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Pourquoi ?

Die verwunschenen Träume




        Der heutige Tag ist endlich mal ein ganz normaler. Ich, Madeleine, 26 Jahre arbeite in einer Bank. Bin gut aus dem Bett gekommen, mein Kaffee getrunken, geduscht, Zähne geputzt, ins Auto gesetzt und zur Arbeit gefahren.

Nach 20 Minuten Fahrt endlich angekommen, dröhnen mir noch die Ohren von meiner lauten Musik. Laufe zum Bürogebäude rüber, es ist ein riesiges Gebäude , mit sehr großen Glasfenstern und es sieht aus wie ein überdimensionaler Glaskasten. Ich betrete den Eingangsbereich, an dem mich Anne kurz begrüßt, sie ist hier die Empfangsdame, eine hübsche , groß gewachsene, gut gekleidete Blondine , mit ihr verstehe ich mich sehr gut. Am Fahrstuhl angekommen, treffe ich auf Nick. Zusammen betreten wir den gläsernen Fahrstuhl, wobei er leicht meine Hand streift. Ein kurzer Schreck durchfährt mich, aber ich versuche mir nichts anmerken zu lassen.

Er schaut mich mit seinen hübschen blauen Augen an " He, Madeleine, wollen wir heute Mittag zusammen essen gehen?" Oh, mir wird ganz komisch, ich mag ihn zwar, aber das wollte ich dann doch nicht. " Leider geht es heute nicht, ich arbeite heute durch, weil ich eher Schluss machen will." Er schaut mich ganz entsetzt an, als könne er nicht glauben, dass er je einen Korb bekommt und fragt , ob wir uns vielleicht am Wochenende mal treffen können. Darauf machte ich ihm klar, dass dies keine gute Idee wäre. Gerade als er die nächste Frage stellen will, hält der Fahrstuhl und ich hatte es plötzlich ganz eilig in mein Büro zu kommen.

Gerade als ich die Tür öffnen will, kam Lora an, sie ist eine Kollegin, manchmal etwas schwätzig und sie nervt ab und zu, aber von ihr erfahre ich immer den neuesten Tratsch. " Hallo Madeleine, weißt du schon, dass Inka was mit David von der Baufinanzierung hat?" "Nein!" entgegne ich ihr. Sie stolpert mit in mein Büro hinein und ich frage mich nur, was sie jetzt noch von mir will." Madeleine", sagt sie angestrengt:" David, will was von dir!" " Was!", schreie ich entsetzt, ich denke er hat was mit Inka, was will er da noch mit mir? Lora nuschelt leise:" Er hatte mich mal gefragt, ob du vergeben bist." "Das muss doch noch lange nichts heißen!", stelle ich klar.

Mit einem bösen Blick, mache ich ihr bewusst, dass sie jetzt lieber gehen soll. Sauer verlässt sie mein Büro. Plötzlich klingelt das Telefon, David ist dran:" He Madeleine, ich habe gehört, du bist umgezogen, kann ich dir noch was helfen? Warum hast du nichts gesagt, du weißt, ich bin immer für dich da!" " Ja, ich wohne jetzt näher an meiner Arbeitsstelle, die Wohnung ist zwar etwas kleiner, aber viel schöner, als meine vorherige. Noch dazu habe ich gleich einen Einkaufsmarkt in der Nähe. Danke für dein Angebot, mir zu helfen, aber ich bin soweit mit allem fertig.

Habe gestern die letzten Kisten ausgepackt." " Naja, gut", meint er "aber wenn du Hilfe brauchst, weißt du wo du mich findest." Er legt auf. Dieses Gespräch geht mir nochmal durch den Kopf, was will er von mir und was machte er dann mit Inka? Spielend mit meinem Kugelschreiber, kritzle ich auf einem Block herum, auch das was Lora gesagt hat, bringt meine Gedanken durcheinander, sollte sie etwa Recht haben? Ich verleugne meine weiteren Gedanken an David und wende mich endlich meiner Arbeit zu.

Ich bearbeite sämtliche Kalkulationen und arbeite die Mittagspause durch. Hänge mich sehr in meine Arbeit rein, sodass ich die Zeit vergesse, auch diese dummen Gespräche von vorhin sind aus meinem Kopf entflogen. Alles was ich schaffen wollte, habe ich geschafft, ich strecke mich genüsslich und bin stolz auf meine Arbeit. Ich stehe auf und räume meinen Schreibtisch auf, streife meine Rock nach unten und verlasse das Büro. Mein Plan ist, schnell hier raus zu kommen. Ich beeile mich, renne zum Fahrstuhl, dabei bin ich mit meinen hohen Schuhen etwas umgeknickt, aber ich kann noch ohne zu humpeln den Fahrstuhl betreten. Keine Menschenseele ist hier, während ich mich bekreuzige und nach unten fahre. Da angekommen, winke ich Anne zu, sie winkt zurück und ich laufe zu meinem Auto.

Steige ein und drehe den Zündschlüssel und starte, es knallt laute Musik von meiner CD in meine Ohren und ich zucke zusammen.

