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Ödeme, Wassersucht - Flüssigkeitsansammlungen behandeln mit Homöopathie und Schüsslersalzen (Biochemie)

Robert Kopf

Ödeme, Wassersucht - Flüssigkeitsansammlungen behandeln mit Homöopathie und Schüsslersalzen (Biochemie)

Ein homöopathischer und biochemischer Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
81669 München

Inhaltsverzeichnis

  • Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

    www.heilpraktiker-robert-kopf.de

    Inhaltsverzeichnis "Ödeme, Wassersucht - Flüssigkeitsansammlungen behandeln mit Homöopathie und Schüsslersalzen (Biochemie)"

    Vorwort

    Stoffwechselblockaden bei der Behandlung von Ödemen

    Gesunde Leber – gesunder Mensch

    Wissenswertes über unseren Stoffwechsel

    Gehen ist die beste Medizin

    Ernährungstipps zur Behandlung und Vorbeugung von Ödemen

    Statt Diät intelligent ernähren

    Vegetarische Eisenlieferanten zur Behandlung und Vorbeugung von Ödemen

    Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten

    Ödeme - Wassersucht behandeln mit Homöopathie

    Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung von Ödemen

    Nachwort

    Meine weiteren eBooks für Ihre Gesundheit

Vorwort

  • Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

    Unter Wassersucht (ein alter Ausdruck für Ödeme) versteht man die Anschwellung des Gewebes aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeiten aus dem Blutgefäß- oder Lymphsystem in das Körpergewebe. Das Ödem der Haut und des Unterhautzellgewebes, zum Beispiel an den Beinen, Armen oder am Bauch (Ascites), ist meist als Schwellung direkt sichtbar. Ein Ödem kann aber auch in Organen auftreten und hier ein Zeichen für eine schwere Schädigung sein (Hirnödem, Lungenödem).

    Die Flüssigkeitseinlagerungen im Körpergewebe sind nur ein Symptom. Stets liegt eine andere Erkrankung zugrunde. Mögliche Ursachen sind Abflußstörungen z. B. durch Gefäßverschlüsse, Lymphstauungen, Schädigungen der Gefäßwände, organische Erkrankungen (Leber, Herz und Nieren), falsche Ernährung und Bewegungsmangel, langes Stehen, ein schwaches Bindegewebe, ein Vitamin- und Mineralstoffmangel, eine Übersäuerung des Körpers, Stoffwechselstörungen, hormonelle Imbalance und Veränderungen (Wechseljahre), erbliche Faktoren und Verletzungen.

    Es wird zwischen folgenden Ödemformen unterschieden:

    1. Renale Ödeme
    Beim renalen (nierenbedingten) Ödem ist die Ursache eine Nierenfunktionsstörung. Meist finden wir diese Ödemform beidseitig auf dem Fußrücken, an den Knöcheln oder am Schienbein.

    2. Hepatogene Ödeme
    Leberbedingt
    Meist sichtbar als Bauchwassersucht (Ascites) 

    3. Lymphatische Ödeme
    Meist einseitig 

    4. Cardiale Ödeme
    Die Ursache hierfür sind Herzerkrankungen.
    Häufig nur einseitig

    5. Ödeme bedingt durch Abflußstörungen, z. B. durch Gefäßverschlüsse oder einen Lymphstau.

    6. Ödeme nach Verletzungen

    Bei der naturheilkundlichen Behandlung und Vorbeugung von Ödemen dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Stärkung des Stoffwechsels, der Gewebe, des Nerven- und Hormonsystems, der körpereigenen Abwehrkraft und Durchblutung.

    Homöopathische und biochemische Heilmittel (Schüsslersalze) regen den Magen und Darm, die Leber-Galle-Funktionen, die Bauchspeicheldrüse und die Nieren an. Sie reinigen den Körper, kräftigen das Gewebe und scheiden die gelösten Schadstoffe, Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, die Lunge und die Haut aus.
    Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit sowie jeder Behandlung und Vorbeugung von Ödemen.

    Ödeme, ein fehlgeleitetes Immun- und Hormonsystem, Nervenschwäche (Neurasthenie) sowie ein mangelhafter Stoffwechsel sind oft die Folge einer Störung der Mineralstoffaufnahme und Mineralstoffverteilung. Obwohl wir über unsere Nahrung vielleicht genügend Mineralstoffe zu uns nehmen, kommen die wenigsten in den Zellen an.

