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Pilgerwanderung auf dem Mönchsweg

Klaus-Rainer Martin

Pilgerwanderung auf dem Mönchsweg

342 Kilometer von Glückstadt an der Elbe bis nach Burg auf Fehmarn





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Vorbemerkungen

 

Nun ist es zehn Jahre her, dass ich in Absprache mit den zum Projekt „KircheAktiv“ zusammenarbeitenden schleswig-holsteinischen Kirchengemeinden Hamberge, Klein Wesenberg und Zarpen eine Pilgerwanderung von Glückstadt an der Elbe nach Burg auf der Insel Fehmarn über 342 Kilometer auf den Spuren der Mönche in Schleswig-Holstein vom 12. bis 25. August 2007 durchgeführt habe. Damit waren wir die erste Pilgergruppe, welche die gesamte Pilgertour in einem Stück zurückgelegt hat, zumal der Mönchsweg vorallem für Radwanderer gedacht ist. Das will ich zum Anlass nehmen, über diese ungewöhnliche Pilgerwanderung vor zehn Jahren zu berichten.

 

 

Im Mai 2007 wurde ein 342 Kilometer langer Wander- und Radwanderweg als Pilgerweg von der Elbe bis zur Ostsee, der „Mönchsweg“ eröffnet. Dieser Pilgerweg verbindet Glückstadt an der Elbe mit der Ostseeinsel Fehmarn und führt durch die Landkreise Steinburg (80 km), Bad Segeberg (85 km), Plön (26 km) und Ostholstein (151 km). Am Weg liegen 71 politische Gemeinden und 47 Kirchengemeinden.

Der Mönchsweg schlängelt sich von Glückstadt den Störbögen entlang über Itzehoe durch den Kreis Steinburg. Über Kellinghusen geht es weiter nach Bad Bramstedt. Von dort aus führt der Weg bis nach Bad Segeberg, Bornhöved und Bosau nach Oldenburg. Endpunkt ist Burg auf Fehmarn.

Der Mönchsweg folgt den Spuren der Christianisierung Schleswig-Holsteins. Entlang der Route befinden sich Kirchen, Klöster und Burgplätze. Sie alle sind von touristischer Bedeutung. Viele von Ihnen werden die Pilger unterwegs kennen lernen.

 

In der Ausschreibung zu dieser Pilgerwanderung hieß es:

„KircheAktiv lädt Sie im Sommer 2007 (12. – 25. August) zu einer Pilgerwanderung auf dem neu eröffneten Mönchsweg ein. Dabei können Sie entscheiden, ob Sie nur einzelne Etappen oder die gesamte Strecke mitgehen werden. Übernachtet wird in Gemeindehäusern. Schlafsack, Luftmatratze o.ä. ist von jedem Teilnehmer mitzubringen. Begleitfahrzeuge bringen Schlafsäcke, Luftmatratzen und persönliches Gepäck ins jeweilige Etappenziel, so dass die Pilger nur einen leichten Wanderrucksack (Regenzeug, Essen und Trinken für unterwegs) auf den einzelnen Etappen mit sich führen müssen.

Die Veranstaltung wird nur für Wanderer jeden Alters (nicht für Läufer, nicht für Radfahrer) ausgeschrieben, denn wichtigster Bestandteil einer Pilgerwanderung ist das gemeinsame Erlebnis (gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsames Schweigen, gemeinsames Meditieren). Es wird gemeinsam in mäßigem Wanderschritt (ca. 4,5 km/h) mit regelmäßigen Pausen gegangen. Der Mönchsweg führt die Pilger auf einer ausgeschilderten Strecke vorwiegend über Feld- und Waldwege, vereinzelt aber auch über wenig befahrene Landstraßen.

 

Jeder Tag wird etwa so aussehen:

07.00 Uhr      Tagesbeginn

08.00 Uhr      gemeinsames Frühstück

09.00 Uhr      Reisesegen

09.30 Uhr      Abmarsch der Pilger

(10.30-11.30 Uhr: Schweigemarsch, Meditation)

13.00 Uhr      Mittagspause

14.00 Uhr      Kirchenbesichtigung

15.00 Uhr      Abmarsch der Pilger

(16.00-17.00 Uhr: Schweigemarsch, Meditation)

18.30 Uhr      Ankunft der Pilger im Etappenziel

abends:         Begegnungen mit der gastgebenden Gemeinde

 

Die einzelnen Etappen der Pilgerwanderung im Überblick:

 

Etappe 1.: Sonntag, 12.08.2007

von Glückstadt über Krempe nach Beidenfleth (= 22 Kilometer)

Etappe 2.: Montag, 13.08.2007

von Beidenfleth über Itzehoe nach Breitenberg (= 30 Kilometer)

Etappe 3.: Dienstag, 14.08.2007

von Breitenberg über Kellinghusen nach Wrist (= 12 Kilometer)

Etappe 4.: Mittwoch, 15.08.2007

von Wrist über Bad Bramstedt nach Großenaspe (= 30 Kilometer)

Etappe 5.: Donnerstag, 16.08.2007

von Großenaspe nach Bad Segeberg (= 32 Kilometer)

Etappe 6.: Freitag, 17.08.2007

von Bad Segeberg über Trappenkamp nach Bornhöved (= 27 Kilometer)

Etappe 7.: Sonnabend, 18.08.2007

von Bornhöved über Stocksee nach Bosau (= 23 Kilometer)

Etappe 8.: Sonntag, 19.08.2007

von Bosau über Plön nach Malente (= 23 Kilometer)

Etappe 9.: Montag, 20.08.2007

von Malente über Neukirchen bei Malente nach Eutin (= 22 Kilometer)