Schnell mache ich die Musik leiser und fahre los. Halte am Supermarkt in der Nähe meiner Wohnung an und kaufe noch etwas zum Essen und Waschmittel ein. Als ich in den nächsten Gang gehen will, sehe ich Nick, der hübsche Kollege mit den blauen Augen und denke mir so, weshalb der wohl gerade hier einkauft. Hoffentlich wohnt er nicht auch hier in der Nähe. Ich vermeide es ihm über den Weg zu laufen und ändere meine Richtung. Aus der Ferne beobachte ich, wie er zur Kasse geht. Als er den Markt verlässt, setze ich meinen Einkauf fort. Für meine Nerven nehme ich mir noch Schokolade mit, gleich drei Tafeln meiner Lieblingssorte. Schreite zur Kasse und merke, wie mein linker Fuß schmerzt. Bezahle und humpele zum Auto. Zuhause angekommen, nehme ich meine Handtasche und meine Einkaufstüte und will zum Haus laufen. Die Schmerzen im Fuß sind so stark, dass ich meine hohen Schuhe ausziehe und diese mit in die Einkaufstüte lege.

Tripple barfuß zum Haus. Es ist schon etwas älter, es ist weiß und hat grüne Fensterrahmen, es wohnen vier Mietparteien darin, ich wohne oben rechts. Das Treppenhaus ist hell und freundlich und im Fenster stehen Pflanzen, das Geländer ist aus hellem Holz, sowie auch die Eingangstür.

Es macht mich sehr glücklich, dass ich diese schöne Wohnung gefunden habe, auch vom Mietpreis her ist alles OK. Als ich mich endlich die Treppe hochgeschleppt habe, schließe ich meine hölzerne Tür auf und trete ein. Meine Einkäufe verräumt, widme ich mich jetzt meinem linken Fuß. Ich ziehe meine schwarze Strumpfhose aus und betrachte meine Schwellung am Fuß. "Scheiße", rufe ich wütend, wie soll ich morgen ins Büro kommen. Mit kalten Wasser und Umschlägen kühle ich meine Verletzung und lege den Fuß hoch. Gerade als ich ein bisschen eingenickt bin, klingelt das Telefon. Mit meinem nassen Fuß schleppe ich mich hin. Meine Mutter ist dran:" Guten Abend Madeleine, wie geht es Dir?" Ich antworte ihr:" Meine schöne, neue Wohnung ist herrlich, aber leider bin ich heute im Bürogebäude umgeknickt und mein Fuß schmerzt schrecklich, noch dazu ist er so dick angeschwollen, dass mir morgen kein Schuh passen wird.

Bin gerade dabei den Fuß zu kühlen." Schleife mich zur Couch zurück und lege die nassen, kalten Umschläge wieder über den dicke Monsterfuß und telefoniere weiter. Meine Mutter ruft hysterisch in den Hörer:" Aber Kind, was machst du denn, kann ich dir was helfen? Soll ich zu dir rüber fahren, ich kann in einer halben Stunde da sein!" "Nein, nein, mach keine Panik, ich lege den Fuß hoch und kühle, wechsle ständig die Umschläge, habe ja auch noch Eiswürfel im Kühlfach, die werde ich mir in eine Tüte packen und auch noch zum Kühlen verwenden. Also, ich habe soweit alles im Griff!" "Gut!, dann will ich dir mal glauben, ich melde mich morgen nochmal."

Endlich ist das unbequeme Telefonat beendet. Plötzlich raschelt was an meiner Balkontür, abermals schleppe ich mich hoch, diesmal um nachzuschauen, was da am Balkon los ist. Kann aber nichts entdecken und beschließe, mir aus dem Kühlfach die Eiswürfel zum Kühlen fertig zu machen. Am Kühlschrank in der Küche angelangt, höre ich schon wieder so ein Klopfen, diesmal lauter als vorhin. Ich fahre vor Schreck zusammen und lasse fast die Eiswürfel fallen.

Meine Schmerzen habe ich glatt vergessen und renne abermals zur Balkontür, aber nichts zu sehen, außer, dass draußen der Wind stärker ist und sich ein leichter Sturm anbahnt. Ein dunkler Himmel zieht heran. Ich schlottere vor Angst zur Küche, um meine Eiswürfel zu holen, mit einem offenen Ohr, ob es nicht wieder so ein Klopfen geben wird. Diesmal konnte ich meine Eiswürfel fertig verpacken und nehme eine meiner Schokoladen mit ins Wohnzimmer und lege mich auf meine knallrote Eckcouch und kühle weiter, mein Leiden. Esse meine Milkaschokolade mit den Kuhflecken. Genüsslich lehne ich mich zurück und genieße. Plötzlich gibt es einen lauten Knall, gegen meine Balkontür, ich falle vor Schreck von der Couch und meine Eiswürfeltüte fliegen durchs Wohnzimmer. Meine Tür, ist noch heil, bin ich froh, zittere am ganzen Leib, frage mich, was ist hier los. Was soll ich bloß tun, ich kenne niemanden hier, außer meiner Mutter und Kollegen. Daraufhin beschließe ich, einfach alles auf mich zu kommen zulassen, wenn ich denn sterben soll, bitteschön. Auf Abendessen habe ich keinen Appetit mehr, deshalb überlege ich mir duschen zu gehen.

