Logo weiterlesen.de
Frauengeschichten der Bibel

Vorwort

Über Frauen ließe sich vieles sagen. Immerhin sind sie eine aufstrebende Spezies, die verschiedene Nischen in der Welt erobert hat. Heutzutage gibt es Frauenfilme, Frauengetränke, Frauenberufe, das Frauenwahlrecht und sogar Frauenbuchläden (für Männer ist der Zutritt strengstens untersagt!). Und es gibt Frauengeschichten – Geschichten über und für Frauen. Doch gerade die aktuellen Debatten um die Rolle der Frau in der modernen Gesellschaft zeigen, dass es für Frauen nach wie vor nicht leicht ist, den verschiedenen Anforderungen, mit denen sie sich konfrontiert fühlen, gerecht zu werden. Ist es ihre Bestimmung, sich um den Haushalt zu kümmern, den schwer arbeitenden Mann zu versorgen und die Kinder aufzuziehen? Oder sollen sie sich lieber im Beruf verwirklichen, Karriere machen, auf Kinder verzichten? Oft versucht Frau, alles unter einen Hut zu bekommen, mit der doppelten Belastung von Familie und Beruf jonglierend, den Alltag zu bestehen. Und oft erhält sie dabei aus verschiedenen Richtungen Gegenwind: »Egoistische Rabenmutter«, heißt es dann oder – als deren Gegenstück – »langweiliges Heimchen am Herd«. Die neue Freiheit der Frau hat ihre Schattenseiten und Schwierigkeiten.

Früher, so denken wir uns, früher, da war es irgendwie einfacher. Die Frau hatte eine klar definierte Rolle, die sie ausfüllen sollte. Alles andere wurde gesellschaftlich sanktioniert. Wie schön übersichtlich das Leben doch damals war. Ach ja, die guten alten Zeiten … Doch stimmt das überhaupt? Wenn wir einen Blick in die Bibel werfen und uns ihre Frauengestalten näher ansehen, werden wir eines Besseren belehrt. Von wegen festgelegte Rollen! Hier tummelt sich ein bunter, erfrischender Haufen, der so gar nicht in ein Schema zu pressen ist: Neben glücklichen Müttern finden wir große Staatsfrauen, die ihren Mann (oder besser: ihre Frau) stehen; wir treffen auf äußerst erfolgreiche Kleinunternehmerinnen und geschickte Geschäftsfrauen; wir machen die Bekanntschaft von Frauen, die in der Kriegsführung bewandert sind, und von solchen, die mit dem Feind kurzen Prozess machen. Es ist erstaunlich, dass die Bibel ihre Geschichten ungeschminkt und doch mit unverhohlener Sympathie erzählt, was umso mehr verblüfft, als wir annehmen können, dass die Schreiber durchweg Männer waren. Die individuellen Schicksale dieser so unterschiedlichen Frauen schienen ihnen die Dokumentation für die Nachwelt wert zu sein. Umso trauriger, dass die Frauen der Bibel lange Zeit weitgehend unbeachtet blieben. Erst im letzten Jahrhundert erwachte im Zuge der Frauenbewegung das Interesse an ihren Geschichten. Davor hatten sie, bis auf wenige Ausnahmen wie Eva und Maria, im Schatten der Männer gestanden, die in der christlichen Verkündigung als Vorbilder des Glaubens dienten. Doch es gibt sie, die Frauen der Bibel – nicht nur Eva, die in der Geschichte des Christentums oft genug dafür herhalten musste, die Frau als böse Verführerin darzustellen, und Maria, die als Idealbild der reinen, unschuldigen Jungfrau galt. Zwischen all den Männern, die die Geschichten der Bibel bevölkern, erheben sie unüberhörbar ihre Stimme, lassen sie erkennen, was es bedeutet, damals wie heute eine Frau zu sein, erzählen sie von Freude und Leid, von Liebe und Leidenschaft, von List und Kalkül, von Mut und Treue. Sie zeigen uns verschiedene Rollen, in denen Frausein damals gelebt werden konnte, auch wenn die moderne Rollendebatte noch weit entfernt war. Doch machen Sie nun selbst Bekanntschaft mit den Frauen der Bibel und lassen Sie sich von ihren Geschichten berühren. Viel Vergnügen!

