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Mumien in Palermo

Landkarte

Mark Benecke

Mumien in Palermo


Als Kriminalbiologe an den dunkelsten Orten der Welt

BASTEI ENTERTAINMENT

Vorwort

Das Publikum entscheidet – nicht nur die Themen meiner Vortragsabende, sondern auch, dass ich die folgenden Fälle aufschreibe.

Dieses Buch ist mein Geschenk an alle ZuschauerInnen und ZuhörerInnen, Studierenden und Fans, denn ohne Ihre Nachfragen wären mir viele Details, auch in meinen eigenen Fällen, nie aufgefallen. Danke schön.

Es freut mich, dass gerade die schrägen Themen dabei so oft nachgefragt werden. An Aliens und entflammten Menschen kann man seine Kombinations- und Experimentiergabe schärfen, weil gedankenlähmende Vorurteile dabei besonders harmlos wirken. Sind sie aber nicht.

Den Fall von Therese von Konnersreuth habe ich deshalb kurzfristig mit in das Buch genommen. Er zeigt uns, warum nur rechtzeitige, sachliche Aufklärung ein später nicht mehr beeinflussbares Glaubensgebilde verändern kann.

Ich möchte zudem zeigen, dass auch die kauzigste Forschungsrichtung kriminalistische Bedeutung haben kann. Nicht jeden Fall können wir mit dem klassischen kriminalistischen Besteck bearbeiten. Einige ForscherInnen, die sich nicht für Forensik interessieren – ich mich aber sehr für ihre Forschungen – stelle ich Ihnen daher ebenfalls hier vor. »Picking someone’s brain«, nennen die Amerikaner, was ich mit diesen KollegInnen mache; zu deutsch: durch Fragen lernen.

Vorweg noch eine große Verbeugung an Martin Schöller, der mich 1998 in Manhattan für eine forensische Reportage auf analogem Film porträtierte. Er ist heute einer der bekanntesten Fotografen Nordamerikas, dabei aber so menschlich und cool wie früher geblieben. Für dieses Buch hat er zwei Fotos zur Verfügung gestellt.

Im Namen der LeserInnen danke ich auch dem Verlag, der Ihnen und mir nach zwanzigjähriger Zusammenarbeit ein Buch mit durchgehend farbigen Abbildungen ermöglicht hat.

Damit entlasse ich Sie in die Welt der besonders sonderlichen Fälle. Ich hoffe, Sie folgen mir auf verschlungenen und manchmal detailreichen Wegen. Dabei wird sich ein eigenwilliges Rätsel nach dem anderen lösen und lichten.

Wie immer gilt dabei: Glauben Sie nichts.

Prüfen Sie alles.

Mark Benecke

Amsterdam und London, Sommer 2016

Eine Alien-Autopsie

Niemand (auf der Erde) weiß, ob es Außerirdische gibt. Vielleicht können wir sie einfach nicht wahrnehmen – sie könnten riesig oder sandkornklein sein. Wabern sie wie Nebel durch die Gegend oder gleichen sie Radiowellen, die sogar durch uns hindurchreichen? Und wer sagt, dass Aliens auf der Erde leben? Vielleicht stürzt ja bloß manchmal eine Gestalt ab, landet in unserem Schwerefeld und kracht – wenn ihr Schiff nicht verglüht – auf die Erdoberfläche.

Wir prüfen in der naturwissenschaftlichen Kriminalistik nichts, was wir nicht messen oder beschreiben können. Zu den nicht genügend genau beschriebenen und daher unprüfbaren Wesen und Dingen gehören Gott, die Gerechtigkeit und Geister. Was wir nicht messen können, besprechen wir nicht.

Als ich gefragt wurde, ob ich eine Alien-Autopsie untersuchen wollte, war die Antwort trotzdem nicht so einfach. Denn es gab eine Tatort-Spur – einen verwackelten Schwarz-Weiß-Film aus Roswell, angeblich aus dem Jahr 1947. Das Team aus den USA wollte wissen, ob der Film und damit die Sektion des außerirdischen Lebewesens echt sein kann oder nicht. Der Tonmann der Produktion hatte berichtet, dass alles innerhalb weniger Tage als Fälschung im Hinterhof zusammengestrickt worden sei. Doch mehr als sein Wort hatten wir nicht.