Unter der Dusche genieße ich die warmen Wasserstrahlen, mit meinem duftenden Duschbad von Douglas, rundet sich das Duschvergnügen ab, ich seife mir meinen schlanken Körper ab und wasche meine Haare und versinke in der Genugtuung, dass mir meine Wohnung so gut gefällt, verbleibe zwanzig Minuten darunter. Mein weiches, weißes Handtuch trocknet mich und umschließt meinen Körper. Ich habe keine Angst mehr, egal was mich erwartet, wenn ich aus der Badezimmertür trete. Mit frisch geputzten Zähnen wackle ich ins Schlafzimmer, keiner da, also was soll's und lege mich ins Bett. Bin gleich eingeschlafen. Mitten in der Nacht wache ich auf und gehe mutig ins Wohnzimmer und schaue an die Balkontür, alles war friedlich, mein Fuß schmerzt und ich lege mich wieder ins warme, wohlige Bett. Meine Bettwäsche ist blau mit Rosen. Wieder schlafe ich schnell ein. Etwas unruhig, aber zufrieden.

   Ich sitze auf einem Kettenkarussell, es ist ein warmer Sommertag, es dreht sich und ich fühle mich wie ein Kind, beobachte die Menschen hier in diesem Freizeitpark. Es dreht sich immer weiter und hört nicht auf und ich fühle mich als hätte ich Flügel. Wie ich so die Menschen beobachte, merke ich hinter einem Baum einen Schatten, es ist eine Person, man kann sie nicht erkennen, nur den langgezogenen Schatten. Bei jeder Umdrehung hoffe ich, diese unbekannte Gestalt zu erkennen, aber da bewegt sich nichts. Auf einmal ist dieser Schatten weg.

Das Karussell kommt zum Stehen und ich steige ab, laufe zu jenem Baum, aber da ist keiner, nur eine blaue Krawatte liegt da am Boden, so blau, wie die Farbe meiner Bettwäsche. " Soll ich diese Krawatte jetzt aufheben, oder nicht?", fragte ich mich im Traum. Noch bevor ich fertig überlegt habe, wache ich auf.

   " Doch nur ein Traum", sagte ich zu mir. " Schade!", es war beruhigend und doch so geheimnisvoll, dachte ich . Ging ins Bad, duschen, Zähne putzen und zog mir ein Kleid an, ein blaues wohlgemerkt, aber ein anderes Blau als meine Bettwäsche, drunter trage ich schwarze Spitzenunterwäsche, hautfarbene Strumpfhosen.

Gerade als ich meine Schuhe anziehen will bemerke ich, dass mein Fuß nicht mehr geschwollen ist, er tut auch nicht mehr weh, alles ist so, als wäre ich nie umgeknickt. Verwundert schaue ich zur Balkontür, sie steht weit offen. Mir verschlägt es fast den Atem und mir wird ganz schlecht, frage mich wie kann das sein. Die Tür war fest zu, nicht mal angekippt und jetzt ist sie offen, beide Teile der Tür. Was auch immer da los ist, keine Ahnung, ich schließe die Tür und gehe durch das Wohnzimmer in die Küche, dabei fällt mir auf, dass auf der Stuhllehne diese Krawatte liegt, genau die aus dem Traum. Wieder geht es mir durch den Magen, musste mich erstmal setzten, dabei nehme ich diese samtweiche, blaue Krawatte in die Hand, sie fühlt sich so gut an, mehrmals streiche ich darüber, lege sie wieder über den Stuhl im Wohnzimmer.

Mit einem komischen Gefühl, aber nicht unglücklich, schlendere ich zur Küche und nehme mir ein Glas Orangensaft und trinke es auf einen Zug aus, esse noch eine Banane, ziehe meine schwarze Jacke an und fahre ins Büro.

   Auf dem Parkplatz vor dem Büro, begegne ich Nick. Er sieht wieder toll aus, Anzugjacke, schwarze Jeans, gestreiftes Hemd, die dazupassende Krawatte. Wir begrüßen uns flüchtig und gehen gemeinsam ins Bürogebäude zum Fahrstuhl. Anne ruft mir noch zu:" Du hast einen wichtigen Kunden, beeile dich!"

Ich entgegne ihr:" Ja, ja!" Mit Nick gemeinsam im gläsernen Fahrstuhl, ein heißes Gefühl. Er lächelt mich an und nimmt meine Hand, gibt mir einen herzhaften Handkuss und zwinkert mir zu. Verwundert stehe ich da, den Mund offen, als ich was sagen will, hält der Fahrstuhl und diesmal hat es Nick sehr eilig. Er dreht sich nochmal um und lächelt mir zu. Noch immer verwundert stolziere ich zu meinem Büro.

Draußen im Gang sitzt der Kunde, welcher auf dem gemütlichen Sofa Platz genommen hat. Ich bitte ihn herein und unser Gespräch verläuft für beide Seiten wie gewünscht und ich habe einen guten Abschluss in der Tasche. Zufrieden mit mir und der Welt, lehne ich mich auf meinem Stuhl zurück, betrachte meine Fingernägel. Da kommt mir wieder dieser Traum in Erinnerung und die Krawatte, ich lasse die Gedanken daran gleich wieder fallen und nehme mir einen Ordner zur Hand. Bearbeite noch einiges und gehe dann in die Mittagspause. Unten treffe ich auf Anne, wir gehen gemeinsam in die Stadt und machen uns auf den Weg in ein kleines Restaurant hier in München.

Wir essen eine Kleinigkeit und bummeln dann zurück zur Arbeit. Am Nachmittag gibt es nichts besonderes, außer, dass mir David über den Weg läuft und mich anbettelt, mit ihm essen zu gehen. Heute sage ich ihm zu. Nach der Arbeit, fahre ich mit meinen kleinen roten Stadtflitzer Heim. In meiner Wohnung angekommen, durchsuche ich alle Räume, es sind Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad und Gästetoilette, Balkon. Nichts Auffälliges:" Doch, die Krawatte ist weg!" In der Küche esse ich einen Apfel, ganz hektisch und mit einem komischen Gefühl im Magen und frage mich, wo ist sie hin, wer war hier?

In der Dusche erhole ich mich von dem Schrecken und fühle die herrlichen warmen Wasserstrahlen auf meiner Haut. Für das Treffen heute Abend mit David, ziehe ich mir ein eng anliegendes , schwarzes Kleid an, Strumpfhosen, hohe Schuhe und einen weißen Blazer. Wir verabreden uns 20 Uhr vor einer Bar. Wir treffen so ziemlich zur gleichen Zeit ein, ich begrüße ihn und er gibt mir einen Kuss auf die Stirn. Angenehm berührt, stelle ich fest:" Wow! " Mit so einer Begrüßung habe ich nicht gerechnet, ich beschließe, ihn nicht wegen Inka zu fragen, was ich eigentlich vor hatte. Wir setzen uns direkt an die Theke und bestellen uns zwei Gläser Martini und prosten uns zu. Wir trinken noch mehr und gehen auf die Tanzfläche.

Ein langsames Lied von Usher " without you " verschönert den Tanz. Sehr eng klebe ich an ihm. Er nimmt meinen Kopf zärtlich in seine Hände und zieht mich an sich, unsere Lippen finden zueinander. Noch immer hält er meinen Kopf und wir küssen einander, ganz gefühlvoll, seine Zunge gleitet durch seine Lippen zu mir in meinen Mund, wo ihn meine Zunge erwidert. Gemeinsam spielen wir mit unseren Zungen im Taumel der Musik. Auch unser beider Hüften begegnen sich ebenfalls im langsamen Takt, dabei spüre ich seine Erregung, auch an mir geht das nicht spurlos vorüber. Das Lied ist zu Ende und wir gehen zu unseren Plätzen zurück und trinken aus. Es ist schon drei Uhr morgens, wir haben viel getanzt und ich habe auch zu viel getrunken. Zu Fuß gehen wir nachhause zu mir, sein Auto hat er an dem Supermarkt in der Nähe meiner Wohnung geparkt. Vor meinem Haus angekommen, bleiben wir stehen und küssen uns abermals sehr leidenschaftlich. Meine Lust auf ihn wächst in mir, aber ich will keine Beziehung mit einem Kollegen, daher bremse ich ihn ab. "Stopp!", sage ich und schiebe ihn von mir weg, schließlich bin ich nur mit ihm ausgegangen, weil ich wissen wollte, was er eigentlich will: Inka, oder mich?

Außerdem wollte ich den Abend nicht in meiner Wohnung verbringen. Ich mache ihm klar, bis hierher und nicht weiter. Stinksauer sieht er mich an. " Was ist mit dir, willst du nicht?", spricht er mit trauriger Stimme. " Nein! Heute nicht!",mache ich ihm klar. Er reicht mir die Hand und wir verabschieden uns. Enttäuscht schaut er mir nach und wir winken uns kurz. " Bis morgen im Büro!" rufe ich ihm noch schnell zu. Er:" Ja, bis morgen!" Unsere Wege trennen sich.

In meiner Wohnung angekommen, durchsuche ich jedes Zimmer. "Alles in Ordnung", denke ich mir und gehe duschen. Anschließend mache ich mir in der Küche ein Sandwich mit Salami, Gurke und Käse und lasse mir es schmecken, ich schmatze ein wenig vor mich hin und denke an den Abend zurück. Überlege mir:" Hätte ich mit David, oder war es besser so?" Komme aber zu keiner genauen Erkenntnis, esse schnell auf, putze mir meine Zähne, schaue zur Balkontür. Es ist nichts Ungewöhnliches zu sehen, also gehe ich ins Bett. Schlafe sofort ein. Am nächsten Morgen wache ich auf, weil der Wecker klingelt, viel Schlaf hatte ich nicht, auch kein Traum an den ich mich erinnern kann.

Glücklich stehe ich auf und beginne mein Morgenritual und fahre zur Arbeit, wie immer mit lauter Musik. Am Büroparkplatz angelangt, sehe ich das Auto von David stehen und denke mir so, er ist also schon da, über den Weg laufen möchte ich ihm aber nicht.

