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Meine sichere Geldanlage - Keine Frage offen

Vorwort

Die deutschen Privathaushalte verfügen über sehr viel Geld. Sage und schreibe fast 4,5 Billionen Euro haben sie auf der hohen Kante. Einige Milliarden haben die Deutschen allerdings in der Finanzkrise verloren. Betroffen waren insbesondere Kapitalanlagen in Wertpapiere und Investmentfonds. Und nicht zum ersten Mal mussten viele Anleger erkennen, wie Banken und Finanzvermittler das in sie gesetzte Vertrauen missbrauchten, um in erster Linie die eigenen Gewinne zu sichern. Die vermeintlich sichere Geldanlage bescherte dem Anleger plötzlich nie geahnte Verluste.

Jetzt gilt, aus diesen Umständen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und die lauten, sich eingehend über die verschiedenen Anlageprodukte und -formen zu informieren, bevor man investiert. Und nicht Rendite allein kann das Anlageziel sein, gefragt sind vielmehr die solide Geldanlage und der richtige Anlage-Mix. Nur wer die Risiken der verschiedenen Anlageprodukte einzuschätzen weiß und nicht auf die verlockenden Sprüche der Finanzanbieter vertraut, kann überraschende Verluste vermeiden. Wer weiß, wie die einzelnen Anlageformen funktionieren, kann seine Chancen und Risiken richtig beurteilen und seine Geldanlagen sicher und solide planen.

Nicht die Anlageprodukte, die der Bank oder anderen Finanzanbietern das meiste Geld bringen, sind die richtigen, sondern die, die Ihren Interessen und Ihren persönlichen Lebensumständen gerecht werden. Im Vordergrund Ihrer Anlageentscheidung stehen deshalb Ihr verfügbares Einkommen, Ihr Lebensalter, Ihr Familienstand, Ihre Lebensplanung mit Ihren Wünschen und Zielen und nicht zuletzt natürlich auch Ihre Risikobereitschaft. Informationen über das jeweilige Anlageprodukt sind unentbehrlich. Aber vertrauen Sie nicht allein darauf, dass der Mitarbeiter der Bank oder des Finanzanbieters Sie entsprechend informiert; ihm müssen wir, und das zeigen die Erfahrungen der letzten Monate, häufig ganz andere Interessen unterstellen.

Dieser Ratgeber will Sie darüber informieren, wie Sie Ihr Geld sicher und solide anlegen können. Das schließt mit ein, auch die Risiken bei Anlagen in Wertpapiere und Investmentfonds aufzuzeigen. Die Darstellung beschränkt sich nicht darauf, nur die gängigen Anlagemöglichkeiten aufzuzeigen. Auch Kapitalanlagen bei Versicherungen und durch Erwerb von Wohneigentum sind einbezogen. Und gezeigt wird auch, wie der Staat Sie bei Ihrer Vermögensbildung untersützt, wie die verschiedenen Kapitalanlagen besteuert werden und wie Ihr Geld vor Pleiten geschützt ist.

Ganz wichtig ist in Geldangelegenheiten eine gute und seriöse Beratung. Deshalb erfahren Sie auch, wie Sie eine gute Beratungsqualität erkennen können und wo Sie unabhängig beraten werden.

Baden-Baden, August 2010

Otto N. Bretzinger

Kapitel 1: Vorüberlegungen bei der Geldanlage

Wenn Sie sich mit den verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage beschäftigen wollen, müssen Sie sich zunächst darüber klar werden, welche kurz-, mittel- oder langfristigen Ziele Sie verfolgen. Kurz gesagt: Die Geldanlage muss immer auch Ihre Lebensplanung berücksichtigen.

Und Sie müssen die Frage beantworten, mit welchen Erwartungen Sie an die Sache herangehen. Oberstes Ziel wird regelmäßig die Frage der Sicherheit sein. Daneben dürfte für Sie aber auch die Rentabilität und die Liquidität der Geldanlage eine wichtige Rolle spielen.

Lohnt es sich auch bei wenig Geld über die Geldanlage nachzudenken?

Ja natürlich. Wie heißt es so schön: »Die erste Million ist die schwerste, die anderen kommen fast von alleine« oder »Reich wird man nicht mit dem Geld, das man spart, sondern mit dem, das man nicht ausgibt«. Es lohnt sich also, auch das wenige Geld, das man übrig hat, sinnvoll anzulegen. Und auch, wenn Sie monatlich nur 50,00 oder 100,00 Euro zurücklegen oder einen Einmalbetrag von 500,00 Euro anlegen wollen, sollten Sie über eine solide Anlage nachdenken und dabei gewisse Grundregeln beachten. Und dazu gehört insbesondere auch, zunächst Ihre Sparziele genau festzulegen.