    Mangelzustände an Mineralsalzen schwächen das Immunsystem, können das hormonelle Gleichgewicht stören (eine häufige Ursache von Ödemen), den Stoffwechsel verändern und zu chronischen Erkrankungen führen. Ausserdem kann Mineralsalzmangel Heisshungerattacken auslösen, weil der Körper den Mangel in den Zellen ausgleichen will.

    Stress, eine Übersäuerung des Körpers sowie Genuss- und Umweltgifte blockieren den Mineral-Transport durch die Zellmembran. Genau hier setzt die Wirkung der Biochemie (Schüßler-Salze) an. Schüsslersalze aktivieren die Ausleitung von Schadstoffen und Säuren, fördern die Durchblutung des Körpers, stärken und reinigen den Organismus von innen.
    Die Folge: Der Stoffwechsel (Metabolismus) sowie das Hormon- und Immunsystem werden gekräftigt, der Grundumsatz steigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

    Zuerst möchte ich Ihnen die in diesem homöopathischen und biochemischen Ratgeber vorgestellten Therapien zur Behandlung und Vorbeugung von Ödemen erläutern:

    Die Homöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes.

    Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde. Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden und Zeichen hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit. Nach Hahnemann sind die Symptome des Patienten das nach außen gekehrte Bild einer Krankheit.

    Alle Symptome des Patienten werden erfaßt, um der Ursache von Ödemen auf die "Spur" zu kommen und das passende Arzneimittel nach der Simile-Regel für die Behandlung dieser Erkrankung zu finden. Die Homöopathie wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Menschen im Blick, also Körper, Seele und Geist.

    Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden.
    Homöopathische Arzneimittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden.

    Ausgangsstoffe homöopathischer Heilmittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden.

    Erstverschlimmerung:
    Darunter versteht man eine kurzzeitige Verstärkung der Symptome, die manchmal nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels auftreten kann. Diese Reaktion des Körpers gilt als gutes Zeichen für einen aktivierten Heilungsprozeß. Unterbrechen Sie die Einnahme bis zum Abklingen der Verschlechterung und nehmen Sie anschließend die Behandlung mit einer geringeren Dosierung wieder auf.

    Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen?
    Nichts. So wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Mittel keine Reaktion, auch keine Nebenwirkungen, im Körper aus.

    Homöopathische Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren:
    1) Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr erhalten, soweit nicht anders verordnet, ein Drittel der Erwachsenendosis.
    Es hat sich bewährt, die Tropfen auf einen Wattebausch zu geben und diesen dann auf den Nabel aufzukleben. Die Globuli geben Sie unter die Zunge oder zwischen Wange und Zahnfleisch. Die Tabletten vor der Gabe zerdrücken.
    2) Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.
    3) Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.

    Die Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung von Ödemen

    Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit.
    Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen (Biochemie) werden Stoffwechsel- und Heilbockaden aufgelöst, der Körper entsäuert und der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt sowie der Zellstoffwechsel angeregt.
    Schüsslersalze gleichen Nährstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

    Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

    Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten (auch Ödeme) behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

    Sie basiert auf der Annahme, daß viele Erkrankungen von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden können. Dadurch kommt es zu Ödemen, depressiven Zuständen, einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Zelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

    Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Salzes in homöopathischen Dosen soll der Körper angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Körper kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben.

    Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden.
    Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1:1 Billion) eingenommen.

    In diesem eBook erhalten Sie Ernährungsempfehlungen sowie umfangreiche Informationen bezüglich der richtigen Behandlung und Vorbeugung von Ödemen mit der Homöopathie und den Schüsslersalzen (Biochemie).

    Robert Kopf

    www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Stoffwechselblockaden bei der Behandlung von Ödemen

  • Zur Behandlung und Vorbeugung von Ödemen ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

    1) Der Säure-Basen-Haushalt

    Ein Zuviel an Zucker, Weißmehl- und Milchprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen verbraucht. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir bekommen Ödeme, nehmen zu und der Cholesterinspiegel steigt, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

    2) Das Bindegewebe

    Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken".

    Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

    3) Die Verdauung

    Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken und es kommt zur Gewichtszunahme, erhöhten Blutfettwerten, Ödemen, Verstopfung, Blähungen und Magenproblemen.

    4) Unser Wasserhaushalt

    Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, die durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Organismus. Ein Teil davon landet aber auch als Ödem im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze fehlen.

    5) Die Eiweißverdauung

    Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt das Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für unsere beiden Nieren.