Im Gebäude angekommen, begrüße ich winkend Anne. Sie sieht heute wieder sehr gut aus: Elegant und tolle, lange, blonde Haare. Ich fahre mit dem Fahrstuhl hoch und schreite in die Richtung zu meinem Büro. David kommt angerannt, er schnappt mich, presst mich gegen die Wand. Meine Hände hängen seitwärts an mir runter. Er umgreift meine Handgelenke und hält sie fest, so dass ich mich nicht wehren kann. Seinen Mund drückt er fest auf meinen und unsere Zungen wechseln die Zeiten und spielen miteinander. Für einen kurzen Moment verliere ich die Beherrschung und küsse ihn wild. Als sich mein Verstand wieder einschaltet, schaue ich, ob hinter ihm jemand ist. " Gott sei Dank, keine Kunde im Gang!", denke ich so. Er bleibt noch immer an mir kleben und leckt meinen Hals ab, flüstert in mein Ohr: " Ich habe dich vermisst, diese Nacht, ich will dich!" Ich entgegne ihm: " Ich will dich auch, aber nicht hier!"

Er lässt los und gibt mir einen kurzen Kuss auf die Wange. Mit zaghafter Stimme spricht er leise: " Ich kann es kaum noch erwarten, ich will dich so sehr." Er macht sich zurück zu seinem Büro und ich betrete meins. Arbeite wie eine Verrückte, führe mehrere Telefonate. Es klopft an der Tür, mein Chef Herr Polz tritt ein. Er ist ein toller Mensch, hat fünf Kinder, scheint eine gute Ehe zu führen, ist immer ausgeglichen. " Guten Morgen, Madeleine! Ich habe die Unterlagen, welche Sie bearbeitet hatten alle unterzeichnet. Ich bin sehr stolz auf Sie, viele Abschlüsse und alles zufriedene Kunden. Sie haben ein gutes Gespür für Menschen. Ich danke Ihnen, auch im Namen der Bank." Ich werde etwas rot im Gesicht und mir wird ganz heiß. Mit zaghafter Stimme bedanke ich mich und er verlässt mein Büro lächelnd.

Ich halte einen Moment inne, als er draußen ist. Freue mich über dieses Lob und arbeitete weiterhin motiviert. Am Nachmittag, gegen 16 Uhr, mache ich Feierabend ich fahre wieder nachhause in meine neue, unheimliche Wohnung.
   Als ich vor meinem Haus stehe, schaue ich nach oben, irgendwie sieht es so friedlich aus, die Balkone sind aus grünem Holz, sowie auch die Fensterrahmen. Meine Gedanken schwirren mir durcheinander im Kopf herum, was konnte das gewesen sein, dass da so an meine Balkontür geklopft hat und wieso war die Tür so weit auf, obwohl ich sie nicht geöffnet hatte? Fragen über fragen und keine Antworten. Schließlich gehe ich weiter ins Treppenhaus, dass wie immer sauber und gepflegt ist. In meiner Wohnung angelangt, beschließe ich, mir heute was zu kochen. " Aber was mag ich jetzt, erstmal ein Stück Schokolade und dann brate ich mir ein schönes, eingelegtes Kammstaek."

So gedacht und so getan. Ich habe mir gleich zwei gebraten, da kann ich mir die Scheibe Brot dazu gleich sparen, denn dann bin vollkommen satt. Nach dem Essen rufe ich meine Mutter an und erzähle ihr, dass es mir wieder gut, alles verheilt ist. Nach diesem kurzen Telefonat schalte ich den Fernseher ein und lasse mich berieseln von der Serie: "Sex and the city", habe viel Spaß dabei und muss automatisch an David denken. Einige träumerische Situationen toben mir doch noch immer in meinem Kopf. Besser ich gehe erstmal ins Bad und mache mich bettfertig.

   Ich werfe mich auf mein herrlich, weiches Bett. Beim Anblick der Bettwäsche muss ich an die blaue Krawatte denken, sie war so geschmeidig, aber leider weg, ich weiß nicht wie, aber es war so. Meine Bettdecke werfe ich über mich, sodass nur noch meine Augen rauslinsen, sehr müde schlafe ich ein.

   Plötzlich befinde ich mich auf einem Friedhof , es ist dunkel und der Nebel zieht auf, zitternd vor Angst laufe ich an den Gräbern vorbei, weiter und weiter, ich will weg von hier, aber dieser Friedhof ist so groß und nimmt kein Ende. Ich haste an den Grabsteinen vorbei, in der Hoffnung, dass ich irgendwann mal wo ankomme, werde immer schneller, in der Dunkelheit sehe ich kaum was. In meiner Geschwindigkeit stolpere ich und stürze ich in ein leeres Grab. Zwei Meter tief und es ist nass da unten.

Vor lauter Panik fange ich an zu schreien. Liege im Schlamm und es ist kalt und die Nacht so dunkel, der Mond ist zu einer Sichel geformt. Hastig versuche ich aus dem Grab zu klettern, aber ich rutsche wieder zurück in den schmierigen Schlamm. Die Tränen laufen mir übers Gesicht und der Dreck unter meinen Fingernägeln brennt. Abermals versuche ich hektisch hoch zu kommen, diesmal bohre ich meine Hände in die Erde und arbeite mich nach oben und schiebe mich aus diesen Erdloch raus.