Legen Sie Ihre Sparziele fest

Wenn Sie Geld anlegen wollen, sollten Sie genau wissen, für welchen Zweck Sie Ihr Kapital einsetzen wollen. Denn danach richtet sich das geeignete Anlageprodukt. Wollen Sie Ihr Geld, das Sie im Moment nicht benötigen, einfach mal nur so auf die hohe Kante legen, um eine Liquiditätsreserve zu haben, oder wollen Sie für eine bestimmte Anschaffung sparen? Oder wollen Sie mit dem Geld Ihre Altersvorsorge aufbauen? Egal, welchen Zweck Sie mit der Geldanlage verfolgen, auf Ihre Liquidität sollten Sie immer achten. Deshalb ist insbesondere auch Ihr monatlich verfügbares Einkommen von Bedeutung. Wie sicher ist Ihr Arbeitsplatz? Nur bei einem einigermaßen sicheren Arbeitsplatz sollten Sie einen längerfristigen Vermögensaufbau in Erwägung ziehen. Andernfalls müssen Sie bei der Geldanlage auf Nummer sicher gehen.

Darauf sollten Sie unbedingt achten

Über zwei bis drei Monatsgehälter sollten Sie immer verfügen können, wenn Sie für ungeplante Ausgaben Geld benötigen. So vermieden Sie die teure Aufnahme eines Raten- oder Dispokredits. Und wenn Sie noch Schulden haben, sollten Sie die zunächst tilgen. Denn Schuldentilgung ist die beste Geldanlage. Schließlich ist die beste Rendite, die Sie mit Ihrem Geld erzielen können, eingesparte Kreditzinsen.

Sicherheit geht vor Rendite

Je kleiner Ihr Vermögen ist, desto mehr sollten für Sie sichere Geldanlagen Priorität haben. Anlagerisiken sollten Sie deshalb vermeiden. Das geht zwar auf Kosten der Rendite, das sollten Sie aber in Kauf nehmen.

  • Wenn Sie Ihre Geldanlage als Liquiditätsreserve verstehen, müssen Sie gegebenenfalls kurzfristig über Ihr Geld verfügen können. Sinnvolle Anlageprodukte sind insbesondere das Tagesgeldkonto (vgl. Seite 44 f.), das Sparkonto (vgl. Seite 44 f.) oder auch ein über wenige Monate laufendes Festgeld (vgl. Seite 46 f.).

  • Wenn Sie Ihr Geld für Anschaffungen zurücklegen wollen, können Sie sich bei Ihrer Geldanlage auch mittelfristig orientieren. Mögliche Anlageformen sind der Ratensparvertrag (vgl. Seite 48 f.), Bundeswertpapiere (vgl. Seite 60 ff.), Sparbriefe (vgl. Seite 50 f.), Pfandbriefe (vgl. Seite 70 f.) oder Festgelder.

Welche Risiken sind mit Geldanlagen verbunden?

Niemand will Geld verlieren. Wenn Sie Ihr Geld aber gut anlegen wollen, müssen Sie immer beachten, dass mit bestimmten Anlageformen auch unterschiedliche Risiken verbunden sind.

Liquiditäts-, Kurs- und Zinsänderungsrisiko

Liquidität einer Geldanlage bedeutet, dass Sie Ihre Anlagewerte immer marktgerecht verkaufen können. Das ist bei an der Börse gehandelten Aktien nicht zwangsläufig der Fall.

Das Kursrisiko besteht darin, dass Sie Anlagepapiere (z.B. Aktien) zu einem geringeren Kurspreis als dem Ankaufspreis verkaufen müssen. Davon waren in der jüngsten Vergangenheit viele Anleger betroffen. So haben z.B. Anleger am »Neuen Markt« bis zu 90 Prozent ihres Kapitals verloren. Aber auch bei festverzinslichen Wertpapieren können Kaufverluste eintreten, wenn das Zinsniveau steigt.

Das Risiko einer Zinsänderung betrifft die Höhe des Ertrags des eingesetzten Kapitals. Die Substanz Ihrer Geldanlage bleibt dagegen erhalten.

