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Mein kleines Kürbisbuch

Hannelore Dittmar-Ilgen

Mein kleines Kürbisbuch

Eine Entdeckungsreise mit alten und neuen Rezepten





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Ein uralter Begleiter...

Gleich zu Anfang muss ich Euch etwas gestehen: Kürbis mochte ich nicht! Er erinnerte mich immer an ein süß-sauer eingelegtes Gemüse, das es in meiner Kindheit gab. Für mich ein widerli­cher Geschmack. So musste ich dieses uralte Gemüse zugleich wieder entdecken und neu kennen lernen. Und wie meine Rezepte in diesem kleinen Büchlein zeigen: Mit Kürbis lässt sich viel mehr anfangen als einlegen.

Lange Zeit galt der Kürbis als Randerscheinung, nicht nur in meiner Küche. Dabei hat der Kürbis eine über 8000 Jahre alte Geschichte und Tradition. Das Heimatland der Kürbisse ist das tropische Mittel- und Südame­rika. Ihre Herkunft aus warmen Ländern zeigt sich auch an ihrem hohen Wärmebedürfnis. Aufgrund archäologischer Funde gehen Wissenschaftler davon aus, dass der Kürbis zu den ältesten Kultur- und Nahrungs­pflanzen Amerikas gehört. Man nimmt an, dass sie bereits zwischen 5000 und 3000 vor unserer Zeitrechnung von den indianischen Ureinwohnern, den Indios in Peru und Mexiko, zu­sammen mit Mais und Bohnen, angebaut wurden. Erst mit der Ent­deckung Amerikas kam der Kürbis nach Afrika und Europa. Vor der Entdeckung Amerikas war in Europa nur der Flaschenkürbis, der aus Afrika stammt, bekannt. Dieser Kürbis wurde dort als Allround-Haushaltsgegenstand benutzt, als Topf, Löffel, Karaffe und als Mu­sikinstrument.

Durch Auslese und Züchtung in vielen Ländern hat sich bis heute eine Sortenvielfalt von über 800 namentlich bekannten Sorten ent­wickelt, manche Kürbissorten sind schon fast nicht mehr als solche zu erkennen.

Fast alles aus und am Kürbis lässt sich verwenden. Der ganze Kür­bis ist beliebt als Herbstdekoration, der ausgehöhlte, be­leuchtete Kürbis als Lampe zu Halloween. Aus dem Samen, der ca. 55% Öl enthält, wird Kürbiskernöl gepresst, das viele mehrfach ungesättigte Fettsäu­ren und viele wertvolle Vitamine sowie das Krebs hemmende Spuren­element Selen enthält.

Die Stiele erntereifer Kürbisse verfärben sich braun und fühlen sich korkig an. Zudem erklingt ein hohler Ton, wenn Sie an den Kürbis klopfen. Beim Druck mit dem Fingernagel sollte kein Loch in der Schale entstehen. Lassen Sie unbedingt ein etwa 10 cm langes Stiel­stück am Kürbis stehen: Ohne Stiel faulen die Früchte schnell. Auch sollte der Kürbis keinen Frost abgekommen, sonst wird er matschig und weich wie halb auf­gepumpte Wasserbälle. Unver­sehrte Früchte können Sie bei 10-14 °C sechs Monate lagern. Und etwas erstaunt ganz be­sonders: Wer selbst geerntete Kürbiskerne im nächsten Jahr als Saatgut verwendet, erhält oftmals Kürbisse mit völlig unvorher­sehbaren Eigenschaften, denn Kürbisse kreuzen sich problemlos untereinander. Bienen tragen den Pollen sogar bis zu 800 m weit.

Nicht nur als geschnitzte Kugelgesichter zieren die verschie­densten Kürbisse ab Oktober wochenlang Haus und Garten. Sie brauchen nur zwei, drei kleine Kürbisse auf das Fenster­brett, auf den Tisch oder in eine stille Ecke zu legen – schon zaubern sie herbstliche Stimmung. Besonders schön sehen Kürbisse auf getrockneten und gepressten Herbstblättern (Kastanie, Ahorn) aus oder in einer Schale mit Nüssen, Äpfeln, Kastanien, Eicheln, Trockenblu­men, bunten Glasfla­schen...und mehrere dicke „Moppel“ in einer Ecke, das macht sich auch sehr schön.

Noch schnell ein Hinweis, sozusagen das Kleingedruckte: Alle Rezepte habe ich ausprobiert und sorgfältig aufgeschrieben. Doch ein Fehler passiert schnell einmal, auch mir. Zudem kenne ich Ihre Küchenverhältnisse natürlich nicht. Daher kann ich keine Haftung übernehmen.

Kürbisse und Halloween

Lange Zeit kannten wir Halloween, das Fest mit den leuchtenden Kürbissen, nur aus amerikanischen Filmen. Doch seit einigen Jahren erfreut sich das Fest auch bei uns zuneh­mender Beliebtheit. Dies liegt nach Meinung eines Volkskundlers daran, dass Halloween ein "kulturelles Va­kuum" füllt: Da viele Tra­ditionen verloren gegangen sind oder keine Bedeutung mehr haben, sehne sich der Mensch nach Traditionen, die sein Leben struktu­rieren.

 Am 31. Oktober ist es wieder soweit: Vampire, Hexen und Werwölfe trauen sich aus ihren Verstecken, ziehen von Haus­tür zu Haustür und fordern kulinarische Bestechungen, damit sie auf Unheilstiftung verzichten. "Tricks or treats"

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