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Grabgesang für McQuade (Der Kopfgeldjäger 61)

Pete Hackett

Grabgesang für McQuade (Der Kopfgeldjäger 61)





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Grabgesang für McQuade

Der Kopfgeldjäger Band 61:

Western von Pete Hackett

 

Pete Hackett Western - Deutschlands größte E-Book-Western-Reihe mit Pete Hackett's Stand-Alone-Western sowie den Pete Hackett Serien "Der Kopfgeldjäger", "Weg des Unheils", "Chiricahua" und "U.S. Marshal Bill Logan".

 

Über den Autor

Unter dem Pseudonym Pete Hackett verbirgt sich der Schriftsteller Peter Haberl. Er schreibt Romane über die Pionierzeit des amerikanischen Westens, denen eine archaische Kraft innewohnt - eisenhart und bleihaltig. Seit langem ist es nicht mehr gelungen, diese Epoche in ihrer epischen Breite so mitreißend und authentisch darzustellen.

Mit einer Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren ist Pete Hackett (alias Peter Haberl) einer der erfolgreichsten lebenden Western-Autoren. Für den Bastei-Verlag schrieb er unter dem Pseudonym William Scott die Serie "Texas-Marshal" und zahlreiche andere Romane.

Hackett ist auch Verfasser der neuen Serie "Der Kopfgeldjäger". Sie erscheint exklusiv als E-book bei CassiopeiaPress.

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

 

 

Als McQuade den abgetriebenen Fuchswallach in der Box stehen sah, wusste er, dass er Floyd Baxter eingeholt hatte. Er verspürte eine tiefe, innere Zufriedenheit, tätschelte den Hals des Falben und murmelte: „Wir haben unser Ziel erreicht, alter Junge. Die Jagd ist zu Ende.“

Gray Wolf, der seinen Körper gegen das Bein des Kopfgeldjägers drängte, ließ ein leises Fiepen hören.

„Haben Sie mit mir gesprochen, Sir?“, fragte der junge Stallmann, auf dessen Wangen und Kinn ein weicher Bart zu sprießen angefangen hatte.

McQuade wandte sich dem Jungen zu. „Nein, mein Junge. Ich habe mit dem Pferd gesprochen. Eine Frage: Wo finde ich den Mann, der auf diesem Pferd nach Casa Grande gekommen ist?“ McQuade wies mit einer knappen Handbewegung auf den Fuchswallach.

„Sind Sie hinter ihm her, Sir, oder handelt es sich um einen Freund von Ihnen? – Er kam vor einer guten Stunde in der Stadt an. Der arme Gaul war ziemlich am Ende.“

„Floyd Baxter ist kein Freund von mir“, antwortete der Kopfgeldjäger, dessen Wiege in Texas, in der Nähe von San Antonio gestanden hatte und den ein ungnädiges Schicksal ins Arizona-Territorium verschlug. Seine Stimme sank etwas herab, als er endete: „Er ist ein Mörder. Wo finde ich ihn?“

Der Stallbursche nahm den Falben am Kopfgeschirr. „Da er seine Satteltaschen und den Packen mitnahm, vermute ich, dass er ins Hotel gegangen ist, Sir.“

„Gib meinem Pferd alles, was es braucht“, knurrte der Kopfgeldjäger, zog mit einem Ruck die Henry Rifle aus dem Scabbard und wandte sich dem Ausgang zu. Gleich darauf überschritt er die Lichtgrenze unter dem hohen, breiten Tor und trat hinaus in den Wagen- und Abstellhof. Glühende Hitze empfing ihn, unter seinen Sohlen knirschte der Staub, leise klirrten die Sternradsporen an seinen Stiefeln. Die hohe, hagere Gestalt des Texaners warf einen langen Schatten, denn die Sonne stand schon weit im Westen und würde in etwa einer Stunde hinter den zerklüfteten Bergen versinken.

Um das Hotel zu erreichen musste der Kopfgeldjäger ein ganzes Stück die Main Street hinunter marschieren. Casa Grande lag an der Überlandstraße, die von Tucson herauf über Maricopa Well nach Yuma am Colorado River führte. Es gab hier ein Depot der Butterfield Overland Mail Company.

