motorradsport niemand vorbeikommt. Heute ist Rossi in seiner Karriere an einem Punkt angelangt, wo es darum geht, den Blick in die Zukunft zu richten – als Rennfahrer wie auch als Gesicht der eigenen Marke. Mit der ambitionierten Nachwuchsarbeit auf den Schotterpisten seiner Ranch führt er junge italienische Motorradtalente an den MotoGP heran. Als Vorbild kann er den jungen Piloten, denen er echtes Interesse entgegenbringt, unabhängig von ihrem Leistungsstand wertvolle Erfahrungen vermitteln.

Ich bewundere sein Engagement und seinen Drang, sich immer wieder selbst zu übertreffen, um in jeder neuen Saison der Beste zu sein. Dieser Drang ist sicherlich der Tatsache zu verdanken, dass es ihm einfach Freude macht, sich auf den leistungsstärksten Motorrädern mit den besten Rennfahrern der Welt zu messen. Es ist höchst inspirierend, sich vor Augen zu führen, was er alles erreicht hat und wie er sich zu einem der faszinierendsten Piloten im Paddock entwickelt hat. Alles, was er tut, macht ihm einen Riesenspaß, an dem er uns sowohl auf der Piste als auch außerhalb der Rennstrecke teilhaben lässt.

Wayne Rainey

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INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung. Ein heller Stern am Motorradhimmel

I.

Das Peter-Pan-Syndrom

II.

Kindheit in Tavullia

III.

Übung macht den Meister

IV.

In einer Liga mit den Großen

V.

Eine italienische Geschichte

VI.

Erwachsen

VII.

Liebe, Ruhm und Trennung

VIII.

Der Schall der Stimmgabeln

IX.

Rot und Schwarz

X.

Hase und Turtle

XI.

Von der Piste zum Imperium

Nachwort

Dank

EINLEITUNG

EIN HELLER STERN AM MOTORRADHIMMEL

Am 18. August 1996 feiert Valentino Rossi auf dem Brno Circuit seinen ersten WM-Sieg. Damals fährt der 17 Jahre junge Bursche aus Tavullia eine Aprilia RSR 125 und kreuzt die Klingen mit Rennfahrern wie Jorge Martínez, Emilio Alzamora, Lucio Cecchinello, Garry McCoy, Masaki Tokudome oder Noboru Ueda. Bei diesem unvergessenen Großen Preis von Tschechien wurde ein Stern in seine Umlaufbahn geschossen. Niemand ahnte jedoch, welchen unglaublichen Weg dieser Stern am Motorradhimmel zurücklegen würde. 20 Jahre später zieht Valentino Rossi immer noch seine Bahn, eilt von Höhepunkt zu Höhepunkt, von Sieg zu Sieg, und behauptet seinen festen Platz am Firmament. So etwas hat es in der Geschichte des Motorradsports und überhaupt im Sport noch nicht gegeben. Der italienische Rennpilot wurde in allen Klassen, in denen er angetreten ist, Weltmeister und erhob das Motorradfahren zu einer Kunst und einer Wissenschaft. Mit seinem unstillbaren Wissensdurst in Sachen Technik und der angeborenen Gabe, die richtigen Leute um sich zu scharen, aber auch mit der Fähigkeit, sich immer wieder selbst zu hinterfragen, hält er sich an der Spitze und bewahrt sich dabei jenes kindliche Gemüt, das ihm scheinbar ewige Jugend verleiht. Seit zwei Jahrzehnten feiert Valentino Rossi nicht nur einen Erfolg nach dem anderen, sondern transformiert das Grand-Prix-Universum und wird in diesem Universum zu einer Legende. Besser gesagt: zu der Legende.

Es ist immer heikel, die Verdienste eines Champions mit denen von Champions anderer Epochen zu vergleichen. Als größter Champion galt lange Zeit Mike Hailwood, der ebenfalls neun Weltmeistertitel – davon vier in der Königsklasse – einfuhr. Bevor er in die Formel 1 wechselte, verschaffte sich der 1981 verstorbene Brite als Motorradrennfahrer Respekt und Bewunderung, weil er sich mit jeder beliebigen Maschine und auf jedem beliebigen Untergrund durchsetzte. Darum nimmt „Mike The Bike“ auch einen ganz besonderen Platz im persönlichen Pantheon von Valentino Rossi ein, der sich mit großer Begeisterung mit der Geschichte des Motorsports beschäftigt. Ein weiteres Beispiel ist Wayne Rainey: Der dreifache 500er-Weltmeister aus den USA verhalf dem Namen Yamaha Anfang der 1990er-Jahre zu großem Glanz. An diesen Erfolg konnte die Marke erst wieder 2004 anknüpfen, als Valentino Rossi auf den Plan trat. Der bewundert seit jeher den Siegeswillen und das Selbstvertrauen, mit dem Rainey jedes Wochenende aufs Neue seinen Gegnern trotzte, von denen die meisten leistungsstärkere Motorräder fuhren als er. Wenn man nach der Statistik geht, könnte man auch Giacomo Agostini mit 15 Titeln und 122 Siegen zum größten Champion der Motorsportgeschichte ausrufen. Allerdings gibt Valentino Rossi dabei zu bedenken, dass Ago die meisten seiner Erfolge in einer Zeit errang, in der er kaum Widersacher hatte und seine MV Agusta-Rennmaschinen der Konkurrenz drückend überlegen waren. Seit der ersten Motorrad-Weltmeisterschaft im Jahr 1949 gab es immer wieder ausgezeichnete Piloten und überragende Champions.

