Logo weiterlesen.de
Gesundheit mit Naturheilkunde - Klassische Naturheilkunde für Jedermann

Robert Kopf

Gesundheit mit Naturheilkunde - Klassische Naturheilkunde für Jedermann

Ein naturheilkundlicher, homöopathischer und pflanzlicher Ratgeber





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Therapien der Naturheilkunde
Akupunktur/Akupressur
Aroma und Farben
Bachblüten
Biochemie (Schüsslersalze)
Homöopathie
Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)
Wasserheilkunde
Wickeltherapie

Ernährung
Die Ernährung des Kranken
Die richtige Ernährung zur Wiederherstellung und Erhaltung Ihrer Gesundheit
Mineralstoffe und Spurenelemente
Vitamine
Hormone

Blutreinigung und Frühjahrskur
Depressionen
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Eisenmangel (Anämie, Blutarmut)
Fettleibigkeit (Adipositas)
Fieber
Alkoholsucht
Antriebslosigkeit
Appetitlosigkeit
Das Geheimnis des hohen Alters
Migräne und Kopfschmerzen
Nervenschwäche (Neurasthenie)
Rheuma - Gicht
Schlaflosigkeit (Insomnia)
Schwindel (Vertigo)
Schwitzen
Sonnenstich-Hitzschlag
Stoffwechselschwäche

Atemwegserkrankungen
Asthma
Erkältung
Husten - Bronchitis
Mandelentzündung (Tonsillitis)
Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Augenerkrankungen
Augenbindehautentzündung (Conjunktivitis)
Gerstenkorn (Hordeolum)
Grauer Star (Katarakt)
Grüner Star (Glaukom)
Lidrandentzündung (Blepharitis ciliaris)
Sehschwäche
Trockene Augen

Blasenerkrankungen
Bettnässen (Enuresis nocturna)
Blasenentzündung (Cystitis)
Blasensteine
Harnverhalten (Anurie)
Inkontinenz (unkontrollierter Harnabgang)

Frauenbeschwerden
Beckenbodenschwäche - Senkungsbeschwerden
Blutungen der Frau
Geburt
Menstruationsbeschwerden
Schwangerschaft
Wechseljahre (Klimakterium)
Weißfluß (Fluor albus)

Gefäßerkrankungen
Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
Durchblutungsstörungen
Hämorrhoiden
Krampfadern (Varizen)
Schlaganfall (Apoplekt)
Venenentzündung (Phlebitis)

Gelenkerkrankungen
Arthritis (akute Gelenkentzündung)
Arthrose (chronische Gelenkerkrankung)
Karpaltunnelsyndrom (Handgelenkschmerzen)

Hauterkrankungen
Akne, Pickel, Mitesser
Hautprobleme allgemein
Informatives zur Haut
Insektenstiche
Juckreiz
Haarausfall
Neurodermitis (Atopisches Ekzem)
Salben und Tinkturen
Schuppenflechte (Psoriasis)
Sonnenbrand
Verbrennung
Warzen (Verrucae)

Kinderkrankheiten
Diphtherie
Keuchhusten (Pertussis)
Masern (Morbilli)
Mumps (Parotitis epidemica)
Röteln (Rubeola)
Windpocken (Varizellen)
Zahnungsbeschwerden der Kinder

Knochenerkrankungen
Fersensporn (Calcaneus)
Knochenbruch (Fraktur)
Osteoporose (Knochenentkalkung)

Kreislauferkrankungen
Herzbeschwerden
Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
Hoher Blutdruck (Hypertonie)
Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Muskelerkrankungen
Fußkrampf
Muskelentzündung
Muskelkater
Muskelriß
Muskelschmerzen
Muskelschwund
Muskelzerrung
Muskelzucken
Muskelquetschung und Muskelprellung
Verkrampfte Muskeln
Verspannungen
Wadenkrämpfe

Nervenerkrankungen
Gürtelrose (Herpes zoster)
Ischias (Ischialgie)
Lähmungen

Nierenerkrankungen
Nierenentzündung (Nephritis)
Nierenkolik
Nierensteine (Nephrolithiasis)
Wassersucht (Ödeme)

Ohrenkrankheiten
Ohrenentzündung (Otitis)
Schwerhörigkeit
Tinnitus (Ohrgeräusche)

Rückenbeschwerden
Allgemeine Behandlung von Rückenbeschwerden
Bandscheibenbeschwerden
Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom, Cervical-Syndrom)
Kreuzschmerzen (LWS-Syndrom, Lumbalgie)
Scheuermann (Osteochondrose)
Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose)

Verdauungsbeschwerden
Blähungen (Flatulenz)
Durchfall (Diarrhoe)
Leber- und Galleleiden
Magengeschwür (Ulcus ventriculi)
Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Sodbrennen
Übelkeit und Erbrechen
Verstopfung (Obstipation)

Heuschnupfen

Nachwort

Meine weiteren eBooks und Taschenbücher

Vorwort

Von Robert Kopf, Autor für Naturheilkunde und Heilpraktiker

Sehr geehrte Leser,
ermuntert durch die Nachfragen meiner Patienten habe ich mich zum Schreiben dieses Buches entschieden. Aus meiner langen Berufserfahrung als Heilpraktiker habe ich das Wesentliche in verständlicher Form für eine effektive Selbstbehandlung zusammengefaßt. Es wird altes und neues Erfahrungsgut zur Erhaltung ihrer Gesundheit vorgestellt. Wird das Buch nicht nur als Nachschlagewerk verwendet, vermittelt es die Zusammenhänge der Körperfunktionen. Es schafft auch ein Bewußtsein für die Bedeutung einer ausgeglichenen Ernährung und gesunden Lebensweise mit Bewegung und Spaß am Leben.

Für die erwähnten Krankheiten und Beschwerden erhalten Sie Empfehlungen aus der Naturheilkunde (bewährte Hausmittel, Wasseranwendungen, Ernährung), Akupressur, Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Biochemie (Schüßler-Salze). So kann sich der Leser schnell für eine Ihn ansprechende Therapie entscheiden.

Im Rahmen einer naturheilkundlichen Behandlung dienen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien der Anregung des Immun- und Hormonsystems und damit der Stärkung der körpereigenen Abwehrkraft, Durchblutung, Nervenkraft und des Stoffwechsels. Schüsslersalze, homöopathische und pflanzliche Heilmittel regen den Magen und Darm, die Leber-Galle-Funktion, die Bauchspeicheldrüse und Nieren an. Sie reinigen den Körper, kräftigen das Gewebe und scheiden die gelösten Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über den Darm, die Harnwege, Lunge und Haut aus. Zugleich sorgen sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit. Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

Robert Kopf
www.heilpraktiker-robert-kopf.de

Akupunktur - Akupressur

Die Akupressur und die Akupunktur stammen aus dem fernen Osten und erfreuen sich nun auch bei uns wegen der großen Heilerfolge zunehmender Beliebtheit und Akzeptanz. Bei der Akupunktur werden Nadeln in bestimmte Punkte gestochen, bei der Akupressur werden diese Punkte gedrückt, massiert oder beklopft. Beide Behandlungsmethoden haben den Vorteil, dass Sie bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen haben.

Etwa 400 Akupressurpunkte werden ständig verwendet, wobei aber wesentlich mehr bekannt sind. Sie liegen auf den 12 Hauptmeridianen und den Sondermeridianen, die man sich als die Energiebahnen des Körpers vorstellen muß. Solange die Energie auf diesen Energiebahnen gleichmäßig verteilt ist, geht es dem Menschen gut. Nach fernöstlichem Verständnis wird der Mensch aber krank, wenn der Energiefluß gestört ist. Durch das Akupressieren bestimmter vom Krankheitsbild abhängiger Punkte wird der Energiehaushalt zwischen den Meridianen ausgeglichen, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und der Kranke hat wieder genügend Kraft, um gesund zu werden.

Ich werde Ihnen in diesem eBook viele Vorschläge zur Selbstbehandlung mit der Akupressur machen und wünsche jetzt schon viel Erfolg.

Aroma und Farben

Auf einmal sind alte Erinnerungen und Gefühle wieder da, nur weil wir einen bestimmten Duft erschnuppert haben. Gerüche berühren uns tief, weil sie direkt das Gefühlszentrum im Gehirn ansprechen. Wir können mit Aromen wunderbar die Stimmung beeinflussen. Ätherische Öle wirken dabei sowohl über die Nase als auch über die Haut. In einem Bad können die Aromaöle ihre volle Kraft entfalten und je nachdem anregend oder entspannend wirken.

Noch intensiver empfinden wir die Duftstoffe, wenn sie von Farben begleitet werden. So steigt beim Anblick einer roten Fläche der Puls, in blauen Räumen wird uns eher kalt, weil sich der Stoffwechsel verlangsamt. Tragen Sie einen Pulli in der Farbe, die Ihnen gut tut, oder betrachten Sie ein Tuch. Auch Wellness-Profis kombinieren die Therapien für die Sinne gern. Bei der Aura-Soma-Massage beispielsweise werden auf die Person abgestimmte Aroma-Farböle einmassiert.

Tipps

Rot: Gibt Energie, macht leidenschaftlich, erhöht den Blutdruck und steigert das Selbstvertrauen. Hierzu passt ein Rosenduft.

Violett: Regt die Kreativität an, wirkt ausgleichend, inspirierend, regenerierend und sorgt für gute Ideen. Hierzu passt ein harmonisierender Veilchenduft.

Grün: Hat eine entspannende, harmonisierende und heilende Wirkung. Hierzu passt ein entspannender Melissenextrakt.

Orange: Vermittelt gute Laune, Lebensfreude und Inspiration. Spritziger Mandarinenduft wirkt ergänzend und aufbauend.

Blau: Wirkt beruhigend, ausgleichend und erfrischend. Blaue Wäsche und Lavendelduft sind ideal zum Einschlafen.

Gelb: Belebend, erheiternd, regt die Konzentration und das Denken an. Dazu passen frische Zitrusdüfte. Sie machen wach und schenken Klarheit.

Jasminöl: Fördert die Produktion der Glückshormone Dopamin sowie Endorphin und wirkt dadurch schmerzstillend.

Zitronenöl: Kräftigt Herz und Nerven, hebt die Stimmung und Konzentration. Bei großporiger und unreiner Gesichtshaut hilft ein Dampfbad mit Zitronenöl. Geben Sie hierfür 5 Tropfen auf einen halben Liter heißes Wasser.

Lavendelöl: Wirkt entspannend. Legen Sie bei Schlafstörungen eine handvoll Lavendelkräuter auf das Nachtkästchen.

Bachblütentherapie

Bachblütentropfen werden in Pipettenfläschchen angeboten. Sie sollten bei Raumtemperatur, also nicht im Kühlschrank, und dunkel gelagert werden. Da die Beschriftungen der Fläschchen in englisch sind, verwende auch ich die englischen Pflanzennamen mit der deutschen Übersetzung.

Ausgehend von der Idee, dass Krankheit Ausdruck eines unbewältigten seelischen Konfliktes ist, entwickelte der englische Arzt Dr. Edward Bach (1880 - 1936) die nach ihm benannte Blütentherapie. Er stellte Grundmuster diverser seelischer Zustände auf, ordnete diese körperlichen Beschwerden zu und behandelte sie mit homöopathieähnlichen Tropfen aus Wildpflanzen und Quellwasser. So stellte er die psychische Harmonie wieder her und heilte körperliche Leiden. Obwohl bis heute jeder wissenschaftliche Beweis für die Wirksamkeit seiner Tropfen fehlt, werden sie erfolgreich angewendet.

Da alle 38 Bachblütentropfen nur über die Psyche wirken, gibt es natürlich kein spezielles Präparat, welches etwa gegen Kopfschmerzen hilft. Diese kann man, wie andere Beschwerden auch, nur mit individuell abgestimmten Mischungen lindern. Dazu muss sich allerdings jeder Patient in Ruhe mit sich und seiner Lebenssituation auseinander setzen und so die für ihn passenden Blütenessenzen herausfinden.

Alle Essenzen auf einen Blick

Agrimony (Odermennig): Die Ehrlichkeitsblüte. Führt von Scheinharmonie zu wirklichem innerem Frieden.

Aspen (Zitterpappel): Die Ahnungsblüte. Bekämpft unerklärliche Ängste und hilft bei Übersensibilität.

Beech (Rotbuche): Die Toleranzblüte. Gegen Arroganz, Kritiksucht und Verständnislosigkeit.

Centaury (Tausendgüldenkraut): Die Blüte des Dienens. Stärkt die Willenskraft.

Cerato (Bleiwurz): Die Intuitionsblüte. Stärkt die Urteilskraft und das Vertrauen in eigene Gefühle.

Cherry Plum (Kirsch-Pflaume): Die Gelassenheitsblüte. Bei Angst vor Kurzschlusshandlungen, Unbeherrschtheit und aufgestauten Emotionen.

Chestnut Bud (Kastanienknospe): Die Lernblüte. Sorgt dafür, daß man aus Erfahrungen lernt.

Chicory (Wegwarte): Die Mütterlichkeitsblüte. Für besitzergreifende Persönlichkeiten, die ständig Zuspruch brauchen. Dominante Personen, die sich gerne einmischen. Bewährt bei Verstopfung, Lymphstau und
Venenleiden.

Clematis (Weiße Waldrebe): Die Realitätsblüte. Für unaufmerksame Tagträumer. Hilfreich bei Konzentrationsschwäche.

Crab Apple (Holzapfel): Die Reinigungsblüte. Für Detailkrämer und Ordnungsfanatiker.

Elm (Ulme): Die Verantwortungsblüte. Stärkt das Selbstwertgefühl und Verantwortungsbewustsein.

Gentian (Enzian): Die Blüte des Glaubens. Macht optimistisch und zuversichtlich.

Gorse (Stechginster): Die Hoffnungsblüte. Gibt neuen Mut bei Verzweiflung.

Heather (Heidekraut): Die Identitätsblüte. Für aufmerksamkeitssüchtige und selbstbezogene Charaktere.

Holly (Stechpalme): Die Herzöffnungsblüte. Bei Mißtrauen, schnellem Gekränktsein, Eifersucht, Wut, Haß, Neid, Allergien, Hautproblemen und Gallenkoliken.

Honeysuckle (Geißblatt): Die Vergangenheitsblüte. Für alle, die nicht in der Gegenwart leben wollen. Bei Heimweh.

Hornbeam (Hainbuche): Die Spannungsblüte. Bei Müdigkeit, fehlender Antriebskraft und mentaler Erschöpfung.

Impatiens (Drüsentragendes Springkraut): Die Zeitblüte. Bei Ungeduld und Reizbarkeit.

Larch (Lärche): Die Selbstvertrauensblüte. Bei Minderwertigkeitskomplexen und Versagensangst.

Mimulus (Gefleckte Gauklerblume): Die Tapferkeitsblüte. Hilft gegen Furcht vor der Welt.

Mustard (Wilder Senf): Die Lichtblüte. Bei grundloser Melancholie und Seelenschmerz.

Oak (Eiche): Die Ausdauerblüte. Bei Niedergeschlagenheit und Erschöpfung.

Olive (Olive): Die Regenerationsblüte. Bei totaler körperlicher und geistiger Erschöpfung.

