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Komponisten in Bayern

Komponisten in Bayern

Dokumente musikalischen Schaffens

im 20. und 21. Jahrhundert

begründet von

Alexander L. Suder

herausgegeben im Auftrag des Tonkünstlerverbandes Bayern e. V. im DTKV von Theresa Henkel und Franzpeter Messmer

Band 62: Wilhelm Killmayer

B. Ehrhardt

K. Esterl

T. Grill

S. Mauser

J. X. Schachtner

S. Schmerda

S. Schmitt

W. Schreiber

K. Sprau

Wilhelm Killmayer

images

Kuratorium:

Oswald Beaujean, Bayerischer Rundfunk

Linde Dietl, Tonkünstlerverband Bayern e. V.

Richard Heller, Tonkünstlerverband Bayern e. V.

Theresa Henkel, Herausgeberin

Dr. Dirk Hewig, Deutscher Tonkünstlerverband e. V.

Herbert Hillig, Ministerialrat, beratendes Mitglied als Vertreter des Bayerischen Staats-ministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Arno Leicht, Hochschule für Musik Nürnberg

Axel Linstädt, Deutscher Komponistenverband

Dr. Franzpeter Messmer, Herausgeber, Vorsitzender

Dr. Robert Münster, Herausgeber der Musica Bavarica

Dr. Reiner Nägele, Musiksammlung der Bayerischen Staatsbibliothek

Dr. Helga-Maria Palm-Beulich, Musikwissenschaftlerin

Prof. Dr. Hartmut Schick, Universität München und Gesellschaft für Bayerische Musik-geschichte

Dr. Bernhold Schmid, Bayerische Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Stephan Schmitt, Hochschule für Musik und Theater München

Dr. Wolf-Dieter Seiffert, Verleger

Alexander Strathern, Verleger

Prof. Dr. Alexander L. Suder, Ehrenvorsitzender

Vorstand des Tonkünstlerverbandes Bayern e. V. im DTKV:

1. Vorsitzender: Prof. Ulrich Nicolai, München

1. Stellvertretende Vorsitzende: Prof. Barbara Metzger, Würzburg

2. Stellvertretende Vorsitzende: Prof. Michaela Pühn, München

Ehrenvorsitzende: Prof. Dr. Alexander L. Suder, Dr. Dirk Hewig, Linde Dietl, Dr. Franzpeter Messmer, München

Schatzmeister: Philip Braunschweig, München

Schriftführer: Prof. Eckhart Hermann, München

Die Buchreihe »Komponisten in Bayern« wird vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, sowie der GEMA-Stiftung unterstützt und gefördert.

Dezember 2017

Allitera Verlag

Ein Verlag der Buch&media GmbH

© 2017 Buch&media GmbH

© 2017 der Einzelbeiträge bei den AutorInnen

Titelfoto: Wilhelm Killmayer (Foto: Isolde Ohlbaum, 2002)

Printed in Germany

ISBN print 978-3-96233-012-5

ISBN epub 978-3-96233-013-2

ISBN PDF 978-3-96233-014-9

Inhalt

Vorwort zum 62. Band

Stephan Schmitt

Chronik

Auszeichnungen, Preise und Stipendien

Tobias Grill

Musik ohne Umwege
Biografie von Wilhelm Killmayer

Bettina Ehrhardt und Wolfgang Schreiber

»Freude bereiten. Glück bereiten. Schmerz bereiten.
Das Gefühlsleben treffen.« Gespräch mit Wilhelm Killmayer

Bildteil

Stephan Schmitt

Werke für das Musiktheater

Johannes X. Schachtner

Wilhelm Killmayers Frühwerk Missa Brevis: Musica non profana

Konstantin Esterl

»Immer tiefer gerate ich in das Innere …«
«Bemerkungen zur Kammermusik Wilhelm Killmayers

Siegfried Mauser

Phänotypen und Tonfälle
Wilhelm Killmayers Beitrag zur Liedgeschichte der Moderne

Kilian Sprau

»… wichtig ist, dass die Musik den Text verstanden hat …«
Wilhelm Killmayers fremdsprachige Klavierlieder

Susanne Schmerda

Irrlichter der Vergangenheit: Vom Umgang mit Vertrautem Wilhelm Killmayers solistisches Klavierwerk

Werkverzeichnis

Diskografie

Literaturverzeichnis (Auswahl)

Autoren

Personenregister

Vorwort zum 62. Band

Wilhelm Killmayer ist im Sommer dieses Jahres in Starnberg nur wenige Stunden vor seinem 90. Geburtstag verstorben. Was er als Komponist hinterlässt ist ein vielseitiges Œuvre, das beinahe alle gängigen Gattungen bedient, wobei nicht selten eine gewisse Bevorzugung der Stimme durchscheint. Die Betrachtungen seiner Werke sind schließlich umso spannender, da sie nicht nur diesen Facettenreichtum, sondern auch Killmayers selbstbewusstes und zugleich bescheidenes Selbstbild des Nicht-Systematikers abbilden. Denn wie Moritz Eggert über seinen früheren Lehrer einmal gesagt hat, gehe es Killmayer um die Innigkeit und Authentizität des Tons, die einerseits einzigartig ist, andererseits eindeutige Zuordnungen in vorhandene Schemata und Systeme unterbinden kann. Seine Absage an Begrenzungen in seiner Musik macht ihn im besten Sinne zu einem der unkonventionelleren Künstler des 20. Jahrhunderts, der keineswegs für die »Schublade«, sondern ganz im Gegenteil stets für Menschen komponiert hat.