Urmütter, Spätgebärende und überraschender Kindersegen

Heutzutage gibt es immer mehr Frauen, besonders Akademikerinnen, die sich entscheiden, keine Kinder zu bekommen. In der modernen Gesellschaft ist die Sinngebung für die Frau nicht mehr nur ans Muttersein gebunden: Sie kann heute auch auf andere Weise ihr Leben sinnvoll gestalten und dies wird gesellschaftlich – mehr und mehr – akzeptiert. Zur Zeit des Alten Testaments befanden sich Frauen in einer völlig anderen Situation. Es war für eine Frau undenkbar, freiwillig auf Kinder zu verzichten. Ihre wichtigste Aufgabe und zentraler Lebensinhalt war es, für den Erhalt der Sippe zu sorgen, d.h. Kinder – möglichst männliche – auf die Welt zu bringen. Wenn sie diese Aufgabe nicht erfüllen konnte, bedeutete das für eine Frau den sozialen Tod. Zwar sieht die Bibel selbst die Frau keineswegs nur in dieser Rolle, doch auch sie spiegelt deutlich das damalige Verständnis wider, dass Frausein sich vor allem im Muttersein ausdrückt. Die Frau ist es, die für den Fortbestand des Lebens sorgt. Das ist die Aufgabe, die ihr zugedacht ist. Die Bibel erzählt viele Geschichten von Mutterschaft. Dabei hat sie einen scharfen Blick dafür, dass damit nicht immer nur eitel Sonnenschein verbunden ist. Sie führt uns verschiedene Facetten von Muttersein vor Augen, auch die schmerzhaften und schwierigen. Sie erzählt von Problemen und Freuden, von Mutterschmerz und Mutterlist, von Adoption und ungewollter Schwangerschaft, von Urmüttern, Spätgebärenden und überraschendem Kindersegen. Dabei stoßen wir auf auffallend viele Frauen, über deren Gemüt die dunkle Wolke der Kinderlosigkeit hängt. Doch gerade an diesen Frauen zeigt sich, dass Gott sich rühren lässt durch menschlichen Kummer und dass er oft auch gegen alle biologischen Möglichkeiten Neues ins Leben ruft. Und dieses neue Leben, dieses neue Geschöpf, ist meist eines mit einer ganz und gar herausragenden Bestimmung.

Mutter allen Lebens
Die Erschaffung der ersten Frau

Die Frauengeschichten der Bibel nehmen ihren Anfang mit der Erschaffung der ersten Frau: Das zweite Kapitel der Genesis erzählt, dass Gott sie aus der Rippe des Mannes formt, als dessen Gefährtin und Gegenüber. Ist die Frau also nur dazu da, den Mann zu ergänzen, seine Einsamkeit zu lindern und seine Defizite auszugleichen? Dass dies mitnichten der Fall ist, zeigt der sogenannte erste Schöpfungsbericht im vorhergehenden Kapitel. Dort wird deutlich: Gott schafft den Menschen nach seinem Bild, und zwar in zwei verschiedenen »Ausführungen«, nämlich als Mann und Frau. Beide sind gleichwertig und an beide ergeht der Auftrag, sich fortzupflanzen und Sorge für die Schöpfung zu tragen.

