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Gesundheit und ein starkes Immunsystem durch richtige Ernährung, Akupressur und Wasserheilkunde

Robert Kopf

Gesundheit und ein starkes Immunsystem durch richtige Ernährung, Akupressur und Wasserheilkunde

Ein naturheilkundlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis "Gesundheit und ein starkes Immunsystem durch richtige Ernährung, Akupressur und Wasserheilkunde" ISBN 978-3-7309-3425-8

Vorwort

1. Allgemeines

Wissenswertes über unseren Stoffwechsel

Neuer Schwung für den Stoffwechsel

Der Säurebasenhaushalt - Wenn der Stoffwechsel sauer wird

Gesunde Leber – gesunder Mensch

Was die Zunge über die Gesundheit verrät

Gut geölt - Wissenswertes über Speise-Öle

Gute und schlechte Fettsäuren

Vitamine einfach erklärt - Kleine Vitaminkunde

Vegetarische Eisenlieferanten - Empfehlungen zur Behandlung und Vorbeugung einer Anämie (Eisenmangel, Blutarmut)

Wissenswertes über Mineralstoffe und Spurenelemente

2. Ernährung

Die richtige Ernährung zur Wiederherstellung und Erhaltung Ihrer Gesundheit

Die Ernährung des Kranken

Die richtige Nervennahrung

Ernährung bei Harnsäure und Gicht

Heilfasten hilft bei der Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten

Wissenswertes über Cholesterin

Statt Diät intelligent ernähren

3. Wasserheilkunde zur Erhaltung und Wiederherstellung Ihrer Gesundheit sowie für ein starkes Immunsystem

4. Akupressur

Akupressur für Ihre Gesundheit sowie zur Anregung des Stoffwechsels und der Abwehrkräfte

Weitere Akupressurpunkte zur Stärkung des Immunsystems

Akupressur zur Anregung der Verdauungsorgane

Akupressur zur Normalisierung der Funktionen von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Nieren

Akupressur zur Behandlung von Erschöpfungszuständen, Nerven- und Kreislaufschwäche

Akupressur zur Förderung der Durchblutung des Körpers

Akupressur gegen Hunger-Attacken

Nachwort

Meine weiteren eBooks und Taschenbücher für Ihre Gesundheit

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten. Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor für eine gute Lebensqualität sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft, Gewebe und Organe zu. Zugleich unterstützen Sie Ihren Stoffwechsel und sorgen für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten und Heilblockaden aufzulösen.

Eine Übersäuerung des Körpers ist die Ursache von vielen Erkrankungen. Sie führt zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen und schwächt das Immunsystem. Mit Übersäuerung ist eine Anhäufung von Säuren im Blut und Körpergewebe gemeint. Sie ist meist die Folge von falscher Ernährung und einer ungesunden Lebensweise. Der Körper muß die entstandenen Säuren neutralisieren. Dies geschieht mit Hilfe basischer Mineralien (vor allem Kalzium), die den Mineralstoffdepots des Körpers entnommen werden. Gesundheitsstörungen können die Folge sein.

Toxische Darmgase: Ein wichtiger Punkt ist die Überernährung. Die durch falsche Ernährung entstehende Schwäche der Verdauungsorgane vermindert die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen aus der Nahrung. Wer nicht nur Falsches isst, sondern davon auch noch zuviel, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Die dadurch entstehenden giftigen Gase belasten und übersäuern zusätzlich den gesamten Organismus. Ein intaktes Verdauungssystem dagegen beeinflusst den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Gesundheit positiv.

Die Akupressur zur Wiederherstellung und Erhaltung unserer Gesundheit

Die Akupressur und die Akupunktur stammen aus dem fernen Osten und erfreuen sich nun auch bei uns wegen der großen Heilerfolge zunehmender Beliebtheit und Akzeptanz. Bei der Akupunktur werden Nadeln in bestimmte Punkte gestochen, bei der Akupressur werden diese Punkte gedrückt, massiert oder beklopft. Beide Behandlungsmethoden haben den Vorteil, dass Sie bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen haben.

Etwa 400 Akupressurpunkte werden ständig verwendet, wobei aber wesentlich mehr bekannt sind. Sie liegen auf den 12 Hauptmeridianen und den Sondermeridianen, die man sich als die Energiebahnen des Körpers vorstellen muß. Solange die Energie auf diesen Energiebahnen gleichmäßig verteilt ist, geht es dem Menschen gut. Nach fernöstlichem Verständnis wird der Mensch aber krank, wenn der Energiefluß gestört ist. Durch das Akupressieren bestimmter vom Krankheitsbild abhängiger Punkte wird der Energiehaushalt zwischen den Meridianen ausgeglichen, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und der Kranke hat wieder genügend Kraft, um gesund zu werden.

Die Wasserheilkunde: Kneipptherapie - Mehr als Wassertreten

Lebenselixier Wasser - kalt belebt es, warm entspannt es. Wasser ist nach Kneipp eine der fünf Säulen der Gesundheit. Wie modern das alte Kneippsche Naturheilverfahren ist, erfährt man jetzt wieder in Kurkliniken und Wellnesshotels. Dort boomen die Therapien mit Wasser, Kräutern, Bewegung, gesunder Ernährung und Entspannungsübungen. Die Therapien des schwäbischen Pfarrers aus Bad Wörishofen sind aber auch zu Hause möglich.

Der Pionier der Wassertherapie startete mit einem Selbstversuch. Er kurierte seine damals als unheilbar geltende Tuberkulose durch kurze Bäder in der kalten Donau. Danach wusste er, "dass Gott uns die halbe Apotheke im Wasser und die andere Hälfte in den Kräutern bestimmt hat". Sein ganzheitliches Heilkonzept war eine Revolution.

Wasser bewirkt einen positiven Heilreiz

Die Hydrotherapie (Wasserheilkunde) beinhaltet Bäder, Waschungen, Wickel, Auflagen, Packungen, Dämpfe, Wasser- und Tautreten. Kneipp heilte vor allem mit kalten Güssen. Kalte Güsse kräftigen den Kreislauf, die Blutgefäße, das Bindegewebe, kurbeln den Stoffwechsel an und stärken das Immunsystem im Kampf gegen Pilze, Bakterien und Viren. Sie hellen sogar die Stimmung auf. Gegen körperlichen sowie psychischen Stress härten die Anwendungen ebenso ab, denn sie wirken harmonisierend auf das Nerven- und Hormonsystem. Bei Kneipp wird übrigens gegossen und nicht geduscht.

Bewegung hält den Stoffwechsel fit

Bewegung senkt die Blutfettwerte, erhöht die Lebenslust, stärkt Herz und Kreislauf, fördert die Durchblutung des Körpers und hält gesund. Kneipp hatte aber eher Spaziergänge als Marathonläufe oder andere sportliche Höchstleistungen im Sinn. Um Schäden vorzubeugen, sollte man sich lieber "wenig und oft als viel und selten" bewegen. Ausdauersportarten wie Walken, Radeln und Schwimmen überlasten weder die Gelenke, Herz und Kreislauf noch die Wirbelsäule. Vor allem Gehen und zügiges Laufen sind neben kalorienarmer Kost die wichtigsten Schlankmacher und lösen selbst bei intensiverem Training keine Heißhunger-Attacken aus.

Die Ernährung - vor allem einfach und naturbelassen

Kneipp erkannte, dass viele Erkrankungen von falscher Ernährung herrühren und riet deshalb zu einer einfachen, weitgehend naturbelassenen und schonend zubereiteten Kost. Er empfahl Brot aus vollem Korn, vor allem aus Dinkel, viel Pflanzliches, möglichst wenig Fleisch, Salz und Süßes. Kneipp war seiner Zeit weit voraus, aber er war nicht radikal und gönnte sich auch mal eine Zigarre.

Leben im Gleichgewicht

Überlastung und Stress führen auf Dauer zu Herz-Kreislaufstörungen, Stoffwechsel- und Immunschwäche, Erschöpfungszuständen und depressiven Verstimmungen, die sich organisch niederschlagen können. Den Körper kann man nicht heilen, solange die Seele nicht in Ordnung ist. "Es muss das Gleichgewicht hergestellt werden zwischen der Lebensweise und dem Verbrauch an Nervenkraft", forderte Kneipp. Wer sich also regelmäßig Zeit nimmt um abzuschalten, tankt damit Energie für Körper und Seele.

In diesem naturheilkundlichen Ratgeber erhalten Sie Empfehlungen zur Wiederherstellung und Erhaltung Ihrer Gesundheit mit der richtigen Ernährung, Akupressur und Wasserheilkunde. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

Robert Kopf

www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Wissenswertes über unseren Stoffwechsel

Wenn irgendwo im Stoffwechsel eine Störung auftritt, kommt es zu Gesundheitsstörungen, Immunschwäche und einer Stoffwechselkrankheit. Die häufigste ist heutzutage die Zuckerkrankheit, bei der sich zuviel Zucker im Blut befindet, gefolgt von Rheuma, Gicht und Fettsucht (Adipositas). Skorbut, eine Vitamin C-Mangelkrankheit, ist so gut wie ausgestorben. Bei der Rachitis ist ein Mangel an Vitamin D die Ursache.  

Allgemeine Symptome einer Stoffwechselerkrankung sind Abwehrschwäche, leichte Ermüdbarkeit, dauerndes Frieren, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche und ein schlechtes Allgemeinbefinden.

Man soll nie zuviel essen. Der Mensch lebt nicht von dem, was er ißt, sondern was der Magen verdaut. Wieviel Kalorien jeder braucht, hängt davon ab, was man tut. Man unterscheidet deshalb zwischen dem Grundumsatz und dem Arbeitsumsatz. Der Grundumsatz ist das, was wir an Kalorien bräuchten, wenn wir 24 Stunden nur im Bett liegen würden. In der Regel sind das ca. 1400-1500 Kalorien pro Tag. Der Arbeitsumsatz ist das, was wir verbrennen, wenn wir nicht ruhen. Da sich viele eher wenig bewegen, ist der nicht wirklich hoch. Experten gehen von etwa 500 Kalorien aus. Macht also einen Gesamtbedarf von etwa 2000 Kalorien pro Tag. Das ist natürlich nur eine grobe Richtlinie. Schließlich hängt der exakte Bedarf auch von den Muskeln ab. Je mehr wir haben, desto höher ist der Grundumsatz. Und je mehr wir sie bewegen, desto höher wird der Arbeitsumsatz. 

Durch den Stoffwechsel wird die Nahrung, welche aus Essen und Trinken besteht, in Stoffe umgewandelt, die der Körper zum Leben braucht. Die Nahrung hat sechs wichtige Bestandteile: Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Wasser, Mineralsalze und Vitamine.

1) Die Kohlenhydrate

Dabei handelt es sich um Zucker und Stärke. Der Mund- und Bauchspeichel sowie der Darmsaft wandeln die Kohlenhydrate in Traubenzucker um. Dieser gelangt ins Blut und wird zu den Muskeln transportiert. Für diese wiederum ist der Traubenzucker sozusagen der Brennstoff. Der nicht benötigte Traubenzucker wird in der Leber gespeichert.

2) Der Eiweißstoffwechsel

Er findet im Magen und Darm statt. Durch die verschiedenen Säfte, Sekrete und Enzyme wird das Eiweiß in seine Bestandteile (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor) zerlegt. Diese sind notwendig, damit der Körper neues Gewebe bilden kann.

3) Der Fettstoffwechsel

Das Fett wird im Darm in seine Bestandteile aufgespalten. Die Hauptarbeit leistet dabei die aus der Leber stammende Gallenflüssigkeit. Fett ist von großer Bedeutung für den Wärmehaushalt unseres Körpers.

Wasser dient als Transportmittel. Mineralsalze sind zuständig für den Aufbau der Zellen. Vitamine stärken unsere Abwehrkraft und helfen, daß wir uns wohlfühlen.

Für eine gute Gesundheit und ein starkes Immunsystem ist ein intakter Stoffwechsel sehr wichtig. Es gibt aber mehrere Stoffwechselblockaden:

1) Der Säure-Basen-Haushalt

Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, Fleisch und Wurst übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht. Eine Übersäuerung des Körpers ist die Grundlage von vielen Beschwerden und Krankheiten. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Wir nehmen zu, auch wenn wir kalorienbewusst essen und uns viel bewegen.

2) Das Bindegewebe

Das Bindegewebe ist mehr als nur ein Bindeglied und Lückenfüller zwischen den Organen. Es dient als Nährstoffspeicher und Zwischenlager für Stoffwechselprodukte. Im Bindegewebe entsorgen die Zellen ihre "Schlacken". Damit die Giftstoffe und Säuren den Körper verlassen können, müssen genügend Mineralsalze vorhanden sein. Bei einem Mangel verbleiben Säuren und Stoffwechselrückstände im Bindegewebe und binden Wasser. Es kommt zu Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.

3) Die Verdauung

Umweltbelastungen, zu üppige Ernährung, Genussgifte und Medikamente belasten die Leber, unser zentrales Stoffwechselorgan. Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm leiden mit. Viele Stoffwechselvorgänge geraten ins Stocken und es kommt zu chronischen Erkrankungen, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Verstopfung (Obstipation), Blähungen und Magenproblemen.