Verlust- und Inflationsrisiko

Am schlimmsten trifft Sie bei bestimmten Geldanlagen das Risiko, Ihr angelegtes Kapital ganz oder zum Teil zu verlieren.

Bei Geldanlagen besteht auch ein Inflationsrisiko. Wenn Sie sich für eine bestimmte Anlage entscheiden, können Sie nicht immer vermeiden, dass Sie durch den Kaufkraftverlust finanziellen Schaden nehmen. Achten Sie deshalb auf eine Verzinsung Ihres Kapitals, die über der Inflationsrate liegt. Vor allem Immobilien haben sich in der Vergangenheit trotz Geldentwertung häufig als wertbeständig erwiesen.

Beispiel

Bei geschlossenen Fonds (vgl. Seite 88 f.) handelt es sich um Produkte des grauen Kapitalmarkts, die keiner Aufsicht durch staatliche Behörden unterliegen. Durch unseriöse Anlagemodelle werden Jahr für Jahr Milliardenbeträge vernichtet.

Sichere und risikoreiche Geldanlagen

Geldanlagen bei Banken sind wegen der Einlagensicherung sichere Anlageprodukte. Dazu gehören insbesondere Sparkonten, Tagesgelder, Termin- und Festgelder, Sparbriefe und Ratensparverträge. Es gibt keine Kursschwankungen, bei Termin- und Festgeld ist allerdings die Verfügbarkeit bis zum vereinbarten Termin eingeschränkt. Die Anlegprodukte gewährleisten einen sicheren Vermögensaufbau mit einer Verzinsung auf Geldmarktniveau. Sie kommen insbesondere auch für die Bildung von Rücklagen in Betracht. Auch Bausparen und Anlagen in Bundeswertpapiere, Pfandbriefe oder Geldmarktfonds sind wenig riskant. Dagegen gehören insbesondere Aktien, Aktienfonds und Derivate zu den Anlageformen mit hohem Risiko.

Welche Faktoren sind für eine solide Geldanlage von Bedeutung?

Wenn Sie Geld anlegen wollen, sollten Sie folgende wichtigen Kriterien beachten: Rentabilität, Sicherheit, Liquidität. Dabei handelt es sich um miteinander konkurrierende Ziele. Die Kriterien stehen zueinander also in einem Spannungsverhältnis, weil eine Geldanlage in der Regel nicht alle drei Kriterien gleich gut erfüllen kann. Man spricht deshalb auch vom »magischen Dreieck« der Geldanlage.

Rentabilität

Die Rentabilität kennzeichnet den Erfolg der Geldanlage, der im jährlichen Gesamtertrag der Anlage zum Ausdruck kommt, wie hoch also die Erträge im Verhältnis zum angelegten Kapital sind. Der Ertrag einer Anlage kann aus Zinsen, Dividenden und Wertsteigerungen bestehen. Bei festen Zinsen steht der Ertrag von vornherein fest. Dagegen schwankt die Rendite bei variablen Zinsen oder bei Spekulationen am Aktienmarkt. Tatsache ist, dass Wertpapiere über einen längeren Zeitraum eine höhere Rendite erzielen als Einlagen bei Banken. Je riskanter also die Geldanlage ist, desto höher kann ihre Rentabilität sein.

Sicherheit

Hier steht der Erhalt des eingesetzten Kapitals im Vordergrund. Wer es sich also nicht leisten kann, Geld zu verlieren, sollte immer auf Nummer sicher gehen und riskante Anlagen vermeiden. Als sichere Anlageprodukte gelten u.a. das Sparbuch, Spareinlagen und Sparbriefe, der Bausparvertrag und eine Immobilie. Riskante Anlagen, die es in punkto Sicherheit zu vermeiden gilt, sind u. a. Aktien, variabel verzinsliche Wertpapiere und Zertifkate, aber auch festverzinsliche Wertpapiere von wenig kreditwürdigen Unternehmen und Banken.

Beispiel

Probleme kann es beim so beliebten Sparbuch geben. Sie können ohne Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist lediglich über 2.000 Euro monatlich verfügen. Wenn Sie die Kündigungsfrist nicht einhalten, müssen Sie an die Bank Vorschusszinsen zahlen.

Liquidität

Bei der Liquidität geht es um die Verfügbarkeit einer Anlage, also um die Frage, wie schnell man an das angelegte Geld herankommt bzw. ob man Verluste hinnehmen muss, wenn man über das Geld kurzfristig anderweitig verfügen will.

Über ein Tagesgeldkonto können Sie jederzeit zugreifen. Entsprechendes gilt für Aktien, die Sie an jedem Handelstag verkaufen können; allerdings müssen Sie bei niedrigen Kursen unter Umständen einen Verlust hinnehmen.

Individuelles Anlageprofil ermitteln.

Wählen Sie die Sparform, die Ihren Sparzielen entspricht. Und berücksichtigen Sie bei der Geldanlage Ihr individuelles Anlageprofil. Dazu müssen Sie insbesondere Ihre persönliche Risikobereitschaft ermitteln. Die optimale Geldanlage kann dann unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Ziele aus einem gesunden Mix verschiedener Anlageformen bestehen.

Inwieweit spielt meine persönliche Lebenssituation bei der Geldanlage eine Rolle?

Ihre persönliche Lebenssituation spielt eine ganz wichtige Rolle bei der Frage, auf was Sie bei der Geldanlage achten sollten. Von Bedeutung sind insbesondere Ihr Einkommen, über das Sie verfügen können, Ihr Lebensalter und Ihre privaten Wünsche und Ziele.

Verfügbares Einkommen

Ihr laufendes Einkommen und das gesparte Geld sind die Grundlagen für die Geldanlage. Sie können nur das Geld anlegen, das Sie für Ihre täglichen Bedürfnisse nicht benötigen. Und zwei bis drei Monatsgehälter sollten Ihnen jederzeit als verfügbare Reserve für unvorhergesehene kurzfristige Ausgaben zur Verfügung stehen. Dieses Geld muss Ihnen kurzfristig zur Verfügung stehen, sodass nur sichere Bankeinlagen als Anlageform in Betracht kommen (vgl. Seite 42 ff.). Berücksichtigen müssen Sie auch Ihre private Altersvorsorge. Zehn Prozent Ihres Nettoeinkommens sollten als Sparquote dazu beitragen (vgl. auch Seite 122 ff.).

Nur das Kapital, das Sie nicht für kurzfristige unvorhergesehene Ausgaben und für die Altersvorsorge benötigen, kann für eine mittelfristige Vermögensbildung eingesetzt werden.

Lebensalter

Die richtige Anlagestrategie darf natürlich auch nicht Ihr Lebensalter außer Acht lassen. Je früher mit dem Vermögensaufbau begonnen wird, desto länger ist die Sparphase mit der Konsequenz, dass mehr Vermögen angesammelt werden kann. Und junge Sparer können wegen des längeren Anlagehorizonts auch ein höheres Schwankungsrisiko eingehen.

Beispiel

Bei einer mittelfristigen Vermögensbildung kann das Geld dann z.B. in Bundesschatzbriefen oder Bundesanleihen angelegt werden. Auch Bundesfnanzierungsschätze mit ein- oder zweijähriger Laufzeit sind interessant. Und je größer das bereits angesammelte Vermögen ist, desto höher kann auch der Anteil sein, der für risikoreichere Anlageformen eingesetzt werden kann.

Private Wünsche und Ziele

Ihre persönlichen Wünsche und Ziele sind die Basis für die richtige Anlagestrategie. Berücksichtigen Sie dabei insbesondere, dass sich diese Wünsche im Laufe der Zeit auch ändern können. Und leider werden nicht alle Ihre Wünsche und Ziele in Erfüllung gehen. Legen Sie am besten daher von vornherein fest, welches Einzelziel Priorität genießen soll.

Zeitperspektiven beachten

Planen Sie in drei zeitlichen Perspektiven und richten Sie danach den Anlage-Mix aus. Berücksichtigen Sie kurzfristige Wünsche (z.B. Ihren nächsten Urlaub), mittelfristige (z.B. Sparen für ein neues Auto oder Erwerb einer Eigentumswohnung) und langfristige Ziele (z.B. Ihre Altersvorsorge).

Wie soll ich mein Geld anlegen, wenn ich noch jung und nicht verheiratet bin?

Wenn Sie noch jung und Single sind, stehen häufig Konsumwünsche im Vordergrund. Kleinere Investitionen können Sie aus Ihrem laufenden Einkommen finanzieren, auf größere Anschaffungen müssen Sie ansparen. Ferner müssen Sie Ihre Altersvorsorge im Auge behalten.

Geldanlage

Am Anfang Ihres Berufslebens werden die finanziellen Mittel eher beschränkt sein. Achten Sie darauf, dass Sie immer über einen »Notgroschen« verfügen können, wenn unvorhergesehene Ausgaben (z.B. die Reparatur des Autos) anstehen. Über zwei bis drei Monatsgehälter sollten Sie so schon jederzeit verfügen können. Sinnvoll ist es, diese finanzielle Reserve auf einem Tagesgeldkonto anzulegen; so können Sie bei Bedarf jederzeit über das Geld verfügen.

In jungen Jahren werden Sie Ihr Geld häufig kurzfristig wieder benötigen (z.B. für den Urlaub). Richtig sind dann Geldanlagen, die flexibel angespart werden können und über die sie zum gewünschten Zeitpunkt verfügen können. Sie sollten dann möglichst in eine sichere Anlageform investieren, so z.B. in einem Banksparplan mit entsprechender Laufzeit.

Staatliche Förderung nutzen

Für den längerfristigen Vermögensaufbau sollte die staatliche Förderung genutzt werden. Der Staat unterstützt das Sparen junger Leute, die noch kein hohes Einkommen haben, z.B. mit vermögenswirksamen Leistungen, die in einen Fonds mit Arbeitnehmer-Sparzulage einzahlen.

Altersvorsorge

Der Altersvorsorge sollten junge Menschen ein besonderes Augenmerk schenken. Dank der langen Spardauer und dem Zinseszinseffekt kann das für den Ruhestand benötigte Kapital auch mit niedrigeren monatlichen Beiträgen angespart werden. Jedes Jahr ohne Riester-Rentenvertrag verschenken Sie bares Geld. Deshalb sollten Sie sich schon früh um den Abschluss Ihrer Riester-Rente kümmern.

Gesunder Anlage-Mix

Achten Sie auf einen gesunden Anlage-Mix: Wenn Sie noch jung sind, am Anfang Ihres Berufslebens stehen und deshalb nur über wenig Geld verfügen können, sollten Sie jeweils circa 40 Prozent Ihres Kapitals kurzfristig in Spareinlagen oder Festgeld und mittelfristig in Bank- oder Fonds-Sparpläne anlegen; den Rest sollten Sie für Ihre Altersvorsorge (z.B. Riester) einsetzen. Als unabhängiger Single, der bereits über angemessene Einkünfte verfügen kann, gewinnt dagegen der mittel- und langfristige Vermögensaufbau an Bedeutung. Deshalb sollten jeweils 40 Prozent in mittel- und langfristige Kapitalanlagen investiert werden. Mittelfristig lohnen auch festverzinsliche Wertpapiere von soliden Schuldnern. Und eine gesicherte Altersvorsorge ist besonders wichtig.

Ich bin verheiratet und habe Kinder – welche Anlageprodukte sind sinnvoll?

Wenn ein Kind kommt, müssen die Risiken und Ziele häufig überdacht und neu geplant werden.

Junge Familie mit Kindern

Wichtig ist zunächst, dass Sie bestimmte Risiken absichern. Sinnvoll kann für beide Partner der Abschluss einer Risikolebensversicherung sein. Dann ist Vorsorge für den Fall getroffen, dass der Hauptverdiener stirbt, daneben aber auch für den Todesfall des Partners, der sich um die Kinder gekümmert hat. Gewährleistet ist dann zumindest die vorübergehende finanzielle Absicherung, bis die finanzielle Situation neu geordnet werden kann.

Achten Sie darauf, dass eine finanzielle Reserve vorhanden ist, die zwei bis drei Monatsgehälter umfassen und jederzeit verfügbar sein sollte. Das Geld kann z.B. als Tagesgeld angelegt werden.

Geld, das für kurzfristige Ziele angespart werden soll (z.B. Familienurlaub, Kauf eines Autos) muss sicher und so angelegt werden, dass es zu gegebener Zeit verfügbar ist. Geeignet sind in diesem Zusammenhang vor allem Banksparverträge.

Riester-Rente

Die staatlich geförderte Riester-Rente ist ein absolutes Muss. Es gibt eine Kinderzulage und auch die Rendite ist attraktiv.

Häufig besteht in einer Familie mit Kindern der Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Sinnvoll kann in diesem Zusammenhang der Abschluss eines Bausparvertrags sein (siehe Seite 112 ff.). Wichtig sind auch Rücklagen für die Ausbildung des Kindes. Und nach wie vor hat die Altersvorsorge für beide Partner große Bedeutung.