    6) Die Fettverdauung

    Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po.
    Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliche Anzeichen hierfür sind Gewichtszunahme, Ödeme, depressive Verstimmungen, Herz-Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen.

    7) Die Kohlenhydratverdauung

    Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Der Cholesterinspiegel steigt.

    Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung, schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.

    Wie Sie die oben genannten Stoffwechselblockaden überwinden können, lesen Sie im Kapitel "Schüsslersalze (Biochemie) zur Behandlung und Vorbeugung von Ödemen"

Gesunde Leber – gesunder Mensch

  • Das wichtigste Stoffwechselorgan zur Behandlung von Ödemen ist neben den beiden Nieren die Leber. Unser moderner und meist ungesunder Lebensstil gefährdet die Gesundheit der Leber, was wiederum zu Unverträglichkeiten und Flüssigkeitseinlagerungen im Körpergewebe führen kann. Sie erfüllt zentrale Aufgaben bei der Aufnahme und Verwertung von Nahrungsbestandteilen, sorgt für die Bereitstellung lebenswichtiger Eiweißstoffe und greift regulierend in das Hormon- und Immunsystem ein. Die Leber filtert Giftstoffe aus dem Blut und sorgt für deren Abbau. Erkrankungen der Leber (Hepatopathien) nehmen immer mehr zu.

    Pro Minute durchströmen unsere "Entgiftungsstation" ca. 1,5 Liter Blut. Dieses wird fortwährend von Giftstoffen, abgestorbenen Zellen und Fett gereinigt, bevor es seinen Weg weiter in Richtung Herz fortsetzt.
    Außerdem bildet die Leber Gallenflüssigkeit, die als Verdauungssaft im Darm zur Verwendung kommt. Sie produziert auch eine Vielzahl von wichtigen Eiweißen, die wir u. a. für gesunde Gelenke, die Blutgerinnung und die Abwehrkraft benötigen.
    Unsere Leber ist geduldig und gefährdet. Ein moderner Lebensstil mit fettreichem Fast Food, Alkohol und Stress bekommt ihr nicht.

    Eine Fettleber entsteht, wenn der Leber mehr Schadstoffe (z.B. Alkohol, Umweltgifte) zugeführt werden, als sie verarbeiten kann. Das Fett wird dann in der Leber gespeichert, sie vergrößert sich.
    Symptome einer beginnenden Lebererkrankung sind Ödeme, Müdigkeit, Schwäche, ein Druckgefühl im rechten Oberbauch und Übelkeit.

    Bei einer Leberentzündung (Hepatitis) kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen), Verdauungsstörungen und Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen. Später kommen Gelbsucht, dunkler Urin, lehmfarbener und blasser Stuhl hinzu. Eine Hepatitis kann sehr leicht chronisch werden.

    Zu einer Leberzirrhose (Leberverhärtung) kommt es, wenn Lebergewebe in Bindegewebe umgebaut wird.
    Dabei treten zusätzliche Beschwerden auf wie Blutarmut (Anämie), Hormonstörungen, Blutungen der Speiseröhre, Bauchwassersucht (Ascites) und Hämorrhoiden. Oft kommen schmerzende Gelenke und Juckreiz dazu. Im späten Stadium kann die Leber ihre Funktion vollständig verlieren.

    Die Ursachen von Lebererkrankungen sind Gallensteine, Störungen der Darmflora, Übergewicht, Umweltgifte, chronische Verstopfung, Alkohol- Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Fehlernährung, Infektionen (Viren, Bakterien, Parasiten), Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Adipositas) und eine Übersäuerung des Körpers.

    Der Gesichtsausdruck des lebergeschädigten Menschen neigt zur Freudlosigkeit. Der Blick ist traurig, müde und leer. Der Patient ist arbeitsunlustig, unzufrieden, oft launisch und schnell verärgert. Die Haut hat einen fahl-gelblichen oder grauen Grundton. Sie juckt, ist runzelig und hat tiefe Falten. Die Augenbindehaut ist häufig schleimig verklebt. Auf der Zunge finden wir einen gelblichen, grünlichen oder schmutzig-braunen Belag. Auf dem Harn ist oft ein grünlicher Schaum zu sehen.
    Menschen, bei denen die Leber nicht mehr in Ordnung ist, erwachen oft morgens zwischen 1 Uhr und 3 Uhr.