4) Unser Wasserhaushalt

Jeden Tag schwemmt der Organismus Säuren und Schlacken, welche durch die Nieren herausgefiltert wurden, als Harn aus dem Körper. Ein Teil davon landet aber auch im Bindegewebe, weil für den Abtransport Mineralsalze wegen einer Übersäuerung des Körpers fehlen. Gesundheitsstörungen sind die Folge.

5) Die Eiweißverdauung

Eiweiß ist wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Muskeln und Bindegewebe. Bei der Spaltung von Eiweiß entsteht jedoch Ammoniak, ein starkes Zellgift. Die Leber wandelt Ammoniak in ungiftigen Harnstoff um, der mit dem Urin ausgeschieden wird. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß bedeutet deshalb eine starke Entgiftungsarbeit für die Leber und unsere beiden Nieren.

6) Die Fettverdauung

Wir brauchen Fette, denn sie liefern essenzielle Fettsäuren. Fett ist aber auch der beste Energiespeicher für Notzeiten. Der Körper bunkert es besonders gern an den Oberschenkeln und Hüften, an Bauch und Po. Im Fettgewebe lagert er aber auch Giftstoffe ab, die später freigesetzt werden. Mögliches Anzeichen hierfür sind Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen.

7) Die Kohlenhydratverdauung

Kohlenhydrate sind Energie pur. Im Überfluss sind sie aber auch für unser Übergewicht verantwortlich. Was nicht verbrannt werden kann, wird in Fett umgewandelt und gespeichert. Besonders Süßigkeiten und Weißmehlprodukte haben es in sich. Sie lassen den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen. Das führt zu einer starken Insulinausschüttung. Insulin normalisiert den Blutzucker, unterbricht aber gleichzeitig die Fettverbrennung, schleust Fette aus der Mahlzeit in die Körperspeicher, hält Wasser im Körper zurück und verursacht schnell neuen Hunger.

Neuer Schwung für den Stoffwechsel

Wenn Leber, Galle oder Darm nicht optimal arbeiten, gerät der Stoffwechsel aus dem Takt - unter anderem nimmt man zu. Doch Fettverbrennung und Verdauung lassen sich wieder ankurbeln.

Unser Wohlbefinden leidet, wenn der Stoffwechsel gestört ist. Wir verlieren an Leistungsfähigkeit und neigen zu mieser Laune, bekommen Probleme mit der Verdauung und haben eine unreine Haut. Nicht zuletzt zeigen sich die Auswirkungen der Störung auch auf der Waage: Man legt an Gewicht zu.

Um die Funktionen der Stoffwechselorgane wie Leber, Galle, Niere und Darm wieder anzukurbeln, ist vor allem eine langfristig gesunde Ernährung wichtig. Wichtige Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Die richtige Ernährung zur Behandlung und Erhaltung Ihrer Gesundheit". Zusätzlich unterstützen homöopathische Arzneimittel die Funktionen der Stoffwechselorgane und helfen, gegen die Pölsterchen anzugehen.

Das unterstützt die Verdauung

Stress, einseitige Ernährung und Bewegungsmangel sind die häufigsten Gründe für eine träge Verdauung. Die wichtigste Maßnahme, um die Verdauung wieder in Schwung zu bringen: Mindestens zwei Liter Wasser täglich trinken. Die Flüssigkeit hilft, Schlacken abzubauen und regt den Stoffwechsel an. Außerdem sollte man seinen Speiseplan auf eine ballaststoffreiche Ernährung umstellen, etwa mit Vollkornprodukten aus Dinkel. Ballaststoffe speichern Flüssigkeit lange im Körper - so bleibt die Verdauung fit. Weißmehlprodukte und Zucker sollte man meiden.

Tipps:

Trinken Sie täglich vor dem Frühstück 1 Glas Sauerkrautsaft.

Ein bewährtes Mittel bei Darmträgheit ist das homöopathische Mittel Lycopodium D12, täglich 2mal 5 Globuli im Mund zergehen lassen. Es regt den Leberstoffwechsel an und sorgt so dafür, dass man besser entschlackt.

Graphites D12 hilft weiter, wenn Sie neben Verstopfung auch Hautprobleme haben, sich lustlos und ohne Tatendrang fühlen. Täglich 2mal 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

Bei Bauchschmerzen wirken Kümmel- oder Kamillenöl krampflösend - den Bauch mit einigen Tropfen im Uhrzeigersinn einreiben.

