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Hier ist dein Trail zu Ende, Outlaw! - Folge 1 (U.S.Marshal Bill Logan - Neue Abenteuer)

Pete Hackett

Hier ist dein Trail zu Ende, Outlaw! - Folge 1 (U.S.Marshal Bill Logan - Neue Abenteuer)





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

U.S. Marshal Bill Logan – Neue Abenteuer Folge 1

Hier ist dein Trail zu Ende, Outlaw!

Western von Pete Hackett

U.S. Marshal Bill Logan – die neue Western-Romanserie von Bestseller-Autor Pete Hackett! Abgeschlossene Romane aus einer erbarmungslosen Zeit über einen einsamen Kämpfer für das Recht.

Über den Autor

Unter dem Pseudonym Pete Hackett verbirgt sich der Schriftsteller Peter Haberl. Er schreibt Romane über die Pionierzeit des amerikanischen Westens, denen eine archaische Kraft innewohnt - eisenhart und bleihaltig. Seit langem ist es nicht mehr gelungen, diese Epoche in ihrer epischen Breite so mitreißend und authentisch darzustellen.

Mit einer Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren ist Pete Hackett (alias Peter Haberl) einer der erfolgreichsten lebenden Western-Autoren. Für den Bastei-Verlag schrieb er unter dem Pseudonym William Scott die Serie "Texas-Marshal" und zahlreiche andere Romane.

Hackett ist auch Verfasser der neuen Serie "Der Kopfgeldjäger". Sie erscheint exklusiv als E-book bei CassiopeiaPress.

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

Hier ist dein Trail zu Ende, Outlaw!

Mein Auftrag lautete: Legen Sie Josh Barber das blutige Handwerk, Marshal.

Der Postkutschen- und Eisenbahnräuber war zuletzt in Tascosa am Canadian River gesehen worden. Es war um die Mittagszeit, als ich die Stadt erreichte. Die Sonne schien warm. Tascosa war ein kleiner Ort, doch er besaß alles, was eine Stadt ausmachte; eine City Hall, eine Kirche, einen General Store, eine Postkutschenstation, ein Hotel, einen Saloon, einen Mietstall und noch ein paar Dinge mehr, die einer Ansiedlung städtischen Charakter verlieh.

Die Hauptstraße war breit und staubig. Wie die Perlen an einer Schnur reihten sich zu beiden Seiten die Wohnhäuser mit den falschen Fassaden. Dahinter waren Schuppen, Scheunen und Ställe errichtet, am Stadtrand weidete das Nutzvieh der Städter in Corrals, Koppeln und Pferchen.

Nun ja, ich war schon einige Male hier und ich musste niemand nach dem Weg fragen. Einige Passanten auf den Gehsteigen blieben stehen und beobachteten mich. In einer Gassenmündung spielten einige Kinder. Unter einem Vorbau lag ein gelber Hund im Schatten und schlief. Am Holm vor dem Saloon standen vier Pferde, die mit ihren Schweifen nach den blutsaugenden Bremsen an ihren Flanken schlugen.

Die Stadt vermittelte Frieden und Eintracht.

Beim großen Tor des Mietstalls ließ ich mich vom Pferd gleiten. Seit einiger Zeit ritt ich einen hochbeinigen Grulla-Hengst mit breiter Brust, was kräftige Lungen, Ausdauer und Schnelligkeit verriet. Das Tor war geschlossen, doch einer der beiden Flügel ließ sich aufstoßen. Knarrend und quietschend schwang er nach innen. Ich führte meinen Vierbeiner am Kopfgeschirr in den Wagen- und Abstellhof. Wir warfen einen kurzen Schatten, denn die Sonne stand hoch im Zenit. Unter den Hufen und den Sohlen meiner Stiefel knirschte der Sand. Meine Sporen klirrten leise.