Pine (Kiefer): Die Blüte der Selbstakzeptanz. Gut gegen Mutlosigkeit, Selbstvorwürfe sowie Schuldgefühle.

Red Chestnut (Rote Kastanie): Die Abnabelungsblüte. Hilft bei übertriebener Sorge um andere Menschen.

Rescue-Tropfen und Creme: Eine Mischung aus Rock Rose, Star of Bethlehem, Impatiens, Cherry Plum und Clematis. Bei Schock, Streß, Angst, Enttäuschung, seelischen und körperlichen Erschütterungen (Unfall, Verletzung).

Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen): Die Eskalationsblüte. Gegen akute Ängste und Panikattacken.

Rock Water (Felsquellwasser): Die Flexibilitätsblüte. Bei unterdrückten Bedürfnissen, zu hohen Idealen und Starrsinn.

Scleranthus (Einjähriger Knäuel). Die Balanceblüte. Bei Sprunghaftigkeit, Unschlüssigkeit, mangelnder Entscheidungskraft und Stimmungsschwankungen.

Star of Bethlehem (Goldener Milchstern): Die Trostblüte. Für Menschen, die eine seelische oder körperliche Erschütterung oder einen Schock nicht verkraftet haben.

Sweet Chestnut (Edelkastanie): Die Erlösungsblüte. Bei totaler Verzweiflung.

Vervain (Eisenkraut): Die Begeisterungsblüte. Für Fanatiker. Hilft bei körperlichem und seelischem Raubbau.

Vine (Weinrebe): Die Autoritätsblüte. Für machthungrige und ehrgeizige Tyrannen.

Walnut (Walnuss): Die Geburtshelferin. Bei Wankelmut und Beeinflussbarkeit.

Water Violet (Sumpfwasserfeder): Die Kommunikationsblüte. Für stolze Einzelkämpfer. Bei Überlegenheitsgefühlen.

White Chestnut (Rosskastanie): Die Gedankenblüte. Hilft gegen ständiges Grübeln. Bei Sorgen und Problemen.

Wild Oat (Waldtrespe): Die Berufungsblüte. Bei Unzufriedenheit und Depressionen.

Wild Rose (Heckenrose): Die Blüte der Lebenslust. Bei Apathie, innerer Resignation und körperlichen Beschwerden der teilnahmslosen Menschen.

Willow (Weide): Die Schicksalsblüte. Bei Groll und Verbitterung.

Da Bachblüten-Essenzen hoch konzentriert sind, müssen sie vor der Anwendung verdünnt werden. Dazu gibt man 2 Tropfen der Essenz in etwas Wasser. Die Mischung schluckweise und langsam trinken.

Als Salbe: 2 Tropfen der Essenz auf 10 g neutrale Hautcreme geben.
Als Umschlag: 6 Tropfen der Essenz auf 500 ml Wasser.
Als Badezusatz: 10 Tropfen der Essenz pro Wanne.

Bis die Heilung einsetzt, können schon mal vier Wochen vergehen, dafür sind aber keine Nebenwirkungen zu befürchten.

Noch einige Tipps

Bei Prellungen: Rescue-Tropfen und Rescue-Creme

Bei Verstauchungen: Star of Bethlehem, Oak und Vervain (als Tropfen und Creme)

Bei Verspannungen: Scleranthus und Walnut (als Tropfen)

Bei Regelbeschwerden der Frauen: Agrimony, Cerato und White Chestnut (als Tropfen)

Bei nervöser Anspannung: Elm, Olive, Red Chestnut und Vervain (als Tropfen)

Bei Schmerzen: Beech, Hornbeam und Rock Rose (als Tropfen)

Bei Übelkeit: Chestnut Bud, Crab Apple und Honeysuckle (als Tropfen)

Nach Unfällen, Verletzungen und Schockerlebnissen: Rescue-Tropfen - 4 Tropfen in ein Glas Wasser geben und binnen 15 Minuten trinken. Wiederholen bis zur Besserung. Dazu die Rescue-Creme auf die betroffenen Stellen auftragen.

Biochemie (Schüsslersalze)

Unordnung bedeutet Krankheit - Ordnung bedeutet Gesundheit. Bei einer Therapie mit den Schüsslersalzen werden Stoffwechsel- und Heilblockaden aufgelöst, der Körper entsäuert, der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem gestärkt, die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und der Zellstoffwechsel angeregt. Schüsslersalze gleichen Mineralstoffdefizite aus und sorgen dafür, das Stoffwechsel- und Zellfunktionen reibungslos ablaufen.

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler seine Heilmethode mit homöopathisch zubereiteten Mineralsalzen. Bei seinen Studien entdeckte Schüssler zwölf Mineralstoffverbindungen aus je einer Base und einer Säure, die für das Hormon-, Nerven- und Immunsystem sowie für den Stoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle spielen.

Von der Homöopathie war Schüssler prinzipiell überzeugt, allerdings erschien sie ihm sehr umfangreich. Deshalb entwickelte er ein eigenes System, das nicht so komplex war, mit dem aber trotzdem viele Krankheiten und Beschwerden behandelt werden konnten. Schüssler konzentrierte sich dabei auf Mineralsalze, die in jeder Körperzelle vorkommen und nannte seine Heilmethode "Biochemie". Die Übersetzung lautet in etwa "Chemie des Lebens".

Sie basiert auf der Annahme, daß viele Erkrankungen von einer gestörten Aufnahme und Verteilung bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen verursacht und verstärkt werden. Dadurch kommt es zu einer Stoffwechsel- und Immunschwäche sowie zu Fehlregulationen in der Körperzelle. Die Moleküle können sich nicht mehr ungehindert bewegen. Der Einsatz von Schüsslersalzen ist eine gute Möglichkeit, um diese Mineralstoffdefizite auf natürliche Weise auszugleichen und das Zell-Gleichgewicht wieder herzustellen.

Nach Schüsslers Vorstellung greifen die Salze auf molekularer Ebene in den Zellstoffwechsel ein. Durch die Einnahme des jeweils fehlenden Mineralsalzes in homöopathischen Dosen soll der Körper angeregt werden, das Missverhältnis auf Zellebene auszugleichen. Der Organismus kann dann die ihm zugeführten Mineralstoffe besser verwerten und einen Mangel beheben. Ein Mineralsalzmangel entsteht nach Schüssler dadurch, daß die Zellen die Mineralstoffe nicht optimal verwerten können. Um ihre Aufnahme zu verbessern, müssen die Mineralsalze deshalb stark verdünnt (potenziert) werden. Schüssler verwendete für seine Therapie die homöopathischen Potenzen D3, D6 und D12. In der Regel werden die D6 (Verdünnung 1:1 Million) oder die D12 (1: 1 Billion) eingenommen.

Die Anwendung der Schüsslersalze

Erwachsene: Im akuten Zustand alle 5 Minuten 1 bis 2 Tabletten im Mund zergehen lassen. Im subakuten und chronischen Zustand 3 bis 6mal täglich 1 bis 2 Tabletten eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen im Mund zergehen lassen.

Kinder bis 12 Jahre: Im akuten Zustand alle 1 bis 2 Stunden 1 Tablette, anschließend 3 bis 4mal täglich 1 Tablette im Mund zergehen lassen.

Sämtliche Mittel können auch in heißem Wasser aufgelöst und langsam schluckweise getrunken werden.

Für Waschungen und Abreibungen: 5 Tabletten in etwas Wasser auflösen.

Für Umschläge: 10 bis 20 Tabletten in 1 Liter warmem, heißem oder kaltem Wasser (je nach Befund) auflösen.

Nicht mehr als 3 verschiedene Mittel einsetzen. Dann morgens, mittags und abends je 1 Mittel (oder nach Verordnung).

Biochemische Salben: 1 bis 2mal täglich auftragen.

Während der Einnahme sollte auf Alkohol, Nikotin und scharfe Gewürze verzichtet werden.

Wichtig: Die Tabletten in der verordneten Dosis nicht schlucken, sondern langsam im Mund zergehen lassen. Über die Mundschleimhaut gelangen die Wirkstoffe am schnellsten ins Blut.

Ein naturheilkundlich arbeitender Therapeut orientiert sich bei der Wahl des biochemischen und natürlich auch des homöopathischen Mittels nicht nur am Namen der Krankheit. Für ihn zählt mehr der momentane pathologische Zustand und Vorgang im Körper sowie das gesamte Erscheinungsbild des Patienten. So ist es zu erklären, daß Ihnen ihr Behandler eventuell ein ganz anderes und besser wirksames Mittel rezeptiert als Sie es sich selbst aus der nachstehenden Auflistung ausgesucht hätten. Trotzdem wünsche ich viel Erfolg.

Die einzelnen Schüssler-Salze

Nr. 1 Calcium fluoratum (Kalziumfluorid, Flußspat)
Das Salz des Bindegewebes, der Gelenke und Haut.
Entlastet den Blutkreislauf, kräftigt die Gefäße, hält das Bindegewebe elastisch und fördert den Abbau von Gewebsverhärtungen.
Bei Hämorrhoiden, Krampfadern, Bindegewebsschwäche, Bandscheibenbeschwerden, Knochenverletzungen, Karies

Nr. 2 Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat)
Das Salz der Knochen und Zähne.
Fördert die Neubildung von Zellen und die Zellteilung.
Schlecht heilende Knochenbrüche
Gestörte Blutbildung
In der Rekonvaleszenz (Gesundung)
Bei Wetterfühligkeit

Nr. 3 Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)
Das Salz des Immunsystems.
Ermöglicht die Aufnahme und Aktivierung von Sauerstoff im Blut.
Stimuliert die Blutbildung
Bei Infekten und Entzündungen im Anfangsstadium.
Hilft bei Quetschungen, Verstauchungen und Blutungen

Nr. 4 Kalium chloratum (Kaliumchlorid)
Das Salz der Schleimhäute.
Regt den Stoffwechsel an
Wirkt resorptionsfördernd (aufsaugend)
Bei Entzündungen im fortgeschrittenen Stadium
Husten, Masern, Scharlach und Lymphknotenschwellungen

Nr. 5 Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)
Das Salz der Nerven und Psyche. Ich bezeichne Kalium phosphoricum gerne als das Johanniskraut (Hypericum) der Biochemie.
Es aktiviert die Nerven-, Gehirn- und Muskelzellen, wirkt auf das zentrale Nervensystem.
Antiseptisch
Bei psychischen Störungen (Depressionen), allgemeinen Erschöpfungszuständen, Schlaflosigkeit sowie Herz- und Muskelschwäche.

Nr. 6 Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat)
Das Salz der Entschlackung.
Unterstützt das Eisen beim Sauerstofftransport.
Anwendung im Endstadium von Entzündungen (also in der Abklingphase).
Fördert die Entgiftung des Körpers.
Katarrhe mit schleimigen Absonderungen
Schnupfen
Hautekzeme (Ausschläge)
Schuppenflechte (Psoriasis)

Nr. 7 Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat)
Das Salz der Muskeln und Nerven.
Ein Streßmineral. Deshalb wird es gerne angewendet bei hektischen roten Flecken im Gesicht.
Wirkt antiallergisch und antithrombotisch (verhindert die Bildung von Blutpfropfen)
Setzt die vegetative Erregbarkeit herab
Krampf- und Schmerzmittel
Bei Asthma, Migräne, Neuralgien, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Blähungen, Verstopfung und Wadenkrämpfen.
Magnesium phosphoricum können Sie auch in heißem Wasser auflösen und langsam schluckweise trinken.

Nr. 8 Natrium chloratum (Natrium muriaticum, Natriumchlorid, Kochsalz)
Das Salz des Flüssigkeitshaushaltes - reguliert die Wasseraufnahme und -abgabe der Zellen.
Beschleunigt die Neubildung von Zellen und roten Blutkörperchen
Bei Blutarmut (Anämie, Eisenmangel), Abmagerung, Hautausschlägen, Neigung zu Erkältungen und rheumatischen Beschwerden.

Nr. 9 Natrium phosphoricum (Natriumphosphat)
Das Salz des Stoffwechsels.
Löst die Harnsäure im Blut
Regt die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und somit die Entschlackung des Körpers an.
Beteiligt beim Kohlensäureaustausch
Hilft bei Gallen- und Nierensteinen, Blasenentzündungen, Ischias, Rheuma und Sodbrennen.

Nr. 10 Natrium sulfuricum (Natriumsulfat, Glaubersalz)
Das Salz der inneren Reinigung.
Gewebe- und blutreinigend
Regt die Lebertätigkeit an und fördert den Gallefluss
Leber- und Gallestörungen
Bei Verstopfung, Durchfall und Rheuma.

Nr. 11 Silicea (Kieselsäure)
Das Salz der Haare, der Haut und des Bindegewebes.
Festigt Knochen, Bindegewebe, Nervenfasern und macht diese widerstandsfähig.
Schlechte Wundheilung
Bei Wachstumsstörungen von Haaren und Nägeln, Eiterungen, Furunkeln, Abszessen und Hautjucken.

Nr. 12 Calcium sulfuricum (Kalziumsulfat, Gips)
Das Salz der Gelenke mit Entgiftungseffekt.
Regt den Stoffwechsel an und fördert die Blutgerinnung.
Entlastet den Blutkreislauf
Kräftigt die Blutgefäße
Bei chronischen Eiterungen, Ekzemen, Nierenentzündungen, Rheuma und Schnupfen.
Einnahme nach 17 Uhr. Die Uhrzeit bezieht sich auf den Biorhythmus des Menschen.

Biochemische Salben

Alternativ zur Salbenanwendung können Sie 10 bis 20 Tabletten in Wasser auflösen und als feuchten Umschlag oder feuchte Kammer anwenden. Dazu den Wickel zusätzlich mit einer Plastikfolie einhüllen.

Nr. 1 Calcium fluoratum Salbe
Ca fluor fördert die Bildung der elastischen Fasern des Bindegewebes.
Die Anwendung:
1. Erschlaffungszustände des Gewebes (z. B. zur Massage der Bauchdecke nach der Geburt),
Bändererschlaffung, Erschlaffung der Gefäßwände (Krampfadern), harte Krampfaderknoten,
Hämorrhoiden
2. Hornhaut, Schrunden, Risse, Frostbeulen (hier nicht im entzündlichen Stadium anwenden)
Zur Narbenpflege und Erweichung harter Krusten bei chronischen Ekzemen etc.
3. Verhärtete Lymphknoten
4. Kapselschrumpfung arthrotischer Gelenke, Bänderschwäche, Schlottergelenke
5. Harter Kropf bei Schilddrüsenunterfunktion. Hier nicht den Kropf massieren, sondern nur den vorderen Hals sanft einreiben!
6. Brustdrüsenknoten (nicht bei Brustkrebs!)
7. Schwer heilende Geschwüre (nicht direkt darauf, sondern nur die Umgebung eincremen)
8. Pulsierende Schläfenarterien älterer Patienten (diese sind oft sklerotisch = verhärtet)
Blutstauungen im Kopf (hierzu eine erbsengroße Menge in die Nase geben und verreiben)

Nr. 2 Calcium phosphoricum Salbe
Ca phos fördert das Knochenwachstum und regelt die Funktion der Zellgewebe.
Die Anwendung:
1. Knochenbrüche
Beschleunigt den Knochenaufbau
Schmerzen alter Knochenbrüche bei Wetterwechsel
2. Zur Massage gichtiger Ablagerungen an den Hand- und Fußgelenken
Wachstumsschmerzen der Kinder in den langen Röhrenknochen, besonders der Unterschenkel
Belastungsschmerzen
Schwellungen der Gelenke (sofern diese warm sind)
3. Chronische Ekzeme (Ausschläge) mit weiß-gelblicher Absonderung und Krustenbildung
4. Ernährungsstörungen der Haut
Milchschorf (Grind) der Kinder
Bei Neigung zu Wundsein und Durchliegen (auch zur Vorbeugung)
Afterjuckreiz
Chronisches Wundsein der Kinder
5. Juckende Hämorrhoiden
6. Schmerzen mit Taubheitsgefühl und Kribbeln, besonders bei kaltem Wetter und nachts.