Zur Anregung der Fettverbrennung:

Disziplin ist die halbe Miete für eine Ernährungsumstellung. Man sollte auch auf seinen Biorhythmus achten! Es ist bekannt, dass der Organismus tagsüber darauf gepolt ist, Flüssigkeit auszuscheiden, nachts läuft dagegen der Fettstoffwechsel auf Hochtouren. Unterstützen lässt sich die Fettverbrennung unseres Körpers , indem man abends nichts Schweres mehr isst. Auf Rohkost und Salat sollten Sie beim Abendessen verzichten, weil diese den Verdauungstrakt zu sehr belasten.

Zusätzlich können Sie das homöopathische Mittel Natrium choleinicum D4 einnehmen. Die aus Rindergalle gewonnene Arznei reguliert den Fettstoffwechsel und wirkt anregend auf den Gallefluss. Bewährt ist das Mittel besonders dann, wenn Sie einen trägen Stoffwechsel haben, sich oft schlapp und schläfrig fühlen, mit Verstopfung, Blähungen oder erhöhten Cholesterinwerten zu tun haben. Die Dosierung: 3mal täglich 10 Globuli im Mund zergehen lassen.

Ernährungsempfehlungen:

Bei Kroketten, Pommes oder Kartoffel-Gratin sollte der innere Fett-Alarm schrillen. Reis und Salzkartoffeln sind leichter und gesünder.

Mit wenig Fett braten: 1 Esslöffel Öl in der Pfanne genügt meist, um Fleisch oder Gemüse zu braten.

Bei vielen Gerichten kann man Gemüse mitgaren und anschließend pürieren. So erhält man einen gesunden leckeren Soßen-Ersatz.

Obstmus aufs Brot: Statt Butter oder Nussnougat-Creme frisches, reifes Obst pürieren (ohne zusätzlichen Zucker!) und aufs Brötchen streichen.

Geniessen können Sie:
2 bis 3 Portionen Obst, Salat und/oder Gemüse pro Tag.
Pflanzenöle (vor allem Oliven-, Lein-, Raps-, Walnussöl)
Nüsse, Eier, Milchprodukte und Hülsenfrüchte.

Möglichst ganz meiden sollten Sie Weißmehl-Produkte und Süßigkeiten.

Stoppt den Heißhunger

Wenn die Gedanken nur noch um Erdnussflips oder Schokotrüffel kreisen und Sie dafür Küche und Vorratsschrank auf den Kopf stellen, dann stecken Sie mittendrin in einem Heißhungeranfall.

Diese Krise kennt jeder: Hat man länger nichts gegessen, kommt das schier unbändige Verlangen nach Kalorienhaltigem, man fühlt sich geschwächt und zittrig, sogar Schwindel oder Schweißausbrüche können auftreten. Schuld an dieser heftigen körperlichen Reaktion ist ein zu rasch oder zu tief absinkender Blutzuckerspiegel. Um ihn wieder anzuheben, verlangt der Körper nach möglichst vielen Kalorien in möglichst kurzer Zeit. Diese körpereigene Blutzucker-Regulation kann man aber gut trainieren, indem man auf Süßes weitgehend verzichtet, viel Gemüse und Vollkornprodukte isst und den Abstand zwischen den Mahlzeiten erhöht.

Unterstützend hilft auch die Homöopathie:

Nehmen Sie Lycopodium D12, wenn die Naschlust Sie überfallt. 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

Nux vomica D12 ist das passende Mittel, wenn man von der Salami bis zum Erdbeertörtchen querbeet alles essen möchte, was einem in die Finger kommt. 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

Hauptsache viel und Hauptsache deftig ist Ihr Ess-Verlangen? Dann ist die Arznei Stibium sulfuratum nigrum D12 richtig. 5 Globuli im Mund zergehen lassen.

Es gibt ein paar Tricks, wie Sie die Esslust stoppen und den Körper auf eine geringere Energiezufuhr polen können:

1) Jede Stunde ein Glas Wasser trinken, am besten mit einem Spritzer Zitronensaft. So bleibt der Magen gefüllt, der Heißhunger hat schlechte Chancen.

2) Essen Sie rund eine Stunde vor den Mahlzeiten etwas Obst. Birne, Banane oder Kiwi dämpfen den Hunger und regen die Verdauung an.

3) Knabbern Sie Knäckebrot. Es enthält viele Ballaststoffe, die satt machen und günstig auf den Blutzucker wirken.

4) Meiden Sie Süßsaures und Salziges wie Mixed Pickles oder Erdnüsse, denn das wirkt appetitanregend.

