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Marshal Logan gegen Tod und Verderben (U.S. Marshal Bill Logan, Band 94)

Pete Hackett

Marshal Logan gegen Tod und Verderben (U.S. Marshal Bill Logan, Band 94)

Cassiopeiapress Western





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Marshal Logan gegen Tod und Verderben

U.S. Marshal Bill Logan

Band 94

Marshal Logan gegen Tod und Verderben

Western von Pete Hackett

 

U.S. Marshal Bill Logan – die neue Western-Romanserie von Bestseller-Autor Pete Hackett! Abgeschlossene Romane aus einer erbarmungslosen Zeit über einen einsamen Kämpfer für das Recht.

 

 

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

 

 

Die Farm lag in völliger Dunkelheit. Mond und Sterne waren hinter einer tiefhängenden Wolkendecke verschwunden. Das feine Säuseln des Windes erfüllte die Nacht. Überall herrschte tiefer Friede. Doch der Tod näherte sich bereits auf stampfenden Hufen. Die Reiter trugen Umhänge mit Kapuzen, in die Löcher für die Augen geschnitten waren. Hass lebte in den Herzen und zerfraß die Gemüter – ein Hass, der kein Entgegenkommen und keine Zugeständnisse kannte.

Hundert Yards von der Farm entfernt hielt das Rudel an. Die Wolkendecke riss auf und bleiches, kaltes Licht fiel auf das Land. Auf der Farm begann ein Hund zu bellen. Die Pferde traten auf der Stelle. Die Gebissketten klirrten, das Sattelleder knarrte. Die Reiter zogen die Gewehre aus den Scabbards und luden Sie durch. Ein knapper Befehl ertönte. Sie gaben den Pferden die Sporen …

Schüsse krachten, Staub wölkte und vermischte sich mit dem Pulverdampf. Das Bellen des Hundes war verstummt. Das Tier lag tot vor seiner Hütte. Ein Pferd wieherte. Aus einem Fenster der Farm wurde das Feuer erwidert. Auch aus der Tür des Farmhauses stießen Mündungsblitze. Der Lärm verdichtete sich zu einem höllischen Choral. Es gab keine Gnade und kein Erbarmen – es gab nur den mörderischen Hass.

Eine Gestalt taumelte aus der Tür und brach im Kugelhagel zusammen. Schließlich schwieg auch das Gewehr beim Fenster. Einige der Maskierten sprangen von den Pferden. Aufgewirbelter Staub und Pulverdampf zerflatterten. Das Farmhaus ging in Flammen auf. Die Mörder verharrten auf ihren Pferden. Lichtschein geisterte über sie hinweg. Das Feuer machte die Nacht zum Tage. Pferde und Reiter warfen lange Schatten. Berstend brach das Hausdach ein. Funken stoben, glühende Aschefetzen wirbelten durch die Luft.

Wortlos zogen die Reiter die Pferde herum und trieben sie an. Sie verschwanden in der Dunkelheit. Zurück blieben Tod und Verderben …

 

*

 

Jonathan McCarty wurde wach. Er lauschte. Dumpfes Rumoren war zu hören. Es mutete den Siedler an wie fernes Donnergrollen. Er konnte das Geräusch nicht sogleich zuordnen. Es wurde deutlicher, und schließlich war sich der Mann sicher, dass sich ein Rudel Reiter der Farm näherte.

McCarty erhob sich. Durch die Finsternis, die im Raum herrschte, erklang die schlaftrunkene Stimme seiner Frau: »Was ist das, Jonathan?«

»Es sind Reiter. Das hat nichts Gutes zu bedeuten. Steig hinten aus dem Fenster, Kath, und versteck dich im Gebüsch. Ich …«

Der Siedler brach ab, ging in die Küche, nahm sein Gewehr und repetierte. Für den Bruchteil einer Sekunde hing das metallische Schnappen in der Luft. McCarty ging zum Fenster und stieß den Blendladen auf. Leises Knarren war zu vernehmen. Kühle Nachtluft strich über das Gesicht des Siedlers. Dumpf klopfte sein Herz. Er spürte das Verhängnis tief in der Seele. Die Hufschläge rollten unter dem bewölkten Himmel heran wie eine Botschaft von Unheil und Tod. Schließlich schälte sich das Rudel aus der Nacht. Die Reiter trugen helle Umhänge und Kapuzen und vermittelten einen unübersehbaren Eindruck von Wucht und Stärke.

