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Glück!

Inhaltsverzeichnis

  1. Hinweis zum Urheberrecht
  2. Impressum
  3. Vorwort
  4. Was ist Glück?
    1. Glück hat viele Gesichter
      1. Was gehört für Sie dazu?
    2. Glückslehren und andere Forschungen
      1. Glück – ein Ereignis, eine Empfindung oder ein Zustand?
      2. Kann man Glück erforschen?
      3. So sehen es die Philosophen
    3. Was macht das Leben lebenswert?
      1. Grundkonstanten des Glücks
      2. Ihr Talent zum Glück
  5. Die Chemie des Glücks
    1. Die Rolle der Hormone
      1. Körpereigene Glücksboten
    2. Was tun bei Glückshormonmangel?
      1. Essen Sie sich glücklich
      2. Lachen ist gesund – Weinen auch
      3. Singen Sie sich frei
      4. Glück durch Bewegung
      5. Zehn Bewegungstipps für den Alltag
      6. Innerer Frieden durch Meditation
  6. Das höchste der Gefühle
    1. Glück ist Gefühlssache
      1. Aus dem Bauch heraus: Warum auch Gefühle unser Handeln steuern
      2. Gefühle stabilisieren uns
    2. Gefühle sind trainierbar
      1. Negative Gefühle in den Griff bekommen
      2. Ändern Sie den Blickwinkel
    3. Was hindert Sie am Glücklichsein?
      1. Gefühle wahrnehmen und ansprechen – aber nicht übertrieben äußern
      2. Die Spirale negativer Gedanken durchbrechen
      3. Die Einschätzung künftigen Glücks verbessern
    4. Sie haben Ihr Glück in der Hand
      1. Entscheiden Sie selbst
      2. Glaubenssätze erkennen und dagegen angehen
      3. Machen Sie eine Bestandsaufnahme
      4. Polen Sie sich positiv
  7. Vom Glück mit anderen
    1. Die Gemeinschaft – wie sie uns fordert und fördert
      1. Freunde fürs Leben
      2. All you need is love
    2. Warum Netzwerke und Vitamin B wichtig sind
      1. Die Kunst des Smalltalks
      2. Bewerten Sie Ihre Bezugspersonen
      3. Boshaftigkeit und Neid: Gut für die Gemeinschaft?
  8. Glück bei der Arbeit – Glück in der Freizeit
    1. Das Paradox der Arbeit
      1. Was ist Flow?
      2. Flow und Glück
    2. Macht Freizeit glücklich?
      1. Den „inneren Schweinehund“ überwinden
    3. Dem Multitasking Einhalt gebieten
      1. Die Non-Stop-Gesellschaft
      2. Die Entdeckung der Langsamkeit
    4. Arbeiten um des Geldes willen?
      1. Macht Geld glücklich?
  9. Instrumente und Methoden: So werden Sie glücklicher
    1. Entscheiden Sie sich dafür, glücklich zu sein
      1. Wenn man den Preis nicht zahlen möchte
      2. Sie haben die Wahl
    2. Ziele und Visionen entwickeln
      1. Unternehmerisches Aufbruchsdenken
      2. Ziele festlegen
    3. Am Anfang steht der Plan
      1. Am Anfang das Ende im Sinn haben
      2. Den Masterplan entwerfen
      3. Der Sinn des Lebens
    4. Kooperation und Konfliktbewältigung
      1. Gewinn/Gewinn
      2. Gewinn/Verlust
      3. Verlust/Gewinn
      4. Verlust/Verlust
      5. Gewinn
      6. Gewinn/Gewinn oder kein Geschäft
    5. Erst das Wichtige, nicht das Dringende
    6. Zuhören und Verstehen
    7. Ein Glückstagebuch führen
  10. Qualitäten, die Sie Ihrem Glück näher bringen
    1. Humorvolle Lebenseinstellung
    2. Emotionale Selbstkontrolle
    3. Langeweile als Chance sehen
    4. Hoffnung: Werden Sie ein High-Hoper
  11. Literaturempfehlungen
  12. Stichwortverzeichnis
  13. Die Autoren
  14. Weitere Literatur
  15. Arbeitshilfen online

[1]

Hinweis zum Urheberrecht

Abbildung

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Vorwort

Das Streben nach Glück liegt in der Natur des Menschen: Kaum einem anderen Ziel jagen wir so beharrlich nach, an keiner anderen Vision halten wir zeitlebens so unerschütterlich fest. Dabei macht sich jeder von uns seine ganz eigene Vorstellung vom Glück und sucht es auf seine persönliche Weise. Und wenn er es dann einmal gefunden zu haben glaubt, wünscht er sich, es für immer festhalten zu können. Was aber ist Glück überhaupt? Verstehen wir alle etwas anderes darunter oder gibt es so etwas wie das Glück schlechthin? Kann es länger als einen flüchtigen Moment lang andauern? Und sind wir in der Lage, unser Glück zu beeinflussen? Oder ist alles nur Schicksal?