Also schaute ich mir das rätselhafte Werk an. Auf den ersten Blick verblüffte mich weniger das Alien als die seltsame Uniform der Untersucher. So einen Schutzanzug hatte ich noch nie gesehen. Doch es gibt vieles, was ich noch nie gesehen habe.

In New York hatte ich schon neben dem Chef des Institutes für Rechtsmedizin im Sektionssaal gestanden, der in Straßenkleidung dieselbe Leiche aufschnitt, an welcher der ebenfalls neben ihm stehende Präparator wegen der damals zunehmend auftretenden Krankheiten Hepatitis C und AIDS in einem Vollschutzanzug, einer Art Astronauten-Outfit, arbeitete. Wer wollte da entscheiden, ob die KollegInnen im Jahr 1947 in einer Militärbasis in der Wüste nicht auch unübliche Schutzkleidung trugen, während sie das Alien zerlegten?  

Ungewöhnliche, aber nicht unmögliche Sektionsausrüstung bei der Alien-Autopsie: Strahlenschutzausrüstung oder ein Anzug gegen biologische oder chemische Kampfstoffe?

Merkwürdig am Alienfilm war auch, dass die UntersucherInnen darin nur zaudernd an der Leiche arbeiteten. Die meisten Handgriffe bei einer Sektion sind Tag für Tag dieselben, und wie bei jedem anderen Beruf stellt sich daher nach einiger Zeit Routine ein. So prüfen RechtsmedizinerInnen beispielsweise immer die Leichenstarre, indem sie einen Arm oder ein Bein der toten Person anwinkeln (beziehungsweise es versuchen), und setzen immer gleiche Schnitte, um die inneren Organe untersuchen zu können. Die Ärzte auf der Militärbasis in Roswell arbeiten im Film aber nur ganz zaghaft, zeigen nach hier und nach dort und scheinen in einer Szene sogar den Pulsschlag an einer großen Ader am Hals zu prüfen. Und das bei einem auf die Erde abgestürzten Alien, dessen Raumschiff zertrümmert sein soll und aus dem trotz schwerer Beinverletzung keine Flüssigkeiten austreten.

Doch wer weiß schon, was den KollegInnen kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges angesichts eines kindlich oder krank aussehenden Besuchers aus dem All während dessen Sektion durch den Kopf gegangen sein könnte.

Also suchten wir nach härteren, messbaren und besser prüfbaren Tatsachen. Wir fanden sie – aber nicht durch Tüfteln, Zeugen oder Nachdenken, sondern mittels biologischer Vergleiche. Wir fragten uns, ob die Körperzusammensetzung und der Aufbau des fremden Wesens – egal, wo es herkam – unter den im Film erkennbaren Bedingungen Sinn ergaben.

Anatomische Besonderheiten

Nachdem wir die Filmaufnahmen kontrastverstärkt hatten, zeigte sich, dass das Alien am schwer verletzten, durch den Absturz geöffneten Bein eine schräge Wunde aufwies. Darunter lag ein Hohlraum. Die Wunde musste also in einer festen, dicken Schicht liegen, fast wie ein Lochbruch eines Rohres. Das ist eigentümlich, weil lebende Körper eigentlich anders stabilisiert sind. Und einen lebenden Körper hatte unser Alien ja.

Beispielsweise gibt es auf der Erde keine meterhohen Riesenspinnen, weil diese – wie offenbar auch die Beine unseres Außerirdischen – außen hart und innen weich sind. Eine harte Außenhülle muss mit zunehmender Größe der Riesenspinne aber immer dicker werden, damit sie das Gewicht tragen kann. Da solch eine feste Hülle steif sein muss, können die ebenfalls immer dicker und steifer werdenden Gelenke bald nicht mehr arbeiten. Riesenspinnen wären also unbewegliche Spinnen. Darum könnten sie uns nichts anhaben.

