Logo weiterlesen.de
Meine erfolgreichsten Methoden

Gerhard Pfefferer

Meine erfolgreichsten Methoden

Entscheidungen leicht gemacht





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Einleitung

Mehrfach pro Tag fällen wir Entscheidungen. Ob wir morgens aufstehen oder liegen bleiben sollen, wo es doch gerade so angenehm ist. Ob wir zum Frühstück Tee oder Kaffee trinken, Brötchen oder Müsli oder doch eher nichts essen. Ob wir heute, dank Gleitzeit, um 6 oder um 9 beginnen zu arbeiten, was wir anziehen usw... Das sind Entscheidungen, die gesunden Menschen in der Regel gar nicht als solche auffallen.

Dann gibt es Entscheidungen, die etwas komplexer sind. Entscheidungen über die wir bereits kurz nachdenken. Weisen wir den Partner morgens darauf hin, dass die Zusammenstellung seiner Kleidung nicht gerade vorteilhaft ist auf die Gefahr hin dass er uns noch Abends deswegen nicht ansieht? Mischen wir uns in der Bahn ein, wenn ein 16-jähriger sitzen bleibt während eine alte Dame mit Gehhilfe daneben stehen muss und riskieren dabei, uns zu exponieren? Suchen wir mit unserem Vorgesetzten ein Gespräch weil wir uns gestern ungerecht behandelt gefühlt haben oder lassen wir die Sache auf sich beruhen? Das sind bereits Entscheidungen mit denen viele Menschen ihre Schwierigkeiten haben, Entscheidungen bei denen ein „aber“ ins Bewusstsein dringt.

Und dann gibt es noch jene Entscheidungen, die unser Leben wesentlich beeinflussen oder von denen wir dies zumindest glauben. Welchen Beruf suchen wir uns aus? Bei welchem Unternehmen bewerben wir uns? Lassen wir uns umschulen? Das sind noch die etwas einfacheren der schwierigen Entscheidungen, zumal sie größtenteils rational zu fällen sind. Was aber wenn es darum geht in welchem Lebensabschnitt und ob überhaupt ein Paar ein Kind bekommt und vor allem wieviele? Wie sieht es mit der Partnerwahl oder gar mit einem Wechsel des Partners aus, wo Emotionen und Gefühle ins Spiel kommen und wir mit Rationalität nicht allzu weit kommen?

Warum kommen wir überhaupt in die Situation eine Entscheidung fällen zu wollen oder gar zu müssen? Die Antwort ist verblüffend einfach: Weil mehr als eine Alternative vorhanden ist – sei sie nun eine tatsächliche oder nur scheinbare Alternative. Dadurch wird das Motiv geboren, eine Entscheidung zu fällen. Eines der angenehmsten Motive ist Neugierde in Bezug auf Sachen, denn damit existiert keine zwischenmenschliche Beziehungsebene und wir müssen nicht befürchten, jemandem weh zu tun. Dem Kaffee ist es egal ob wir stattdessen mal Tee probieren weil wir wissen wollen ob uns der morgens auch schmeckt. Eines der schönsten Motive ist wahrscheinlich Liebe. Die Entscheidung einen gewissen Lebensabschnitt gemeinsam zu gehen in der Absicht, dass dieser Lebensabschnitt so lang wie möglich dauern möge. Aber es gibt natürlich auch Motive, die uns weniger angenehm sind, die Druck ausüben oder sogar Lebensnotwendig sind.

Wenn wir lernen, Entscheidungen bewusst zu fällen, werden immer mehr Entscheidungen erfolgreiche Ziele eröffnen und selbst jene Entscheidungen, die sich im Nachhinein als fehlerhaft oder weniger erfolgreich darstellen stärken unser Selbstvertrauen weil wir trotz allem hinter unserer Entscheidung stehen können, denn wir wissen genau aufgrund welcher Parameter und Einzelentscheidungen wir sie gefällt haben und wir wissen auch – und das ist wichtig – dass wir uns falsch entscheiden dürfen und dies hin und wieder auch tun.