   Ich wache schweißgebadet auf:" Schon wieder ein Traum, diesmal ein scheußlicher!" Es ist erst drei Uhr nachts. Ziehe mir meine Nachthemd aus und dusche mich ab, begleitet mit meinen weißen Bademantel komme ich aus dem Bad heraus ins Wohnzimmer, kalte Luft kommt mir entgegen. Die Balkontür steht sperrangelweit offen. Ich ringe um Fassung.

   Ein Schatten zeichnet sich ab, am Boden des Balkons, eindeutig zu erkennen, eine Person. Meine Knie schlottern, mein Herz rast und ich halte mich am Wohnzimmerstuhl krampfhaft fest. Halte inne und überlege, konzentriere mich und werde ruhiger, tödlich ruhig.
Gerade als ich mich entschließe zum Balkon zu laufen und den ersten Schritt tue, verzieht sich dieser unheimliche Schatten, weiter weg und ich höre ein Geräusch, ein Poltern, kurz halte ich meinen Laufschritt an, aber ich muss wissen was das, wer das ist. Also kurz entschlossen und haltlos stürze ich zum Balkon. Am grünen Geländer angelangt, schaue ich mich um, nichts zu sehen. " Wo ist der hin, warum passiert mir sowas? Was ist hier los? Scheiß Traum und dann noch sowas!", denke ich mir so. Etwas wütend beuge ich mich übers Geländer und schaue nach unten, :" Hängt vielleicht jemand unten dran?", frage ich mich verzweifelt.


   Ich verliere den Halt und rutsche über die Brüstung meines Balkons, mit verdrehten Armen hänge ich runter und schreie laut auf, die Arme schmerzen und meine Angst steigt in mein Gesicht, ich mache mir fast in die Hose, die ich nicht an habe. Nur mit meinen weißen Bademantel begleitet hänge ich herum.
Auf der Straße vorm Haus fährt ein kleine Auto vorbei, es hält an und eine kurbulente Frau, mittleren Alters steigt aus und schaut zu mir nach oben:" Was machen sie da? Sind sie lebensmüde?!"

Ich kann mich kaum noch halten und schreie sie an:" Holen sie Hilfe, bitte, bitte!" Sie zückt ihr Handy und wählt mehrere Nummern, es dauert eine Weile und sie schaut öfter hoch zu mir. Meine Kräfte lassen langsam nach und lange halte ich da nicht mehr aus. Von weitem höre ich eine Sirene, es ist die Feuerwehr, die dann hastig das Sprungtuch ausbreitet, keine Sekunde zu spät. Ich falle hinunter ins Tuch und lebe.
Die Polizei und der Krankenwagen kommen angebraust, man hört die Bremsen quitschen. Die Helfer ziehen mich vom Sprungtuch und ich werde in den Krankenwagen verfrachtet. Der nette Polizist fragt mich aus, warum ich da am Balkon hing. Den eigentlichen Grund konnte ich ihm nicht nennen, er hätte mir nie geglaubt.

Ich meine zu ihm, dass ich ausversehen abgerutscht bin. Sein zerknierchtes Lächeln verrät mir, dass er mir nicht glaubt. Er fragt mich angestrengt:" Haben sie denn überhaupt einen Schlüssel dabei, wenn sie schon den Weg über den Balkon wählen?" Ich starre ihn an:" Nein, jetzt komme ich nicht mehr in meine Wohnung und kann mir keine Kleidung mehr holen!" Mein Blick wirkt gestört, Panik breitet sich in mir aus. Mir laufen die Tränen übers Gesicht und ich fange an zu schluchzen und meine Nase läuft, wische sie am Ärmel vom Bademantel ab. Der hübsche Polizist beruhigt mich und ruft den Schlüsseldienst an, während der Krankenpfleger meine Puls misst. 15 Minuten später, kann ich kurz in meine Wohnung und ziehe mir bequeme Jeans und eine gepunktete Bluse an, sowie meine etwas niedrigeren Sandalen.

Ich muss leider mitfahren in eine Klinik, wo ich zur Beobachtung den Rest der Nacht und den Vormittag bleiben muss, eine Beruhigungsspritze in den Hintern bekomme ich auch noch, tut ziemlich weh. Als mir gesagt wird, dass ich jetzt nachhause darf, rufe ich meine Freundin an. Wir kennen uns seit der Schulzeit. Evelyn und ich sind immer für einander da wenn Not am Mann ist, aber auch sonst, in allen Situationen kann ich mich auf sie verlassen und sie sich auf mich. Sie ist eine attraktive Frau, schwarze lange Haare, Modelfigur, sie hat was von einer Inderin, schon wie sie aussieht, muss man sie einfach mögen. Sie holt mich ab und ich lasse mir noch einen Krankenschein ausschreiben an der Rezeption.
Wir steigen in ihren blauen Sportwagen ein und fahren noch bei mir am Büro vorbei, wo ich Anne den Krankenschein übergebe. Sie runzelt die Stirn und schaut mich bekümmert an, :" Nichts Schlimmes, morgen bin ich wieder fit!", entgegene ich ihr kurz.
Evelyn und ich gehen noch in ein schickes Restaurant und essen eine Kleinigkeit, danach gehen wir in meine Wohnung. Kurz darauf klingel es und der Polizist steht vor der Tür und ich bitte ihn herein. Er hält eine blaue Krawatte in der Hand und fragt mich, ob ich vor hatte mich zu erhängen " Nein, nein!", rufe ich.