Warum hat das Alien im Film also einerseits eine dicke, steife Außenhaut, zugleich aber die Gelenke eines Menschen, bei dem die steifen Knochen innen liegen? Denn menschliche Gelenke funktionieren ja überhaupt nur durch ihre außen liegenden Muskeln und Sehnen, die mit den innen liegenden Knochen verbunden sind. Beim Alien stimmt also etwas nicht.

Zur Erklärung, warum dieser biologische Widerspruch so interessant ist: Unsere Außenhülle, die Haut, ist sehr stabil. Man kann Haifisch-Angelhaken hindurchstecken und Menschen damit in die Luft ziehen (body suspension). Sie ist aber trotzdem nicht hart und steif, sondern eine bieg- und dehnbare Hülle. Das Alien ist biomechanisch also verdächtig menschenähnlich aufgebaut, ohne offenbar unter irdischen Bedingungen entstanden zu sein.

Gleichzeitig ist das Wesen so vermurkst konstruiert, dass keine Umwelt auf anderen Planeten dazu passt. Denn käme es von einem Planeten mit großer Schwerkraft, würden wir ein gedrungenes Wesen erwarten, das nicht auf zwei schlanken Beinen geht. Bei geringerer Schwerkraft erwarten wir ein fluffig-elastisch gebautes Alien, ohne die harte Außenschicht unseres Film-Fremdlings, die beim Unfall wie erwähnt gleich einem außen harten Rohr aufgebrochen wirkt.

Die Schwerkraft wirkt aber im ganzen Universum, auch auf anderen Planeten, und lässt sich nicht abschirmen. Sie verhält sich nicht wie magnetische oder elektrische »Strahlen«, die wir durch eine Metallwand abblocken können. Die Anziehung von Massen lässt zwar mit zunehmender Entfernung nach, ihre Wirkung ist aber doch unbegrenzt und nicht abschirmbar. Sie endet nie.

Wenn daher Lebewesen, die wie unser Alien Arme und Beine haben, auf einem Planeten aufwachsen, dann sind sie immer der Schwerkraft dieses Planeten ausgesetzt. Massen ziehen sich an – auch Planeten und deren BewohnerInnen gegenseitig. Die Schwerkraft wirkt sich darum auf den Bauplan aller Lebewesen aus, auch auf unser Alien. Und dessen Konstruktion sieht bezogen auf den der Schwerkraft angepassten Aufbau verdammt erdenähnlich aus.

Alienblut

Man könnte nun – entgegen aller bisherigen archäologischen Funde – einwenden, dass das Alien vielleicht von Ahnen abstammt, die irgendwann einmal die Erde besucht hätten (oder wir sie). Die Erbsubstanz wäre ausgetauscht und vermischt worden, und danach hätten die Wesen mit großem technischen Aufwand Raumstationen mit anderen Schwerkraftverhältnissen gebaut und jeden Tag wie menschliche Astronauten ein Fitnessprogramm betrieben, um ihre Knochen und Muskeln funktionsfähig zu halten.

Doch selbst diese schon herausfordernde Annahme hilft uns nicht, den Körperbau des Wesens zu verstehen. Denn es geht nicht nur um Knochen und Muskeln. Das tote Alien hat auch keine Totenflecken, obwohl bei seiner Sektion Blut oder eine andere Flüssigkeit aus seinem Körper läuft.   

Teile des Blutes sickern mit der Schwerkraft ins Gewebe und bleiben dort stecken: Totenflecken. Die Frau lag auf dem Rücken – dort, wo die Matratze und Falten gegen den Körper drückten, gelangte kein Blut ins Gewebe (weiße Aussparungen).

Wenn eine Flüssigkeit auf der Erde in einem lebenden Körper wie Blut funktioniert, dann sammelt sie sich durch die Schwerkraft in unteren Körperbereichen an. Langstrecken-Reisende kennen das, weil die Beine nach einigen Stunden ohne Bewegung wehtun. Ältere Menschen kennen es als »Wasser in den Beinen«, jüngere vielleicht von einer Ohnmacht, wenn ihr Herz nicht mehr stark genug schlägt, um das Blut gegen die Schwerkraft nach oben, in Richtung Gehirn, zu transportieren.