Im Stalltor zeigte sich der Stallmann, ein alter Knabe, der fast keine Zähne mehr besaß und dessen weißen Haare so dünn waren, dass man durch sie die rosarote Kopfhaut erkennen konnte. Er blinzelte mir entgegen, und als ich auf zwei Schritte an ihn heran war, krächzte er wie ein kranker Rabe: „Howdy, Marshal, ich kann mir schon denken, was Sie nach Tascosa führt. Es ist wegen Josh Barber, nicht wahr? Barber war vor einer Woche hier. Der junge Warner hat ihn erkannt und den Deputy verständigt. Aber O’Donell hat sich ziemlich dumm angestellt. Und so konnte Barber entkommen.“

Ich nickte. „Ja, Barber ist der Grund, aus dem ich nach Tascosa geritten bin. Hier hoffe ich seine Spur aufnehmen zu können.“ Während ich sprach, führte ich mein Pferd an dem Oldtimer vorbei in die Düsternis des Stalles. Der Mittelgang war wohl an die fünfzehn Yards lang. Zu beiden Seiten waren die Boxen. Eine Leiter führte hinauf zum Heuboden. In den Ecken woben staubige Spinnweben, in denen unzählige tote Fliegen hingen. Typischer Stallgeruch – diese Mischung aus Heu- und Strohgeruch und der Pferdeausdünstung -, schlug mir entgegen.

Der Stallmann folgte mir und übernahm das Pferd. „Was hat O’Donell falsch gemacht, so dass ihm Barber entkommen konnte?“, fragte ich, indes ich meine Satteltaschen abschnallte.

Der Oldtimer schnaubte grimmig durch die Nase. „Er hat sich zu lange mit Vorreden aufgehalten. O’Donell hätte erst schießen, und dann die Fragen stellen sollen. Aber es fehlte ihm wohl an der Erfahrung im Umgang mit Kerlen vom Kaliber eines Josh Barber. Als O’Donell zum Denken kam, war Barber fort. Vor dem Saloon standen genügend Gäule, von denen er sich einen schnappte.“

„Hat man ihn verfolgt?“

„Nein. O’Donell forderte zwar die männlichen Bewohner auf, ein Aufgebot zu bilden, aber niemand folgte seinem Aufruf.“ Der alte Bursche spuckte verächtlich auf den Boden. „Es ist eine feige Bande. Von denen ist jeder nur sich selbst der Nächste.“

Ich warf mir die Satteltaschen über die Schulter und zog die Winchester aus dem Scabbard. „Ich hole in etwa einer Stunde das Pferd wieder ab“, gab ich zu verstehen, dann stiefelte ich hinaus in den Sonnenschein, überquerte den Hof und trat hinaus auf die Main Street.

Drei Minuten später klopfte ich gegen die Tür des Sheriff’s Office. Und ich wartete nicht ab, bis ich aufgefordert wurde, einzutreten, sondern öffnete und betrat das kleine Büro. Der Geruch von Zigarettenrauch und Bohnerwachs stieg mir in die Nase. Der Deputy saß hinter dem Schreibtisch, seine Füße lagen auf der Tischplatte, er hatte die Hände über dem Leib verschränkt und hielt Siesta.

Jetzt schreckte er hoch. Mit dem stupiden Ausdruck des Nichtbegreifens starrte er mich an, plötzlich blitzte es auf in seinen Augen, er schwang die Beine nach unten und setzte sich gerade. „Logan, Sie!“

Jud O’Donell war zweiunddreißig Jahre alt, neigte zur Korpulenz und über der Stirn lichteten sich seine blonden Haare schon.

„Guten Tag“, grüßte ich, zog mir einen Stuhl heran und setzte mich rittlings darauf. „Gut geschlafen, O’Donell?“

Er schaute etwas betreten drein. „Nun, ich muss eingenickt sein. Ist ja kein Wunder. Sieben Tage in der Woche Dienst, kaum Schlaf, nichts als Ӓrger.“ Er rieb sich die Augen, dann schaute er mich an und sagte grollend: „Ich habe einen Boten nach Amarillo geschickt …“

„Und ich bin sofort losgeritten, Deputy. Der Stallmann hat mir schon erzählt wie es sich zugetragen hat.“

„Es ist nicht so, wie es sich auf den ersten Blick darstellt. Als ich …“

Meine Rechte fuhr wegwerfend durch die Luft, und als der Gesetzeshüter verstummte, sagte ich: „Das spielt keine Rolle mehr.

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