McQuade bewegte sich am Fahrbahnrand. Gray Wolf trottete mit hängendem Kopf und seitlich aus dem Maul hängender Zunge neben ihm her. An beiden klebte der Staub eines langen Trails von Tucson herauf. Der Kopfgeldjäger wurde kaum beachtet. Casa Grande war eine hektische Stadt, Straße und Gehsteige waren voller Passanten. Fuhrwerke rollten die Straße hinauf und hinunter, Reiter überholten den Texaner oder kamen ihm entgegen. Hier pulsierte das Leben, die Stadt war wie eine Oase an der Postkutschenstraße.

Der Kopfgeldjäger betrat das Hotel. Die Rezeption war verwaist. Aber auf der Theke stand eine Glocke, auf die man nur mit der flachen Hand zu schlagen brauchte, um einen scheppernden Klingelton auszulösen. McQuade machte davon Gebrauch, und tatsächlich wurde sogleich eine Tür hinter der Rezeption aufgezogen und ein Mann mittleren Alters, dessen riesiger Schnurrbart fast gänzlich seinen Mund bedeckte, zeigte sich. Er erwiderte den Gruß des Texaners, dann musterte er ihn fragend. Der Kopfgeldjäger zog den zusammengefalteten Steckbrief aus der Tasche des braunen, zerschlissenen Staubmantels, faltete ihn auseinander und hielt ihn dem Owner so hin, dass dieser das Bild sehen und den Text lesen konnte. „Ist dieser Mann innerhalb der vergangenen Stunde bei Ihnen gewesen?“

Der Hotelier betrachtete sich das Konterfei des Banditen eingehend, dann nickte er und sagte: „Ich habe ihm Zimmer vier gegeben. Oben, das hintere Zimmer auf der rechten Flurseite. Baxter ist oben. Er war ziemlich erschöpft, und jetzt – denke ich -, schläft er den Schlaf der Gerechten.“

„Sicher, den Schlaf der Gerechten“, kam es ausgesprochen ironisch von McQuade, mit dem letzten Wort schwang her halb herum und stakste zur Treppe. Mit gemischten Gefühlen schaute ihm der Owner hinterher.

In der oberen Etage angekommen musste der Kopfgeldjäger nur wenige Schritte gehen, um Zimmer vier zu erreichen. Ein Teppich, der auf dem Flur lag, dämpfte seine Schritte. Er lauschte an der Tür, konnte aber keine Geräusche in dem Raum dahinter vernehmen. Kurzerhand rammte er die Tür mit der Schulter auf, wirbelte in das Zimmer und sah den Oberkörper des Banditen vom Bett regelrecht in die Höhe schnellen.

Floyd Baxter reagierte ansatzlos. Ein Leben außerhalb von Recht und Ordnung, die vielen Jahre, in denen er vor dem Gesetz auf der Flucht als ständig Gehetzter immer damit rechnen musste, erkannt zu werden und sich der Gerechtigkeit mit der Waffe in der Faust entziehen zu müssen, hatten ihn geformt. Er reagierte wie ein in die Enge getriebenes Raubtier …

Fluchend griff Baxter nach dem Revolver, der im Holster steckte, das mit dem Patronengurt über die Lehne eines Stuhles hing, den der Bandit neben das Bett gestellt hatte.

Zwei lange Schritte brachten McQuade an das Bett heran, er schlug mit dem Gewehr zu, der Lauf knallte gegen Baxters Kopf und warf ihn um. Seine Hand löste sich von dem Revolver, den er schon halb aus dem Holster gezogen hatte. Die Waffe rutschte ins Futteral zurück, die Hand sank kraftlos nach unten.

Von Baxter ging keine Gefahr mehr aus.

McQuade holte ein Handschellenpaar aus der Manteltasche und fesselte die Hände des Outlaws auf den Rücken. Dann setzte er sich rittlings auf den Stuhl vor dem Bett und wartete, bis Baxter aus der Bewusstlosigkeit erwachte.

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