»Der Klan«, entrang es sich dem Siedler und eine unsichtbare Hand schien ihn plötzlich zu würgen. Entsetzen und Angst wallten in ihm hoch und schnürten ihm die Luft ab. Mit der Angst kam die Verzweiflung. Seine Hände saugten sich regelrecht an Kolbenhals und Schaft der Winchester fest. Seine Zähne mahlten.

Das Rudel zog sich auseinander. Im Galopp sprengte es heran. Schüsse krachten. Jonathan McCarty zog das Gewehr an die Hüfte und jagte seine Kugeln aus dem Lauf. Die Detonationen vermischten sich zu einem einzigen, lauten Knall, der gegen die Hügelflanken stieß und über die Kämme rollte. Aufbrüllend antworteten die Echos.

Kath McCarty war durch das rückwärtige Fenster des Farmhauses gestiegen. Sie rannte ins Ufergebüsch des South Paloduro Creek und verkroch sich wie ein verängstigtes Tier. Die Panik drohte ihr die Besinnung zu rauben. Das Grauen stieg in ihr hoch wie ein Schrei, die Sorge um Jonathan zerfraß sie innerlich. Das Peitschen der Schüsse hallte in ihren Ohren wider.

Dann verklang die letzte Detonation. Das Hufgetrappel endete. Eine raue Stimme rief irgendetwas. Bald schlugen Flammen aus dem Haus. Das Feuer fand in den zundertrockenen Balken und Brettern, aus denen das Gebäude errichtet war, ausreichend Nahrung. Dicke Rauchwolken ballten sich und zogen über den Creek. Die Reiter warteten, bis das Gebäude zusammenbrach. Dann verschwanden sie in der Nacht. Die Hufschläge versanken in der Stille. Mit weichen Knien taumelte Kath McCarty in den Farmhof. Aus dem Haufen kreuz und quer liegender, verkohlter Bretter und Balken züngelten die Flammen.

Kath McCarty brach zusammen.

Am Morgen fand sie Ben Robinson, der mit seinem Wagen in Richtung Spearman fuhr. Neben dem schwarzen Siedler saß sein zehnjähriger Sohn auf dem Wagenbock. Ein schwerer Kaltblüter zog das leichte Fuhrwerk. Ben Robinson war dem Brandgeruch gefolgt. Rauch stieg aus dem Brandschutthaufen. Der Schwarze sprang vom Wagen und ging neben Kath McCarty auf das linke Knie nieder. Sogleich stellte er fest, dass sie nur bewusstlos war. Er nahm sein Halstuch ab, ging zum Fluss, machte es nass, kehrte zu der Besinnungslosen zurück und wischte ihr mit dem nassen Tuch über das Gesicht. Kath McCartys Lider zuckten, dann schlug sie die Augen auf. Mit dem stupiden Ausdruck des Nichtbegreifens musterte sie den Siedler. Aber dann setzte die Erinnerung ein. »Was ist mit meinem Mann?«

»Was ist geschehen?«, fragte Ben Robinson.

»Es – es waren ein Dutzend Reiter«, erwiderte die Frau mit erschreckend schwacher Stimme. »Sie – sie trugen Mäntel und Kapuzen. Es – es war furchtbar. Jonathan wehrte sich …« Kath McCartys Stimme brach. Sie schloss die Augen. In ihren Mundwinkeln zuckte es.

Ben Robinson half der Frau, aufzustehen. Sie lehnte sich an ihn. Ein trockenes Schluchzen stieg aus ihrer Kehle. »Sie haben Jonathan getötet. Mein Gott …«

»Ich bringe dich zu Sarah«, sagte Robinson. Ein verbitterter Ausdruck brach sich Bahn in seine Züge. Sein Gesicht war Spiegelbild seiner Empfindungen. Es war eine ganze Gefühlswelt, die in ihm tobte; Erschrecken, Erschütterung, Fassungslosigkeit, Entsetzen, Wut – vielleicht auch Angst.