Nr. 3 Ferrum phosphoricum Salbe
Eisen reguliert den Tonus (Spannung) der Muskulatur und wirkt besonders auf die Blutgefäßmuskulatur.
Die Anwendung:
Möglichst früh auftragen bei allen akuten Entzündungen (Kennzeichen: Hitze, Rötung, Schwellung und Schmerz)
1. Alle Hautentzündungen mit Brennen und Spannungsgefühl
Panaritium (Nagelumlauf, Nagelbetteiterung)
Bei Sonnenbrand
Verbrennungen 1. Grades (Rötung)
Bei banalen Wunden und Verletzungen
2. Frostbeulen
3. Schmerzende Hämorrhoidalknoten, frische Blutungen, Krampfadern
4. Quetschung und Verstauchung (hier sanfte Massage)
Zur Nachbehandlung bei Verrenkungen
5. Gelenkschmerzen mit Rötung und Schwellung (Gicht)
6. Frische Blutergüsse. Nach dem Abklingen der Schmerzen verwenden Sie zur besseren Resorption des Blutes die Salbe Nr. 11 Silicea.
7. Kalte Füße (einmassieren)
8. Gerötete Augenlider infolge Überanstrengung (zusätzlich die Tabletten vor dem Schlafengehen eincremen)

Nr. 4 Kalium chloratum Salbe
Ka chlor ist das Mittel für das zweite Entzündungsstadium sowie für fibrinöse Entzündungen und fibrinhaltige Ergüsse (Fibrin ist der eiweißhaltige glasig aussehende Faserstoff des Blutes).
Salbe Nr. 4 wird meist im Anschluß auf Salbe Nr. 3 aufgetragen.
Die Anwendung:
1. Gewebserkrankungen und frisch verheilte Wunden. Ka chlor sorgt für eine bessere Narbenbildung.
2. Hautausschläge mit hellen Borken oder mehlartigen Belägen (nicht bei subakuten Ausschlägen anwenden
3. Schmerzhafte Frostbeulen, Kopfschuppen, Flechten, Warzen
4. Sehnenscheidenentzündung, Tennisellenbogen, Gelenkschwellungen; bei Verletzungen mit nachfolgender Schwellung

Nr. 5 Kalium phosphoricum Salbe
Ka phos ist das Hauptmittel zur Erhaltung der Zellen und Gewebe sowie für die Nervenfunktion.
Die Anwendung:
1. Schlecht heilende Wunden und Geschwüre
Hautschäden mit stinkender Absonderung
Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)
Sonnenbrand (vorbehandeln mit Nr. 3 Ferrum phosphoricum Salbe)
2. Quetschungen und Nervenschmerzen
3. Zur Massage der Extremitäten nach Überanstrengung oder bei Schwäche (Schreibkrampf, Wadenkrampf
Krämpfe bedingt durch Krampfadern

Nr. 6 Kalium sulfuricum Salbe
Ka sulf ist das Hauptmittel für das dritte und letzte Entzündungsstadium und das Funktionsmittel der Gewebe.
Die Anwendung:
1. Ein vorzügliches Hautpflegemittel
Hautschäden mit eitrigen und schleimigen Absonderungen.
2. Eiternde, nicht stinkende Wunden
3. Nach Verbrennungen 2. Grades (Blasenbildung)
4. Kopfgrind (Milchschorf)
Pustulöse und papulöse Hautausschläge
5. Das Hautpflegemittel bei unreiner Haut und Entzündungen an den Haarwurzeln.
6. Bei chronischem Schnupfen mit gelb-schleimigem Sekret. Hier eine erbsengroße Menge in die Nase einreiben.
7. Chronische Augenlidrandentzündung. Die Lider mehrmals täglich bestreichen.
8. Wandernder Rheumatismus

Nr. 7 Magnesium phosphoricum Salbe
Mg phos hemmt die Impulsübertragung von den Nerven auf die Muskeln und erniedrigt den Muskeltonus (Muskelspannung).
Die Anwendung:
1. Muskelkrämpfe (z. B. Wadenkrampf). Die Salbe dick einmassieren.
2. Bei Krämpfen und Koliken im Bauchraum (Magen, Blase, Darm): sanfte und kreisförmige Einreibung im Uhrzeigersinn
3. Dickdarmkolik: einreiben im Dickdarmverlauf
4. Nervenschmerzen (Neuralgien) der Gliedmaßen, des Nackens und der Schultern
Schmerzen und Verspannungen
Gesichts- und Interkostalneuralgien (Zwischenrippenneuralgien)
5. Zittern und Zucken der Extremitäten. Bei Mißerfolg Salbe Nr. 3 Ferrum phosphoricum anwenden.
6. Kopfschmerzen und Migräne vom Nacken aufsteigend
Druckempfindlichkeit des hinteren unteren Schädelrandes. Machen Sie auch eine Massage der Kopfhaut.
7. Afterschließmuskelkrampf und Afterjuckreiz (Pruritus ani): einbringen der Salbe in den Enddarm

Nr. 8 Natrium chloratum (Natrium muriaticum) Salbe
Na chlor (Na mur) reguliert den Flüssigkeitshaushalt des Körpergewebes.
Die Anwendung:
1. Bei nässenden Hautausschlägen:
Statt der Salbe können Sie auch 10 bis 20 Tabletten von Natrium muriaticum D3 in Wasser auflösen und einen Umschlag machen.
2. Bläschenausschlag mit wasserhellem Inhalt
Trockene Ausschläge mit weißlichen Schuppen
Akne an der Stirn-Haargrenze
Pubertätsakne
Juckender Nesselausschlag (Urtikaria)
Brüchige Fingernägel
Aufgesprungene Lippen
3. Brandwunden
4. Fließschnupfen: geben Sie ein erbsengroßes Stück in die Nasenschleimhaut
5. Gürtelrose (Herpes Zoster)

Nr. 9 Natrium phosphoricum Salbe
Na phos fördert die Ausschwemmung saurer Stoffwechselendprodukte (Säuren) und reguliert den Fettstoffwechsel der Gewebe.
Die Anwendung:
1. Bläschenausschlag mit honiggelbem Inhalt
Die knotig-eitrige Form der Akne vulgaris (hier im Wechsel mit Nr. 11 Siliceasalbe)
2. Anschwellung der Talgdrüsen
Lymphknotenschwellungen
3. Harnsaure Diathese (Übersäuerung des Organismus)
4. Bei Kindern: saure Schweiße, Milchschorf und andere Hautausschläge
5. Rheumatische Schwellungen der kleinen Gelenke

Nr. 10 Natrium sulfuricum Salbe
Na sulf fördert den Säftestrom der mit Stoffwechselendprodukten beladenen Körperflüssigkeiten.
Die Anwendung:
1. Nässende Flechten und Ekzeme
Aufgebrochene Frostbeulen (ein Salbenläppchen auflegen)
2. Hautausschläge mit gelblich-wässeriger, gelbgrüner oder grün-eitriger Absonderung
3. Hautausschläge mit gelblichen Schuppen (keine Krusten)
Frische und eiternde Frostbeulen
4. Stockschnupfen und Stirnhöhlenkatarrh mit Druckgefühl: die Salbe in die Nase einbringen und hochschniefen

Nr. 11 Silicea Salbe
Kieselsäure ist wichtig für alle Zellen des Körpers, besonders für das Bindegewebe.
Die Anwendung:
1. Alle eitrigen Entzündungen der Haut:
Abszesse, Geschwüre, Panaritium (Nagelumlauf), Karbunkel, Furunkulose, Eiterpusteln, Nagelgeschwüre, Onycholysis (Ablösung des Nagels vom Nagelbett), Nagelpsoriasis, Fisteln, Aftereinrisse
2. Zur Hautpflege: im täglichen Wechsel mit Nr. 1 Calcium fluoratum Salbe
3. Narben
Trockene und frühzeitig alternde Haut
4. Schlecht heilende Wunden: bei Salbenunverträglichkeit 20 Tabletten in Wasser auflösen und als Umschlag anwenden.
5. Gewebsverhärtungen
6. Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris):
Hier herrscht oft eine Salbenunverträglichkeit. Deshalb besser 20 Tabletten von Silicea D12 in Wasser auflösen und als Umschlag anwenden.
7. Fußschweiß und Fußpilz
8. Degenerative (verformende, chronische) Gelenkerkrankungen mit Verhärtung der Bänder. Hier als Salbenverband anwenden.
9. Nackenkopfschmerz mit Knirschen der Halswirbelsäule und schmerzhafter Bewegungseinschränkung.

Weiterführende Informationen über die Schüsslersalze (Biochemie) finden Sie in meinem eBook und Taschenbuch:

Schüsslersalze - Wirkung und Anwendung der Biochemie einfach erklärt ISBN 978-3-95500-670-9

Homöopathie

Die Homöopathie wurde vor 200 Jahren von Samuel Hahnemann entwickelt. Die drei grundlegenden Prinzipien der Homöopathie sind die Simile-Regel, die homöopathische Arzneimittelprüfung und die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes. Das wichtigste Prinzip ist die Ähnlichkeits-Regel bzw. die Simile-Regel, die 1796 von Hahnemann formuliert wurde. Sie besagt, daß ein Patient mit dem Arzneimittel behandelt werden soll, welches in seinem Urzustand beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorzurufen vermag wie die bestehende Krankheit. Nach Hahnemann sind die Symptome des Patienten das nach außen gekehrte Bild seiner Krankheit. Alle Symptome werden erfaßt, um der Ursache eines Leidens auf die "Spur" zu kommen und das passende Arzneimittel nach der Simile-Regel für die Behandlung zu finden.

Homöopathische Arzneimittel können mit anderen Medikamenten oder sonstigen Behandlungen kombiniert werden. Ausgangsstoffe homöopathischer Arzneimittel können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sein. Außerdem gibt es Medikamente aus unschädlich gemachten menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten, die sogenannten Nosoden. Für die Einsteiger in die Homöopathie empfehle ich die Verwendung von niedrigen D-Potenzen. Höhere Potenzen (wie zum Beispiel D200, C- und LM-Potenzen) sollten nur vom Fachmann gegeben werden, da sie in ihrer Wirkung sehr tief gehen und oft nur einmal angewendet werden.

Was passiert, wenn Sie das falsche Mittel wählen? Nichts - so wie sich ein Schlüssel nicht umdrehen lässt, wenn es das falsche Schloss ist, so löst ein nicht passendes homöopathisches Mittel keine Reaktion im Körper aus.

Homöopathische Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren:
1) Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr erhalten, soweit nicht anders verordnet, ein Drittel der Erwachsenendosis.
Es hat sich bewährt, die Tropfen auf einen Wattebausch zu geben und diesen dann auf den Nabel aufzukleben. Die Globuli (Streukügelchen) geben Sie unter die Zunge oder zwischen Wange und Zahnfleisch. Die Tabletten vor der Gabe zerdrücken.
2) Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr erhalten die Hälfte der Erwachsenendosis.
3) Kinder zwischen 6 und 12 Jahren erhalten zwei Drittel der Erwachsenendosis.

Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

"Keine chemische Fabrik dieser Welt arbeitet so exakt und vollkommen wie eine einzige jener kleinen Pflanzen, die Dein Fuß achtlos zertritt". Die Phytotherapie ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Das Wissen vieler Generationen ist in der Pflanzenheilkunde enthalten. Pflanzen sind die ältesten Heilmittel der Menschheit. Mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten - zum Beispiel als Tee, Tabletten, Tropfen, Salben, Wickel, Bäder und ätherische Öle - ist die Pflanzenheilkunde eine der wichtigsten Therapien.

Warum sind Pflanzen bei der Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen heilkräftig? Weil sie Salze, Säuren, Vitamine, Öle und Nährstoffe enthalten. Diese wirken im Körper auflösend, ausscheidend, anregend, kräftigend und aufbauend. Sie verwandeln den kranken Zustand in einen gesunden. Solche Pflanzenmineralstoffe sind vor allem Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Kohlenstoff, Chlor, Eisen, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kieselsäure (Silizium). Heilpflanzen normalisieren den Stoffwechsel und stärken das Immunsystem.

Was von den Kräutern brauchbar und heilkräftig ist, wird von unseren Körpersäften aufgenommen und den Zellen zugeführt. Was aber unbrauchbar ist, wird durch die Nieren, Haut, Lunge und den Darm nach dem Verbrennungsprozeß ausgeschieden. Heilkräuter in richtiger Form und Dosis genommen, beeinflussen in unserem Organismus die Körperfunktionen, die Aufnahme von Eisen (wichtig zur Stärkung des Immunsystems), die Durchblutung sowie das Nerven- und Hormonsystem sehr vorteilhaft. Die Pflanzensalze vermitteln dem Körper die zur Abwehrsteigerung und zum Aufbau der verschiedenen Zellsubstanzen notwendige Energie. Sie lösen Heilblockaden, stärken die Selbstheilungskräfte, bewirken eine Steigerung der Lebenskraft und die Behebung von Schwächezuständen.

Holen Sie Ihre Heilpflanzen in der Apotheke. Dort laufen diese unter dem Begriff "Medikament". Für Medikamente gelten strenge Vorschriften und Kontrollen bezüglich Zulassung, Inhaltsstoffen, Reinheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit. Wer seine Heilkräuter lieber selbst sammelt, kann diese sofort frisch verwenden.

Die Aufbewahrung der Heilpflanzen: Hierfür müssen die Kräuter vorher getrocknet werden. Bekommen sie zuviel Licht, Wärme oder Feuchtigkeit, verflüchtigen sich die Wirkstoffe. Am Besten geeignet zur Lagerung ist ein Keramikbehälter mit einem Deckel, der locker aufliegt. Die Haltbarkeit der Heilpflanzen beträgt maximal 1 Jahr. Danach haben sich die Wirkstoffe verflüchtigt.

Entdeckungen auf dem Ernährungsgebiet zeigen uns, daß die Mineralsalze Eisen, Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor, Schwefel, Kieselsäure usw. zur Erhaltung der Gesundheit die wichtigsten Stoffe sind, die wir benötigen.

Eisen ist ein bewährtes Mittel zur Behandlung der Abwehrschwäche und Blutarmut. Im Blut eines erwachsenen Menschen schätzt man den Gehalt an Eisen auf etwa 3,5 Gramm. Es ist der Träger des Sauerstoffes, den es in der Lunge aufnimmt und an alle Stellen des Körpers liefert, damit der Lebensprozeß ordnungsgemäß vonstatten gehen kann. Deshalb muß Eisen dem Körper täglich durch die Nahrung zugeführt werden.
Eisenreiche sind alle Kräuter und Gemüsearten wie Lauch, Brennessel, Löwenzahn, Sauerampfer, Blutwurz, Minze, Rote Schafgarbe, Melisse, Spitzwegerich, Eisenkraut, Thymian, Lungenkraut, Erdbeere, Hauhechel, Habichtskraut, Brombeere, Frauenmantel, Silbermantel, Wegwarte, Waldmeister, Nußblätter und Weinrebenblätter.