    Deftiges Essen leichter verdaut

    Klar, die Leber verzeiht mal eine Currywurst. Sie brauchen auch nicht den Rest Ihres Lebens nur Salat zu knabbern. Aber insgesamt sollte die Ernährung ausgewogen sein, viel Gemüse enthalten und vor allem wenig Fett.
    Eine ständige Überlastung der Leber, die zusammen mit der Gallenblase für die Fettverdauung zuständig ist, schadet ihr genauso wie Übergewicht und kann zu Ödemen führen.

    Nach einer fettreichen Mahlzeit plagen uns manchmal Völlegefühl oder Blähungen. Dann schaffen pflanzliche Helfer Erleichterung. Die Artischocke regt den Gallefluss an und unterstützt auf diese Weise die Fettverdauung. Dadurch liegt auch üppiges Essen nicht wie ein Stein im Magen.
    Eine Kur mit einem Artischockenextrakt hat auch einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte (Cholesterin).
    Ein Tee mit Löwenzahnblättern tut der Galle gut, fördert den Gallefluss und macht fettes Essen bekömmlicher.

    Wer lange und gründlich kaut, kann der Leber ebenfalls Gutes tun. Denn das, was im Mund bereits fein zerkleinert ist, wird durch Enzyme im Speichel leichter vorverdaut. Dadurch hat die Leber weniger Arbeit zu leisten.
    Gewürze erhöhen die Speichel- und Magensäureproduktion. Dadurch wird die Verdauung noch besser unterstützt.

    Viel trinken ist ein prima Mittel, um die Leber zu entgiften. Aber wichtig ist, was und wann wir die Flüssigkeit zu uns nehmen. Wenn wir nämlich reichlich zu den Mahlzeiten trinken, wird der Verdauungssaft im Magen verdünnt und damit die Aufspaltung der Nahrung erschwert und vermindert. Deshalb ist es besser, Wasser oder verdünnte Säfte eine halbe Stunde vor oder eine Stunde nach einer Mahlzeit zu trinken.

    Wer sich nach dem Essen zu einem Spaziergang aufmacht, kurbelt nicht nur den Stoffwechsel an, sondern fördert auch den Energieumsatz der Muskeln. Das ist wichtig, denn ein Überschuss an Energie wird in den Fettdepots der Leber eingelagert und belastet sie. Ein halbstündiger strammer Spaziergang dreimal die Woche beugt Leberproblemen vor.

    Nudeln belasten die Leber nicht, ebenso wenig wie Kartoffeln und Reis. Wird bei der Zubereitung etwas weniger Fett verwendet, muss die Leber weniger Gallensaft zur Aufspaltung produzieren.

    Olivenöl ist die gesunde Alternative zu tierischem Fett und schützt die Leber vor krankhaften Veränderungen. Durch seinen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren beugt es auch Arterienverkalkung vor und hilft dabei, erhöhte Cholesterinwerte zu senken.

    Bitterstoffe
    Sie stecken in vielen aromatischen Lebensmitteln wie Chicoree, Rucola, Artischocken, Rosenkohl oder auch Grapefruit. Bitterstoffe regen die Produktion von Gallenflüssigkeit in der Leber an und unterstützen so die Fettverdauung. Das ist wichtig, da bei Flüssigkeitseinlagerungen im Körpergewebe oft auch die Fettverdauung gestört ist.

    Wenig Alkohol
    Jeder weiß es: Zuviel schadet der Leber.
    Täglich bis zu 20 Gramm bei Männern und bis zu 10 Gramm bei Frauen sind genug. 20 Gramm Alkohol sind etwa 0,25 Liter Wein oder 0,5 Liter Bier.

    Die Leber vor Viren schützen

    Selbst wer bewusst lebt, kann eine Lebererkrankung bekommen, denn auch weit verbreitete Hepatitis-Viren können die Leber schädigen.
    Das Problem:
    Bis wir deutliche Beschwerden oder gar Schmerzen verspüren, vergeht wertvolle Zeit. Deshalb ist es so wichtig vorzubeugen.

    Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind 500 Millionen Menschen weltweilt mit Hepatitis B oder C infiziert. Meist ohne es zu wissen, denn die Symptome wie Müdigkeit sind eher unspezifisch.
    Beide Virenarten können zu einer chronischen Entzündung der Leber führen, die letztlich Leberkrebs auslösen kann.