Die Beiträge der vorliegenden Monografie verstehen sich als Dokumentation wichtiger musikalischer wie biografischer Stationen Killmayers. Letztere werden hier aus verschiedenen Perspektiven mit einer Chronik, Auszeichnungen, Preisen und Stipendien (Schmitt), biografischen Notizen (Grill), einer Interview-Transkription sowie einem umfangreichen Bildteil dargestellt. Die Betrachtungen verschiedener Werkgruppen und Einzelwerke machen die ganz eigene Klangsprache seiner Musik greifbar. Neben den bedeutenden Liederzyklen (dt.: Mauser, fremdspr.: Sprau) und Bühnenwerken (Schmitt) werden auch bisher weniger beachtete Werke Killmayers in den Blick genommen, wie z. B. seine Missa brevis (Schachtner) und das Brahms-Bildnis (Esterl), sodass neue Impulse für die Beschäftigung mit seinem Werk und Einzelaspekte seiner Versprachlichung veranschaulicht werden. Auch auf dem Gebiet der Soloklaviermusik (Schmerda) sind zentrale Tendenzen von Killmayers wortloser Musik aufzeigbar.

Unser Dank gilt allen Autoren für ihre Perspektiven auf Killmayers Werk, der Bayerischen Staatsbibliothek München für die unkomplizierte und zuvorkommende Unterstützung sowie für die Bereitstellung des Nachlasses, dem Allitera Verlag für die Herstellung des vorliegenden Bandes und nicht zuletzt Martina Killmayer, die den Autoren und Herausgebern stets mit Rat und Tat zur Seite stand.

Theresa Henkel

Stephan Schmitt

Chronik

1927

21. August in München geboren. Eltern: Friedrich Wilhelm Killmayer († 1932), Bezirksoberlehrer, und Luitpoldine Cäcilia Killmayer, geb. Magerl († 1973), Lehrerin

1927–1932

Mitterndorf bei Dachau

ab 1932

München

1933–1945

Klavierunterricht bei Gretel Grotz

1934–1937

Volksschule

1937–1947

Humanistisches Gymnasium (Maximiliansgymnasium), (nach Unterbrechung durch den Krieg) Abitur 1947

1945–1951

Studium am Münchener Musikseminar Hermann Wolfgang von Waltershausen, 1951 Staatliche Abschlussprüfung in den Hauptfächern Dirigieren und Kompositionslehre

1949–1952

Studium der Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Rudolf von Ficker, Walter Riezler) mit den Nebenfächern Germanistik und Italienisch

1951–1953

Privatunterricht bei Carl Orff

1953–1954

Meisterklasse Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik in München (Carl Orff)

1955–1958

Lehrer für Theorie und Kontrapunkt am Trapp’schen Konservatorium

1961

Eheschließung mit Wendula Mirschel (*1935)

1961–1964

Ballettdirigent an der Bayerischen Staatsoper

1967

Ehescheidung

1968

Übersiedlung nach Frankfurt am Main

ab 1972

Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

1973–1991

Professor für Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik in München (Nachfolge Günter Bialas)

1975

Übersiedlung nach München

ab 1980

Mitglied der Berliner Akademie der Künste

1981–1988

Feldafing und München

1983

Geburt der Zwillinge Felix und Ferdinand

ab 1988

Wildenwart bei Frasdorf und München

1989

Eheschließung mit Johanna Martina Soll (*1957)

1990

Geburt der Tochter Susanna Caecilie

1992–2002

Leitung der Abteilung Musik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

1993

Mitglied des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst

2017

20. August in München gestorben

Auszeichnungen, Preise und Stipendien

1954

Preis der Fromm Music Foundation (Chicago) für die Missa brevis

1957

Kulturpreis der Stadt München

1958

Erstes Stipendium der Villa Massimo, Rom

1959

Förderpreis der Stadt Stuttgart

1965

Prix Italia für das Bühnenwerk Une leçon de français

1965 / 66

Zweites Stipendium der Villa Massimo, Rom

1970

Stipendium der Cité Internationale des Arts, Paris

1974

Rostrum of Composers (Paris) für die Sinfonia 1 (Fogli)

1982

Lous-Spohr-Musikpreis der Stadt Braunschweig

1983

Bundesverdienstkreuz

1990

Hindemith-Preis im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals

1993

Bayerischer Maximiliansorden

1994

Oberbayerischer Kulturpreis

2003

Musikpreis der Landeshauptstadt München

2010

Musikpreis der Christoph und Stephan Kaske Stiftung

Bettina Ehrhardt und Wolfgang Schreiber1

»Freude bereiten. Glück bereiten. Schmerz bereiten. Das Gefühlsleben treffen.«
Gespräch mit Wilhelm Killmayer

Wolfgang Schreiber (WS): Filme machen ist sehr kompliziert, aber jetzt haben wir ein Bild.

Wilhelm Killmayer (WK): Ja, komponieren ist auch kompliziert.

Bettina Ehrhardt (BE): Warum ist es kompliziert zu komponieren?

WK: Weil alles, was irgendwie interessant ist, kompliziert ist. Weil es verschiedene Beleuchtungsmöglichkeiten hat, ja?

BE: Ist Ihr Ideal das von immer noch größerer Einfachheit? Wie schwer ist die zu erreichen?

WK: Kann ich schwer sagen. Was ich brauche, das kommt da rein – und wenn ich es kompliziert brauche, dann mache ich es kompliziert.

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