Er half Kath McCarty auf den Wagenbock. Dan Robinson, der Zehnjährige, konnte seinen Blick nicht von dem Brandschutthaufen losreißen. Ben Robinson ging um das, was von dem Farmhaus übrig geblieben war, herum. Es gab eine Menge Pferdespuren. Sie führten zum Fluss. Er folgte ihnen ein Stück. Dann waren die Reiter in den Creek geritten und die Spur verlor sich.

Ben Robinson kletterte auf den Wagenbock und griff nach den Zügeln …

 

*

 

Joe Hawk und ich kamen nach Spearman. Wir lenkten unsere Pferde in den Wagen- und Abstellhof des Mietstalles, ritten bis vor das Tor und saßen ab. Es war Mittagszeit. Alles mutete grau in grau an. Bis vor einer Stunde hatte es geregnet. Der Staub des Hofes hatte sich in knöcheltiefen Schlamm verwandelt, riesige Pfützen hatten sich gebildet. Von den Dächern tropfte das Wasser.

Der Stallmann trat unter das Tor. Er war ein Mann von etwa vierzig Jahren mit Koteletten, die fast bis zu seinem Kinn reichten und einem Schnurrbart unter der Nase, der seinen Mund fast verdeckte. Er musterte uns neugierig, als er die Sterne an unseren Jacken sah, blitzte es in seinen Augen auf. Es mutete an wie ein Signal.

Wir saßen ab. Die Beine unserer Pferde waren bis zu den Sprunggelenken voll Schlamm. Die Tiere prusteten und peitschten mit den Schweifen. Im Stall war es düster.

»Was führt Sie nach Spearman, Marshals?«, fragte der Stallmann und es klang irgendwie lauernd.

»Hat es sich nicht bis in die Stadt herumgesprochen, dass am South Paloduro einige schwarze Siedler ermordet wurden?«, kam Joes Gegenfrage.

Wir führten die Pferde in den Stall. Der Geruch von Heu und Stroh sowie Pferdeausdünstung stieg uns in die Nase. Durch die Ritzen in den Bretterwänden fielen Lichtstreifen, in denen Staubpartikel tanzten. Gleich links neben dem Tor war eine Tür, die in einen Bretterverschlag führte. Dahinter befand sich wohl der Aufenthaltsraum des Stallmannes. Am Rand des festgestampften Mittelganges standen zwei große Futterkisten. Auf einer lag ein Zaumzeug zusammen mit einer Ahle, Nadel und Faden und einem Klumpen Schusterpech, mit dem der Faden imprägniert wurde.

»Man sagt, in diesem Landstrich habe sich der Ku-Klux-Klan etabliert«, murmelte der Stallmann. »Die Überlebenden sprechen von Reitern, die lange Mäntel und Kapuzen trugen. Bisher wurden ausschließlich Neger Opfer der Nachreiter.«

»Wir werden es sehen«, sagte ich. Wir schnallten unsere Satteltaschen ab und zogen die Gewehre aus den Scabbards. Ich ergriff noch einmal das Wort: »Wir gehen etwas essen. In einer Stunde etwa holen wir die Pferde wieder ab.«

»Ich werde sie füttern und tränken.«

Joe und ich stapften durch den Schlamm in Richtung des Saloons. Ein Hund kam heran und beschnüffelte mich. Ich strich ihm über den Kopf. Das Tier fiepte leise. Die Straße war menschenleer. Wer bei diesem Dreckwetter nicht aus dem Haus musste, blieb in seinen vier Wänden. Es war frisch. Der Hund trollte sich wieder. An dem einen oder anderen Fenster sah ich ein Gesicht. Vor den Häusern gab es Gehsteige. Unsere Schritte riefen ein hallendes Echo auf den Bohlen wach. Dann erreichten wir den Saloon und gingen hinein. An einem Tisch saßen zwei ältere Männer. Sie starrten uns an. Der Keeper polierte mit einem Lappen das Kupferblech der Theke. Wir gingen zum Tresen. Der Keeper legte den Lappen zur Seite. »Geben Sie uns bitte jedem ein Bier«, sagte ich. »Außerdem haben wir Hunger. Können Sie uns zwei Steaks braten?«

»Natürlich. Mit Bratkartoffeln und Bohnen?«

»Wäre nicht zu verachten.«

Wir setzten uns an einen der runden Tische, legten die Satteltaschen auf leere Stühle und lehnten die Gewehre dagegen. Ich zog mein Rauchzeug aus der Tasche und drehte mir eine Zigarette, zündete sie an und inhalierte tief den Rauch. Den Tabakbeutel hatte ich Joe hingeschoben.