Aber nur Valentino Rossi ist es gelungen, zur Inkarnation dieser Disziplin zu werden, die vor allem in Italien und Spanien durch ihn zu einer prominenten Sportart wurde, die inzwischen genauso viele Zuschauer vor die Fernsehgeräte lockt wie der Fußball, der Radsport oder die Formel 1. Mit seinem Charisma zieht Rossi Fans aller Altersstufen von 7 bis 77 in seinen Bann. Er hat bewirkt, dass Tausende junger Menschen mit Begeisterung die Grand-Prix-Rennen verfolgen und eine immer größere Leidenschaft für den Motorradsport entwickeln. Aber auch die Großmüttergeneration hat den kommunikationsfreudigen Burschen mit seinem Enthusiasmus in ihr Herz geschlossen. Er ist die Galionsfigur einer Sportart, die bis dahin mit einnehmenden Protagonisten nicht gerade gesegnet war. Der Italiener muss nach seinen Pressekonferenzen durch geheime Türen entschwinden, sich am Flughafen hinter seiner Sonnenbrille verstecken, damit ihn niemand erkennt, den Lieferanteneingang nehmen, wenn er sich mit Freunden im Restaurant trifft. Er ist prominent und populär wie ein Rockstar und bekannter als jeder Motorradrennfahrer vor ihm. In seiner 20-jährigen Karriere hat Valentino Rossi das Gesicht des Motorrennsports verändert – mit seinem Riesentalent, seiner Fantasie und vor allem seiner tief verwurzelten Leidenschaft. Mit diesen Eigenschaften behauptet er sich auf höchstem Niveau gegenüber heutzutage deutlich jüngeren Kontrahenten und wurde zu einer Ikone mit einer konkurrenzlosen Erfolgsbilanz – zu einem Stern mit einer ganz eigenen Umlaufbahn.

I.

DAS PETER-PAN-SYNDROM

„Rennfahrer zu werden, war immer mein Traum. Der Druck, unter dem man auf der Rennstrecke steht, ist wie eine Droge. Wenn ich heute auf die Piste gehe, fühlt sich das für mich genauso an wie damals, als ich bei meinen ersten Grand-Prix-Rennen an den Start ging. Ich komme mir so vor wie die jungen Piloten in meiner Akademie, die rund 20 Jahre jünger sind als ich. Ich bin immer noch genauso begierig, motiviert und siegeshungrig, auch wenn ich zugeben muss, dass das Ende der Saison 2015 schmerzhaft war. Was bei den letzten drei Rennen in Australien, in Malaysia und in Valencia passierte, hat man im Motorradsport noch nicht erlebt. Die drei Wochen nach dem Ende der WM waren eine schwere Zeit. Ich fand es ungerecht, dass man mich um die Möglichkeit gebracht hatte, meinen zehnten Titel zu holen, der ja schon in greifbarer Nähe war. Ich hatte enorm viel investiert. Wenn du gewinnst, kommt die Energie danach schnell wieder zurück. Wenn du verlierst, ist das anders. Aber nach und nach habe ich verarbeitet, was passiert ist. Nach der Rallye in Monza zog ich einen Schlussstrich und richtete den Blick mit der gewohnten Kampfeslust – und mit der gewohnten Leidenschaft – wieder nach vorn.“