Wenn das Eigenheim angeschafft ist, wird der größte Teil des zur Verfügung stehenden Kapitals in die Tilgung der aufgenommenen Hypothek und deren Zinsen fließen. Auch müssen wieder finanzielle Rücklagen aufgebaut werden, die in sichere und kurzfristig verfügbare Anlageprodukte angelegt werden.

Ehepaar mit erwachsenen Kindern

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, fallen zwangsläufig viele Ausgaben für die Eltern weg. Jetzt können bestehende Immobilienfinanzierungen womöglich früher zurückgezahlt und auch Lücken in der Altersvorsorge noch gedeckt werden. Daneben kann freies Geld in kurz- und mittelfristige Anlageformen investiert werden (vgl. Seite 34 ff.).

Sparformen streuen

Sparformen sollten so gestreut werden, dass eine hohe Sicherheit zum Rentenstart gewährleistet ist. So kann es sinnvoll sein, noch bestehende Verbindlichkeiten für Wohneigentum mit dem Rentenstart abzulösen und schuldenfrei in Rente zu gehen.

Anlageformen – welche gibt es?

Es gibt viele Möglichkeiten, Geld anzulegen. In Betracht kommen Geldeinlagen bei Banken, Wertpapiere, Investmentfonds, Bausparen, Immobilien, Versicherungssparen und die private Altersvorsorge.

Nach wie vor findet die traditionelle Vermögensbildung zu einem großen Teil über die Geldanlage bei Banken statt. Gängige Anlageprodukte sind insbesondere Tagesgelder, Termin- und Festgelder, Sparbriefe und Sparverträge (siehe Seite 42 ff.). Zunehmend an Bedeutung gewinnen die Anlage in Wertpapiere (Aktien, Bundeswertpapiere, Anleihen von Unternehmen, Genussscheinen oder Derivaten) und Investmentfonds (vgl. Seite 56 ff.).

Auch die Investition in Wohneigentum kann eine gute und solide Geldanlage sein. Der Weg zum Eigenheim und zur Eigentumswohnung erfolgt häufig über einen Bausparvertrag. Wegen der Einzelheiten vgl. Seite 104 ff.

Geldanlagen bei Versicherungen sind insbesondere in Form der Kapitallebensversicherung, der privaten Rentenversicherung und der fondsgebundenen Rentenversicherung möglich (vgl. Seite 94 ff.).

Die private Altersvorsorge wird vom Staat durch ein Bündel von Fördermaßnahmen unterstützt. Als Anlageformen werden die Riester-Rente, die Basisrente und die Betriebsrente gefördert. Wegen der Einzelheiten vgl. Seite 118 ff.

Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Anlageformen

Welche Anlageform Sie wählen, hängt insbesondere von Ihrem Anlageziel und Ihrer Risikobereitschaft ab. Informieren Sie sich aber in jedem Fall im Vorfeld einer Finanzanlage grundlegend über die verschiedenen Anlageprodukte und die Anbieter. Sinnvoll ist es, einen Anlage-Mix zu bilden und so das Anlagerisiko zu streuen. Nutzen Sie als die gesamte Bandbreite der unterschiedlichen Anlageformen.

Die gute Mischung macht's

Ein Patentrezept für die optimale Geldanlage gibt es nicht, wohl aber einige wichtige Faustregeln, die es zu beachten gilt:

  • Setzen Sie nicht alles auf eine Karte, sondern streuen Sie Ihr Anlagerisiko.

  • Kein Anlageprodukt ist einem anderen auf Dauer überlegen.

  • Langfristig kann sich eine Investition in eine Immobilie als sinnvoll erweisen, weil sie vor einer Geldentwertung schützt.

  • Überprüfen Sie Ihre Geldanlagen von Zeit zu Zeit unter Berücksichtigung Ihrer finanziellen Verhältnisse und unter Umständen veränderter Anlageziele.

Beispiel

Für einen durchschnittlichen Anleger mit einem Monatseinkommen zwischen 1.500 und 2.000 Euro könnte folgender Anlage-Mix sinnvoll sein:

  • 35 Prozent Immobilien.

  • 25 Prozent festverzinsliche Wertpapiere und Festgeld.

  • 25 Prozent Aktien.

  • 10 Prozent Investmentfonds.

Sichere Geldanlagen – welche Anlageformen gehören dazu?

Zu den sicheren Geldanlagen gehören aufgrund der Einlagensicherung bestimmte Anlageprodukte bei den Banken, wie das Bausparen, Bundeswertpapiere und Pfandbriefe.

Geldanlagen bei Banken

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