»Sie kommen gewiss wegen der Morde an den schwarzen Siedlern«, sagte einer der älteren Männer am anderen Tisch.

Ich drehte den Kopf zu ihm herum und nickte. »Man sagt, der Klan sei in dieser Gegend aktiv.«

Der Mann lachte. »Mit den Negern geht die Fantasie durch. Der Klan! Doch nicht in dieser Gegend. Es ist irgendeine Bande Gesetzloser, die ihr Unwesen treibt. Sie überfallen die Farmen, rauben sie aus, töten die Siedler und brennen die Farmen nieder.«

Der Keeper brachte uns das Bier und wir tranken durstig. Ich wischte mir mit dem Handrücken den Schaum von den Lippen. »Wir werden mit den Augenzeugen sprechen«, sagte ich dann. »Es wird sich herausstellen, wer hinter den Verbrechen steckt.«

»Spearman ist die einzige Stadt weit und breit«, sagte der Mann. »Die nächste Stadt ist Perryton, dreißig Meilen weiter nordöstlich. Wo soll sich der Klan etabliert haben? In Spearman?« Der Mann schüttelte den Kopf. »Das hätte sich herumgesprochen. Sie suchen am falschen Platz, Marshals.«

»Es hat niemand behauptet, dass wir die Mörder hier in der Stadt suchen«, versetzte ich.

»Vielleicht steckt die Panhandle Cattle Company dahinter«, sagte der Mann. »Man hat der Sandy Arroyo Ranch die Heimstätter sozusagen vor die Nase gesetzt. Sie versperren mit ihren Zäunen den Rindern der Sandy Arroyo den Zugang zum Wasser.«

»Wir werden mit Stan Corda von der Sandy Arroyo sprechen«, sagte ich.

Der Mann wandte sich wieder ab.

Nachdem wir gegessen hatten, holten wir unsere Pferde wieder ab und ritten weiter. Bald erreichten wir den South Paloduro Creek und folgten ihm. Der schmale Fluss war von dichtem Gebüsch gesäumt. Vögel zwitscherten. Das kniehohe Gras, das hier wuchs, war nass. Nach über einer Stunde zügelten wir bei den Trümmern einer Farm unsere Pferde. Der gemauerte Kamin erhob sich aus dem Brandschutthaufen wie ein mahnend erhobener Zeigefinger. Etwas abseits gab es drei frische Gräber. Drei Kreuze, aus Latten zusammengenagelt, steckten in den Grabhügeln. Sie trugen keine Namen.

Der Regen hatte alle Spuren ausgelöscht. Die Blutnacht, in der drei Farmen überfallen worden waren, hatte vor einer Woche stattgefunden. Wir ritten weiter. Nach drei Stunden erreichten wir die Robinson-Farm. Das Farmhaus war flach und verfügte über zwei unverglaste Fenster zu beiden Seiten der Eingangstür. Es gab einige Schuppen, eine Scheune und einen Stall, in einem Pferch tummelten sich ein Dutzend Schafe und Ziegen, in einer kleinen Koppel standen zwei Milchkühe.

Ein Schwarzer, mindestens eins neunzig groß und von herkulischer Gestalt, kam aus dem Haus. Wir parierten die Pferde. Ich sagte: »Mein Name ist Bill Logan, das ist mein Kollege Joe Hawk. Wir reiten für das District Court for the Northern District of Texas. Sind Sie Ben Robinson?«

Der Afroamerikaner nickte. »Sie haben also meinen Brief erhalten und sind sofort gekommen. Steigen Sie ab, Marshals, und kommen Sie herein.«

Wir schwangen uns von den Pferden, führten die Tiere zum Holm, der aus krummen Stangen zusammengenagelt war, und banden sie an. Dann gab ich dem Siedler die Hand. In die Haustür war eine Frau getreten. Ebenfalls schwarz, mittelgroß und schlank. Mir entging nicht der herbe Zug, der sich in ihren Mundwinkeln festgesetzt hatte.