Im Paradiesgarten bleibt die Frau zunächst ohne Namen. Erst nachdem die beiden vom Baum der Erkenntnis gegessen haben und den Garten verlassen müssen, erhält sie ihren Namen, der zugleich ihr Schicksal und ihre große Aufgabe in der Welt spiegelt: Von nun an heißt sie Eva – vom Hebräischen »Chawa«, was übersetzt »Mutter allen Lebens« bedeutet. Dass Muttersein nicht nur tiefe Freude mit sich bringt, sondern auch Schmerz und Kummer, muss Eva mit ihren beiden Söhnen Kain und Abel am eigenen Leib erfahren. Doch das ist eine andere Geschichte … (1Mose/Genesis 2,18-25; 3,20)

 

Gott, der HERR, dachte: »Es ist nicht gut, dass der Mensch so allein ist. Ich will ein Wesen schaffen, das ihm hilft und das zu ihm passt.« So formte Gott aus Erde die Tiere des Feldes und die Vögel. Dann brachte er sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er jedes Einzelne nennen würde; denn so sollten sie heißen. Der Mensch gab dem Vieh, den wilden Tieren und den Vögeln ihre Namen, doch unter allen Tieren fand sich keins, das ihm helfen konnte und zu ihm passte.

Da versetzte Gott, der HERR, den Menschen in einen tiefen Schlaf, nahm eine seiner Rippen heraus und füllte die Stelle mit Fleisch. Aus der Rippe machte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen. Der freute sich und rief: »Endlich! Sie ist’s! Eine wie ich! Sie gehört zu mir, denn von mir ist sie genommen.«

Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele.

Die beiden waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander. Der Mensch nannte seine Frau Eva, denn sie sollte die Mutter aller Menschen werden.

Ganz ohne Fruchtbarkeitsbehandlung
Sara wird im hohen Alter schwanger

Lange Studienzeiten, die Ausübung eines Berufes und das Streben nach finanzieller Unabhängigkeit sind bei Frauen heutzutage gang und gäbe. Der Kinderwunsch, sofern er da ist, wird oft nach hinten verschoben, im Schnitt bekommt eine Frau ihr erstes Kind heute erst mit Anfang dreißig. Biologisch gesehen ist das riskant, denn die Fruchtbarkeit einer Frau nimmt ab dreißig beständig ab. Deshalb kommt es auch immer wieder vor, dass Frauen, die spät Mutter werden wollen, nicht schwanger werden können. Wir kennen die Geschichten: Verzweifelt nimmt man die Hilfe der modernen Medizin in Anspruch, versucht es mit künstlicher Befruchtung oder sonstigen Maßnahmen. Bleibt der Erfolg aus, stürzt das die Betroffenen nicht selten in eine tiefe Krise. Ungewollt kinderlos zu sein ist ein hartes Schicksal. Für die Frauen des Alten Testaments war das noch stärker spürbar als bei uns heute. Die Bibel berichtet von mehreren Frauenschicksalen, in denen Kinderlosigkeit eine große Rolle spielt. Abraham und Sara, die Erzeltern Israels, bekommen erst im hohen Alter den ersehnten Sohn – und das ganz ohne Fruchtbarkeitsbehandlung. Biologisch ist das unvorstellbar, doch der Autor der Geschichte will zeigen: Bei Gott ist alles möglich. Er durchbricht unsere Resignation und macht Träume wahr, die wir längst aufgegeben haben. An der Biologie stört er sich dabei kaum. (1Mose/Genesis 18,1-15; 21,1-8)

 

Abraham wohnte bei den Eichen von Mamre. Dort erschien ihm der HERR. Abraham saß gerade in der Mittagshitze am Eingang seines Zeltes. Als er aufblickte, sah er wenige Schritte vor sich drei Männer stehen. Sofort sprang er auf, warf sich vor ihnen nieder und sagte: »Mein Herr, wenn ich Gnade vor dir gefunden habe, dann geh nicht hier vorüber. Ich stehe dir zu Diensten! Man wird euch sogleich Wasser bringen. Ihr könnt euch die Füße waschen und es euch unter dem Baum bequem machen. Ich will inzwischen eine kleine Erfrischung holen, damit ihr euch stärken und dann euren Weg fortsetzen könnt. Wozu sonst seid ihr bei eurem Diener vorbeigekommen?« »Es ist gut«, sagten die Männer. »Tu, was du vorhast!« Abraham lief sogleich ins Zelt und sagte zu Sara: »Schnell, nimm drei Backschüsseln von deinem feinsten Mehl, mach einen Teig und backe Fladenbrot!« Dann lief er zum Vieh, suchte ein schönes, gesundes Kalb aus und befahl dem Knecht, es zuzubereiten.

