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Keine Angst

Vorwort

 Lieber Leser! Liebe Leserin!

Du hast das Buch eines Autors aus einer Gruppe von Selfpublishing-Autoren erstanden. Wir nennen uns „Die Wächter der Apokalypse“ und bemühen uns, diesen Namen zu einem Markenzeichen für Qualität und Originalität zu machen. Vor allem die Qualität unserer Bücher liegt uns sehr am Herzen, weswegen wir keine Mühen scheuen, jedes Buch so fehlerfrei und perfekt wie möglich zu gestalten.

Wir hoffen, dass diese Mühe sich gelohnt hat und deinem Lesevergnügen nichts mehr im Wege steht!

Aus einem aktuellen Anlass heraus müssen wir jedoch auf einen Punkt hinweisen, den wir noch weniger akzeptieren als Rechtschreib- und Grammatikfehler:

RAUBKOPIEN.

  

Lieber Leser, bitte denke daran: Der Autor hat in diese Geschichte Arbeit gesteckt, die sich über Monate, eventuell sogar über Jahre hinweg gezogen hat. Viele andere Menschen haben ihre Arbeit dem hinzugefügt (Lektoren, Korrektoren, Coverdesigner, Berater), teilweise gegen ein Entgelt, teilweise nur für ein herzerfülltes Danke.

Es wäre weder dem Autor noch diesen unzähligen Helfern fair gegenüber, wenn du dieses Buch auf einer Piratenseite downloaden oder gar die illegale Verbreitung unterstützen würdest. Sollte dein Gewissen nicht genug Abschreckung sein, erinnern wir dich daran, dass Bücherpiraterie eine Straftat ist und wir vor rechtlichen Schritten nicht zurückschrecken werden.

Sollte dir eine illegale Version dieses Buches in die Hände fallen, teile es bitte dem Autor oder einem Wächter mit.

Somit wünschen wir dir viel Spaß mit diesem Buch!

Liebe Grüße

Die Wächter der Apokalypse

Keine Angst

Egal, wie alt ein Mensch wird, die Zeit mit ihm ist immer zu kurz. 

Tanzen

Regentropfen rannen wie Tränen über die Fensterscheiben.

Sie hinterließen Spuren, die durch die nachfolgenden weggewaschen wurden.

„Wann kommst du wieder in die Schule?“

Der Junge saß auf dem Sofa, lässig und cool. Alles an ihm war lässig, alles an ihm war cool. Angefangen von den strubbeligen Haaren bis hin zu den zerrissenen Converse.

Zu cool für dich.

Der Gedanke sprang in ihrem Kopf auf wie ein ungeduldiger Schüler, der aufs Klo musste. Woher kam der Gedanke nur? Die Worte waren ihr vage bekannt, eine trübe Silhouette im Regen.

„Ich weiß nicht“, sagte Ella und strich sich die Haare aus den Augen, während ihr Blick Kai kurz streifte und unruhig wieder hinaus in den Regen wanderte. Es regnete schon seit zwei Tagen ohne Unterbrechung. Nervös knetete sie ihre kalten, schweißigen Finger. Sie wünschte sich, Kai würde gehen. Gleichzeitig hatte sie Angst allein zu sein.

Zu cool für dich.

Woher kam dieser Gedanke nur? Angestrengt versuchte sie sich zu erinnern. Kai redete.

Über die Schule, über ihre Klassenkollegen, über den Tanzverein, den sie gemeinsam besuchten.

Besucht hatten, verbesserte sie sich. Kai ging noch immer dorthin. Sie nicht mehr. Obwohl sie tanzen geliebt hatte.

Aber ihr Körper folgte ihr nicht mehr so wie früher, als sie nicht einmal einen Gedanken an eine Bewegung verschwendet hatte. Sie hatte sich einfach bewegt.

Jetzt war alles so viel schwerer.

„Wir vermissen dich“, sagte Kai. „Du musst zu Weihnachten bei dem Wettbewerb unbedingt mittanzen. Ich habe dir eine Anmeldung mitgenommen.“ Er zog ein gelbes Blatt aus der Hosentasche. Er hielt es ihr hin. Wartete darauf, dass sie es annahm. „Er findet am 23. Dezember statt. Wir haben noch zwei Monate. Tanzt du mit mir?“

Sie blickte auf das Papier, unfähig es anzunehmen, unfähig es zurück zu weisen.

Sie sehnte sich danach es anzunehmen, ihren Traum mit Kai zu tanzen wahr zu machen. Er war der beste Tanzpartner, den sie sich vorstellen konnte. Gutes Rhythmusgefühl, sichere Führung, ohne sie einzuengen. Einfach perfekt.

„Was ist? Komm schon, bis dahin bist du sicher wieder gesund!“ Kai hielt ihr das Blatt näher hin. „Nimm schon. Sonst melde ich dich an.“ Er grinste sie spitzbübisch an. Sie blickte emotionslos zurück. Ihr Gesicht war noch bleicher als sonst, ihre Augen noch dunkler.

Sie wirkte wie tot, das wusste sie.

Aber war es nicht passend?

Sie sah auf das Blatt hinab und schwieg.

Kai senkte das Papier ein bisschen. „Was denn? Willst du nicht mit mir tanzen?“ Die Enttäuschung war deutlich zu hören. Doch, wollte sie sagen, nichts würde ich lieber tun. Aber mein Körper will es nicht.

Aber sie sagte es nicht. Sah in den Regen hinaus. Sah, wie er über die Scheiben rann, wie die Tränen, die sie nicht weinen konnte.

„Ich tanze nicht mehr“, sagte sie.

„Was?“

„Ich tanze nicht mehr“, wiederholte sie.

Sie wandte den Kopf, sah Kai an. Es war eine Liebesgeschichte gewesen, sie erinnerte sich wieder. Zu cool für dich. Sie hatte das Buch im Krankenhaus gelesen, bevor ihre Resultate gekommen waren. Sie hatte es nicht beendet.

Kais Augen waren verwirrt, groß vor Schrecken. „Wieso?“, fragte er. „Du bist doch nur einmal gestürzt, das kann jedem passieren!“

Ella schüttelte den Kopf.

„Ich tanze nicht mehr“, sagte sie erneut. „Niemals mehr.“

„Aber…“

„Kannst du gehen?“, unterbrach sie ihn. Es tat ihr weh, dass er zusammenzuckte. „Ich bin müde.“ Er zögerte kurz, dann stand er auf. Er wirkte hilflos, nicht mehr cool, wie er da stand und sich durch die Haare fuhr, dass sie noch wirrer aufstanden. „Dann geh ich mal“, sagte er schließlich.

Sie nickte, den Blick nach draußen gerichtet. Die Tränen fielen noch immer vom Himmel. er ging zur Tür, öffnete sie und blieb stehen als sie sagte: „Kai?“ „Ja?“ Fragend wandte er sich zu ihr um.

Sie sah ihn wieder nicht an.

„Wusstest du, dass der Himmel weinen kann?“

Er zögerte kurz, verwirrt über ihre Frage. „Nein“, sagte er schließlich. „Das wusste ich nicht.“

„Das kann er aber“, sagte Ella. „Wenn du selbst nicht weinen kannst, weint er für dich.“

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