Bei toten Menschen entstehen deshalb Totenflecken. Das sind rötlich gefärbte Bereiche des Körpers, in welche die Schwerkraft Teile des Leichenblutes gezogen hat. Nach einigen Stunden sitzen diese toten, roten Blutverfärbungen dauerhaft im Gewebe fest und lassen sich nicht mehr verschieben, beispielsweise durch einen Daumendruck auf die betreffende Stelle. Die Totenflecken fließen bald auch nicht mehr an andere Gewebestellen, wenn man die Leiche dreht. Warum also hat das Alien keine Totenflecken?

Möglich wäre, dass die blutartige Flüssigkeit des Aliens farblos ist. Sein Blut würde dann zwar ins Gewebe sinken und dort Flecken erzeugen – wir könnten sie wegen der fehlenden Eigenfarbe aber nicht sehen.

Farbloses Blut? Das hört sich verrückt an, ist aber auch auf der Erde weitverbreitet. Die meisten irdischen Lebewesen transportieren ihre Nähr- und Botenstoffe mit einer hellen, nicht wie bei Menschen rot gefärbten Flüssigkeit durch ihre Körper. Insekten verwenden dazu beispielsweise farblose Hämolymphe. Das Blut von Tintenschnecken, Krebsen, Spinnen und Muscheln enthält statt Eisen die Kupferverbindung Hämocyanin. Auch sie ist farblos. Es gibt also farbloses Blut auf der Erde, und vielleicht auch anderswo.

Während der Sektion des Aliens aus Roswell rinnt aber dunkles Blut aus seinem Halsschnitt. Da seine erkennbar dicke Haut mit Nährstoffen versorgt werden muss, muss die Nahrung dafür durch Blut ins Gewebe gebracht werden. Einfaches Sickern oder Diffusion genügen dafür nicht, weil damit nur kurze Strecken überbrückt werden können, beispielsweise bei Bakterien. Entweder ist das Blut des Aliens also hell (ist es aber nicht) oder es gelangt ins Gewebe und muss dann Totenflecken erzeugen (passiert auch nicht).

Vermutlich hat hier jemand eine irdische, richtige Beobachtung auf eine fremdplanetarisch erfundene Wirklichkeit gepropft. Immerhin – das ist eine Stoßrichtung, die sich durch Spuren und Beweise, auch ohne Glauben und Meinen, verfolgen lässt.

Füße auf Abwegen

Ungewöhnlich sind auch die Füße des Aliens. Warum sollte auf einem anderen Planeten dieselbe Fußform entstehen, wie wir sie auf der Erde von Menschen – und nur von Menschen – kennen? Selbst wenn der fremde Planet erdähnlich oder der Erde sogar bis ins Kleinste gleich aufgebaut wäre: Dort entstehende Körper wären, auch unter vollkommen gleichen Umweltbedingungen, anders aufgebaut.

Lebewesen entwickeln sich – sogar auf ähnlichen Planeten – stets stark unterschiedlich, weil die Entwicklung des Lebens als Einbahnstraße verläuft. Bereits »entwickelte«, also bei lebenden Wesen vorhandene Organe, Knochen und dergleichen können zwar in weiter entwickelten Lebewesen wiederverwendet und umfunktioniert werden. Eine Neuordnung der vielen verschachtelt arbeitenden Gewebeteile ist aber unmöglich.