Nicht nur kluge Köpfe haben sich in den vergangenen Jahrhunderten diese Fragen gestellt – auch jeder Einzelne von uns sieht sich immer wieder mit ihnen konfrontiert. Dieser TaschenGuide macht sich deshalb auf die Suche nach Antworten. Es soll jedoch weniger darum gehen, Patentrezepte für ein glückliches Leben zu liefern – denn die gibt es nicht –, als vielmehr, Möglichkeiten aufzuzeigen und Denkanstöße zu geben. So lassen sich neue Einsichten gewinnen und Kurskorrekturen vornehmen – damit Sie nach der Lektüre dem Schriftsteller Lawrence Durrell beipflichten können, der gesagt hat: „Das Glück beruht oft nur auf dem Entschluss, glücklich zu sein.“ Wir wünschen Ihnen viel Erfolg![2]

Susanne Schwalb und Barbara Imgrund

Was ist Glück?

Die eine, letztgültige Definition von Glück gibt es nicht: Jeder Einzelne von uns macht sich seinen eigenen Begriff davon und füllt ihn mit seinen persönlichen Zielen und Träumen. Doch wer sich bewusst macht, wie seine Vorstellung vom Glück aussieht, ist ihm schon einen Schritt näher.

Glück hat viele Gesichter

„Glück auf!“, lautet der Gruß der Bergleute. Jeder ist seines Glückes Schmied, lehrt uns das Sprichwort. Glücksbringer baumeln von den Rückspiegeln unserer Autos und helfen uns durch Prüfungen, und zu Geburtstagen, Hochzeiten und Taufen beglückwünschen wir einander. Im Berufsalltag wünschen wir uns Glück für ein Vorstellungsgespräch, für die Präsentation bei einem wichtigen Kunden oder für einen Vortrag vor großem Publikum. Die Liste ließe sich beliebig verlängern, doch schon diese wenigen Beispiele machen deutlich, wie allgegenwärtig das Glück in unserem Alltag und in unserer Sprache ist. Im Sehnen und Streben danach sind wir uns alle einig.[3]

Was gehört für Sie dazu?

Wenn es aber daran geht, zu definieren, was wir mit Glück eigentlich meinen, sind die Antworten so unterschiedlich wie die Menschen, die wir fragen. Machen Sie einmal die Probe aufs Exempel: Was bezeichnen Sie persönlich als Glück – wann also sind Sie für Ihre Begriffe glücklich? Und nun stellen Sie dieselbe Frage Ihrem Partner, Ihren engsten Familienangehörigen und guten Freunden. Sie werden schnell sehen: Glück ist nicht gleich Glück, und was der eine darunter versteht, muss nichts mit dem Glücksbegriff des anderen zu tun haben.

Sie selbst brauchen zum Beispiel ein intaktes Familienleben zum Glücklichsein, während ein Freund Wohlstand und finanzielle Unabhängigkeit über alles stellt und wieder ein anderer den sicheren Arbeitsplatz oder die Gesundheit. Und dann gibt es da ja auch noch das kleine Glück, das man empfindet, wenn man nach einem anstrengenden Aufstieg auf einem Berggipfel steht, wenn man einen schönen Abend mit Freunden genießt oder wenn im beruflichen Kontext eine Aufgabe gut gelungen ist und wir positives Feedback von einem Kunden oder vom Chef bekommen.