Dieser Händedruck ging um die Welt: Am 5. Juni 2016 geht Valentino Rossi, der soeben den Großen Preis von Katalonien gewonnen hat, im Zielbereich der Rennstrecke auf Marc Márquez zu und besiegelt den Waffenstillstand in einem Krieg, den die beiden Männer seit fast acht Monaten gegeneinander führen. Genauer gesagt: seit jenem unseligen Großen Preis von Malaysia. Dort bedrängt der Spanier den Italiener so, dass der ihn beim Versuch, ihn nach außen zu drängen, unglücklich zu Fall bringt. Zwei Tage vor dem Sieg des Italieners in Barcelona ist Luis Salom nach einem Sturz im zweiten freien Training der Moto2-Klasse ums Leben gekommen. „Das alles ging mir in der Nacht vor dem Rennen durch den Kopf“, erzählt Rossi, um zu erklären, warum er mit ausgestreckter Hand auf Márquez zuging. „Dieser Sport ist etwas Großartiges, und wir betreiben ihn mit großer Leidenschaft. Aber er ist auch sehr gefährlich. Da muss man nicht noch eins draufsetzen, sondern sollte normal miteinander umgehen. Das ist das Beste, was man tun kann, um sich seine Konzentration zu bewahren und sich von negativen Gefühlen nicht unterkriegen zu lassen.“ Zwar mag noch niemand so recht daran glauben, dass der Yamaha-Pilot wirklich bereit ist, die Vergangenheit ruhen zu lassen, aber alle hoffen, dass diese versöhnliche Geste die erhitzten Gemüter vieler Rossi-Fans besänftigen und den Buhrufen ein Ende setzen wird, die Márquez und Lorenzo seit Anfang der Saison über sich ergehen lassen müssen, sobald sie auf das Podium steigen. Rossi, der seinen zweiten Saisonsieg einfährt, erklärt sich sogar bereit, den Dialog mit seinem Teamkollegen wieder aufzunehmen. Die Voraussetzung: Der andere muss den ersten Schritt machen. „Zu Jahresbeginn hatte ich nicht vor, mit Lorenzo weiterhin auf Kriegsfuß zu stehen“, versichert Valentino. „Seit meiner Rückkehr zu Yamaha bin ich mehrmals auf ihn zugegangen. Jetzt ist er am Zug.“

Seitdem er 2013 zur Marke mit den drei Stimmgabeln im Logo zurückgekehrt ist, steht es mit den Beziehungen zwischen Rossi und seinen spanischen Kontrahenten nicht zum Besten. Der Ausgang der Saison 2015 hat die Lage nur noch verschärft. Trotz der ausgestreckten Hand in Barcelona ist der Italiener ganz offensichtlich weiterhin überzeugt, dass Márquez alles daran setzt, seinen zehnten Titelgewinn zu verhindern, dass er ihm seine Popularität neidet und beleidigt ist, weil er sich ihm 2015 in Argentinien und in den Niederlanden geschlagen geben musste. Auch Lorenzos nach unten gesenkten Daumen auf dem Podium in Sepang und die Äußerungen seines Teamkollegen hat er nicht verdaut. „Niemand soll mir vorhalten, ich wäre an allem schuld, nur wegen meiner Aussagen am Vortag“, entgegnet er jenen, die meinen, er hätte es bei der Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Malaysia nicht darauf anlegen dürfen, Márquez aus der Fassung zu bringen. „Es war vollkommen klar, dass er schon in Australien sein Rennen gegen mich gefahren hat. Man braucht doch nur die Zeiten zu analysieren.“ Wie auch immer – in Malaysia wird der Italiener dazu verdonnert, beim letzten Rennen der Saison 2015 in Valencia aus der hintersten Reihe zu starten. Aus dieser Ausgangsposition kann er nicht verhindern, dass Lorenzo ihn hinter sich lässt und den Titel holt, der ihm schon so gut wie sicher schien, nachdem er in der Weltmeisterschaft vom ersten Tag an in Führung lag.

