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Ihre Ausstrahlung

Vorwort

Manche Menschen fesseln und faszinieren uns. Sie treten in den Raum und etwas ändert sich: Eine verkrampfte Runde wird lebendig, „der Neue“ wird zum Orientierungspunkt.

Können wir unsere Wirkung auf andere beeinflussen?

Künstlich schaffen oder mechanisch antrainieren können Sie eine natürlich-positive Ausstrahlung nicht. Sie entsteht in ihrer eigenen Zeit, wenn innere Blockaden zu Erkenntnis und mehr Bewusstheit führen.

In diesem TaschenGuide stellen wir Ihnen einen Weg vor, wie Sie im Alltag gelassen und natürlich-souverän werden. Sie erfahren, welche Verhaltens- und Haltungsmuster Ihre Ausstrahlung schwächen, wie sich eine positive Ausstrahlung aufbaut, und wie sich Ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung darüber erweitern kann. Zahlreiche Übungen zu Körperhaltung, Gestik, Mimik und Stimme unterstützen Sie dabei.

Sie gewinnen durch Ihre Ausstrahlung, wenn es in keinem Moment einen Widerspruch zwischen Ihrer inneren seelischen Realität und Ihrem Auftreten gibt.

Das können Sie mit Freude und Erfolg erreichen!

Herzlichst,

Ihr

Michael Reiter

Eine positive Ausstrahlung – aber wie?

Warum ziehen uns manche Menschen unweigerlich in ihren Bann? Sind Menschen, die Ausstrahlung haben, nur besonders überzeugende Schauspieler? Oder steckt mehr dahinter?

In diesem Kapitel erfahren Sie,

  • auf welchen Faktoren eine positive Ausstrahlung beruht,

  • was die Wahrnehmung Ihres Körpers mit Ihrer Ausstrahlung zu tun hat und

  • wie Sie authentisch werden.

Die Basis einer positiven Ausstrahlung

Sie kennen solche Situationen: Eine neue Kollegin hat in Ihrer Abteilung angefangen. Sie haben sie das erste Mal kurz auf dem Gang gesehen und sind hingerissen: eine richtige Schönheit wird da demnächst in Ihrem Nachbarbüro sitzen. Einige Wochen später können Sie sich an Ihre anfängliche Begeisterung kaum erinnern. – Was ist passiert?

Die Kollegin ist durchaus sympathisch, sie hat sich rasch eingearbeitet und verhält sich kollegial. Aber sie wirkt farblos. In Besprechungen oder Präsentationen hat man das Gefühl, sie steht nicht hinter dem, was sie sagt. Spricht man sie an, scheint sie sich immer mehr zurückzuziehen. Es fehlt ihr irgendwie an Ausstrahlung.

Auch das Gegenteil kennen Sie vielleicht: dass jemand, nachdem Sie ihn länger kennen, interessanter ist als auf den ersten Blick. Oder dass jemand den Raum betritt und Sie schon mit den ersten Worten fesselt. Er mag mit seinem Bauch und seiner großen Nase kein Anwärter auf einen ersten Platz im Schönheitswettbewerb sein, doch seine Ausstrahlung wirkt so überzeugend, dass Sie gar nicht anders können als ihn interessant zu finden.

Wer eine natürliche positive Ausstrahlung hat,

  • wirkt glaubwürdig und sympathisch,

  • wirkt innerlich kraftvoll und überzeugend,

  • wirkt natürlich-autoritär und souverän,

  • bekommt Offenheit und echtes Interesse von anderen entgegengebracht,

  • kann leichter Kontakte knüpfen und begeistern,

  • kann wirkungsvoller präsentieren,

  • kann leichter führen und motivieren.

Die tiefe Kraft der Ausstrahlung

Damit haben wir schon eine erste Erkenntnis gewonnen: In unserer Wahrnehmung spielt die Ausstrahlung eines Menschen eine wesentlich größere Rolle als ein vermeintlich äußerer Makel. Die Ausstrahlung wirkt letztlich stärker als manche Äußerlichkeit, die wir auf den ersten Blick vielleicht als störend empfinden. Eine elementare Einsicht, die Sie bei der weiteren Lektüre stets im Hinterkopf bewahren sollten.