»Meine Frau Sarah«, stellte sie uns Ben Robinson vor. »Außer uns beiden lebt noch mein Sohn Dan auf der Farm. Er befindet sich im Haus. Außerdem befindet sich Kath McCarty hier.«

Die Frau begrüßte uns, dann gingen wir ins Haus. Eine weitere Schwarze und ein Knabe von etwa zehn Jahren saßen am grob aus Brettern zusammengezimmerten Tisch. Der Junge musterte uns scheu. Ben Robinson sagte: »Das ist Kath McCarty. Ihr Mann wurde bei dem Überfall ermordet. Ermordet wurden auch Herb Morris, seine Frau und sein Sohn, ebenso Byram Hunter und seine Familie.«

»Ich habe die Reiter gesehen«, murmelte Kath McCarty. »Sie waren mit Mänteln bekleidet und mit Kapuzen maskiert. Sie – sie kamen, als wir schliefen. Mein Mann hatte keine Chance.«

»Hat man Ihnen im Vorfeld gedroht?«, wollte ich wissen.

»Nein«, antwortete Ben Robinson. »Es gab hin und wieder Übergriffe durch die Cowboys der Sandy Arroyo Ranch. Manchmal wurden Rinder über unsere Felder und Äcker getrieben. Man verachtet uns, weil wir schwarz sind. Aber im Großen und Ganzen hat man uns bisher in Frieden gelassen.«

»Gibt es noch mehr schwarze Siedler am South Paloduro?«, fragte Joe.

»Mich, Swift Stuart und Malcolm Baxter. Natürlich gibt es auch weiße Siedler. Bancroft, Federson, Hailey und Sturgess.« Ben Robinson fügte hinzu: »Kath hat mir erzählt, dass die Mörder auftauchten und sofort angriffen.«

Er wollte damit zum Ausdruck bringen, dass man die Überfallenen nicht vor die Alternative gestellt hatte, entweder von dem Land zu verschwinden oder zu sterben. Die Mörder waren wie ein Blitz aus heiterem Himmel über sie gekommen.

»Wir haben Angst«, erklärte Ben Robinson. »Denn wir befürchten, dass der Klan auch uns einen blutigen Besuch abstattet. Aber was sollen wir tun? Fliehen? Wir haben alles, was wir hatten, in die Heimstatt gesteckt. Wenn wir aufgeben, müssen wir das Land als Bettler verlassen.«

»Wo versorgen Sie sich mit den notwendigen Dingen des täglichen Lebens?«, fragte ich.

»In Spearman.«

»Wurden Sie dort schon einmal wegen Ihrer Hautfarbe angefeindet?«

»Die eine oder andere dumme Bemerkung ist sicher gefallen. Einmal bezeichnete mich ein Mann als dreckigen Nigger. Einer sagte mal, dass es längst an der Zeit wäre, die Sklaverei wieder einzuführen.«

 

*

 

Mit Einbruch der Dämmerung erreichten wir die Sandy Arroyo Ranch. Es handelte sich um eine Unterranch der Panhandle Cattle Company, Hauptranch war die Waycross. Vormann auf der Sandy Arroyo war Stan Corda. Als wir in den Ranchhof ritten, traten aus den Schuppen, Ställen und Scheunen Männer und beobachteten uns.

Vor dem Haupthaus hielten wir an. Stan Corda kam heraus. Er kam bis zum Verandageländer und legt die Hände darauf. Unser Verhältnis zu den Leuten der PCC war nicht das beste. Das galt auch auf der Sandy Arroyo Ranch. Zu oft schon waren die Ranchbosse der PCC und ihre Vormänner sowie Beschäftigten unsere Gegner gewesen.

»Hallo, Corda«, grüßte ich und tippte an die Krempe meines Hutes.

In Stan Cordas Gesicht zuckte kein Muskel. Er nickte nur, dann fragte er: »Was führt Sie auf die Sandy Arroyo?«

»Es hat Überfälle auf einige Farmen am South Paloduro Creek gegeben.«

Die Mundwinkel des Vormannes sanken nach unten. »Damit hat die Sandy Arroyo nichts zu tun.«

»Es gab in der Vergangenheit verschiedene Übergriffe von Seiten der Sandy Arroyo.

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