Was wir auch bei Entscheidungsfindungen immer im Hinterkopf bewahren sollten:

gelebter Konstruktivismus

 Der Begriff „Konstruktivismus“ sagt im Wesentlichen aus, dass jeder Mensch seine eigene Realität, seine eigene Wirklichkeit lebt ohne dass irgend ein Mensch die objektive Realität und Wirklichkeit wahr zu nehmen im Stande ist. Dieses individuelle Wirklichkeit entwickelt sich aus Erziehung, Prägungen, Erfahrungen, aus den kulturellen Gebräuchen mit denen wir aufgewachsen sind, den Anforderungen der Gesellschaft in der wir leben, kurz aus dem Resümee des bisherigen Lebens.

Oft ist uns nicht bewusst, wie einfach diese individuelle Wirklichkeit beeinflussbar ist.

Es gibt einen dokumentierten, in der Fachwelt bekannten Fall aus der italienischen Stadt Grosseto (aus: Kurzeittherapie und Wirklichkeit, Watzlawick / Nardone 1997/1999 ). Eine Frau aus Neapel, die in Grosseto zu Besuch war, wurde in einem Zustand akuter Schizophrenie ins städtische Krankenhaus eingeliefert. Da die hiesige psychiatrische Station nicht in der Lage war, sie aufzunehmen, wurde beschlossen, sie nach Neapel zurück zu schicken.

Als die Männer der Ambulanz kamen und fragten wo die Patientin denn zu finden sei, wurde ihnen gesagt in welchem Raum diese warten würde. Als die Pfleger dort eintraten fanden sie die Patientin auf dem Bett sitzend, vollständig angezogen, die Handtasche griffbereit. Als sie die Patientin aufforderten, mit ihnen zum wartenden Krankenwagen hinunter zu gehen, wurde sie erneut psychotisch, wehrte sich mit aller Kraft gegen die Pfleger, weigerte sich mit zu kommen und zeigte alle Anzeichen von Persönlichkeitsverlust. Die Pfleger mussten ihr eine Beruhigungsspritze geben um sie in den Krankenwagen zu bringen und machten sich dann mit ihr auf den Weg nach Neapel. Auf der Autobahn außerhalb von Rom wurde der Krankentransport dann von einer Polizeistreife angehalten und nach Grosseto zurück geschickt. Es hatte eine Verwechslung gegeben. Die Frau, die im Krankenwagen lag war eine Frau aus Grosseto, die ins Krankenhaus gekommen war um einen Verwandten nach einer Operation zu besuchen.

Was bedeutet dieses eine Beispiel von unzähligen ähnlich gelagerten für unser Thema? Nun – hier gab es eine fehlerhafte Information – ganz am Anfang, nämlich die falsche Zimmernummer. Diese fehlerhafte Information konstruierte sowohl für die Pfleger als auch für die wartende Frau eine individuelle Wirklichkeit. Für die Pfleger war die Wirklichkeit jene, dass sie eine Patientin vor sich hatten, wobei sich dieser Eindruck noch durch das Verhalten dieser Patientin verstärkte. Schließlich hatten die Pfleger ja Erfahrung mit schizophrenen Patienten und kannten die Symptome und die lagen hier eindeutig vor, für die wartende Frau wurde aus dem Besuch bei einem Verwandten nach einer Operation fast ein längerer Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt in Neapel.

Auf wie vielen fehlerhaften Informationen bauen wir unsere Entscheidungen auf? Welche Wirklichkeit dient uns zur Entscheidungsfindung und wie würde diese Entscheidung auf Grundlage einer anderen Wirklichkeit, entstanden aus anderen Vorinformationen, aussehen?

Sei es nun der radikale Konstruktivismus des Ernst von Glasersfeld, der auch von Prof.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Meine erfolgreichsten Methoden" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen