Logo weiterlesen.de
Fünf Monate bis zur Ewigkeit

Benny Goodman

Fünf Monate bis zur Ewigkeit

Kriegsalltag in Gottes Hand // Schon über 2.000 mal gekauft //


Meinem Vater, den ich durch die Erzählung meiner Mutter kennen- und schätzen gelernt habe. Respekt vor meinem Vater, der von klein auf fast rund um die Uhr hart gearbeitet und trotzdem noch Zeit für viele Menschen gefunden hat. Und die frohe Botschaft des Evangeliums mit Freude und Begeisterung weitergetragen hat, auch mitten im Krieg und als Soldat. Danke für das Selbstvertrauen, welches meine Mutter mir am Beispiel meines Vaters von klein auf anerzogen hat, und ihre unendliche Liebe.


BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Fünf Monate bis zur Ewigkeit

Fünf Monate bis zur Ewigkeit

Vorwort

Mein Enkel hat die Feldpostbriefe beim Stöbern in einem Ordner entdeckt und liest und liest. Irgendwann sagt er: „Opa, Dein Papa war aber ein ganz ein Lieber!“

Aus dem gesamten Schriftverkehr zwischen meinem einunddreißigjährigen Vater, dem Soldat Friedrich Gutmann und seiner Familie, seiner Verwandtschaft und seinem großen Freundeskreis sind nur die Brief vom meinem Vater an sein Weible und seine Kinderle erhalten.

Bezug genommen wird natürlich auf den gesamten Schriftverkehr zwischen allen Beteiligten, so dass Fantasie gebraucht wird, aber auch manche Erläuterungen, um alles richtig einordnen zu können.

Die Banalitäten der Alltagbeschreibungen lassen oft vergessen, dass man sich mitten im Krieg befindet, bis wieder von Alarm, Mangelverwaltung etc. die Rede ist.

Christliches Zeugnis und Bekehrung mitten im Krieg spielt immer eine wichtige Rolle wie auch andere Themen wie „Warum erlaubt die Braut-Familie nicht, einen Krüppel zu heiraten, obwohl die Liebe noch da ist und vor der Verletzung die geplante Vermählung besprochen war!“. 

Das Beispiel meiner Mutter, ihren "Schatz" geheimzuhalten bis zu ihrem Tode, war wohl einerseits zum Schutz der Dokumente gedacht, andererseits wollte sie vielleicht auch nicht, dass die letzten Worte ihres heiß geliebten Mannes diskutiert und zerredet werden.

Die Veröffentlichung zum heutigen Zeitpunkt ist sicher auch einfacher, da fast alle in den Briefen erwähnten Personen inzwischen verstorben sind bis auf uns "Kriegskinder-Generation", die damals noch sehr klein waren. So sind manche Peinlichkeiten inzwischen, nach fast 70 Jahren, nicht mehr wichtig. 

Für die heutigen Schüler und Studenten, mit und ohne christlichen Hintergrund, sind diese Briefe eine wertvolle "Original"-Information über die Umstände in Kriegszeiten, über das Landser-Leben, Umgang zwischen Vorgesetzten und Untergebenen Soldaten, Kommentare über den Lebenswandel von Offizieren (Begründung im Lebenslauf) aus Sicht eines Betroffenen.

Erstaunlich, wie gut noch im sechsten Kriegsjahr die Post funktionierte und trotz harter Kämpfe noch Zeit genommen wurde, um die Angehörigen qualifiziert zu informieren. Auch beachtlich, wie 6 Monate vor Kriegsende noch systematisch ausgebildet und vorbereitet wurde, wenn auch mit hoher Intensität.

 

Wie kam ich zur Schreibmaschine?

Mit 15 Jahren war ich mal drei Wochen krank zu Hause und kramte in Sachen meines verstorbenen Vaters. Da fand ich eine Tastatur aus Papier und eine Schreibmaschinen-Schule zum Blindschreib-Lernen. Aus die Frage an meines Mutter, was dies soll, die Antwort: „Damit hat Dein Vater Blind-Schreibmaschinen-Schreiben gelernt!“

Da dachte ich, was mein Vater konnte, mache ich auch. So lernte ich in diesen 3 Wochen das Zehnfinger-Blind-Schreiben, zwar noch langsam, aber schon sicher.

Beim Studium war ich der einzige, der dies konnte und hatte so einen ständigen Zeitvorteil. Andere mussten erst die Freundin, die Schwester oder Mutter überreden, für sie etwas in Reinschrift zu schreiben, während ich direkt aus dem Kopf die Reinschrift machen konnte.

Ein Grundsatz, der gegen Ende der Briefe deutlich wird, war der Spruch meines Vaters: „Was andere können, kann ich auch – und vielleicht noch viel besser!“ Der hat mir viel in meiner beruflichen Entwicklung geholfen; immer, wenn man Angst und Zweifel vor schwierigen Situationen hatte, war diese Erinnerung hilfreich und brachte Sicherheit und Stärke.

Ich bin der Sohn des Briefeschreibers und habe meine Erinnerungen ausschließlich aus den Erzählungen meiner Mutter, die allerdings viel von unserem Vater erzählt hat. Von den Briefen erfuhr ich erst nach dem Tod meiner Mutter durch meine Schwester, die dann auch alles durch handschriftliche Abschrift leicht lesbar machte. Vielen Dank dafür.

 

 

 

 

 

Vom 16. September 1944 - bis zur Ewigkeit! - eine lückenlose, wenn auch einseitige, Dokumentation von einem sehr fleißigen Briefe- und Kartenschreiber, meinem Vater.

Rückblickend, mit fast 70 Jahren Abstand, sehr interessante Äußerungen und Berichte über alle Lebensumstände einer christlichen Soldatenfamilie mit Verwandtschaft und "Freundschaften"!