Kalzium (Kalk) ist das Mineralsalz, welches der Haushalt des Körpers am meisten benötigt und am wenigsten entbehren kann. Ohne Kalzium ist weder pflanzliches noch tierisches Leben möglich. Es hat einen großen Einfluß auf die Herztätigkeit. Außerdem ist der Kalk unentbehrlich für den Aufbau der Knochen.
Jeder Zellkern, der an Kalkmangel leidet, geht unweigerlich zugrunde. Kalk ist neben Eisen notwendig zur Förderung des Stoffwechsels. Er erleichtert den Blutumlauf, behebt Nervenschwäche, stärkt die Zellen und lindert Hautleiden.
Werdende Mütter benötigen sehr viel Kalzium. Sie müssen ja dem entstehenden Leben aus ihrem Bestand das zum Aufbau nötige Kalzium zuführen, um es vor Krankheiten infolge von Kalkmangel zu bewahren.
Solche Leiden sind z. B. Englische Krankheit (Rachitis), Gliederlähmung, Lungenschwindsucht, Müdigkeit und allgemeine Schwäche.
Es ist aus Erfahrung bekannt, daß ein Körper mit genügendem Kalkgehalt widerstandsfähig, mit ungenügendem Kalkgehalt dagegen anfällig für Erkrankungen ist.
Die stillenden Mütter benötigen Kalk unbedingt zur Bildung von Blut, das sie während der Entbindung verloren haben.
Ebenso unentbehrlich ist er für die Jugendlichen zum Aufbau des ganzen Körpers. Kalzium ist ein Hauptbestandteil der Knochen und Zähne.

Stark kalkhaltige Gemüsearten sind Kohl, Weißkraut und Selleriewurzel. Viel Kalzium enthält auch die Eichel (z. B. als Eichelkaffee) und der Sesam. Zu den kalkhaltigen Heilpflanzen gehören Gartenraute, Gundelrebe, Brennessel, Birke, Ehrenpreis, Erdbeere mit Blättern, Huflattich, Kamille, Königskerze, Spitzwegerich, Hirtentäschel, Anserine, Feige, Walnußblätter, Löwenzahn, Isländisch Moos, Wegwarte, Wacholder, Brombeere und vor allem die Eichenrinde.

Phosphor ist ein Hauptbestandteil der Nerven. Unser Gehirn mit den Nervensträngen im Rückenmark und deren sämtlichen Verzweigungen haben den Phosphor zur Grundlage. Ohne ihn bewegt sich kein Muskel. Er ist die Kraftquelle aller Lebensvorgänge und ein Nervenmittel ersten Ranges. Daher kommt Phosphor in der Naturheilkunde bei Nervenleiden als Kräftigungsmittel zur Anwendung. Der Kopfarbeiter muß auf phosphorhaltige Nahrung achten.
Phosphor ist angezeigt bei Schreckhaftigkeit, Appetitlosigkeit, Platzangst, Weinerlichkeit, Reizbarkeit, Traurigkeit, nervöser Schlaflosigkeit, Ängstlichkeit, Zaghaftigkeit sowie bei Krämpfen, die durch Überanstrengung der betroffenen Körperteile entstanden sind.
Die Phosphor-Mangelsymptome: Gedächtnisschwäche, Haarausfall, Lähmungen, Kräfteverfall, Müdigkeit, Angstzustände, Vergeßlichkeit, Schwächezustände und Hemmungen der Körperzellen und Muskeln.
Phosphorhaltige Kräuter sind Erdbeere, Hirtentäschel, Huflattich, Kamille, Fenchel, Ringelblume, Birkenblätter, Löwenzahn, Löffelkraut, Weinraute, Weidenblätter und besonders Sellerie.

Kaliumsalze stärken die Nerven und Muskeln. Diese Mineralsalze beseitigen Lähmungen verschiedener Art, Gedächtnisschwäche, Kopfschmerzen, Herzklopfen und viele Krankheiten, die durch Schwächezustände und Erschöpfung verursacht wurden. Sie sind besonders angezeigt bei großer Niedergeschlagenheit. Kalium ist enthalten in Brennessel, Kamille, Bitterklee, Königskerze, Schafgarbe, Vogelknöterich, Melisse, Katzenschwanz, Storchschnabel, Huflattich, Hauhechel, Wegwarte und Holunder.

Kieselsäure (Silicea) ist eine sehr notwendige Mineralsubstanz für das Blut. Sie kommt in allen Körperteilen vor. Der Körper braucht Kieselsäure für die Haut-, Haar- und Nagelbildung. Kieselsäure ist das Hauptmittel bei allgemeiner Müdigkeit, Unterernährung, Schwäche des ganzen Körpers, chronischen Leiden, Nervenschwäche, Niedergeschlagenheit und schwachem Gewebe.
Kieselsäurehaltige Pflanzen sind Huflattich, Anserine, Spitzwegerich, Löwenzahn, Kamille, Hohlzahn, Erika, Eichenrinde, Vogelknöterich, Schließgras und vor allem Katzenschwanz (er enthält über 40 Prozent Kieselsäure).

Natriumsalze halten das Blut dünnflüssig und verhindern Gallenerkrankungen. Sie werden empfohlen bei Magenleiden, Erbrechen, Sodbrennen, Fettverdauungsstörungen (z. B. durch Gallenerkrankungen), bei Harnsäure (Gicht) und Krankheiten, die durch ein Zuviel an Milchsäure entstanden sind. Natriumhaltige Kräuter sind Brennessel, Erdbeere, Bärlapp, Löwenzahn, Storchschnabel, Huflattich, Waldmeister, Zinnkraut, Hirtentäschel, Birkenblätter und Brombeeren.

Magnesium ist ein Krampf- und Nervenmittel ersten Ranges. Seine gute Wirkung zeigt es vor allem dort, wo das Leiden blitzartig, schießend oder bohrend auftritt. Magnesium wird daher gegen Schmerzen bei verschiedenen Krankheiten, z. B. Gallenleiden, Gallenkolik, bei nervösem Hautjucken, Harnverhaltung und besonders bei Periodenkrämpfen der Frauen als Hauptmittel gegeben. Magnesiumhaltige Kräuter sind Kamille, Katzenschwanz, Huflattich, Eichenblätter, Anserine, Löwenzahn, Schlüsselblume, Mistel, Wollblume, Wiesengeißbart, Weidenrinde und Hauhechel.

Reiche Zufuhr magnesiumhaltiger Pflanzen bedingt im Körper eine große Festigkeit der Zähne. Auch Elefantenzähne sowie Tiger-, Panther- und Löwenzähne enthalten eine derartige Menge Magnesium, daß diese fleischfressenden wilden Tiere mit Leichtigkeit Tierknochen zermalmen können.
Schlechte Zähne weisen einen Mangel an Magnesium und Kalzium auf. Magnesium trägt auch zur Festigkeit und Straffheit der Muskeln sehr viel bei.

Schwefel spielt in der Heilkunde eine bedeutende Rolle. Dieser Stoff wird besonders bei langwierigen Leber- und Gallenleiden, gegen galligen Durchfall, Krätze und Geschwüre aller Art als Hauptmittel eingesetzt.
Als schwefelhaltige Pflanzen sind zu nennen: Rettich, Brennessel, Erdbeere, Kamille, Hauhechel, Hirtentäschel, Kalmus und Huflattich.
Außer den angeführten Pflanzensalzen enthalten die Kräuter auch Zucker, Schleim, Bitterstoffe und Stärke.

Pflanzensäuren sind Transportmittel, mit welchen die Mineralien in den Stoffwechsel eingeführt werden. Zum Beispiel die Chrysophon- und Essigsäure wirken im Körper stark ausscheidend und reizend auf die Darm- und Magennerven.
Diese Säuren finden wir in folgenden Kräutern: Erdbeere, Faulbaumrinde, Himbeere, Johannisbeere, Essigbeere, Sauerampfer, Sauerklee, Rhabarber, Zitrone, Holunder, Ringelblume, im Apfel und in der Weintraube. Baldrian und Engelwurz enthalten Baldriansäure.

Die Gerbsäure wirkt im Körper kräftigend und stark zusammenziehend auf alle Gewebe, Zellen und Blutgefäße. Bei Wunden trocknet sie die Absonderung auf, bildet eine schützende Decke und wirkt außerdem heilungsfördernd. Wegen ihrer zusammenziehenden Wirkung wird sie mit gutem Erfolg gegen katarrhalische Magen- und Darmleiden mit Durchfällen angewandt. Ferner kommt sie bei Blutungen verschiedener Organe und als ein ausgezeichnetes fäulniswidriges Mittel in Betracht.
Gerbsäurehaltige Pflanzen sind Birkenblätter, Nußblätter, Bärentraubenblätter, Schlehe, Salbei, Hopfen, Weidenrinde, Johanniskraut, Heidelbeere und Heidelbeerblätter, Weißer Andorn, Frauenmantelkraut, Huflattich, Erikablüten, Brombeere, Wacholderholz, Melisse, Rosmarin, Blutwurz, Arnika und Eichenrinde.

Die richtige Teezubereitung:

1. Aufguß oder Infus: Die empfohlene Menge der Heilpflanzen wird mit heißem Wasser übergossen, anschließend zugedeckt die angegebene Zeit (meist zwischen 10 und 15 Minuten) ziehen lassen, abseihen

2. Abkochung oder Dekokt: Die Droge wird mit der angegebenen Menge Wasser solange wie im Rezept angegeben gekocht. Man kann die Kräutermischung mit kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und dann kochen lassen oder man übergießt mit kochendem Wasser und läßt die angegebene Zeit weiterkochen. Anschließend abseihen.

3. Kaltauszug oder Mazeration: Die Teemischung wird mit kaltem Wasser für die Dauer von 6 bis 8 Stunden zugedeckt angesetzt. Anschließend abseihen. Vor dem Trinken kann der Kaltauszug auf Trinkwärme gebracht werden.

4. Kombiniertes Verfahren (KV): 2 Drittel der Teemischung werden mit 2 Dritteln der angegebenen Wassermenge als Kaltauszug angesetzt. Anschließend das letzte Drittel der Teemischung mit dem restlichen Drittel Wasser als Aufguß zubereiten.
Zuletzt werden Kaltauszug und die heiße Zubereitung vereinigt.
Das kombinierte Verfahren eignet sich für kompliziert zusammengesetzte Rezepte, in denen alle Pflanzenteile verwendet werden.

Kraut, Blätter und Blüten bereitet man als Aufguß (Infus) oder Kaltauszug (Mazeration).
Rinden, Wurzeln und Hölzer werden als Abkochung zubereitet.

Mehr Wissenswertes über die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) finden Sie in meinem eBook:
Pflanzenheilkunde, Heilpflanzen für die Gesundheit - Phytotherapie zur Linderung und Heilung Ihrer Beschwerden ISBN 978-3-95500-737-9

Wickeltherapie

Hier handelt es sich um Naturheilheilkunde in Ihrer ursprünglichsten Form. Die Wickeltherapie kann als leicht zu erlernende erste Hilfe immer eingesetzt werden, wenn keine Medikamente im Haus sind und kein Arzt erreichbar ist. Mit einer Wickelpackung setzen wir die Abwehrkräfte in Gang und regen die Entgiftungs- und Ausscheidungsfunktionen der Haut an.

Bei einer Wickelanwendung muß der Patient immer warm sein. Achten Sie auf warme Füße. Das Bett muß vorgewärmt und das Zimmer beheizt sein. Schließen Sie während der Anwendung Fenster und Türen. Nach dem Einpacken kurzzeitig für frische Luft sorgen.

Eine Stunde vor und zwei Stunden nach den Mahlzeiten keine Wickelpackungen ausführen.
Frühanwendungen nicht bei völlig leerem Magen. Ein Bissen Brot oder ein Schluck Tee genügen, um kein Hungergefühl aufkommen zu lassen. Vor der Wickelpackung stets Blase und Darm entleeren.

Größere und längere Wickel immer morgens oder vormittags ausführen.
Kleinere Wickel sowie Waden- und Lendenwickel können auch abends angelegt werden und beliebig lange, sogar über Nacht, liegenbleiben.

Die Wassertemperatur: Kalt, gut warm oder heiß. Niemals lauwarme Anwendungen!

Richtlinie für Kaltanwendungen: Je kälter das Wasser, umso stärker ist der Reiz und die Reaktion. Bei Patienten mit geringer Eigenwärmebildung zunächst lieber warm oder heiß. Bei sensiblen und sehr nervösen Menschen erst austesten, ob kalt oder heiß verträglicher ist.

Nach Abnahme der Packung keine Abreibung oder dergleichen machen, sondern die angekurbelten biologischen Abläufe ausklingen lassen. Darum nachher grundsätzlich mindesten eine Stunde im Bett ruhen.

Bei einem Schweißausbruch solange liegen bleiben, bis dieser abgeklungen ist. Das kann bis zu 2 Stunden dauern. Dann erst eine Abreibung mit einem feuchten, kalten und fest ausgewrungenen Handtuch machen.

Die Wickelarten

1. Fieberwickel (Wärmeentziehender Wickel)
Beim Fieberwickel ist stets kaltes Wasser anzuwenden, evtl. mit einem Zusatz von Weinessig. Bei sehr hohem Fieber zimmerwarmes Wasser verwenden. Der Unterschied zur Körpertemperatur sollte bei 16°C liegen.
Leitsatz für den Feuchtigkeitsgehalt des Wickels: Je höher das Fieber, umso feuchter soll der Wickel sein, darf aber nicht triefen. Bei Fieber bis zu 38°C den Wickel vor der Anwendung gut auswringen.
Die Dauer des Fieberwickels: Nie nach der Uhr, sondern stets individuelle Anpassung an den Zustand des Kranken. Abnehmen, wenn der Wickel warm geworden ist. Das kann nach 10 Minuten sein oder auch erst nach einer Stunde.

Bei hohem Fieber mit 2 Wickeltüchern arbeiten. Das erhitzte Tuch kommt weg, das Neue wird sofort wieder aufgelegt. Maximal wird viermal hintereinander gewechselt.
Meist will der Patient nach der zweiten Wickelpackung ruhen. Lassen Sie ihn schlafen, bis er wieder aufwacht. Dann kann wieder eine Serie von 1 bis 3 Fieberwickeln folgen.

Nach völligem Fieberabfall gehen wir auf wärmestauende Wickel (nachfolgend beschrieben) über, je einen am Vormittag und einen am Nachmittag gegen 17 Uhr.

2. Wärmestauender Wickel
Der kalte wärmestauende Wickel wird fast ausnahmslos zu naß angelegt, was sehr unangenehm für den Patienten ist.
Der Kranke soll in diesem Wickel binnen 2 bis 4 Minuten ein Wärmegefühl verspüren. Darum das Wickeltuch einsprengen wie Bügelwäsche, nur etwas mehr. Dann zum „Durchziehen“ eine halbe Stunde einrollen und anschließend anlegen. So wird vermieden, dass der Patient eine halbe Stunde frierend im Wickel liegt.