„Die Saison 2015 hätte seine Saison werden können“, sagt Jeremy Burgess. Der australische Techniker wurde 2013 von Rossi entlassen, nachdem er ihn seit seinem Debüt in der Königsklasse betreut hatte. Aber er hat es dem Champion nicht übel genommen, dass der, als es für ihn darum ging, sich die zwei oder drei Zehntel zu erarbeiten, die ihm fehlten, um mit seinen jungen spanischen Widersachern gleichzuziehen, Silvano Galbusera den Vorzug gab. „Er wechselte mich aus, um sich selbst unter Druck zu setzen. Damit er gar nicht anders konnte, als noch besser zu werden“, meint Burgess. „Wenn ein Tennisspieler gegen Ende seiner Karriere den Trainer wechselt, will er damit nicht seine Technik verbessern, sondern sich selbst zum Erfolg verdammen, weil er beweisen muss, dass der Wechsel richtig war. Auf diesem Leistungsniveau sind die Champions so in sich gefestigt, dass sie den Fehler mit Sicherheit nicht bei sich suchen. Was unter Umständen hilft, ist ein verändertes Umfeld.“ Das Ergebnis gibt dem italienischen Piloten Recht. Mit 14 Podiumsplätzen – darunter vier Siege – legt Valentino Rossi 2015 seine beste Saison seit dem Wechsel zu Ducati fünf Jahre davor hin. Nachdem er dennoch unter den bekannten Umständen von seinem Teamkollegen geschlagen wurde, ist dem neunfachen Weltmeister allerdings klar, dass er noch eine Schippe drauflegen muss, wenn er der Garde der jungen Spanier ernsthaft gefährlich werden will. Mit klarem Blick erkennt er, dass er seine Leistung auf der Rennbahn verbessern muss. Zwar verfehlt er den Titel nur um fünf Punkte, aber Lorenzo hat drei Grand-Prix-Rennen mehr gewonnen als er. Auch bei den Qualifyings muss Valentino besser werden. Zu oft muss er aus der zweiten Reihe starten, aber riskante Aufholjagden kann er sich nicht mehr erlauben – schon gar nicht gegen Widersacher, die so auf Zack sind wie Lorenzo und Márquez. Der MotoGP hat sich in den vergangenen Jahren massiv gewandelt. Die stärksten Fahrer sind mittlerweile in der Lage, über 30 Runden das Tempo zu halten. Der Italiener ist überzeugt: Er muss seine Zeiten im Qualifying verbessern und an seinem Startverhalten arbeiten, damit er genauso schnell vom Start wegkommt wie seine Gegner. Er hofft darauf, dass die Einführung der Einheitssoftware für die elektronische Motorsteuerung und der Umstieg von Bridgestone auf Michelin ihm helfen werden, seinen Rückstand zu verkürzen. Während der Winterpause 2015/16 beschließt er außerdem, sich von Luca Cadalora helfen zu lassen. Die Idee zu dieser Zusammenarbeit kam den beiden Italienern bei einer Begegnung am Rundkurs von Misano. Rossi und der frühere Weltmeister waren sich schnell handelseinig. „Was mich begeistert und überzeugt hat, waren sein technisches Wissen und sein Scharfblick“, erzählt Valentino. „Seit ich Rennen fahre, habe ich noch nie mit jemandem gearbeitet, der mich vom Streckenrand aus beobachtet und mir Ratschläge gibt. Ich sagte mir, dass Luca dafür genau der Richtige sein könnte. Wir haben vereinbart, dass er zu den Wintertests kommt und wir es mal ausprobieren. Da es gut lief, haben wir beschlossen, dass er an meiner Seite bleiben wird.“ Yamaha engagiert Luca Cadalora, der damit für Rossi eine ähnliche Rolle übernimmt wie Wilco Zeelenberg für Jorge Lorenzo. Luca Cadalora entdeckt in Rossi jemanden, der sehr an Rückmeldungen interessiert und fest entschlossen ist, Lösungen für seine Probleme zu finden. „Valentino überrascht mich jeden Tag aufs Neue“, sagt Luca. „Und zwar zunächst mal als Rennfahrer. Er ist klar besser als ich damals. Er ist als Pilot ein Alleskönner und hat keine Schwachstellen. Er kann sehr schnell fahren, auch wenn das Motorrad nicht optimal eingestellt ist. Das konnte ich nie. Außerdem finde ich es beeindruckend, wie präzise er das Verhalten seines Motorrads bis in die kleinsten Feinheiten hinein beschreiben kann. Bei alldem ist er sehr bescheiden. Trotz seiner neun WM-Titel ackert er sich die Seele aus dem Leib und gibt immer 100 Prozent. Valentino ist der Frankenstein der MotoGP – er hat die Entschlossenheit eines Eddie Lawson, die Fantasie eines Kevin Schwantz, das Improvisationstalent eines Wayne Rainey und den Kampfgeist eines Mick Doohan. Gleichzeitig hat er ein sehr gutes Gespür und geht mit allen, die um ihn herum arbeiten, ausgesprochen respektvoll um. Wenn ich ihn beobachte, verstehe ich, was mir in meiner eigenen Karriere gefehlt hat.“

