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Mondscheinsinnphonie

Daniel von Trausnitz

MondscheinSinnphonie

… aber es hätte schlimmer kommen können

Mit acht schwarz/weiß Skizzen von Daniel von Trausnitz

 

FUEGO

– Zu diesem Buch –

 

Daniel von Trausnitz erzählt über das Leiden am Ende einer Beziehung und die Geschichte (s)eines Lebens. Er schildert mit viel Wortwitz die Erlebnisse und Gedanken, in der Zeit in der das Ende der Liebe noch weh tut und der Ärger und die Gleichgültigkeit noch nicht in der Seele Einzug gehalten haben.

Kurzum, wir erkennen uns alle wieder und es ist wohltuend zu lesen das man nicht alleine ist!

 

 

 

 

Es gibt im Leben nur die Entscheidung

zwischen „hinnehmen” und „ändern”

und den Weg von einem zum anderen.

 

 

 

 

An einer sonnigen Stelle eines Strandes,

der tief verborgen in meiner Seele liegt,

entdeckte ich eine bestialische Kreatur,

kauernd am Boden.

Kauend, ihr blutiges Herz in den Händen haltend.

„Ist es gut, dieses Herz?”

fragte ich dieses unbarmherzige Wesen

„Es ist bitter … sehr bitter Bruder”,

antwortete die Bestie

„Aber es ist mein Herz und bitter,

darum mag ich es”.

… was für eine Scheiße!

Gut, die Benutzung von Fäkalien in Überschriften dient meist zu nichts anderem, als der Aufmerksamkeitsgewinnung, aber in diesem Fall hat sie sogar Bezug zum Thema. Unsere Fähigkeit zum sprachlichen Ausdruck unserer Empfindungen tendiert zu einem anspruchslosen Wortsystem. Vom kleinen Missgeschick bis zur großen Katastrophe gibt es das Universalschimpfwort „Scheiße” und mit dem Namen des Organs, welches selbige entlässt, werden missliebige Personen tituliert. Ist das nicht besch…eiden?

 

Aber kommen wir nun zum eigentlichen Thema.

 

Die Antwort auf die Frage ob uns jemand, den wir begehren, liebt, kennt das Gänseblümchen wirklich nicht. Dieser Gartenschönheit werden die kleinen Blätter völlig sinnlos ausgerissen um die Liebestendenzen des Begehrten oder der Begehrten zu bestimmen.

Sie liebt mich – sie liebt mich nicht … Sie liebt ihn – sie liebt ihn nicht …

Und mal Hand aufs Herz, welchen Vorwurf könnte ich einer Frau machen, die ein so großes Herz besitzt, dass sie alle liebenswerten Männer des Universums zu lieben vermag?

„Ja, ich liebe sie alle und nicht nur die, die ich kenne oder denen ich zu begegnen hoffe. Nein, ich liebe alle Männer die auf der Erdoberfläche existieren. Darüber hinaus liebe ich alle Männer, die jemals existiert haben und die in Zukunft existieren werden, nicht eingerechnet die Zahl derer, die meine Phantasie aus dem Nichts hervorzaubert. Alle nur möglichen Männer sind am Ende in den weiten Kreis meiner Zuneigung eingeschlossen.”

Während sie diesen, für mich tatsächlich etwas verstörenden, Vortrag hält, gestikuliert sie theatralisch. Aber im Nachhinein ist das alles für mich die Definition des Lächerlichen. Das Benehmen eines Menschen der eigentlich dasselbe will wie ich, aber aus dem Gleichgewicht kommt, weil er sich in einer Sinnkrise seines beschissenen Lebens befindet, ist einfach lächerlich.

 

„Scheiß drauf … Ich hacke ein Loch in unser Raumschiff und ich weiß, es ist nicht klug … Goodbye und guten Flug!”

 

Vielleicht lässt sich einiges leichter ertragen wenn man verblödet ist. Aber vielleicht verpasst man ja auch etwas Wichtiges. Obwohl, nicht jede Scheiße hat das Zeug zum Dünger zu werden. Liebe ist doch nur ein Tripper des Geistes, eine Art „Ausfluss” der Phantasie und wenn ihr nicht rechtzeitig Einhalt geboten wird, bricht sie nach außen durch in Schwären von heroischen Versen. Alle Verliebten sind doch vorübergehend Dichter, Denker oder Schriftsteller. Sie formen aus ihren Helden eine Art Mosaik verschieden farbiger Steine, zusammengefügt zu einer Götzenfigur, die sie durch eine viel zu starke Phantasie und eine den Blick verzerrende rosarote Brille auf einem von Schmetterlingen getragenen Podest vor sich sehen. Alles tanzt in einem, aber eher sehr steif und unnatürlich. Und obwohl sich die Liebenden die Sterne vom Himmel stehlen wie Prometheus das Feuer um diesen zärtlichsten Spross der menschlichen Zuneigung zu beseelen, wird sie all das nicht lebendiger machen, noch die Lebendigen liebend. Die Scheiße bleibt trotzdem dieselbe, nur die Fliegen wechseln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(gleichgültiges Schulterzucken)

Zeichnung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… wie dem auch sei, ist es schade,

dass du endlich weg bist!

Wie alles begann

Mein Name ist Daniel. Geboren wurde ich an einem winterkalten Valentinstag im Jahre 1971 am frühen Morgen um 06.08 Uhr im Neu- Maria Hilf Krankenhaus in Göttingen. Und bereits dort, zu dieser unchristlichen Zeit, beginnt schon alles drunter und drüber zu gehen - also das mit den Frauen. Das Thema, das mich seither und immer wieder beschäftigt.

Aber – ich beginne von vorne.

Meine Eltern lebten in einem kleinen, aber sehr gemütlichen Reihenmittelhaus in Friedland, einem, zu dieser Zeit meiner Geburt, rund 900 Seelen-Ort im südlichsten Zipfel Niedersachsens, nahe des Dreiländerecks mit Hessen und Thüringen. Es war ein beschauliches, auf dem Hagen, dem Hausberg des Dorfes, von einem großen vierstrahligen Betonklotz überragtes, kleines Nest. Es gab einen Tante Emma Laden, in diesem Frau Langner alles verkaufte, was man so für das täglich Leben brauchte. Einen kleinen Bahnhof,  von dem man, natürlich mit dem Zug, die Städte Göttingen und Kassel erreichen und von dort aus den Rest der Welt bereisen konnte. Nicht weit von diesem Bahnhof entfernt und im Kern des Ortes, befand sich das sogenannte Grenzdurchgangslager, eine Aufnahme- und Auffangstation für Spätheimkehrer - im Übrigen der Grund für den Betonklotz auf dem Hausberg Friedlands, in dem die Familie meines Vaters viele Jahre zuvor aus Mittelschlesien ankam und in Friedland eine neue Heimat fand.

Für die damals jüngeren Menschen aus Friedland und den umliegenden Orten, war die „Django - Bar”, eine Diskothek, die regelmäßig auf dem Saal eines Friedländer Speiserestaurants stattfand, sicher das kulturellste Highlight ihres beschaulichen Daseins hier in Südniedersachen. Und eben hier, inmitten dieser, eigentlich nichtssagenden Behaglichkeit, beginnt meine Geschichte.

Zeichnung

Es ist der 13. Februar 1971

Neun Monate danach. Also, nach der Nacht, die meine Eltern vielleicht auch in der Django-Bar und sehr viel später zu Hause, vermutlich im Bett, oder auf dem Sofa, evtl. auch auf dem Fußboden verbrachten. Küchentisch? … man munkelt ja, dass mein persönliches Zellwachstum auf Sylt seinen Anfang nahm, doch ich schweife ab.

Es ist später Abend, sehr später Abend, also schon eher früher Morgen in der Django-Bar. Von der Schallplatte schrie Peter Lincoln „Fox on the Run” in sein Mikrofon und seine Band The Sweet eilte ihm, mit treibendem Schlagzeug und harten Gitarren hinterher.

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