Der heiße Wickel wird von beiden Seiten her zur Mitte hin eingerollt, nachdem er angefeuchtet wurde und dann für 10 Minuten im Wasserdampf erhitzt. Beim Anlegen Vorsicht, keine Verbrennung setzen.

Der Wickel bleibt solange angelegt, bis sich eine feuchte Dunstwärme (Treibhauswärme) entwickelt hat oder der evtl. schlafende Patient aufwacht und ausgepackt werden will.
Nicht selten kommt es anschließend noch zu einem Schweißausbruch, der bis zu 2 Stunden dauern kann. Dann so lange im Bett bleiben, bis dieser von selbst abgeklungen ist.
Zum Schluß mit einem feucht-kalten Handtuch schnell abreiben, noch 10 Minuten locker zugedeckt im Bett bleiben und dann erst aufstehen.
Der Wickel kann bis zu dreimal am Tag angelegt werden.

3. Schweißtreibender Wickel
Hierbei gilt genau das Gleiche wie beim wärmestauenden Wickel. Nur zielen wir von vornhinein auf einen Schweißausbruch und geben darum dem Patienten zuvor eine schweißtreibenden Tee aus Lindenblüten oder Holunderblüten (1 Teelöffel auf 1 Tasse heißes Wasser, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen, trinken). Zur Not reicht auch heißes Zitronenwasser.
Die Verweildauer beträgt 1 bis 2 Stunden, bei Schlaf bis zum Aufwachen. Zwischendurch mit einem feuchtkalten Waschlappen den Schweiß aus dem Gesicht abtupfen.
Nach Abnahme des Wickels keine kalte Anwendung, sondern abklingen lassen. Die gesetzten Reaktionsabläufe sind erst ca. 4 Stunden nach Beendigung des Wickels wieder bis zur Norm abgeklungen.

Technik der Wickelpackungen

Jeder Wickel besteht aus drei Tüchern:
1. Ein grobes, aber dennoch anschmiegsames Leinentuch. Dieses wird befeuchtet.
2. Ein Zwischentuch (gewöhnliches Bett-Tuch). Dieses bleibt trocken.
3. Eine Wolldecke zum Zudecken.

Der Reihenfolge nach werden ins Bett gelegt: Wolldecke, Zwischentuch. Dann das feuchte Wickeltuch fest, aber ohne die Atmung zu behindern, anlegen.

Das trockene Zwischentuch muß das feuchte Wickeltuch oben um mindestens 3 Fingerbreiten überragen und wird ebenfalls fest, am besten in der Einatmungsphase, angelegt.

Die Wolldecke wird wie das Zwischentuch gehandhabt, soll aber die Haut nirgends berühren. Das wäre unangenehm für den Kranken und wegen des Schweißes unhygienisch.

Nun wird der Patient in eine bequeme „Schlafstellung“ gebracht und zusätzlich mit dem Oberbett zugedeckt.
Das Auspacken aus dem Wickel muß schnell geschehen. Offene Fenster vorher schließen.
Abgenommen wird nur das feuchte Wickeltuch. Zwischentuch und Wolldecke bleiben im Bett und werden schnell wieder locker umgelegt. Der Patient wird wieder genauso zugedeckt wie zuvor.
Über das Ausklingenlassen und die eventuelle Abreibung habe ich weiter oben schon geschrieben.

Die Wickelformen

Der Kurz- oder Rumpfwickel
Der meistgebrauchte Wickel. Er reicht von der Achselhöhle bis Mitte Oberschenkel. Das gilt für das feuchte Wickeltuch, Größe ca. 80 x 180 cm. Wie weit Zwischentuch und Wolldecke darüber hinausreichen, spielt keine Rolle.
Wichtig für jede Wickelform ist stets nur das feuchte Wickeltuch.
Dem Kurzwickel ist auch als Fieberwickel der Vorzug zu geben.

Der Brustwickel
Er reicht von der Achselhöhle bis zum Nabel und wird vorzugsweise bei Lungen- und Rippenfellentzündung angewandt, wobei diese auch mit Quark- oder Lehmauflagen behandelt werden können.

Der Lenden- oder Leibwickel
Er reicht vom Nabel bis zur Mitte der Oberschenkel. Mann kann ihn auch als Beruhigungs- und Schönheitswickel bezeichnen. Er fördert die Verdauung, den Stoffwechsel, wirkt schlaffördernd und abbauend (Schlankheitswickel), wenn er einige Wochen lang täglich abends angelegt wird. Er kann die Nacht hindurch liegen bleiben.
Der Leibwickel kommt ausschließlich als wärmestauender Wickel (siehe oben) zur Anwendung.

Der Halswickel
Wird als Fieber- oder Entzündungswickel (also kalt) bei Hals- oder Mandelentzündungen angelegt. Der Halswickel dauert maximal 1 Stunde und wird erneuert, sobald er warm geworden ist.
Nach 2 Stunden kann er wiederholt werden.
In Verbindung mit Lehm, Heilerde, Leinsamen, Kartoffeln usw. wird er auch heiß angelegt.
Bei Kehlkopferkrankungen keinen kalten Halswickel anlegen.

Der Wadenwickel
Er reicht vom Knie bis an die Knöchel und wird als wärmestauender Wickel (kalt) meist zur Ableitung von Fieber verwendet.
Bei Krampfadern und Venenentzündungen wirkt er am besten als Lehm-Wasser-Wickel.
Dieser Wickel kann auch über Nacht angelegt bleiben.

Der Prießnitzwickel
Beim leicht fröstelnden Patienten, der mit hochrotem Kopf im schwitzenden Zustand daliegt und lieber die Bettdecke entfernt haben möchte, machen wir den Prießnitzwickel.

Wir benötigen 3 Tücher: Ein Frottiertuch, ein zweites, wenn möglich etwas größeres Frottiertuch, dann ein großes Tuch, am Besten ein Wolltuch.
Das Wolltuch wird im Bett hinter dem sitzenden Patienten ausgebreitet. Das größere trockene Frottiertuch wird darübergelegt.

Das zweite Frottiertuch tauchen Sie in kaltes Wasser, drücken es gut aus, legen es auf das andere Frottiertuch. Sodann legt sich der Patient hin. Sie schlagen sofort das feuchte Tuch, welches unter den Achseln zu liegen kommt und am Rippenbogen unten abschließt, um die Brust, schnell das trockene zweite Frottiertuch darüber und das große Wolltuch als letzte Schicht um alles.

Sichern Sie mit einigen Sicherheitsnadeln und lassen diesen Umschlag 30 bis 45 Minuten liegen.
Der Wickel muß innerhalb einiger Minuten warm sein, sonst liegt er nicht richtig und muß wiederholt werden. Auch wenn der Patient eingeschlafen sein sollte, nach dieser Zeit muß die Packung entfernt werden.

Der Fußwickel
a) Als kalter wärmeentziehender Wickel (nasses Wickeltuch, Tuch nicht auswinden, so kalt wie möglich).
Anwendung bei Überdehnung der Fußgelenke, Prellungen, Blutergüssen, akuten Entzündungen, Arthritis (Gelenkentzündung) usw.
b) Als kalter wärmestauender Wickel (Tuch gut auswringen) bei Durchblutungsstörungen (kalte Füße). Die Füße vorher anwärmen.
c) Als heißer Wickel bei arthrotischen Veränderungen der Fußgelenke

Seltenere Wickelformen sind: Lehmhemd, Salzhemd, Heublumenhemd und spanischer Mantel.

Die Ernährung des Kranken

Die alten Naturheilkundigen sagten: „Wer den Kranken ernährt, ernährt die Krankheit“. Das Vernünftige liegt aber wie immer in der Mitte.
Paracelsus schrieb: Unsere Nahrungsmittel müssen Heilmittel, unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.

Der Körper verbraucht viel Energie für die Verdauung. Diese fehlt ihm dann bei der Bekämpfung der Krankheit. Deshalb ist in den ersten Tagen einer Erkrankung Saft- und Kräuterteefasten das Gebot. Anschließend ist solange Diät angesagt, bis man wieder auf dem Damm ist.

Man soll nie zu viel essen. Der Mensch lebt nicht von dem, was er ißt, sondern was der Magen verdaut. Man bedenke, wie viel Nahrung man benötigt und warum die Zähne im Mund und nicht im Magen sitzen. Also langsam essen und richtig kauen.

Durch unregelmäßige Lebensweise schwächt man den Magen mit Gewalt. Er kann nicht mehr richtig verdauen. Arbeitet aber der Magen nicht mehr richtig, werden auch andere Organe angegriffen. Diese können dann ihre Funktionen nur ungenügend erfüllen.

Es ist verständlich, daß die Giftstoffe aus dem Darm vom Blut aufgenommen und dadurch Krankheiten hervorrufen werden. Die meisten chronischen Krankheiten sind auf ungesundes Blut zurückzuführen, das durch eine schlecht verdaute Nahrung erzeugt wurde.

Viele Menschen kommen allmählich zu der Erkenntnis, daß von der richtigen Ernährung sehr viel abhängt. Daher findet man eine Menge Leute, die nicht nur bei einer Erkrankung nach Diät leben. Sie haben erfahren, daß durch richtige Ernährung Krankheiten verhindert werden können und bei der Krankenbehandlung die Gesundung schneller einsetzt. Wo die Diät außer Acht gelassen wird, nützen andere Behandlungen nur sehr wenig.

Auch ohne Freude kann der Mensch kaum leben. Sie verdoppelt die Kraft und Leistungsfähigkeit des Körpers und gibt dem Denken, Wollen und Tun den richtigen Schwung. Toleranz und Humor helfen hinweg über Schwierigkeiten und Widerwärtigkeiten des Lebens.

Kräuter wie z. B. Frauenmantel, Benediktenwurzel und Waldmeister stärken den Körper und geben Lebensfreude.

Eines der wichtigsten Kapitel der Krankenbehandlung ist das der Krankenkost, weil sie eine Behandlung unterstützen, aber auch stören kann. Während und nach einer Krankheit sollten noch eine Zeitlang folgende Nahrungsmittel gemieden werden: Essig, Bohnenkaffee, Zitronensäure, zuviel Salz, scharfe und aromatische Gewürze (sie stören die Wirkung der Heiltees und homöopathischen Mittel), Bier, Wein und alle Spirituosen. Auch alle fettreichen Fleisch- und Wurstarten darf man während einer Erkrankung nicht essen.

Natürlich ist Rauchen wegen seiner narkotisierenden Wirkung auf den Körper nicht gestattet.

Essen darf man alle Gemüsearten und mageres Fleisch möglichst von jungen Tieren. Eine zweckmäßige Ernährung ist notwendig zum Aufbau unseres Körpers, zum Ersatz der verbrauchten Stoffe und zur Versorgung aller Organe.

Jede Mahlzeit sollte folgende Grundstoffe enthalten:
Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett und Nährsalze.
Gemüse und Heilpflanzen bieten Nährsalze in Mengen. Diese Stoffe sind zugleich Aufbaustoffe, die uns schnell wieder gesunden lassen.

Die richtige Ernährung zur Wiederherstellung und Erhaltung Ihrer Gesundheit

  • Ernährung ist die Quelle unserer Gesundheit, aber auch häufig die Ursache unserer Krankheiten.
    Die richtige Ernährung ist ein entscheidender Faktor bei der Behandlung und zur Vorbeugung von Krankheiten sowie für unsere Gesundheit und Abwehrkraft. Mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung führen Sie Ihrem Körper die notwendigen Nährstoffe zur Stärkung des Hormonsystems, der Nervenkraft, Gewebe und Organe zu. Zugleich sorgen Sie für einen ausgeglichenen Säurebasenhaushalt - der Grundlage unserer Gesundheit, einer guten Durchblutung und eines intakten Stoffwechsels.
    Eine gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, Säuren und Giftstoffe auszuleiten, Heilblockaden aufzulösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

    Das wichtigste Stoffwechselorgan ist die Leber. Unser moderner und meist ungesunder Lebensstil gefährdet die Gesundheit der Leber. Sie erfüllt zentrale Aufgaben bei der Aufnahme und Verwertung von Nahrungsbestandteilen, sorgt für die Bereitstellung lebenswichtiger Eiweißstoffe und greift regulierend in das Hormon- und Immunsystem ein. Die Leber filtert Giftstoffe aus dem Blut und sorgt für deren Abbau.

    Reduzieren Sie Übergewicht, allerdings nicht mit strengen und schnellen Diäten, sondern mit der richtigen Ernährung und dem individuell angepassten Maß an Bewegung. Essen Sie ausgewogen und ballaststoffreich (Vollkornprodukte). Ideal ist die "mediterrane Kost" mit viel Gemüse und Obst, regelmäßig Fisch und Meeresfrüchten, gesunden Ölen (beispielsweise Oliven-, Lein- oder Rapsöl) und wenig tierischen Fetten.

    Bei Erkrankungen ohne erkennbare Ursachen wie Krankheitsherde, Infektionen usw. sollte man immer an eine Übersäuerung des Körpers denken. Deshalb ist neben einer Beseitigung der Ursache auch eine Ernährungsumstellung notwendig. 80% auf dem Teller sollte bunt und Fleisch nur die Beilage sein.

    Unnatürliche Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass der Basenanteil in unserem Körper ständig zu gering ist. Ein Zuviel an Zucker, Weißmehlprodukten, tierischen Fetten und Eiweißen übersäuert den Körper. Um die Säuren zu neutralisieren, werden kostbare Basen (vor allem Kalzium) verbraucht.

    Eine Übersäuerung des Körpers ist oft die Ursache von Herz- und Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen (Gicht, Adipositas), Durchblutungsstörungen und vielen anderen Beschwerden. Was nicht neutralisiert wird, landet als "Sondermüll" im Bindegewebe und führt zu dessen Übersäuerung. Dadurch verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse. Das Hormon- und Immunsystem sowie der Stoffwechsel werden zunehmend geschwächt.

    Eine ausgewogene Ernährung, gesunde und natürlich belassene Lebensmittel sowie viel Obst und Gemüse sorgen für die Zufuhr von wichtigen Vitalstoffen und Energie, die unsere Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden steigern. Wird der Verzehr von Fetten und Zucker eingeschränkt, sinkt die Gefahr, an Fettleibigkeit, koronarer Herzkrankheit, Arteriosklerose oder einer Stoffwechselstörung (Diabetes, Gicht, Adipositas) zu erkranken.

    Meiden sollten Sie:
    1) Gefäßgifte wie Alkohol und Nikotin. Jeder Alkohol führt zu vermehrter Harnsäurebildung und behindert die Nieren bei der Harnsäureausscheidung. Verzichten Sie daher weitgehend auf alkoholische Getränke.

    2) Salz und scharfe Gewürze. Verwenden Sie ausschließlich unsere einheimischen Gewürze.

    3) Weißmehlprodukte und Zucker (auch Süßstoff)

    4) Schweinefleisch (enthält Antibiotika, Hormone, Mastfutter) und Wurst. Wurst enthält Farbstoffe, Fette, Bindemittel usw. Sie brauchen sich nur die aufgedruckten Zutaten anschauen, dann wird Ihnen der Verzicht nicht schwer fallen.
    Meiden Sie gebratene, gepökelte und geräucherte Speisen.