Doch worin liegt nun das Geheimnis dieser Wirkung? Kommen wir noch einmal auf unser erstes Beispiel zurück: Spricht die Kollegin einfach nur zu leise, lächelt sie zu wenig oder ist ihre Mimik zu starr? Das mag alles sein, doch würde es ihr schon zu einer stärkeren Ausstrahlung verhelfen, wenn sie trainieren würde, lauter, deutlicher und mit einer ausgeprägteren Mimik und Gestik zu sprechen? – Wohl kaum!

Eine positive Ausstrahlung hat viel mit innerem Gleichgewicht zu tun

Eine positive Ausstrahlung ist mehr als antrainierte Gestik oder Stimme. Faszinierende Menschen sind in aller Regel nicht perfekt, strahlen aber eine Harmonie aus, die ihnen Präsenz, Ausdrucksstärke und Gelassenheit verleiht. Die Quelle dieser Harmonie ist ihr inneres Gleichgewicht, die sie auch in angespannten Situationen natürlich-souverän bleiben lässt. Solche Menschen handeln unter den verschiedensten Bedingungen gelassen, klar und zielorientiert. Dies ist über ihre Ausstrahlung spürbar. Ihre Ausstrahlung vermittelt also den Grad innerer Harmonie, der bei anderen eine geringere oder stärkere positive Wirkung hervorruft.

Machen Sie den Test

Notieren Sie sich zwei bis drei Menschen aus Ihrem näheren und weiteren Bekanntenkreis, die Ihrer Meinung nach eine starke, positive Ausstrahlung haben. Beschreiben Sie ihre Größe, Haarfarbe und Haltung – was Ihnen auch immer an diesen Menschen auffallen mag. Sind es immer die attraktivsten, schlanksten, fehlerfreiesten?

Worauf eine positive Ausstrahlung beruht

Bejahen Sie sich selbst

Vorweg sei die wichtigste Voraussetzung für eine positive Ausstrahlung genannt. Der Boden sozusagen, auf dem sie sich erst richtig entwickeln kann: Wir sollten uns selbst bejahen, unsere Schwächen anerkennen und offen damit umgehen! Wer mit seinem Leben hadert, sich ständig ungerecht behandelt fühlt, wer seinen Körper ablehnt, weil er angeblich zu dick, zu klein oder zu hässlich ist, wird nie kraftvoll und positiv strahlen. Im Gegenteil: Er wird sich mit dieser Form innerer Haltung nur blockieren.

Wer seine Ausstrahlung fördern will, wer authentisch und selbstbewusst leben will, sollte zuallererst sich selbst bejahen lernen – ohne Wenn und Aber. Das bedeutet keinen Verzicht auf jegliche Selbstkritik. Die Grundhaltung sich selbst gegenüber sollte eine Bejahende sein: Damit wird Ihnen leichter bewusst, was Ihr inneres Gleichgewicht schwächt und stärkt, wo Ihre momentanen Schwächen und Stärken, und wo Ihre Eigenheiten und Potenziale liegen.

Der verneinende Zirkel der Selbstverleugnung

Viele Menschen können sich scheinbare Mängel oder Defizite nicht verzeihen. Die meisten von uns leben in der ständigen Angst, jemand könnte ihr Nicht-Perfektsein entdecken und verurteilen, und sie könnten dadurch – was auch immer – verlieren: Derartige Versagensängste haben oft schwere Folgen: Wenn wir immer nur an unsere Fehler denken, verspannt, verkrampft und blockiert alles in uns. Wir verlieren unsere natürliche Souveränität und positive Ausstrahlung.