Nachdem er mit großem Fleiß und Eifer die Wintertests absolviert hat, geht Valentino mit einem vierten Rang in Katar in der WM wieder in die Offensive. Vor allem verlängert er zur allgemeinen Überraschung seinen Vertrag mit Yamaha um zwei weitere Saisons. Warum jetzt schon? „Weil ich Lust hatte weiterzumachen, und weil wir uns einig waren“, sagt Valentino Rossi. „Warum hätten wir warten sollen, wenn der Vertrag fertig auf dem Tisch liegt und Valentino ihn gerne unterschreibt?“, fügt Yamaha-Chef Lin Jarvis hinzu. Natürlich ist der Vorgang auch ein Indiz für die durchtriebene Genialität des Italieners. Indem er schon vor dem ersten Grand Prix die Verlängerung seines Vertrags mit Yamaha bekannt gibt, schickt Valentino seinen Teamkollegen in die Seile. Schließlich hat Lorenzo in dem Glauben, Rossi werde sich zum Jahresende zur Ruhe setzen, seit Anfang 2016 lauthals verkündet, er wolle bis zum Karriereende bei Yamaha bleiben. Indem Rossi ihm zuvorkommt, zwingt er Lorenzo geradezu, sich zur nächsten Saison Ducati in die Arme zu werfen. Mit Maverick Viñales, der Lorenzo ersetzen soll, wird Valentino es zwar auch nicht leicht haben, aber er weiß, dass er mit diesem geschickten Schachzug einen seiner größten Rivalen für 2017 geschwächt hat. Im Übrigen ist es eine Genugtuung für den Italiener, der Yamaha Ende 2010 den Rücken gekehrt hatte, weil Lin Jarvis ihm nicht mehr die Privilegien einer Nummer Eins zusichern wollte. „Die Geschichte geht manchmal kuriose Umwege“, kommentiert Jarvis. „Ehrlich gesagt: Niemand hätte gedacht, dass Valentino sich noch einmal auf dieses Niveau hocharbeitet. Er hat unsere Erwartungen übertroffen. Er ist jemand, der immer an sich glaubt. Das ist eine seiner großen Stärken. Für Jorge wurde es schwierig, mit ihm auszukommen. Valentino hat ein einnehmendes Wesen, und als dreifacher Weltmeister kommt man nicht unbedingt damit zurecht, dass sich das Publikum und die Medien immer nur auf den Kollegen aus dem gleichen Rennstall stürzen.“

Nach dem vierten Rang in Losail erkämpft sich Rossi beim zweiten WM-Rennen in Argentinien einen Podiumsplatz. In Texas unterläuft ihm ein Fahrfehler, weil ihm sein Vorderreifen einen Streich spielt. Nachdem er den ersten WM-Event auf europäischem Boden in Jerez gewinnt, muss er in Mugello erneut einen Rückschlag hinnehmen. Er startet mit den besten Voraussetzungen, scheidet aber frühzeitig mit einem Motorschaden aus. Nach seinem Sieg in Katalonien passiert dem Italiener in den Niederlanden erneut ein Missgeschick: Er stürzt bei Regen, als er sich an der Spitze abzusetzen versucht. Als er in Deutschland wegen des schlechten Timings beim Motorradwechsel nur Achter wird, verringern sich seine Titelchancen – zumal sich Márquez entschlossen zeigt, sich in dieser Saison nicht die gleichen Schnitzer zu leisten wie in der Vergangenheit. Der Honda-Pilot schafft es oft unter die ersten Drei und verwaltet seinen Vorsprung äußerst geschickt. Dem Enthusiasmus des großen Jungen, der Valentino Rossi auch mit 37 Jahren noch ist, tut das keinen Abbruch: „Die Hauptsache ist, dass ich nach wie vor Spaß habe und besser mithalte als im letzten Jahr“, versichert der Yamaha-Pilot. Ob er es schafft, dieses Niveau bis zum Ende der Saison 2018 zu halten? „Wenn er nicht das Gefühl hätte, dass er dazu fähig ist, hätte er sich nicht für zwei weitere Jahre verpflichtet“, meint Jarvis. „Valentino ist der Peter Pan des MotoGP. Nach all den Jahren hat er immer noch die gleiche Energie und denselben Siegeshunger. Und er hat immer neue Ideen, wie er sich seine Jugendlichkeit bewahren kann – mit seiner Akademie, mit seinem Moto3-Team und demnächst auch mit einem eigenen Team in der Moto2.“ Auch Davide Brivio – der Mann, der sich Ende der Saison 2003 dafür stark machte, dass Valentino Rossi von Honda zu Yamaha wechselte – ist überzeugt, dass das italienische Phänomen noch Ressourcen hat. „Er verblüfft mich immer wieder“, sagt der heutige Manager des MotoGP-Teams von Suzuki. „Er kann ein unglaubliches Arbeitspensum bewältigen. Er bringt es fertig, nach einem Training zwei Stunden lang in seiner Garage die gesammelten Daten Punkt für Punkt auszuwerten und mit den Ingenieuren zu besprechen. Man hat immer den Eindruck, er will seinen ersten Grand Prix gewinnen.“ Bei so viel Vitalität bleibt denen, die in seinem Umfeld arbeiten, nichts anderes übrig, als sich an dieses Tempo anzupassen. „Er liebt das, was er tut. So einfach ist das“, resümiert der fünffache 500er-Weltmeister Mick Doohan. „An seiner Energie und seinem Enthusiasmus sollten sich junge Piloten ein Vorbild nehmen. Wenn er eines Tages aufhört, wird sein Abschied so rühmlich sein wie seine Karriere. Auf jeden Fall wird er so lange dabei bleiben, wie es ihm Spaß macht. Valentino ist im Paddock geboren und groß geworden. Das hier ist sein Leben.“

II.

