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Herzdiebstahl – legal?

Sissi Kaipurgay

Herzdiebstahl – legal?

3 Cops in love





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Herzendiebstahl – legal? - 3 Cops in love

Sämtliche Personen, Orte und Begebenheiten sind frei erfunden, Ähnlichkeiten rein zufällig.

 

Der Inhalt dieses Buches sagt nichts über die sexuelle Orientierung des Covermodels aus.

 

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder eine andere Verwertung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin.

 

 

Ebooks sind nicht übertragbar und dürfen nicht weiterveräußert werden. Bitte respektieren Sie die Arbeit der Autorin und erwerben eine legale Kopie. Danke!

Text: Sissi Kaipurgay

Foto von shutterstock

Covergestaltung: Kooky Rooster

Ein Bulle zum Verlieben


Buchmesse Frankfurt am Main. Ich habe natürlich mal wieder alles versemmelt. Kein Hotelzimmer, kein Messeticket und auch der Parkplatz, auf dem ich mein Auto abstelle, ist nur halb legal. Was dann passiert, ist so klar wie Kloßbrühe...

***


Buchmesse in Frankfurt. Ich reihe mich in die Schlange vor dem Kartenhäuschen ein. Klar war ich zu doof, die Eintrittskarte früher zu buchen, genauso wie ich mein Auto auch eben gerade halblegal geparkt habe. Mist!

Alles ist schiefgelaufen, angefangen mit der Hotelbuchung. Ich war zu spät und so habe ich für heute Nacht kein Zimmer. Deshalb bin ich auch mit dem Wagen hier, um notfalls auf irgendeiner Autobahnraststätte ein wenig Schlaf zu finden. Allerdings hoffe ich immer noch, dass ich irgendwo eine Pension finde, vielleicht auch einfach ein Motel auf dem Weg zurück nach Hamburg.

Ich habe das Kassenhäuschen erreicht und löse ein Tagesticket. Bevor ich das Messegelände betrete, laufe ich noch einmal zu meinem Auto. Kaum dreißig Minuten, und schon klebt ein Knöllchen hinter dem Scheibenwischer. Ich reiße den Zettel von der Scheibe und zerknülle ihn, als wäre es damit erledigt. Scheiß drauf, ich will endlich zu den Büchern.


Es wird ein langer Tag. Gegen Mittag suche ich einen der zahlreichen Imbisse auf, die für teures Geld schlechtes Essen anbieten, doch das kann mir den Tag nicht verderben. Bislang habe ich schon alle wichtigen Stände abgeklappert und will mir nun bis Messeschluss noch die bunten Stände des Gastpartners ansehen.


Als ich gegen acht Uhr vollkommen erschöpft zu meinem Wagen trotte, habe ich sofort ein ungutes Gefühl im Bauch. Und richtig: mein Auto ist nicht mehr dort, wo es sein sollte. Ich sehe den Abschleppwagen am Ende der Straße gerade noch um die Ecke biegen und renne ein paar Meter hinterher, doch das ist sinnlos. Ich bin nicht Superman, sondern Sascha Wullenstein, siebenundzwanzig Jahre alt und nicht gerade in Topform.

Keuchend bleibe ich stehen und glotze zu der Kurve, hinter der gerade mein Auto verschwunden ist. Frust macht sich breit, zusammen mit einem leeren Magen und schlichter Verzweiflung. Ich drehe mich um und gehe langsam dorthin zurück, wo eben noch mein geliebtes Vehikel stand. Er war Zuflucht, Retter und meine ganze Hoffnung. Soll ich jetzt auf der Straße schlafen, um morgen meinen Wagen…?

„Herr Sascha Wullenstein?“, fragt mich in diesem Moment ein Riese, der in Uniform vor dem Platz steht, der für mein Auto eigentlich nicht reichte und dazu noch verboten ist.

Das rote Parkverbotsschild schwebt direkt über uns. Nicht zu übersehen. Ich versuche es trotzdem.

„Ja, der bin ich. Mein Gott, ich habe das heute Morgen wohl gar nicht gesehen, Herr Oberwachtmeister. Bitte, was muss ich tun, um mein Auto wiederzubekommen?“, sage ich leicht provozierend und zugleich devot.

Der Riese mustert mich kurz und gleich darauf erscheint ein fieses Lächeln auf seinem Gesicht.

„Nun … Herr Wullenstein … war das jetzt eine Anmache?“, fragt er süffisant.

Puh. Der Kerl ist nicht dumm, dazu auch noch sehr sexy und heiß. WAS – bitteschön – soll ich jetzt antworten? Ich bin so müde, dass ich auch im Stehen schlafen könnte.

„Nein, Entschuldigung, das war nur … eine dämlich patzige Antwort, die Sie nicht verdient haben“, sage ich reuig. „Ich bin … es ist nur … ich habe kein Hotelzimmer und wollte eigentlich …“

„… im Auto schlafen?“, fragt der Bulle.