So finden Sie Antworten

Die Antwort auf die Frage nach dem eigenen Glücksbegriff fällt vielen gar nicht so leicht, weil sie bisher nur eine recht vage Vorstellung davon hatten. Wenn es auch Ihnen so geht, sollten Sie sich für den folgenden Test einige Minuten Zeit nehmen. Lesen Sie sich Frage für Frage durch und antworten Sie wahrheitsgemäß darauf. Es geht nicht um möglichst schlaue oder originelle Antworten – wichtig ist nur, dass Sie sich Gedanken dazu machen und sich dessen bewusst werden, wonach Sie sich sehnen. Finden Sie heraus, was Ihr subjektiv empfundenes Glück ist.[4]

Test: Wie sieht Ihre Vorstellung vom Glück aus?
Was bedeutet für Sie Glück?
Würden Sie sich eher als glücklich oder eher als unglücklich bezeichnen? Aus welchen Gründen?
Wann waren Sie zum letzten Mal bewusst glücklich?
Wann waren Sie zum letzen Mal bewusst unglücklich?
Welche Wünsche möchten Sie erfüllt sehen?
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Lebensweise als Single oder in Ihrer Partnerschaft?
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Gesundheit bzw. Ihrem körperlichen Zustand?
Wie empfinden Sie Ihre Freundschaften?
Wie empfinden Sie den Rückhalt durch Ihre Familie?
Beneiden Sie andere Menschen? Wenn ja, warum?
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Arbeit?
Wie empfinden Sie Ihr Verhältnis zu Ihren Kollegen?
Sind Sie der Meinung, dass Sie Ihre Freizeit sinnvoll nutzen?
Was ist Glück für Ihren Partner?
Für wie glücklich schätzen Sie Ihren besten Freund ein?
Welche Rolle spielen materielle Dinge in Ihrem Leben?
Glauben Sie, dass ein Lottogewinn Sie dauerhaft glücklich(er) machen würde?

Unser Glücksbegriff ist nicht statisch: Was Sie als Kind oder Heranwachsender als Glück empfunden haben, hat vermutlich mit Ihrer Glücksvorstellung von heute nicht mehr viel zu tun. Nehmen Sie sich deshalb nach der Lektüre dieses Buches diesen Test noch einmal vor und überprüfen Sie, ob sich Ihre Einschätzungen zu Ihren Beziehungen, Ihrer Befindlichkeit, Arbeit, Freizeit, materiellen und immateriellen Werten in der Zwischenzeit verändert haben.[5]

Glückslehren und andere Forschungen

Natürlich ist Glück weit mehr als nur Privatsache – seit Jahrhunderten befassen sich so unterschiedliche Disziplinen wie Philosophie und Psychologie und seit einigen Jahrzehnten auch Natur- und Wirtschaftswissenschaften mit diesem Forschungsgegenstand.

Glück – ein Ereignis, eine Empfindung oder ein Zustand?

Brockhaus definiert Glück als „komplexe Erfahrung der Freude angesichts der Erfüllung von Hoffnungen, Wünschen, Erwartungen, des Eintretens positiver Ereignisse“ sowie als „Einssein des Menschen mit sich und dem von ihm Erlebten“. Dies impliziert zweierlei: Glück kann man haben, und Glück kann man empfinden. Im ersten Fall wird es als „günstige Fügung“ des Schicksals aufgefasst, im zweiten Fall als „Zustand des Wohlbefindens, der Zufriedenheit mit dem eigenen Leben“. Anders formuliert: Das eine Mal wird Glück von außen (extern) an uns herangetragen, das andere Mal entsteht es in uns selbst (intern). In diesem Buch soll es vorrangig um Letzteres gehen: um einen Zustand des Einsseins mit sich selbst und den Dingen um sich herum – und um die Frage, ob und wie man diesen Zustand absichtsvoll und möglichst auf Dauer herbeiführen kann.

Wichtig

Der Begriff „Glück“ hat zwei Bedeutungsebenen: Er bezeichnet sowohl ein erfreuliches zufälliges, punktuelles Geschehnis (Glück haben) als auch einen vorübergehenden oder andauernden Zustand des subjektiven Wohlbefindens (Glück empfinden).[6]

Kann man Glück erforschen?

Man kann! Jedenfalls tun dies Dichter und Denker seit der Antike bis in unsere Tage. Allerdings haben sich den Philosophen von damals in jüngster Vergangenheit auch Ökonomen, Psychologen, Mediziner und Neurobiologen hinzugesellt, um nur einige zu nennen – und sind dabei zu der einen oder anderen Erkenntnis über das Glück gelangt.

Glückslehren der Philosophie

Philosophen waren sicherlich die Ersten, die sich quasi beruflich den Kopf über das Glück zerbrachen. Abhängig von ihrem jeweiligen Menschenbild gehen sie der Frage nach, was Glück ist, ob es von der reinen Bedürfnisbefriedigung zu unterscheiden ist und wie man es erreichen kann: im sozialen Miteinander, für sich persönlich und in Beziehung zum Göttlichen. Die Philosophie versteht sich als Disziplin, die nach der Lehre vom richtigen Leben sucht, und sie beschäftigt sich daher auch mit dem Glück – ein Aspekt, der auch heute durchaus noch aktuell ist: Die Vielzahl und der Erfolg moderner Zeit- und Selbstmanagementlehren, bei denen es unter anderem zum Beispiel um die sogenannte Work-Life-Balance geht, zeigen dies.