KINDHEIT IN TAVULLIA

„Manche Lehrer geben ja mit Vorliebe Bemerkungen von sich, die die Schwächeren und weniger Selbstsicheren in Angst und Schrecken versetzen. Mit Selbstsicherheit hatte ich, ehrlich gesagt, nie ein Problem. Damit war aber auch klar: Die Schule und ich, wir passten einfach nicht zueinander. Ich hatte wenig Interesse am Unterricht. Meine Lehrer haben das schnell mitgekriegt. Sie warfen mir die finstersten Prophezeiungen an den Kopf – die sich zum Glück nicht bewahrheitet haben. Der schlimmste Schwarzmaler war mein Kunstgeschichtslehrer. Dieses Fach war mir, neben Mathe, am meisten verhasst. Glaubst du wirklich, dass du von deinen dämlichen Motorradgeschichten leben können wirst? fragte er mich immer wieder. Wenn ich daran zurückdenke, muss ich grinsen.“

Der Vater war in gewisser Weise der Vorläufer des Sohnes. Graziano Rossis Karriere war bei Weitem nicht so ruhmreich wie die seines Sprösslings, aber auch er hatte Ende der 1970er-Jahre eine kurze Berühmtheitsphase. Und er hätte sicher weitere Erfolge errungen, hätte ihn nicht eine Reihe von Unfällen und Verletzungen gezwungen, den Motorradrennsport an den Nagel zu hängen und auf den Autorennsport umzusatteln. Den Fahrinstinkt und die Liebe zur Geschwindigkeit verdankt Valentino auf jeden Fall seinem Vater. Auch eine gewisse Exzentrik und die starke Persönlichkeit hat er von ihm geerbt. Graziano war früher Lehrer, hat viel für Literatur und insbesondere für Alberto Moravia übrig und kultiviert seit jeher einen eigenwilligen Look: die Haare im Nacken zusammengebunden, Hemd und Hosenträger. In jungen Jahren sorgte er zusammen mit seinen Freunden für Aufsehen, als er eine Henne an der Leine durch die Straßen von Pesaro spazieren führte. Noch heute macht er nichts so, wie es alle anderen machen. Wenn er zum Beispiel seinen Sohn bei einem Grand-Prix-Rennen besucht, bucht er kein Hotelzimmer, sondern schläft lieber auf einer Matratze im Kofferraum seines BMW-Kombi – und nicht nur wegen seiner notorischen Knauserigkeit. „Ich bin froh, dass ich diese Alternative habe und nicht so wohnen muss wie die Leute, die bei den Grand-Prix-Events arbeiten“, erläutert er. „Ich habe keine Lust, ein Wohnmobil zu fahren, aber im Hotel will ich auch nicht schlafen. Valentino hat meistens am Abend Zeit. In seinem Wohnmobil möchte ich, obwohl dort Platz genug wäre, aber erst recht nicht übernachten, weil er nie vor ein Uhr ins Bett geht.“ Das alles spricht eindeutig für den Kofferraum des BMW.