Beispiel

Nach Feierabend gibt der Abteilungsleiter ein Glas Sekt aus. Er hatte am Wochenende Geburtstag. Die neue Teamassistentin, die ständig mit ihrem Übergewicht kämpft, fühlt sich in solchen Situationen eher unwohl. Im Team sind so viele gut aussehende und kluge Leute, was wollen die schon privat mit ihr reden? Als der Teamleiter versucht, sie in ein Gespräch zu verwickeln, hört sie nicht auf, sich selbst zu kontrollieren und denkt: „Jetzt nur keinen Mist reden“. Die Folge: Das Gespräch kommt nicht in Fluss. Schon bald wendet er sich mit der Entschuldigung ab, er müsse jemanden begrüßen. Sie glaubt zu wissen, warum: „Dicke mag eben keiner.“

Solche Hemmungen und Blockaden kommen in unseren Mitmenschen meist unbewusst an. Und doch lässt es sie zurückhaltend, zögerlich oder gar ablehnend reagieren. Doch statt dies der unbewusst-hausgemachten Blockade zuzuschreiben, sind wir davon überzeugt, dass eine von uns als emotional-verletzend empfundene Rückmeldung – wie im Beispiel die Beendigung des Gesprächs – Ihren Grund nur in unseren Mängeln hat. So fühlen wir uns in unserer verneinenden Haltung uns selbst gegenüber bestärkt: „Dicke mag eben keiner.“

Wichtig

Wer sich selbst nicht bejaht, ist für andere nicht begehrenswert.

Schon das bewusste Erkennen und Bejahen eines selbstverneinenden Verhaltensmusters kann die Kraft spenden, es zu verlassen.

Positive Ausstrahlung fußt auf drei Säulen

Das klingt so, als müsste man erst einmal ziemlich viel an sich arbeiten. Aber keine Angst, Sie müssen sich nicht gleich auf die Couch legen, um Ihre Ausstrahlung zu verbessern. Es genügt schon, wenn Sie bereit sind, sich immer wieder bewusst liebevoll und einfühlsam Ihrem Körper zuzuwenden: Dies schärft auf Dauer Selbst- und Fremdwahrnehmung, lässt Sie gleichzeitig authentischer werden und an innerer Kraft und Gleichgewicht hinzugewinnen.

Eine positive Ausstrahlung baut auf:

  • einer bejahenden, bewussten Wahrnehmung ihres Körpers,

  • einem in sich stimmigen Auftreten (dazu gehören Ihre Haltung, Atmung, Gestik, Mimik und Stimme) und

  • einer bewussten, neutralen und bejahenden Wahrnehmung seiner selbst und anderer auf.

In den nächsten Abschnitten finden Sie eine Reihe von Übungen, durch die sich diese drei Säulen stärken können.

Was hat die Wahrnehmung Ihres Körpers mit Ihrer Ausstrahlung zu tun?

Was uns nach außen natürlich und authentisch wirken lässt, ist eine zentrierte, entspannte Haltung. Sitzen, stehen oder gehen Sie in jeder Lebenslage entspannt? -„Natürlich nicht! Dazu bin ich viel zu sehr im Stress.“ So oder so ähnlich werden die meisten antworten.

Die Zunahme an äußeren Reizen ist tatsächlich einer der Hauptgründe, warum wir außer Balance kommen und das Gefühl für unseren Körper verlieren. Das tägliche Arbeitspensum tut sein Übriges dazu. Doch unsere Ausstrahlung leidet. Eine positive Wirkung nach außen entscheidet aber mehr als alles andere über Erfolg oder Misserfolg im Leben, beruflich wie privat. Was können wir tun, mit sie sich stärkt?

Können „Haltungsregeln“ helfen?

Häufig versuchen wir unsere Wirkung durch das Befolgen von „Haltungsregeln“ zu beeinflussen. Zum Beispiel, indem wir versuchen, stets aufrecht zu sitzen und unseren Oberkörper und Kopf „gerade“ zu halten.