„Ja“, gebe ich seufzend zu. „Ich wohne in Hamburg und würde auf dem Weg zurück in einem Motel schlafen … oder so.“

„Hmm, oder so? Das sieht mir ganz nach verbotenem Schwarzcamping aus“, brummt der Polizist und notiert irgendetwas auf dem Block, den er schon die ganze Zeit in seinen Händen hat.

Ja, verdammt, protokolliert der Kerl etwa meinen Zustand? Wofür? Damit er sich morgen daran weiden kann und noch vor dem ersten Kaffee einem Lachflash erliegt? Ich knurre, mein Magen auch, und stürze mich – natürlich nur verbal - auf dieses miese Schwein.

„Verdammt noch mal! Ich wollte nur … diese Messe … die Bücher. Ich liebe sie. Wie konnte ich ahnen, dass mein Wagen… Scheiße! Soll ich auf der Straße schlafen? Würde Sie das befriedigen? Okay, dann mache ich das und morgen … morgen werde ich mich bei ihrem Vorgesetzten beschweren. Darauf…“, ich hebe drohend die Faust, „…können Sie sich verlassen!“

Der Uniformierte starrt mich einen Moment an, dann legt er den Kopf in den Nacken und lacht schallend. Er sieht dabei noch schöner aus, als vorher. Geht das? Es geht und mein Frust steigert sich.

„Dann noch viel Spaß“, murre ich, drehe mich um und mache einen Schritt, da spüre ich Finger um meinen Arm.

„Moooment mal, junger Mann“, brummt der Polizist. „Ich denke, da ich Sie in diese unangenehme Lage gebracht habe, bin ich Ihnen etwas schuldig.“

„Mhm“, mache ich, schon halb besänftigt.

„Ich habe ein Gästebett bei mir und würde es zur Verfügung stellen“, murmelt der Bulle. „Aber ich habe auch einen Hund. Wenn also irgendwelche Allergien oder so bestehen…“

„Nein“, sage ich schnell. „Alles in Ordnung. Ich gehe auch Gassi mit dem Tier.“

„So, so.“ Der Kerl grinst breit und steckt endlich den Block weg. „Dann komm mit.“

Aha. Wir sind schon beim ‚Du‘ angekommen, das geht ja schnell. Ich starre auf den geilen Arsch des Mannes, während ich ihm folge. Er geht zu einem Polizeiwagen und ich frage mich, ob er mir gleich Handschellen anlegen wird. Die Idee gefällt mir, ist eine meiner Lieblingsphantasien und leider noch nie ausgelebt worden. Ob er auch solche Gelüste hat?

„Steig ein“, sagt er und öffnet die hintere Tür wie ein echter Gentleman.

Ich komme ihm so nahe, dass sein Duft in meine Nase dringt. Erdig – männlich – einfach geil. Der ganze Kerl ist eine laufende Versuchung und ich bin so geil, dass ich vor Erregung meinen Hunger glatt vergessen habe. Jetzt aber meldet sich mein Magen und knurrt laut.

„Hört sich an, als hättest du einen hungrigen Löwen im Bauch.“ Der Bulle grinst mich im Rückspiegel an.

„Mhm ja, dabei könnte ich glatt eine halbes Schwein verspeisen“, gebe ich zu.

„Okay. Ich bringe den Wagen zurück und dann bestellen wir uns Pizza“, entscheidet er und fährt los.

Ich fühle mich geborgen, nachdem ich mich schon auf dem Bahnhofsklo gesehen hatte. Dieser Kerl dort – er scheint nett zu sein, auch wenn er wie ein Massenmörder aussieht. Ab und zu zwinkert er mir im Spiegel zu und nach wenigen Minuten haben wir auch schon das Revier erreicht.

„Wie teuer wird es werden, meinen Wagen auszulösen?“, frage ich beiläufig, während wir das Auto wechseln.

Der Bulle fährt ein schrottreifes BMW Cabrio. Wahrscheinlich verdient er nicht viel. Ich habe mal gehört, dass…

„Wahrscheinlich rund dreihundert Euro“, antwortet er in meine Gedankengänge hinein.

„Drei … hundert?“, stammele ich entsetzt.

„Mhm, ja, das ist wirklich ganz schön happig“, gibt der Kerl zu.

„Aber … so viel habe ich nicht“, flüstere ich und merke, wie Verzweiflung mir die Tränen hochtreibt. Ich blinzle.

„Ich könnte ein gutes Wort für dich einlegen. Ich kenne den Besitzer des Abschleppunternehmens und wenn du dich…“, er wirft mir einen kurzen Seitenblick zu, „…gut anstellst, bekomme ich ihn vielleicht für ein Taschengeld wieder heraus.“

„Taschengeld? Gut anstellen?“, echoe ich verwirrt.

„Na ja“, murmelt der Bulle. „Ich hätte da so ein paar Phantasien…“

„Mit oder ohne Hund?&

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