    Die Viren werden durch Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen. Schutz beim Sex ist daher ebenso wichtig wie Achtsamkeit in Hygienefragen. Ob Sie sich Ohrlöcher stechen lassen oder Erste Hilfe leisten:
    Achten Sie darauf, dass Schutzhandschuhe getragen werden. Scharfkantige Hygienegegenstände wie etwa Rasierer immer nur allein benutzen, auch innerhalb der Familie.
    Gegen Hepatitis B kann man sich impfen lassen. Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung.

    Die Leber ist ungeheuer regenerationsfähig. Allerdings nur, wenn die Schäden noch nicht zu lange vorliegen. Daher ist Früherkennung lebenswichtig. Bitten Sie Ihren Arzt, die Leberwerte zu überprüfen.

    Informationen zur naturheilkundlichen Behandlung der Leber finden Sie in meinen eBooks:

    Lebererkrankung - Hepatopathie behandeln mit Homöopathie, Schüsslersalzen (Biochemie) und der richtigen Ernährung ISBN 978-3-7309-1374-1

    Lebererkrankung - Hepatopathie behandeln mit Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), Akupressur und Wasserheilkunde ISBN 978-3-7309-1107-5

Wissenswertes über unseren Stoffwechsel

  • Die Stoffwechselaktivität entscheidet über unsere Gesundheit und unsere Figur. Sie bestimmt, ob wir schlank und gesund bleiben, obwohl wir nach Lust und Laune essen und trinken, oder ob wir zu Pummeln werden, selbst wenn wir nur ans Essen denken.

    Als Stoffwechsel (Metabolismus) bezeichnet man alle lebenswichtigen Vorgänge innerhalb der Körperzellen.
    Durch den Stoffwechsel wird die Nahrung, welche aus Essen und Trinken besteht, in Stoffe umgewandelt, die der Körper zum Leben braucht. Wesentlich für den Stoffwechsel sind Enzyme, die chemische Reaktionen unterstützen (katalysieren). Gesteuert wird der Metabolismus durch das Hormon- und Nervensystem. Das wichtigste Stoffwechselorgan zur Behandlung von Ödemen ist neben unseren Nieren die Leber.

    Im Magen und im Darm werden die zugeführten Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße), Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in ihre Bestandteile zerlegt. Kohlenhydrate werden zu Einfachzuckern, Eiweiße zu Aminosäuren, Fette zu Fettsäuren und Glyceriden abgebaut und über das Blut den Zellen zugeführt. Mit Hilfe dieser Energielieferanten findet hier dann die "Verstoffwechselung" statt.

    Wenn irgendwo im Stoffwechsel eine Störung auftritt, kommt es zu einer Übersäuerung des Körpers, Gesundheitsstörungen, Immunschwäche und einer Stoffwechselkrankheit. Man spricht von einer Stoffwechselstörung, wenn die Verwertung einzelner Nährstoffe nicht richtig funktioniert und die Substanzen nicht dort ankommen, wo sie benötigt werden.

    Die häufigste Stoffwechselkrankheit ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, eine Erkrankung des Kohlenhydratstoffwechsels und häufige Ursache von Ödemen), gefolgt von Gicht und Fettsucht (Adipositas). Auch der Mineralstoffwechsel kann gestört sein.
    Skorbut, eine Vitamin C-Mangelkrankheit, ist so gut wie ausgestorben.
    Bei der Rachitis (englische Krankheit) ist ein Mangel an Vitamin D die Ursache. Als Rachitis bezeichnet man eine Störung des Knochenstoffwechsels im Kindesalter. Sie führt zu einer Demineralisation der Knochen. Das entsprechende Krankheitsbild bei Erwachsenen ist die Osteomalazie (Knochenerweichung).

    Allgemeine Symptome einer Stoffwechselerkrankung sind Unverträglichkeiten, Ödeme, Abwehrschwäche, leichte Krankheitsanfälligkeit und immer wiederkehrende Erkrankungen, eine langsame Wundheilung, Durchblutungsstörungen, rasche Ermüdbarkeit, depressive Verstimmungszustände, Gewichtsprobleme, ein unangenehmer Körpergeruch, dauerndes Frösteln und Frieren, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche, geringe Belastbarkeit und ein schlechtes Allgemeinbefinden.

    Die Nahrung hat sechs wichtige Bestandteile:
    Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Wasser, Mineralsalze und Vitamine.

    1) Kohlenhydrate
    Dabei handelt es sich um Zucker und Stärke. Der Mund- und Bauchspeichel sowie der Darmsaft wandeln die Kohlenhydrate in Traubenzucker um. Dieser gelangt ins Blut und wird zu den Muskeln transportiert.

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