    Wissenswertes über unseren Stoffwechsel

    Die Stoffwechselaktivität entscheidet über unsere Gesundheit und unsere Figur. Sie bestimmt, ob wir schlank und gesund bleiben, obwohl wir nach Lust und Laune essen und trinken, oder ob wir zu Pummeln werden, selbst wenn wir nur ans Essen denken. Durch den Stoffwechsel wird die Nahrung, welche aus Essen und Trinken besteht, in Stoffe umgewandelt, die der Körper zum Leben braucht.

    Als Stoffwechsel (Metabolismus) bezeichnet man alle lebenswichtigen Vorgänge innerhalb der Körperzellen. Im Magen und im Darm werden die zugeführten Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße), Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in ihre Bestandteile zerlegt. Kohlenhydrate werden zu Einfachzuckern, Eiweiße zu Aminosäuren, Fette zu Fettsäuren und Glyceriden abgebaut und über das Blut den Zellen zugeführt. Mit Hilfe dieser Energielieferanten findet hier dann die "Verstoffwechselung" statt.

    Wesentlich für den Stoffwechsel sind Enzyme, die chemische Reaktionen unterstützen (katalysieren). Gesteuert wird der Metabolismus durch das Hormon- und Nervensystem. Das wichtigste Stoffwechselorgan ist unsere Leber.

    Man spricht von einer Stoffwechselstörung, wenn die Verwertung einzelner Nährstoffe nicht richtig funktioniert und die Substanzen nicht dort ankommen, wo sie benötigt werden. Die häufigste Stoffwechselkrankheit ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, eine Erkrankung des Kohlenhydratstoffwechsels), gefolgt von Gicht und Fettsucht (Adipositas). Auch der Mineralstoffwechsel kann gestört sein.

    Allgemeine Symptome einer Stoffwechselerkrankung sind Abwehrschwäche, leichte Krankheitsanfälligkeit und immer wiederkehrende Erkrankungen, eine langsame Wundheilung, rasche Ermüdbarkeit, Abgeschlagenheit, Gewichtsprobleme, ein unangenehmer Körpergeruch, dauerndes Frösteln und Frieren, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche, geringe Belastbarkeit und schlechtes Allgemeinbefinden.

    Die Nahrung hat sechs wichtige Bestandteile:
    Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Wasser, Mineralsalze und Vitamine.

    1) Kohlenhydrate
    Dabei handelt es sich um Zucker und Stärke. Der Mund- und Bauchspeichel sowie der Darmsaft wandeln die Kohlenhydrate in Traubenzucker um. Dieser gelangt ins Blut und wird zu den Muskeln transportiert. Für diese wiederum ist der Traubenzucker sozusagen der Brennstoff. Der nicht benötigte Traubenzucker wird in der Leber gespeichert.

    2) Der Eiweißstoffwechsel
    Er findet im Magen und Darm statt. Durch die verschiedenen Säfte, Sekrete und Enzyme wird das Eiweiß in seine Bestandteile (Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Phosphor) zerlegt. Diese sind notwendig, damit der Körper neues Gewebe bilden kann.

    3) Der Fettstoffwechsel
    Das Fett wird im Darm in seine Bestandteile aufgespalten. Die Hauptarbeit leistet dabei die aus der Leber stammende Gallenflüssigkeit. Fett ist von großer Bedeutung für den Wärmehaushalt unseres Körpers.

    Wasser dient als Transportmittel.
    Vitamine, Mineralsalze und Spurenelemente sind zuständig für den Aufbau der Zellen, stärken unseren Körper und helfen, daß wir uns wohlfühlen.

    Ausführliche Informationen über Vitamine, Mineralsalze und Spurenelemente finden Sie in meinem eBook:
    Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente - Die Grundlagen des Immunsystems und unserer Gesundheit ISBN 978-3-95500-845-1

    Zu Beginn der Behandlung Ihrer Beschwerden wäre es ideal, wenn Sie nachstehende Empfehlungen umsetzen könnten, damit Ihr Körper, Ihr Hormon- und Immunsystem sowie Ihr Stoffwechsel schnell entlastet, gestärkt und stabilisiert werden:

    1) Mehrtägiges Fasten mit Kräutertees, Mineralwasser und verdünnten Gemüsesäften.

    2) Anschließend basische Kost. Meiden Sie Fleisch, Weißmehlprodukte, Zucker (Süßes macht sauer) und Kaffee.

    3) Leben Sie einige Zeit zumindest lakto-vegetarisch (siehe weiter unten) und essen Sie nur Dinkelvollkornprodukte (enthalten B-Vitamine), magere Milchprodukte, Obst, Gemüse und Salate.

    4) Auf Genussgifte verzichten:
    Vermeiden oder zumindest verringern Sie den Konsum von Nikotin, Alkohol und anderen Genussgiften. Ihre Gesundheit, das Herz, die Blutgefäße und Ihre Abwehrkräfte werden es Ihnen danken.

    Ein ausgeglichener "Säure-Basenhaushalt" ist die Basis für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Dazu später mehr.

    Wenn irgendwo im Stoffwechsel eine Störung auftritt, kommt es zu Gesundheitsstörungen, Immunschwäche und einer Stoffwechselkrankheit. Die häufigste ist heutzutage die Zuckerkrankheit, bei der sich zuviel Zucker im Blut befindet, gefolgt von Rheuma, Gicht und Fettsucht.Skorbut, eine Vitamin C-Mangelkrankheit, ist so gut wie ausgestorben.
    Bei der Rachitis ist ein Mangel an Vitamin D die Ursache.

    Man soll nie zu viel essen. Der Mensch lebt nicht von dem, was er ißt, sondern was der Magen verdaut.
    Wieviel Kalorien jeder braucht, hängt davon ab, was man tut. Man unterscheidet deshalb zwischen dem Grundumsatz und dem Arbeitsumsatz.

    Der Grundumsatz ist das, was wir an Kalorien bräuchten, wenn wir 24 Stunden nur im Bett liegen würden. In der Regel sind das ca. 1400-1500 Kalorien pro Tag.
    Der Arbeitsumsatz ist das, was wir verbrennen, wenn wir nicht ruhen. Da sich viele eher wenig bewegen, ist der nicht wirklich hoch. Experten gehen von etwa 500 Kalorien aus.

    Macht also einen Gesamtbedarf von etwa 2000 Kalorien pro Tag. Das ist natürlich nur eine grobe Richtlinie. Schließlich hängt der exakte Bedarf auch von den Muskeln ab. Je mehr wir haben, desto höher ist der Grundumsatz. Und je mehr wir sie bewegen, desto höher wird der Arbeitsumsatz.

    Vermeiden Sie Heißhungerattacken
    Trinken Sie jede halbe Stunde 1 Glas Wasser abwechselnd mit einem dicken Saft (Bananen-, Birnen- oder Gemüsesaft) ohne Zucker und Süßstoff. Süßstoff ist Betrug am Körper.

    Essen Sie langsam und kauen Sie jeden Bissen 20mal. Der Magen hat keine Zähne. Außerdem leben wir nicht mehr in der Steinzeit, wo jeder Stammesgenosse in kürzester Zeit möglichst viel reinschlingen mußte, weil sonst nichts mehr für ihn übrig war. Unser Magen läßt sich bis zu 20 Minuten Zeit (stammt auch noch aus der Steinzeit), bis er dem Gehirn eine „Ich-bin-prall-und-satt-Meldung“ zukommen läßt.

    Die Verdauungsarbeit kostet unseren Körper viel Kraft und Energie. Diese fehlen dann zur Stärkung des Hormon- und Immunsystems und der Stoffwechselabläufe. Sicher verstehen Sie jetzt, warum korpulente Menschen krankheitsanfälliger sind als normalgewichtige.

    Man bedenke, wieviel Nahrung man benötigt und warum die Zähne im Mund und nicht im Magen sitzen. Also langsam essen und richtig kauen. Das verhindert eine Übersäuerung des Körpers, Übergewicht, Verdauungsstörungen und erleichtert dem Stoffwechsel seine Arbeit.

    Zur Stärkung des Stoffwechsels und des Immunsystems spielt die richtige Ernährung eine große Rolle. Nur so kann unser Darm seine Arbeit optimal erfüllen und alle Zellen mit den nötigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien versorgen.

    Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser, Tee, ungesüßte Säfte), damit der Speisebrei im Darm sowie das Blut dünnflüssig bleiben und der Stoffwechsel optimal funktionieren kann.

    Die Nieren können harnpflichtige Stoffwechselendprodukte nur ausscheiden, wenn sie genügend Flüssigkeit zur Verfügung haben. Wenn Sie Sport treiben, brauchen Sie noch deutlich mehr Flüssigkeit. Das Wasser regt die Ausscheidung von Säuren, Giftstoffen und Abbauprodukten des Stoffwechsels an. Diese fördern Fettleibigkeit, Herzerkrankungen, erhöhte Blutfettwerte, chronische Krankheiten, Krebs, Entzündungen und Schmerzen. So werden auch Schmerzen gemildert. Ausserdem verhindert es Hunger. Nur wenn der Körper genügend Flüssigkeit zur Verfügung hat, lassen die Zellen überschüssiges Wasser wieder frei.
    Das Meiste bis zum Nachmittag trinken und abends möglichst wenig, um nachts die Blase zu entlasten.

    Basisches Heilwasser mit mehr als 1300 Milligramm Hydrogencarbonat (siehe Etikett) pro Liter hemmt die Aufnahme von Cholesterin und Fetten ins Blut (fördern Adipositas, Arteriosklerose, Angina pectoris, Erkrankungen des Stoffwechsels und des Hormonsystems).
    Davon trinkt man täglich 1 Liter. Das senkt auch gleichzeitig den Blutdruck.

    Vermeiden Sie einen Kalium-Mangel. Dieses Mineral kräftigt unser Herz und regelt den Wasserhaushalt innerhalb der Zellen. Überschüssiges Wasser wird aus den Zellen zu den Nieren transportiert. Fehlt Kalium (wir benötigen täglich 3 bis 4 Gramm), verbleibt das Wasser in den Zellen und verschlackt.
    Die Toplieferanten für Kalium sind Sojabohnen aus biologischem Anbau (150 g decken den Tagesbedarf), Paprika (200 g täglich) und Sauerkraut (400 g täglich).
    Weitere Kaliumlieferanten sind Spinat, Feldsalat, Petersilie, Frühlingszwiebeln, Tomaten, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorngetreide-Produkte.

    Calcium stärkt die Zellmembranen und reduziert die Histaminfreisetzung bei Allergien. Milchprodukte sind gute Kalziumlieferanten. Bevorzugen Sie fettarme Sauermilchprodukte.

    Auch natürliche Multivitaminpräparate in Form von Obst- und Gemüseextrakten versorgen den Körper mit Nährstoffen und aktivieren den Stoffwechsel.

    Machen Sie wenigstens einmal pro Woche einen Reis- oder Obsttag und bereiten Sie nur salzarme Kost.
    Alkohol meiden

    Ausschwemmend wirkt ein Frischpress-Saft aus Sellerie (Apium graveolens):
    Geben Sie 5 Esslöffel auf einen halben Liter natriumarmes Mineralwasser oder Buttermilch. Morgens und mittags einen halben Liter trinken.

    Achten Sie auf genügend rohe pflanzliche Kost

    Zu Beginn jeder Mahlzeit empfehle ich Ihnen generell fein gemahlene Pflanzenkost, etwa ein im Mixer zerkleinerter Rohkostsalat oder auch ein frischer Obst- oder Gemüsesaft.

    Schlimm ist, dass unsere Lebensmittel durch Hitzebehandlungen zwei Stoffgruppen ganz verlieren, die im Zusammenwirken miteinander eine entscheidende Rolle bei der Verstoffwechslung der Nahrung spielen. Das sind die Nahrungsenzyme und die in ihren naturgegebenen Strukturen unveränderten und nicht denaturierten Proteine.

    Für eine gute Verstoffwechselung sind die Nahrungsenzyme wichtig, die neben den körpereigenen Verdauungssäften aus Bauchspeicheldrüse und Leber ebenfalls einen großen Teil der Metabolisierung (Verstoffwechselung) der Nahrung übernehmen sollten. Gerade bei älteren Menschen, wo die körpereigene Enzymproduktion im Darm stark vermindert ist, sind die in der Nahrung enthaltenen Enzyme noch viel wichtiger. Ahnen Sie jetzt, warum viele Erkrankungen meist erst im Alter aufkommen?

    Wenn dann auch noch die Proteine, die Bausteine des Lebens, durch Hitzebehandlung denaturiert sind, können sie von den zu wenigen Enzymen nicht erkannt und gespalten werden. So "verhungern" wir buchstäblich vor vollen Töpfen und nehmen dennoch an Gewicht zu.
    Ein altes Sprichwort der Naturheilkunde lautet: Dicke Menschen sind unterernährt!

    Ganz wichtig für unsere Gesundheit sowie für die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten sind die Mikronährstoffe in roher Pflanzenkost.

    Hoch wird der Mikronährstoffbedarf, wenn unsere Zellen zusätzlich von außen unter Beschuss geraten, etwa durch Umweltgifte und UV-Strahlen. Ganz ohne rohe Pflanzenkost geht es daher nicht lange gut. Langfristig sind besonders die Herz- und Hirnzellen unterversorgt, wenn sie nicht mit allem bedient werden, was sie brauchen.

    Rohe Pflanzenkost behält ihren großen inneren Wert nur, wenn die Pflanzenzellen mechanisch voll aufgebrochen sind, weil unsere Enzyme die Zellulosewände der Pflanzenzellen nicht öffnen können. Dies führt wiederum zu Verdauungsstörungen (Dyspepsie). Wenn man also rohe Pflanzenkost vor dem Verzehr stark zerkleinert, zermahlt oder pürriert, sorgt das für eine Kräftigung des Darmes und eine bessere Versorgung aller Zellen des Körpers mit Nährstoffen, besonders der Herz- und Gehirnzellen.

    Schlingen wir dagegen die Nahrung nur hinunter, ist das eine Tortur für unsere Verdauungsorgane. Der Nahrungsbrei fault in der langen Passage durch den Dünn- und Dickdarm. Fettleibigkeit, Verstopfung und andere Verdauungsstörungen werden gefördert. Zusätzlich treten Fäulnisgase aus, welche die Darmwände schädigen – der Nährboden für viele Erkrankungen wie Angina pectoris, Rheuma, Arteriosklerose, Osteoporose, Diabetes, Adipositas und Krebs.

    Ein wesentlicher Faktor für einen ausgeglichenen Säure-Basenhaushalt und einen intakten Stoffwechsel ist unsere Ernährung. Die Nahrung führt dem Körper Basen und Säuren zu. Ist die Ernährung säurelastig - und das ist sie bei unserer heutigen Ernährungsweise fast immer - dann führen wir dem Körper zu viele Säuren zu. Das wiederum bedingt, daß unsere Zellen zu wenig Sauerstoff zur Verfügung haben.