Etappe 10.: Dienstag, 21.08.2007

von Eutin über Zarnekau nach Neustadt (= 21 Kilometer)

Etappe 11.: Mittwoch, 22.08.2007

von Neustadt über Altenkrempe und Grömitz nach Cismar (= 30 Kilometer)

Etappe 12.: Donnerstag, 23.08.2007

von Cismar über Oldenburg nach Neukirchen in Holstein (= 28 Kilometer)

Etappe 13.: Freitag, 24.08.2007

von Neukirchen über Heiligenhafen nach Großenbrode (= 17 Kilometer)

Etappe 14.: Sonnabend, 25.08.2007

von Großenbrode über Landkirchen nach Burg auf Fehmarn (= 17 Kilometer)

insgesamt: 342 Kilometer"

 

Kostenbeitrag:

Je Etappe wird ein Betrag von 25,00 € erhoben. Er beinhaltet die Kosten für Übernachtung in den Gemeindehäusern, Verpflegung sowie anteilige Kosten für das Begleitfahrzeug. Die Kosten der An- und Abreise trägt jede/r selbst.“

Wie kommen diese Kosten zustande, und wie reduzieren sich die Kosten, wenn man nur teilweise teilnimmt?

 

Die Kosten je Etappe:

Übemachtung 3,00 €

Frühstück 4,00 €

Wanderverpflegung für das Mittagessen 4,00 €

Abendessen 10,00 €

anteilige Kosten für Begleitfahrzeug 2,00 €

Spende an KircheAktiv 1,00 €

Sonstiges 1,00 €

Gesamtbetrag 25.00€

 

Die Kosten für die 1. Etappe reduzieren sich um 8,00 € (Frühstück, Wanderverpflegung für das Mittagessen), da alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den ersten Tag ihre Wanderverpflegung für das Mittagessen mitbringen. Die Kosten für die 14. Etappe reduzieren sich um 13,00 €, da keine Kosten für das Abendessen entstehen und keine Übernachtung mehr anfällt. Die Kosten für die gesamte Pilgerwanderung (14 Etappen) betragen somit 1. Etappe = 17,00 €. 2.-13. Etappe (12 x25,00) = 300,00 €; 14. Etappe: = 12,00 €. Somit entsteht ein Gesamtbetrag von 329,00 €.

 

Tagesteilnehmer

Für Pilgerinnen und Pilger, die nur an bestimmten Tagen bzw. auf bestimmten Teilstrecken und ohne Übernachtung teilnehmen, erfolgt eine individuelle Berechnung der Kosten entsprechend der Leistungen, die sie in Anspruch nehmen.

 

Folgende Kostenermäßigungen sind vorgesehen:

  • Kinder bis 14 Jahre zahlen 50 % der jeweiligen Beträge
  • Jugendliche und junge Erwachsene ohne eigenes Einkommen zahlen 75 % der jeweiligen Beträge
  • teilnehmende Ehepaare und Familien zahlen für eine erwachsene Person voll, für jede weitere 50 % der jeweiligen Beträge.

 

Fahrtkosten

Fahrtkosten trägt jeder Teilnehmer selbst. Für die Anreise nach Glückstadt am 12.08. bzw. die Abreise ab Puttgarden am 25.08. wird ggf. eine Gruppenfahrt per Bahn ab bzw. nach Reinfeld organisiert.

 

Nach Abschluss der Pilgerwanderung erfolgte eine Endabrechnung. Nicht ausgegebene Gelder wurden anteilmäßig an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zurückgezahlt.

 

 

Die Vorbereitung dieser Pilgerwanderung war sehr arbeitsintensiv. Es mussten 14 Kirchengemeinden als Etappenziel gefunden werden, welche bereit waren, uns Pilger an dem bestimmten Tag für jeweils eine Nacht zu beherbergen, ihre Kirchen für Andachten bereit zu halten und zu klären, wo wir als Pilgergruppe zu Abend essen können, in einer Gaststätte oder im Gemeindehaus. Und zusätzlich vereinbarte ich mit Kirchengemeinden Besuche ihrer Kirche im Verlaufe einer Etappe. So lernten wir auf der Pilgerreise insgesamt 25 Kirchen kennen. Der Schriftwechsel mit den Kirchengemeinden zog sich fast über zwölf Monate hin und füllte am Schluss mehrere Aktenordner. Dann galt es, jede Etappe an Hand von Kartenmaterial genauestens zu planen, denn es war nicht davon auszugehen, dass der erst vor einigen Monaten eröffnete Pilgerweg durchgängig gut ausgeschildert ist.

 

 

Insgesamt haben sich 37 Personen als Pilger beteiligt. In Glückstadt an der Elbe sind wir mit 25 Personen gestartet. 12 Personen haben sich nur an einigen Etappen beteiligt. Nur 8 Pilgerinnen und Pilger haben alle 14 Etappen bis zum Ziel bewältigt.

 

Oft wird darüber diskutiert, worin der Unterschied zwischen Wandern und Pilgern besteht. Das habe ich zum Anlass genommen, hierüber meine Auffassung niederzuschreiben und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auszuhändigen:

 

Wie aus Wandern Pilgern wird

 

So mancher hat sich schon die Frage gestellt, was wohl den Unterschied zwischen Wandern und Pilgern ausmacht. Schlägt man dazu Lexika auf, erfährt man zwar, dass das Wort Pilger soviel bedeutet wie „Fremder“, und in Bertelsmanns Volkslexikon von 1957 heißt es noch: „Wallfahrer nach heiligen Orten“, aber im Duden von 2006 kann man nur noch lesen: „Wallfahrer, auch Wanderer“. Damit bin ich so klug wie vorher.

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