Graziano Rossi wird am 14. März 1954 als Sohn eines Möbeltischlers in Pesaro geboren. Seine Mutter ist Hausfrau. Die Motorradleidenschaft packt ihn wie viele junge Leute seiner Generation, die in der Gegend aufwachsen, in den Jugendjahren. Pesaro, wo Benelli seine Motorräder herstellt, hat viele Motorradrennfahrer hervorgebracht. „Pesaro war die Hauptstadt des Motorradsports“, resümiert Graziano. „Überall sonst in Italien träumten die Jungs von einer Fußballerkarriere. Wir dagegen wollten alle Rennfahrer werden.“ Graziano stillt seinen Wettkampfhunger mit Rennduellen, die er sich auf dem Weg zur Schule mit seinen Freunden liefert – „Bergab war ich der Schnellste“, beteuert er – und trifft sich ansonsten mit Stefania Palma, die einmal Valentino zur Welt bringen wird. Stefania, Jahrgang 1957, ist die Tochter einer Krankenschwester und eines Lastwagenfahrers, der genauso motorradbesessen ist wie sein späterer Schwiegersohn. Graziano und Stefania kennen sich von Kindesbeinen an. „Wir waren praktisch Nachbarn“, erinnert sich Stefania. Eine Freundschaft aus Kindertagen verbindet Graziano auch mit einem gewissen Valentino, ebenfalls Motorradnarr. Dank seiner bastlerischen Fähigkeiten ist er in der Lage, aus den unmöglichsten Teilen absolut abenteuerliche fahrbare Untersätze zu bauen. Mit vereinten Kräften schrauben Graziano und Valentino ihre erste Motocross-Maschine zusammen. Mit diesem Gefährt bestreitet Graziano seine ersten Rennen. Seinen Eltern ist bei dem Gedanken, dass ihr Sohn im Rennfahrertempo unterwegs ist, gar nicht wohl. Sobald sie alt genug sind, jobben die beiden Freunde in Kneipen und Bars des Küstenstädtchens, um ihre Leidenschaft zu finanzieren. Dann schlägt eines Tages das Unheil zu: Valentino ertrinkt in der Adria. Graziano ist am Boden zerstört. Er beschließt, zu Ehren des verstorbenen Freundes das gemeinsam begonnene Abenteuer fortzusetzen. Einige Jahre später wird er seinen Sohn nach ihm benennen. „Alle denken, Valentino heißt Valentino, weil er zwei Tage nach dem Valentinstag geboren wurde“, sagt Graziano. „In Wahrheit hieße er auch dann Valentino, wenn er im Dezember zur Welt gekommen wäre.“ Kurioserweise legt Rossi ausgerechnet 1979, im Geburtsjahr seines Sohnes, seine beste Grand-Prix-Saison hin. Nachdem er bereits seit fünf Jahren Rennen fährt, erringt Graziano in der 250-cm3-Klasse auf dem Rundkurs im jugoslawischen Rijeka seinen ersten Weltmeisterschaftssieg. Vier Monate zuvor hat Valentino in Urbino, einer Kleinstadt im Landesinneren einen Steinwurf von Tavullia entfernt, das Licht der Welt erblickt. Im selben Jahr gewinnt Graziano mit einer 250er Morbidelli mit der Nummer 46 zwei weitere Rennen – eines in den Niederlanden und eines in Schweden. Nach zwei weiteren Podiumsplätzen in der Tschechoslowakei und in Spanien belegt der temperamentvolle Italiener schließlich Rang 3 in der Weltmeisterschaft hinter den beiden Kawasaki-Werksfahrern Kork Ballington aus Südafrika und dem Australier Gregg Hansford.

1980 zieht Familie Rossi von Pesaro nach Tavullia in ein Landhaus am Ortsrand an der Straße nach Montecchio. In dem markanten Gebäude mit dem riesigen Hochspannungsmast im Garten lebt Graziano noch heute mit seiner zweiten Frau Lorena, der Mutter von Tochter Clara. Stefania arbeitet als Vermesserin in der Gemeindeverwaltung. Graziano treibt seine Karriere voran. Zwei Jahre zuvor haben sich die beiden das Jawort gegeben. „Er war damals rekonvaleszent“, erzählt Stefania, „und erholte sich von einem Sturz, bei dem er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Vielleicht war das der Grund, warum er heiraten wollte. Wir waren zu jung. Diese Ehe konnte nicht von Dauer sein.“ Zehn Jahre später lassen sich Graziano und Stefania scheiden. Auch sie heiratet ein zweites Mal und bringt ein weiteres Kind zur Welt: Luca Marini, Valentinos Halbbruder. Auch ihn packt das Motorradfieber. Luca ist Mitglied der VR46 Academy und Grand-Prix-Fahrer in der Moto2. Ende der 1970er-Jahre hat sich Graziano Rossi einen Namen gemacht und steigt nach drei Siegen in der 250-cm3-Klasse in die 500-cm3-Klasse auf. Fortan gehört er zum Team Suzuki von Roberto Gallina. Unglückseligerweise macht ein Autounfall im Januar 1980 den Schwung, den seine Karriere gerade aufnimmt, zunichte. Statt seiner brilliert Marco Lucchinelli auf der RGV 500, dem Motorrad des italienischen Teams. 1982 wechselt der Rennfahrer aus Tavullia ins Team von Giacomo Agostini. Er ist immer noch schnell, steht aber im Ruf, ein Hitzkopf zu sein. Die anderen Fahrer wissen das und kommen dem Italiener nicht zu nahe, weil der es fertigbringt, jeden Moment ohne Fremdeinwirkung zu Boden zu gehen. „Wir waren immer auf der Hut, wenn er vor uns fuhr“, berichtet Kenny Roberts, einer seiner Kontrahenten bei den 500er-Grand-Prix-Rennen. „Wenn man ihn überholen wollte, war man gut beraten, weit auszuholen und ihm genug Platz zu lassen.“ An diese Zeiten hat Valentino natürlich keine Erinnerung, aber die Loblieder auf den ungestümen Fahrstil seines Vaters hat er im Ohr: „Ihm war wohl zuzutrauen, bei einem Rennen mit mehreren Sekunden Vorsprung in Führung zu liegen und ein paar Kilometer vor dem Ziel ganz ohne fremdes Zutun eine Bauchlandung hinzulegen.“ Nach einem Sturz bei 230 km/h in Imola fällt Graziano ins Koma. Der Arzt Claudio Costa rettet ihm das Leben.