Er holte süße und saure Milch, nahm das gekochte Fleisch und trug alles hinaus unter den Baum. Mit eigener Hand bediente er seine Gäste und stand dabei, während sie aßen.

Nach dem Mahl fragten die Männer Abraham: »Wo ist deine Frau Sara?« »Drinnen im Zelt«, antwortete er. Da sagte der HERR: »Nächstes Jahr um diese Zeit komme ich wieder zu dir, dann wird deine Frau einen Sohn haben.«

Sara stand im Rücken Abrahams am Zelteingang und horchte. Die beiden waren damals schon alt, und Sara war schon lange über die Wechseljahre hinaus. Sie lachte in sich hinein und dachte: »Jetzt, wo ich alt und verwelkt bin, soll ich noch ein Kind empfangen? Und mein Mann ist auch viel zu alt!« Da sagte der HERR zu Abraham: »Warum hat Sara gelacht? Warum zweifelt sie daran, dass sie noch ein Kind gebären wird? Ist für den HERRN irgendetwas unmöglich? Nächstes Jahr um die verabredete Zeit komme ich wieder, dann hat Sara einen Sohn.« »Ich habe doch nicht gelacht«, leugnete Sara. Sie hatte Angst bekommen. Aber der HERR sagte: »Doch, du hast gelacht!«

Der HERR dachte an Sara und tat an ihr, was er angekündigt hatte. Sie wurde schwanger und gebar Abraham noch in seinem Alter einen Sohn. Es war genau zu der Zeit, die Gott angegeben hatte. Abraham nannte den Sohn, den Sara ihm geboren hatte, Isaak. Als Isaak acht Tage alt war, beschnitt er ihn, genau wie Gott es angeordnet hatte. Abraham war bei Isaaks Geburt 100 Jahre alt. Sara aber sagte: »Gott hat dafür gesorgt, dass ich lachen kann. Alle, die davon hören, werden mit mir lachen. Noch nie hat Abraham es erlebt, dass ihm einer die Nachricht brachte: ›Deine Frau Sara stillt ein Kind.‹ Aber jetzt in seinem Alter habe ich ihm noch einen Sohn geboren!« Isaak wuchs und gedieh. Als er von der Mutterbrust entwöhnt wurde, feierte Abraham mit seinen Leuten ein großes Fest.

Adoption auf Ägyptisch
Die ägyptische Prinzessin findet Mose

Die Geschichte von Mose beginnt mit der List eines verzweifelten Mutterherzen. Die Israeliten leben als Sklaven in Ägypten und da der Pharao Angst vor einem Aufstand des rasch wachsenden Volkes hat, befiehlt er, ihre männlichen Säuglinge zu töten. Der kleine Mose entgeht dem Blutbad, denn er hat das Glück, eine Mutter zu haben, die durch ihre Klugheit das Leben ihres kleinen Sohnes zu schützen weiß. Am Schluss hat Mose zwei Mütter: eine leibliche und eine Adoptivmutter, durch die er in Prunk und Pracht als Königssohn am ägyptischen Hofe aufwachsen kann. Doch lesen Sie selbst die Geschichte einer ungewöhnlichen, aber durchaus geglückten Adoption. (2Mose/Exodus 2,1-10)

 

Ein Mann aus der Nachkommenschaft von Levi heiratete eine Frau, die ebenfalls zu den Nachkommen Levis gehörte. Sie wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. Als sie sah, dass es ein gesundes, schönes Kind war, hielt sie es drei Monate lang versteckt.

Länger konnte sie es nicht verbergen. Deshalb besorgte sie sich ein Kästchen aus Binsen, dichtete es mit Pech ab, sodass es kein Wasser durchließ, und legte das Kind hinein. Dann setzte sie das Kästchen ins Schilf am Ufer des Nils. Die Schwester des Kindes versteckte sich in der Nähe, um zu sehen, was mit ihm geschehen würde.