Neurobiologische Forschungen

Neurobiologen erforschen gleichermaßen das Glück: Dank der technologischen Errungenschaften der modernen Medizin verfügen sie heute über die Möglichkeiten, mittels Computertomografie und Magnetresonanzverfahren jene Gehirnareale im linken Stirnlappen sichtbar zu machen, die bei glücklichen Empfindungen aktiv sind. Zudem befasst sich diese relativ junge interdisziplinäre Wissenschaft mit der Untersuchung von hormonellen Botenstoffen wie Serotonin oder Dopamin, die im Gehirn Glücksgefühle auszulösen imstande sind und daher im Volksmund „Glückshormone“ genannt werden.[7]

Was die Wirtschaftswissenschaftler untersuchen

Die Wirtschaftswissenschaftler haben allerdings bemerkt, dass es zu kurz gegriffen wäre, den Menschen allein als Homo oeconomicus zu erklären, der nur seine Bedürfnismaximierung im Sinn hat. Augenfälliger Beweis dafür sind die Ergebnisse aktueller Umfragen, wonach zusätzliches Einkommen in ohnehin schon reichen Ländern das Glückgefühl der Menschen offenbar nicht mehr im erwarteten Maß zu steigern vermag. Diese Erkenntnis spielt im Zusammenhang mit neu erschlossenen Absatzmärkten und Zielgruppen eine wichtige Rolle.

Erkenntnisse der Psychologie

Die Psychologie wiederum beschäftigt sich nicht mehr wie bisher ausschließlich mit den Faktoren, die uns unglücklich und krank werden lassen, sondern will nunmehr umgekehrt in einem neuen Nebenzweig, der Positiven Psychologie, herausfinden, was unser Leben lebenswert macht. Diesem Ansatz zufolge entsteht Glück nicht allein durch die Abwesenheit von Unglück und Leid, sondern muss aktiv hergestellt werden.

So sehen es die Philosophen

Die Königsdisziplin der Glücksforschung bleibt indes die Philosophie, ist doch Glück selbst kein mess- oder greifbarer empirischer Gegenstand, sondern ein höchst subjektives Gut, das jeder Einzelne von uns mit seinen eigenen Inhalten füllt.[8]

Antike: Glück nicht ohne soziale Gemeinschaft

Der große griechische Denker Platon (428/427 – 348/347 v. Chr.) war einer der Ersten, die erkenntnistheoretisch über das Glück nachdachten. Er geht von drei Dimensionen des Glücks aus: dem Glück der Beziehung zum Göttlichen, des persönlichen Menschseins und des sozialen Miteinanders – wobei ohne die erste Dimension die beiden anderen nicht denkbar sind. Platon verwirft das Konzept der reinen Bedürfnis- und Lustbefriedigung des Individuums und koppelt Glück an eine ethisch-moralische Idee: die Idee des Guten, die das Glück legitimiert. Wahres Glück setzt ihm zufolge Weisheit und Tugend voraus, ist nur dem philosophierenden Menschen möglich und weist gleichzeitig über ihn hinaus – es ist transzendent. Damit hat es nichts mehr mit jenem äußerlichen, materiellen Scheinglück gemein, das viele erstreben.

Bei Aristoteles (384/383 – 322/321 v. Chr.) verengt sich dieser Glücksbegriff bereits: Der Mensch ist zwar weiterhin dem Schicksal unterworfen, doch wer tüchtig und tugendhaft ist, kann sein Leben frei gestalten und Glück erlangen – wobei dieses stets auf das Miteinander im Staats- und Gemeinwesen bezogen bleibt.

Neuzeit: Das Glück des Individuums

In der abendländischen Philosophie kann sich diese Auffassung zwar lange halten, wird aber zunehmend brüchig, da der Mensch offensichtlich nicht in der Lage ist, ein dauerhaftes, harmonisches Sozialwesen zu konzipieren. So klammern Luther, Descartes und Kant Glück im Hinblick auf ein gesellschaftliches Miteinander gar ganz aus – um auf das Glück des Einzelnen abzuheben, das er ...

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