Nachdem er sich von diesem schlimmen Unfall erholt hat, beschließt Graziano, seine Haare wachsen zu lassen – erst als sein Sohn den Weltmeistertitel in der 500-cm3-Klasse holt, wird er seinen legendären Zopf abschneiden – und seine Rennfahrerkarriere zu beenden. Stefania, die seit Langem keine ruhige Minute mehr hat, ist sehr erleichtert. Ganz vom Motorradmilieu lassen will Rossi Senior allerdings nicht: Immer wieder besucht er seine Rennfahrerfreunde an der Strecke oder lädt sie zu ausgiebigen Familienabenden zu sich nach Hause ein. „Ich habe nie so einen Bekanntheitsgrad erreicht wie Valentino. Ich brauchte mich nicht zu verstecken und hatte keinen Fanclub“, erläutert Graziano, der bis heute seinen Hippie-Look pflegt und kaum Falten hat. „Ich hatte genau fünf Freunde.“ Grazianos Popularität gehört zwar recht bald der Vergangenheit an, aber der kleine Valentino genießt sie in vollen Zügen. Marco Lucchinelli, Franco Uncini, Virginio Ferrari, Loris Reggiani, Maurizio Vitali, Enzo Gianola und Luca Cadalora gehören für ihn zu den vertrauten Menschen seiner frühen Kindheit. Sein Vater fährt zwar keine Rennen mehr, macht sich aber weiterhin in seiner Werkstatt zu schaffen.

So kommt es, dass Valentino schon als Dreijähriger auf seinem ersten motorisierten Zweirad sitzt. Der Vater bemerkt dazu: „Man brauchte ihm nicht viel zu sagen. Er war sehr aufmerksam und hatte eine schnelle Auffassungsgabe. Den Rennfahrerinstinkt hatte er da bereits.“ Stefania ist zunächst alles andere als begeistert von der Idee, dass ihr kleiner Junge zum Motorradfahrer wird, merkt aber bald, dass Valentino eben nicht Graziano ist. „Ich hatte Angst“, erinnert sie sich, „aber dann sah ich, dass er das alles mit einer großen Selbstverständlichkeit anging. Wenn Graziano Rennen fuhr, machte ich mir mehr Sorgen. Deshalb war ich übrigens nie bei den Rennen dabei.“ Während die Mutter sich wünscht, dass ihr Sohn etwas Ordentliches lernt und kein Geschwindigkeitsfanatiker wird, zeigt der Vater seinem Sohn bei jeder sich bietenden Gelegenheit, wie man auf zwei oder vier Rädern Spaß hat. Diese Welt zieht Valentino schnell in ihren Bann. Er reißt, ohne mit der Wimper zu zucken, das Vorderrad seines Fahrrads in die Höhe und ahmt akrobatische Kunststücke nach, die er sich bei Rennen im Fernsehen abgeschaut hat. „Dabei habe ich dann auch meinen ersten heftigen Sturz gebaut“, erzählt er. „Das war 1984. Ich hatte kurz zuvor gesehen, wie Randy Mamola auf seiner 500er Honda – eigentlich eher neben ihr – eine unglaubliche Rodeo-Einlage ablieferte. Zu Hause wollte ich dann genau das Gleiche mit meinem BMX-Rad machen, und das ging übel aus.“ Irgendwann wird selbst Graziano etwas mulmig angesichts der halsbrecherischen Aktionen seines Sohnes. Er baut ihm ein Gokart, das deutlich mehr Stabilität bietet. Sich mit einem Rasenmähermotor zu begnügen, mit dem die Modelle, die man auf den Gokartbahnen der Umgebung mieten kann, normalerweise ausgerüstet sind, kommt allerdings nicht infrage.

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