    Zu viel Fleisch, Wurst, Weißmehlprodukte und Süßigkeiten führen zur Übersäuerung des Körpers, zu erhöhten Blutfettwerten, Adipositas, Herzerkrankungen und chronischen Entzündungen. Um die schädlichen Säuren abzupuffem, greift der Körper auf das Kalzium in den Knochen zurück. Das geht aber nur eine Zeit lang gut. Wenn die Kalziumbestände nicht regelmäßig wieder aufgefüllt werden, droht Arthrose, Rheuma und Osteoporose (Knochenschwund).

    Hier hilft eine "basische" Ernährungsumstellung auf reichlich Gemüse, Obst, Nüsse, Kartoffeln, Dinkelnudeln, Vollwertreis usw. Die Ursache einer Übersäuerung ist, dass zuviel säurebildende Lebensmittel verzehrt werden, nämlich solche, die viel Eiweiß und Fett enthalten.

    Eiweiß enthält Schwefel und Phosphor, die zu Schwefelsäure und Phosphorsäure abgebaut werden. Beim Fettabbau entstehen sogenannte "Ketosäuren", welche zu einer Übersäuerung führen. Dadurch verschlechtert sich die gesamte Stoffwechselleistung. Erhöhte Blutfettwerte, koronare Herzkrankheit, Lebererkrankungen, Demenz, Rheuma, Arteriosklerose, Osteoporose, Diabetes und Fettleibigkeit sind die Folge.
    Um das zu vermeiden, muss eine ausreichende Zufuhr von Obst, Gemüse und Salat sicher gestellt sein.

    Das eigentliche Problem ist also die Balance zwischen den Säuren und Basen. Basen stärken das Herz, das Hormon- und Immunsystem, die Nervenzellen, Blutgefäße, das Bindegewebe, unsere Knochen und fördern die Verdauung.

    Oft wird angenommen, dass sauer schmeckende Lebensmittel auch säurebildend sind. Dem ist keineswegs so. Sauer schmeckende Früchte, wie z. B. Zitrusfrüchte, enthalten reichlich basische Mineralstoffe, welche die Säuren im Körper neutralisieren.

    Der gesunde Organismus befindet sich in einem Gleichgewicht von Säuren und Basen, wobei unser Blut basisch ist. Unsere Mahlzeiten setzen sich leider meist zu 80 % aus sauren und zu 20 % aus basischen Bestandteilen zusammen. Es sollte aber genau umgekehrt sein.
    Achten Sie deshalb darauf, das 80 Prozent auf dem Teller "bunt" (Gemüse, Salate) sind.

    Basen-Smoothie für zwischendurch:
    Pürieren Sie Avocados, Kiwis, Beeren oder Gemüse.
    Trinken Sie über den Tag verteilt einen halben Liter Rote Beete-Saft oder einen halben Liter Kartoffelpreßsaft.

    Darm gesund - Mensch gesund

    Der größte Teil unseres Immunsystems liegt im Lymphgewebe der Darmschleimhaut.
    Wir sollten mehr "Lebensmittel" essen – das sind Stoffe, die leben! Viele unserer Nahrungsmittel sind aber tot und machen nur satt (Dosengerichte, Fertiggerichte usw.). Auf Fertiggerichte sollten wir ganz verzichten, denn hier verstecken sich gefährliche Transfettsäuren, chemische Geschmacksverstärker und Aromastoffe sowie viel zu viel Salz und Zucker.

    Lebensmittel haben eine hohe Vitalität, Ballast-Stoffe für den Darm, enthalten viele für den Körper wichtige Informationen und sind meist basenbildend, dass heißt mineral- und vitaminreich. Die Mineralien und Vitamine sind organisch gebunden und werden deshalb wesentlich besser aufgenommen als anorganische, die wir in konservierter, gekochter, ballaststoffarmer und zerstörter Nahrung finden.

    Immer wieder werden neue essentielle Substanzen entdeckt und es ist unwahrscheinlich, dass wir bald alle wesentlichen Nahrungsbestandteile kennen. Ich denke hier an die sekundären und tertiären Pflanzeninhaltsstoffe, die eine sehr starke Bioaktivität und Enzymaktivität haben und sich äußerst günstig auf unsere Vitalität und Gesundheit auswirken.

    Unsere Ernährung sollte deshalb so naturbelassen wie möglich sein. Meiden Sie Ihrem Herz, Ihrer Gesundheit, Ihren Blutgefäßen, Gelenken und Ihrem Gewicht zuliebe säurebildende Lebensmittel wie zum Beispiel Weißmehlprodukte, Wurst, Zucker (Süßes macht sauer!) sowie gehärtete Fette (Margarine), Cholesterin und zuviel Eiweiß. Also wenig Fleisch essen und tierische Fette durch hochwertige pflanzliche Öle ersetzen. So lassen sich erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte (verstopfen die Herzkranzgefäße und führen zu Herzerkrankungen) sowie Stoffwechselkrankheiten (Diabetes, Fettsucht, Gicht) gut vermeiden und auch behandeln.

    Empfehlenswert sind gesunde, vitaminreiche, mineralstoffreiche, basische, frische und milchsaure Lebensmittel. Diese stärken die Darmflora (z. B. Sauermilchprodukte, Sauerkraut, Sauerteigbrot).
    Ferner Buttermilch, Dickmilch, Früchtetees und Pfefferminztee.

    Wichtig für unsere Gesundheit sind die Aminosäuren Arginin und Ornithin, Vitamine, Mineralstoffe sowie Spurenelemente.

    L-Arginin zählt zu den essenziellen Aminosäuren, da der Körper nur geringe und nicht ausreichende Mengen selbst herstellen kann. Arginin hält unsere Arterien von Ablagerungen frei, stärkt Gehirn und Körper. Es kann auch Ablagerungen im Gehirn hemmen, die für Alzheimer verantwortlich sind.

    Enthalten ist Arginin in Hering und anderen Seefischen, Sojabohnen, Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Pinienkernen sowie in Walnüssen und ungesalzenen Erdnüssen (bitte nur aus biologischem Anbau).
    Die Aminosäure Arginin verbessert den Leber-, Bindegewebs-, Haut-, Gelenk- und Muskelstoffwechsel.

    Ornithin unterstützt die Bildung von Arginin. Sportler schätzen Ornithin, weil es für eine verstärkte Ausschüttung von Wachstumshormonen und eine bessere Durchblutung des Herzens, der Muskeln und des Bindegewebes sorgt. Ornithin ist in Eiweiß enthalten.

    Kieselsäure ist sehr wichtig bei der Behandlung und Vorbeugung von Gelenkbeschwerden. Sie stärkt den Schutzmantel der Haut, das Bindegewebe und ist ein wichtiger Baustein für die Blut- und Lymphgefäße.
    Kieselsäure steckt in Vollkornreis, Haferflocken, Hirse und Bananen.

    Trytophan braucht das Gehirn, um das Glückshormon Serotonin herzustellen. Es ist enthalten im Eiweiß von Milchprodukten, in Cashewkernen, Paranüssen, Weizenkeimen und Sojabohnen.

    Es gibt gute und "schlechte" Fettsäuren

    Die schlechten Fettsäuren schädigen die Blutgefäße, erhöhen die Blutfettwerte, schädigen die Leber, fördern Herz- und Kreislauferkrankungen, Rheuma, Demenz, Arteriosklerose, Übergewicht und Stoffwechselstörungen.

    Die Guten unter den Fettsäuren sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese kann der Körper zum großen Teil nicht selbst herstellen.
    Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sorgen für ein gesundes Herz, stärken die Blutgefäße und Knochen, das Körpergewebe, die Zellwände, sorgen für ein intaktes Immun- und Hormonsystem, eine gute Durchblutung, mindern die Blutfettwerte, reduzieren das Diabetes- und Herzinfarktrisiko und senken den Blutdruck. Bekannt sind diese Fettsäuren unter den Namen Omega 3, Omega 6 und Omega 9.

    Diese Omegas stecken in naturbelassenen und kaltgepressten Ölen:
    Olivenöl, Rapsöl, Distelöl, Weizenkeimöl, Leinöl, Arganöl (bestes Öl, kommt aus Marokko), Traubenkernöl, Sonnenblumenöl, Leinsamenöl, Walnussöl.
    Ferner in Hering, Makrele, Lachs, grünem Gemüse, Getreide, Macadamianüssen und Avocados.

    Ungesättigte Fettsäuren dienen als Antioxidantien, da sie freie Radikale (fördern die Entstehung von Krebszellen) „entgiften“ können, ebenso als Baustoffe von Zell-Membranen. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der Omega-3-Säure zu, die dazu beitragen kann, erhöhten Blutfettwerten, Herzerkrankungen, Arteriosklerose, Übergewicht und rheumatischen Erkrankungen vorzubeugen.

    Leinöl hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, insbesondere der Linolensäure, die einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren aufweist, aber vom Mensch nicht selbst produziert werden kann und somit mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Ein schmackhaft zubereiteter Quark mit Leinöl bildet einen großen Anteil einer herz- und darmpflegenden, knochenkräftigenden, energiereichen, abwehrsteigernden und gesunden Ernährung.

    Ungesättigte Fettsäuren spalten Verdauungsenzyme im Darm besser auf, beschleunigen den Transport von Cholesterin und senken das Risiko für Durchblutungsstörungen, Rheuma, Demenz, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Adipositas.

    Gesättigte Fettsäuren dagegen - vorwiegend enthalten in tierischen Fetten - erhöhen die Blutfettwerte und lagern sich in den Gefäßwänden ab. Nur etwa 10% des Fettbedarfs sollte man mit diesen Fetten decken.

    Getreideprodukte
    Verwenden Sie Brot und Backwaren aus Dinkelmehl. Dinkel, das Urgetreide, wirkt als einziges Getreide im Körper basisch und entsäuert den Körper. Dinkel enthält Ballaststoffe zur Vermeidung einer Verstopfung (Obstipation) und viel Kieselsäure. Diese fördert die Bildung von Kollagen und Elastin für das Bindegewebe, hemmt die Hautalterung und hält die Haut feucht und gesund.

    Dinkel macht gute Laune
    Dinkel enthält viele Aminosäuren, die der Darm sehr gut aufnehmen kann. Im Körper werden diese Eiweißstoffe zu Glückshormonen umgebaut (wichtig bei depressiven Verstimmungen). Außerdem sind Aminosäuren wichtig zur Bildung von Gehirnzellen. Das Gesund-Korn stärkt unser Gedächtnis, die Konzentration und hebt die Laune.

    Geniessen Sie täglich vormittags oder nachmittags als Zwischenmahlzeit zum Aufbau einer gesunden Darmflora einen Natur-Joghurt gemischt mit 2 bis 3 Esslöffeln Haferflocken und 1 Esslöffel Sanddornsaft vormittags oder mit 1 Esslöffel Heidelbeersaft am Nachmittag.

    Ernährungstipps zur Vorbeugung und Behandlung von Fettleibigkeit, erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerten, für einen gesunden Darm und Stoffwechsel, eine gute Durchblutung und ein starkes Hormon- und Immunsystem

    Nach der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wirken energiespendend, erwärmend, abwehrsteigernd und organfunktionsverbessernd:
    Geflügel, Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Rettichsalat und Meerrettich. Rettich enthält das antibakterielle Senföl und Raphanol, regt den Darm an und verhindert das Wachstum von Fäulnisbakterien.

    Die chinesische Ernährungslehre empfiehlt bei niedrigem Blutdruck drei warme Mahlzeiten am Tag, zu denen wärmender Ingwertee (1/3 Teelöffel Ingwerpulver pro Tasse) getrunken wird. Niedriger Blutdruck ist oft die Folge einer Schilddrüsenunterfunktion, die wiederum eine Gewichtszunahme, Herzschwäche und Durchblutungsstörungen begünstigt.

    Nach chinesischem Verständnis ist bei Bluthochdruck (begünstigt eine Arteriosklerose und koronare Herzkrankheit) das Gleichgewicht zwischen Hitze und Kälte gestört. Deshalb kühlende Lebensmittel wie Gurken, Salate, Zucchini, Sellerie, Tomaten, Tofu usw. verzehren. Als Getränk eignet sich Grüner Tee und Pfefferminztee.

    Nochmals:
    80 % unserer täglichen Ernährung sollte bunt sein. Deshalb bei Obst, Salat, Gemüse, Kartoffeln, Reis und Dinkelnudeln zugreifen, bei allen anderen Lebensmitteln in Maßen. Fleisch sollte nur die Beilage sein.

    Die klassische Naturheilkunde ist der Meinung, daß dem Menschen jene Lebensmittel am besten bekommen, welche aus seinem Lebensraum stammen und entsprechend der Jahreszeit gerade verfügbar sind. Auch ich bin der Meinung, daß man z. B. als Deutscher im Januar nicht unbedingt Erdbeeren aus Südafrika und Weintrauben aus Chile essen muß.

    Empfehlenswerte vitaminhaltige, ballaststoffreiche (wichtig für die Darmfunktion) und mineralstoffreiche Lebensmittel:

    Dinkelvollkornprodukte, Vollreis, Hirse, Mais, Buchweizen, Grünkern (grün geernteter Dinkel), Weizenkeime
    Obst (zum Beispiel täglich 1 Apfel essen wirkt blutverdünnend)
    Fruchtsäfte ohne Zucker und Süßstoffe (Süßstoff ist ein Betrug am Stoffwechsel)
    Trockenobst, Gemüse, Sauerkraut, Pilze, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen), Sojabohnen (bitte nur aus biologischem Anbau!)
    Alle Nußarten, Mandeln und Eier

    Milchprodukte (auf den Fettgehalt achten) wie Sauerrahmbutter, Sauermilch, Joghurt, Quark, Molke, Kefir, Käse, frische Sahne.
    Milchsaure Lebensmittel (z. B. Sauermilchprodukte, Sauerkraut, Sauerteigbrot) helfen beim Aufbau einer gesunden Darmflora (Darmbakterien) und zur Vermeidung von erhöhten Blutfettwerten und Übergewicht.
    Kefir reduziert die Menge der allergieauslösenden Antikörper im Blut und kann daher allergische Erscheinungen mildern.
    Buttermilch enthält viel Lecithin. Diese fettähnliche Substanz schützt das Herz und stärkt die Nerven. Ideal bei innerer Unruhe und nervösen Einschlafstörungen infolge schwacher Nerven.

    Täglich 2 Teelöffel reines Kakaopulver auf 1 Tasse heißes Wasser trinken. Der Kakao wirkt wie der Aspirinwirkstoff Acetylsalicylsäure blutverdünnnend. Die Durchblutung des Herzens wird dadurch verbessert und der Stoffwechsel unterstützt (wichtig bei der Behandlung und Vorbeugung von Übergewicht).

    Trinken Sie zur Steigerung Ihrer Abwehrkraft 4 Wochen lang täglich 3 Tassen einer Teemischung aus 50 Prozent Schafgarbenkraut und 50 Prozent Kamille mit 1 Teelöffel gutem Honig.

    Das Essen mit anregenden Kräutern würzen:
    Lorbeer, Thymian und Muskat regen den Darm und den Stoffwechsel an, erhöhen die Körpertemperatur und stärken somit auch die Abwehrkräfte.