Mein Gesicht wird bleich und mir kalt, ein Schauer überläuft mich komplett. Er fragt nicht weiter nach und verabschiedet sich von uns, lässt aber diese Krawatte hier. Daraufhin erzähle ich Evelyn die ganze Geschichte, angestrengt schau sie mich an und meint:" Halt mich auf dem Laufenden und melde dich regelmäßig bei mir, damit ich mir keine Sorgen machen muss!" Gegen 20 Uhr macht sie sich auf den Heimweg.

   Ich mache mich für die neue Nacht fertig und gehe mit dieser geschmeidigen Krawatte ins Bett. Es ist zwar noch nicht spät, aber ich bin todmüde und mir ist egal was passiert.
"Nichts passiet!", und ich gehe einem neuen fröhlichen Arbeitstag entgegen.

   In meinem Büro angekommen mache ich mich geschwind über die Arbeit, einiges war liegengeblieben und ich muss mich schicken, da einiges jetzt gleich raus muss. Per Fax sende ich die wichtigsten Unterlagen weg. Lehne mich zurück und grinse spöttich vor mich hin. " So eine Scheißnacht!", denke ich mir und kippe fast vom Stuhl, da Kippeln meine Leidenschaft ist.
Gerade als ich mir die nächste Sache vornehmen will, klopft es an der Tür und David kommt rein.
   " Wo warst du gestern? Hab dich schon vermisst! Wollte dich anrufen, hab mich aber nicht getraut." " Lange blöde Geschichte.", meine ich und stehe auf. Gehe auf ihn zu und umarme ihn, erbarmungslos nehme ich mir seine schönen Lippen vor und küsse ihn leidenschaftlich unsere Zungen tänzeln miteinander. Ich verliere die Fassung und fummle an seinem Gürtel herum, kann seine Lust spüren und auch ich bin gefangen in meiner Leidenschaft. Haltlos widme ich mich der Knopfleiste sein heißen Jeans und hauch ihm ins Ohr:" Hast du Gummis dabei?" Er stammelt:" Wie soll ich wissen, dass du mich hier flachlegst? Nein! Ich habe keine hier!"

Meine Gedanken wirbeln mir durch den Kopf, ich bin so heiß, kann nicht mehr warten, aber eine Schwangerschaft kann ich auch nicht brauchen. Wir küssen uns immer wilder und sein Hemd habe ich schon weit offen und kann seinen gut gebauten Körper sehen und fühlen und meine Bluse braucht nur noch einen Knopf bis sie ganz auf ist. Er schiebt mir meinen BH hoch und spielt an meinen Brustwarzen herum, es ist einfach irre.

Als sich dann endlich mein Verstand einschaltet, gleite ich ehrfürchtig an ihm herunter, ganz langsam auf die Knie. In meiner Augenhöhe begrüßt mich ein prächtiger Adonis, oh wie ich ihn will, langsam berühre ich ihn mit meinen verheißungsvollen Lippen und meine Zunge umspielt seine Spitze. Immer weiter schiebt er sich in meinen Mund, er bettelt darum ganz empfangen zu werden. Mit meinen Händen, Mund und der geschickten Zunge bearbeite ich seinen Tempel der Lust. Werde dabei immer schneller und bin bis zum Anschlag drin, sauge ich ihn erbarmungslos aus. Ein Meer der Freuden ergießt sich in meinem Mund und ich bin so hungrig auf ihn.

Mühsam presse ich hervor:" Und jetzt ich!?" Ich lege mich auf meinen fast abgeräumten Schreibtisch und ziehe vorher meine schwarze Strumpfhose aus, meinen Rock schiebe ich hoch und meine Brüste liegen immer noch frei. Meine Beine angewinkelt liege ich auf dem kalten Tisch, sein Kopf zwischen meinen Beinen, bebt mein Becken auf und ab, mir dreht sich alles im Kopf. Fast außer mir, fühle ich seine Zunge in mir, sie gleitet raus und rein, rauf und runter. Mit außergewöhnlicher Geschicklichkeit bringt er mich zum Beben, mein Schluchzen verrät ihm, dass ich dem Höhepunkt entgegen schwebe.


   Nach diesem außergewöhnlichen Zwischenspiel widme ich mich wieder meiner Büroarbeit zu und erledige alles was für heute zu tun ist.

   Ich fahre nachhause, halte noch an einer Drogerie an und kaufe Kondome,XXL natürlich, denn die letzten Männer die kannte, hatten alle ein stattliches Stück in der Hose.
In meiner Wohnung angekommen, richte ich mir erstmal ein schönes Schnitzel her, mit Panierung, esse gleich zwei, kann ich mir das Brot dazu sparen. Nebenbei lese ich in der Fernsehzeitschrift. Ich genieße den Abend und mache mir keine Gedanken mehr. Meine Wohnung ist schön, mir geht es gut, die Arbeit passt. Ich nehme mir eine Flasche Rotwein ins Wohnzimmer, ein Glas und das Telefon. Gerade als ich am Tisch angelangt bin klingelt das Telefon." Hi Evelyn!", rufe ich in den Hörer freudig hinein. Ich erkenne die Nummer und weiß gleich wer dran ist."Hi Madeleine, alles klar bei dir? Oder ist da ein Geist aufgetaucht bei dir?" "Deine Witze kannst du dir sparen! Bei mir ist hier nichts Ungewöhnliches passiert, zumindest bis jetzt noch nicht!" Nach einem kurzen Blabla, beenden wir das Gespräch.