Was soll an aufrechtem Sitzen, an einer „geraden“ Haltung falsch sein? Überall versichern uns Trainer, dass eine „gerade“, aufrechte Haltung Stärke, Willenskraft und Kompetenz vermittelt. Wir wollen dem gar nicht widersprechen – und doch haben wir einen grundlegenden Einwand: Eine „gerade“ Haltung, die keinem inneren Gleichgewicht entspringt, wird Sie einer positiveren Ausstrahlung nicht näher bringen! Sie würden durch mechanisches, logisch-gesteuertes Korrigieren nur Energie verschwenden, ohne das tatsächliche Übel an der Wurzel zu packen: Wer übertrieben aufrecht sitzt, signalisiert nicht weniger Unsicherheit und innere Kraft, als ein auf seinem Stuhl Zusammengekauerter.

Hier ist die Wahrnehmung Ihres Körpers gefragt. Ein bewusstes Wahrnehmen Ihres Körpers ist die Voraussetzung für eine natürlich-aufrechte Haltung, in der Sie die gewünschte natürlich Souveränität, Ruhe und Klarheit ausstrahlen.

Wichtig

Nur wenn Ihre Haltung Ihrem inneren Gleichgewicht entspringt, und natürlich-balanciert ist, unterstützt sie Ihre Ausstrahlung positiv.

Ausstrahlung lässt sich nicht spielen

Eine angespannte, unnatürliche Haltung spürt unser Gesprächspartner sofort. „Der ist aber angespannt“, „der steht aber ganz schön unter Strom“ oder „der kämpft gerade darum, alles noch so halbwegs gebacken zu kriegen“ – diesen Eindruck machen Kollegen oder Verhandlungspartner nicht selten auf uns. Wie oft wird das unser Gegenüber nicht auch bei uns so empfinden? Spürbare Anspannung setzen wir mit Überforderung, Unsicherheit und fehlender Souveränität gleich. Deshalb schwächt sie unsere Position in Verhandlungen und verringert die Bereitschaft anderer, uns zu vertrauen. Ganz anders wirkt eine aus dem Inneren kommende, gewachsene Stabilität. Doch diese so faszinierende Form von „Größe“ ist durch Willenskraft nicht erreichbar. Auch wenn wir wissen, dass wir umso stärker wirken, je gelöster und gelassener wir sind – eine inszeniert lässige Haltung wird den gewünschten Eindruck nicht erzeugen können. Solange wir einen bestimmten Eindruck erwecken wollen und nicht authentisch sind, wird unsere Ausstrahlung widersprüchlich sein.

Keine Lücke zwischen Sein und Schein

Ein zweiter wichtiger Punkt ist das Zusammenspiel von Ausdrucksmitteln. Wenn unsere Körpersprache und unser Reden in sich nicht stimmig sind, wirken wir nicht natürlich. Auch das kann – ebenso wie eine unentspannte Haltung – dazu führen, dass andere das Vertrauen in uns verlieren.

Beispiel

Ein Projektleiter hat eine Teambesprechung. Ein neues Teammitglied kommt erstmals in sein Projekt. Der Projektleiter nimmt sich vor, gleich für klare Fronten zu sorgen und den zielstrebigen, harten Chef zu spielen. Er rattert Ziele, Aufgaben und Spielregeln herunter. Doch irgendwie wird das neue Teammitglied den Eindruck nicht los, dass es in diesem Projekt alles andere als streng zugehen wird. Zu gekünstelt wirkt die ganze Vorstellung, die sein neuer Projektleiter da abliefert. Und zu dem soll er Vertrauen haben?

Erst, wenn Sie sich so zeigen, wie Sie wirklich sind, werden Sie für Ihre Gesprächspartner real und greifbar, präsent und klar. Dann können sich auch Verspannungen und in diesen gebundene Energien in mehr Gelassenheit und erhöhte Aufmerksamkeit wandeln. Eine permanent künstliche Haltung aufrechtzuerhalten, kostet extrem viel Energie. Frei von solchen Anstrengungen können Sie Gesprächsentwicklungen viel spontaner folgen und ...

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