Da kam die Tochter des Pharaos an den Nil, um zu baden. Ihre Dienerinnen ließ sie am Ufer zurück. Auf einmal sah sie das Kästchen im Schilf. Sie schickte eine Dienerin hin, um es zu holen. Als sie es öffnete, fand sie darin einen weinenden Säugling, einen kleinen Jungen. Voller Mitleid rief sie: »Das ist einer von den Hebräerjungen!« Die Schwester des Kindes kam aus ihrem Versteck und fragte: »Soll ich eine hebräische Frau rufen, die das Kind stillen kann?« »Ja, tu das!«, sagte die Tochter des Pharaos. Da holte das junge Mädchen die Mutter des Kindes, und die Tochter des Pharaos sagte zu ihr: »Nimm dieses Kind und stille es für mich! Ich werde dich dafür bezahlen.« So kam es, dass die Frau ihr eigenes Kind mit nach Hause nehmen und stillen konnte. Als der Junge groß genug war, brachte sie ihn wieder zurück. Die Tochter des Pharaos nahm ihn als ihren Sohn an. Sie sagte: »Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.« Darum gab sie ihm den Namen Mose.

Lang ersehnt
Hanna bekommt ihren Sohn Samuel

Wie Sara, so ist auch Hanna mit dem Schicksal der Kinderlosigkeit geschlagen, und sie trägt schwer daran. Die zweite Frau ihres Mannes Elkana, Peninna, hat dagegen viele Kinder und stichelt Hanna bis aufs Blut. Als ob es für sie nicht schon schlimm genug wäre! Doch irgendwann sind Spott und Schmach genug. Verzweifelt geht Hanna ins Heiligtum und schüttet Gott ihr ganzes Herz aus. Er ist der Einzige, der jetzt noch helfen kann! So viel Emotionalität ist man an dieser heiligen Stätte nicht gewohnt, deshalb muss Hanna erst den Verdacht entkräften, sie stünde unter Alkoholeinfluss. Und tatsächlich: Gott hat Erbarmen mit Hanna und schenkt ihr einen Sohn – Samuel, der einmal ein großer Prophet in Israel sein und Israels ersten König salben wird. (1Samuel 1,1–2,10)

 

In Ramatajim im Gebiet der Sippe Zuf im Bergland von Efraïm lebte ein Mann namens Elkana. Sein Vater hieß Jeroham, sein Großvater Elihu und sein Urgroßvater Tohu; der war ein Sohn des Efraïmiters Zuf. Elkana hatte zwei Frauen, Hanna und Peninna. Peninna hatte Kinder, aber Hanna war kinderlos. Elkana ging einmal in jedem Jahr mit seiner Familie nach Schilo, um zum HERRN, dem Herrscher der Welt, zu beten und ihm ein Opfer darzubringen. In Schilo versahen Hofni und Pinhas, die beiden Söhne von Eli, den Priesterdienst.

Beim Opfermahl gab Elkana seiner Frau Peninna und allen ihren Söhnen und Töchtern je einen Anteil vom Opferfleisch; Hanna aber bekam ein Extrastück, denn er liebte sie, obwohl der HERR ihr Kinder versagt hatte. Darauf begann Peninna regelmäßig zu sticheln und suchte Hanna wegen ihrer Kinderlosigkeit zu kränken. Das wiederholte sich jedes Jahr, wenn sie zum Heiligtum des HERRN gingen: Peninna kränkte Hanna so sehr, dass sie weinte und nichts essen konnte. Elkana fragte sie dann: »Hanna, warum weinst du? Warum isst du nichts? Was bedrückt dich? Hast du an mir nicht mehr als an zehn Söhnen?«

Wieder einmal war es so geschehen. Als sie gegessen und getrunken hatten, stand Hanna auf und ging zum Eingang des Heiligtums. Neben der Tür saß der Priester Eli auf seinem Stuhl. Hanna war ganz verzweifelt. Unter Tränen betete sie zum HERRN und machte ein Gelübde. Sie sagte: »HERR,

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Frauengeschichten der Bibel" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

buchhandel.de

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen







Teilen