5) Pellkartoffeln essen: Gekochte und abgekühlte Kartoffeln enthalten Stärke, die vom Körper nur schwer gespalten werden kann. Weil diese Stärke schlechter ins Blut gelangt, wird weniger Insulin ausgeschüttet und Naschattacken bleiben aus.

Mehr Informationen zur Behandlung des Stoffwechsels (Metabolismus) mit der Naturheilkunde erhalten Sie in meinem eBook:

Stoffwechsel, Metabolismus - Behandlung mit Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Schüsslersalzen und Naturheilkunde ISBN 978-3-7396-4992-4

Der Säurebasenhaushalt - Wenn der Stoffwechsel sauer wird

Achten Sie auf Ihren Säure-Basenhaushalt. Der gesunde Organismus befindet sich in einem Gleichgewicht von Säuren und Basen, wobei unser Blut und Gewebe basisch ist. Unsere Mahlzeiten setzen sich leider meist zu 80 % aus sauren und nur zu 20 % aus basischen Bestandteilen zusammen. Es sollte aber genau umgekehrt sein. Achten Sie deshalb darauf, das 80 Prozent auf dem Teller "bunt" (Gemüse, Salate) sind, also aus Gemüse, Obst und Salat bestehen. Tierisches Eiweiß (Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte) sollte nur die Beilage sein.

 

Ein aus dem Gleichgewicht geratener Säure-Basen-Haushalt kann die Ursache vieler Erkrankungen sein. Gelenk- und Muskelbeschwerden, Infektanfälligkeit, Migräne, Verdaungsbeschwerden, unreine Haut, Antriebslosigkeit und Konzentrationsstörungen lassen sich oft auf eine Übersäuerung des Körpers zurückführen.

 

Vor allem die chronischen Krankheiten und die neuzeitlich benannten Erkrankungen mit ihren schillernden Namen wie Fibromyalgiesyndrom, chronisches Erschöpfungssyndrom oder multiple chemische Sensibilität sind nichts anderes als Störungen der "Humores", der Säfte. Hierbei spielt die zunehmende Übersäuerung (man spricht auch von Übereiweisung) des Stoffwechsels eine entscheidende Rolle.

 

Die Ursachen einer Übersäuerung

Ein wesentlicher Faktor für einen ausgeglichenen Säure-Basenhaushalt und eine starke Abwehrkraft ist unsere Ernährung. Die Nahrung führt dem Körper Basen und Säuren zu. Ist die Ernährung säurelastig - und das ist sie bei unserer heutigen Ernährungsweise fast immer - dann führen wir dem Körper zu viele Säuren zu. Das wiederum bedingt, daß unsere Zellen zu wenig Sauerstoff zur Verfügung haben.

 

Wir sollten mehr „Lebensmittel“ essen. Dies sind frische Nahrungsmittel, die leben! Sie sind mineral- und vitaminreich, basenbildend und werden wesentlich besser aufgenommen als konservierte, industriell zerstörte Fertiggerichte. Unsere Ernährung sollte so naturbelassen wie möglich sein.

 

Zu viel Fleisch, Wurst, Weißmehlprodukte und Süßigkeiten führen zur Übersäuerung des Körpers, zu erhöhten Blutfettwerten, Herzschwäche und chronischen Krankheiten. Um die schädlichen Säuren abzupuffem, greift der Körper auf das Kalzium in den Knochen zurück. Das geht aber nur eine Zeit lang gut. Wenn die Kalziumbestände nicht regelmäßig wieder aufgefüllt werden, droht Arthrose, Rheuma und Osteoporose (Knochenschwund). Hier hilft eine "basische" Emährungsumstellung auf reichlich Gemüse, Obst, Haselnüsse, Kartoffeln, Dinkelnudeln, Vollwertreis usw.

 

Die Ursache einer Übersäuerung ist, dass zuviel säurebildende Lebensmittel verzehrt werden, nämlich solche, die viel Eiweiß und Fett enthalten. Eiweiß enthält Schwefel und Phosphor, die zu Schwefelsäure und Phosphorsäure abgebaut werden. Beim Fettabbau entstehen sogenannte "Ketosäuren", welche zu einer Übersäuerung führen. Dadurch verschlechtert sich die gesamte Stoffwechselleistung. Erhöhte Blutfettwerte, Herzinsuffizienz, Lebererkrankungen, Demenz, Rheuma, Arteriosklerose, Osteoporose, Diabetes und Übergewicht sind die Folge.

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