Zwei Gläser Rotwein habe ich geleert und schalte den Fernseher ein und lausche den Nachrichten. Meine Beine liegen gemütlich auf meiner Couch und ich schenke mir noch ein Glas Rotwein ein. Heute schmeckt mir der Bordeau besonders gut, wenn das so weiter geht schaffe ich noch die ganze Flasche. Leicht beschwipst, trödle ich in Richtung Badezimmer. Wollte gerade die Tüt zum Bad öffnen, als sich wie selbst die Balkontür bewegt, ganz langsam . Schwankend halte ich mich an der Türklinke fest, versuche mit meinen Augen alles ganz genau zu beobachten, leicht komme ich ins Trudeln und kann mich gerade noch abfangen. Als ich dann endlich wieder gerade stehe starre ich zum Balkon. " Na sie einer an, wer steht denn da?" Ein Schauer überkommt mich trotz Alkohol. Mit einem Schlag bin ich nüchtern.

Ich kann nicht glauben was ich da sehe. Ein Mann so schön, einfach göttlich. Noch nie in meinem Leben habe ich so einen gut aussehenden, erotischen Mann gesehen. Mindestens 185 m groß, schlank, sinnliche volle Lippen, so glattrasiert, als hätte er niemals einen Bart gehabt. Seine Augenfarbe fast so dunkel wie seine Pupillen. Kurze schwarze Haare, die oben am Deckhaar blond gesträhnt sind. Sein Hemd hat einen besonderen Kragen, wie eine Doppelnaht, die sexy Jeans mit Knopfleiste. Ich glaube er trägt Armani, keine Jacke, die Hände in den Hosentaschen, lehnt er an meiner offenen Balkontür." Womit habe ich das verdient?"

Bei diesem Anblick verschlägt es mit den Atem. Ich schaue ihm in die Augen und er in meine, eine Weile verbleiben wir so. Ein Lächeln kommt ihm über die Lippen. Ich schmunzle zurück. Ich frage ihn:" Wer bist du?" Er darauf:" Ich bin der Herr der Unterwelt!", vermerkt er mit eigenartiger Stimme. " Nein, quatsch, ich bin Chris!" Warum kommst du über den Balkon und nicht über die Treppe?" Weil du mich nicht kennst, da kann ich nicht einfach an der Tür klingeln, außerdem ist es so viel interessanter." " Warst du schon öfter hier, bei mir auf den Balkon?" "Ja, schon mehrmals, bin vom Dach runter geklettert, deshalb hat es manchmal gepoltert." " Ich hätte auch durch die Tür kommen können, ich bekomme so ziemlich jede auf, bin gut im Einbrechen." Ein Schauer überfällt mich. " Was hat das mit der Krawatte an sich?" " Ach ja, ich habe dich mal im Schlaf beobachtet, du hast sehr unruhig geschlafen, und etwas von einer Krawatte geprappelt, deshalb habe ich mir so eine blaue zugelegt, um dir einen Weg zu mir zu zeigen:" " Warum hast du dich mir nicht ganz normal vorgestellt", meine ich aufgeregt. " Das wäre ja langweilig, außerdem habe ich es nicht eilig.!

Es ist inzwischen 21 Uhr und es klingelt an der Tür.

 

 

Ich schaue ihn bekümmert an und frage ihn, ob er kurz warten kann. Er verneint und mit einen Handbewegung zeigt er mir, dass er jetzt verschwindet und zieht sich zurück. Schnell laufe ich zur Tür, es ist meine Vermieterin.
  " Entschuldigen Sie die Störung, ich will ihnen nur das Kautionsheftchen bringen, bin auch gleich wieder weg."
     Ich schließe die Tür und renne ins Wohnzimmer,bis auf den Balkon. Verärgert schaue ich mich um.
  " Musste die blöde Kuh jetzt klingeln!", dachte ich mir insgeheim. Ziemlich sauer, schließe ich die Balkontür und setze mich erstmal auf die Couch, lege die Hände über den Kopf und versuche Erklärungen zu finden. Frage mich dauernd:" Warum! Warum! Warum! Was passiert hier, kommt er jetzt nachts öfter an mein Bett?

Warum so ein Aufwand? Er sieht so gut aus, er hat doch gar nicht nötig eine Show abzuziehen, bei ihm fallen die Frauen doch reihenweise um!" Es bringt nicht mir den Kopf zu zerbrechen, gehe lieber duschen und dann ins Bett. Nach einigen Spekulierungen schlafe ich schließlich ein.

     Befinde mich wieder auf diesen scheußlichen Friedhof, wieder ist es scheißdunkel. Nur diesmal habe ich keine Angst und renne nicht, bedacht lese ich was auf den Grabsteinen steht. Ich bleibe stehen und kneife meine Augen zusammen, damit ich die Schrift erkennen kann.

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