    Fisch
    Der beste Jodlieferant ist Salzwasserfisch (Schellfisch, Seelachs, Scholle). Jod ist wichtig für die Hormonproduktion der Schilddrüse. Fehlt Jod, werden zu wenig Hormone gebildet. Der Körper setzt weniger Energie um, erhöhte Blutfettwerte, Herzerkrankungen und Gewichtsprobleme entstehen. Wir fühlen uns müde und abgeschlagen.

    Gemüse und Salate
    Großblättriger Salat, Lattich, Endivien, Spinat, Petersilie, Brunnenkresse, Karotten, weiße Rüben, Rote Beete, Radieschen, Sellerie, Gurken, Pfefferschoten, Tomaten, grüne junge Erbsen, reife Oliven, Grünkern (noch grün geernteter Dinkel), grüne Bohnen, Kürbis, Löwenzahnblätter, Zwiebeln, Spargel, Kohlrüben, Blumenkohl, Wirsing, Rosenkohl, Kartoffeln (am besten als Pellkartoffeln)

    Zur Wiederholung:
    Bevorzugen Sie kalorienarme, ballaststoffreiche, vitalstoffreiche, basische (basisch ist das Leben, sauer ist der Tod) und frische Lebensmittel. Lebensmittel geben uns Lebenskraft. Nahrungsmittel (Fertig- und Dosengerichte usw.) machen uns nur satt und belasten den Stoffwechsel mit unzähligen chemischen ("naturidentischen") Zusatzstoffen. Das Alles natürlich im Rahmen des gesetzlich Erlaubten!
    Meiden Sie Weißmehlprodukte, Schweinefleisch, Wurst und Zucker (auch Süßstoff!).

    Eine kleine Ernährungs-Sünde zwischendurch ist nicht schlimm, wenn man sich insgesamt ausgewogen und abwechslungsreich ernährt. Der Körper erhält so alle Nährstoffe, die er braucht, um gesund und fit zu bleiben. Man fühlt sich besser, hat mehr Energie und ist weniger anfällig für Erkrankungen.

    Meiden Sie Light-Produkte
    Der Begriff "light" ist nicht geschützt und es kann sich alles Mögliche dahinter verbergen. Oft enthalten zum Beispiel Light-Yoghurts weniger Fett, dafür aber umso mehr Zucker und damit überflüssige Kalorien und Säurebildner. Studien zeigen, daß man von den Lightprodukten größere Mengen isst.

    Wichtig ist, dass man keine Hungergefühle bekommt. Die Nahrung soll sättigen. Sie muß genügend Ballststoffe für den Darm zur Vermeidung einer Verstopfung, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Proteine, Kohlenhydrate und Fette enthalten.

    1) Obstmahlzeit
    Ersetzen Sie täglich eine beliebige Hauptmahlzeit durch eine Obstmahlzeit. Gönnen Sie sich dazu eine abwechslungsreiche Auswahl von Obstsorten, die Ihnen gut schmecken. Auch frischer Obstsalat ist gut geeignet.

    2) Salatmahlzeit
    Ersetzen Sie täglich eine weitere beliebige Hauptmahlzeit durch eine Salatmahlzeit oder eine Gemüsemahlzeit. Der Salat darf ruhig gross und gehaltvoll sein. Als Gemüsemahlzeit eignen sich beispielsweise fettarme Gemüsesuppen oder Gemüsepfannen.

    3) Die dritte Hauptmahlzeit nach Wahl
    Essen Sie die dritte Hauptmahlzeit nach Ihrem Geschmack. Vermeiden Sie jedoch einen zu ausgeprägten Fett- und Zucker-Gehalt. Gut geeignet sind mageres Fleisch (kein Schweinefleisch), Fisch, Kartoffeln, Dinkel-Vollkornbrot und Quark.
    Die "normale" Hauptmahlzeit darf je nach Ihren Vorlieben Frühstück, Mittagessen oder Abendessen sein. Sie können auch wechseln, wenn Sie beispielsweise abends ins Restaurant gehen wollen.

    4) Zwischenmahlzeiten
    Wenn es Sie nach einer Zwischenmahlzeit gelüstet, können Sie Obst, Paprika, Karotten oder einen Naturjogurt essen.

    Lebensmittel mit besonders positiver Wirkung auf den Stoffwechsel, die Durchblutung, die Verdauung, das Bindegewebe, das Hormon-, Nerven- und Immunsystem

    1. Gewürze und Kräuter

    Anis
    Krampflösend, aphrodisierend, schleimlösend
    In der Schwangerschaft meiden.

    Basilikum
    Das sogenannte Königskraut gilt als eines der gesündesten Küchenkräuter überhaupt. Es enthält viele ätherische Öle, die bekannt sind für ihre entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften.
    Basilikum enthält eine große Menge von E-Beta-Caryophyllene (E-BCP). E-BCP ist einer der wenigen Wirkstoffe, die im Körper Signale blockieren, die zu Arthritis (Gelenkentzündung) oder entzündlichen Darmerkrankungen führen können.
    Das enthaltene Vitamin A und das Beta-Carotin sind starke Antioxidantien. Sie schützen die Zellen und Blutgefäße vor Schäden durch freie Radikale und verhindern die Oxidation des Cholesterins im Blut. Erkrankungen der Blutgefäße, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfälle können so verhindert werden.
    Weiterhin enthält Basilikum Flavonoide, die zusammen mit den ätherischen Ölen ein antibakterielle Wirkung haben.
    Basilikumblätter passen gut zu Tomatensalat oder als Pesto zu Spaghetti. Dazu zerstampft man Basilikumblätter mit etwas Olivenöl, Pinienkernen, Knoblauch, Pfeffer und Salz zu einer Paste.
    Fördert den Schlaf und ist gut für Magen und Darm.
    Stärkt die Nerven und beruhigt bei Ängsten.
    Befreit von Stress, entspannt und hilft bei Migräne.
    Basilikum stärkt die Intuition, zeigt uns andere Sehweisen und Perspektiven auf. Er hilft, Lösungen für Probleme zu finden.

    Chilli
    Stärkt den Kreislauf und das Herz.
    Bringt den Blutfluss in Schwung. Das wärmt und versorgt den Körper mit mehr Sauerstoff (wichtig bei der Behandlung und Vorbeugung von Fettleibigkeit).
    Der Wirkstoff Capsicain hilft bei depressiver Stimmungslage und setzt körpereigene Endorphine frei. Diese wirken auch gegen Schmerzen und machen eine gute Laune.
    Wirkt entzündungshemmend
    Reich an Vitamin C, hilft Chili auch gegen Erkältungen, wirkt antiseptisch bei Magen- und Darminfektionen.

    Gewürznelken
    Appetitanregend und verdauungsfördernd
    Schmerzstillend und keimtötend durch das ätherische Öl Eugenol.
    Bei Stress hilft ein Nelkentee:
    3 zerstoßene Nelken auf 1 Tasse (250 ml) heißes Wasser geben, 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen, durchsieben. Am besten auf nüchternen Magen trinken.

    Ingwer
    Enthält die gegen Schwindel und Übelkeit wirksamen ätherischen Öle Gingerol und Shogaol und wird in Asien seit langem zum Würzen von Speisen und in der Naturmedizin verwendet.
    Ingwer beruhigt das Verdauungssystem, löst Verstopfung, Blähungen und Krämpfe.
    Hilft bei Übelkeit, Reisekrankheit und wenn man etwas Falsches gegessen hat.
    Ingwer wird bei der Behandlung und Prävention von entzündlichen Veränderungen, wie z. B. bei Arthrose und Rheuma, erfolgreich eingesetzt.
    Auch bei den ersten Anzeichen von Erkältungen und Grippe hat sich Ingwer bestens bewährt und fördert definitiv die Gesundheit und das Wohlbefinden.
    Ingwer stärkt das Immunsystem, beschleunigt den Stoffwechsel der Leber, den Speichelfluss, den Gallefluss (wichtig bei erhöhten Blutfettwerten, Übergewicht und Verstopfung) und die Darmbewegung.

    Kardamom
    Enthält das ätherische Öl Eukalyptol.
    Erfrischt den Atem.
    Löst den Schleim und beruhigt die Bronchien.
    Hält das Gehirn fit.
    Hilft bei Verstopfung und Appetitlosigkeit.

    Knoblauch in Form von hochdosiertem Knoblauchextrakt garantiert einen gleichbleibenden Wirkstoffgehalt und somit auch eine gleichbleibend hohe Wirksamkeit im Kampf gegen Gefäßablagerungen (Atherosklerose).
    Der Inhaltsstoff Allicin aus dem Arznei-Knoblauch hemmt die Bildung von gefäßverschließenden Kalk- und Fettablagerungen, dehnt die Gefäße und verleiht ihnen Spannkraft. Gleichzeitig werden erhöhte Blutfettwerte zur Verhinderung einer Arteriosklerose und koronaren Herzkrankheit gesenkt.

    Koriander
    Keimtötend, hilft bei Infekten.
    Die enthaltenen B-Vitamine lindern Stress, Angst und Schlaflosigkeit.

    Kurkuma (Gelbwurz)
    Sein Hauptwirkstoff Kurkumin unterstützt die Bildung spezifischer T-Zellen, die wichtig für die Abwehr von Bakterien und Viren sind.
    Haben Sie jemals Curry gegessen? Die gelbe Farbe im Curry kommt von dem Gewürz Kurkuma und ist eines der leistungsstärksten Antioxidantien für die Gesundheit. In Indien wird Kurkuma seit Jahrtausenden als Farbstoff, Gewürz (darmanregend) und in der traditionellen ayurvedischen Medizin verwendet.

    Kurkuma ist eines der Gewürze, welches die Fettverbrennung und die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt. Es bekämpft freie Radikale, wirkt entzündungshemend und antibakteriell. Diesem Gewürz wird ein reinigender und energiespendender Effekt zugesprochen. Die indische Heilmedizin Ayurveda verwendet dieses Gewürz, um den Körper zu reinigen, bei erhöhten Blutfettwerten, Rheuma, Arteriosklerose, Verdauungsbeschwerden, Diabetes, zur Behandlung von Fieber, Infektionen, Leberleiden und Gallenblasenproblemen. Alles langfristige Schädigungen durch freie Radikale (schwächen das Hormon- und Immunsystem, begünstigen Adipositas, Angina pectoris, Demenz und Zelldegeneration).
    Kurkuma kann Herzerkrankungen sowie Alzheimer und Parkinson entgegenzuwirken.

    Kurkuma gegen Demenz und Alzheimer
    Studien bei der indischen Bevölkerung haben gezeigt, dass Alzheimer und Demenz bei der älteren Bevölkerung wenig verbreitet sind aufgrund der hohen Verwendung von Curry bei den Mahlzeiten. An Alzheimer Erkrankte haben ein bestimmtes Plaque im Gehirn, welches vermutlich die Ursache dieser Krankheit ist. Kurkuma ist in der Lage, dieses Plaque zu zerstören und das Gehirn so zu schützen.

    Muskat
    Enthält ätherische Öle, die Giftstoffe abbauen und das Immunsystem stärken.
    Seine ätherischen Öle lösen auch zähen Husten. Geben Sie zum Inhalieren eine Prise in etwas heißes Wasser.
    Muskat wirkt darmanregend und stimmungsaufhellend.
    Bei Mundgeruch eine Brise (nicht mehr) Muskatnuss im Mund zergehen lassen.

    Myrrhe
    Hilft gegen Arthrose und Rheuma.
    Macht einen wachen Geist.
    Senkt das Fieber.

    Oregano
    Seine ätherischen Öle befreien den Darm von schädlichen Keimen, die das Immunsystem schwächen (der größte Teil unseres Abwehrsystems liegt im Lymphgewebe der Darmschleimhaut).
    Oregano hilft bei Migräne und Spannungskopfschmerzen.

    Petersilie
    Die grünen Kräuter entkrampfen, vitalisieren und beruhigen den Magen.
    Sie töten Keime, beeinflussen die Atemorgane positiv und wirken ausschwemmend bei Wassereinlagerungen (Ödeme).
    Petersilie gibt Mut bei Herausforderungen und hilft, klarer zu denken und Dinge entschlossen anzugehen.
    Sie schenkt innere Kraft und Stabilität.

    Piment (Nelkenpfeffer)
    Appetitanregend, verdauungsfördernd und darmanregend.

    Rosmarin
    Bewährt bei Gicht, erhöhtem Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) und rheumatischen Beschwerden.
    Zur Entgiftung und Blutreinigung
    Rosmarin entschlackt und entsäuert die Muskeln sowie das Bindegewebe (wichtig bei einer Erkrankung an Arthrose und Rheuma).
    Regt die Produktion von Schmerzblockern an.
    Wirkt allgemein kräftigend und vitalisiert den Körper.
    Bei Wetterfühligkeit, Nervenschwäche und depressiver Verstimmung.
    Rosmarin hellt die Stimmung auf.
    Die Nerven und die Gehirnleistung werden aktiviert.
    Fördert bei Haarausfall die Durchblutung der Kopfhaut und der Haarwurzeln.
    Zur Anregung des Immunsystems.
    Koronare Herzkrankheit und Herzmuskelschwäche.
    Rosmarin kräftigt den Herzmuskel und fördert die Durchblutung der Herzkranzgefäße.
    Zur Stütze von Herz und Kreislauf bei niedrigem Blutdruck.
    Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und Schwindel
    Durchblutungsstörungen und Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen im Körpergewebe).
    Rosmarin regt die arterielle Durchblutung an.
    Lähmungen der Gehörnerven
    Rosmarin hilft uns bei Erinnerungslücken auf die Sprünge.
    Stärkt die Lebenskraft und macht den Blick frei für alles Schöne.
    Rosmarin enthält eine ganze Naturheilapotheke.

    Salbei
    Stärkt die Leber.
    Wirkt schmerz- und entzündungshemmend, antiseptisch und stärkt die Abwehrkräfte.
    Hemmt eine zu starke Schweißbildung.
    Positiv für Nerven und Gehirn.
    Man erkennt Zusammenhänge besser, der Geist bleibt beweglich. Wirre Gedanken werden schneller geordnet.
    Salbei schenkt Lebenskraft und mehr Mitgefühl.

    Schnittlauch
    Der Stoffwechsel und die Verdauung werden angekurbelt (wichtig zur Vorbeugung und Behandlung von Übergewicht, erhöhten Harnsäure-, Cholesterin- und Blutfettwerten).
    Schnittlauch vitalisiert und immunisiert wegen des hohen Gehaltes an Eisen und Vitamin C gegen Pilzbefall und Krankheiten wie zum Beispiel die Grippe.
    Er schafft eine Brücke zwischen Spiritualität und Realität, verbindet Intuition mit Verstand.

    Vanille
    Entspannt die Nerven, macht gute Laune und regt die Nierenfunktion an (wichtig bei Hauterkrankungen).
    Hebt die Stimmung, baut Stress ab und und hilft bei Traurigkeit.

    Wacholder
    Altbewährt bei der Behandlung und Vorbeugung von Ödemen (Flüssigkeitseinlagerungen im Körpergewebe), Rheuma und Gelenkproblemen.
    Wirkt entsäuernd, entschlackend und abwehrsteigernd.
    Erleichtert Asthmatikern das Atmen.
    Stärkt den Magen (schont dadurch die Leber) und hebt die Laune.
    N

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Gesundheit mit Naturheilkunde - Klassische Naturheilkunde für Jedermann" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

buchhandel.de

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen







Teilen