Wenn ein solcher Neubau möglich wäre, dann hätte sich mit der Entwicklung des aufrechten Ganges von Affen und Menschen beispielsweise der Bau des Beckens und der Gelenke völlig verändert. Neugeborenenköpfe würden dann bei einer vaginalen Geburt nicht mehr stark zusammengequetscht, SportlerInnen würden die Bänder nicht reißen, und Bandscheibenvorfälle gäbe es auch nicht mehr. All diese Unvollkommenheiten kommen daher, dass Becken, Bänder und Bandscheiben Kompromisskonstruktionen sind. In der Evolution müssen die zum Überleben nötigen und sinnvollen Aufgaben stets mit den körperlich schon gegebenen Möglichkeiten in Einklang stehen. Da man aber weder auf Geburten noch auf Bewegung verzichten kann, muss das bereits vorhandene, beispielsweise für den vierbeinigen Gang gebaute Material, so angepasst werden, dass es funktioniert. Perfekt wäre etwas ganz anderes, nämlich ein Neubau von Grund auf. Es ist also sehr ungewöhnlich, dass in dieser Einbahnstraße aus irdischen Zufällen mit Vulkanausbrüchen, Kriegen und Klimaveränderungen über Jahrmillionen genau der gleiche Fuß bei Aliens und Menschen vorkommen soll.

Selbst auf einem sehr ähnlichen Planeten wäre daher der Aufbau der Lebewesen über die Jahrhunderttausende immer wieder an kleinen Abzweigungen, in kleinen Schritten, ein wenig anders verlaufen. Fluten, Sandstürme und Kälte löschen beispielsweise immer wieder einen Teil der Lebewesen zufällig aus, und eine etwas anders gebaute Form von Lebewesen überlebt ebenso zufällig. Die wunderschöne Vielfalt der Lebensformen auf der Erde zeugt von solchen Zufällen und kleinen Konstruktionsschritten. Nicht nur wird jede Nische der Welt – von einer heißen Quelle unter Wasser bis zum Schnee in den Bergen – von Lebendigem besiedelt. Die Besiedlung verläuft eben auch durch Verdrängungen, Zufälle, Katastrophen im Rahmen des genau dann und dort gegebenen genetischen Spielraumes.

Es gibt auf der Erde deshalb nicht nur sehr viele Fußformen (Pferde und Vögel gehen auf ihren Zehen, Enten haben Schwimmhäute), sondern auch verschiedene Augenarten. Tintenschnecken haben beispielsweise keinen blinden Fleck in der Netzhaut, eine schlitzförmige Pupille und eine andere Linsenfüllung. Ihr Auge ist anders als Menschenaugen aufgebaut, obwohl es ähnlich aussieht.

Wenn es nun schon auf der Erde Millionen getrennter Entwicklungen, darunter sogar Neuerfindungen der Sehorgane gab – warum sollte dann auf einem anderen Planeten ausgerechnet ein bis ins Detail gleicher Menschenfuß oder ein irdisch anmutendes Menschenauge entstehen?

Box: Alien-Augen

Mein Kollege (und Vorbild) Prof. Dr. Benno Meyer-Rochow ist der produktivste Forscher, den ich kenne. Er gewann einen Ig-Nobelpreis für Strömungslehre in Harvard, nachdem er den Druck berechnete, mit dem Pinguine ihren Kot sternförmig ums Nest spritzen. Dabei durfte er die Tiere nicht anfassen, weil das in freier Natur streng verboten ist.

Meyer-Rochow, der mittlerweile in Japan lebt, hat Suizide unter Sehbeeinträchtigten erforscht, den Einfluss von Licht vor der Geburt auf das menschliche Leben danach geprüft und die Augen von Kerbtier- und Schnecken-Arten beschrieben, die noch nicht mal Google kennt. Jüngst hat er haarige Larven rasiert und festgestellt, dass sie danach im Wasser untergehen. Ich kenne keinen Forscher, der so viele jenseits des Tellerrands liegende biologische Arbeiten geschrieben hat wie er.

Da er sich seit Jahrzehnten mit dem Aufbau der Augen von Motten, Schnecken, Menschen, Krebsen und Krokodil-Eisfischen sowie der Wirkung von Licht auf Lebewesen beschäftigt, fragte ich ihn, wie viele Sorten von Augen er auf der Erde kennt.    

Mark/Frage:

Welche irdischen Augentypen fallen Dir auf Anhieb ein?